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Zeit sind, darnach strebten, eine Kräftigung zu erfahren'. Im Sinne der Beziehung: putearea aceasa, carea o au de obşte faptele spre a ne mişca ca le urmăm (1809; G. II, 202, 11) jene Macht, die die Handlungen im allgemeinen haben, uns zu veranlassen, daß wir ihnen nachfolgen“; ähnlich: putearea care o are viața ... a părinților ... spre a face pre născuții lor aseamenea șie (ib. 28) ,die Macht, die das Leben der Eltern hat, ihre Kinder sich ähnlich zu machen“; Slavici: are ceară voie de la Clăiță spre a se puté călugări (253, 20) ,er wird Cl. um Erlaubnis bitten, Mönch werden zu dürfen'; besonders nach prea + Adjektivum, so: inchipuirea mea de copil era prea slabă spre a puté aduna (215, 26) ,meine kindliche Fassungskraft war zu schwach, um ... vereinigen zu können', se simtea prea jos spre a cuteza supere pe . . (222, 24) ,er fühlte sich zu niedrig stehend, um es zu wagen, einen ... zu ärgern'. Am häufigsten ist der rein finale Gebrauch: au deschis Isusŭ calea sfåntei Evanghelii, spre a înpărtăși tuturor învățatura cea cerească (1821; G. II, 236. 15) ,J. hat den Weg des heiligen Evangeliums erschlossen, damit allen die himmlische Lehre mitgeteilt werde', am hotărât scriu ceva spre a înplini datoria cătră patria și cătră neam (1825; G. II, 246, 10) ich habe beschlossen, etwas zu schreiben, um die Pflicht gegen das Vaterland und das Volk zu erfüllen'. Slavici: oamenii se adună, spre a se măngaia și veseli impreună (13, 24) ,die Menschen kommen zusammen, um sich gemeinsam zu trösten und zu erfreuen"; ferner 225, 23. Sehr häufig in den Basme, aus denen ich zunächst einige Fälle, in denen der Infinitiv sein eigenes Subjekt hat, gesondert anführe: 8-a dat poruncă ca -i deschidă tóte tronurile cu haine spre a-șă alege fiul sěŭ pe acelea care îi va placea (3, 24) ,er gab ihm den Befehl, alle Koffer mit Kleidern zu öffnen, damit sein Sohn sich jenes, das ihm gefallen werde, wählen könne', găsi cu cale spre a se spěla o aşa grozavă necinste, fata cu mórte se omóre (353, 16) ,er fand es für richtig, daß, damit eine so schreckliche Schande abgewaschen werde, das Mädchen des Todes sterben solle'; das Subjekt muß nicht ausgedrückt sein: ca porunci bucătăresei o ia mai de aprópe, spre a nu cădea în gurile bărfitorilorů (309, 23) „sie befahl der Köchin, es (das Mädchen) näher an sich heranzuziehen, damit es nicht in den Mund der Lästerer falle', und: vină acelă sfetnicũ ... care a voitừ te amăgéscă, spre a ne înțelege la cuvinte (228, 18) jener Ratgeber, der dich betören wollte, soll kommen, damit wir (d. h. ich mit ihm) uns mündlich verständigen', îi dete drumulii pe gârlă spre a se duce unde mila domnului o va scote (121, 19) ,er ließ sie den Bach hinabschwimmen, damit sie hinziehe, wo sie Gottes Gnade hinbringen wird. Aus den Beispielen mit gemeinsamem Subjekt kann nur eine kleine Auswahl gegeben werden: se porni în călătorie spre a-șă găsi bărbatulů (55, 15) ,sie machte sich auf die Wanderschaft, um ihren Gatten zu suchen', nu scia ce -i mai facă spre a o mai înveseli (126, 11),er wußte nicht, was er ihr alles tun solle, um sie aufzuheitern', ea venea totŭ-d'aună spre a se adapa (135, 5) „sie kam immer, um zu trinken', culégă și câte-va pere spre a-și mai momi fómea (224, 16) ,daß sie auch einige Birnen auslesen sollen, um ihren Hunger zu stillen', trase și e aci spre a mânea peste nópte (246, 27) ,auch sie begaben sich hin, um über Nacht dort zu bleiben-, u. s. w.; Maiorescu: spre a mai putè fi intrebuinţate asemene metafore in literatura, trebuescu improspătate in modu originalu (P. R. 28) ,um noch verwendet werden zu können in der Literatur, müssen solche Metaphern in origineller Weise erneuert werden“; Pann: a se gândi cum și ce mijloc facă el spre a o dobândi (Pov. III, 31, 4 u.) ,nachzudenken, wie und mit welchen Mitteln er es machen soll, um sie zu gewinnen'; vină spre a petrece cu el împreună (Poveștĭ ardel. 27, 6 u.) „sie sollen kommen, um mit ihm zusammen zu leben'.

158. Weniger häufig als spre wird pentru vor dem Infinitiv verwendet: să va orândui .. la divanul domnii meale pentru a cerceta pricina de iznoavă (1780; G. II, 125, 19) ,er wird an meinen Divan appellieren, damit der Prozeß von neuem untersucht werde'; am jertfit rodul ostenelelor noastre pentru a-ti pregătí nenorocirea (Slavici 131, 3 u.) ,ich habe die Frucht unserer Mühen geopfert, um dein Unglück vorzubereiten', a eșit din casă, pentru a spune lui Bujor (168, 1 u.) ,sie ging aus dem Hause, um dem B. zu sagen'. Weit mehr als in der volkstümlichen Prosa wird pentru a in der gebildeten Literärsprache gebraucht; Hasdeu verwendet es mit Vorliebe, so in seinem Texte in den C.-B.: am profitat de acestă ocasiune pentru a oferi ... un specimen (I, 265) ,ich habe diese Gelegenheit benützt, um eine Probe vorzulegen', p. a ne asigura după putință contra erorii, am supus primele douě părți ... la apreciarea amicului nostru (I, Einleit. I) ,um uns nach Möglichkeit vor Irrtümern zu sichern, haben wir die ersten beide Teile dem Urteile unseres Freundes unterworfen', pentru a ne convinge (II, 224) , um uns zu überzeugen'; pentru a noch II, 259, 264, 266, 407, u. s. w. Bei Maiorescu: unu vehiculă pentru a desceptà imaginele (P. R. 2) ,ein Mittel, um Bilder zu erwecken-, p. a demonstra . . . acestu adevěru, vomu intrà in cắteva detaiuri (5) um diese Wahrheit zu erweisen, wollen wir auf einige Details eingehen', aceste exemple vor fi de ajunsu pentru a da o idee (21) ,diese Beispiele werden genügen, um eine Vorstellung zu erwecken'; se reîntoarse ... în castelul săŭ p. a se odihni (Schițe 7,5) ,er kehrte in sein Schloß zurück, um auszuruhen“; und noch oft, auch in eingeschobenen Sätzen, wie: căt de slabe din contră (pentru a nu spune unu cuvěntu mai energicu) sunt comparațiuni aceste (P. R. 28) ,wie matt hingegen (um nicht ein kräftigeres Wort zu gebrauchen) sind die folgenden Vergleiche', oder: 0 și iubea, p. a întrebuința o vorbă învěţată, ca specie (Schițe 13, 6) ,er liebte sie – um ein gelehrtes Wort zu gebrauchen als Spezies'.

II. Konditionalis im Sinne eines Konjunktivs.

159. Der Konditionalis wird im Rumänischen oft in einer von dem Gebrauche der anderen romanischen Sprachen abweichenden Art verwendet; von einer eingehenden Untersuchung dieses umfangreichen und schwierigen Teiles der rum. Syntax muß hier abgesehen werden; soviel ist leicht zu erkennen, daß aus der bedingenden Handlung, welche der Konditionalis ausdrückt, sich der Wunsch entwickeln kann, wie die Bedingung ja, umgekehrt, oft

genug durch einen unabhängigen Wunsch oder Befehl wiedergegeben wird, z. B. „schreibe den Brief und ich werde ihn bestellen' im Sinne von: ,wenn du den Brief schriebest, würde ich ihn b.“, oder: ,Gott möge mich nur gesund erhalten, und für wenn Gott mich gesund erhielte, so ... (vgl. auch S. 61).

Aus den Kategorien ,bedingte Handlung, bedingende Handlung, Wunsch kann sich der Begriff einer möglichen, in Bezug auf ihr Eintreten angezweifelten Handlung herausbilden. So kann die indirekte Darstellung, in welcher das Rumänische, ebenso wie die anderen romanischen Sprachen, im allgemeinen den einfach berichtenden Indikativ zu

1 Das Rum. gebraucht in beiden Teilen der Bedingungsperiode den Konditionalis, also: de n'aš hi bătrânů ... ti-ași tinea

rău (1682) ,wenn du nicht alt wärest, würde ich es dir übel nehmen“; se-arâ aprinde casa acelora ... aceia numai ce n'ară avea păcat (1580) ,wenn sich ihr Haus anzünden würde, nur jene würden keine Sünde haben'; diesen regelmäßigen Gebrauch ziehe ich hier nicht in den Kreis der Betrachtung, ebenso wenig das eigentümliche Perfektum Futuri, das die ältere Zeit nicht selten im bedingenden Satze verwendet (au vrut face als Vergangenheit des Fut. vor face).

verwenden pflegt, von dem Sprechenden durch den Gebrauch des Konditionalis gefärbt werden: sie erhält durch diesen den Charakter des Unverbürgten.

Oft genug stoßen wir auf Konditionalis, der sich kaum durch irgend eine Nuance von dem erzählenden Tempus, das er ersetzt, unterscheidet; manche Autoren z. B. benützen ihn mit Vorliebe, so die Verfasser der Belgrader Bibel von 1648; diese weist an vielen Stellen, in denen der Cod. Vor. und Bucarest 1688 Futurum oder andere Formen (auch Konjunktiv) benützen, Konditionalis auf. Neben den Fällen, die unten in den betreffenden Rubriken als Ersatz für den Konj. folgen sollen, nenne ich: (er blieb zwei Jahre dort) aşa cătă toți ..

ară audi (Apostelg. 19, 10; Cod. Vor. cumŭ t. audă) „so daß alle hörten“, cine šeaste omủ carele n'arî ști (Apostelg. 19, 35; Cod. Vor. ce nu şti) ,wer ist der Mensch, der nicht wüßte', cảndů n'așă vedea de slava luminei (22, 11; Cod. Vor. nu vădušu) ,als ich vor Klarheit des Lichtes nichts sehen konnte' (oux špastov), căndă nu s’are arăta nece soarele nece stelele (27, 20) μήτε δε ηλίου μήτε άστρων επιφαινόντων, pre supta cumpiti cumi arî vre sloboazî (27, 30; Cod. Vor. cả mit Futurum) ,unter dem Vorwande, daß sie herablassen wollten“, ispitindu in care și in cea vreame are arăta întru ei duhulù lui Hristos (1. Petr. 1, 11; Cod. Vor. und 1688 haben Vergangenheit) „forschend, auf welche und welcherlei Zeit der in ihnen befindliche Geist Christi deute', și 'aflaiu 'părăscă . nece o vinê n'arî avea prenă care 'i s'arî căde moarte (Apostelg. 23, 29) ,ich fand, daß sie ihn beschuldigen, und er hat keine Schuld, wegen deren ihm der Tod gebühren würde', oder nece u. s. w. ist noch in einiger Abhängigkeit von aflaru , ähnlich wie 25, 25: înțelegăndă pre elă nece o vinî de moarte n'ară fi făcută; nu gândescủ c'are fi de aceste carele n'are şti (26, 26) ich glaube nicht, daß etwas davon existiere, das er nicht wisse'; und so noch viele andere Fälle. Durch indirekte Rede, durch Zweifel (,wohl“) läßt sich manches davon erklären, aber nicht alles; auch mit der Behauptung einer Anlehnung an mögliche griechische oder slavische Vorlagen? wird man die große Menge der Belege nicht erklären, zumal da sie meist dem Geiste der Sprache nicht widerstreben und da die Erscheinung sich in allen Zeiten und Literaturgattungen belegen läßt und sich auch in der heutigen volkstümlichen Dichtung und Rede findet, wie einige Belege gleich zeigen sollen.

160. In den folgenden Beispielen hat der Konditionalis weder konditionalen Sinn, noch entspricht er einem Konjunktiv; höchstens könnte man ihn hie und da als leicht potential betrachten, nämlich als Ausdruck bescheidener Behauptung, welche die anderen Sprachen gerne durch Futurum präteriti wiedergeben (M.-L. III, 341); vezu Dumnezeu c'ară fi buna? lumina (1582; G. I, 34) ,Gott sah, daß das Licht gut war'; (er hat Gesetze gegeben) undea și fericita vacului aciastuia ce ar fi aratâ (1714; G. II, 9, 1 u.) ,wo er auch zeigt,

1 Das Griech. bietet an den betreffenden Stellen die verschiedensten Zeiten- und Modusverhältnisse und oft den genit. absol.;

da läßt sich also keine Beziehung zum Rum. herstellen. Ein Einfluß des Kirchenslav. jedoch ist immerhin möglich; so entspricht in Luc. 9, 46: (sie fragten sich im Geiste) tis äv en ucičov ajtóv, einer Stelle die ganz analog der Apostelg. 21, 33 ist, im Slavischen, das keinen organischen Konj. hat, ein Konditionalis; und die Übernahme desselben in das Rum. (der letztere Vers heißt in 1648 cine arů fi) war umso verlockender, als auch die slav. Form zusammengesetzt ist, nämlich aus dem zweiten Partiz. Präteriti Akt. und dem Aorist von byti oder dem sonst nicht gewöhnlichen bimŭ, bi u. s. w., ähnlich wie auch der rum. Konditionalis eine spezielle Form des Hilfsverbums (așă) aufweist. Da sich nun beide Zeiten, die slav. und die rum., im Bedingungssatze decken, so konnte ein slav. Konditionalis auch in anderen Sätzen, wo er z. B. die indirekte Darstellung kenntlich macht, einen rum. Konditionalis nach sich ziehen. Auf diese Weise würden sich wohl mehr oder minder zahlreiche, aber doch vereinzelte Fälle aus der Übersetzungsliteratur motivieren lassen, doch tritt die Erscheinung zu häufig auf und hält sich zu lange, um als unrumänisch angesehen werden

zu dürfen. ? 1. Moses 1, 4; Vers 10 lautet: v. Dumn. fu bine.

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was das Glück dieser Welt ist“; cine va zice în potriva aceastora care li-am disú, acela ar fi pierdutù gustul adevărului zic (1714; G. Lit. pop. 570) ,wer gegen das, was ich gesagt habe, sprechen wird, von dem sage ich, daß er den Sinn für Wahrheit verloren hat: (ein ,wohl oder „dürfte ist hier gewiß nicht am Platze); tocmai spuneam věrului Mihu, c'ar fi te petească Toderică (Slavici 58, 24) ich sagte eben dem Vetter M., daß T. um dich anhalten werde', nu-și inchipuea ce-ar zice Miron mai departe (63, 12) „sie stellte sich nicht vor (sie wußte nicht), was M. weiter sagen werde', und bei demselben Autor in einer längeren indirekten Rede, also: unul spunea prietenului său ... Toderică se intálnise (also im Anfang ein einfaches Tempus für die Vergangenheit) cu Anica .

Anica l'ar fi necăjit ... și el ar fi zis ..., și alte deasemenea lucruri ... ar fi grăit T. (75, 16) ,einer erzählte seinem Freunde, daß T. mit A. zusammengekommen war, daß A. ihn gequält habe und daß er gesagt habe, daß und andere ähnliche Dinge habe T. gesagt“; das Unverbürgte indirekter Darstellung macht sich auch geltend in: pe câtă amů înțelesů s'ari fi născută celă alesů care Christosů e numită (Poes. pop. 115 b 468) ,soviel ich erfahren habe, wäre jener Auserwählte geboren worden, der Chr. geheißen ist“, uni liceaŭ c'ară fi urmă din raiŭ, alțiš diceaŭ c'arů fi urmă de fiare (163 b 39) ,die einen sagten, daß es wohl Spuren aus dem Paradiese seien, die anderen, daß es wohl Spuren von Wild seien“, filosofii găsită n'arŭ fi urmă de fiară, ci e ... soçiă iubită (179 a 38) ,die Gelehrten haben gefunden, daß es (gewiß) nicht die Spur von Wild ist, sondern es ist eine geliebte Gattin'.

161. Konditionalis im Relativsatze steht dem Konj. in Bezug auf die Bedeutung sehr nahe, nur daß er vielleicht weniger subjektiv als dieser klingt, also eine etwaige Absicht nicht so scharf wiedergibt: îngăduità fu lui Pavelŭ lăcuiească de usebi cu ună viteză, carele arî påzi pre elŭ (1648; Apostelg. 28, 16) ,es wurde dem P. gestattet, getrennt zu wohnen mit einem Krieger, der ihn bewachen würde' (Konj. würde eher ,bewachen solle bedeuten), diavolul ... încongiură căutăndă pre cine are înghiță (1648; 1. Petr. 5, 8) ,der Teufel geht um, suchend, wen er verschlingen würde“; nu era in sat nici un om, care nu s'ar fi simțit părtaş de bucuria (Slavici 60, 11) ,es gab im Orte nicht einen Menschen, der sich nicht als Teilnehmer an der Freude gefühlt hätte', in lume nu afla nimic, de unde ar fi putut prinde speranță (21, 9) ,er fand nichts auf der Welt, woraus er hätte Hoffnung schöpfen können'. Wenn der Beziehungssatz einen Konditionalis enthält, so kann dieser auf den Relativsatz in der Weise wirken, daß auch in ihm der Konditionalis verwendet wird, so: nu gåndescủ c'are fi de aceste carele n'are ști (1648; Apostelg. 26, 26) ich glaube nicht, daß es solche geben würde, die nicht wüßten“; invață-te .. cine ar fi acela care laudâ întru viața aciasta ari-și cumpăra și ari avea (1714; G. Lit. pop. 567) ,er lehrt dich, wer jener ist, der in diesem Leben Lob erwirbt und besitzt'.

162. Auch im Fragesatz, dem abhängigen und unabhängigen, ist der Konditionalis als Konkurrent des Konjunktivs erklärlich (vgl. $ 61, 2); er ist ein Mittel der bescheidenen Ausdrucksweise, oder gibt etwas Mögliches, Bedingtes an, ebenso wie es der Konj. in einer gewissen Gruppe von Fragesätzen tut: fu întrebat: ce ar fi Dumnedău? (1714; G. II, 13, 10) ,er wurde gefragt, was ist Gott?, ebenso: fu întrebat: ce

was ist Gott?“, ebenso: fu întrebat: ce ar fi mai frumos? (13, 14) ,was ist das Schönste?', ce ar fi mai mare? (13, 17) ,das Größte?“, und Z. 18.

In cui cea tocmalâ fiaște care ari putea pre liasne suferi năvâlele norocului? (13, 8 u.) , in welcher Weise könnte jeder die Angriffe des Schicksals sehr leicht ertragen? hat der Konditionalis mit dem Fragesatze nichts zu tun, er ist die Form der Bedingung, auf die hier nicht

weiter eingegangen wird (etwa durch ,wenn ...“), ebenso wenig wie etwa in cumŭ ară vrea (Cod. Vor. 52, 7) ,wie wenn (als ob) sie wollten“. Fragesätze in den Basme: totŭ plănuia, cum ar face ca -ě răpue (67, 9) „sie überlegte immer, wie sie es machen solle, um sie zu töten', întrebară ... ce arů face ei ca pótă avea unŭ copilă (96, 10) ,sie fragten, was sie tun sollten, um ein Kind zu bekommen', căuta ... cunóscă, care din candelele atârnate în cerů arů fi aceea a fetei (247, 7) ,er suchte zu erkennen, welches der am Himmel befestigten Lichter das des Mädchens sei', căutândŭ la cine s'arů potrivi condurulă (306, 19) „suchend, wem der Schuh passen würde'.

163. Konditionalis im Wunschsatz ist sehr beliebt; er steht da in volkstümlicher Sprache fast öfter als der Konj. und ziemlich regelmäßig neben diesem (vgl. auch § 56). Seine Verwendung erstreckt sich aber nicht nur auf die Verwünschung und den Segen, sondern auch auf die optativische erste Person, in welcher ein Konj. unmöglich wäre, es sei denn als Aufforderung an sich selbst. Wieso der Konditionalis zu diesen Funktionen kommt, ist unschwer zu erkennen: es handelt sich dem Sinne nach überall (wenn auch jetzt, da der Gebrauch sich so ausgedehnt hat, nicht überall ganz deutlich) um den zweiten, den bedingten Teil einer Bedingungsperiode, was speziell beim optativischen Konditional leicht zu erkennen ist; in der Ballade Toma Alimoş (Sammlung Alecs.) heißt es: închinare-așă, și n'am cui! închinare-așă murguluă, dar mi-e murgul cam nebun (ähnlich Poes. pop., aber: dér mi-e murgulŭ vită mută) ,ich würde zutrinken, aber ich habe nicht, wem; ich würde meinem Streitrosse zutrinken, aber das ist recht untüchtig (resp. ein stummes Tier), da könnte man ebensogut sagen ,ich möchte zutrinken'; die Basis ist aber konditional, weil die Einwendungen den Sinn haben von: ,wenn ich nur wiißte, wem; wenn das Roß nur nicht untüchtig wäre ;' ebenso in așă merge și cu voi ca nchini ... acelui mare Christosú; dér, fiind unde 'š nu sciţă (Poes. pop. 114 b 369) ,ich würde (möchte) mit euch gehen, um mich vor jenem großen Chr. zu verneigen, aber da ihr nicht wisst, wo er ist ...' (soviel als: wenn ihr nur wüßtet). Weitere Fälle dieser Art sind: jelui-m'așă și n'amŭ cuč (Poes. pop. 279 b 2) ,ich möchte mich beklagen und habe nicht, vor wem'; l'aș face măr gutuiu, l'aș pune sub căpătâiu (Jarnik-Barş. I, 592, 9) ich möchte ihn in einen Quittenapfel verwandeln; ich möchte ihn unter mein Kopfkissen legen“; ein deutlicher Bedingungssatz, dem auch der bedingende Teil nicht fehlt, ist: m'așă ruga, déca se póte, se fit cu luareaminte (116 b 516) ich würde, wenn es angeht, bitten, daß du aufmerkest'; weiter entfernt sich von der ursprünglichen Basis: mânca-ță-așă ochişorii (Basme 63, 18; dasselbe mit arů Poes. pop. 313 a 14) ich möchte dir die Äuglein auffressen (ein liebkosender Ausruf), wo zwar ein: ich würde auffressen' (etwa: ,wenn es anginger) deutlich zu erkennen ist, aber kaum mehr gesagt werden könnte; das Gleiche gilt von der Verwünschung vedzea-ts-îñgruparéa (Banat; Rum. Jb. III, 276, 7) ich möchte deine Beerdigung sehen'. Zweite und dritte Person: dar , Dómne, și p'asta (Poes. pop. 746 b 52) ,mögest du, Herr, auch dieses gewähren“, dar' ară bunulă dumnedeŭ (291 b 23) ,möge der liebe Gott geben', da-v'ară dumnedeủ d'unŭ bine (320, 3) ,möge Gott euch ein Glück bescheren'. Verwünschungen: fire-blestemată (65 a 71) „sei verflucht“; fire-ață porcă-de-câine fiță (Pann, Pov. III, 24, 24) „Schweinehunde sollt ihr werden', mânca-v'arù fierea, und mânca-v'arů splina (Poes. pop.

· Ähnlich kann auch der erste Teil der Bedingungsperiode gebraucht werden, so: d'așă ajunge mai curândă unde îmi totů

stă în gândŭ, ncalicŭ calů ..., încingă săbióră (Poes. pop. 300 b 7) ,wenn ich (doch) dorthin käme, wohin der Sinn mir steht! bestiege ich doch ein Roß! umgürtete ich mir ein Schwert!' also mit dem ziemlich seltenen optativ. Konj. in eine Reihe gestellt.

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