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cela (Gorovei in seiner Einl. p. XIII) „ich habe mich begnügt, nur jene (die h) einzufügen'. Aber auch bei Verschiedenheit der Subjekte: se mulțumirà a le rămânea ósele în sătucénulă în care se născuseră (Basme 106, 22) ,sie waren aber zufrieden, daß ihre Gebeine im Dörfchen, wo sie geboren waren, verbleiben sollten (und wollten nicht zu ihrem Sohne ziehen):

se nădăjdui: smeulă totů maš nădăjduindu-se a scăpa cu viaţă, dise (Basme 223, 29) ,der Drache sagte, da er noch immer hoffte, mit dem Leben davonzukommen'.

se nevoi: die unter demselben Verbum beim Konj. angeführte Stelle aus Belgr. 1648 lautet in Buc. 1688: nevoescủ știință a avea; se nevoia a-şi scote calulă și căruța din noroià (Basme 274, 8) ,er bemühte sich, das Pferd samt dem Wagen aus dem Schlamme zu ziehen'.

se obicinuă, mit a: Hasdeu in C. B. II, 75.

se opri: alte păcate mortale, pe care ne oprim a le descrie (Nic. Filimon 2, 8 u.) ,andere Todsünden, die zu schildern wir uns enthalten'.

se păzi: plecară, dicêndu-ě se půzéscă a nu cădea în capcană (Basme 331, 10) „sie gingen weg, indem sie ihm sagten, er solle sich hüten, daß er nicht in eine Schlinge falle“; păziţi tare bine, a apěra de mine (Cătană 169, 1) „seht euch wohl vor achtet wohl darauf), daß ihr euch vor mir schützet'.

se pomeni: el ... a vorbi se pomeneşte (Pann, Pov. I, 11, 16) ,denn er erinnert sich zu erzählen'.

se porni: porni-se vor a sparge voi (Mat. 7, 6) sie werden sich aufmachen, euch zu zerreißen'.

se pune: se puse a-și făuri o sabie (Basme 139, 9) ,er begann, sich einen Säbel zu schmieden', a se urca pe dênsulů (216, 3) „auf denselben hinaufzusteigen'; und ebenso gemeint ist das reflexive Verb in: se puse a se odihni (246, 18; 326, 20) ,er begann auszuruhen (wollte eben au.), und nicht ,legte sich nieder, um auszuruhen'.

se ruşina: nu ruşineză a-ti aduce acăastă smerită a ostenélă (1707; Bibliogr. rom. 479, 3) „ich schäme mich nicht, dir diese meine bescheidene Arbeit darzubringen'.

se sârgui: zapciu se sărgušască a lua fără de zabavă ... cartea de judecata (1780; G. II, 125, 26) der Vorsitzende-Stellvertreter soll sich beeilen, das Urteilsdokument ohne Verzug zu nehmen'.

se scumpi .geizen“; 17. Jahrhundert: o fârămâ de păine sau un banŭ ne scumpim a da (G. I, 256, 3) ,wir sind zu geizig, eine Krume Brot oder einen Heller zu geben“; nu te sc. a ne polzui (Rum. Jb. V, Glossar, p. 96 f., s. v. polzui) geize nicht damit, uns zu überzeugen (d. h.: unterlasse es nicht, uns zur Wahrheit zu verhelfen).

se scuti: ne putem sc. de a (Hasdeu; C. B. II, p. X) ,wir können es uns erlassen zu...

se sfătui: se sfatuiră a merge ca vântulů, éră nu ca gândulů (Basme 339, 33) „sie beschlossen zu eilen wie der Wind, doch nicht wie der Gedanke'.

se sfii: părintele se cam sfia a zice la mine a casa“ (Slavici 25, 7) ,der Priester fürchtete sich fast (nahm fast Anstand) zu sagen „bei mir zuhause""; öfter negiert, also: chiar nici Pintea nu se sfia a-i spune -l bănuieşte (369, 2) „selbst P. nahm keinen Anstand zu sagen, daß er ihn im Verdacht hat“; pe care ... Ascoli nu se sfiesce de a-l pune 'npreună cu, Mussafia ca cei duž successoră m-de frunte ai marelui Diez (Hasdeu; C. B. I, p. I) von dem A. nicht Anstand nimmt, ihn mit M. als die beiden ersten Nachfolger des großen D. zu nennen'; bei Hasdeu auch ohne de: nu ne sfiim a (ib.; II, 409) ,wir getrauen uns nicht zu“.

se sili: sunt bine, respunse ea, silindu-se a zîmbi (Slavici 137, 21) ich fühle mich wohl, antwortete sie, indem sie sich bemühte zu lächeln“; se sileşte bietul creștin din răsputeră a'r face înțeleagă (Creangă III, 71, 2) ,der arme Teufel müht sich aus allen Kräften ab, ihm verständlich zu machen, ..."; s'a silit a bei Hasdeu, C. B. II, 218.

se socoti: te socotești a fi vrednic de stăpân tuturor (1714; G. Lit. pop. 570) ,du hältst dich für würdig, der Herr aller zu sein'.

se stăpâni ,sich beherrschen": nu ne putem st. de a nu aduce ... un ... exemplu (Hasdeu, C. B. II, 732) ,wir können uns nicht enthalten, ein Beispiel anzuführen“; nu se putu st. a nu începe (Poveștĭ ardel. 7, 21) „er konnte sich nicht enthalten anzufangen'; ferner 57, 25.

se teame: Iosife, fiul lui David, nu te teame a priimi Mariea muearea ta (Mat. 1, 20) ,J., Sohn Davids, fürchte dich nicht, M. zum Weibe zu nehmen“, Jassi: nu te t, de a 'ță lua, Nitzul.: nu te t. a 'ță lua; temea-se acolo a mearge (2, 22) ,er fürchtete sich hinzugehen“; ea se temu de a-scula (Basme 342, 17) sie fürchtete sich, ihn aufzuwecken'; teme-te a nu greși (Pann, Pov. III, 77, 18) fürchte dich (= hüte dich) zu sündigen'.

se uita: mi-am uitat a mâncá (1801; Ps. 101, 5; G. II, 185) ,ich habe vergessen zu essen“, Jassi: uitat'amů a mânca.

se zăbovi säumen': te osteneşti şi te zăboveştă a suppune acealea, care sântu streine (1714; G. Lit. pop. 56) ,du bemühst dich und hältst dich damit auf zu unterwerfen, was fremd (ferne von dir) ist“; alții nu vor zăbovi a veni spre noi (Alexandria 23, 1) ,die anderen werden nicht zögern, sich auf uns zu stürzen'.

IV. Finalsätze.

129. Da ist wenig zu bemerken; über die einleitenden Konjunktionen wurde schon einiges berichtet; ebenso wurde betont und in einzelnen Fällen konstatiert, daß finaler und Richtungskonjunktiv sich nicht immer deutlich von einander scheiden lassen.

Charakteristisch für die alte Sprache ist cum (vgl. darüber § 7 ff.); im Cod. Vor. findet es sich zwanzigmal (gegen dreizehn så, ein de , ein derept ; dazu 157, 7 cumu ... mit darauffolgendem anakoluthen Infinitiv a vie). Im 16. Jahrhundert wird cum nicht mehr so häufig gebraucht; es tritt daneben in finaler Bedeutung de , ca ; dafür aber erscheint es in alter Zeit in anderen Konstruktionen an Stelle des einfachen . Einige Beispiele für rein finales cum aus dem 16. Jahrhundert: žaste scrisů ... cum omů în di de sâmbâtâ legěà neşte aşchii ... cumŭ facă focủ (G. I, 24, 7) ,es steht geschrieben, daß ein Mann am Sabbath einige Späne auflas, um Feuer zu machen', dereptu patru lucrure mergă oamenii la besearecâ: cumu acolo popa spue cuvântulu lu Dumnedeu . dann: cumu acolo facă rugaciune (G. I, 24, 25) um vier Dinge willen gehen die Leute in die Kirche: damit dort der Pope das Wort Gottes verkünde, damit sie dort ihr Gebet verrichten', serbâtorile săntă tocmite cumů în šale grijimů de slujba lu Dumnedeu (24, 24) ,die Festtage sind eingesetzt, damit wir an ihnen den Dienst Gottes besorgen', žacă amů dată voao toatâ žarbâ ... și toți pomii ... cum sa fie voao spre mâncare (G. I, 35) ,seht, ich habe euch gegeben allerlei Kraut und allerlei Bäume, damit sie euch zum Essen dienen (Fortsetzung, 1. Moses 1, 30: și toate jigâniile pământului, și toate paserile ... ca aibâ pre mâncare), adunaţi într' una, cum spui voao aceia ce va veni pre voi (1, 35) ,versammelt euch, damit ich euch sage, was euch begegnen wird“; scris am noi ... ceasta a noastră

Denkschriften der phil.-hist. Kl. XLIX. Bd. III, Abh.

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scriptură cum se știe c'au făgăduit părinţi noștri (1599; C. B. I, 88) ,wir haben dieses unser Schriftstück geschrieben, damit man wisse, daß unsere Eltern versprochen haben“, duce--voiŭ ... spuiu loră păgăni-su, cum se boteade (1580; C. B. II, 151, 1) „ich will gehen, um ihnen zu sagen, daß sie Heiden sind, damit sie sich taufen'. 17. Jahrhundert: pre voi amu adus afară de în Âgipetă, cum robi acelora nu fiţi (G. I, 4; nicht aus dem Jahre 1560) ,ich habe euch aus Äg. geführt, damit ihr nicht Sklaven jener sein sollt', ačasta pentr' aceara fu, cum împle ce časte zis pre proroců (nach 1650; G. I, 232) ,das geschah deshalb, damit erfüllt werde, was durch den Propheten verkündet ist'; (Gott gab die zehn Gebote,) cum noi pâcatele noastre le potemŭ cunoaşte (1607; G. I, 40, 28) ,damit wir unsere Sünden erkennen können'; scris am eu ... ačastŭ al mieu zapis, cum fie de mare credența . . ., cum se știe am văndut grădina (1636; C. B. I, 231, 1) ,ich habe diesen meinen Vertrag geschrieben, damit es von großer Glaubhaftigkeit sei (Urkund dessen). damit man wisse, daß ich den Garten verkauft habe'; aus der Wende des Jahrhunderts: purure se înarmază, cum te stăpânească pe tine (Esop von ca. 1705; G. I, 208, 21) „sie waffnet sich beständig, um dich zu beherrschen'. In der modernen Sprache ist cum nicht mehr zu finden, nur die Basme weisen vereinzelte Belege dafür auf, daß es aus der Volkssprache noch nicht ganz verschwunden ist: se lega ea îşi va pune tóte puterile cum -șă sfârşéscă slujba ce lua asupră-şă (14, 14) „sie verpflichtete sich, daß sie alle ihre Kräfte daransetzen werde, damit sie das Werk vollende, das sie auf sich genommen habe', de m'ar îngriji cine-va cum -mi pričască mie, m'aşi face (15, 29) ,wenn einer mich pflegte, damit es mir gut gehe, würde ich werden ...', calulů o potrivea cum vină totừ camŭ la o parte (18, 25) ,das Pferd richtete es ein, damit sie genau an die eine Seite hinkomme', vielleicht aber: ,wie ... sie kommen könne', începu a pune lucrurile la cale, cum mérgă bine trebile (142, 2) ,er begann die Dinge in Ordnung zu bringen, damit die Geschäfte gut gehen“.

de ; im Cod. Vor. nur einmal, vgl. § 22, wo einige Beispiele angeführt werden, dazu aus Mat.: de se izbândéscă grăitele Isaie prorocul (4, 14) ,damit erfüllt werden die Worte des Propheten J.', ebenso 8, 17 (nur ziceré).

dreptă ist im ganzen ziemlich selten; Beispiele s. § 16; über pentru und pentru ca § 15, über ca , den häufigsten Konkurrenten des finalen , § 12 und § 13.

130. Der Hauptsatz kann einen Hinweis auf den Finalsatz enthalten; z. B. dat am cartea mea acestor omene spre aceia ca fie tare și putearnice a ţinea partea de ocenă (1588; C. B. I, 51) ,ich habe diesen Männern mein Urteil zu dem Behufe übergeben, damit sie berechtigt und bevollmächtigt seien, einen Teil des Besitzes zu erhalten"; ähnlich in einem Erlaß von 1601 (C. B. I, 109) spre aceasta ca di hie volnici și putearnici. In der modernen Zeit finden sich als Hinweise aşa, astfel, und dadurch entsteht eine Mischklasse von konsekutiv-finalen Sätzen, was da diese beiden Kategorien, Folge und beabsichtigte Wirkung, mit einander nahe verwandt sind — weiter nicht auffallend ist: der Erzähler setzt an, um eine objektive Folge anzuführen, drückt aber, trotz dieser Vorbereitung, die Folge als eine beabsichtigte die sie in solchen Fällen tatsächlich ist — oder gar nur als eine dem Geiste vorschwebende aus (s. auch § 136, § 138); schon alte Schriften enthalten hier und da Beispiele dieser Klasse, wie: deîn cătruo noao în pustie păine atata, ca se sature atăta nårod? (Mat. 15, 33) , woher sollen wir soviel Brot nehmen in der Wüste, damit soviel Volk sich sättige?' ne amu silit ... izvodim aşa cum înțeleagâ toţi (Belgr. 1648; G. I, 126, 32) ,wir haben uns bemüht, so zu übersetzen, daß (wörtlich: damit) es

alle verstehen können'. Moderne Beispiele: se făceau pregătirele pentru logodnă, dar cu totul in tăcere ... și ast-fel, ca stăpană casei totdeauna poată zice ... (Slavici 61, 4) man traf die Vorbereitungen für die Hochzeit, aber alles in der Stille und derart, daß die Hausfrau immer solle sagen können ... toată viața a trăit ast-fel, ca lumea poată vorbi numai bine despre děnsul (84, 5) „sein ganzes Leben hat er so gelebt, daß die ganze Welt nur Gutes über ihn sagen könne', se aşează ast-fel ca Marta -l poată vedé (105, 9) ,er setzt sich so, daß M. ihn sehen könne'; se hotărî a sta în piciore pe unŭ trunchiŭ de pomů tăiată, ast-fel în câtă când ... ar moţăi, cadă josů și se deştepte (Basme 73, 32) ,er beschloß, auf einem Baumstrunke zu stehen, damit er, wenn er einschlummern würde, hinabfalle und erwache', also mit einem korrelativen încât vor dem Konjunktivsatze; işi alese unŭ locủ ... depărtată de oră ce pomă și de zidură, ast-felă ca n'aibă de ce se redema (Basme 73, 30) ,er wählte sich einen Ort, fern von jedem Baum oder Bauwerk, derart, daß er sich nirgends anlehnen konnte"; mit aşa ... ca : mai voi elů facă ce-va cum-va, aşa ca se depărteze, dară în deşertă (Basme 35, 8) ,er wollte noch irgend etwas tun, derart, daß er sich entfernen könne, aber vergebens“, pare de dinadinsù era făcută așa, ca -véţă oră-cine o trece (244, 24) ,es scheint, daß er eigens so gemacht war, daß ihn jeder Vorübergehende sehen müsse'; mit cum statt ca: se puse între ele, aşa cum -i vină unulă dinainte și altulŭ la spate (83, 12) ,er stellte sich so zwischen sie (die Pfähle), daß einer vor ihm, der andere im Rücken war, damit ... Ich habe oben diese Klasse eine konsekutiv-finale Mischklasse genannt; im Grunde sind aber solche Sätze ebenso rein wie die konsekutiven und finalen; was bei der objektiven Folge so oft geschieht, muß ja auch bei der subjektiven Folge (der Absicht) gestattet sein: nämlich sie so darzustellen, als wäre sie der Ausfluß der großen Intensität eines Tuns, des hohen Grades einer Eigenschaft, hoher oder tiefer Stufen der Wertmessung, u. s. w. Der Deutsche kann freilich nur sagen, entweder: ,wir haben die Bibel übersetzt, damit jedermann sie lesen könne', oder: ,wir haben die Übersetzung der Bibel in der Art ausgeführt, daß jedermann sie lesen kann'; er hat also im allgemeinen nur die Wahl zwischen finalen und konsekutiven Sätzen; immerhin aber kann er die letzteren durch Verwendung des Konjunktivs (,lesen könne') hier und da subjektiv färben, also die Folge als nicht nur sich ergebend, sondern auch als herbeigeführt darstellen.

Wie der Objektsatz kann auch der Finalsatz erst erläuternd hinzutreten, so daß das (respektive ca ) etwa mit, damit nämlich' übersetzt werden kann; ein Beispiel dieses nicht eben häufigen Gebrauches ist: nu din lăcomie s'au făcut aceasta, ca stringă în casa lui aceste suspine a tuturor (1729; G. II, 25, 5) ,nicht aus Habsucht tat er dies, damit er nämlich in seinem Hause dieses schwer erarbeitete Geld ansammle'.

131. Die Dialekte (s. § 18): das Makedonische hat neben und ca noch häufiger tra und tea ; auch dintru findet sich (und zwar speziell im Meglen), das an die Seite der dakorum. pentru und intru zu stellen ist; zu den § 18 genannten Beispielen kann man noch fügen: ama nu ulitoam, dintru junzim la ţista deregè, trebueaşti (Rum. Jb. V. 146, 32) ,aber laßt uns nicht vergessen, daß, damit wir diese Stufe erreichen, wir müssen ..., dintru sfărşească un sculid (ib. 37) ,damit er eine Schule beende'; păn la un an micu nu si pără scoati-n lumi, dintru s-nu di ŭoclíu (Pap. 107, 10 u.) ,bis zu einem Jahre nimmt man den Kleinen wohl nicht unter Menschen, damit er nicht den bösen Blick bekomme'; ein Beispiel aus dem Meglen für ca : află ună jelică din apu din axèn sinor, ca -ŭ ducă casă (Pap. 101, 22) „sie findet (= holt) eine Schildkröte

ans dem Wasser eines fremden Gebietes, um sie nach Hause zu bringen'; tuku sfiré ka si žok (Weig. Vlacho-M. 67, 15) ,pfeife nur, daß ich tanze', ähnlich 68, 4 u.; ka si află (62, 15) ,damit sie finde'. Sonst überwiegt si, (vor Konson. auch s) beiweitem. Das Istrische gebraucht neben (se) z. B. voi morēž un fetšor utside ši pariččí se nu m moru tšeli oltsi de fome (Rum. Jb. I, 132, 4) ich werde einen Sohn töten und zubereiten müssen, damit mir die anderen nicht vor Hunger sterben und ke se (Beispiele § 18) die südslavischen neka und za; recht häufig ist auch ke neka, dessen ke wahrscheinlich das ke (,daß“) ist, welches oft vor indirekter Rede oder Frage gebraucht wird;- man vergleiche die ähnliche Verwendung des im Dakorum. (8 14) mit istr. Beispielen wie: întrebăt aw ke kåt au za platí (Rum. Jb. I, 136, 2) „sie haben gefragt, wieviel sie zu bezahlen hätten', und ib. 152, 3 [,sie haben gesucht, (daß) wo ihre Jacken sind']. Beispiele für ke neka: tsesăru ... pisů, ke neka stāže prigodă (Rum. Jb. I, 126, 8) ,der Kaiser schreibt, daß (=damit) diese Angelegenheit bleiben soll-, če întrebăt l aw ke n. l' otprošte (140, 20) ,er hat ihn gebeten, daß = damit) er ihm verzeihe'; întreba (,bitten“) mit ke neka noch 143, 1.

132. Zum Infinitiv in finalem Sinne s. Meyer-Lübke, Inf. 104; 105. Beim Infinitiv ist die Berührung des Dativs (Ziel, Richtung) mit der Absichtskonstruktion noch augenfälliger als beim Konjunktiv; so in der Stelle aus dem Cod. Vor.: nece nime n'au veînritu a aflà sau a vestà sau a grå de tiînre ceva reu (102, 6); faßt man veni (und die Infin.) präziser (,niemand ist gekommen, um über dich etwas Böses zu finden, oder zu verkünden oder zu sagen“), so sind die Infinitive nach der gebräuchlichsten Terminologie final; faßt man veni nicht als abgeschlossenen Begriff, sondern als einen, der durch eine Ortsangabe ergänzt werden muß (ankommen in' oder kommen nach“), oder als halbmodales Verb (entsprechend dem gota tauparevójevós tis ... à.Thiyechev und dem deutschen ,er kommt anklagen"), so wird man dem Infinitiv eher die Funktion eines Ziel- oder Richtungsobjekts zuteilen. Indem ich diese Alternative betone, darf ich wohl einige Fälle, in denen mir der Infinitiv mehr absolut, schärfer abgetrennt, gebraucht zu sein scheint, als finale anführen:: Cod. Vor.: spre laîngedi purtà măreştergura

a se vendecà ei de lăîngori (4, 6) ,er hielt Schweißtücher über die Kranken, damit sie von den Krankheiten geheilt würden' (hier speziell wäre im Deutschen ein „so daß sie ... g. wurden' eher am Platze, weil wir dort, wo die beabsichtigte Folge tatsächlich eintritt, sie in der Regel objektiv ausdrücken und lieber das Absichtsmoment vernachlässigen, als daß wir über das Eintreten oder Nichteintreten der Folge im Unklaren ließen; im Rum. ist der Inf. ziemlich sicher final, da ihm ein Satz mit cum , das wir fast immer nur als finale Konjunktion antreffen, koordiniert ist: şi cumu duhurele cealiea hicleanele se žasă dîntr 'ănşi ,und damit die bösen Geister von ihnen ausführen“). Schärfer gefaßte Fälle: voi duhul săntu puse-cercetători, a paşte beseareca (21, 7) ,euch setzte der heilige Geist zu Aufsehern, um die Gemeinde zu weiden' (1648: paștețů; 1688: ca pașteți), născù noi cu cuvăntulu cela deadevărulů a noi diîntru întăžu vrura de zidirile lui (113, 10) ,er hat uns gezeugt durch das Wort der Wahrheit, auf daß wir wären Erstlinge seiner Kreaturen' (das Griechische dagegen gibt ganz

1 Möglicherweise machte sich im Istrischen der Einfluß des italienischen che geltend. ? Das Gleiche ist zu sagen über eine Stelle vom Jahre 1764: un lucru ce nu poţi -l aibi, nu umblà a-l cercà (G. II, 78,

3; p. 77, 25 findet sich derselbe Satz, aber mit einfachem nu-l cercà), also: „geh nicht darauf aus, ein Ding, das du nicht haben kannst, zu suchen“, respektive: „suche nicht ein D.“; fiir die finale Nuance entscheidet sich z. B. Pann in: geaba umblŭ scap (Pov. III, 116, 6 u.) ,vergebens strebe ich zu entrinnen“, wörtlich: ,verg. gehe ich herum, damit ich ent

rinne' (vgl. einen ähnlichen Fall § 141). 3 Verstärkten Infinitiv (spre a und pentru a) s. SS 157, 158.

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