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Vorwort.

Wie

lie für meinen Dtfrid, so reichen auch für den Heliand, namentlich für das Wörterbuch dazu, die Vorarbeiten bis in meine Universitätszeit zurück, ohne daß ich damals an eine Ausgabe ge: dacht hätte. Zangemeisters herrlicher Fund belebte mein Interesse aufs neue, und ich vervollständigte das bereits gelegentlich auf Bibliotheken gesammelte Material. Die mir durch die dafür nötigen Reisen auferlegten Opfer wurden mir erleichtert durch eine Reises unterstüßung des Königlichen Ministeriums der geistlichen, Unter: richto: und Medicinal-Angelegenheiten, dem ich dafür hier auch öffentlich danke. Aber auch den Bibliotheken habe ich für vertrauensvolles Entgegenkommen zu danken, so der Münchener in Herrn Direktor von Laubmann, der Vatikanischen in dem zu früh gestorbnen ehrwürdigen Monsignore Carini, der Drforder in Herrn Professor Dr. A. Neubauer, der des British Museum für vielfache Förderung, endlich auch der Prager Universitätsbibliothek, welche mir das dortige Bruchstück hierher lieh.

Von Gelehrten hatte Herr Professor Dr. Gallée die Güte, mir, was er über die Accente der Münchener Handschrift notiert hatte, zu überlassen. Zwar glaube ich auch in dieser Hinsicht mit absoluter Genauigkeit gelesen zu haben, doch kann man in hand

schriftlichen Dingen nicht sicher genug gehn, und die Bestätigung der eignen Lesungen durch die eines Andern gewährt eine höchst dankenswerte Beruhigung. Besonderen Dank aber schulde ich meinem lieben Freunde Dr. A. Holder, der auch dieses Buch gefördert hat, indem er mir seine Collationen von Mon. 73–160. 213_249. 339. 345-347. 410-418. 473–476. 486— 191. 619 bis 642. 859–863. 3516—3731. 4251-4271. 4285 f. 4414 bis 4416. 4754 f. 5241–5277. 5575. 5971–5985 zur Verfügung stellte, namentlich aber meine Arbeit mit freundschaftlicher Teilnahme begleitete. Bei welchem meiner Bücher hat er das auch nicht gethan?

Die äußere Einrichtung dieses Buches ist, wie man sieht, der von Kürschners National-Litteratur nachgeahmt, die, wie allgemein anerkannt ist, sich für derartige Veröffentlichungen als äußerst praktisch bewährt hat.

Altona, den 23. Dezember 1896.

7. Piper.

Einleitung.

I. Die Handschriften.

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gn folgenden Handschriften sind die hier veröffentlichten Teste

enthalten:

1.'c. London, British Museum, Cotton. Caligula A. VII. gr. 8° Lederband (vorn und hinten mit aufgepreßtem Wappen) 5 und Goldschnitt. Inhalt:

a) zwei leere Pergamentblätter;

b) auf dem dritten Pergamentblatt steht, von Sir Robert Cotton's Hand:

vppon doble bands
Bind this book A very stronng

in Lether and gilt vppon the
Egges And my Armes lett
it be don prelently And
past thos leaues together

I haue crossed
c) Blatt 4 und 5 sind leer;
d) auf Blatt 6 steht von der Hand Richard James:

Catalogus Tractatuū

in isto volumine.
1. Quatuor Evangelia in lingua Danica

cum picturis deauratis. Liber quondā
Canuti Regis.

agros
2. Exorcismi sacri ad reddendos Aferti

les. Saxonicè.
e) dann folgen die Bilder, nämlich:

0.) ein Papierblatt und darnach ein Pergamentblatt, auf

der Vorderseite mit Mariä Verfündigung, die Rüd seite ist von Cotton mit Strichen durchkreuzt;

15

20

23

5

10

15

20

9) ein Pergamentblatt, auf der Rüdseite mit Mariä Be:

such bei Elisabeth, die Vorderseite durchkreuzt; ) ein Papierblatt, darnach ein Pergamentblatt mit

Christi Geburt auf der Vorderseite, die Rückseite

durchkreuzt; .) ein Pergamentblatt mit der Verkündigung der Engel

an die Hirten und dem Gloria in excelsis auf der

Rüdseite, die Vorderseite durchfreuzt;
E) ein Papierblatt, darnach ein Pergamentblatt mit dem

Bethlehemitischen Kindermord auf der Vorderseite, die

Rüdseite durchkreuzt; 3) ein Pergamentblatt mit der Darstellung im Tempel

auf der Rückseite, die Vorderseite durchkreuzt; n) ein Papierblatt, darnach ein Pergamentblatt mit der

Anbetung der Könige auf der Vorderseite, die Rück:

feite durchkreuzt; 3) ein Pergamentblatt mit Christi Taufe durch Johannes

auf der Rüdseite, die Vorderseite durchfreuzt; darnach

ein Papierblatt. f) Die vorhergehenden Bilder sollten zu je zweien mit der Innenseite zusammengeklebt werden, wurden also als vier Blätter gezählt. Daher folgt jeßt die Zählung von 5 an. Das hier als Nr. 5 gezählte Blatt, auf welchem der Heliand beginnt, trägt auch

oben und unten die Bleistiftnummer 11. Links oben steht von 25 jüngrer Hand:

Euangelia in lingua

Danica. Rechts oben steht QVATVO.

Die folgenden Blätter tragen alle Bleistiftnummern (12 ff.), so außer Blatt 170, daher hat BI. 171 die Bleistiftnummer 176.

g) BI. 1711 (176 r) bis 173" (1781) enthält die angelsächsi: schen Segen, Bl. 173v (178 v) ist leer, dann folgt noch ein leeres Pergamentblatt.

Unten auf Bl. 1:26 steht von alter Hand. A, auf 13r steht 35 · B', auf 36 v unten steht · D., auf 44 v ·E·, auf 68 V • H', auf

76V ·Iebenso auf 77r I'. Die übrigen Lagenbezeichnungen sind abgeichnitten. Unten auf S. 69r steht ferr uuretha, darnach Hals Lagenbezeichnung. Auf S. 11r steht be scā | marian: 1

rot rechts am Rande. Auf S. 153 v ist mehrfach von der andren 40 Seite die Schrift abgedrudt.

Die Verse sind nicht abgejekt. Die Eigennamen sind, wo nicht das Gegenteil bemerkt ist, klein geschrieben. Ueber die Fit: nummern ist an den betreffenden Stellen das Nötige gesagt. Die

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