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tegen: 7 007 tv bot-gay tạíớc; Demos th. (cor. p. 307, S 243 cf. Aeschin. Ctes. S 225): Moneg åv či tiç iarpòç cet. wie Fab. Aesop. ed. Halm 169: laroos xaÌ Nocāv; Plat. (Rep. 365): Fabel des Archil. vom Fuchs; Xenoph. (Mem. II, 7, 13 sq.): vom Vorzuge des Hundes vor dem Schafe, weil er dieses beschütze; Aristot. (Polit. III, 13): die Hasen verlangen Gleichberechtigung mit den Löwen; Aristot. (Met. II, 3): von dem Einschlucken des Meeres durch die Charybdis; Theognis (602): von der Schlange im Busen; Sophokles (Ant. 712): ogős napà ợci Ipouoi xevudogous cet., Anspielung auf Fab. Aesop. 179, 179b, 179c: Káhauoi xai Apūs (Babrios 36); Aristoph. (Vesp. 1392): Parodie einer äsopischen Fabel mit der Lehre: Betreibe du dein Geschäft! – Hor. (od. I, 16, 13): fertur Prometheus — insani leonis vim stomacho apposuisse nostro. Hor. (ep. I, 1, 73): Vestigia terrent; auch bei Plato (Alcib. I, 123) angeführt; die Fabel bei Babr. 103; Hor. (ep. I, 2, 41): Qui recte vivendi prorogat horam, Rusticus exspectat, dum defluat amnis: at illa Labitur et labetur in omne volubile aevum; Hor. (ep. I, 3, 19): die Fabel bei Phaedr. I, 3; Hor. (ep. I, 7, 29): Vulpecula („nitedula“ - Bentl.) repserat in cumeram frumenti; Hor. (sat. II, 3, 299): Anspielung auf die Fabel bei Phaedr. IV, 10: Peras inposuit Juppiter nobis duas cet. Diese Fabel bei Catull 22, 21; Persius IV, 24; Plutarch Crass. 32. Hor. (sat. II, 5, 56): die Fabel „Vulpus et corvus“ bei Phaedr. I, 13. — Lessing (Nathan): „Ich werde hinter diesen jüd'schen Wolf Im philosophschen Schafpelz Hunde schon zu bringen wissen, die ihn zausen sollen.“ Lessing (Schrift. Vorr.): „Meine Freunde -- wollen mich bereden, dal's einige Bogen von mir den Beifall der Kenner erlangt hätten. Dass ich es glaube, weil ich meine Rechnung dabei finde, ist natürlich. Und dass ich mich jetzt der Gefahr aussetze, dasjenige alphabetweise zu verlieren, was ich bogenweise gewonnen habe, ist zwar auch natürlich, ob es aber eben so gar klug sei, das ist eine andere Frage. Wann der Hund, der in der Fabel nach dem Schatten schnappt, auch zu meinem Vorbilde wird, so mag ich es haben.“ Less. (Litteraturbr. 12): „Shaftesbury ist der gefährlichste Feind der Religion, weil er der feinste ist. Und wenn er sonst auch noch so viel Gutes hätte; Jupiter verschmähte die Rose in dem Munde der Schlange.“ – Shakesp. (K. Henr. V. VI, 3): The man, that once did sell the lion's skin While the beast liv’d, was kill'd with hunting him. — Sieht man nicht aus solcher Verwendung der äsopischen Fabeln, dass diese in der That nur als entwickelte Bilder vorgestellt werden, als Gleichnisse, welche Beispiele sind? Wir glauben auch annehmen zu dürfen, dass die sogenannte äsopische Fabel ursprünglich überhaupt nur bei bestimmten Veranlassungen als Redefigur erfunden wurde. Aristoteles (Rhet. II, 20) beurteilt sie darauf hin: ioi doi hóyou onunyoρικοί, και έχουσιν αγαθόν τούτο, ότι πράγματα μεν εύρεϊν όμοια γεγενημένα χαλεπόν, λόγους δε ράον ποιήσαι γαρ δεί ώσπερ και naqaßolóş cet. So auch Quintilian (V, 11, 19): fabellae, quae etiamsi originem non ab Aesopo acceperunt – nomine tamen Aesopi maxime celebrantur, ducere animos solent praecipue rusticorum et imperitorum, qui et simplicius quae ficta sunt audiunt, et capti voluptate facile iis, quibus delectantur, consentiunt: si quidem et Menenius Agrippa plebem cum patribus in gratiam traditur reduxisse nota illa de membris humanis adversus ventrem discordantibus fabula. Nach Hermogenes (Prog. Sp. Vol. II, p. 3) heissen die Fabeln nur deshalb nach Äsop, weil er sie bei Verhandlungen grösserer Gemeinschaften vorbrachte: ovoμάζ νται δε από των εύρόντων οι μεν Κύπριοι, οι δε Λιβυκοί, οι δε Συβαριτικοί, πάντες δε κοινώς Αισώπειοι λέγονται, διότι τοίς múfoiş Arownos éxonoaro rpos ràç ovvovoiaş. Wenn solche Fabeln Beifall fanden, so wurden sie wiedererzählt, überliefert und gelangten so erst zur Selbständigkeit; die Nutzanwendung war ihnen durch die Veranlassung mitgegeben, bei welcher man sie erfunden hatte. Um klar zu stellen, dass man die Fabeln wesentlich nach dieser Seite würdigte, citieren wir zu den schon oben erwähnten Fällen: Liv. (II, 22), Dion. Hal. (VI, 86), Plut. (Cor. 6), welche die Fabel des Men. Agrippa an die plebs erzählen; Justin. (XLIII, 4), wo eine Fabel in Bezug auf die Massilienser sich mächtig erweist; Arist. (Rhet. II, 20), wo berichtet wird von der Fabel des Äsop an die Samier, des Stesichoros an die Himeräer; Diog. Laert. (II, 5, 22): Äsop an die Korinther; Aristoph. (Vesp. 1437): Äsop an die Delphier; Phaedr. (I, 2): Äsop an die Athener; Plut. (Dem. 23), Isid. (or. I, 39, 7): Demosthenes an die Athener. Überhaupt betrachteten die Alten solche Fabeln nicht als Werke der Dichtkunst; diese wurden deshalb auch leicht verändert, wurden schriftlich nicht aufbewahrt und brachten es zu keiner festen Kunstform. Vereinzelt wird von Sokrates erzählt, dass er in seinen letzten Tagen äsopischen Fabelstoff in elegischen Distichen dargestellt habe (cf. Platon, Phaed. 60; Diog. Laert. II, 5, 22); eine eigentliche litterarische Bearbeitung der Fabeln ist nicht über Babrios zurück nachzuweisen. Dagegen setzte man sie in eine gewisse Beziehung zur Philosophie. Schon Aristoteles (Rhet. II, 20) meint, dass ihre Erfindung erleichtert werde durch Philosophie (čvuş dúvntei quoiov ogav, öne çãóv Xotivèx qiioooy iveç); Plutarch lässt den Asop teilnehmen an seinem Gastmahl der 7 Weisen und nennt (Sept. Sap. conv. 14) dessen Kunst nohiyło 66ocogice; Plinius (H. N. XXXVI, 12) nennt ihn fabularum philosophus; Philostrat (Vit. Ap. Tyan. V, 14, 15) lässt dem Äsop, welchen er als den weiseren und wahrhafteren (roï quaintous uāliov oi nomniai —) den Dichtern gegenüberstellt, als die Liebhaber der Weisheit zum 'Equñs lógios xai xxqdqoş kommen: επί την της σοφίας διανομής – von diesem (Gotte die Fabeldichtung schenken, als welche von den verschiedenen Zweigen der Weisheit allein noch nicht vergeben war.

Im ganzen erscheint so die äsopische Fabel teils als ein Werk der Redekunst, teils, wie noch Lessing sie fasst, „auf einem der Poesie und Moral gemeinschaftlichen Raine“; neuerdings pflegt man sie als episch-didaktische Dichtung zu bezeichnen, was ebensowohl die Verbindung der Kunst mit einem unkünstlerischen Elemente ausdrückt. *) Die unter den germanischen Stämmen erwachsene Tiersage des Mittelalters gab J. Grimm (Einl. zu „Reinhart Fuchs“; cf. W. Wackernagel „Poet. Rhet. Stil.“ p. 109 f.) Anlass zur Aufstellung einer Theorie, nach welcher die morgenländischen wie die abendländischen Fabeln nur als abgetrennte Bestandteile einer indogermanischen Tiersage, eines ursprünglichen Tierepos erscheinen. Die Unhaltbarkeit dieser Ansicht hat ausreichend nachgewiesen Gervinus, Gesch. d. dtsch. Dicht. T. I, p. 123 f.

Wenn wir nun das im Eingange zu diesem Abschnitte von den ästhetischen Sprachbildern Gesagte jetzt im besonderen für die Fabel näher zu bestimmen haben, so glauben wir dies am besten zu erreichen, wenn wir unsere Ansichten mit denen Lessings zusammenstellen und an diesen prüfen. Unsere Ansicht aber ist folgende: Die Fabel giebt einem Gedanken Ausdruck durch Darstellung eines Bildes, welches auf Anlal's eines einzelnen Vorgangs, den die Anschauung bietet, der also der Wirklichkeit entnommen ist, in uns entsteht. Sofern dieser Einzelvorgang die Gattung und die Regel solcher Vorgänge an sich aufweist, ist er

*) Jean Paul (Vorsch. d. Aesth.) sagt: „Da in der Fabel nicht die Moral der Geschichte wegen gemacht wird, sondern die Geschichte für jene nur der Boden ist: - so gehört sie, so breit auch der geschichtliche Boden eines kleinen Samenkorns ist, doch nicht dem epischen an, sondern dem lehrenden Gedichte eines – Gedankens.“

Beispiel, sofern seine Darstellung mit Bewusstsein nicht den Vorgang giebt, sondern ein Bild desselben, sofern also das Beispiel nur als Gleichnis Geltung beansprucht, ist diese Darstellung Allegorie. Welcher Art aber der Gedanke der Fabel ist, welches also der Kern ist der Allegorie, das bleibt hierbei nur scheinbar unbestimmt. Es wird bestimmt durch den Charakter der Sphäre, aus welcher das Bild stammt, denn aus diesem Bilde entwickelt sich erst der Gedanke, oder er ist vielmehr das Bild selbst, erfasst und beleuchtet vom Bewusstsein. Gedanken also, für welche die Vorgänge der Wirklichkeit ein Bild als Beispiel nicht bieten, sind auch nicht Gedanken der Fabel.

Dass die Fabel allegorisch ist, wurde in den Definitionen der Neueren meist angedeutet. Vossius (Inst. Or. II, p. 198): „Species Allegoriae sunt: ånó hoyos, tos, aiviyua et napoluice. Lessing („Von dem Wesen der Fabel“ Bd. V, p. 404 f. in der Ausg. von Lachm.-Maltz.) citiert die Definitionen von De la Motte (Discours sur la Fable): La Fable est une instruction deguisée sous l'Allegorie d'une action; Richer (Fabl. nouv. Préf. p. 9): La Fable est un petit Poeme qui contient un precepte caché sous une image allegorique; Batteux (Principes de Litt. T. II. 1 p. V): L'Apologue est le recit d'une action allegorique – aber er selbst will hierbei von Allegorie nichts wissen, mit welchem Worte auch „nur wenige einen bestimmten Begriff verbänden“. Er sagt, man könne doch dies nicht eine allegorische Handlung nennen, dass das Besondere (,,dieser Windhund“) mit seinem Allgemeinen („dem Windhund überhaupt“) das Einzelne mit seiner Art, die Art mit ihrem Geschlecht („der Windhund überhaupt mit dem Hunde“) Ähnlichkeit haben solle; meine man aber „dass die Allegorie hier nicht auf der Ähnlichkeit zwischen den bestimmten Subjekten oder Prädikaten der Fabel und den allgemeinen Subjekten oder Prädikaten des Satzes, sondern auf der Ähnlichkeit der Arten beruhe, wie man ebendieselbe Wahrheit jetzt durch die Bilder der Fabel und jetzt vermittelst der Worte des Satzes erkenne, so sei das so viel als nichts. Denn käme hier die Art der Erkenntnis in Betrachtung, und wollte man bloss wegen der anschauenden Erkenntnis, die ich vermittelst der Handlung der Fabel von dieser oder jener Wahrheit erhalte, die Handlung allegorisch nennen, so würde in allen Fabeln ebendieselbe Allegorie sein, welches doch niemand sagen wolle, der mit diesem Worte nur einigen Begriff verbinde. Dagegen wird nach Lessing eine Fabel allegorisch, sobald sie eine „zusammengesetzte“ wird, d. h. wenn „aus der erdichteten Begebenheit der Fabel nicht bloss eine allgemeine Wahrheit gefolgert werden soll“, sondern wenn diese Wahrheit weiter auf einen bestimmten Fall angewendet wird. – Lessing hat recht, dass zwischen dem Einzelnen, von dem die Fabel erzählt, und dem Allgemeinen, was es bedeuten soll, nichts Allegorisches liegt – es ist Synekdoche; – wenn er dann in jener Form eines Anschaulichen, welches die Fabel statt des abstrakten Satzes bietet, die Allegorie zwar nicht leugnet, deren Anerkennung in dieser Beziehung aber nichtssagend findet, so übersieht er, daf's ohne Hervorhebung dieses Allegorischen in der Fabel auch ihr Wesen als eines bildlichen, obwohl die Wirklichkeit darstellenden, Beispiels nicht richtig zu fassen ist. Nur so wird klar, wie an einem Vorgange, in welchem ein Hund die Rolle spielt, ein allgemein Natürliches, eine Naturregel als auch bei dem Menschen geltend aufgewiesen werden kann. Diese Art einer gleichnisartigen Beziehung in der Sphäre der Synekdoche ist von uns zuerst bestimmt erkannt und als „Beispiel“ den ästhetischen Figuren zugewiesen worden. – Dass auf diese Weise für uns in allen Fabeln ,,ebendieselbe Allegorie“ sein würde, ist eine wunderliche Folgerung, zu welcher Lessing kam, weil er den Begriff der Allegorie beschränkte auf die bildliche Darstellung eines Einzelnen durch ein anderes Einzelne; nicht „ebendieselbe Allegorie sehen wir in allen Fabeln, sondern in derselben Weise liegt sie allen zu Grunde. Lessing ist dann konsequent, wenn er die Allegorie in der „zusammengesetzten“ Fabel anerkennt. Ist also z. B. aus der „einfachen“ Fabel (Fab. Aes. 240): Aéciva, òveidi Gouévn inó dhónexoş ÉTì tớ dià navtos Éva tixtei, Éva, šgn, álāà kéovta – nur der allgemeine Satz zu folgern: öti xohov oủx ļy tangki all' {v doers, so wäre nach Lessing die Fabel nicht Allegorie, sie würde es aber, wenn ich statt dieses Satzes einen anderen bestimmten Fall als „Anwendung der Fabel setzte: „Ich mache, sprach ein höhnischer Reimer zu dem Dichter, in einem Jahre sieben Trauerspiele; aber Du? in sieben Jahren eines! Recht; nur eines! versetzte der Dichter, aber eine Athalie!“ Offenbar würde diese zweite Fabel – wenn sie nicht als blosses Apophthegma Racines gelten sollte – eben dasselbe bedeuten und so um nichts weniger Allegorie sein, als die erste, wenn sie allein stünde; hinzugesetzt zur ersteren ist sie deshalb nur deren Wiederholung und schwächt als „Anwendung“ deren Bedeutung, da jene nicht bloss auf solchen Vorgang zwischen Reimer und Dichter zielt. Lessing beachtete nicht, dass ja der in der Fabel liegende neben sie gestellte allge

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