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Alle Rechte, einschließlich des Übersetzungsrechtes, vorbehalten.

Copyright 1925 by R. Oldenbourg, München.

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Histtred.
Harras.
10.2.2.6
13265

Alai

Vorwort.

Das vorliegende Buch, das jetzt in neuer, vielfach geänderter Gestalt
erscheint, hat seinerzeit ein bedeutendes Interesse in literarischen Kreisen
erweckt: nicht nur, daß ihm nahezu ein Halbhundert. Besprechungen ge-
widmet worden sind, es wurde sofort nach seinem Erscheinen ins Englische
übersetzt und ist seit vielen Jahren vollständig vergriffen. Zu einer Neu-
auflage ist es nicht gekommen, weil sich der frühere Verlag einer anderen Rich-
tung, der Autor anderen dringlicheren Arbeiten zugewendet hatte. Dazu
kam, daß die Edition der lateinischen Werke Wiclifs, die bei einer Neu-
bearbeitung des Buches in Betracht gezogen werden mußten, sich lange
hinauszog und schließlich während des Weltkrieges ganz eingestellt wurde.

Heute liegen die Dinge besser. Die Arbeiten der Wyclif-Society, an
denen der Unterzeichnete am stärksten beteiligt war, denn nicht weniger
als vierzehn Bände, und darunter die bedeutendsten Werke Wiclifs, wurden
von ihm ediert, sind jetzt beendet. Viel neues Material ist hierdurch zutage
gefördert und kritisch verarbeitet worden. Hierzu gehören vor allem die
Studien zur englischen Kirchenpolitik im 14. Jahrhundert, die einerseits
Wiclifs Auftreten als Reformator älterer Forschung gegenüber für eine
spätere Zeit nachwiesen, anderseits den Nachweis lieferten, daß die hervor-
ragendsten Werke Wiclifs aus jenen Kämpfen erwachsen sind, die sich
inner- und außerhalb des guten Parlaments abgespielt haben. Dazu ge-
hören weiterhin Studien über die Streitschriften Wiclifs, seine Sendschreiben
usw. und deren Einwirkung auf Zeitgenossen und Spätere. Einiges aus
diesen und anderen Einzelforschungen findet sich unten unter den Exkursen
dieses Buches, die die Anfänge des Wiclifismus in Böhmen, die Beziehungen
englischer zu den böhmischen Wiclifiten, die Auswirkung der Wiclifschen
Predigten im hussitischen Kirchen- und Klostersturm und endlich das
Festhalten des Taboritentums an den Lehren des unverfälschten Wiclifis-
mus betreffen.

Ist nach dieser Richtung hin der Umfang des vorliegenden Buches
etwas vergrößert worden, so konnten dagegen die zehn Beilagen, die die
frühere Auflage enthielt, umso mehr bei Seite gelassen werden, als ihr
wesentlicher Inhalt im Texte verarbeitet ist. Eine vollständige Umarbei-
tung hat die zweite Hälfte des Buches „Der Wiclifismus in den Schriften
des Hul“ gefunden, wo nunmehr die Gliederung eine sachgemäßere ist
und die Ergebnisse der Wiclifforschung vollständiger ausgenützt sind.
Graz am 6. Januar 1925.

J. Loserth.

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