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Goemographie sehr bewanderten Gelehrten gehabt, der in Diensten des Papstes Innocens VIII. geftar.den und ihnen in 8er Bibliotbet des Papstes viele Manusori pte gezeigt, aus deren einem sein Vater die Runde von den neu'n låna bern erhalten habe; e8 ley eine Stölle bei einem Siftorifer von Salomo's Zelt gewesin, wo es heiße: »Schiffe durch bas mittelándise Meer nach dem Ende, oon Spanien, und oon da nach Sonnenuntergang in einer Richtung zwischen Norden und Süden, bis zur Entfernung von fünf und neunzig Graden; dort wirst du dag tand bipango finden, fruchtbar und vol Ueberfluß und an Ordße Afrika und Europa gleid). E'ne Ubschrift diesrs Documentes, rente er binju, » habe sein Vater von Rom mitgebracht, mit dem Plan, dieses Land au jusuchen, und habe diese Absicht dfters ausgedrůdt; als Columbus nach Palos gekommen sen, habe Martin Hlonzo Pingon ihm das Manuscript gezeigt, wo: durch er fehr zu dem Unternehmen aufgemuntert worden; und außerdem habe er ihn mit Geld unter ftůßt, 'um an ben of zu gehen und feinen Vorschlag zu machen.. Ber: muthlich war dieses Manufcript, wovon Urias Perez eine fo unbestimmte Beschreibung aus dem Gedächtniß giht, tad Wert des Marco Polo, welches Columbus bereits gekannt batte, mit begleitenden Bemerkungen aber Ophit und Lar: ichisch und die von den Schiffen Salomo's gemachten Meie fen; und es ist sehr die Frage, ob dieser Besuch des Mar: tin Alonzo Pinzon zu Rom nid)t ftattfand, als sein Kopf fchon von den Besprächen mit Columbus in dein Kloster ta Rabida erhlet war: Arias Perez erwabat immer" des

Manuscripts, als fan es dom Columbus nach seiner An: kunft in Palos, um auf die Enideđungufahrt au zugegen, mitgetheilt worden.

Mehrere Zeugen ftimmten darin überein, daß Martin Ulonzo Pingo alvermögend gewesen sey, um dem Coium: bus Schiffe und Matrosen zu verschaffen. Unter andern bezeugte Francłeco Sarcia Vallego: winn Martin Alongo Pingon, derithm bei der Unternehmung behůlflich war, und dessen Berwandte und Freunde nicht gewesen wåren, so håtte der Admiral die Reise nie machen können, da fides sonst nicmend bei ihm eingefunden haben würde, doch reng das große Verlanz'n, welches Martin Ulongo bezeugt, seinen Souverainen zu dienen, vermögend gewesen, seinen Bruber und diesen Zeugen und andere Personen zu über: reden, und so habe fich auch der Zeuge zur Meeresfahrt engagiren lassen.

1 Der Soba Pinzons und sein Freund und Unhänger, derselbe Franceco Garcia, gingen so weit, daß fie er: Klårten, wenn Martin Ulongo nicht gewesen wäre, würde der admiral im Laufe seiner Reise umgekehrt fenn, nach: dem er sieben bis achthundert Sermeilen zurückgelegt, obne Land zu finden, und man ihn mit Verrath und offenem Hufruhr an Bord seines Schiff is bidroht hätte. Die in

dem Charakter des Columbus begründete Stårte und Bes : harrlich telt und die täglichen Ungaben seines Tagebuches

Itefern die genügende B berlegung zu dieser Beschuldigung, - Yoelcher die Unhänger Pinzons gar gerne Glauben ver: Tchafft båtten.

Es erscheint jedoch über allen Zweifel erhaben, daß Martin Ulongo Pinzon cin fähiger und unternehmender Seefahrer war, daß er mit Feuer in den großen Plan des Columbus einging und ihm wesentliche Dienste bei der Zus: růstung der Schiffe leiftete. In dem gangen kaufe der Fahrt tenahm er sich mit Muth und Irene, und unter: stůßte und ermutligte den Udmiral, wenn ihn das Murren seiner Leute in die Enge trieb. Nar, als das Land ents deckt war, und die Wussicht auf angenblidlichen Gewinn von Schågen sich zeigte, erwachte die Gler Pinzons fo hefs tig, daß er darüber dte Subordination vergaß, welche zur Tusführung jedes Unternehmens so, unumgänglich nothig ift, und von so wesentlichem Einfluß bei einer Expedition von To außerordentlicher und gefährlicher Natur.

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Gerücht über den Piloten, welcher in dem Hause

des Columbus gestorben seyit fou.

Hinter den verfd tebenen Bersuchen der Nelder des Columbus, seinen Ruhm zu verkleinern, war einer, welcher farauf berechnet war, ihm sein ganz8 Verdienft als urs

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språnglicher Entdecker zu rauben. Es htel, er båtte von dom Daseyn eine Welttheils in den westlichen Regionen des Ojeans von einem durch Stürme verschlagenen Piloten Rachricht erhalten, den heftige Ostwinde dorthin getrieben and der bei seiner Rückkehr nach Europa in dem þause des Columbus gestorben Ten, und ihm - die Karte und das Gdytffsjournal von feiner Relle binterlaffen habe, mittelst welcher er dann feiner Ontbedung nachgegangen fy).

Diefe Fabit wird zuerst von Oviedo, einem Zeitgenossen des Columbus in seiner Geschichte von Indien erzählt, welche im Jahr 1535 erschien. Er erwähnt derselben als ein Volksgerichtes ohne alle Begründung.

Firnando Lopez de Gomara war der erste, welcher dieses Ges rucht, in seiner im Jahr 1552 erschienenen Geschichte von Indien, gegen Golumbus geltend machte. Er wiederholt dasselbe in den unbestimmteften Ausdrcen, doch ohne den von jenem Vutor betgebrachten Widerspruch. Er sagt, der Name und has Baterland dieses Piloten fer unbekannt, etnige neanten ihn einen Andalusier, der zwischen den canas rischen Inseln und Madeira geregelt ren, andere einen Blo, canier, der nach England und Frankreich Sandel getrieben habe; noch andere einen Portugiesen, der zwe!fchen Lissabon und Mina an der Küste von Guinea gefahren fen. Er drückt sich eben so unbestimmt darüber aus, ob der Pilote ble Carapele nach Portugal, nach Madeira oder nach einer ber Uzoren geführt habe. Der einzige Punet, worüber die Perbretter der Gerüchte übereinstimmten, wäre, daß er dem pause des Columbus gestorben leny. Gomara feet blagu,

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diefes Ereigniß habe Columbus zu dem Unternehmen seiner Reise nach den neuen gåndern geleitet. *)

Die anderen früheren Geschichtschreiber, welche des Go: lumbus und seiner Reifen gedenken, und seine Zeitgenosiin waren, als Sabellicus, Peter Martyr, Gluftiniani, Ber: naldes, gewöhnlich der Pfarrer von 108 Palac'og genannt, Las Casas, Fernando der Sohn des Udmirals und der uns genannte Verfasser der Reise des Columbus, die von Mas dreguno **) aus dem Italienischen in's lateinische überlegt wurde, schwelgen alle über diefes Gerücht.

Henzont, Sessen Geschichte der reuen Welt im Jahre 1565 erschien, wiederholt das Mährchen nach Gomara, deffen Zeitgenoffe er war, sot aber que drücklich hinzu, Somara babe viel Falsches mit einigem Wahren vermengt, um den Ruhm des Columbus zu verkleintrn, aus Eifer: . sucht, daß fich kein Spanter der Ehre der Entdeckung ers freuen sollte. ***)

Acofta erwähnt den Umstand ganz kurz in seiner Natur: und Sitten - Geschichte Weft: Indiers, welche im Jahr

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*) Gomara hist. Ind. c. 14. **) Navigatio Christophori Columbi Madragnano in

terprete. Cie ist in der Sammlung der Reisen, Novus orbis regionum, in der Uusgabe von 1555 ents halten, erdien aver ursprünglid) italienisd), unter dem Diamen von Montaltodo Francanzano (odec Franca. pano de Montalto ) in einer Sammlung von Reisen,

betitelt: Nuevo Mundo, Vicenza 1507. ***) Girolamo Benzoni bist. del nuevo mundo l. 1.

fo. 12, in Venezia 1572.

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