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Alle Rechte vorbehalten.

Leipzig. Druck von Grimme & Trömel.

Vorrede.

Die wohlwollende Aufnahme, welche nicht minder als der erste der 1885 erschienene zweite Band der vorliegenden Sammlung gefunden hat, 1) ist mir ein Antrieb gewesen, auch der Ausarbeitung des dritten und letzten Bandes möglichste Mühe und Sorgfalt zu widmen. Wie immer das Urteil der Kritiker über denselben ausfallen möge, so darf ich doch jedenfalls überzeugt sein, mit ihm den Freunden der spanischen Bühnendichtung eine willkommene Gabe zu bieten, da er ein so gut wie völlig verschollenes Stück des Lope de Vega, welches schon als Vorbild eines der grössten Meisterwerke Calderons Anspruch auf allseitige Beachtung hat, der Vergessenheit entreisst. Wie es mir gelungen ist, diesen Schatz zu heben, den ausser dem hochverdienten Geschichtschreiber der dramatischen Literatur und Kunst Spaniens bis dahin wahrscheinlich kein Deutscher gesehen hatte, soll hier zunächst berichtet werden.

Unter den Werken des Lope de Vega zählt einen Alcalde de Zalamea bereits der Katalog von Huerta auf.?)

1) S. die Recensionen in dem Magazin für die Literatur des Inund Auslandes. 54. Jahrg. 1885. S. 789 f. (von E. Dorer), dem Archiv für das Studium der neueren Sprachen und Literaturen, herausgegeben von L. Herrig. XL. Jahrg. 76. Band. 1886. S. 221 ff., dem Literaturblatt für germanische und romanische Philologie. 7. Jahrg. 1886. S. 374 ff. (von A. L. Stiefel) und der Theologischen Literaturzeitung. 1886. S. 284. Eine anerkennende Besprechung erfuhr das Buch auch von Herrn Dr. P. Förster in einer Sitzung der Berliner Gesellschaft für das Studium der neueren Sprachen (Herrig a. 0. S. 451).

2) Theatro Hespañol, por Don Vicente García de la Huerta. Catálogo alphabético de las Comedias, Tragedias, Autos, Zarzuelas,

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Während aber noch V. Schmidt 1) nicht eher, als bis jemand das wirkliche Vorhandensein jenes Dramas bewiesen, in dem Calderonschen Stück eine Nachahmung oder Verbesserung sehen wollte, da der Katalog bei la Huerta mehrfache handgreifliche Unrichtigkeiten habe, so äussert sich v. Schack) viel bestimmter: „Auch zu dem Alcalde de Zalamea hat Calderon ein gleichnamiges Stück von Lope de Vega (welches Don Agustin Duran besitzt) benutzt und zwar demselben die ganze Disposition der Handlung, die Charakteristik der Personen, sowie die Anlage der ergreifendsten Scenen entlehnt, so dass nur die sprachliche Ausführung als sein Eigentum übrig bleibt.“ Weiteres erfahren wir aus dem im Jahre 1860 veröffentlichten Catálogo bibliográfico y biográfico del teatro antiguo español von Barrera, der unter den Comedias sueltas von Lope de Vega ausser einem Manuscript auch ein dem Lord Holland gehöriges Exemplar des Alcalde de Zalamea erwähnt, 3) und seine Angaben werden wiederum vervollständigt durch den in demselben Jahre gedruckten Katalog von Chorley, 4) welcher unter den Comedias de Lope de Vega que se hallan en colecciones de sueltas einen sowohl in der Bibliothek des Lord Holland zu Kinsington (sic!), als auch in seiner eigenen Büchersammlung befind

Entremeses y otras obras correspondientes al Theatro Hespañol. Con licencia, en Madrid. En la Imprenta Real. MDCCLXXXV; 8.°

1) Die Schauspiele Calderons S. 230.

2) Geschichte der dramatischen Literatur und Kunst in Spanien. 2. Aufl. Nachträge S. 85.

3) 453, 2.

4) Catálogo de comedias y autos de Frey Lope Félix de Vega Carpio, compuesto en lengua castellana por el señor J. R. Chorley, distinguido literato inglés: trabajo corregido y adicionado por el señor D. Cayetano Alberto de la Barrera (in Hartzenbusch' Ausgabe der Comedias escogidas de Frey Lope Félix de Vega Carpio. Madrid 1859. 60. IV, 535-558) 543, 2. 544, 2. 545, 1. Eine besondere Ausgabe erschien 1861, von welcher das British Museum ein mit handschriftlichen Nachträgen Chorleys versehenes Exemplar besitzt, in dem seine Suelta als antigua, das Duransche Manuscript als moderna bezeichnet wird.

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