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Gift mrs' R. F. Flintermann 8-19-30

EINLEITUNG.

Da sich herausstellte, dass Brutus und Cassius zwar den Dictator zu ermorden, aber nicht die Regierung zu behaupten und die Republik neu zu begründen vermochten, verliess Cicero Ende März 710 (44) Rom, durch Antonius von der Staatsverwaltung verdrängt und für sein Leben besorgt. Er begab sich nach seinen verschiedenen Landgütern an der Westseite Italiens und lebte den Sommer über abwechselnd auf diesem und jenem. In dieser Zeit unfreiwilliger Musse, wo Cicero von tiefem Schmerz erfüllt war, dass auch die Hoffnungen, welche ihm der Tod Caesars erweckt hatte, unerfüllt blieben, und wo er zugleich mit Sorgen auf die Verhältnisse in Rom und mit banger Angst in die Zukunft blickte, suchte er von neuem in der Philosophie Trost und Ersatz für die unmöglich gemachte Staatsthätigkeit. Mit der Philosophie hatte er sich von Jugend auf eifrig beschäftigt theils durch Lectüre, theils durch Gespräche mit griechischen Philosophen — wie denn der Stoiker Diodot in seinem Hause lebte (de off. II, 1, 4) - und in ihr auch während Caesars Alleinherrschaft Zerstreuung und eine seinen Mitbürgern Nutzen, ihm selbst Ehre bringende Beschäftigung gefunden. Die damals begonnenen disputationes Tusculanae und die Bücher de natura deorum vollendete er jetzt im Sommer 710 und verfasste zugleich die Schriften de senectute, de amicitia, de divinatione, de fato, die verloren gegangnen Bücher de gloria und endlich de officiës. — Dass er sich mit einer Schrift über die Pflichten beschäftige, theilt er zuerst in einem Briefe vom Juni jenes Jahres Atticus mit (ad Attic. XV, 13 b.); unterbrochen wurde aber die Arbeit theils durch den Versuch einer Reise nach Griechenland (s. 2.

III, 33, 121), theils durch sein Wiederauftreten gegen Antonius · am 2. September, wo er die erste Philippica hielt. Im Novem

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