Obrazy na stronie
PDF
ePub

ginem —; Voltaire: Riga était défendue par le vieux comte d'Alberg; Defoe: I saw abundance of parrots, and fain I would have caught one, if possible, to have kept it to be tame, and taught it to speak to me. I did, after some pains-taking, catch a young parrot, for I knocked it down with a stick, and having recovered it, I brought it home; but it was some years before I could make him speak: however, at last I taught him to call me by my name very familiarly. – In Bezug auf den Numerus: Schiller: „Ein streitendes Gestaltenheer, die seinen Sinn in Sklavenbanden hielten“; Thuc. (3, 109): Anuo olévns jetà tūv Evotparnyőv Axagvávov oné vďovtai Mavtiveữoiv; (hier giebt die Verbindung mit ueró dem Subj. den Sinn einer Mehrheit); Ilias (13, 257): vu (orzog) vào %48v, Trọny = x 3x0v dc70g Anıcóßouo Badáv; (Eustath. erkennt hier die rúveois nicht); Sall. (Cat. 56, 5): Interea servitia repudiabat, cujus initio ad eum magnae copiae concurrebant; Chamfort: On a répété que, si Molière donnait ses ouvrages de nos jours, la plupart ne réussiraient pas; Fielding (T. Jon. 5, 1): The world have paid too great a compliment to critics; im Genus und Numerus zugleich, Z. B. Liv. 26, 35: Haec ingens turba circumfusi fremebant.

Auch in Bezug auf andere Konstruktionen ist Rücksicht auf den Sinn bisweilen merkbar. Das possessive Pronomen kann z. B. durch den Gen. der Person bestimmt werden, auf welchen es geht, so dass von Synesis im Kasus gesprochen werden kann (wie von Ursinus p. 562; vide Ruddimann, inst. Gr. Lat. II, p. 388, wo diese Art der Synesis als „implicita“ von der „explicita“ unterschieden wird); Cic. Fam. VI, 16: Contentus ero nostra ipsorum amicitia; Cic. Phil. 2, 43: tuum, hominis simplicis, pectus vidimus. (vide Schultz, lat. Gr. $ 272, A. 3.) Es ist so auch constr. ad synesin, wenn nach der Art, wie man bei dem Gerundium konstruierte: repudiandum est artes (Varr. L. L. IX, 64) die Grammatiker des Mittelalters auch billigten: legitur Virgilium. (vide Schömann, Redet. p. 58.)

Am stärksten wird die Unregelmässigkeit, wenn das Wort, auf welches sich die Beziehung richtet, grammatisch gar nicht vorhanden ist, wie in der angeführten Synesis im Kasus. Derart ist auch z. B. Schiller (Tell): „Der Enkel Rudolfs, meines Herrn und Kaisers, als Mörder flüchtig hier an meiner Schwelle, des armen Mannes, flehend und verzweifelnd.“ Ilias (3, 180): Lang αυτ' εμός έσκε κυνώπιδος, weil έμός den Sinn von εμού vertritt; ähnlich bezieht man wohl im Franz. ein Partic. passé zu Anfang des Satzes auf ein pers. Pron., welches aus einem possess. Pron. entnommen wird: Voltaire: Obéi dans sa vie, à sa mort adoré, son palais fut un temple. – Kühner noch ist z. B. Herder: „Er ging voran die Dornenpfade, die noch dem Sterbenden sein Haupt im Kranze schmückten.“ Plato (Apol. p. 29): "A Invaios av, rólews tñs ueriorns xaà εúdoxiporátns; Cic. (Fam. 14, 5): de hereditate Preciana – valde enim illum amavi - (Viele Beisp. bei F. Grüter, die Synesis, zwei Progr. Abh. Münster, 1855 und 1867).

b) Ev dià dvoīv. (Hendiadys.) Der terminus êv did &voiy findet sich bei Servius zu Virgil z. B. (Ge. II, 192): pateris libamus et auro; zu Aen. 1, 61: „molemque et montes insuper altos, id est: molem montium. Et est figura Endiadys, ut una res in duas dividatur“. Porphyrion zu Hor. od. II, 15, 18: „oppida publico sumptu jubentes et deorum templa novo decorare saxo“, hoc est opera templorum in oppidis publico sumptu jubentes aedificari. est ergo hic schema, quod &v dià dvoiv dicimus, unum in duobus, quia unum in duo sensus divisit, oppida enim et deorum templa pro eo, quod est „oppidorum templa“. Donatus (zu Ter. Andr. 1, 4) stellte auch eine Figur auf: dúo d 1 évós: „nec satis digna, cui committas primo partu mulierem“ – „duas res dicit; nec parientem, nec primo partu“. – Derart wäre z. B. auch bei Schiller (W. Tell): „Dass meines nächsten Schusses erstes Ziel dein Herz sein sollte“, denn da der nächste Schuss nur Ein Ziel haben kann, so ist zu denken:

I also mein erster Schuss, { mein nächstes Ziel d. h. Schiller hat subordiniert statt zu koordinieren.

Das ĉy did dvoiv bezeichnet die parataktische Darstellung von Satzgliedern statt der syntaktischen, indem entweder Nomina nebeneinander treten, statt ihre Beziehung auszudrücken, wie etwa: „mit Leidenschaft und Liebe“ statt: „mit der Leidenschaft der Liebe“, oder: „mit leidenschaftlicher Liebe“; oder Verba, wie etwa: „Sei so freundlich und erwarte mich“ statt: „Sei so freundlich, mich zu erwarten.“

So bei Chamisso (Bd. 5, p. 37): „Ich wollte die Minute, die mir vergönnt ist, benutzen und Dir noch heute schreiben; Goethe (Bd. 26, p. 204 gr. A.): „Die Heiterkeit, sich in der Natur, ihren Lokalitäten und Einzelheiten überall zu ergehen“ –;

l und mein nächstes

Claudius: „ich habe auch einmal mit dieser neuen Art und Kunst einen Versuch gemacht“; Gen. 1, 14: D’zyn dinin (in signa et tempora i. e. signa temporum) (vid. Gesen. lex. man. hebr. sub voc. 1; Lehrgeb. p. 854); Aeschylus (Eum. 238): aîuc xai orahayuós statt aiuctos orahayuós; Cic. (Tusc. 3, 16): tarda illa quidem medicina, sed tamen magna, quam adfert longinquitas et dies; Lamartine (Narm. 1, 1): un temple rempli de voix et de prières; Shakesp. (Caes. II, 2): warnings and portents and evils imminent; (1. c. IV, 1): one that feeds on objects, arts and imitations; auch (1. c. I, 3) sagt Cassius den Begriff: Duldung unseres Jochs: koord. Our yoke and sufferance show us womanish. (Vid. Teipel, ev did dvoiv im Archiv für neuere Spr. Bd. X, p. 70 sq.)

c) Hypallage. Die Bezeichnung ünahlayń findet sich bei den Alten in verschiedenem Sinne. Quintilian (VIII, 6, 23) führt an, dass man statt Netwvvuía „quae est nominis pro nomine positio“, auch unahayn sage, wie Cicero (or. 27) angebe; ebenso bei Dion. Hal. de comp. vb. ed. Sch. p. 20, 22. – Die Unsicherheit im Gebrauch des terminus deutet Quintilian (IX, 3, 92) an: er könne im Sinne von åldoiwois stehen. So heisst es denn auch im Carmen de fig. vel schemat. (Rhet. Lat. min. ed. Halm p. 70): „Aloimous aut Yradhayńú: Fit mutatio multimodis. „Bello Africa flagrat.“ Afros cum dicas bellare, et tempora quando. Et casus numerosque figurando variamus. Der term. ist also im Sinne von „Enallage“ gebraucht, wie ihn Apollon. (de constr. III, 7) anwendet: xàvtos 'Innodduxia įv úradhayn yévous —; und man sieht aus dem Beispiel, wie Hypall. auch für Meton. stehen konnte, denn Africa für Afri ist nicht bloss Enall. num., sondern in der That Metonymie.

Ganz verschieden hiervon ist der term. Únaldayń auch zur Bezeichnung einer tadelnden Zurückweisung gebraucht worden, bei welcher der passende Ausdruck statt eines anderen gesetzt wurde, der hätte entschuldigen können, wie z. B. oủx xoti toūto gilia, αλλ' έρως. Er steht dann fiür επιτίμησις. So bei Alexander (nepi oxnu. Rhet. Gr. Sp. Vol. III, p. 40), Zonaeus (1. c. p. 170), Anonym. (rtępà oxnu. l. c. p. 187).

Die Bedeutung, in welcher únaðayn von den Neueren meist gebraucht wird, findet sich bei Servius zum Virgil. Es heisst dort zu Georg. I, 59: „Eliadum palmas (mittit) Epiros equarum“: hypallage est, nam hoc dicit: Epiros creat equas optimas, quae apud Elidam palmas merentur in Jovis Olympici curuli certamine; ebenso zu Aen. 2, 387 und Aen. 6, 268: „ibant obscuri sola sub nocte per umbras“, pro: obscura nocte soli. *)

Es treten hiernach bei der Hypallage solche Satzteile grammatisch in Beziehung, welche nach dem Sinne zu anderen gehören; namentlich also stellen sich Adjectiva zu anderen Substantiven, wie: ein gutes Glas Wein, statt: ein Glas guten Weines; auch kann infolge einer geänderten Beziehung Antimeria eintreten, wie bei A. W. Schlegel (Arion): „Er hält im Triumph der Leier Zier“ statt: die zierende Leier; oder Antiptosis, wie bei Goethe (Herm. u. Dor.): „sie rührte ihm leise die Schulter“, statt: ihn an der Schulter. – Bernhardy (Wissensch. Synt. der gr. Spr. p. 475) rechnet zur „sogenannten Hypallage“ auch „die Wechselgestalt, welche ein tempus finitum mit dem Particip in eine Umkehrung bringt, ägyetaı çÉwv und došćuevos dési, yaigovoiv óvoucGovteç und óvouácovoi zaigovteç". Lobeck (Phryn. p. 55) nennt dies uz JUnadhayń, wie Schol. Soph. Aj. 292, und sagt: „plerumque nihil interest άγοντες ήκομεν an ήκοντες άγομεν, πολιορκούντες προσεκά

Inpro Paus. 1 p. 30 an xnolıboxovv TrpooxcIECÓuevoccet. Gregor. Cor. (de dial. p. 87 und p. 147) nennt für dergleichen Fälle keinen terminus, aber Herodian (Trepi oxu. in Rhet. Gr. Sp. III, p. 102) nennt dies: és å vtiorgógov, und Phoebammon (1. c. p. 50) hat fir: ήχων έπεσα statt πεσων ήχησα den terminus αντιστροφή.

Der Anlass zum Eintreten einer Hypallage wird im allgemeinen darin zu suchen sein, dass Worte in eine ungewöhnliche Beziehung gebracht, notwendig die Aufmerksamkeit auf den Begriff lenken, welchen sie dem Satzbilde hinzufügen; man kann sie nicht wohl übersehen. Es scheint, als denke man bei Vertauschung der Wörter, zu denen das Adjektiv tritt, beide als Einen Begriff darstellend z. B. bei Schiller (Künstler): Der Begierde blinde Fessel: Begierdenfessel (ib.): der Tierheit dumpfe Schranke: die Tierheitsschranke, und hebt nun das Bestimmungswort hervor, weil dieses der aktive Teil ist. — Im Deutschen hört man sehr gewöhnlich: eine heisse Tasse Thee; ein altes Fals Wein; ein frisches Glas Wasser; Fritz Reuter (Olle Kamellen): „un Du, min Sähn,

*) Servius notiert die Figur sehr häufig. Seine Erklärung derselben ist indes unbrauchbar (Aen. I, 9): Volvere casus; id est casibus volvi. Et est figura Hypallage, quae fit, quotiescunque per contrarium verba intelliguntur. Sic alibi (III, 61): Dare classibus austros: quum ventis naves demus. non navibus ventos. Item (IV, 22): Animumque labantem impulit, hoc est, impellendo fecit labantem. (labant. ist proleptisch.) Porphyrion zu Hor. od. 1, 2, 48: ocior aura tollat. Pro „ocius tollat“; oynuo. Unahiayi. Ebenso Acron zu Hor. od. I, 27, 3; od. II, 14, 27.

- wardst woll en ungeheuren Puckel vull Släg kriegen.“ So stellt sich auch wohl die Apposition an Stelle des Hauptworts: Der Satan von einem Weibe! statt: das satanische Weib; Lessing (M. v. B. I, 1): Schurke von einem Wirt. Schill. (Kab. I, 7): Lass doch sehen, ob mich ein Starrkopf von Sohn meistert! Goethe (Götz, 3): Meine Hunde von Reitern. Ähnlich: Un grand coquin de coureur (Jouy); quel diable de métier fais-tu là ? (Dumas) (Mätzner, fr. Gr. p. 542), Mol. (l'Avare III, 5): Quelle diantre de cérémonie est-ce là. — G. Sand (Cons. III, p. 114): Consuelo! oui, c'était son diable de nom. id. (la pet. Fad. p. 124): elle faisait reluire ses coquins d'yeux noirs; womit im Griech. zu vergleichen: υος χρήμα μέγιστον ανεφάνη ημϊν (Hdt. 1, 36), ein ungeheures Stück von einem Schweine; und die bekannten Umschreibungen, wie: Télvnxɛ Ježov 'loxáotns zápa (Soph. Oed. tyr. 1235); xtyto roinodés xai innov Šavlà xágnva (Ilias, 9, 407). Sime (Lessing, Vol. II, p. 323) übersetzt Lessings Ausdruck „Professorengans“: „the impertinent goose of a professor“ und man könnte so auch deutsch sagen. – Thackeray (Van. fair): the way we have treated that angel of a girl. – Die lateinischen Komiker drücken so den „Schuft von einem Kerl“ aus durch flagitium hominis; scelus viri cet. vid. F. Schultz, lat. Sprachl. $ 272, A. 7. – Schiller (Ibyk.): „der Lieder süssen Mund“; Goethe (Faust): „Und der Gewänder flatternde Bänder decken die Länder“ statt: die von Bändern flatternden Gewänder decken —; (id. Herm. u. Dor.): „sie freute sich des Kornes, das mit goldener Kraft sich im ganzen Felde bewegte“; Schiller (Kass.): „der Saiten goldnes Spiel“. – So Eurip. (Electra, in.): o rñs na haiò v "Agyos; Soph. (Oed. Col. 297): natomov å otv rñs für natoqaç yns äorv; Soph. (Antig. 793): vɛixos dvdgov fúvavuov; (Oed. tyr. 1400): rojov aîua natgós. Hermann (ad Viger. p. 889) sagt: poetae Graeci, maximeque tragici, satis habentes, si notiones omnes, quibus opus est, afferantur, saepe nihil curant, utrum sic jungantur, ut par est, an prorsus confundantur ac permutentur. Ita non videtur corrigendum hoc Euripidis in Herc. fur. 398: XQVOÉWV nerálov äro uniogógov Xeqi xaonov đuégśwv, quod, si recte loqui voluisset, dici debebat XQÚGEOV netáhwv ånò unaogopwv xaparóv. Alia vide apud Lobeckium ad Soph. Ai. 7. — (cf. Bernhardy W. Synt. d. gr. Spr. p. 427.) Im Latein. z. B. Ovid (Met. 2, 274): in opacae viscera matris; ebenso

« PoprzedniaDalej »