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XIV. Literae Foederis Principum Imperii de concordia Romae cum Pontifice ineiunda, si bullas, quas desiderabant Germani, indulserit. A. MCCCXLVI. die V. Oct. *).

Wir diese hieunten geschrieben bekennen offentlich mit diesem brief fur allermänniglich, Nachdem uns unser heiliger Vatter Pabs Eugenius uf ein gewerb, durch unsern gnaedigen Herrn den Roemischen Koenige und die Churfürsten an sein Heiligkeit kommen, hie uf dem tag darumb zu Franckfurth gehalten, geantwort hat; Zum ersten, das unser heiliger Vatter der Pabst geruhe in einer bequemen Zeit ein gemein Concilium zu berufen, an der fünf Städt eine, die ihme benannt seyn, daruf sein Heiligkeit durch seine Sendbotten, Herrn Johann Carvaial und Meister Niclas Cuss, in Krafft einer Credentien, hat lassen antworten, dass sein Heiligkeit ein gemein Concilium, das die heilige gemeine Christenliche Kirch bedeutend ist, gern berufen wolle, und dieweil genehmigkeit anderer gezunge und Christenlicher Koenige nach gelegenheit diesser zeit darzu nothdürftig ist, darumb nun sein Heiligkeit sich erbietet zu eynen, mit dem Roemischen Koenig und den Churfürsten zu senden, damit solche genehmigkeit erlanget werden moege, und zu allen anderen weegen, die den Roemischen Koenig und die Chuhrfürsten, solche genehmigkeit zu erlangen, nothdürftig bedunket. Zu dem andernmahl, dass sein Heiligkeit verjähe und bekenne den Gewaltsam, Ehre und Oberkeit, die die heiligen Concilia haben sollen, als in dem gesätz frequens und anderen gesätzen in dem Concilio zu Constanz geordnet, und zu Basel erneuet, begriffen ist, daruf sein Heiligkeit hat lassen antworten, Er verjähe und erkenne den Gewaltsam, Ehre und Oberkeit, die die heiligen gemeinen Concilia, die heilige gemein Christenliche Kirch bedeutend, als solches das gesätz frequens, und andere gesätze, in dem Concilio zu Costantz gemacht, und zu Basel, da es noch ein gemein Concilium durch die Welt gehalten worden ist, erneuet seyn, innhalten; Zum drittenmahl, dass sein Heiligkeit

*) Ex editione, quam Koch Sanctio pragmatica p. 176. ex autographo tabularii Moguntini vulgavit. Caeterum de hoc et quinque sequentibus documentis vide Lehrbuch des Kirchenrechts §. 111.

Walter Fontes iuris ecclesiastici.

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die alte beschwerung abstellen, und Germanischen getzunge nach der Form der ufgenommen decret, nach nothdurft, unterscheid und gelegenheit deutschen getzunges, versehen wolle, daruf nun sein Heiligkeit hat lassen antworten, dass er keine beschwerung in Germanische nation eingeführt habe, sondern dass sein Heiligkeit solcher gerechtigkeit, die mann dem Roemischen Stuhl pflichtig ist, in den groesten noethen der Kirchen emporen haben, und dass sich vormahls sein Heiligkeit durch seine Legaten erbotten habe, über die alte beschwerungen ein Versehung zu thuen, und sich nun darzu aber willig erbietet, und meldet, dass er nach nothdurft, unterschied und gelegenheit der nation gern versehen und versorgen wolle, denen, die solches begehren, auch nach meinung der ufgenommenen decret und an den enden, da sie ufgenommen seyn, in getrauen, dass dass der allerdurchlauchtigst Fürst der Roemische Koenig und die Churfürsten, und die würdige Nation, dem heiligen Stuhl zu Rom, ahn der Stadt, ein Wiederstattung thue, wie dan solch gewerb an den Pabst und des Pabstes antwort mit mehr worten inhaltet; und auch nachdem und wir verstanden haben, dass seine Heiligkeit die zwey Herren von Tryer und Coelln wieder innsetzen und restituiren wolle, also fern sie in seinen gehorsamb treten wolten, und dieweil die Paebstliche Sendbotten solches uf diessem tag mit nothdürftigen Bullen nit vollziehen konten, darumb, dass die Minuten der Bullen, die darüber begriffen waren, als dan offentlich erzehlt ist, zu Rom dem Pabst nit übergeben seyn, und Uns solche antworten, so fern der nach moeglichkeit und billigkeit nachgegangen wird, ein redlich gnüglich antwort bedunckt, dass wir überkommen und einig worden seyn, uf solche redliche weeg bey einander zu sein und zu bleiben, und umb desswillen ein treffliche Bottschaft zu Pabst Eugenio fürderlich zu schicken, also aussgericht, dass die botten darüber und daran seyen, damit unser heiliger Vatter der Pabst solcher zusag nachkommen, und dessen nothdürftige versorgnus nach moeglichkeit und billigkeit thuen, und dessen seine bullen übergeben solle, in massen dessen denen botten ein versiegelter Zettel, darinn unsere meynung stuckweis verzeichnet stehet, übergeben ist, und dass auch die botten mit ihnen nehmen und haben sollen ein declaration, der wir hie einig worden seyn, und wan unsser heiliger Vater der Pabst solche Versorgnus und Bullen übergeben will, als vorgemelt ist, sollen die Sendbotten die declaration auch ubergeben, und

seiner Heiligkeit antworten, also dass eins mit dem anderen zugehe ohngefehrlich, und ist sonderlich beredt, dass darumb ein tag gehalten werden soll, uf den Sonntag Laetare in der Fasten nächstkünftig zu Nürnberg, dahin unser Herr der Roemische Koenig und wir andere, Ertzbischoff und Bischoff, Fürsten geistlich und weltlich, in dieser eynung begriffen, kommen, oder aber ohne fehrner besenden und ausschreiben unser Vollmächtig bottschaft schicken sollen, alsdan der Sendbotten, die zu dem Papst gefertiget seyn, gewerb und handlung, und was sie als vorgemelt ist, aussgericht haben, verhoeren sollen; und fügte sichs, dass der Papst solches nit thuen wolte, als vorgemelt ist, oder dass er binnen der zeit, als mann die sach bey ihme arbeiten soll, von Todts wegen abginge, also, dass sie kein end oder fürgang gewinnen moegte, so solten die Sendbotten die erklaerung, undt andere ihre instruction wieder heim zu Land bringen, und die uf dem egemelten Tag zu Nürnberg unsern Herrn oder denen Unsern ubergeben und antworten, und alsdan sollen und wollen wir fürter zu rath werden, handlen und beschliesen, was nach gelegenheit der Sach zum besten fürzunehmen seye, und was daselbst durch unsern Herrn den Roemischen Koenig und Uns andern, oder seiner Gnaden und unser Machtbotten ungefehrlich fürgenommen und beschlossen wird, das das sicherst und gütlichst seyn moege, dem wollen wir nachkommen unterscheidlich, ohne arg und ohne alles gefehrde. Und von Gottes gnaden Wir Dieterich des heiligen Stuhls zu Mayntz Ertzbischoff, des heiligen Roemischen Reichs in Teutschen Landen Ertz - Cantzler, Peter zu Augsburg und Silvester zu Chymsee Bischoff, Jacob zu Baden und Albrecht zu Brandenburg Marggrafen, Caspar Herr zu Weisskirchen Cantzler etc. Eneas Silvius Thombherr zu Triendt, und Meister Hartung von Cappel Lehrer beyder Rechten, unsers allergnaedigsten Herrn, Herrn Friederichs Roemischen Koenigs etc. Machtbotten, Petrus Knorr Probst zu Wetzlar und Meister Friederich Sesselmann des hochgebohren Fürsten, unsers gnaedigen Herrn, Herrn Friederich Marggrafen zu Brandenburg des heiligen Reichs Ertz- Cammerer Sendbotten, Meister Friedrich Greve Cantzler, und Meister Hans Hesse des hochwürdigen unsers gnaedigen Herrn, Herrn Friederichs Ertzbischof zu Saltzburg, Meister Andreas Parrherr zu Dantzig und Ludwig von Erlichhausen Vogt zur Leipp, des ehrwürdigen Herrn des Hohenmeisters Teutschen Ordens, Meister Heinrich Leubing Parrherr

zu Nürnberg und Meister Johann Thauwer Doctores, unsers gnaedigen Herrn von Bamberg, Meister Conrad Bladeck, meins gnaedigen Herrn von Passaw, Meister Nicolaus Gundelfinger Vicarius meins gnaedigen Herrn von Costanz, für beede Stift Costanz und Chur, unserer gnaedigen Herren obgemelt zu solchen vorgemelten Sachen Machtbotten haben uns dieser obgeschriebener meynung gantz vereinet, und sind daruf unverscheidlich blieben, dem nachzugehen, und wir Churfürsten und Fürsten von unsers egemelten Herrn des Koenigs und unsers selbst, und wir Sendbotten von unserer obgemelten Herren wegen wollen und sollen alle obgeschriebene sach gaentzlich vollführen getreulich, alle gefehrde darinn gaentzlich ausgescheiden. Und des zu Urkund haben wir obgemelte Fürsten und Sendbotten unser Ingesiegel und Secrete an diesse Schrift wissentlich gedruckt zu Urkund aller obgeschriebenen sach. Geschechen zu Franckfurth am Mitwochen nach Sanct Francisci tag in dem jahr unseres Herrn Tausend Vierhundert sechs und viertzig.

XV. Eugenii IV. literae de novo concilio ad instantiam Germanorum convocando. a. MCCCCXLVII. die V. Februarii*).

Charissimo in Christo filio, Frederico Romanorum Regi illustri, ac venerabili fratri Theodorico Archiepiscopo Moguntino, et dilecto filio nobili viro Frederico Marchioni Brandeburgensi sacri imperii electoribus salutem etc. Ad ea ex debito pastoralis officii libenter impendimus curas nostras, per quae reformatio universalis ecclesiae, pax et concordia inter Christi fideles oriantur, et schismata atque haereses de agro Domini funditus extirpentur. Cum itaque vos hactenus multiplicatis vicibus apud nos per vestros oratores institeritis, ut novum quoddam generale concilium in Alamaniae partibus in uno de quinque locis, videlicet Constantia, Argentina, Maguntia, Wormatia, Treveri, propter Ecclesiae necessitates convocaremus, nos vestrae petitioni proter multiplices rationabiles causas, et quia Regum vel Principum aliorum diversa sententia fuit, rationabiliter annuere non potuimus. Nunc vero, quia persuasum nobis est, hac via maxime provideri posse Ecclesiae casibus emergentibus, et Reges et Principes praefatos facile ad hoc consensum

*) Ex Raynaldi annal. ecclesiast. Tom. XVIII. p. 329.

praebituros, si per vos fuerint oportuna cum instantia requisiti: nos, etsi absque convocatione novi concilii alia via rebus Eccleclesiae melius consuli posse arbitremur, cupientes tamen vobis et nationi vestrae, quam singulari semper affectione apostolica sedes prosecuta est, quantum cum Deo possumus, complacere, contentamur apud Reges et Principes Christianos curam et diligentiam adhibere fideliter, ut ad votum vestrum trahi valeant et conduci, ita quod in uno ex quinque locis consentiant generale concilium convocari, quod infra decem a die dato praesentium computandos, intendimns experiri, et si consensus huiusmodi haberi poterit, in fine dictorum decem mensium generale concilium, ad decimum octavum immediate sequentes initiandum in uno ex praenominatis locis, in nomine Domini convocabimus. In eventum vero, quod ad aliquem ex dictis locis nationis Germanicae caeteri Reges et Principes deflecti non possent, convocabimus nihilominus infra praefatos decem menses generale concilium in alio loco, rebus gerendis accommodo, infra decem et octo menses, ut praefertur, consequentes initiandum, tam ut vobis rem gratam faciamus, quam ut Ecclesiae necessitatibus succurratur. Concilium autem generale Constantiense, decretum: Frequens, ac alia eius decreta, sicut caetera alia concilia, catholicam militantem Ecclesiam repraesentantia, ipsorum potestatem, auctoritatem, honorem et eminentiam, sicuti et caeteri antecessores nostri, a quorum vestigiis deviare nequaquam intendimus, suscipimus, amplectimur et veneramur. Dat. Romae apud S. Petrum, anno incarnationis dominicae MCCCCXLVI. non. Februarii, Pontificatus nostri anno XVI.

XVI. Eugenii IV. bulla qua Germanis indulget, ut decretis concilii Basiliensis, sub Alberto II. a cceptatis, porro utantur, donec vel auctoritate concilii vel transactione aliter fuerit ordinatum. A. MCCCCXLVII. die V. Febr. *).

Eugenius episcopus Servus Servorum dei. Ad futuram rei memoriam. Ad tranquillitatem et commoda omnium Christi fidelium, et presertim nationis germanice, quam apostolica sedes singulari affectione prosequitur, diligenti studio intendentes, ea li

*) Edidit Koch Sanctio pragmatica p. 183. ex autographo tabularii archiepiscopalis Salisburgensis.

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