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Note über das nicht kirchliche Vermögen. Im Hinblicke auf die behufs der Regelung der Angelegenheiten der katholischen Kirche im Grossherzogthum Baden heute abgeschlossene Convention beebren sich die unterzeichneten Bevollmächtigten Seiner Königlichen Hoheit des Grossherzogs von Baden, Seiner Eminenz dem Herrn Cardinal von Reisach, Bevollmächtigten Seiner Heiligkeit des Papstes, im Namen ihrer hohen Regierung zu erklären, dass dieselbe dem Herrn Erzbischof von Freiburg auf Verlangen Einsicht von Urkunden und Rechnungen, welche das nicht kirchliche katholische Stiftungsvermögen betreffen, geben werde, damit er sich von der Erhaltung und stiftungsmässigen Verwendung dieses Vermögens überzeugen könne, und dass auf etwaige gegriindete Bemerkungen, welche der Herr Erzbischof in dieser Beziehung vortragen wird, Abhilfe erfolgen werde.

Bei diesem Anlasse freuen sich die ergebenst Unterzeichneten, Seiner Eminenz den Ausdruck ihrer ausgezeichnetsten Hochachtung und Verehrung zu wiederholen.

Rom, den 28. Juni 1859. (gez.) Freiherr v. Berkheim, (gez.) Dr. Fr. C. Rosshirt, Gr. Bad. ausserordentlicher Gr. Bad. Oberhofgerichtsrath Gesandter u. bevollm. Minister und Bevollmächtigter.

beim heiligen Stuhle.

Vom Palast Santa Croce 28. Juni 1859. Der unterzeichnete Cardinal, Bevollmächtigter Seiner Heiligkeit, hat das Vergnügen, den Herren Bevollmächtigten Seiner Königlichen Hoheit des Grossherzogs von Baden, Seiner Excellenz dem Herrn Freiherrn von Berkheim, ausserordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister Seiner Königlichen Hoheit beim heiligen Stuhle, und dem Herrn Dr. Franz Carl Rosshirt, Rath am obersten Gerichtshofe des Grossherzogthums Baden, mitzutheilen, dass Seine Heiligkeit im Hinblick auf die über die Angelegenheiten der katholischen Kirche im gedachten Grossherzogthume abgeschlossene Convention Dasjenige zu bestätigen geruht haben, was zwischen den beiderseitigen Bevollmächtigten über die Ausscheidung der kirchlichen Pfründen in der Erzdiöcese Freiburg vereinbart worden ist, und dass daher Seine Heiligkeit nicht beanstanden, dass Seine Königliche Hoheit auf diejenigen Pfründen zu präsentiren fortfahren, welche unter Buchstaben A. in dem abgeschlossenen, von den obengenannten Bevollmächtigten unterschriftlich beglaubigten Verzeichnisse genannt sind, während die unter Buchstaben B. aufgeführten der freien Collatur des Erzbischofs verbleiben, welcher sich bezüglich der übrigen Pfründen der Erzdiöcese mit den betreffenden Privatpersonen verständigen wird.

Indem der Unterzeichnete ermächtigt ist, gegenwärtige officielle Mittheilung zu machen, welche zur Beurkundung der obenerwähnten apostolischen Bestätigung dienen soll, ist es ihm erfreulich, die vorgenannten Herren Bevollmächtigten Seiner Königlichen Hoheit des Grossherzogs von Baden zu versichern, dass in Folge jener Bestätigung dem Herrn Erzbischofe von Freiburg in der päpstlichen Instruction bedeutet werden wird, er habe sich genau an Dasjenige zu halten, was in der erwähnten Pfründeausscheidung festgesetzt worden ist, welche letztere, indem sie einen integrirenden Theil der abgeschlossenen Convention bildet, die volle Kraft eines verbindlichen Actes hat.

Der Unterzeichnete freut sich, bei diesem Anlasse den obengenannten Herren Bevollmächtigten die Gesinnungen seiner ausgezeichneten Hochachtung wiederholt auszusprechen.

(gez.) Carl August Card. von Reisach.

Die Uebersetzung anerkennt:
(gez.) Carl August Card. von Reisach.

Note über die Pfründen. Nachdem zur Regelung der Angelegenheiten der katholischen Kirche im Grossherzogthum Baden von den unterzeichneten Bevollmächtigten Seiner Königlichen Hoheit des Grossherzogs von Baden und seiner Eminenz dem Herrn Cardinal von Reisach, Bevollmächtigten Seiner Heiligkeit des Papstes, eine Convention verabredet und am heutigen Tage unterzeichnet worden ist, nachdem ferner zur Ausführung des Art. IV. Ziff. 1. dieser Convention darüber, welche Pfründen dem landesherrlichen Patronatrechte Seiner Königlichen Hoheit des Grossherzogs unterworfen seien, und welche der freien Collatur des Erzbischofs von Freiburg anheimfallen, durch die gedachten beiderseitigen Bevollmächtigten Erörterung gepflogen worden ist, beehren sich die gedachten Bevollmächtigten Seiner Königlichen Hoheit des Grossherzogs Seiner Eminenz dem Herrn Cardinal von Reisach zu erklären, dass die Namens ihrer hohen

Regierung – jedoch vorbehaltlich der besonderen Allerhöchsten Genehmigung Seiner Königlichen Hoheit des Grossherzogs – dem Ergebnisse der besagten Erörterung, der Pfründeausscheidung nämlich, wonach die in dem anliegenden unterschriftlich beglaubigten Verzeichnisse unter A. aufgeführten Pfründen dem landesherrlichen Patronatrechte Seiner Königlichen Hoheit des Grossherzogs unterstehen, die unter B. aufgeführten hingegen der freien Collatur des Erzbischofs von Freiburg anheimfallen sollen, ihre Zustimmung ertheilen. Die Grossherzoglichen Bevollmächtigten geben ferner Namens ihrer hohen Regierung die Zusage ab, dass auf die in dem erwähnten anliegenden Verzeichnisse unter A. gedachten Pfründen nur Geistliche präsentirt werden sollen, welche den allgemeinen Pfarrconcurs mit Erfolg bestanden haben oder bereits im Besitze einer Pfründe sind. Die Grossherzogliche Regierung wird wie die Grossherzoglichen Bevollmächtigten anfügen zu müssen glauben – gegenwärtige Note sammt Beilage als einen integrirenden Theil der Convention betrachten und demgemäss dem Inhalte dieser Actenstücke dieselbe Kraft beilegen wie dem Inhalte der Convention selbst.

Die Unterzeichneten ergreifen mit Freude diese Gelegenheit, Seiner Eminenz wiederholt die Versicherung ihrer ausgezeichnetsten Hochachtung und Verehrung auszusprechen.

Rom, den 28. Juni 1859. (gez.) Freiherr v. Berckheim, (gez.) Dr. Fr. C. Rosshirt,

Gr. Bad. ausserordentlicher Gr. Bad. Oberhofgerichtsrath Gesandter u. bevollm. Minister und Bevollmächtigter. beim heiligen Stuhle.

Palast Santa Croce 28. Juni 1859. Der unterzeichnete Cardinal, Bevollmächtigter Seiner Heiligkeit, bescheinigt den geehrten Herren Bevollmächtigten S. K. H. des Grossherzogs von Baden, von denselben bei dem Act der Unterzeichnung der Convention folgende Noten vom Datum des heutigen Tages erhalten zu haben: 1. über die Ausscheidung der kirchlichen Pfründen mit dem

angeschlossenen Verzeichniss der Pfründen selbst; 2. über die Erklärungen der Grossherzoglichen Regierung

bezüglich einiger Punkte der Convention: 3. über die katholischen nicht kirchlichen Güter; 4. über den Instanzenzug in kirchlichen Rechtssachen.

Er erneuert bei diesem Anlasse den vorgedachten Herren Bevollmächtigten die Gesinnungen seiner ausgezeichneten Hochachtung

(gez.) Carl August. Card. von Reisach. Den Herren Freiherrn v. Berkheim und

Dr. Franz Rosshirt, Bevollmächtigten Sr. Königl. Hoheit

des Grossherzogs von Baden.

LXIX. Pii divina providentia Papae IX. litterae A postolicae d. 22. septembr. 1859 quibus conventio inter Sanctam Sedem et Serenissimum Principem Magnum Badarum Ducem inita confirmatur.

Pius Episcopus, Servus Servorum Dei.

Ad Perpetuam Rei Memoriam. Aeterni Pastoris vicaria hic in terris procuratio Nobis nullo certe meritorum suffragio, sed ineffabili Divinae providentiae consilio commissa postulat ut omnia Nostra consilia et studia in universi Dominici gregis salutem, et Catholicae Ecclesiae utilitatem ubique promovendam assidue conferamus. Quocirca Apostolicas Nostras curas, cogitationesque ad ecclesiasticas superioris Rheni provincias omni studio convertimus, ut ibi sanctissima nostra Religio maiora in dies incrementa suscipiat, et quotidie magis prospere feliciterque vigeat, et Aoreat. Etenim etiamsi recolendae memoriae Praedecessores Nostri Pius praesertim VII suis Apostolicis Litteris XVII. Kalendas Septembris anno millesimo octingentesimo vicesimo primo sub plumbo datis, et incipientibus „Provida solersque,“ ac Leo XII. per alias similes Litteras III. Idus Aprilis anno millesimo octingentesimo vicesimo septimo editas, quarum initium „Ad Dominici gregis custodiam“ ecclesiasticis earumdem provinciarum negotiis, ac spirituali illorum fidelium bono accurate prospicere studuerunt, tamen probe cognoscebamus, ob rerum ac temporum vicissitudines alia a Nobis suscipienda esse consilia tum ad maiorem illorum fidelium utilitatem procurandam, tum ad eas amovendas difficultates , quae ultimis hisce potissimum temporibus exortae fuerunt. Maxima igitur laetitia affecti fuimus, ubi Serenissimus, ac Celsissimus Regius Princeps Federicus Magnus Badarum Dux a Nobis efflagitavit, ut ecclesiastica in Magno suo Ducatu negotia componere vellemus. Itaque eiusdem Regiae Celsitudinis votis, quae Nostra etiam erant diuturna et impensissima vota, alacri libentissimoque animo obsecundantes, omni reiecta mora cum ipso Celsissimo Principe Conventionem ineundam esse censuimus. Atque gravissimo huic sane negotio manum statim admoventes Dilectum Filium Nostrum Ioannem S. R. E. Presbyterum Cardinalem Brunelli pietatis, doctrinae, ac prudentiae laude conspicuum cum necessariis facultatibus delegimus, ut cum Dilecto Filio Carolo Bruner Consiliario a publicis negotiis illius Magni Ducatus, qui ob hanc causam ab ipso Celsissimo Principe missus fuerat, rem omnem sedulo tractandam curaret. Cum autem idem Cardinalis a Nobis Episcopus Auximanus, et Cingulanus fuisset renunciatus, iccirco in eius locum illico suffecimus Dilectum Filium Nostrum Carolum Augustum S. R. E. Presbyterum Cardinalem de Reisach pietate, doctrina, prudentiaque spectatum, atque opportunas ei quoque instructiones, facultatesque dedimus, ut inchoatam gravissimi huius negotii tractationem diligenter prosequeretur et absolveret cum eodem Carolo Bruner. Sed cum hic supremum diem obierit, a Celsissimo Magno Badensi Duce in eius locum substituti fuerunt Plenipotentiarii Nobilis Vir Baro Christianus Gustavus de Berckheim Minister Plenipotentiarius et Legatus extraordinarius ad hanc Sanctam Sedem, ac Dilectus Filius Franciscus Carolus Rosshirt in utroque iure Doctor atque a Consiliis supremi Tribunalis iustitiae in Magno Badensi Ducatu, ut cum eodem Dilecto Filio Nostro Cardinali de Reisach susceptum tanti momenti negotium ad exitum perducerent. Et quoniam probe noscebamus qua eximia iustitia, aequitate, excelsique animi magnitudine, et qua propensa in Catholicos sibi subditos voluntate eniteat idem Celsis· simus Princeps Magnus Badarum Dux, iccirco firma certaque spe nitebamur fore, ut Deo auxiliante, tanti momenti res optatum assequeretur exitum. Ac vehementer laetamur, huiusmodi Nostram spem haud inanem fuisse. Namque post diuturnam sedulamque consultationem, veluti rei gravitas postulabat, Conventio ipsa pluribus Articulis distincta, et a VV.FF. NN.S.R.E. Cardinalibus Congregationis Negotiis ecclesiasticis extraordinariis praepositae examinata, cum eodem Serenissimo ac Celsissimo Regio Principe Federico Magno Badensi Duce fuit inita, atque ad optatum exitum perducta. Cum autem eiusdem Conventionis Articuli tum a Nostro, tum ab eiusdem Magni Ducis Plenipotentiariis die vicesima octava mensis Iunii huius anni Walter Fontes iuris ecclesiastici.

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