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M. TULLII CICERONIS

D E OFFICIIS

LIBRI TRES.

ZUM SCHULGEBRAUCHE

HERAUSGEGEBEN

VON

JOHANNES VON GRUBER,

GYMNÁSIALLEHRER ZU STRALSUND.

C LEIPZIG,
DRUCK UND VERLAG VON B. G. TEUBNER.

1856. -

KE 32439

1843, aug.28.

Salisbury Fund.

Vorwort

Da der Zweck dieser Schulausgaben bekannt ist, so bedarf es nur einiger Bemerkungen über die Ausgabe der vorliegenden Schrift insbesondere.

Dass in der Texteskritik vorzugsweise die Lesarten des Bernensis c. festgehalten sind, findet seine Rechtfertigung darin, dass diese Handschrift bei ihren von den meisten übrigen Handschriften so bedeutenden Abweichungen entweder für sehr gut angesehen werden muss, wie es von Zumpt geschieht, und dann muss man ihre Autorität auch in allen an sich zweifelhaften Fällen gelten lassen; oder man muss den Bernensis c. für eine von einem gelehrten Abschreiber sehr stark interpolirte Handschrift ansehen, und dann ist es inconsequent, ihr zu folgen, wo sie allein eine Lesart bietet, weil man dann natürlich Gefahr läuft, den Gedanken des Schriftstellers die Gestalt zu geben, in welche ein gelehrter Abschreiber sie zu bringen für gut hielt. Will man den Schüler überhaupt mit den Regeln der kritischen Behandlung eines Schriftstellers im Allgemeinen bekannt machen und ihn zu einem eignen Urtheil über die Wahl der Lesarten anleiten; so halte ich diese Consequenz gerade bei Anfängern für unerlässlich, da sie sonst gleich Schiffern ohne Compass auf pfadlosem Meere sich gänzlich dem Zufall preisgegeben scheinen.

Es sind zwar der kritisch behandelten Stellen nicht sehr viele ; doch werden sie hinreichen, um dem Lehrer Veranlassung zu geben, die Grundsätze einer besonnenen Texteskritik dem Schüler wiederholt ins Gedächtniss zu rufen, wozu dann die Lesarten anderer von den Schülern gebrauchten Ausgaben noch öfter Veranlassung bieten.

In den grammatischen Bemerkungen habe ich fast nie eine Grammatik citirt, sondern die Regel selbst kurz angedeutet, so dass der Schüler sie, wo es nöthig ist, leicht in seiner Grammatik finden kann; denn die grammatischen Citate werden doch vielfach unbenutzt gelassen und es werden jetzt so verschiedene Grammatiken gebraucht, dass die Heranziehung jeder einzelnen doch nur für die

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