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Gott! Mein Vater ist bey mir, warum sollt ich mich fürchten, wenn ich schon einsam liege und schlafe.

. Mein Gesus, meiner Seelen Licht, ist bey mir, wenn sich Tchon ineiner Augen Licht schliesset. Der heilige Geist ist bey mir, der erhält das Zeugs niß in meinem Herzen, daß ich cin Kind Gottes sey, ob ich schon von mir felbst nichts weiß; bin ich also in dem Schuß des dreyeinigen Gottes eins geschlossen, fu fchlafe ich sicher wie Jacob; ich schlafe getrost, wie ein Kind an seiner Mutter Brust; ich schlafe beschüßt, wie Petrus. Geden: ke, Herr! doch auch an mich, in dieser schwarzen Nadst, und schenke mir genådiglich den Schuk von Deiner Wacht. Drauf schließ ich meine Aus gen zu, und schlafe frólich ein; mein Gott wadt jeßt in meiner Ruh, wer wollte traurig seyn.

w rinara Der gläubige Christ danket Gott für seine Ge

sundheit. Aufinunterung.

Sir. 30, 14. 15. 16. Es ist besser, einer sey arın, und dabey frisdi

und gefund, demu reid) und ungesund. Ges sund und frisch seyn, ist besser denn Gold, und ein gesunder Leib ist beffer denn groß Gut. Es ist kein Reichthun zu vergleichen einem gefunden Leibe, und keine Freude des Kerzens freude gleich). Gleichwie Gott unterschiedliche Gaben denen

Menschen austheilet, geistliche und leibliche, so mag man wohl unter die teibliche, als eine der vors

nehmsten

nehmsten mitrechnen, die Gefurdheit. Ein gesuns der Mensch ist ein glückseliger Mensch, wem er Dabey fromm ist; er ist aber auch der unglücffelig ste, wenn er gottlos ist. Daß ein gesunder Mensch glückselig rey, feben wir daher, weil er kann Gott und seinem Nächsten unverhindert dienen, feinein Beruf abwarten, und viel Gutes verrichten. Ist aber der Mensch nicht fromm bey seiner Gesundheit, fo mißbrauchet er diese edle Gabe auf das entscts: lichste, zur Ausübung vieler Sünden, Schanden und Bosheiten: wie beilsam wäre es manchem Menschen, wenn er lahm, stumm und blind, oder mit Schinerzen behaftet wåre; damit cr mit seinen Füßen, Zunge, Augen und Leib nicht so viel Súns den übete, daher auf solchen Mißbrauch der ges sunden Leibesglieder dereinst eine schwere Verantivortung und Strafe folgen wird. Ein wahrer Christ erkennet diese edle Wohlthat der Gesunds heit: 1) Wenn er seine gesunde Glieder ansiehet, To danket er Gott dafür. 2) Er wendet seine Ges fundheit an, Gott zu dienen, das Gotteshaus anDåchtig zu besuchen, und in seinem Christenthum zuzunehmen, 3) seinem Nächsten Dienste zu crweisen, 4.) seinen Beruf treulich und aufrichtig zu vollbringen. 5) Er erkennet, daß die Gesundheit kein ewig und beständig Gut sein, sondern daß auf cinen Wink des lieben Gottes, sich Schmerzen, Krankheit, Lähmung der Glieder und ein ungefunder Leib einfinden könne. 6) Er mißbrauchet Deshalben in gesunden Tagen seine Gesundheit nicht zu Muthwillen, Verwegenheit und Bosheit, damit wenn die Krankheit und Schmerzenstage kommen, das Gewissen nicht sage: Das ist eine Strafe

Gottes, Gottes, wegen des Mißbrauchs Deiner Gesundbeit, wie denn also Gott manchem gesunden aber unbåndigen Menschen Zaum und Gebiß, durch Zuschickung eines ungesunden Leibes, muß anles gen, damit er aufhöre zu fündigen. 7) Ein from: mer Christ betet auch fleißig in gesunden Tagen, weil er nicht weiß, ob er in der Krankheit dazu Kraft haben werde, und so wird die Gesundheit heilsain angewendet.

Gebet. O

groß ist deine Liebe und Gin Gott! wie mir erwcisest; indem du mich nicht allein in deinem Schuß und Gnade erhåltst, sondern auch ein Jabr nach dem andern in guter Gesundheit vols lenden und wieder anfangen låssest. Nun, mein Gott! ich erkenne, daß dieses ist eine der guten Gaben, welche von dir, o Vater des Lichts! von oben herab kommen. Herr, Herr! wer bin ich, daß du mir folche Barmherzigkeit widerfahren låfiest? Sehe ich doch täglich vor meinen Augen Menschen, dic krånklich, elend und schwach sind. Höre ich doch viele klagen, daß fie in großen Schmerzen und langwieriger Krankheit auf dem Krankenbette ihr Leben hinbringen músen; welche vielleicht viel gottesfürchtiger und frömmer sind als ich, und viel and ächtiger beten als ich, mir aber giebst du gute Gesundheit, Kraft und auch Stårke. Ach, Herr! ich bin allzu gering deiner Barmherzigkeit, die du bisher an mir gethan last, und noch thust. Bewahre mich, o lieber Gott! daß ich diese edle Gabe der Gesundheit nicht miß

brauche

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brauche zur Ueppigkeit, Wolust, Hoffart und
Frechheit, sondern gieb mir wohl zu erkennen, da
du mich dadurch willst aufmuntern zur Dankbarkeit
und Frömmigkeit. Hilf, daß ich inskünftige und
Zeit meines Lebens meine Gesundheit anwende zu
Deinem Lob und Ehren, zu Nutz meines Nächsten
und Vollbringung der Geschäfte meines Berufs.
Erhalte mir, nach deinein heiligen Rath und Wit
len, meine Gesundheit und gerade Glieder, da:
mit ich ungehindert und eifrig Dein Haus besuchen,
und in deinem Tempel Lobs und Danklieder ans
stimmen könne. Gieb mir Deinen heiligen Geist,
daß ich meine gesunde Glicder heilige zu deinem
Dienst, und meinen gesunden Verstand zum
Wachsthum in deiner Erkenntniß. Dmrin Gott!
gieb mir Kraft und Stärke, an dem inwendigen
Menschen zuzunehmen, daß ich gesund reyim
Glauben, brünstig im Geist, geduldig in Trúbs
fal, andächtig im Gebet, nufrichtig in der Liebe
gegen dich und den Nächsten, clyrisilich im Leben,
frólich in der Hoffnung, und getrost im Tode.
Ach! beilige mich, regne mich, und dein guter Geist
führe mich auf ebener Bahn. D Gott, du from:
mer Gott! du Brunnquell aller Gaben, ohn den
nichts ist, was ist, von dem wir alles baben, ges
sunden Leib gieb mir, und daß in solchem Leib ein
unverleşte Seel und rein Gewissen bicib. Amen.

Gerang.
Mel. Alle Menschen müssen sterben.
Gh

eht dirs wohl nach deinem Leiden, und hast

Glück auf dieser Erd, so ist dieses wohl zu meiden, daß dein Herz nicht troßig werd: Denk in

dich

Deinem Glück und Prangen, wie dirs' ehmals ist gegangen: Denk in Glück und Herrlichkeit, auch an die vergangne Zeit.

2. Bist du nun gesund und stehest, denk auchy an das Krankenbett; wenn du frölich einher gehest, denk auch an die Lagerstått: Bist du wiederum genesen, denke, daß du frank geivesen: Denk in Glück und Herrlichkeit, auch an die vergangne Zeit.

3. Blüht dir Freud und lauter Glücfe, stehets um dich wohl jekund, denk bisiveilen auch zurücke, wie es doch vor diefein stund;. wie es schlecht umi'

ausfahé, wie das Elend dir war nahe. Denk in Glück und Herrlichkeit auch an die vers gangne Zeit.

4. Bist du reich und groß von Schåkon, Denke dabey immerdar, um in Gott dich zu ergoßen, daß es vor dem nicht so war: Selig wer die Des muth liebet, wenn ihm Gott viel Güter giebet. Denk in Glück und Herrlichkeit, auch an die vera gangne Zeit.

5. Von den hohen Ehrenauen, darauf dirs nach Wunsche geht, fout du in die Tiefe schauen, und wenn da ein Armer siebt, denk, so bin ich auch gestanden in dergleichen Trůbsalsbanden. Denk in Glück und Herrlichkeit, auch an die vers gangne Zeit.

6. Diese felige Gedanken hasten dich zu aller Zeit, in den wahren Demuthsschranken, führen dich zur Frömmigkeit, daß du nimmer dich erlies best, vielmelr Gott die Ehre gebest. Bleib in dcinen Augen kicin, so wird Gott dir gnädig seyn.

E

Morgen

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