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leite mich in deiner Wahrheit. Erhalte mein Herz bey dem cinigen, daß ich deinen Namen fürchte. Schreib deine heilige Furcht in mein Herz, daß ich nicht aus deiner Gnade falle, sondern darin ich beståndig bleibe, bis in den Tod. Gieb, daß ich diese Woche möge frømmer und gortseliger werden, in deiner Erkenntniß und Liebe zunchinen, und wie ich eine Woche nach der andern zurück lege, id) auch an dom inivendigen Menschen mach, fen, und in meinem Glauben darreichen möge Tus gend, und in der Tugend Bescheidenheit, und in der Bescheidenheit Mäßigkeit, und in der Mäßig: keit Geduld, und in der Geduld Gottsligkcit; damit, wenn nun die lekte Lebenswoche cinbricht, ich deiner Gnade mnoge versichert feux. Sollte auch Diese Woche mir cinc Kreußipoche werden To fårke mich durch deiren heiligen Geist, daß ich alles unter deinem machtigen Beystand ausstehen und überwinden könne. Cely du reibst micin Hels fer und Erretter aus aller Noth. Nun ich befeble mich Dir mit Leib und Seele, und allem was ich babe, in deinen gnädigen Vaterschuß, wie auch alle fromıne Christen. Darauf fo fprech ich Amen, und zweifle nicht daran, Gott wird es all’s zus fammien ihm wohlgefallen lan; drauf strec id) aus mein Hand, greif an das Werk mit Freuden, das zu mich Gott bescheiden, in meinen Beruf und Stand.

Gefang. Mel. Gott, du fronimer Gott. Ich wil die neue Woch mit dir, o Gott! anhes

ben, du wolst mir deinen Geist und deinen Segen geben; im Anfang steh mir bey, und weis

che che nicht von mir, daß ich am Ende nod) vereinigt sey mit dir.

2. Dun dcinen Segen kann, mein Vater, nichts gedeihen, drum wir, o Segens-Gott! um Segen zu dir schreven; ach komme selbst zu uns, und greif das Werk mit an, weil es durch did allein befördert werden kann.

3. Ach ja, es ist umsonst am Morgen früh aufItelen, und mit Bekümmerniß an seine Arbeit gehen! wann du nicht selbst mitgehst, und sichejt mit daber, daß Anfang und das End von dir geseg: net sey.

4. Drum komm, o Gott, zu mir, und gieb mir deinen Segen, denselben wollest du in meine Arbeit legen; ach regne all mein Thun, ach regne meinen Tritt, und theile gnådiglich mir deinen Segen mit.

5. Laß mich in Fróminigkeit die ganze Wody binbringen, laß meine Arbeit seyn, dich loben, be ten, singen: bewahre mich vor Súnd und grosser Missethat, und wenn ich Buße thu, fo fchenk mir deine Snad.

6. Mein Gott, begleite mich auf allen meinen Wegen, und willt du diese Woch ein Kreuke mir auflegen, so bcut mir deine Hand, und stely mir Fråftig bey, ja trage felbsten mit, daß mirs er: träglich feis

. 7. Nun was du Gutes wirst mir diefe Woch erweisen, dafür soll dich, o Gott! mein Mund und Herze preisen, ach laß mich als dein Kind dir stets empfohlen feyn, bis ich durd, Jcsu Blut geh zu der Freude ein.

Der

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Der glaubige Christ bittet um zeitlichen, geist

lichen und ewigen Segen.
Aufmunterung.

PP. 67, 7. 8.
Es segne uns Gott unfer Gott, es regne uns

Gott, und alle Welt fürdyte ihn. Ein jeder Mensch betet und bitet etwas von Gott;

Dabei, aber ein jeder wohl erwågen roll, wie er betet, und was er bittet. Ach! der Meisten Gebet gehet nur auf das Frdische und Vergängliche, welches sie aber oft zu ihrem Schaden sich bitten.

Ein gläubiger Christ bittet 1) um leibliche Dinge, · um Gesundheit, Segen, Nahrung, Abwendung Der Gefahren, Hülfe in Noth, Beystand im Leis Den, Errettung aus Unglück, und dergleichen Ges bet fann Gott wohl leiden, weil er dieses alles uns in seinem heiligen Wort verheiffen hat. Aber der gläubige Christ bleibet nicht dabey ftchen, dieses ist das geringste, weil es ihm Gott ohne rein Bits ten zuweilen låssetzufallen. Er bittet 2) sonders lich um geistliche Dinge, um den hciligen Geist, uni cin frommes Herz, um das Reich Gottes, welches ift Gerechtigkeit, Friede und Freude in den beiligen Geist, Róm. 14, 17. Er bittet um Erleuchtung, Wachsthum in dem Guten, Heiligung und die Gabe des heiligen Geistes; dieses ist das vornehmste, was er von Gott bitten und verlangen kann, und wann ihm solches wird vcrlichen, ro hátt er es für seinen größten Reichthum. Ein gläubis ger Christ bittet 3) auch um eivige Dinge, nämlich um ein seliges Ende, frólichen Abschied aus diefens

Lebens

Leben, und den erwünschten Eintritt in das Freu: denleben, damit er Gottes Angesicht schauen, mit weissen Kleidern angethan, sich nach dem Kampf ewiglich in Gott erfreuen könne. Also muß ein glåubiger Christ beten, sonderlich um geistliche und himmlische Güter, wenn er recht und Gott wohlgefällig beten will; dabey er aber 4) sich muß eines unstråflichen christlichen Wandels befleißigen, das mit er auch so lebe, daß ihm Gott die geistliche und himmlische Güter mittheilen könne, welche ein unwiedergeborner und böser Mensch nicht empfan

gen kann.

Gebet. O du reicher und gnädiger Gott! wie groß und

herrlich, wie reich und machtig bist du! Du hast alles, und kannst auch alles geben. Siche, ich dein Kind, komme zu dir, und bitte Dich um Deine Gaben, du weißt, daß ich nichts init in die Welt gebracht, daß ich auch nichts von mir selbs ften habe, als die Sünde; Daher alles, was ich Gutes babe an mir, das kommet von Dir; Dein alle gute Gaben, und alle vollkommene Gaben, kommen von oben berab; ja, was hast du, o Mensch! das du nicht empfangen hast? Ach, mein Gott und Vater! mache mich sonderlich an meis ner Seele reich. Gieb mir deinen heiligen Geist, gieb mir ein frommes Herz, befchre mid), erleuchte mich, damit ich ein neuer Mensch und ein wahrer Christ werde. Hilf mir kämpfen und arbeiten, daß ich die bösen Lüste abziinge, die bösen Ges wohnheiten ablege, mich von der Welt absondere; hingegen meinen Leib und Seele Dir ergebe zu ei

nem

nem Opfer, das da lebendig, heilig, und dir wohl gefällig rey. Siehe, mein Gott! wie ich in der Weit so vielen Gefahren und Verführungen unterworfen bin, darum leite du mich durdy Deine Kraft, daß ich nicht verfiihret werde, noch von dir abweichen indge. Wohne in meiner Seele, bes herrsche mein Herz, und verleihe mir Gnade, daß ich ein lebendiges Glied an dem Lcibe meines Jesu und eine neue Creatur fey: so bin ich in der Welt reid) genug, geehrt genug, glücffelig genug. Sors ge auch, ognådiger Gott und Vater! für mich in dem Irdischen, du weissest, was ich bedarf; du fichest, was mir fellt; aber gieb mir nicht nach meinem, sondern aues nach deinem Willen. Ift mir Gesundheit heilsam, ach so gieb mir einen ges funden Leib, zu desto glücklicherer Verrichtung meines Berufs und Standes, darein du mich ges reget haft. Gieb mir Nahrung und Kleidung, weil du weisfest, daß ich ohne Dieselben nicht leben kann. Begleite mich auf meinen Wegen, behüte mich vor Unglück. Lege Deinen Segen meiner Ars beit bery: denn was du, Herr, fegnest, das ist gefegnet ewiglich. Du hast midy in die Welt erschaffen, so wirst du mich auch wohl zu ernähren und zu versorgen wissen. Ich werfe all mein Anliegen und Sorgen auf dich. Ad, Gott! sorge für dein Kind, erhalte dein Kind, und laß mich deiner Va: tertreu und Gnaden hinfüro reichlich geniessen. Weil du mich aber, grosser Gott und Vater! nicht um dieses irdischen Lebens willen erschaffen haft, To hoffe ich noch grössere Güter. Denn, hätte ich nichts von dir zu erwarten, als was ich hie zu empfangen babe, so wäre ich der clenbeste Mensch.

Darunt;

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