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8. Ja, was du Gutes hörft, das foll von dir geschehen, das lasse alsobald in die Erfüllung gehen; fo bast du recht gehört, so hast du Trost und Freud und gehst durch Jesu Blut dereinst zur Seligkeit.

9. Mein Gott! verleih mir Gnad, daß ich die Himmelslebyren mog immerdar mit Fleiß zu meis nem Nußen hören, daß ich, was ich gehört, mit grosser Sorgfalt thu, und also hie und dort ges tang zu deiner Ruh.

Morgen-Gebet am Montag. Raß mich frühe hören deine Gnade, denn ich hoffe

auf dich. Thue mir kund den Weg, darauf ich gehen soll, denn mich verlanget nach dir. Heis liger, gütiger und allein weiser Gott, der du den Himmel erschaffen, und die Erde gegründet, und verordnet bast, daß Tag und Nacht abwech) feln, und auf das Licht die Finsterniß, und auf die Arbeit die Ruhe folgen soll, damit sich Menschen und Viel) erquicken mögen. Ich lobe und preife dich für deine Weisheit und Vatertreue in dieser Morgenstunde, daß du mein Gebet fo gnädiglich erhöret, und mich die vergangene Nacht vor Kranks heit und anderem Uebel behütet, und das Meinige mit deinem Schutz umgeben haft. Herr! groß sind deine Werke, die du an den Menschen thust, deine Güte reichet so weit der Hinimel ist, und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen. Ich fchlief, und du wachtest; ich war im Schlaf, den Footen gleich, aber du hast mich der Sonnen Licht wieder sehen lassen. Ach, mein Gott! feys

auch auch heute mein Helfer und Erretter, mein Beg: stand und Tróster, meine Zuflucht und Erbariner; daß deine Augen über mich offen feyn, daß ich, uns ter deinem Geleit, unverleßt in meinem Beruf ein: und ausgehen, und den Abend nach deinem Willen wiederum unbeschädigt erreichen möge. Mein Gott! laß deinen Segen mit und bey mir seyn, in allem was ich in deinem Namen anfange, dazu gieb felber Rath und That, und taß mich niemals wollen, was du nicht willt. Laß mit dem aufges gangenen Sonnenlicht auch das Licht des heiligen Geistes in mir aufgchen, daß ich den Tag in deis ner Furcht, Liebe und Gehorsam hinbringe. Schaff in inir, o Gott! ein reines Herz, und gieb mir einen neuen gewissen Geift; verwirf mich nicht von deinem Angesicht, und ninım deinen heilis gen Geist nicht von mir, laß ihn mich leiten, lehs ren, führen, daß ich heute nicht wissentlicy wider Dich fündige, und wenn man mich zu sündigen verz leiten willi so laß ihn mich erinnern, und durch feine innerliche Bestrafungen davon abhalten. Ich lege meine Kleider an, Herr Jesu! kleide mich mit dem Roc deiner Gerechtigkeit. Ich wasche meine Hånde, Herr Jesu! wasche mich mit deinem beis ligen Blut, von allen meinen Sünnen. Bewahre mich, daß ich niemals wandle im Rath der Gott: fofen, noch like, da die Spótter sigen, als welcher Freundschaft deine Feindschaft ist: und fo ich will der Welt Freund sein, und mit ihnen ihre Tündliche und alte Gewohnhcit treiben, fu wirst du mein Feind werden. Ach, mein Gott! drücke in mein Herz die Worte: Wandle vor mir, und sery fromm. Ø wie viete fangen eine Woche an, aber vollenden sie nicht, und sind am Ende derselben Frank oder schon begraben. Darum laß mich alles zeit nachjagen der Heiligung; ohne welche niemand dich schauen wird! Laß mich gottseliger Worte, unstråflichen Wandels und heiliger Gedanken befleißigen, damit ich allezeit im Stande der Gnas den und in deinen Wunden, o Jesu! erfunden werde. Die Gnade des Vaters erhalte mich, die Liebe des Sohnes heilige mich, und die Ges meinschaft des heiligen Geistes mache mich fruchts bar zu allen guten Werken. Mit Segen mich beschütte, mein Herz fey deine Hütte, dein Wort fey meine Speise, bis ich gen Himmel reise.

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Der glaubige Christ bittet um Segen im Anfang

der Woche. Aufmunterung.

Coloff. 3, 17.
Alles was ihr thur, mir Worren oder Werken,

das thut alles in dem namen des berrn
Jelii, und danker Gott und dem Vater
durch ibn..
at man Urfach zu beten und zu flehen, wann

ein Tag anbricht, wie vielmehr soll ein gláus biger Christ sein Herz und Augen zu Gott erheben, wenn er eine neue Woche anfangen will. Wie viele Menschen haben den Sonntag, als den ersten Tag in der Woche gesund erlebet, und sind den Sonnabend darauf schon begraben gewesen. Wie viele haben die Woche frölich und im Segen ans gefangen; aber ehe sie sie geendigt, hat sie das Uns

glück glück wie ein Sturmwetter überfallen, daß sie die Woche mit Ach und Weh, tausend Thránen und Hånderingen geendet haben. Nun mein lieber Christ, das kann dir und mir auch widerfahren; darum soll man gleich im Anfang der Woche zu Gott fich wenden; es soll aber ein gläubiger Christ 1) Gott anrufen im feinen heiligen Geist, daß der: selbe fein Herz wolle heiligen, ihn regieren, damit cr nicht in Sünden fallen, Gott beleidigen, fein Gewissen verlegen, den Nächsten betrůben, und eine große Verantir ortung auf seine Seele laden moge. 2) Er roll die Woche über des Gebets und des Gottesdienstes nicht vergessen, sondern sids befleißigen, daß er nicht allein des Sonntags, sondern auch in der Woche, die Kirchen und Bets stunden fleißig besuche. 3) und ineil es nicht liegt an unserm Rennen und Laufen zur Arbeit, soll er fons derlich Gott um feinen Segen anrufen; aber auch mitten unter der Arbeit an Gott gedenken, und mit Gebet die Arbeit anfangen, mittein und vollenden. 4) Er roul behutsain reden, christlich wandeln, Gott vor Augen haben, und gedenken, daß eine Woche nach der andern hinschleicht, bis endlich die lette Todes oder Sterbewoche kommt, da una fere Seele roll vor Gott zur Rechenschaft gestellet werden. Wer das thut, der kann im Segen die Woche anfangen; und unter Gottes Schuk vollenden; und sollte er es ihm cine Freußwoche werden lassen, so wird er doch darin fein Helfer, Retter und Beystand reyn und bleiben.

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Gebet

Gebet. O

du liebreicher und barmlycrziger Gott! ich fans

ge unter deinem Beystand cine neue Woche an. Ich weiß aber nicht, was mir darin wider: fahren wird; wie viel Uebels und Unglücks kann uns in einem Tage begegnen, wie viel mehr in ciner ganzen Woche; darum komme ich gleich im An fang derselben zu dir, empfehle mich dir ganz und gar. Ach, mein Gott! gicb mir Deinen beiligen Geist, der mich heilige, leite und regiere, und mei: neni Geist das Zeugniß gebe, daß icly cin Kind Gottes reys. Segne mich diese Woche, regne meis nen Ausgang und Eingang, regne meine Berufsu arbeit und Geschäfte, fegiie meine Schritte und Tritte. Ich bebe meine Augen auf zu den Ber: gen, von welchen mir Segen und Hülfe kommt; meine Hülfe kommt vom Herrn, der Qimmel und Erde gemacht hat. Wenn du mich leitest, ro irre ich nicht, wenn du mich håltest, fo falle ich nicht; darum laß deine Treue und Güte mich allewege behüten. Segne auch alles was mein ist, und laß es in deinem Segen blühen. Ad, mein Gött und treuer Vater, schůße und bewahre mich vor Schaden, Gefahr, Verlust und ungláck; lab mid, bey Tag und Nacht in deinem Schuß und Gnade stehen. Verwahre mein Haus um und um, wie das Haus Hiobs, laß um mich und um das Meinige deine Engel cine Wagenburg schla: gen, so wird mid) kein Unfall stürken, ro groß er auch ist. Erhöre mein Gebet, wann ich zu dir fchreise, und laß mich nicht unerhört von dem Thron deiner Gnaden weggehen. Bewahre mich vor schweren Sünden, weise mir, Herr, deine Wege,

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