Obrazy na stronie
PDF
ePub

Darum versiegle, o Gott! felbsten in mir, was ich gehöret und gelesen habe, und inache es auch in mir lebendig, thấtig und kräftig. Ach du Thürhüter! fchleuß doch mein Herz ro bald zu, wenn das Wort des Lebens zu inciner Erbauung in dafjelbige gegangen ist, damit es Satan mir nicht raube, und ich leer wieder nach Hause gehen müsse. Gieb, daß ich mich spiegele an dem Exem: pel so vicler tausend Menschen, die zwar din Wort, o Gott! anhören, aber sich nicht bekehren, frómmer werden, noch die Bosheiten, linarten und sündliche Gewohnheiten ablegen, sondern vielmehr boshafter und frecher werden und bleiben. Was tilft solchen ihr Kirchengeben, ihr Singen, ihr Hós ren, ihr Beten? Wird das Wort sie nicht desto mehr verdammen und verklagen, da sie des Herrn Willen gehöret, gewußt, und doch nicht darnach gethan haben? Ach, mein Gott! laß micky diese Woche nun frómmer und gottseliger werden: Gieb, daß ich das gehörte Wort tåglich spieders hole, davon mit den Weinigen rede, darüber mich erfreue und allezeit darnach thue. Habe ich aus deinem heiligen Wort vernommen, ich solle sanfts müthig und barmherzig feyn; ach, so verleihe mir Gnade, daß ich allezeit Jaran mich erinnere, und niemals in Zorn, Rachgier, Stolz und Unbarms herzigkeit verfalle, fondern meine Feinde liebe, mich selbst verläugne und den Armen und Elenden gerne gutes thyue. Habe

Habe ich geboret, ich folle gegen meine böse Lüfte und Gedanken streiten, mich verläugnen, den alten Menschen ablegen, hins gegen den neuen anzieheur; ich soll züchtig, gerecht und gottselig leben in dieser Welt: so gieb mir

Kraft

Kraft und Stärke, daß ich mich darin täglich iben und es volbringen mögé. Ob es zwar gleich im Anfang in grosser Schwachbeit geschiehet, daß id doch fortfahre in der Heiligung, und mich je mehr und mehr reinige von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes. Ach! laß mich mit deinem heiligen Wort umgeben, wie die Weltkinder mit ihren irdischen Schäßen, welche sie einschliessen, und wohl bewahren: So gieb mir Kraft, daß ich die heilige Wahrheiten, theure Glaubenslehren, kräftige Vermahnungen zur Heiligung des Le bens, als einen lieben und werthen Schak in meia nem Herzen bewahren, ja auch täglich vermehren möge, damit ich in allen schweren Fällen, in Kreuk, in Tråbsal, in Krankheit, ia in dein Sterber daraus einen Trofispruch nach dem andern hervor: langen könne. Ja, mein Gott! laß mich tågtich zu: nehmen, an Alter, Weisheit, Frömmigkeit, Gota tesfurcht, Erkenntniß deines Willens, und Gnado bey dir und den Menschen. Höchster Gott! wir danker: dir, daß du uns dein Wort gegeben, gieb di Gnade, daß auch wir nach demselben heilig leben; du wollst selbst den Glauben stårken, daß er thå tig rev in Werken. Höchster Gott! ach feu ge preißt, der du lebrít, was wir thun rollen, Tchen uns deinen guten Geist, gieb uns auch cin ciftige Wollen; laß es ferner wohl gelingen, gieb zum Wollen das Vollbringen. Amen.

Gefang.
Mel. D Gott, du frommer Gott.
Wer

er Gottes Wort anhört, der soll auch darnad
leben, und also seinem Gott sein Dhr uni

Herz

Herze geben: Viel hören hilfet nichts, wann-man doch gottlos bleibt, und wann man vor, wie nad die frechen Sünden treibt.

2. Hörst du aus Gottes Wort die wahre Buße lehren: fo thu auch wahre Buß, fang an dich zu bekehren, und werd ein neuer Mensch. Ach! bleib nicht iver du bist, ja åndre dich bey Zeit, und werd ein frommer Christ.

3. Hörst du, man folle fich den Bören nicht gleich stellen, fo follt du dich auch nicht zu ihrer Rott gesellen; was böse Menschen thun, das thue du doch nicht; sey fromm und wandle stets vor Gotfes Angesicht.

4. Hörst du, daß Jesus hat ein Vorbild uns gelassen, wie man recht wandeln foll, und alle Sünden hassen, so folge ihm auch nach, bestreb dich immerdar, daß du gesinnet feyst, wie Jesus Christus war.

5. Hörst du, es roll ein Christ nicht nach dem Fleische leben, so lasse dieses Wort dir stets vor Äugen schweben; folg deinem Herzen nicht, und jich auf deiner Hut, volbringe nicht, wozu dich treibt dein Fleisch und Blut.

6. Hörst du, man foll gerecht, gottfelig, zücly tig wandeln, und niemals wider Gott und rein Gewissen handeln, so folge dieser Stimm, verlaß die Sündenbahn, und fang durch Gottes Kraft ein neues Leben an.

7. Hörst du, man rolle stets den Nächsten herzs lich lieben, und das, was dir gefällt, mit Fleiß an ihm ausüben, ro lieb ihn, wie dich selbst vers folg und haß ihn nicht, und so vollbring an ihm die anbefohlne Pflicht.

C2

8. Ja

8. Ja, was du Gutes hörft, das soll von dir geschehen, das laffe alsobald in die Erfüllung gehen; ro bast du recht gehört, so hast du Troft und Freud, und gehst durch Jesu Blut dereinst zur Seligkeit.

9. Mein Gott! verleih mir Gnad, daß ich die Himmelslelyren mog immerdar mit Fleiß zu meis nem Nußen hören, daß ich, was ich gehört, mit grosser Sorgfalt thu, und also hie und dort gelang zu deiner Ruh.

Morgen-Gebet am Montag. Raß mich frühe hören deine Gnade, denn ich hoffe

auf dich. Thue mir fund den Weg, darauf ich gehen soll, denn mich verlanget nach dir. Hei liger, gütiger und allein weiser Gott, der du den Himmel erschaffen, und die Erde gegründet, und verordnet balt, daß Tag und Nacht abwechseln, und auf das Licht die Finsterniß, und auf die Arbeit die Ruhe folgen roll, damit sich Menscher und Vieh erquicken mögen. Ich lobe und preis dich für deine Weisheit und Vatertreue in diese Morgenstunde, daß du mein Gebet fognådiglich erhöret, und mich die vergangene Nacht vor Frank heit und anderem Uebel behütet, und das Meinig mit deinem Schutz umgeben haft. Herr! grot sind deine Werke, die du an den Menschen thust deine Güte reichet so weit der Himmel ist, uni deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen. Id schlief, und du wachtcst; ich war im Schlaf, der

odten gleich, aber du bast mich der Sonne Licht wieder sehen lassen. Ach, mein Gott! fe :

aud

auch heute mein Helfer und Erretter, mein Bens stand und Tróster, meine Zuflucht und Erbarmer; laß deine Augen über mich offen feyn, daß ich, uns ter Deinem Geleit, unverleßt in meinem Beruf ein: und ausgehen, und den Abend nach Deinem Willen wiederum unbeschädigt crreichen möge. Mein Gott! laß deinen Segen mit und bei mir seyn, in allem was ich in deinem Nanien anfange, dazu gieb felber Ratl und That, und laß mich niemals wollen, was du nicht willt. Laß mit dem aufges gangenen Sonnenlicht auch das Licht des heiligen Geistes in mir aufgehen, daß ich den Eag in deis ner Furcht, Liebe und Gehorsam hinbringe. Schaff in mir, o Gott! ein reines Herz, und gieb mir einen neuen gewissen Geist; verwirf mich nicht von deinem Angesicht, und ninım deinen heilis gen Geist nicht von mir, laß ihn mich leiten, fehs ren, führen, daß ich heute nicht wissentlich wider dich fündige, und wenn man mich zü sündigen verleiten will," ro laß ihn mich erinnern, und durch feine innerliche Bestrafungen davon abhalten. Ich lege meine Kleider an, Herr Jesu! kleide mich mit dem Rock deiner Gerechtigkeit. Ich wasche meine Hånde, Herr Jesu! wasche mich mit deinem bois ligen Blut, von allen meinen Sünnen. Bewalyre mich, daß ich niemals wandle im Rath der Gott: losen, noch site, da die Spotter sigen, als welcher Freundschaft deine Feindschaft ist: und so ich wil der Welt Freund sein, und mit ihnen ihre sündliche und alte Gewohnhcit treiben, fu wirst du mein Feind werden. Ach, mein Gott! drücke in mein Herz die Worte: Wandle vor mir, und fer fromm. W wie siete fangen eine Woche an, aber

vollenden

« PoprzedniaDalej »