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Ruhe legen; fu tritt, o mein Schuß! mir zur Seite, hab Acht auf mich, und schließ mich in deinen Schuß ein, laß mich beståndig ein Licht in dem Herrn feyn, und keine Gemeinschaft haben mit den unfruchtbaren Werken der Finsterniß. Laß dein Wort, das ich gehöret und gelernet, inskúnftige in mir als einen heiligen Son aufs gehen, dessen Früchte man an meinein Leben, in der Frömmigkeit, Gottesfurcht, Absterben der Weltund einer heiligen Uebergabe an dir wahr: nehmen möge. Sev inein Schirin und Schatten wider die Hiße , und wider die

und ? feurigen Pfeile des Satans. Der Herr ist mein Licht und mein Heil! vor mem fout ich mich fürchten? Der Herr ist meines Lebens Kraft, vor wem follt mir grauen? Wende Feuer und Wassersnoth und alles Unglück von mir und den Meinigen ab, und laß alle Betrübten, Kranken und Sterbenden deine reiche Gnade geniessen: so fol morgen früh all unser Mund deines Ruhms voll seyn, und wir wollen erzåhlen, was du Gutes uns an Leib und Seele gethan hast. Verzeihe mir, wenn ich nicht mit folchem Eifer dir heute gedienet, wie ich billig gerollt, und nimm deswegen deine Gnade nid)t von mir. Laß in der neuen Woche alles neu an mir feyn, schenke wir eine neue Liebe und Verlangen nach dir, einen neuen Trieb dir zu dienen und zu gehorchen: Laß mich die in der vorigen Wodye begangene Sünden meiden und fliehen, damit jes derman crkenne, daß ich den Sonntag nicht verges bens hingebracht habe. Hilf, daß ich fleißig erz wåge, daß ich eine unsterbliche Seele habe, damit ich mehr um meine Seele, als um den Leib be:

kümmert

kümmert sey. «Ich fehe mich, mein Gott! nach meiner Ruhestatt um, ich erinnere mich dabeyy an meine Grabstätte, darin ich ruhen werde, bis du mich an dem frohen jüngsien Tag zum ewigen Leben erwecken wirft. So gehe dann hin, mein Leib, in deine Kammer, zur Ruhe, du aber, meine Scele, in die Wunden Jefu. Laß mich Herr ! von dir nicht wanken, in dir schlaf ich fanft und wohl: gieb mir heilige Gedanken und bin ich gleich Schlafes vou, so laß doch den Geist in mir, zu dir wachen für und für, bis die Morgenroth angehet, und man von dem Bett aufstehet. Amen.

Gefang. Mel. Wer nur den lieben Gott låst uralten. Io lege mich in Jefu Wunden, wenn ich mich

leg zu meiner Rul; ich bleib im Schlaf mit ihm verbunden, er drücfet mir die Augen zu; ich fürchte nicht die finstre Nacht, da Jefus um mein Bette wadyt.

2: Ich will im Schlaf mit Gott umgehen, der kommt mir nie aus meinem Sinn; mein Herz roll immer auf ihn sehen, wann ich nun eingeschlafen bin; es foll mein Geist und Seel allein, mit meis nem Gott beschäftigt seyn.

3. Im Schlafe foll die Seele wachen, als welche Gottes nicht vergißt, das kann den Schlaf mir süsse machen, weil sich mit Gott das Auge schließt: Ich bin, mein Gott, weil du beyy mir, wann ich erwach, auch noch bey dir.

4. Ach Gott! wend alle Angst und Schmerzen, in Gnaden diese Nacht von mir; ach wirke stets

in

in meinem Herzen, ich such die Hülf allein bey dir: Lab Unglück, Schrecken, Noth und Pein, o Gott! von mir entfernet seyn.

5. Laß also mir und auch den Meinen, und was mir sonsten zugehört, Dein Gnadenlicht des Nachts erscheinen, daß alles bleibe ungestört; daß, wam ich wieder aufersteh, ich alles unverleget feh.

6. Laß deinen Engel bey mir bleiben, und ims mer um inein Bette stehn; laß ihn das Unglück von mir treiben, auf mich und alle Frommen sehn; fo schlaf ich sanft in Gottes Hut, der auch im Schlaf mir Gutes thut.

7. Ich fürchte nicht des Satans Schrecken, noch seiner Rotten Macht und List, weil Gott mich felbsten will zudecken, und weil mein Jesus beis mir ist. Darf Satan mir kein Licht austhun, po muß er mich auch lassen ruhn.

8. Es gehn zur Ruhe meine Glieder, nachdem der Sonntag ist vollbracht. Mein Mund bricht aus in Freudenlieder beyy eingebrochner finstrer Nacht; ich stehy mit Jesu wieder auf, und nun vollführe meinen Lauf.

9. Ich will dir Secte; Leib und Leben, sowoh des Tags, als auch ber Nacht, hiemit, o treue Gott! ergeben, ach hab du felbsten auf mich Acht Ach laß mich dir empfohlen seyn, denn du bij mein und ich bin dcin.

10. So bleib ich dann in Jesu Wunden, un fchlafe in denfelben ein. Auch in den leßten To dcsstunden, werd ich da wohl verwahret sein darinnen will ich auferstehn, und zu des Lamm Hochzeit gehn.

Der glaubige Christ danket Gott nach angehör:

tem gåttlichen Wort.
Aufmunterung.

Jac. 1, 22.
Seyd Tbåter des Worts, und nidr drer als

léin; damit ihr cuch selbst berrüger. Wie alle göttliche Wohlthaten von den Kindern

dieser Welt mißbraucht werden; also auch die Anhörung des göttlichen Worts; und sind bicrin von den walyren Kindern Gottes weit unters schieden. Weltkinder bilden sich ein, 1) der Sonntag rey zu ihrer Ueppigkeit und Lustbarkeit einges rept, da sie von der Arbeit frey ilyrein Fleisch rollen Vergnügen machen, welches doch grundfalsch ist. 2) Weltkinder gehen, wenn sie noch viel thun, als cine Ceremonie des Morgens zu dem Gottesdienst, Nachmittags aber zur Luft, auf die Jagd, zum Spiel, zum fündlichen Vergnügen, da sie einen Spaziergang vornehmen, und bernach, wo nidst berauscht, doch mit eitlen Gedanken, fündlichen Zerstreuungen und weltlichen Thorheiten nach Haus kommen. 3) Weltfinder achten das gepredigte Wort nicht, und wann man sic Montags fragen sollte, was ihne! ihr Kirchgang genußet, was sie gehöret, was sie gelernet, so wissen sic nichts: Der Teufel hat das Wort sogleich wieder · von ihren Herzen genommen, auf daß sie nicht glauben und selig werden. Luc. 8, 12. 4) Und wenn sie ja noch etwas wissen, so bringen sie es doch nicht in die Uebung. Wahre Kinder Gottes aber, wie sie den Eag mit Gott und mit Gebet

angefangen angefangen haben, also 1) hören fie mit Andacht das Wort Gottes an. 2) Das Gehörte wiederholen sie zu Hause, schreiben es auf, und freuen fich darüber, als über einen grossen Schak. 3) Sie denken die ganze Woche daran, und trach. ten, es in die Uebung zu bringen. Es hatte im alten Testament der Herr die Thiere zum Opfer erwählt, welche wiederkäueten: Und die Seelen sind ihm auch die Liebsten, welche das gehörte und gelesene Wort wiederkäuen, erwägen, und aus demselben immer neue Nahrung, Kraft und Saft saugen und sich also damit zum ewigen Leben crbauen.

Gebet. 0

du gnadenreicher Gott! wie kann id, dir ges

nugfam danken, dich loben und preisen, daß du mnich diesen Sonntag haft erleben lassen, an weldjem ich dein heiliges Wort angehöret, und vernommen habe, wie ich foll recht glauben, fromm teben, und dereinsten felig fierben. Du hast mir fassen kund werden, was dein gnädiger Wille an mich seyy, du hast mich lassen lehren, was ich foll meiden, und was ich foil thun. Ach ja! Du lásfest dich nicht unbezeuget, damit niemand eine Entschuldigung habe. Du giebest-uns dein heiliges Wort und heilige Sacramente, damit wir sie als Gnadenmittel zu unserm Heil gebrauchen sollen; dein heilis ger Geist will uns Darin lehren, und erleuchten, heiligen, stårken und gründen. Ach, barmlyerziger Gott! bewahre mich, daß ich kein vergeßlicher His rer, sondern ein Thater des Worts revy. Was hilft mich alles Hören, wann ich nicht darnach thue!

Darum

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