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wie dich fein heilig Wort noch lehrt, und zu dem Himmel führet.

10. Du rollt in deinem Christenthum an diesem Tag zunehmen, und dich zu deines Gottes Rubm, der Frömmigkeit nicht schảmen: du follt in Got tes Tempel stehn, tvenn andere der Sünd nach: gehn, und sein Wort fleißig lesen.

11. Dem Wort gicb in dem Herzen Plak, und zeig es in den Früchten, und fammle in dir einen Schaß, der dich einst kann aufrichten, in Trau. rigkeit, in Angst und Noth, in Krankljeit, Trúð, sal und im Tod, ja auf dem Sterbebette.

12. So wird dir Gott auch gnädig seyn, es stellet sich der Segen, ach! glaub es, bey dir reichlich ein, auf allen deinen Wegen, und so wirft du beglůcket stebinu

als ein Gotteskind eingeln, zur wahren Sabbathsruhe.

Der gläubige Christ erwåget den dreyfachen

Sabbathy.
Aufmunterung

Heb. 4, 9.11.
Es ist nod) eine Ruhe vorhanden dem Volke

Gottes. So lasser uns nun fleiß thun, eins zukonumen zu dieser Rube, daß unser keiner dabinten bleibe. Rann ein währer Christ den Sonntag Gott

wohlgefällig binbringen soll, so hat er sich dabey zu erinnern, daß

ein dreifacher Sabbath zu feyern ist: 1) "Ein wöchentlicher Sabbath wenn er den Sonntag anwendet zur Betrachtung

der Wohlthaten, so er von Gott empfangen: Er muß aber 2) auch feiern einen tåglichen oder geistlichen Sabbath, welcher nicht darin bestehet, daß man gar die Arbeit unterlassen und immerdar Fevern solle

, sondern durch den täglichen Sabbath wird verstanden, wenn der Mensd feyert von Sünden. Wie er des Sonntags fevert von der Handarbeit, fo fevert er alle Tage von Ueppigkeit und Bosheit: Er hútet fidhy; daß er nichts Böses redet wider Gott und den Nächsten, daß er nichts Bófes thue, entweder allein oder in Gesellschaft anderer Leute, daß er sich auch durch andere nicht lasse verführen, sondern feine Scele von der Welt unbefleckt halte. Wie er nun diefes meidet, also befleißiget er sich unter seiner Arbeit Sfters an Gott zu gedenken, zu Gott zu seufzen, und ihn uni Feines heiligen Geistes Regierung und Beistand anzuflehen: Und fiche, das ist der geistliche und tägliche Sabbath, den ein Kind Gottes stets fey: ren foll. Wer nun bat den wöchentlichen andách. tig, und diesen táglichen Sabbathy. cifrig gefeyert, Der kann versichert reyn; er werde 3) auch den ewigen Sabbath im cwigen Leben fevern, welcher Darin besteht, daß die gläubige und auserwäbtte Kinder Gottes werden von aller teiblichen Arbeit, von allein Freuß und Trůbsal, von aller Sünde befreijet, Gott schauen von Angesicht zu Angesicht, immer mit ihm uingehen, ihn loben, und ihm blyne Aufhören dienen. Dcin heiliger und herrlicher Sabbath, der niemals wird gestórt werden! Nun Dahin werden die gelangen, welche hier im Glauben und in der Liebe Jefu werden verlarren bis in den Cod.

Gebet.

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Gebet. Heiliger and barmherziger Gott, da ich heute begehe, daran ich nach deiner heiligen Verordnung von alit meiner Wochenarbeit befreyet bin, das mit ich mich aus deinem Wort erbauen; und in dir erfreuen kóme: Am so verleihe mir deinen heis ligen Geift, daß ich in watyrer Andacht, Anhos rung, Lesung und Betrachtung deines heiligen göttlichen Worts ihn hinbringen, hingegen aber alle fúndliche Verstreuungen; Leppigkeiten, bóre Gesellschaften und Sünden meiden moge. Auch erinnere ich mich bey dicfem wöchentlichen Sabbath, des täglichen geistlichen Sabbaths, darin ich von Sünden ruben und ablassen, und dir meinen Leib und Seele, wie auch mein ganzes Leben beiligen roll. Nun, mein Gott, das roul hinfüro durch deine Gnade meine tägliche Arbeit feyn, daß ich thue Deinen, nicht meinen Willen, daß id die bos sen Lüste und Gedanken durch deine Kraft vers treibe, damit du allein in inir ruben, und midy mchr und mehr erleuchten und beiligen mögest. Ad) Gott! gieb, daß diefer geistliche und tågliche Sabbath meines Herzens niemals möge verstoret werden: Bete du in meinem Herzen, finge in meinem Herzen lebre in meinem Herzen, so ist mein Herz dein geheiligter Tempel. Wann ich dann nun nach deinem Rath meine Lebenstage, und zu: gleich auch diesen geistlichen Sabbath werde ger endet haben: fo führe du mich, o Gott! ein zu dem himmlifchen cwigen Sabbathr da wir wer: den in ewiger Ruhe, und in der seligen himmlischen Freude dich preisen in dem Tempel der Herrlich

Feit:

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keit; da werde ich das Heilig, Heilig, Heilig! mit allen Engeln und Cherubinen anstimmen. Ach, mein Gott! laß mich dereinsten zu solcher Seligkeit gelangen. Da wird sein das Freudenleben, da viel tausend Seelen schon, sind mit Himmels. glanz umgeben, stehen da vor Gottes Tyron, da die Seraphinen prangen, und das hohe Lied ans fangen: Heilig, Heilig, Heilig heißt Gott der Vater, Sohn und Seift. Amen.

Gesang. Mel. Gott, du frominer Gott ?. 8 bricht der Sabbath an, der Tag, den fromme

Seelen, um mit Gott umzugehn, zu ihrer Kuh erwählen; der Tag, der heilig ist, den selbst hat gemacht, der wird von ihnen auch Sott tich hingebracht.

2. An diesem pflegen sie ganz früh vor Gott zu treten, sie bringen ihn auch hin, mit Lesen, Sins gen, Beten, ihr Herz ist von der Erd allein zu Gott gericht, es freuet sich in ihm und seinem Gnadenlicht.

3. Ein Sabbath wvird darauf, wann dieser nun vergangen, als welcher geistlich heißt, von ihnen angefangen, da sie von Sünd und Schand, und von der Bosheit rühn, und das mit allem Fleihin was Gott befichlet, thun.

4. Der Sabbath hört nicht auf, er daurt durchs ganze Leben, indem sie alle Stund ihr. Herz zu Gott erheben; des Herzens Harfe spielt, die Zunge lobet Gott, und dieser Sabbath währt sogar bis in den Tod..

5. Der ewig' Sabbath wird nach diesem erst angehen, Dort in der Seligkeit, wo reibst die Frommen stehen, in großem Glanz und Licht, wie Sonnen angekleidt, wo Ruhe, Fried und Freud sie labt in Ewigkeit.

6. Wohlan, wer einsten will zu dieser Kuh gelangen, der muß den Sabbath hier wie fiche gebührt, anfangen; er sey und bleibe froinm, und nehm im Glauben zu, so kommt er nach dem Tod zur wahren Sabbathsruh.

Abend-Gebet am Sonntag. crr, bleibe bey mir, denn es will Abend werden,

und der Tag hat sich geneiget. D du les bendiger, allmächtiger Gott, ivie unbegreiflich find deine Werke, wie unaussprechlich ist deine Güte, welde du den Menschenkindern erzeigest! Ich kann von Gnade und Wahrheit, von Liebe und Barnherzigkeit fagen, indem du den vergangenen Tag mir viel Gutes an Leib und Seele erwiesen hast; du hast meine Seele gespeiset mit dem Brod des Lebens, und mir aus der lebendigen Duelle zu trinken gegeben; dein Wort ist meinem Munde fússer geivefen dann Honig und Honigseim. Ache laß dein Wort Zeit meines Lebens cin Licht auf ineinen Wegen bleiben, daß ich darnach meinen Gang richte, so werde ich nicht straucheln, oder aus deiner Gnade fallen. Du bist auch mein Erretter, mein Beystand im Leiblichen gewesen, daß ich gesund diesen Abend erreichet habe. Ich bin nicht werth aller-Barmherzigkeit, die du an mir gethan hast. Wenn sich nun meine Otieder zur

Ruhc

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