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berücksichtigen*), sowie das gesammte Material in einer etwas anderen Weise zu ordnen. Auf der andern Seite schien es zweckmässig darauf bedacht zu sein, dass das Werk in seiner neuen Form nicht einen allzu grossen Umfang gewinne, wodurch die Anschaffung desselben in den Kreisen der Studirenden, für welche es doch vorzugsweise bestimmt ist, erschwert werden würde. Letztere Rücksicht schien mir die Pflicht aufzuerlegen, mich auf die Mittheilung der wichtigsten Urkunden zu beschränken und auch in den beigefügten kritischen und erläuternden Anmerkungen alles irgend Entbehrliche wegzulassen.

Was nun die von mir vorgenommenen Veränderungen im Einzelnen betrifft, so sind die wichtigsten derselben folgende: 1. Sämmtliche Abschnitte des Werkes habe ich in der neuen Ausgabe durch Aufnahme neuer Urkunden vermehrt. Am Wenigsten gilt dies von dem Abschnitt, welcher die verschiedenen Relationen der Regula fidei zusammenstellt. Ich glaubte hier nur noch eine in der 1. Auflage übersehene Stelle des Irenäus (s. § 3) und eine zusammenfassende Darstellung des traditionellen Glaubens in einer Rede des Gregor von Nazianz (s. § 13) hinzufügen zu müssen, letztere, um auch aus der späteren Zeit eine Urkunde mit aufzunehmen. Dagegen war ich der Meinung, dass so kurze Ansätze zu Lehrformeln, wie sie sich bei Ignatius, Hermas, Justin dem Märtyrer finden, füglich unberücksichtigt bleiben könnten. Einen desto grösseren Zuwachs hat der Abschnitt erhalten, welcher die verschiedenen Formulare des Symbolum Apostolicum enthält. In ihm sind neu aufgenommen §§ 20. 25. 32. 35. 38-40. 42-44. 48-60. Eine der altrömischen sehr verwandte Formel desselben ist mir leider erst während des Druckes zugänglich geworden. Ich habe sie daher nicht in dem Werke selbst an der für sie passenden Stelle mittheilen können, sondern lasse sie in einem diesen einleitenden Bemerkungen hinzugefügten Anhange besonders abdrucken. Eine

*) Besonders viel verdanke ich den so gründlichen und gelehrten Untersuchungen von Dr. C. P. Caspari in seinen „Ungedruckte, unbeachtete und wenig beachtete Quellen zur Geschichte des Taufsymbols und der Glaubensregel." 3 Bände. Christiania. 1866-1875.

Ergänzung zu dem in der 1. Aufl. Gegebenen enthält auch § 34, sofern ich hier mit dem Text der Spanischen Formel, wie sie Etherius und Beatus darbieten, auch den von Ildefonsus von Toledo überlieferten verglichen habe. Dass ich auch einige altdeutsche, angelsächsische, altenglische und einen normannischen Text aufgenommen habe, wird man hoffentlich nicht missbilligen. Bekanntlich giebt es solcher noch eine grössere Anzahl. Doch habe ich geglaubt, mich auf die ältesten beschränken zu dürfen.. Von TaufSymbolen der morgenländischen Kirche ist neu hinzugekommen § 63 a. und § 66. 69-72; von Symbolen der ökumenischen Synoden: § 79; von solchen der Particular-Synoden: § 87. 92. 98-100. 102. 104-113; von Privat-Symbolen einzelner Kirchenlehrer: § 117. 120. 124-126. 132. 136-138. 140-143. 145-161.

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2. Berichtigt habe ich durch Anm. 81 den in der 1. Aufl. § 20 sub a. mitgetheilten Text einer Aquilejensischen Formel des apostolischen Symbols; ebenso in § 41 den des Symbols des Pseudo-Athanasius, welcher in der 1. Aufl. nach Walch nicht ganz genau mitgetheilt worden war; ferner in § 73 den Text des Nicänischen Symbols. Auch vergl. § 83 der neuen Aufl. mit § 53 der früheren.

3. Weggelassen habe ich § 22 der früheren Auflage, die nach Rufinus gegebene orientalische Formel des apostolischen Symbols, da es mir unzweifelhaft erscheint, dass Rufinus mit dem, was er in seiner Expositio Symboli Apostolici über die Abweichungen der Orientalen hinsichtlich des apostolischen Symbols von den Occidentalen sagt, nicht eine einzelne bestimmte Formel jener im Auge hat, sondern vielmehr die allen einzelnen orientalischen Taufbekenntnissen gemeinsamen Eigenthümlichkeiten hervorheben will. - Ferner habe ich den Anhang zu § 26 der 1. Aufl. über das sogenannte kürzere Symbol bei Cyrillus geglaubt streichen zu dürfen. Dasselbe gilt von den in der 1. Aufl. hinzugefügten lateinischen Uebersetzungen der Glaubensbekenntnisse des Gregorius Thaumaturgus, des Märtyrers Lucianus und des Theodorus von Mopsvestia. In eine Anmerkung verwiesen habe ich das Wichtigste aus dem in der 1. Aufl. zu § 10

hinzugefügten Anhange. Ausserdem habe ich auf den Wunsch des Herrn Verlegers die früher sehr umfangreichen Anmerkungen, soweit es irgend zulässig erschien, verkürzt.

4. Was die Ordnung des Materials betrifft, so habe ich a) die verschiedenen Relationen der Glaubensregel nicht, wie es früher geschehen war, zwischen das apostolische und die übrigen kirchlichen Symbole gestellt, sondern gleich an den Anfang. Es bewog mich dazu ein doppelter Grund: 1) dass die meisten dieser Relationen einer älteren Zeit angehören, als die ältesten noch vorhandenen Formulare des Symbolum Apostolicum. 2) Es schien mir nicht zweckmässig, das apostolische Symbol von den übrigen zu trennen, da jenes, wenn es auch die Grundlage aller übrigen Symbole bildet und mit Recht den Namen des apostolischen führt, doch immerhin als ein kirchliches angesehen werden muss. Demgemäss habe ich

b) an die Stelle der Dreitheilung in der ersten Aufl. die Zweitheilung treten lassen, indem ich den gesammten Stoff in die beiden Abtheilungen: Regula fidei der alten Kirche und Symbole der alten Kirche gesondert habe.

c) Aufgegeben habe ich die Zusammenstellung der vornicänischen Symbole in einem besonderen Abschnitt, sowie

d) die Trennung der allgemein kirchlichen von den heterodoxen Symbolen. Letztere schien mir unzweckmässig, weil sie nöthigen würde, manche eng zusammengehörige Symbole, wie z. B. die Anathematismen des Cyrillus und die Gegen-Anathematismen des Nestorius, von einander zu trennen. Demgemäss habe ich

e) die Abtheilung, welche die Symbole umfasst, in vier Abschnitte gesondert, indem ich unterschieden habe: 1. Die Taufsymbole. 2. Die Symbole der ökumenischen Synoden. 3. Die Symbole der Particular-Synoden. 4. Die Privat-Symbole einzelner Kirchenlehrer. Innerhalb dieser Abschnitte habe ich die einzelnen Symbole, soweit es möglich

war, chronologisch zu ordnen gesucht. Hiervon habe ich nur in dem Abschnitt eine Ausnahme gemacht, welcher die verschiedenen Taufsymbole enthält, in welchem ich die Sonderung nach den verschiedenen Ländern und Gegenden vorziehen zu müssen glaubte. f) Die Anführungen aus Cyprian habe ich aus der Abtheilung, welche die Regula fidei enthält, in den Abschnitt, welcher die einzelnen Formeln des apostolischen Symbols zusammenstellt, übertragen, weil Cyprian offenbar auf den Wortlaut des apostolischen Symbols hinweist. Dagegen habe ich umgekehrt das Glaubensbekenntniss der gegen Noëtus in Smyrna versammelten Presbyter in die Abtheilung verwiesen, welche von der Regula fidei handelt. Nicht missbilligen wird man es wohl auch, dass ich, abweichend von der früheren Ausgabe, das Glaubensbekenntniss des Eusebius unter die Privat-Symbole, und das Taufbekenntniss nach den apostolischen Constitutionen unter die orientalischen Taufbekenntnisse eingereiht habe.

5. Von anderen von mir vorgenommenen Veränderungen mache ich noch auf folgende aufmerksam:

Zunächst dass ich den früheren Titel des Werkes:,,Bibliothek der Symbole und Glaubensregeln der apostolischkatholischen Kirche" in den ,,der alten Kirche" umgewandelt habe. Es war dies eine nothwendige Folge davon, dass in die neue Auflage eine grössere Zahl von heterodoxen Symbolen aufgenommen worden ist, welche bei dem früheren Titel sämmtlich hätten in Anhänge verwiesen werden müssen, wodurch diese einen unverhältnissmässig grossen Umfang gewonnen hätten.

Ferner habe ich die orientalischen Taufsymbole zwar auch jetzt ebenso, wie es in der ersten Auflage geschehen war, mit dem Symbolum Apostolicum des Abendlandes in einem Abschnitt vereinigt, doch diesem Abschnitt nicht den allgemeinen Titel: ,,Symbolum Apostolicum" sondern: ,, Taufsymbole" gegeben, weil die orientalischen Taufsymbole den Namen: „Apostolisches Symbol" in einem anderen

Sinne in Anspruch nehmen, als diess von dem des Abendlandes gilt. Freilich hätten streng genommen unter die „Taufsymbole" auch das Nicänische und Constantinopolitanische aufgenommen werden müssen. Doch schien es zweckmässig, diese von den übrigen Symbolen der ökumenischen Synoden nicht zu sondern.

Lateinische Uebersetzungen habe ich ausser zu dem griechischen Text des Nicänischen, ersten Constantinopolitanischen und Chalcedonensischen Symbols, welchen auch schon die erste Auflage solche beigefügt hatte, nur noch zu den Anathematismen des Cyrillus, und zwar um der Wichtigkeit dieser für die Dogmengeschichte willen, hinzugefügt.

Als äussere Grenze, bis zu welcher ich das Material mitgetheilt, habe ich mir das Jahr 680 gestellt. Ich hoffe, dass mir von den wichtigeren Symbolen der alten Kirche bis zu diesem Zeitpunkt keines entgangen sein wird. Eher fürchte ich den Vorwurf, dass ich zu viele aufgenommen habe. Doch lässt sich zwischen dem mehr und minder Wichtigen auf diesem Gebiete oft schwer scheiden.

Möge das Werk auch in seiner neuen Form Allen, welche sich mit der Dogmen-Geschichte der alten Kirche beschäftigen, sich als eine zweckmässige Quellensammlung erweisen!

Breslau, im Mai 1877.

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