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Und nannte das Licht Tag, und die Finsterniss Nacht. Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag. (Luther )

Auch diese 3 Verse gehören dem Original an, mit dem Unterschiede, dass in dem Vers 3 steht: Und Gott sprach, es werile Licht. ('nd es wurden Sonne, Mond und Sterne. Die Interpretation des Originals wäre dann:

Gott spricht „Es werde Licht“ in der Collectiv-Sprache. Und indem es Licht wird, entstehen in specie: Sonne, Mond und Sterne im Himmelsei. Der Himmel ist zwar noch nicht da, der entsteht erst am zweiten Tage. Aber einerlei, der Platz ist doch im Himmelsei da, wo Sonne, Mond und Sterne angeheftet werden können, und das reicht vorläufig hin. Ein Pseudo-Ilimmel thut dieselben Dienste, als ein eigentlicher Himmel, um so mehr, da Pseudo-Himmel und Himmel ja doch auf dieselbe Sache hinauskommt, das ist auf die obere Eierschalenhälfte, was auch im Vers 1 angedeutet wird, indem es heisst: Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde.

Nun sieht Gott das Licht, dass es gut ist, das ist, er sieht, dass Some, Mond und Sterne gut sind. Und nachdem er das gesehen hat: 1207 732 7997 i'a 57' unterscheidet er zwischen Licht und Finsterniss. (Luther: er scheidet das Licht von der Finsterniss). Das heisst, Gott nimmt Sonne, Mond und Sterne vor und unterscheidet zwischen ihnen. Er rangirt einerseits die Sonne, andererseits den Mond und die Sterne. Die Sonne bekommt den Namen: Licht, weil sie zat' {50% v Licht ist, denn sie leuchtet am Tage, und dem Tage kommt das Licht zu. Mond und Sterne bekommen den Namen Finsterniss, denn sie leuchten in der Nacht, in der Nacht, an welche sich der Begriff Finsterniss knüpft, wie sich an den Tag der Begriff Licht, Hellsein, knüpft. Also an „Licht“, 718, wird im Vers 3 und in der ersten Hälfte des Vers 4 eine andere Bedeutung gekniipft, als in der zweiten Hälfte des Vers 4. Dort heisst's Licht, hier Sonne. Und an „Finsterniss '17 wird im Vers 2 eine andere Bedeutung geknüpft als im Vers 4. Dort heisst's Finsterniss, hier Mond und Sterne. Es heisst also Gott unterscheidet zwischen Licht und Finsterniss: Gott unterscheidet zwischen Sonne einerseits und Mond und Sternen andererseits.

Nun nennt ferner Gott (Vers 5) das Licht, das ist nach Vers 4 die Sonne: Tag, und die Finsterniss, das ist nach Vers 4 den Mond und die Sterne: Nacht. Das ist, es wird an der Hand der Sonne der Tag, an der Hand von Mond und Sternen die Nacht constatirt, und damit ist der Tag im Allgemeinen constatirt, bestehend aus Tag im engeren Sime und Nacht. Dieser Tag muss am ersten Schöpfungstage constatirt werden, der erste Tag muss sich selbst bringen, damit die Schöpfung überhaupt nach Tagen vor sich gehen kann. Wohlverstanden ist der Tag im Allgemeinen noch nicht selbst constatirt, es sind erst seine Requisite constatirt. Diese Requisite werden erst im Folgenden verwerthet, wenn es heisst:

Und es ward Abend , nnd es ward Morgen: ein Tag. (So wörtlich) Luther hat, was dem Sinne nach gleich bleibt, da ward aus Abend und Morgen der erste Tag.

Es constituiren nun den Tag im Ganzen : Tag im engeren Sinne und Nacht; nicht aber: Morgen und Abend. Darum sollte man erwarten, dass da stände: Und es ward Tag, und es warıl Nacht: ein Tag. Dass das nun nicht statt hat, das geschieht wohl weniger deshalb, damit der Autor mit Tag im Ganzen und Tag im engeren Sinne nicht in Collision komme, sondern weil er mit dem Morgen und Abend an die Tage anlehnt, an welchen der Mensch arbeitet. Er lässt die Tage, an denen Gott schafft, den Arbeitstagen des Menschen parallel laufen. Der Mensch aber arbeitet durchschnittlich bei Tage, und nicht bei Nacht. Der rechnet sich an der Hand seiner Arbeit nicht Tag und Nacht heraus, sondern Morgen und Abend. Der Morgen, wo er zu arbeiten anfängt, markirt ihm den Tag, der Abend, wo er zu arbeiten aufhört, markirt ihm die

Nacht. In der Parallele mit dem arbeitenden Menschen wird es nun auch dem schaffenden Gotte Morgen und Abend. Morgens beginnt er zu schaffen, Abends hört er auf. Und wenn es Abend geworden ist, so ist der Tag herum, nicht der Tag im engeren Sinne, sondern der Tag im weiteren Sinne, Tag und Nacht. Denn beim Schaften der Welt, im Anlehnen an den arbeitenden Menschen, zählt die Nacht nicht; die Nacht kommt auf den Schlaf, während dessen nicht gearbeitet wird.

Warum steht nun aber bei so bewandter Sachlage: Es ward Abend, es ward Morgen: ein Tag, und nicht vielmehr: Es ward Morgen, es ward Abend: ein Tag? Erst kommt doch der Morgen und dann der Abend, und dann ist der Tag absolvirt. Nicht aber kommt erst der Abend und dann der Morgen, und dann ist der Tag ab. solvirt. Nun, das hängt damit zusammen, dass in der Auffassung, wie wir sie hier haben, Abend-Nacht= Mond und Sternen. Statt Mond und Sterne“ wird dann hervor stechend Mond genommen.

Die Juden aber rechmeten nach dem Moniljahr, bestimmten ihre Feste nach dem Monde. Dazu kommt, dass bei der Sechstage-Schöpfung der Sabbath der Ausgangspunet der ganzen Sache ist, aber selbst dieser zum Monde in Relation gebracht werden kann. Denn der Monat zu 28 Tagen hat 4 Sabbathe, er hat aber auch 4 Mondenwechsel (Neumond, ersteg Viertel, Vollmond, letztes Viertel). Sabbath und Mondwechsel decken sich also gewissermassen. Vielleicht gar hat das statt, dass in ältesten Zeiten der Sabbath zur Zeit gefeiert wurde, wo Neumond, erstes Viertel, Vollmond, letztes Viertel war, und dass es erst später eingeführt wurde, dass sich der Sabbath einfach an eine Periode von 7 Tagen knüpfte. Dieser neuere Modus wäre dann deshalb eingefiihrt worden, weil es nicht Jedermanns Sache ist, den Mond zu beobachten, auch das Wetter oft der Beobachtung hinderlich ist. Sieben Tage kann sich aber Jeder zu jeder Zeit selbst abrechnen. So haben wir denn den Mond der Sonne gegenüber im Vorder.grunde stehend, und damit tritt denn auch der Abend

Mond, dem Morgen Tag = Sonne gegenüber, in den Vordergrund, Um hierauf hinzudeuten, beutet der Autor die vorliegende Stelle aus.

Es hat nun alle Tage statt, dass Gott unterscheidet zwischen Sonne einerseits und Mond und Sternen andererseits, dass in Bezug darauf auf die Sonne der Tag, und auf den Mond und die Sterne die Nacht kommt, und dass es in Bezug hierauf Morgen und Abend wird, womit denn der Tag abgewickelt ist. Darum hat das Original, so oft ein Schöpfungstag vorbei ist, den Refrain: Und es ward Abend und es ward Morgen: der zweite, dritte u. $. w. Tag. Man muss sich bei diesem Refrain das suppliren, was ihm am ersten Tag vorangeht, beim ersten Tag ansdrücklich angegeben ist, nun aber weiter immer wieder anzugeben, für überflüssig erachtet wird,

An die verschiedenen Bedeutungen, welche kurz hin. tereinander den Worten „Licht“, 78, und „Finsterniss" 7077, gegeben werden, muss man sich nicht stossen. Es ist eben eine charakteristische Passion des Originals, kurz hintereinander ein und dasselbe Wort in verschiedenen Bedeutungen vorzuführen. Aehnliches werden wir in den unmittelbar folgenden Versen in Bezug auf das Wort Vp7 kennen lernen. Diese Passion leitet uns denn auch darauf, dass der Autor, wenn er bringt: Es ward Abend, es ward Morgen: ein Tag, statt: Es ward Nacht, es ward Tag: ein Tag, dies weniger deshalb thut, um mit Tag im engeren und weiteren Sinne nicht in Collision zu kommen, sondern vielmehr deshalb, um an den Arbeitstag des Menschen anzulehnen. An und für sich würde der Autor dem, das Wort Tag, 01', kurz hintereinander in zwei Bedeutungen zu bringen, nicht aus dem Wege gehen, im Gegentheil, das wäre, wie man im gewöhnlichen Leben sagt, Wasser auf seine Mühle.

Anders ist nun die Situation und die Interpretation des Autors der vorliegenden Schöpfungsgeschichte im ersten Capitel des ersten Buches Mosis. Der hat vorab einmal im Vers 3: Und Gott sprach: Es werde Licht. Und es ward Licht. Von diesem Licht als solchem sieht Gott, dass es gut war, und macht dann einen Unterschied zwischen diesem Licht und der Finsterniss des Vers 2. Für den Tag im Ganzen ist nämlich zweierlei nöthig,

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wird, bringt uns dieser 2. Tag den Himmel, das ist den bleibenden Deckel des eingeschlagenen Réservoir für das Weltenwasser. Die obere Hälfte des Himmelseies enthält ja kein Wasser, und kann daher eben als Deckel über dem eigentlichen Wasser - Réservoir gefasst werden. Ausserdem aber beginnt auch am 2. Tage das Wasserverwandlungs-Experiment vor sich zu gehen. Das ist absolut nötl Es muss zur Zeit, wo der Schlag, der Zertrümmerungsschlag gegen die Eierschale erfolgt, zugleich die Wasserverwandlung eintreten. Nur wenn das statt hat, kann sich eine Hiille bilden, welche verhindert, dass das seines Gefässes beraubte Weltenwasser abläuft. Wir wissen bereits, dass angenommen wird, der erste Niederschlag bilde sich concentrisch mit dem intacten Gefäss, und sei hart. So erhalten wir denn, um so zu sagen ein Gefäss im Gefäss, und das Wasser kann nicht mehr ablaufen.

Das Nähere werden wir sogleich kemen lernen. Hier nur noch die allgemeine Frage: Warum stellt sich die Jüdische Alchemie auf den Standpunct, dass das Weltenei eingeschlagen wird? Wir haben die folgende Situation: Das Weltenwasser befindet sich im Ei. Es bildet sich Bodensatz, dieser repräisentirt die Erde, welche wir bewolnen. Das Wasser, welches sich über den Bodensatz stellt, repräsentirt das Meer. Die obere Eierschalenhälfte repräsentirt den Himmel über uns, der die Gestalt einer Glocke, einer halben Eierschale hat. Nun gut, das könnte ja alles im Ei vor sich gehen, wenn angenommen würde, Erde und Meer hatten eine äusserste Hille, und diese äusserste Hülle sei die untere Hälfte des Weiteneies. An dieser Stelle wäre doch die untere Eierschaleuhälfte Keinem im Wege, wozu braucht sie also eingeschlagen zu werden? Nun die Antwort hierauf ist ff. Eine Eierschale ist eine homogene Masse; was sie oben ist, ist sie unten, was sie imten ist, ist sie oben. Wenn sich also die obere Hälfte zum Himmel qualificirt, so qualificirt sich auch die untere Hälfte dazu. Wenn man sagt, die obere Hälfte wird zum Ilimmel, so muss auch die untere Halfte zum Himmel werden. Zıl sagen, die obere Hälfte wird zum Himmel, die untere aber nicht, das würde mit anderen Worten das Problem aufstellen heissen, eine Eierschale entbehrt der Homogenität, Wenn also das Verhältniss statt hätte, welches wir so eben gez

clinet, so hätte die äusserste Hülle unserer Erde die Eigenschaft des Himmels über uns, wäre ein Himmel, und damit hätten wir denn nicht nur einen Himmel über uns, sondern auch einen Himmel unter uns. Das aber schien den Jüdischen Alchemisten eine absolute Perversität, dass wir einen Himmel unter uns haben sollten. Darum wird das, was wenn man der Sache den Gang liesse, wie wir ihn oben gezeichnet, zum Himmel unter uns wiirde, aus der Welt geschafft, es wird zertrümmert. Nm zum Text der Schrift.

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Tag im engeren Sinn, und Nacht. Den Tag im engeren Sinn hat der Autor in seinem mysteriösen Licht, die Nacht aber nicht. Für diese zieht er denn nun die Finsterniss heran. Er denkt sich, in einem Zimmer kann es in der einen Ecke hell, in der anderen Ecke dunkel sein. So kann es auch im Weltenei an der einen Seite auf Grund des geschaffenen Lichtes hell, und an der anderen Seite, auf Grund der Finsterniss im Vers 2, dunkel sein. Das Licht nun nennt Gott: Tag, denn es hat die Mission, den Tag im engeren Sinne zu constatiren. Die Finsterniss nennt Gott: Nacht, denn sie hat die Mission, die Nacht zu constatiren. So sind denn die Requisite für Tag und Nacht da, und sie werden verwerthet, indem es heisst: Und es ward Abend, und es ward Morgen: ein Tag, das ist, Abend und Morgen wickeln sich an der Hand des gegebenen Tages, der gegebenen Nacht, ah. Mit dem Morgen und Abend geht der Autor dann auf den Sinn des Originals ein, nur wird die Umkehrung von Morgen und Abend zu Abend und Morgen deshalb vorgenommen, damit der Reihenfolge von Finsterniss und Lieht im Text Rechnung getragen wird. Die Finsterniss ist bereits Vers 2 da, das Licht erst Vers 3. Also hat die Finsterniss das jus prioritatis, und dieses jus prioritatis macht sich geltend, indem zuerst der Abend (Nacht, Finsterniss) kommt, und dann der Morgen (Tag, Licht). Für die Refrains beim 2. imd 3. Tag: Und es ward Abend u. s. w. hat nun der Autor in seiner Weise die analoge Situation, wie der Autor des Originals in seiner Weise. Auch am 2. und 3. Tage macht Gott einen Unterschied zwischen Licht und Finsterniss, hat an der Hand des Lichtes, Vers 3, den Tag, an der Hand der Finsterniss, Vers 2, die Nacht, und diese wickeln sich demn, analog wie am ersten Tage, zu Tag und Nacht ab. Damit wird denn aus Abend und Morgen der 2. Tag, der 3. Tag. Erst am 4. Tage, der dem Autor der vorliegenden Schöpfungsgeschichte Some, Mond und Sterne bringt, tritt er mit seinem Refrain: Und es ward Abend u.

in die Fussstapfen des Originals. Also da, wo der Autor der vorliegenden Schöpfungsgeschichte Sonne, Mond und Sterne noch nicht hat, das ist am 1., 2., 3. Tage, übernimmt sein mysteriöses Licht, an der Hand der Finsterniss, die Rolle von Some, Mond und Sternen; sie sind die Requisite für Tag und Nacht, an ihrer Hand wickeln sich Tag und Nacht ab.

Der Autor kommt also mit seinem Licht und der sich an dasselbe knüpfenden Finsterniss gerade so weit, als wenn er Sonne, Mond und Sterne bereits hätte, er lässt dasselbe in Beziehung auf das Hervorbringen von Tag und Nacht ebenbürtig neben Sonne, Mond und Sternen hergehen. Aber nicht blos so weit geht er, er geht noch einen Schritt weiter. Er theilt seinem mysteriösen Lichte auch erwärmende Strahlen mit, welche gleich den erwärmenden Strahlen der Sonne zur Erde hinabgehen, und dort das Wachsthum der Pflanzen befördern. Wäre dem nicht so, so könnte am 3. Tage, wo die Sonne noch gar nicht da ist, die Erde nicht Gras, Kraut, Bäume aufgehen lassen. Der Autor beutet also sein mysteriöses Licht ganz energisch aus, und darin können wir weiter keinen Scrupel finden. Wenn er nicht sein mysteriöses Kind hegen und pflegen soll, wer soll es denn thun ?

Zweiter Tag. Am zweiten Tage wird die untere Hälfte des Himmelseies eingeschlagen. Die obere Hälfte bleibt intact, und bildet von jetzt an den Himmel, der über uns ist. Man braucht nicht zu fragen: Wo bleibt denn nun die untere Hälfte, die eingeschlagen ist? Nun, die hat, indem sie eingeschlagen wird, einfach zu sein aufgehört. Hat man einen Napf mit einem Deckel, und man zertrümmert den Napf, so hat der Napf als Napf aufgehört zu existiren, der Deckel bleibt. Ebenso, hat man das Himmelsei, dessen obere Hälfte man als Deckel, dessen untere Hälfte man als Napt fasst, und schlägt nun die untere Hälfte ein, so hat diese untere Hälfte, die sonst als Napf das Weltenwasser enthielt, zu existiren aufgehört. Man braucht nicht weiter zu gehen, und zu sagen, die Scherben der eingeschlagenen Eihälfte dringen in den Erdboden, verbinden sich mit ilum. So etwas ist nicht nöthig. Wir halten uns an das Gefäss, entweder ist das da, oder nicht da; seine Scherben tangiren uns nicht weiter.

Also, indem am 2. Tage das Himmelsgefäss eingeschlagen

W.

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.6 .Vers ויאמר אלהים יהי רקיע בתוך המים ויהי מבדיל בין מים למים :

Und Gott sprach: Es sei eine Rakia zwischen dem Wasser, und es sei ein Unterschied zwischen Wasser und Wasser.

Es handelt sich wieder um die Worte (les Originals.

Luther: Und Gott sprach: Es werde cine Veste zwischen den Wassern, und die sei ein Unterschied zwischen den Wassern.

Die Veste Luthers ist das Glépéwua der Septuaginta. Veste ist das heutige Feste. Luther schreibt ein V statt ein F. In analoger Weise würde er schreiben: Vest, Vestung u. 8. w. statt fest, Festung u. s. W. Das Alexandrinische 01EQÉWua werden wir später kennen lernen, es ist eine der Vokabel yp? aufgedringte Bedeutung, die sio ursprünglich nicht hat. Rakia ist ein Substantiv, welches auf einen Naturlaut basirt ist. Dieser Naturlaut ist Rak und läuft parallel unserem Knack. Rakia ist etwrs, was Rak oder Knack macht. Wenn man also die Rakia vornimmt, so thut man etwas, was Rak oder Knack macht, das ist, man schlägt etwas ein. In weiterer Folge ist venn Rakia auch einerseits die Einschlagestelle, und andererseits das, was man vor sich hat, wenn das Einschlagen erfolgt ist, das ist das durch das Einschlagen Gesetzte, das Zertrümmerte. Wenn es also heisst: Gott sprach, es sei eine Rakia, so heisst das: Gott sprach, es soll einge

an

n

.8 .Vers ויקרא אלהים לרקיע שמים ויהי ערב ויהי בקר יום שני:

schlagen werden, das Ei, die untere Hälfte des Eies soll lungs-Experiment an, vor sich zu gehen. Wir haben also zertrümpiert werden. — Nun soll aber zwischen dem Wasser 2 Wasser, A und B B ist sofort da, wenn der Einschlag eingeschlagen werden. Das liegt ff. Wir wissen, dass institutirt wird. Denn mit dem Einschlagen coincidirt die das Weltenwasser sich in der unteren Eierschalenhälfte Bildung eines Principitates an der Wand des Gefässes, befindet. In dieser Beziehung haben wir also die untere welcbes Präcipitat um 80 zu sagen ein Gefäss im Gefässe Hälfte des Eies da, wo das Wasser ist. Macht man also bildet, damit das Wasser nichs ablaufen kann. Folge den Einschlag beim Wasser, so macht man ihn an der hiervon ist nun, dass auch coincident mit dem Einschlagen nnteren Hälfte der Eierschale. Gerade an der Stelle nun das Wasser B da sein muss, denn wo auf der einen Seite aber, welche der Stelle entspricht, wo die Oberfläche des Präcipitat entsteht, muss auch auf der anderen Seite WasWassers in der Eierschale steht, gerade an dieser Stelle ser B entstehen. Dies Wasser B steht nach dem, was darf man nicht einschlagen, denn dann ginge der Riss wir vorhin exponirt haben, oben, wohingegen das Wasser, zu leicht mit in die obere Hälfte hinein, und der zukünf- welches noch kein Präcipität bat fallen lassen, das ist A, tige Himmel bekäme einen Riss. Es ist also sachent- unten steht. Das ist nun die Sachlage, die hier gezeichsprechend, dass tiefer unten eingeschlagen wird, dann ist net wird, wenn es heisst, Gott machte einen Unterschied der zukünftige Himmel vor dem Riss gesichert. Hierauf zwischen dem Wasser unter und dem Wasser über der zielt es nun ab, wenn es heisst: es sei eine Rakia zwischen Rakia. An und für sich brauchte es blos zu heissen, dem Wasser, D'07 7ina. Dem muss man nicht den Sinn

Gott machte einen Unterschied zwischen dem Wasser ununterlegen, als solle das Wasser in seiner Mitte einge

ten (A), und dem Wasser oben (B). Es wird aber die schlagen werden: das wäre selbstredend eine Perver

Rakia mit in die Situation gezogen. Das ist Rakia wird sität, Wasser kann man nicht einschlagen. Nein, es soll

als Einschlagestelle genommen, und angenommen, heissen, man solle das Ei einschlagen, wo das Wasser

die Fläche, welche A und B von einander trennt, treffe steht, und da solle die Stelle nicht zu hoch nach oben die Eierschale an der Stelle, wo eingeschlagen wird. Dann hin gegriffen werden, sondern mehr nach unten hin,

ist eben das Wasser, welches oben steht (B), über der einer Stelle, wo man, wenn der Schlag ein Loch setzt,

Rakia, und das Wasser, welches unten steht (A), unter mit der, den Schlag ausführenden Faust mitten in das

der Rakia. Eine solche Zeichnung der Sachlage haben Wasser des Welteneies geräth.

wir hier, indem es heisst: Gott machte einen Unterschied Also die erste Hälfte des vorliegenden Verses heisst

zwischen dem Wasser über und dem Wasser unter der kurz und bündig: Und Gott sprach, die untere Hälfte

Rakia. Aber warum bleibt denn der Autor nicht einfach des Eies soll eingeschlagen werden.

beim Wasser, welches oben und unten steht, warum zieht Die zweite Hälfte des Verses führt uns in dem „Unter

er die Rakia mit in die Sache ? Die Antwort ist, er will schied des Wassers“ das Wasserverwandlungs

es prägnant hervorheben, dass Einschlagen und Anfang Experiment vor. Bei diesem handelt es sich nämlich

der Wasserverwandlung coincident sind. Dieser Umstand um zwei Arten von Wasser, das erste Wasser ist das,

ist gar zu wichtig, als dass er nicht prägnant hervorgemit dem das Experiment vorgenommen wird, das zweite

hoben werden sollie. In Vers 6, wo die beiden Verstheile das, welches sich über das zu Boden gehende Präcipitat

durch ein einfaches „Und“ verbunden werden, ist die Coinstellt. Es kann also das Wasserverwandlungs-Experiment

cidenz nicht prägnant gezeichnet, hier wird sie es, indem derartig aufgefasst werden, dass man sagt, dasselbe besteht das Oben und Unten auf's innigste áit der Rakia ver darin, dass ein Wasser sich in ein anderes verwandelt.

schmolzen wird. Das eine Wasser ist das Wasser, mit dem das Experiment vorgenommen wird, das andere das, welches sich nach dem zu Boden Gehen des Präcipitates präsentirt. An der

Und Gott nannte die Rakia „Himmel“. Und es ward

Abend, und es ward Morgen: der zweite Tag. Hand einer solchen Auffassung macht denn derjenige, welcher

Luther: Und Gott nannte die Veste Himmel. Da ward experimentirt, einen Unterschied zwischen zweierlei Was

aus Abend und Morgen der andere Tag. sern, zwischen Wasser und Wasser, und der Ausdruck: Un

Es bandelt sich wieder um Worte des Originals. führt uns specifisch das Wasserverwandlungs - Experiment welche ist: das Einschlagen.

Im Vers 6 haben wir die erste Bedeutung von Rakia, :

Im Vers 7 kommt drei

mal Rakia vor. Das erste Mal kann man Rakia als Wenn es also heisst: Gott sprach, es sei ein Unterschied zwischen Wasser und Wasser, so heisst das gar

Einschlagen nebmen und auch als Einschlagestelle. Thut

man das erstere, so übersetzt man: Gott nahm das Einnicht anderes als: Gott sprach, das WasserverwandlungsExperiment soll vor sich gehen.

schlagen vor, thut man das letztere, so übersetzt man: Gott machte die Einschlagestelle. Beides bleibt sich gleich. Die beiden folgenden Rakia sind in der zweiten

Wortes nehmen, als: Einschlage Und Gott machte die Rakia, und machte einen Unter- stelle. Die beiden Uebersetzungsarten, welche bei der erschied zwischen dem Wasser unter der Rakia und dem sten Rakia des Vers 7 statt baben können, zeigen, dass Wasser über der Rakia. Und so geschah es.

Einschlagen und Einscblagestelle mit verwischten Grenzen Luther: Da machte Gott die Veste, und schied das in einander übergehen. Hier, im Vers 8, kommt die dritte Wasser unter der Veste von dem Wasser über der Veste. Bedeutung von Rakia an die Reihe, welche, wie wir beUnd es geschah also.

reits oben haben kennen lernen, ist: das durch das EinEs handelt sich wieder um Worte des Originals.

schlagen Gesetzte, das Zertrümmerte. Dies Zertrümmerte Im vorigen Verse spricht Gott das Werde aus, hier ge- sind nun aber nicht die Trümmer der unteren Eischalenschieht's, hier wird eingeschlagen, hier geht das Wasser- hälfte, auf die wird ja, wie wir wissen, weiter kein Werth verwandlungs-Experiment vor sich, das heisst denn, das- gelegt, nicht reflectirt. Nein, das Zertrümmerte ist das selbe beginnt.

zertrümmerte Ei im Ganzen. Die intacte Eierschale, das Wir haben das Wasserverwandlungs- Experiment vom intacte Weltengefäss ist das Ei; die zertrümmerte EierGesichtspunct des Unterschiedes von Wasser und Wasser. scbale, das zertrümmerte Weltengefäss ist das „Zertrümmerte Das eine Wasser, mit dem das Experiment gemacht wird, die Rakia. Rakia im dritten Sinn ist also die obere Eierwollen wir A nennen, das andere, welches nach Beendigung schalenbälfte, welche durch das Einschlagen nicht getroffen des Experimentes über dem Präcipitate steht, wollen wir worden ist, welche intact geblieben. Diese intacte obere B nennen. Dann ist also vor dem Anfang des Experi- Eierschalenhälfte, diese Rakia, nennt Gott nun hier Himmel, mentes A da, nach Beendigung des Experimentes ist A das ist, sie constituirt den Himmel, sie ist der Himmel, verschwunden, und es handelt sich blos noch um B. den wir über uns haben. Während der Zeit aber, dass das Experiment am Vor-sich- Schliesslich bemerken wir, dass wir, der Rakia gegengehen ist, haben wir A und B zusammen; B steht oben, über, an das Wasserverwandlungs-Experiment im Kleinen und A steht unten. B ist dann das Wasser, welches anlehnen, bei dem der Alchemist vor dem Gefäss steht, bereits die Verwandlung erlitten hat, ist das Wasser, und es aun einschlägt. Beim Weltenei muss man vor welches die Verwandlung, das Verlustigwerden der Erde, Augen haben, dass, da Gott sich in demselben befindet, noch erleiden soll.

das Einschlagen von Innen nach Aussen statt haben muss. In dem vorliegenden Vers fängt das Wasserverwand- Gott braucht sich übrigens nicht seiner Hand zum Ein

,מבדיל בן מים למים ,terschied zwischen Wasser und Wasser

vor.

.7 .Vers ויעש אלהים את הרקיע ויבדל בין המים אשר מתחת Bedeutung des | לרקיע ובין המים אשר מעל לרקיע ויהי כן:

zu

hlagen zu bedienen, er kann sich auch seines Fusses dienen. Im letzteren Falle tritt er das Ei ein.

Dritter Tag. Am 2. Tag beginnt, coincident mit dem Einschlagen des immelseies, das Wasserverwandlungs-Experiment vor sich 9 gehen. Dasselbe dauert nun den 2. Tag an. Das atstehende Präcipitat setzt sich mehr oder weniger flächeneis ab. Den 3. Tag dauert es abermals an, bis sich les Präcipitat abgesetzt hat, dann ist Orbis terrarum Ecus et fluidus zugleich absolvirt. Es wird nun angelommen, dass, wie bereits so eben gesagt, am 2. Tage kas Präcipitat mehr oder weniger Hächenartig entsteht. e agegen wird angenommen, dass das Präcipitat am 3. lage sich in unregelmässiger Form absetzt: hier entsteht |-.n Präcipitathügel, dort einer, und zwischen den Hügeln →nd dann natürlich Vertiefungen. In diese Vertiefungen ellt sich dann das Wasser, welches Product des Wassererwandlungs-Experimentes ist. Dieses Wasser repräsentirt | as Meer, wogegen die hervortretenden Präcipitathügel das and bilden. Meer und Land sind absolvirt da, wenn as Wasserverwandlungs-Experiment im Grossen seine Endchaft erreicht hat.

Das Original bringt dies: „unter dem Himmel", um mit Emphase darauf hinzuweisen, dass am 3. Tage der Himmel, der eigentliche Himmel da ist. Der Autor ist froh, dass er endlich einmal aus dem Zwitterzustande von PseudoHimmel und wirklichem Himmel heraus ist, und macht. dieser seiner Freude durch den Hinweis auf den eigentlichen Himmel, den er jetzt hat, Luft.

Der Autor der vorliegenden Schöpfungsgeschichte fasst die Sache anders. Der macht wieder einen analogen Sprung, wie mit dem Licht und Sonne, Mond und Sternen im Vers 3. Dort sagte er, Licht einerseits, und Sonne, Mond und Sterne andererseits sind zwei verschiedene Dinge. Darum habe ich das Recht, sie zu trennen. Analog sagt er in Bezug auf den Vers 8 : Und Gott nannto die Rakia „Himmel“ ff. Die Rakia ist der Himmel über uns, und da sie das ist, so ist es müssig, dass Gott sie noch einmal Himmel nennt. Dass Gott das nun aber doch thut, das führt darauf, dass es sich um 2 Dinge handelt, um Rakia und Himmel; Rakia ist das Firmament; Himmel, D'OW, sind die Wolken. So bekommt er, worauf wir im vorigen Abschnitt hingewiesen haben, für den zweiten Tag: Himmel und Wolken. Demgemäss sammelt sich ihm hier im Vers 9 das Wasser nicht unter dem Himmel als Firmament an, sondern unter dem Himmel als Wolken. Diese Sachlage findet er sehr natürlich, weil Wolken = Wasser. So kommt ein Wasser, Wolken, zum anderen Wasser, dem Wasser welches sich an einem Orte sammelt.

.9 .Vers ויאמר אלהים יקוו המים מתחת השמים אל מקום אחד ותראה היבשה ויהי כן:

Und Gott sprach : Es sammle sich das Wasser unter lem Himmel an einem Orte (an einen Ort), und das Trokne werde sichtbar. Und so geschah es.

Luther: Und Gott sprach: Es sammle sich das Wasser unter dem Himmel an besondere Oerter, dass

man das Trockene sehe. Und es geschah also.

.11 .Vers ויאמר אלהים תדשא הארץ דשא עשב מזריע זרע עץ פרי עשה פרי למינו אשר זרעו בו על הארץ ויהי כן:

.10 .Vers ויקרא אלהים ליבשה ארץ ולמקוה המים קרא ימים וירא אלהים כי טוב:

Und Gott sprach: Es lasse die Erde aufgehen Gras und Kraut, das sich besame; und fruchtbare Bäume, da ein jeglicher nach seiner Art Frucht trage, und habe seinen eigenen Samen bei sich selbst auf Erden. Und es geschah also. (Luther.)

.12 .Vers ותוצא הארץ דשא עשב מזריע זרע למינהו ועץ עשה פרי אשר זרעו בו למינהו וירא אלהים כי טוב:

Und die Erde liess aufgehen Gras und Kraut, das sich besamete, ein jegliches nach seiner Art, und Bäume, die da Frucht trugen, und ihren eigenen Samen bei sich selbst hatten, ein jeglicher nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war. (Luther.)

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13 .Vers ויהי ערב ויהי בקר יום שלישי:

Da ward aus Abend und Morgen der dritte Tag. (Luth.)

Hier präsentirt uns der Autor der vorliegenden Schöpfungsgeschichte seine an den 3. Tag angeflickte Pfanzenwelt.

Vierter Tag. Der Autor der vorliegenden Schöpfungsgeschichte kommt jetzt hinderdrein mit Sonne, Mond und Sternen heran. Wie die Sache dem mysteriösen Lichte des ersten Tages gegenübersteht, wissen wir,

.14 .Vers ויאמר אלהים יהי מארת ברקיע השמים להבדיל כין היום ובין הלילה והיו לאתת ולמועדים ולימים ושנים:

Und Gott nannte das Trockne Erde (Land), und die Wasser-Ansammlung nannte er Meere. Und Gott sah, dass es gut war,

Luther: Und Gott nannte das Trockene Erde, und dic Sammlung der Wasser nannte er Meer. Und Gott sah, dass es gut war.

Es handelt sich wieder um Worte des Originals.

Um die Situation, die wir oben in Bezug auf das Absetzen des Präcipitates in unregelmässiger Form geschildert, mehr im Ganzen übersichtlich zu bringen, wird genommen, es bilde sich vorab einmal ein PräcipitatKrater. Dieser eine Krater ist dann der eine Ort, an dem sich das Wasser sammelt (Vers 9), sowie das Trockne (Vers 9), welches sichtbar wird, die hervorragende, mehr oder weniger runde Höhe dieses einen Kraters ist, der Erdgürtel, mit dem dieser eine Krater umgeben wird. Nachdem nun vorab diese Einzeichnung gebracht, wird auf die Bildung einer Reihe von Kratern, einer Reihe von Erdgürteln übergegangen. Demzufolge ist in Vers 10 ,das Trockne“ 702', pluraliter zu nehmen. entsprechend den „Meeren“ D'O' (Plural). Luther hat im Vers 9 statt an einem Orte, oder an einen Ort" : an besondere Oerter, und Vers 10 statt „Meere“ (Plural): Meer (Singular) was nicht richtig ist. Das Trockne des Vers 10 nun, das sind alle Erdgürtel, welche die einzelnen Krater überragen, nennt Gott Land, you, die Wasseransammlung, die Wasseransammlungen in der Summe der Krater nennt Gott: Meere. Also, wie bereits oben gesagt, die Psäcipitat-Bildung, der Niederschlag der Erde aus dem Weltenwasser erfolgt unregelmässig, es entstehen Hügel und Thäler. In die Thäler stellt sich das Wasser, welches das Product des Wasserverwandlungs-Experimentes ist, und repräsentirt bilden die eiozelnen Länderabtheilungen, generaliter das Land.

Es ist etwas Lakonisch, wie im Vers 9 und 10 voni Einstandpunct auf den Vielstandpunct gesprungen wird. Diese Lakonität tritt aber in den Hintergrund, wenn man sich an die Septuaginta hält. Diese haben im Vers 9 noch einen angehängten Passus, welcher den Einstandpunct in den Vielstandpunot überführt. Dieser Passus der Septuaginta wir bringen ihn bei den Alexandrinern bat aber wohl ursprünglich im Bibeltext gestanden.

Wir haben nun noch darauf hinzuweisen, dass es im Vers 9 heisst, es sammle sich das Wasser unter dem Himmel,

Und Gott sprach: Es werden Lichter an der Veste des Himmels, die da scheiden Tag und Nacht, und geben Zeichen, Zeiten (o'nyja, wohl eher : Feste), Tage und Jahre. (Luther.)

.15 .Vers והיו למאורת ברקיע השמים להאיר על הארץ ויהי כן:

Und seien Lichter an der Veste des Himmels, dass sie scheinen auf Erden. Und es geschah also. (Luther.)

.16 .Vers ויעש אלהים את שני המארת הגדלים את המאור הגדול לממשלת היום ואת המאור הקטן לממשלת הלילה | die Meere der Erde, generaliter das Meer. Die Hügel ואת הכוכבים:

Und Gott machte zwei grosse Lichter ; ein grosses Licht das den Tag regiere, und ein kleines Licht, das die Nacht regiere, dazu auch Sterne. (Luther.)

.17 .Vers ויתן אתם אלהים ברקיע השמים להאיר על הארץ:

Und Gott setzte sie an die Veste des Himmels, dass sie schienen auf die Erde, (Luther.)

.18 .Vers ולמשל ביום ובלילה ולהבדיל בין האור ובין החשך וירא אלהים כי טוב:

Und den Tag und die Nacht regierten, und schieden Licht und Finsterniss. Und Gott sab, dass es gut war. (Luth.)

.19 .Vers ויהי ערב ויהי בקר יום רביעי :

Da ward aus Abend und Morgen der vierte Tag. (Luth.)

NB. Wo Luther hier , Veste des Himmeis“ hai, da steht im Text immer D'OV7 Yp7, Rakia des Himmels. Diesen Cumulativ-Ausdruck für , Himmel" bringt der Autor seiner Ver. sion zu Liebe, gemäss der Rakia = Firmament, and Himmel, Schamajim Wolken. In Rakia haschamajim hat er denn die Totalität: Himmel.

Die Breite der Rede, entgegen der Lakonischen Schreibeweise des Originals, springt sofort in die Augen. Nun, der Autor thut sich bei Gelegenheit seiner: „Sonne, Mond und Sterne" etwas zu gute. Der langen Rede kurzer Sinn ist übrigens nichts anderes, als das, was das Original aus den Worten des Vers 4 und 5 herausinterpretirt wissen will. Die Zeichen, Feste (cove), Tage und Jahre kommen in die Sache, indem der Autor an die Calculation anlehnt, welche das Original an den Abend knüpft, wel. cher dem Morgen vorangeht. Es handelt sich um das Hleranziehen des Mondes. An diesen knüp'en sich Zei. chen. Diese Zeichen sind keine Wunderzeichen, portenta, sondern es sind die Zeichen des Mondes, in ähnlichem Sinne, wie wir heute von zwölf Himmelszeichen sprechen. Ein Zeichen ist der Neumond, ein anderes das erste Viertel, das dritte der Vollmond, das vierte das letzte Viertel. Die Feste knüpfen sich an den Mond, indem die Juden ihre Feste nach dem Monde berechneten, wobei selbst auf den Sabbath zu reflectiren ist (vergl. oben beim ersten Tage). Die Tage und Jahre kommen einfach an der Hand des Mond-Jahres heraus. Nach diesem rechneteo die Juden, und nicht nach dem Sonnenjahre. Man muss nun nicht im Vers 14 die Zeichen, Feste, Tage und Jahre an lie Lichter des Himmels überhaupt knüpfen, an den Mond allein sind sie zu knüpfen. Dem steht an der Hand des Textes nichts im Wege. Gott sprach, es sollen Lichter werden an der Rakia-Schamajim, um einen Unterxhied zu machen zwischen Tag und Nacht (0977'd 517275 bono ?") und sie sollen sein (171) zu Zeichen, Festen, Tagen, Jahren. Ilierbei sollen nun die verschiedenen Lichter verschieden cmployirt werden. Sonne, Mond und Sterne sollen employirt werden, um einen Unterschied zu machen zwischen Tag und Nacht. In dieser Beziehung kann man sich ciwa auch blos an Sonne und Mond bal. ten (Vers 16). Dagegen soll der Mond employirt werden für die Zeichen, Feste, Tage, Jahre.

Das Cebrige bedarf, wenn man sich an dic Interpretation des Originals beim ersten Tage hält, keiner weiteren Auseinandersetzung.

Den weiteren Verlauf dieser Schöpfungsgeschichte siehe in früheren Abschnitten.

den Sabbath kommt, steht sie im Vordergrunde, denn sie kommt auí den Tag, welchen Gott segnete und heiligte, darum, dass er an demselben geruht batte von allen seinen Werken, die Gott schuf und machte. Und ferner, wenn eine Zahlenphilosophie den speculativen arcanologischen Zahlen huidigt, so ist es immer ein Vorzug, wenn sie ihnen allen buldigt. Denn eine speculative arcanologische Zahl ist so gut, als die andere. Das thut nun aber die Jü. dische Zahlenphilosophie wieder; sie huldigt allen specalativen arcanologischen Zahlen von 1-6. Und endlich wenn einmal eine Zahlenphilosophie allen speculativen arcanologischen Zahlen huldigt, so ist es ein Vorzug, wenn sie darauf hinweist, dass nun auch die gebotenen Zahlen alle effectiv eine so gut als die andere sind. Und auch das thut die Jüdische Zahlenphilosophie. Sie stellt die 1 ebenbürtig neben die 2, die 2 ebenbürtig neben die 3 U. s. w. Denn jede der 6 Zablen kommt auf einen Schöpfungstag. Ein Schöpfungstag ist aber dem anderen rollkommen ebenbürtig.

Auch das ist ein Vorzug der Jüdischen Zahlenphilosophie, dass, wie oben bemerkt, die Jüdischen pbilosophischen Zahlen zugleich directe und indirecte sind. Denn we in auch den indirecten philosophischen Zahlen das Terrain der Alchemie im Allgemeinen eröffnet ist, fernliegender ist und bleibt es, dass eine Zahl, welche mit den Arcanis nichts gemein hat, in den Bund der Zahl der Arcana auf genommen wird. So etwas bat nun in der Jüdischen Zahlenphilosophie nicht statt, ihr sind die directen philosophischen Zahlen indirecte, und die indirecten direete, und das ist eben wieder ein Vorzug.

Wohin wir also bei der Jüdischen Zahlenpbilosophie schauen, überall, allüberall erblicken wir Vorzüge. Sie ist das Muster einer Zahlenphilosophie, und bei so bewandten Umständen ist es leicht zu erklären, dass Pythagoras (s. diesen) sie zum Substrate seiner Alchemie macht.

Stellen wir nun die Indischen philosophischen Zahlen 1, 2, 3, 4, 6, 12 den Jüdischen philosophischen Zahlen 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 gegeniiber, dann tritt es zunächst in den Vordergrund, dass die Inder der 7 keine Rechnung tragen, die Juden aber wohl. Wir haben bei den Inderd exponirt, wie es liegt, dass die 7 bei ihnen nicht vertreten ist. Wir wollen nun der Indischen Calculation, kraft derer man herausbekommt, dass die 7 nicht vertreten zu sein braucht, weiter nicht oppositorisch gegenüber treten. Indessen bei Lichte betrachtet ist die Sachlage doch immer so, dass die Inder die 7 nicht in den Bereich ihrer Speculation bringen können, und nachdem das vorab eininal fest steht, argumentiren sie, sie brauche gar nicht untergebracht zu werden. Man kann sich der Ansicht nicht verschliessen, dass die Inder, wenn ihre Speculationen Raum für die Sieben gehabt hätten, dass sie dann derselben nicht den Rücken zugekehrt haben würden. Die Indische Calculation von der Nicht-Sieben erinnert immer mehr oder weniger an die Fabel von dem Fuchse und den Trauben. Bedenken wir dies, so können wir nicht umhin, wenn wir gegen die Indische Nicht - Sieben auch gerade keine Opposition bilden wollen, da, wo es sich um das Gegenüberstellen der Indischen Nicht - Sieben und der Jüdischen Sieben handelt, auf Seiten der Juden zu treten.

Was die 5 betrifft, so ist es notorisch, dass die Inder der 5 keine Rechnung tragen. Lückenhaft ist das nun gerade nicht. Denn die arcanalogischen Zahlen von 1 bis 6 fallen rein weg der Speculation anheim. Wer aber kann es Jemandem verargen, vom Standpuncte der Alchemie verargen, mit Vorliebe entweder diese oder jene speculativ-arcanologische Zahl in's Auge zu fassen? Indessen eigenthümlich bleibt die Sache immer, dass die Inder den Zahlen 1 bis 6 huldigen, und hierbei die 5 im Stich lassen. Man fragt sich: Was hat denn nun gerade die 5 gethan, dass sie aus dem Bunde ausgeschlossen wird? Darum können wir nicht umhin, auch hier wieder auf die Seite der Juden zu treten, welche der 5 dasselbe Recht geben, welches sie der 1, 2, 3, 4, 6 geben.

Was endlich die Indische 12 betrifft, so lässt sie sich der Jüdischen 7 parallelisiren. Die Inder berechnen nämlich die Dauer ihrer Weltalter nach Jahren, sie tragen also in Bezug auf ihre „Welt“ hervorstechend dem Jahre Rechnung. Die Juden da en berechnen die Scha nach der Woche (6 Schöpfungstage und ein Sabbath), sie tragen also in Bezug auf ihre „Welt“ hervorstechend der

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Die Jüdische Zahlenphilosophie. Unmittelbar an die Jüdische Kosmogenese in 6 Tagen lehnt sich die Jüdische Zahlenphilosophie.

Die Jüdischen philosophischen Zahlen sind: 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7.

Die 1 lehnt sich an den ersten Schöpfungstag, die 2 lehnt sich an den zweiten Schöpfungstag, die 3 an den den dritten, die 4 an den vierten, die 5 an den fünften, die 6 an den sechsten, die 7 lehnt sich an den siebenten Tag, welcher da ist der Sabbath, der Tag, an welchem „Gott ruhte von allen seinen Werken, die er machte.“

Die Jüdischen philosophischen Zahlen sind directe und indirecte zugleich. Directe philosophische Zahlen sind sie, indem sie direct an das Ein-, Zwei., Drei-, Vier-, Fünf-, Sechs-, Sieben-Arcanum arlehnen. Indirecte pbilosophische Zahlen sind sie, in so fern sie an die Kosmogonese anlehnen.

Unter den arcanologischen Zahlen steht die 7 im Vordergrunde. Denn es giebt effectiv 7 Arcana. In der 7 haben wir also die Realität. Die anderen arcanologischen Zahlen stehen im Hintergrunde, denn sie fallen der Speculation anheim. Nicht wird der Kranke curirt durch eine Anzahl von Arcanis, die man sich herausspeculirt, sondern durch die Arcana, welchc reclle sind, das sind eben die sieben, die sieben Arcana, die man effectiv, reell in der Hand hat. Wenn demgemäss eine Zahlenphilosophie den arcanolog Zahlenhudigt, ulnd schiebt dabei die Sieben in den Vordergrund, so ist das ein grosser Vorzug. Das thut aber die Jüdische Zahlenphilosophie. Indem die 7 auf

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