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tz ichtig und ohne ein Corpus. Die Gestalt wird nun

äglich mit dem Arcano sanguinis humani gespeiset und in mnährt, das ist, die Bildung des Hydrarg. oxyd. rubr. Itzeht nun ihren weiteren Weg. In 40 Wochen ist der

wertige Homunculus da, denn das ist die Zeit der Schwangerde chaft. Kleiner ist das Kind als andere Kinder, weil die fanze

Sache auf einen Vergleich des Lapis philos. mit nem Kinde hinauskommt. Darum muss das Kind als

Kind in den Vordergrund gedrängt werden, und wir ertotalten auf die Weise eben eln Kind, welches recht eigentc'ich ein Kind ist, das ist, kleiner als andere Kinder. Das

Kind soll mit grossem Fleiss und grosser Sorgfalt aufgeei a sogen werden; das ist, pflege dein Hydrarg. oxyd. rubr. 3 kind halte es hoch in Ehren. Das Hydrarg. oxyd. rubr., Ir. ler Lapis philos., dieses Kindlein wächst nun zu einem

fRiesen heran, die Rolle des Quecksilber-Kindes wird Etsimgewandelt zu der eines Quecksilber-Riesen. Im Riesen er saben wir aber blos die materielle Körperkraft, nicht die - Geisteskraft, denn wie die Sage erzählt, sollen Riesen oft bez kelir dumm sein. Darum wird dem Quecksilber-Riesen der Quecksilber-Zwerg zur Seite gestellt. Die Zwerge sind - nämlich recht kluge, schlaue Männlein, und was der Riese

mit dem Körper bezwingt, das bezwingt das Zwerglein mit dem Geiste. An die Schlauheit der Zwerge reihen

sich daher auch die grossen Wunderleute an, die el grossen und gewaltigen Sieg wider ihre Feinde haben, :und al le verborgene Dinge wissen. Bei dem Sprung

vom Kind zum Riesen, zum Zwerg, zum Wundermann

ist es übrigens auch auf den Alchemisten abgesehen, der sBan Wissen und Können der Riese, der Hellsehende am

Krankenbett ist und mehr weiss und kann, als Andere. In fi der Stelle „durch Kunst bekommen sie ihr Leben u. s. w.“ er ist es auf das Quecksilber als Mercur. vivus, als Körper, p Fleisch, Bein, Blut abgesehen. Beim Aufwachsen

wie eine Rose oder sonstige Blume ist es auf das Quecksilber als Blume abgesehen, bei den Kindern der Waldgötter und Nymphen auf das Quecksilber als Spiritus, Geister.

Wenn der Homunculus zwar auch von Paracelsus herstammt, so reicht die Quintessenz der Sache doch bereits in die erste Abendländische Periode hinein. Das liegt auch nahe, da sie der Fermentations. Interpretation der Tab. smar. so nahe liegt. Halten wir uns nämlich an diese, 80 haben wir dort in der 4. Rubrik folgendes: Sperma virile und Ei werden zusammengebracht, es tritt ein Gährungsprocess ein, der Leib des Weibes geht in die Höhe, er sinkt wieder: et recipit vim superiorum et inferiorum, und das Sperma wird zum Lapis philos. als Ferment, so haben wir dort interpretirt. Man kann aber auch sagen, gerade das descendere des Leibes ist das, woran sich das recipere vim superiorum et inferiorum knüpft. Da nun auf Grund des descendere die Geburt des Kindes vor sich geht, so erhält das Sperma die vis des Kindes, indem es die vis superiorum et inferiorum erhält. Ueberträgt man das nun auf das Quecksilber, so hat man Sperma und Ovum als Quecksilber, die Putrefaction geht vor sich, und das Product ist: Hydrargyr. oxyd. rubr. oder Quecksilber überhaupt als Kind. Zugleich liegt es alsdann nahe, das Gefäss, in welchem die Putrefaction, die Gährung, vor sich geht, als Uterus zu fassen. Derartige Calculationen liegen um so näher, als man ja in anderer Auffassung der Stelle : Pater omnis telesmi totius mundi est bic, virtus ejus integra est, si versa fuerit in terram, von vorn herein das Kind hat. Denn die vis eines Vaters wird eine integra, wenn sie, die vis, oder er, der Vater einen Sohn erhält. Bei dem pater oinnis telesmi haben wir also das Quecksilber als Vater, und bei der terra in quam vertitur, das Kind Quecksilber. Wie sehr die Abendländer der ersten Periode bereits das Quecksilber als Kind, und in specie als Kind im Mutterleibe in den Vordergrund schoben, dafür dient die Turba philosophorum als Beleg. Dort heisst es, Sermo 16. (Socrates): Accendite ergo super ipsum, quousque fiat lapis mundus et nummosus et albissimus, terite ergo ipsum rore et sole, et aqua maris et pluviae XXI diebus, X die. bus salsa, X vero diebus dulci aqua, et invenietis ipsum nimmoso lapidi simile. ,, Behandelt es also (Plumbum, das Blei) mit Feuer, bis es ein reiner, Nummus-artiger (Quecksilber als Nummus), sehr weisser Lapis wird, reibt eisen dann mit Thau und Sonnenlicht, Meer- und Re

gen-Wasser: 21 Tage, mit Salzwasser: 10 Tage, mit süssem Wasser: 10 Tage, und ihr werdet es dem Lapis nummosus ähnlich finden.“

Die Addition der 21, 10 und 10 Tage ergiebt hier die Tageszahl 41. Bei der 41 ist aber nicht 41, sondern 40 gemeint. Vielleicht handelt es sich nämlich bei der 21, die eigentlich eine 20 sein sollte, blos einfach um einen Druckfehler; wenn das aber nicht ist, so soll durch die 41 statt der 40 die Sache etwas versteckter gebracht werden. Die 40 Tage nun repräsentiren nicht 40 Tage, sondern 40 Wochen. Diese aher zielen auf die 40 Wochen der Schwangerschaft, und damit haben wir denn das Quecksilber als Kind und in specie als Kind im Mutterleibe.

Die 40 Tage, nach denen sich, nach der Lehre derAbendländischen Alchemisten das Caput corvi zeigt, zielen auch auf die 40 Wochen der Schwangerschaft und damit auf das Quecksilber als Kind und in in specie als Kind im Mutterleibe. Sie reihen sich an die vorhin citirte Stelle aus der Turba pdilosophorum, und sind ebenfalls lange vor Paracelsus da.

Wir sehen also, dass der Paracelsische Homunculus längst vorbereitet ist.

Die Lehre von der Palingenesie,

das ist die Lehre von dem Auferstehen der Vegetabilien aus ihrer Asche.

In Bezug auf sie sagt Paracelsus ff. Die Resuscitation und Restauration des Holzes ist schwer, aber nicht unmöglich. Man kann sie derartig bewerkstelligen, dass man die Asche von verbranntem Holze in ein Kukurbit giebt, und mit Resina, Liquor, Oleität desselben Baumes oder Holzes versetzt Das giebt eine mucilaginische Materie, und in ihr hat man die 3 Principien : Sal, Sulphur, Mercur. Hat man nun so die 3 Principien bei einander, so setzt man sie in einen Venter equinus und lässt sie putreficiren. Dann vergräbt man die Masse oder schüttet sie in die Erde, und wird sehen, wie ein junger Baum oder ein junges Holz daraus hervorwächst, welches viel kräftiger und edeler ist in aller seiner Substanz, als das erste Holz.

Nun das reiht sich einfach mit einigen Modificationen an die Pflanzen-Interpretation der Tab. smar. in der 4. Rubrik. Der pater telesmi, die Pflanze, vertitur in terram, wird in Asche verwandelt. Das Separabis terram ab igne, subtile a spisso wird an die Putrefaction gelehnt Weil aber Asche an für sich nicht putreficirt, so werden Zusätze gemacht. Nun hat ein ascendere und descendere statt, und das Product derselben ist, dass die Asche recipit vim su. periorum et inferiorum, zum Herrn der Schöpfung auf dem ihr zukommenden Terrain wird, das ist, zu einer edleren Pflanze wird, als sie es vor ihrer Einäscherung ge

Die Kraft dazu hat sie auf Grund des ascendere und descendere erhalten, indem der Geist der verbrannten Pflanze sich zum Himmel aufgeschwungen, dort sich neue Kraft geholt hat, und nun in die Asche belebend zurückgekehrt ist.

Dass Schlauköpfe auf Grund der Paracelsischen res mysticae experimentirten, Basilisken und Homunculi fabricirten, Pflanzen aus Asche hervorkeimen liessen, und andere derartige Künste trieben, die diesen an der Hand der Mystificationen, wie Paracelsus sie auftischt, ganz ebenbiirtig sind das geht die Narren an, die sich damit düpiren liessen.

wesen.

Wie die Schulärzte gegen die Arcana

zu Felde zogen. Die Schulärzte waren die Freunde der alchemistischen Aerzte. Wir hahen bereits bei den Indern derartiges kennen lernen, wir haben bei den Alexandrinern gesehen, wie der Autor der ersten Redaction der Tab. smar. die Schulärzte in nicht sehr schmeichelhafter Weise in den 19. Psalm bringt („Bewahre auch deinen Knecht vor den Stolzen, dass sie nicht über mich herrschen, so werde ich ohne Wandel sein, und unschuldig bleiben grosser Missethat“). Das hätte der Mann nicht gethan, wenn nicht triftige Gründe ihn dazu getrieben hätten. Die Lorbeeren der alchemistischen Aerzte am Krankenbette liessen die neidischen Schulärzte nicht schlafen, der Neid verzehrte sie, dass sie das nicht konnten, was die Alchemisten wohl konnten. Namentlich stieg bei den Abendländern Hass,

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nur

Neid, Verfolgungssucht der Schulärzte gegen die Alche- Juden zu misshandeln und zu verbrennen. Das Volk zwang misten zu einer traurigen Höhe, und wahrlich nicht ohne seine Obrigkeit, wider ihren Willen (?) unmenschlich zn die triftigsten Gründe geräth der sonst harınlose Basilius sein. Es wurde ein eigenes hölzernes Haus am Rhein geValentinus da, wo er auf dieses Thema kommt, in bissi- baut, worin die Juden am Freitag nach Hilarii 1349 zugen Eifer, vom aufbrausenden Paracelsus gar nicht zu sammengetrieben und zu Asche verbrannt wurden. Ebenso reden.

ging es ihnen in Ulm, Augsburg, Bamberg und an unWir haben bereits beim Basilius Valentinus darauf hiu- zähligen andern Orten.“ gewiesen, dass die Schulärzte sich in ihrem Neid gegen P. 108. wird erzählt, dass in Strassburg 2000 Juden die Alchemisten dahin verstiegen, dass sie die Arcana als verbraunt wurden. P. 110, dass zi1 Kyburg 430 Juden Gift-Mittel verschrieen, dass sie also dem Publicum gegen- verbrannt wurden. Auf derselben Seite heisst's: „In Mainz über sagten, hütet euch vor diesen alchemistischen Aerzten, hatten sich die Juden zur Wehr gesetzt, und es waren bei statt am Krankenbette auf euere Heilung bedacht zu sein, 200 Christen in einem Gefecht geblieben. Daher war hier gehen sie damit um, euch zu vergiften. Auf die Weise ihre Strafe, desto schrecklicher. Zwölf Tausend Juden wurden beuteten sie die Lehre der Alchemisten aus, dass der La- verbrannt, und von der Hitze des nahen erschrecklichen pis philos. als Venenum aufgefasst wurde. Am schlim- Feuers schmolz das Blei an den Fensterscheiben der sten mussten diese Abscheulichkeit die armen Juden aus- Stiftskirche." baden. Die Juden haben sich stets mit Vorliebe auf die Sprengel scheint auch nicht den Schatten einer Idee Medicin gelegt, und indem sie es thaten, dahin gestrebt, davon zu haben, wo denn der verruchte, verrückte Glaube dass sie es zu einer Tüchtigkeit in ihrem Berufo brächten. herkam, die Juden vergifteten die Brunnen, wo die verEs ist daher leicht zu erklären, dass gerade die Jüdischen ruchte, verrückte Idee herkam, Juden und Gift in eine Mediciner sich während der Blüthe der Maurisch - Spani- Relation zu bringen. Dankt's den Schulärzten, ihr armen schen Universitäten unch Spanien begaben, und dort ihre

Juden ! Studien absolvirten. Da sie nun bei der Gelegenheit die Ein Schandfleck der Menschheit, der sich an den vori Alchemie kennen lernten, so stellte sich bald zwischen gen reiht, ist die verruchte Mittelalterliche Anklage gegen Jüdischen und Christlichen Aerzten die Sachlage derartig, die Juden, sie schlachteten Christenkinder, um deren Blut dass verhältnissmässig auf Seiten der ersteren die alehe- zu erhalten, mit dem sie Osterkuchen büken, oder was mistische Richtung mehr vertreten war, als auf Seiten der sie sonst damit thun sollten. Auf Grund solcher verrückletzteren. Auf die Weise war denn der Anhaltspunct ge- ten, verruchten Anklage wurden nicht weniger, vielleicht geben, dass der Hass gegen die Alchemie zu einem Hasse noch mehr Juden verbrannt und abgeschlachtet, als auf gegen die Juden transformirt wurde. Indem die Alche- Grund der Anklage der Brunnenvergiftung. In einen romisten Giftmischer waren, waren die Juden Giftmischer. mantischen Bruchstück von H. Heine „Der Rabbi you Sie erhielten das Gift von diesem oder jenem ihrer Glau- Bacharach“ sitzt eine Jüdische Familie bei der Osterfeier, bensgenossen, welcher ein alchemistischer Arzt war. So und es treten zwei fremde Männer herein. Sie setzen trat denn die schreckliche Anklage hervor, die Juden ver- sich, und im Laufe der Feier prakticiren sie die Leiche gifteten die Brunnen, und wo nun eine verheerende Epi- eines Kindes unter den Tisch, welche sie unter dem Mandemie auftrat, wie das bei den aller Medicinal - Polizei tel versteckt gehabt. Der Rabbi merkt, was gescheben, hohnsprechenden Einrichtungen des Mittelalters enge

durchschaut, dass es sich hier um nichts anders handelt, schmutzige Strassen, finstere Wohnungen, mangelhafte als einen Thatbestand für die Tödtung eines Christenkin · Kloaken, Begraben der Leichen in den Kirchen u. $. w. des zu schaffen, und damit die Einleitung zu einem Mord

zu häufig statt hatte, da hatten die Juden die und Metzger-Zug gegen die Juden zu treffen, und macht Brunnen vergiftet.

sich unbemerkt mit seiner Frau aus dem Staube. WahrIn seiner Abhandlung: Der schwarze Tod der Jahre scheinlich handelt es sich hierbei um eine wahre Begeben1348--1350 cht K. Sprengel (Beiträge zur Ge. heit, deren Geschichte sich in einer Jüdischen Familie schichte der Medicin. Erster Band, erstes Stück. Halle fortgepflanzt hat, und von der sie Heine erfahren. Wenn 1794.) folgendermassen:

wir nicht irren, hat sich noch im vorigen Jahrhundert P. 101. „Eine sehr schreckliche Wirkung der Volks- Mendelssohn gemüssigt gesehen, eine Abhandlung zu Vorurtheile bei Gelegenheit dieser Seuche möchte ich lie- schreiben, in der er das Wahnwitzige der Annahme, die ber der Nacht der Vergessenheit übergeben, als sie zur

Juden schlachteten Christenkinder, darlegt. Nun, ihr arSehande der Menschheit an's Tageslicht bringen, wenn es

men Juden, dankt das auch den Schulärzten. Bei der nicht die Treue des Geschichtsschreibers nothwendig Brunnenvergiftung musste der Lapis philos. als Venenum machte, auch diese traurige Wirkung der finstersten Bar

herhalten, bei dem Blute Christlicher Kinder der Lapis barei zu entwickeln. Ich rede von der allgemeinen Ver

als Infans (späterer Homunculus des Paracelsus) und der folgung der Juden in den Jahren 1349 und 1350, wozu

Lapis als Sanguis. Es war den Schulärzten zu kleinlich, das gemeine Volk durch den Verdacht genöthigt wurde,

über einen einzelnen „Collegen“ herzufallen, lieber stacheldass die Ursache der Pest in der Vergiftung der Brunnen

ten sie gleich das summe Volk gegen die gesammte Judenliege, welche die Juden auf Befehl ihrer Rabbinen vorge

schaft auf, das in's Auge fassend, dass dieses geneigt ist, nommen hätten. Durch einen grossen Theil von Europa, das, was den einzelnen Juden angeht, auf die Gesammtwonigstens in Deutschland und Frankreich, war es allge

heit der Juden zu übertragen. mein als eine gewisse Wahrheit verbreitet worden, dass

Und nun, ihr Herren, habt ihr Angesichts solcher Dinge alle Juden ohne Ausnahme Theil an diesem Verbrechen noch den Muth, gegen die beiden Eiferer Basilius Valengenommen hätten. Das einzige Litthauen blieb ihr siche- tinus und Theophrastus Paracelsus zu Felde zu ziehen? rer Zufluchtsort, den ihnen eine Jüdin Esther, in die sich Nachdem Paracelsus seine Thätigkeit als Lehrer sehr Casimir der Grosse verliebt hatte, verschaffte. Sunst wur- energischi entfaltet, war das Geheimniss der Alchemie ein den sie in den meisten übrigen Ländern gemartert, leben

ziemlich offenkundiges geworden. In der zweiten Hälfte dig verbrannt, alle ihre Güter eingezogen, und ihre Häuser des 16. und zu Anfange des 17. Jahrhunderts kannteli zerstört. Man verfuhr hierbei mit einer Unmenschlichkeit,

viele Aerzte die Arcana. Diese Wissenden waren den gewovon die Geschichte wirklich arm an Beispielen ist: und

lehrten Herren von Paris ein Dorn im Auge, Mord- und die Furcht vor der Vergiftung des Brunnenwassers war so

Metzger-Züge gegen die Christenheit auf Grund von Brun. allgemein, dass man an vielen Orten blos Regen- und Fluss- nenvergiftung und Kinderschlächterei liessen sich nicht Wasser trank.“ U. s. w.

wohl in Scene setzen, und so wurde denn ein anderes MaP. 106. heisst's: „Eine alte Chronik sagt, man wollte noeuvre ausgeheckt. Das Parlament von Paris verbot 1566 sich ihrer Reichthümer bemächtigen, und ihre Häuser sich

den Gebrauch des Antimons und seiner Präparate. Mit dem zueignen, und wenn dies nicht die Fürsten thaten, so that Antimon war es auf den P. solaris abgesehen. Dass nicht es der Pöbel. Die Juden wussten dies, und geriethen da

dieser, sondern das Antimon dem Banne unterlag, liegt durch in solche Verzweiflung, dass sie sich zu Hunderten, einfach darin, dass die gelehrten Herren wohl wissen mochmit Weib und Kindern und allen Habseligkeiten, in ihre ten(?), dass der P.solaris Quecksilber enthalte, nicht aber Häuser und Synagogen einsperrten, und sie sich über den wussten, um welches Quecksilberpräparat es sich eigentKöpfen anzündeten.

lich handele. Vielleicht wussten sie auch nur ganz im In Basel war eine Empörung des Volks gegen den Ma- Allgemeinen, dass die Pp. solares Antimon enthielten, nicht gistrat die Folge von der Weigerung des letztern, die aber, dass es sich in specie um Sulphur aurat. und Sti

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bium nigrum handelte, daher auch das generelle Verbot peare belehren. Es heisst King Henry IV., Part I., Act'I., des Antimons überhaupt. Mit dem Verbot des Antimons Scene III: allein aber statt des vollständigen P. solaris erreichten sie

for he made me mad, vollkommen ihren Zweck. Denn, war einmal das Antimon To see him shine so brisk, and smell so sweet, verboten, so war damit auch der P. solaris verboten, fiel And talk so like a waiting-gentlewoman das erstere, so musste der letztere mit fallen. Dass die Of guns, and drums, and wounds, (God save the mark!) Herren nun aber gerade den P. solaris verboten, und And telling me, the sovereign'st thing on earth nicht irgend ein anderes Arcanuni, das zeigt uns, dass zu Was parmaceti, for an inward bruise ; jener Zeit Krankheiten häufig waren, die den Gebrauch And that it was great pity, sc it was, des P. solaris erheischten. Die Artung der um 1566 vor- That villainous saltpetre should be digg'd kommenden Krankheiten bewirkte, dass den Herren ge- Out of the bowels of the harmless earth, rade der P. solaris ein Dorn im Auge war. Wo sie am Which many a good tall fellow bad destroy'd Krankenbette stecken blieben, und nun ein herankommen- So cowardly. der Alchemist das leicht curirte, woran sie sich vergebens

mich macht es toll, abgemüht hatten, da ergab es sich beim Nachsehen durch- Dass er so blank aussah and roch so süss, schnittlich, dass das Nichtkennen gerade jener „elenden" Und wie ein Kammerfräulein von Kanonen, Pulver die Ursache ihrer Blamage gewesen. Darum ein- Von Trommeln schwatzt und Wunden (Gotterbarms !) facher, kurzer Process: Verbieten jener Pulver! Zugleich Und sagte mir, für inn’re Schäden komme dlachten nun jene gelehrten Herren, die Krankheiten blei- Nichts auf der Welt dem Spermaceti bei; ben immer dieselben. Klappern, dachten sie, gehört ein- Und grosser Jammer sei es, ja fürwahr, mal zum Handwerk, und so wird es auch bei diesen Al- Dass man den bijbischen Salpeter grabe chemisten sein. Sprechen die da von einer Reihe von Aus der harmlosen Erde Eingeweiden, Arcanis, die sie besitzen wollen, das ist eitel Geklapper. Der manchen wackern, schlanken Kerl so feige Ihre ganze Kunst dreht sich um den P. solaris. Schnei- Gefällt.“ den wir ihnen den P. solaris ab, so hat's mit den Arcanis

(Schlegel). cin Ende. Die konnten sich nicht vorstellen, dass es „Saltpetre“ ist Natron nitricum. Der tödtet die jungen morgen anders sein könnte, als heute. Die konnten sich Burschen nicht direct als ,,Gift“, sondern cowardly, feig. nicht denken, dass die Krankheiten sich anders gestalten Das ist so zu verstehen, dass er die Burschen feige macht, kömten, und wenn sie sich anders gestalteten, dass sie und durch ihre Feigheit unterliegen sie dann im Kampfe. dann durch irgend ein anderes Arcanum gerade so auf's Dieser Sinn stellt sich heraus durch die Paralleledes Trockne gesetzt werden würden, wie zur Zeit durch den salt petre mit dem parmaceti, dem Spermacet. Der letzP. solaris. Und indem sie es sich nicht denken konnten, tere ist nämlich nicht nur gut for an inward bruise, sonlullten sie sich in den Wollust - Traum, mit dem Verbot dern die Hauptsache bei ihm ist, dass er den Geschlechtsdes Antimons die ganze Alchemie in Grund und Boden trieb stimulirt (vergl. des Mich. Ettmüller Abhandlung gebohrt zu haben. Uud es ereignete sich, wie das unaus- über den Spermacet). Ganz das Gegentheil haben wir bleiblich war, dass die Krankheiten eine andere Gestalt beim Salpeter. Der ist ein Antiphlogisticum, ein Mittel annahmen, es ereignete sich, dass die Krankheiten, welche gegen die Hitze, und damit gegen die Geilheit, und da zu ihrer Heilung den P. solaris erforderten, in den Hin- der, der geil ist, muthig ist, ein Gegenmittel gegen den tergrund traten, und an ihre Stelle sich solche Krankbei- Muth, ein feigmachendes Mittel. So liegt der Gegensatz ten drängten, welche zu ihrer Heilung eines oder mehre- zwischen Spermacet und Salpeter. Dass der Thatbestand, rer anderer Arcana bedurften. Nun, da hatten die gelehrten auf den der hier redende Hotspur fusst, dass die Abzüge, Herren die Bescherung! Sie waren mit ihrem Antimon- die er an ihn knüpft, rein weg erschwindelt sind, bedarf Verbot auf dem Trocknen. Und was thaten sie nun? wohl kaum der Erwähnung. Er plappert Worte im Sinne Sie machten kurzen Process, und verboten alle Arcana! der Schulärzte, durch deren Verketzerungs - Manoeuvres Als handlangender Büttel bei diesem Thun hat sich Rio- gegen das Natron nitricum Shakespeare sich hat diipiren lanus ein monumentum aere perennius gesetzt. Diesem

lassen. Riolanus, der sich nicht entblödete, die Arcana zu einem Uud nun genug von diesem unerquicklichen Thema! Werk des Teufels zu stempeln, hat Libavius nicht übel heimgeleuchtet in seinem: Prooemium commentarii Alchy- Alchemisten zwischen Paracelsus und miae ipsiusque artis' apologeticum, in quo examinatur Libavius, resp. deren Zeitgenossen. Censura scholae Parisiensis per Joannem Riolanum de Alchymia, annis 1603, 1604 edita. O, ihr traurigen Zeiten Von ihnen erwähnen wir: rufen wir aus, in denen die Sudeleien eines Riolanus noch Dionysius Zacharias (Dénis Zachaire). Schrift: einer Widerlegung bedurften!

Opusculum philosophiae naturalis metallorum; kurz geUnd nun, lieber Leser, erinnere dich der Worte des nannt: Opusculum chemicum. Paracelsus: Mir nach, und nicht ich euch nach, ihr von

Joh. Chrysippus Fania nu s. Schrift: De jure arParis, ihr von Montpellier, ilir von Schwaben, ihr von

tis Alchemiae, hoc est variorum autorum et praesertim Meissen u. 8. w. Seht, der setzte Paris voran in seinem

jurisconsultorun judicia et responsa ad quaestionem: an Aufruf, der kannte seine Pappenheimer. Dass die von

Alchemia sit ars legitima? Montpellier der Pariser Fahne, auf welche mit Scheiter

Johann Dee. Seine Schriften sind zumeist magischen haufen - Flammenschrift Riolanus geschrieben war, nach- und astrologischen Inhaltes. mussten, versteht sich von selbst in erster Reihe. In

Justus a Balbian (Balbianus Flander). Der Herauszweiter Reihe aber versteht es sich von selbst, dass, der

geber des Alanus. (1598). Französischen Mode folgend, die von Schwaben, die von

Carolus a petra alba (Witestein). Schrift: DisMeissen, die von Cöln, die von Wien, und was

an der

ceptatio philosophica de quinta chymicorum essentia. Donau und dem Rheinstrom liegt u. s. w. nachgehinkt

Gerardus Dorneus (Gerhard Dorn). Schriften: Herkamen. Da wurde freilich die Sache nicht mit Pariser

metis trismegisti Tabula smaragdina cum expositionibus. Erlat in Scene gesetzt, da wurden die Arcana im Stillen

- Clavis totius philosophiae chemisticae. — De artificio suabgemurkst“. Den alchemistischen Arzt Turquet de pernaturali. Liber de naturae luce physica ex Genesi Mayerne erklärte die medicinische Facultät von Paris desumpta, in quo continetur: Physica Genesis, Physica fiir unwürdig, die Heilkunst auszuüben. Dies Factum Hermetis trismegisti, Physica Trithemii, Philosophia meprangt mit hervorragenden Lettern in der Geschichte der ditativa, Philosophia chemica. Congeries Paracelsicae Alchemie. Welche raffinirte Quälereien aber anderorts im

Chemiae de transmutationibus metallorum ; u. a. Stillen aufgewandt sein mögen, einem alchemistischen W. Chr. Kriegs mann. Schrift: Commentar zur Irzte, der einem „hervorragenden Schularzte im Wege

Tabula smaragdina. (1667.) stund, sein Dasein zu verleiden davon schweigt die

ruHierauf müssen wir etwas näher eingehen. Geschichte.

In seiner Schrift: De metallorum transmutatione ad vi

rum nobilissimum et amplissimum Joëlem Langelottum Wie abgefeimt dem Laien gegenüber die Arcana ver

epistola, sagt Daniel Georg Morhof, Sect. 10.: Kriegsketzert wurden, darüber möge uns eine Stelle bei Shakes

manuus illam (Tabulam smaragdinam) lingua Phoenicia

Versio Latina nicht hierher setzen. Es ist das Schriftstück von vorhin ein bischen anders gedreht und gewendet. Uebrigens ist die Idee Kriegsmanns, uns noch ausser dem obigen Schriftstücke, das er die Vulgata Tabulae smarag. dinae paraphrasis nennt, eine Versio Latina zu bringeu, durchaus logisch. Er geht ja von der Prämisse aus, die Lateinische gewöhnliche Tab. smar., welche wir besitzen, sei nicht zutreffend, nun da liegt es nahe, dass er uns eine Lateinische Uebersetzung bringt, die zutreffender ist, und das ist seine Vulgata paraphrasis. Diese Vwgata paraphrasis soll nun aber ein Schriftstück sein, welches nicht in Lateinischem, sondern vielmehr in Phönicischem Sinne geschrieben ist; es steht eben auf dem Standpunet der Paraphrase, und nicht der Lateinischen Version. Nun da ist eine eigentliche Version in's Lateinische, gegenüber der gewöhnlichen Version wohl angebracht. So hat auch der Schwindel seine Logik.

Die Diversion, welche Kriegsmann derartig macht, dass er von Hebräischen Uebersetzungs-Versuchen auf's Phönirische springt, hängt damit zusammen, dass Plato und Jamblichus (Kritias, Vita Pythagorica) Jaden und Phönicier confundiren. Der Phönicische Urtext - Schwindel ist das alchemistische Gewand, mit dem er das, was er bringt, umhüllt.

publicavit, sed unde illam habeat, si recte memini, non indicavit. „Kriegsmann hat sie (die Tab. smar.) in Phönicischer Sprache veröffentlicht, sagt aber nicht, wenn ich mich recht erinnere, woher er diese hat.“ Das lautet so, als wenn Kriegsmann eine Phönicische Tab. smar. herausgegeben hätte, und an Morhof anlehnend, haben das auch Manche gemeint. Ach nein, an so etwas ist nicht zu denken, vielmehr liegt die Sache ff. Da die Tab. smar. von einem Alexandrinischen Juden herrührt, so liegt die Idee nahe, neben dem Griechischen Urtexte habe auch ein llebräischer existirt. Das legt es denn nahe, dass man sich die Tab. sinar., wie wir sie in Lateinischer Sprache besitzen, einerseits in's Griechische zurückübersetzt, andererseits in's Hebräische überträgt. Die letzteren Idee hat Kriegsınann. Das heisst denn, Kriegsmann versucht's, die Tab. smar. in's Hebräische zu übertragen, und wird mit dem einen fertig, mit dem anderen nicht. In dem Commentar, den er zur Tab. smar. giebt, bespricht er seine Uebersetzungsversuche: - das ist der nackte Thatbestand der Sache. Nun aber schwindelt Kriegsmann uns vor, die Tab. smar. sei ursprünglich Phönicisch geschrieben gewesen, die Lateinische Uebersetzung, die wir besitzen, sei demnach eine Uebersetzung aus dem Phönicischen. Die Lateinische und Phönicische Sprache lägen aber zu fern auscinander; man könne Lateinisch wohl die Phönicischen Worte wiedergeben, nicht aber den Phönicischen Sinn. Folge hiervon sei, dass wir in der Tab. smar., wie wir sie besitzen, mehr eine Zusammenstellung von Worten hätten, als den eigentlichen Sinn, welchen der Autor der Tab. smar. seinem Schriftstücke untergelegt hätte. Dieser Sinn käme erst heraus, wenn man sich die Sache vom Phönicischen Standpunct dächte. Nun seien ferner die Hebräische und Phönicische Sprache innig verwandt. Wüsste man daher, wie sich die Tab. smar. Hebräisch gestalte, so wisse man auch, wie sie sich Phönicisch gestalte. Kriegsmann nimmt nun an der Hand seiner Uebersetzungsversuche an, er wisse, wie sich die Tab. smar. Hebräisch gestalte, und damit habe er denn das Räthsel gelöst, wie sie sich Phönicisch gestalte, welches ihr wahrer Sinn soi. Dieser wahre Sinn sei in folgendem Wortlaut gegeben:

Verum est et ab omni mendaciorum involucro remotum.

Quodcunque inferius est, simile est ejus quod est superius. Per hoc acquiruntur et perficiuntur mirabilia operis unius rei.

Quemadmodum etiam omnia ex uno fiunt per considerationem unius: ita omnia ex uno hoc facta sunt per conjunctionem.

Pater ejus est Sol, mater Luna, ventus in utero gestavit, nutrix ejus est terra.

Mater omnis perfectionis.
Potentia ejus perfecta est, si mutatur in terram.

Terram ab igne separato, subtile et tenue a grosso et crasso, et quidem prudenter cum modestia ac sapientia.

In hoc a terra ascendit, in coelum hoc a terra, et a coelo rursus in terram descendit, et potentiam ac efficaciam superiorum et inferiorum recipit, hoc modo acquires gloriam totius mundi, propulsabis igitur tenebras omnes et coecitatem.

Haec enim fortitudo omni aliae fortitudini ac potentiae palmam praeripiens: omnia namque subtilia et crassa duraque penetrare ac subigere potest.

Hoc mundus hic conditus est.

Et hinc conjunctiones ejus mirabiles, et effectus mirandi ; cum haec via sit, per quam haec mira efficiantur.

Et propter hoc Hermetis trismegisti nomine me appellarunt: cum habeam partes tres sapientiae et philosophiae universi mundi.

Consummatum est verbum meum, quod dixi de opere solari.

Das ist nun das, was uns Kriegsmann bringt, indem er, wie Morhof sagt, Tabulam smaragdinam lingua Phoenicia publicavit. Und nachdem er es gebracht hat, giebt er sieh noch nicht zufrieden, sondern bringt uns noch eine : Versio Latina Tabulae Hermeticae, Phoenicii contextus proprietatem conservans, eine Lateinische Uebersetzung der Tab. smar., welche die Eigenthümlichkeit des Phönicischen Textes beibehält, welche, indem sie eine Lateinische Uebersetzung ist, dennoch ein Phönicisches Gepräge trägt. Nun, wir denken, der Leser verliert nicht viel, wenn wir diese

Vierte Abendländische Periode.

Libavius. Andreas Liba vius (Liebau), mit dem die vierte Abendländische Periode beginnt, wurde zu Halle in Sachsen geboren. Er starb als Director des Gymnasium zu Coburg. Als sein Sterbejahr wird 1616 angegeben. Aus einer Menge Schriften, die er herausgab, ist diejenige, welche unser Hauptaugenmerk auf sich zieht, seine „Alchymia" (Erste Ausgabe 1595).

Zu Anfange dieser Schrift giebt der Autor ff. Definition von Alchemie: Alchymia est ars perficiendi magisteria, et essentias puras e mistis, separato corpore, extrahendi. „Die Alchemie ist die Kunst, die Magisterien zu machen, und nach getrenntem Körper reine Essenzen aus gemiscliten auszuziehen.“

Daran anknüpfend sagt er: Alchymiae partes sunt duae: Encheria et Chymia. „Die Alchemie hat zwei Theile: die Encheirese und die Chemie.“

Encheria est prima pars Alchymiae, de operationum modis. „Die Encheirese ist der erste Theil der Alchemie: über die Arten der Arbeiten.“

Chymia est pars secunda Alchymiae, de speciebus chymicis conficiendis. „Die Chemie ist der zweite Theil der Alchemie : Anfertigung der chemischen Präparate.“

Demgemäss zerfällt die ganze Schrift in zwei Theile Excheria und Chymia.

Der erste Theil, der also die Uebersicht Encheria führt, zerrällt in :

1) Ergalia. Ergalia est instrumentorum alchymicorum explicatio. Ergalia ist die Erklärung der alchemistischen Geräthschaften."

Unter diesem Rubrum werden alsdann die Capitel gebracht; De lutandis et obstruendis Vasis; De Ampullis ; De Ollis et Catinis; De Fornacum dispositione ; De Athannore (eine Art Ofen); De Furno reverberii ejusque speciebus; De Furnis catinorum cum subjecto foco; De Fornace anemia ; De Fornacibus athepariis; De Fornacibus conjunctis ; De Supellectili tumultuaria.

2) Pyronomia. P. est caloris ad suas operas adhibendi, ignisque regendi scientia. „Die Pyronomie ist die Kenntniss, die Wärme zu den betreffenden Arbeiten anzuwenden, und das Feuer zu regieren.

3) Die Regimina. Wir bekommen deren eine Unmasse präsentirt: Operationes proparasceuasticae et alias quovis modo encheiresi servientes ; Fusio; Deliquium in aëre; Deliquium embapticam ; Separatio, et nominatim ea, quae fit per ablationem; Seperatio per subductionem : ubi Filtratio; Clepsydria ; Separatio per abscessum; Putrefactio; Resolutio per medicinam; Separatio per abscessum in dilutione; Calcinatio reverberii ; Calcinatio specialis; Cinefactio; Laevigatio ; Granulatio; Corrosio; Amalgamatio; Fumigatio; Corrosio per aquas fortes; Corrosio per pastam; Corrosio per pulveres; Extractio et quidem primum: Expressio; Prolectatio et Sublimatio; Sublimatio per dis

1

rum

8. W. u. 8. W.

tantiam ; Sublimatio per superficiem ; Destillatio; Destillatio ascensoria per alembicum; Destillatio per inclinationem; Destillatio per descensum, ubi: Descensio; Transsudatio; Seeunda Transsudatio destillatoria, quae fit inbumando ; Tertia Transsudatio per sartaginem; Descensoria Destillatio per lignum; Coadunatio, ubi primum : Incineratio ; Incorporatio; Colliquatio; Confusio quae est Synchesis ; Conglutinatio; Coagulatio per separationem; Coagulatio per comprehensionem ; Exaltatio, ejusque prima species : Maturatio; Digestio; Circulatio; Fermentatio ; Projectio ; Gradatio; Cementatio; Fulminatio; Coloritium ; Restinctio.

Der zweite Theil, der also die Ueberschrift Chymia führt, zerfällt in drei Abschnitte :

1) De Magisteriis, 2) De Extractis, 3) De Speciebus chymicis compositis.

Magisterium est species chymica ex toto citra extractionenı, impuritatibus duntaxat externis ablatis, elaborata exaltataque. „Magisterium ist ein chemisches Präparat, an welches man sich im Ganzen nicht mittelst der Extraction macht, nur derartig ist es bearbeitet und exaltirt, dass ihm die äusseren Unreinigkeiten genommen sind.“

Extractum est, quod e corporea concretione, relicta crassitie elementari, extrahitur. „Extract ist das, was aus der körperlichen Masse derartig ausgezogen wird, dass die elementare rohe Derbheit unterwegs bleibt.“

Species composita est, quae ex simplicibus sigillatim uno processu elaboratis componitur. Species composita ist das Präparat, welches zusammengesetzt wird aus einzelnen Stoffen, welche jegliche für sich dargestellt werden.“

In diesem zweiten Theile tummelt uns Libavius durch das hindurch, was wir in der sogleich folgenden Interpretation der Tab. smar, in der siebenten Rubrik als Apparatus medicamentorum aufführen, benutzt aber jede Gelegenheit, um zu alchemistischen Speculationen über Quecksilber, Edelsteine, Materia prima u. überzugehen.

Zugleich benutzt er diesen zweiten Theil des Buches, um uns (Ende des Abschnittes über die Magisterien) die Elemente und die Principien vorzuführen.

Der Alchymia des Libavius liegt eine Besonder-Interpretation der Tab. smar. zu Grunde. Dieselbe ist folgende.

Es werden acht Rubriken angenommen. Es sind die sieben der astrologischen Interpretation mit angehängtem Completum est.

Zweite Rubrik.
Quod est inferius bis adoptione.

Im Anlehnen an die Metall-Interpretation der Tab. smar. an der Hand der 3 Principien werden die superiora und inferiora als die 4 Elemente und 3 Principien verwerthet.

Was die res una betrifft, so haben wir bereits bei der arcanologischen Interpretation der Tab. smar. an der Hand der 3 Principien darauf aufmerksam gemacht, dass man die res una, die Materia prima, als Materia ultima nehmen kann, dass man sagen kann, darin besteht gerade das miraculum, dass die Materia prima an der Hand des Verbrennungs - Processes zur Materia ultima wird. Materia ultima aber im Griechischen Sinne = Arcana. Dann haben wir

Quod est inferius etc.: die 4 Elemente und die 3 Principien dienen dazu, die Wunder der Arcana zu Stande zu bringen.

Es liegt die Idee nahe, dass man sagt, wir haben im grossen Ganzen den Apparatus medicamentorum. Von diesem bilden die Arcana einen Theil, und zwar den hervorragenden Theil. Diese Idee liegt an und für sich so nahe, dass es weiter nicht nöthig ist, ihr aus den Antecedentien der Alchemie eine Folie zu geben. Will man das aber thun, so kann man sich an Paracelsus, halten, welcher Arcana und Schulmittel mannigfach untereinanderwürfelt. Hält man sich nun an diese Idee, so liegt es im Anlehnen an die Antecedentien der Abendländischen Alchemie nahe, die res natae als den Apparatus medicamentorum aufzulassen. Denn die Abendländer beziehen ja die res natae auf das animale, vegetabile und Mineral-Reich, nun, der Apparatus medicamentorum umfasst Stoffe aus diesen drei Naturreichen. Bei solcher Auffassung hat man dann

omnes res natae fuerunt ab una re: Die Arcana stellen sich an die Spitze des Apparatus medicamentorum. Also

Et sicut res omnes etc.: Wie die res omnes von Gott stammen, wie Gott der Vater der Welt ist, so stammt der Apparatus medicamentorum von den Arcanis, so sind die Arcana der Vater des Apparatus medicamentorum. Das aber ist, wie wir so eben bereits gesagt, die Arcana stellen sich an die Spitze des Apparatus medicamentorum. Die adoptio des Nachsatzes restringirt die absolute Parallele zwischen Gott als Vater der Welt, und den Arcanis als Vater des Apparatus medicamentorum.

Dritte Rubrik. Pater ejus est Sol bis in terram.

Der Passus von Pater ejus est Sol bis terra est bringt die Oefen. (S. bei den Arabern.) In den Oefen hat man ein technisches Mittel, um zum Apparatus medicamento

zu gelangen, sie bilden chemische Geräthschaften. Aber ausser ihnen giebt es noch andere chemische Geräthschaften, und daher

Pater omnis telesmi etc. In den Oefen hast du zwar wichtige chemische Geräthschaften, so wichtig, dass sie an der Spitze der chemischen Geräthschaften stehen, dass sie in dieser Beziehung den pater telesmi bilden. Indessen ihre virtus ist keine integra, sie wird erst zur integra, wenn sie vertitur in terram, wenn zu ihnen die terra tritt, das sind alle die materiellen Dinge, um welche es sich bei den chemischen Geräthschaften handelt.

Also es bringt die vorliegende Rubrik die chemischen Geräthschaften.

Vierte Rubrik. Scparabis bis inferiorum.

Diese Rubrik wird für die Regimina ausgebeutet. (Vergl. bei den Arabern.)

Fünfte Rubrik, Sic habebis bis penetrabit.

In der gloria hat man das, was die vorliegende Interpretation der Tab. smar. bringt, ohne den Apparatus medicamentorum und die Arcana, welche an seiner Spitze stehen. Das, was die gloria in dieser Beziehung umfasst, zersplittert sich die omnis res subtilis et solida. Die fortitudo umfasst den Apparatus medicamentorum. Sie zählt in Bezug auf das animale, vegetabile, Mineral-Reich nach der Drei, und vincit et penetrat das, worin sich die gloria zersplittert. Dass bei einer solchen Ausbeutung der fortitudo die Arcana, indem sie mit dem Apparatus medicamentorum zusammengewürfelt werden, in den Hintergrund gedrängt werden, kann man nicht sagen. Denn die auf diese Weise ausgebeutete fortitudo führt auf die res natae. Von denen steht es aber nach der zweiten Rubrik ein für allemal fest, dass sie fuerunt ab una re, dass die Arcana an ihrer Spitze stehen.

Sechste Rubrik. Sic mundus creatus bis hie.

Die creatio mundi bezieht sich auf die zweite Rubrik, in welcher davon die Rede ist, dass die res oannes fuerunt ab uno.

Hinc erunt adaptationes bezieht sich auf die dritte und vierte Rubrik. An die res una werden die chemischen Geräthschaften und die Regimina adaptirt.

Quarum modus est hic bezieht sich auf die fünfte Rubrik, in der dem, was die fortitudo umfasst, ein Uebergewicht gegeben wird über das, was die gloria umfasst.

Siebente Rubrik. Itaque vocatus sum bis mundi.

Libavius zählt sich die Drei, welche dem Hermes trigmegistus zu Grunde liegt, heraus als 1) Apparatus medicamentorum, 2) Chemische Geräthschaften, 3) Regimina. Er nimmt dabei an, dass, wenn er den Apparatus medicamentorum hat, dass er dann die Arcana implicite hat, und nimmt ferner an, dass, wenn er die Arcana hat, dass er dann in Bezug auf 4 Arcana : die 4 Elemente, in Bezug auf 3 Arcana: die 3 Principien hat. Wohlbemerkt, er constatirt sich also streng genommen seinen Hermes trisme gistus auf Kosten der Arcana, der Elemente, der Principien.

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