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SO

War

constituirt eben die Indische Kosmogen.se, du hast kein die unser Aegypten bevorzugten, nicht aber mit uns, die Recht, ihnen den kosmogenetischen Standpunet unter den wir das säisiren, was zu unseren Fiissen liegt. So kommt Füssen fortzuziehen, nun gut, so sind wir damit auch denn Aegypten an der Hand einer extendirten Indischen zufrieden. Es kommt uns bei unserem obigen Standpuncte Kosmologie, und an der Hand einer selbstgefälligen Nanur darauf an, (s mit mit Prägnanz in den Vordergrund tiovalvorstellung in die Aegyptische Alchemie. Sobald zu schieben, dass die eigentliche alchemistische Ko-moge- nun aber die Aegyptischen Alchemisten auf die Weise die nese und in specie das alchemistisch durchdachte Hervor- Indische kosmologische Auffassung erweiterten, bedurfte gehen der Welt aus dem Wasser, an welches auch die es nur eines Schrittes, um von der Kosmologie zur KosGriechen anlehnen, von den Juden, und nicht von den mogenese zu gelangen. Aegypten verdaikt dem Nil Indern stammt. Ebenso notor:sch, wie dieser Sachverhalt seinen Ursprung, ist, wie die Alten sagten, ein Geschenk ist, ist denn aber auch der Sachverhalt notorisch, dass des Nils. Waren die Aegypter also bei Aegypten, so das, was sich innig und organisch an die Jüdische Auf- waren sie auch beim Nil, und setzten sie beide derartig fassungsweise knüpft, der Jüdischien Alchemie angehört gegenüber, dass sie sagten, wenn wir den Nil haben, und nicht der Indischen Alchemie, Kosmogenese, angehören so haben wir auch Aegypten, Aegypten entsteht aus dem kann. Und daraus geht denn hervor, dass wenn sich bei Nil, so war damit die streng begriindete alchemistische Kosden Indern in kosmogenetischer Beziehung Dinge vorfin- mogenese da. Von unserem Standpuncte ist das zwar den, die den Jüdischen Auffassungen entsprechen, dass das eine Kosmogenese, die sich in engen Grenzen bewegt, entweder Zufälligkeiten ind, auf die kein principielles denn sie hat es ja mit dem Partial - Kosmos Aegypten, Gewicht zu legen, oder es sich uin Data handelt, die nicht und nicht mit dem Universal - Kosmos zu thun. Vom von den Indern zu den Juden, sondern von den Juden zu Aegyptischen Standpuncte dagegen fällt das Enge der Anden Indern gekommen sind. Wenn nun im einzelnen schauung, denn wenn die Aegypter den Kosmos Aegypten Falle die Uebereinstimmung zu gross ist, als dass. die hatten, so hatten sie damit egoistisch-Aegyptisch den KosZufälligkeit“ ausgebeutet werden könnte, so mögen es die mos überhaupt, dein Aegypten war ihnen der Kosmos. Indologen unter sich ausmachen, ob sie die Schrift, in der Die ägyptische Kosmogenie besteht also darin, dass man die betreffende Stelle vorkommt, überhaupt der Zeit nach sagt, wir haben den Nil und aus dem ist Aegypten enthinter die Zeit verlegen wollen, zu der bereits eine Jüdische standen. Weiter aber geht die Aegyptische Kosmogenie Alchemie existirte, oder ob sie die betreffende Stelle als nicht. Erst die Juden gaben dieser beschränkten Koseingeschoben, als ein späteres Anflicksel betrachten wollen. mogenie eine Allgemein-Ausdehnung. Erst die Juden beWie gesagt, ob sie das Eine oder das Andere thun wollen, zogen dass auf die Welt überhaupt, was die Aegypter mögen sie unter sich ausmachen, ausmachen müssen sie partiell auf Aegypten bezogen hatten. Indem sie also es aber, wenn sie den Daten, welche uns die Alchemie verfuhren, gaben sie einerseits dem Nil und andererseits liefert, nicht blindlings entgegeu treten und in das Per- Aegypten eine generelle Ausdehnung. Den Niel machten versum verfallen wollen, Indisch zu machen, was Jüdisch sie zum Wasser, welches am Anfange da war, Aegypten ist, nur Jiidisch sein kann. Und auch um diesen Sach- machten sie zu der Erde, welche wir bewohnen. Damit verhalt mit Prägnanz in den Vordergrund zu schieben, kommt denn zwischen Nil-Aegypten und Wasser-Welt die deswegen haben wir oben den negativen Standpunct in Parallele heraus: wie zuerst der Nil da war, und aus Bezug auf die Indische Kosmogenese angenommen.

diesem Aeg ypten entstand,

zuerst das Welten

wasser da, und aus diesem entstand belie Welt, welche wir Alchemie bei den Aegyptern.

bewohnen. Eine solche Parallelle trägt nun aber durchDas Wasserverwandlungs - Experiment.

aus die Fessel des Aegyptierthums. Die Aegypter sagen,

Aegypten ist die Welt, die Parallele thut nichts anderes, Die Aegypter erhielten die Alchemie von den Indern als dass sie die Sache umkehrt und sagt, die Welt ist zu der Zeit, wo die Indische Alchemie noch exclusiv den Aegypten. Wir haben also den Sachverhalt, dass die kosmologischen Standpunct einnimmt. Bei dieser Indischen kosmogenetische Erweiterung, deren Zweck es doch sein Kosmologie ist nun das Sachverhältniss ein cigenthiim- soll, sich von dem engen Gesichtspunct der Aegypter zu liches, dass sie hervorstechend den Himmel in's Auge emancipiren, sich vor wie nach in dem engen Kreise fasst, und die Erde, die wir bewohnen, in den Hintergrund Aegypten herumbewegt. Das sahen nun die Juden ein, schiebt. Die Indische Kosmologie lehnt an die Gottheit, sie sahen ein, dass wenn sie erweiternd sagten, was mit und da wir nun unseren Blick zum Himmel wenden, indem Aegypten und Nil im Kleinen vorgegangen ist, das ist mit wir ihn zur Gottheit wenden, so ist damit die Kosmologie Welt und Weltenwasser im Grossen vor sich gegangen, dass gegeben, in welcher dem Himmel hauptsächlich Rechnung sie damit erst auf halbem Wege waren. Sie sahen ein, getragen wird. Das Anlehnen an die Gottheit, von dem

die Verallgemeinerung zum Ziele geführt das Ganze ausgeht, ist aber darin gegeben, dass die Ar- werden sollte, dass sie dann einen Schritt weiter zu gehen cana: remedia divina, göttliche Mittel sind. Es ist nun hätten. Und indem sie sich nun zu dem Ende unsahen, recht schön und gut, die Arcana zu göttlichen Mitteln zu verfielen sie auf das Wasserverwandlungs-Experistempeln, aber über einen solchen himmlischen Standpunct men t. Das Wasserverwandlungs-Experiment besteht darin, den irdischen zu vernachlässigen, heisst zu weit gehen. dass man Wasser stehen lässt, und nun aus demselben Nicht die Götter wenden diese Mittel an, sondern wir Erde erhält. An der Hand dieses Experimentes, an der Menschen, nicht dem Himmel entnehmen wir die Ingredli- Hand der Wasserverwandlung, sagten nun die Juden, wir entien, aus denen wir sie darstellen, sondern der Erde, haben Aepypten und Nil gar nicht nöthig. Was der Nil die wir bewohnen. Diesen Standpunct machten sich nup ist, das ist Wasser überhaupt, was Aegypten ist, ist Erde die Aegypter klar. Sie machten es sich klar, dass es üherhaupt. Wir haben nicht den Nil nöthig, damit er wohl passend sei, auch die Welt, welche wir bewohnen, uns Aegypten ergebe, wir haben blos ganz im Allgemeinen in den Bereich der alchemistischen Welt zu ziehen. Wasser nöthig, damit es uns Erde ergebe. In der kosmoMachten sie sich nun aber daran, die Welt, welche wir genetischen Allgemein-Auffassung brauchen wir also nicht bewohnen, hervorstechend in den Bereich der alchemisti- zu sagen, wir haben den Nil, dieser ergiebt Aegypten, schen Welt zu ziehen, so mussten sie ihre Anschauungs- ebenso haben wir das Weltenwasser, und dies ergiebt uns weise mit der ihrer Lehrmeister, der Inder, auseinander die Welt, die Erde, die wir bewohnen. Nein, wir können gehen lassen, sie mussten mit ihren Lehrmeistern brechen. ganz im Allgemeinen sagen, von Nil und Aegypten abDas zu thun, nahmen sie aber Anstand, und geriethen strahirend, wir haben Wasser, und dieses ergiebt uns so in eine Zwitter - Situation. Sich umsehend, kamen Erde. Wir sagen also nicht, wie Aegypten aus dem Nil sie nun auf einen Ausweg. Und dieser Ausweg bestand entstanden ist, so ist die Welt aus dem Wasser entstanden, darin, dass sie sich an Aegypten hielten. Sie sagten, sondern wir sagen, wie auf Grund des Wasserverwandwenn wir der Welt, die wir bewohnen, auch Rechnung lungs-Experimentes Wasser gegeben ist, und Erde entsteht, tragen, so braucht das ja überhaupt nicht die profane so ist im Bereich der Kosmogenese Wasser gegeben, und Welt „da draussen“ zu sein, nein, wir halten uns in specie die von uns bewolinte Erde entsteht. Die Entstehung der an Aegypten. Aegypten ist unsere Welt, unsere Welt ist Welt ist also nichts anderes, als eine Wasserwandlung das von den Göttern bevorzugte Aegypten. Diese Welt im Grossen. Wenn wir somit die eng gefasste ägyptische Kosheranzuziehen, können uns die Inder nicht verargen.

mogenese der weit gefassten jüdischen Kosmogenese gegenWollen sie rechten, so mögen sie mit den Göttern rechten, überstellen , so haben wir damit nicht die Gegenüber

dass,

wenn

!

zu

tellung von degypten und Nil, sondern wir haben die Das Wasserverwandlungs-Experiment_ist höchst wichtig Gegeniiberstellung von: Wasserverwandlungs-Experiment für die Alchemie. Nachdem es einmal aufgekommen, zieht im Kleinen, und Wasserverwandlungs-Experimentim Grossen. es sich wie ein rother Faden durch die ganze Geschichte

Wenn wir also der uralten Anschauung begegnen, die der Alchemie hindurch. Ihm in dem Sinne, wie wir oben Welt sei aus dem Wasser entstanden, 80 muss man dabei auseinandergesetzt, eine exacte Basis geben zu wollen, ist nicht an Forschungen im Sinne A. G. Werner's und sei- höchst verkehrt. Das fiel den Juden, die das Experiment rer Anhänger, der Neptunisten, denken. Ach nein, bei den in die Alchemie einführten, auch nicht im Traume ein. Indern handelt es sich blos um eine vage Idee, die wohl Sie fassten das Wasserverwandlungs-Experiment derartig an die Sündtluth anlehnen mag (vergl. bei den Indern), auf, dass sie sagten, wir haben Wasser, lassen es stehen, bei den Juden aber, und denen, die an sie anlehnten, han- und erhalten nun Erde, das ist Bodensatz Mit reinem delt es sich um nichts anderes, als um das Problem vom (destillirtem) Wasser sagten sie, ist dieser Bodensatz nicht Wasserverwandlungs-Experiment, welches seine Wurzel in zu erzielen. Die Erile, die zu Boden gebt, muss im Was. dem Hervorgehen Aegyptens aus dem Nil hat.

ser enthalten sein, sonst kann sie nicht zu Borden gehen. Was nun aber das Wasserverwandlungs Experiment be- Aber das ist für diese Erde characteristisch, dass sie innig trifft, so handelt es sich bei ihm nicht um ein exactes chemisch- mit dem Wasser vermengt sein muss. .

Es hat nichts aufphysikalisches Dogma im heutigen Sinne, sondern es han- fallendes, dass, wenn wir ein Gefäss mit Wasser nehmen, delt sich bei ihm um nichts anderes, als um einen kleinen und werfen nun eine Hand voll Erde hinein, dass dann Massstab, den man an Nil und Aegypten gelegt. Das diese Erde zu Boden sinkt. Es hat aber wohl etwas auwurde vielfach verkannt. Noch im vorigen Jahrhundert fallendes, dass die Erde, wenn sie innig mit dem Wasser glaubte man, das betreffende Experiment, die Wasserver

vermengt ist. zu Boden geht. Denn warum geht sie wandlung, habe eine exacte Basis im heutigen Sinne. Man Boden, warum hält sie sich nicht in ihrem Mengungszųglaubte, Erde sei ein Grundprincip des Wassers. Man stande, warum geht sie nicht gar vom Mengungs-Zustande glaubte, wenn man Wasser nehme, und bebandels es auf in den Mischungs-Zustand über? Das sagten sie, ist eine irgend eine Weise (Reiben, Koclien), so müsse es Erde ituffallende Erscheinung, und weil sie es ist, deswegen hat ergeben, es müsse sich, wenigstens zum Theil, in Was- die Wasserverwandlung als solche eine Berechtigung. Bei ser umwandeln lassen. Das ist selbstredend oline Halt. der Wasserverwandlung im Jüdischen Sinne ist nicht die Das Wasser besteht aus Wasserstoff und Sauerstoff, nicht Verwandlung von Wasser in Erde in's Auge gefasst, 800aber aus Wasser und Erde. Wenn jemand meinte, auf dern das Sich. Ergeben von Erde aus solchen Wasser, Grund eines Experimentes Erde aus dem Wasser gewon- welches innig mit Erde vermengt ist, wobei das Wasser nen zu haben, Wasser in Erde verwandelt zu haben, nach oben geht, und die Erde nach unten geht. Oder um so war die Erde, um denn diesen vagen Ausdruck beizube- die Sache vom Standpuncte des Experiments aufzufassen, balten, in das Wasser irgendwie hineingerathen, sie ver- die Juden experimentirten nicht mit reinem (destillirten) dankte aber nicht dem Wasser als solchem ilirem Ursprung. Wasser, sondern mit solchem Wasser, das innig mit Erde Nun, solche Dinge durchschaut heute ein Anfänger. Selbst vermengt ist. Aus solchem erzielten sie ihren Bodensatz, ein Aufänger der Chemie weiss, dass es gar keinen ein. Wenn man nun solches Wasser hat, welches zwar innig fachen Stoff „Erde" giebt, um wie viel weniger kann die. mit Erde gemengt ist, aber bei dem das Wasser über die, ser Stoff ein Grundstoff des Wassers sein.

mit ihm gemengte Erde das Uebergewicht hat, so kann Die Aegypter huldigten der Anschauung der Entstebung es leicht geschehen, dass man die Erde übersieht und der Welt aus dem Wasser nicht. Die bekümmerten sich glaubt, man babe es mit reinem Wasser zu thun. Und überhaupt nicht um die Welt „da draussen“, die hatten mit noch mehr, wenn man die Lösung eines Salzes hat, bei ihrer Welt, mit Aegypten, genug zu thun. Es ist gerade dem gar kein Motiv zum Absatz eines Bodensatzes gegedas Characteristicum der Aegyptischen Alchemie, der Welt ben, und das Salz erleidet durch den Zutritt der Luft eine ,da draussen“ keine Rechnung zu tragen, Sobald wir von Zersetzung, oder ein Theil des Wassers verdunstet, wodurch Aegypten in die Welt überhaupt treten, haben wir den denn Salztheile, die vorher gelösst waren, zu Boden müss Aegyptischen alchemistischen Standpunct ve:lassen. Und sen, so sieht das aus, als wenn Wasser, welches an und für gerade das, dass die Aegypter einen solchen restringirten sich gar nicbt auf dem Standpuncte des, mit Erde verStandpunct einnabmen, das ist der Grund, weshalb sie auf

mengten Wassers steht, freiwillig einen Bodensatz ergäbe. die kosmogenetische Relation zwischen Wasser und Erde Das nun versührte die späteren Alchemisten zu dem falkamen. Hätten sie sich an die von uns bewohnte Welt, schen Dogma, reines Wasser, das ist auch solches Wasser, statt an Aegypten gehalten, so wären sio nimmer auf jene welches im Jüdischen Sinne nicht zum Bodensatz dispoRelation gekommen. Aber nachdem die Aegypter die be- nirt, ergäbe einen Bodensatz. Daher kommt die Fabel treffende Relation nun einmal hatten, konnten sie da nicht, der eigentlichen Wasserverwandlung. Im alcheden Blick weiter werfend, zur Kosmogenese im weiteren mistischen Sinne kann man geger

eine solche WasSinne übergehen? Antwort: Nein, in ihrem engherzigen serverwandlung nichts haben, denn die Alchemie bewegt sich Standpunct schien es denen ein Conflict mit sich selbst, auf der Basis der Speculation, nicht auf der Basis der mit der ihnen zukommenden Alchemie zu sein, aus dem exacten Forschung. In unserem heutigen Sinne ist es aber Kreise von Aegypten und Nil herauszutreten.

eine Albernheit mit destillirtein Wasser das WasserverAuch das Wasserverwandlungs.Experiment kannten die wandlungs-Experiment vornehmen zu wollen, das ist, aus Aegypter noch nicht. Die Juden waren darauf hinge- destillirtem, reinen Wasser Erde fabriciren zu wollen. wiesen, sich demselben in die Arme zu werfen, damit sie An eine solche Wasserverwandlung, Wasserwandlung im in ihrer extendirten Aegyptischen Kosmogenese aus dem eigentlichen Sinne, glaubte aber, wie mehrfach erwähnta Cirkel herauskamen: Aegypten ist die Welt. Waruna ? die Jüdischen Alchemisten nicht. Im Grunde, strict geWeil die Welt Aegypten ist. Sie hatten ein bestimmtes nommen, kann bei ihnen gar nicht von einer WasserwandMotiv dazu, auf der Aegyptischen Leiter zur extendirten lung die Rede sein. Sie verstehen unter Wasserwandlung gar kosmogenese hinaufzusteigen, nachdem sie aber oben wa- nichts anderes, als die Uebertührung von Wasser, welches ren, die Leiter hinter sich fallen zu lassen, und sich nun mit Erde gemengt ist, in den Zustand der Trennung von nach einem Problem umzusehen, welches sie oben erbielt. Wasser und Erde, wobei das Wasser nach oben und die Dies Problem war eben das Wasserverwandlungs-Experi. Erile nach unten geut. Ihnen weist das Wasserverwandment. Die Aegypter dagegen hatten Nil und Aegypten lungs-Experiment nicht das Gesetz der Wasserverwandlung und Aegypten und Nil als ein Abgeschlossenes, Abgerun. nach, sondern das Gesetz der Gravitation unter erschwerdetes, was bedurfte es da der weiteren Speculation? Ja ten Umstäuden, Wie gesagt, kann bei den Jüdischen noch mebr, bä te denen Jemand das Wasserverwandlungs. Alchemisten eigentlich beim Wasserwandlungs-Experiment Experiment geboten, sie bätten ihm als einem Ketzer den gar nicht von Wasserverwandlung die Rede sein, und wenn Rücken gekehrt. Die hielten Aegypten und Nil für heilig. wir uns trotz dessen in Bezug auf die Jüdische Alchmie Es wäre aber eine Prolanation gewesen, wenn man gesagt

des Ausdruckes Wasserverwandlungs-Experiment“ behätte, du brauchst gerade nicht den Nil und degypten, dienen, so geschieht es blos desshalb, um in das, was die nimm jedes beliebige Wasser, das macht einen Bodensatz, Alchemisten

vom Allgemeinstandpunct Wasser-Verwandund em es en macht, hast du die Erscheinung, die lung, Wasserverwandlungs - Experiment nannten, keine dir das, aus dem Nil entstehende Aegypten darbietet, im kiinstliche Trennung zu bringen. Eine solche künstliche Kleinen

Trennung wäre nicht am Platze. Und eben darum, weil

von

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Und nun heisst's weiter:

.20 .Vers ויאמר אלהים ישרצו המים שרץ נפש חיה ועוף יעופף על הארץ על פני רקיע השמים:

Und Gott sprach: Es errege sich das Wasser mit webenden und lebendigen Thieren, und mit Gevögel, das auf Erden unter der Veste des Himmels fliege.

(Luther).

.21 .Vers ויברא אלהים תא התנינם הגדלים ואת כל נפש החיה הרמשת אשר שרצו המים למינהם ואת כל עוף כנף למינהו וירא אלהים כי טוב:

Und Gott schuf grosse Walfische, und allerlei Thier, das da lebet und webet und vom Wasser erreget ward, ein jegliches nach seiner Art, und allerlei gefiedertes Gevögel, ein jegliches nach seiner Art. Und Gott salı, dass es gut war. (Luther).

.22 .Vers ויברך אתם אלהים לאמר פרו ורבו ומלאו את המים בימים והעוף ירב בארץ:

Und Gott segnete sie und sprach: Seid fruchtbar und mehret cuch, und erfüllet das Wasser im Meer; und das Gevögel mehre sich auf Erden. (Luther).

.23 .Vers ויהי ערב ויהי בקר יום חמישי:

Da ward aus Abend und Morgen der fünfte Tag.

(Luther).

.24 .Vers ויאמר אלהים הוצא הארץ נפש חיה למינה בהמה ורמש וחיתו ארץ למינה ויהי כן:

sie nicht am Platze wäre, deswegen ist' es auch gerechtfertigt, wenn wir sagen, nachdem die Aegypter indirect den ersten Impuls zum Wasserverwandlungs-Experiment gegeben, führen es die Juden direct in die Alchemie ein, und nachdem sie es einmal eingeführt, verbleibt es Eigenthum der Alchemie, wobei es denn eine Sache für sich bleibt, im Sinne der Alchemie an und für sich eine irrelevante Sache, ob in der Folge die einzelnen Alchemisten diese oder jene Anschauung in Bezug auf reines oder zum Bodensatz disponirendes Wasser damit verbanden.

Wir werden bei den Alexandrinern noch einmal auf (lie Aegyptische Alchemie zurückkommen, und des Näheren kennen lernen, dass der Nil nicht nur als solcher aufgefasst wird, dem Aegypten seinen Ursprung verdankt, sondern auch als solcher, der den Himmel zu sich herüberzieht. Der Nil tritt aus, bedeckt nun alles Land, so weit man sehen kann, das ist in der Volksauffassung, er steht bis am Himmel (Horizont), verschmilzt mit dem Himmel. Wenn er nun wieder zurücktritt, so lässt er, so wird angenommen, den Himmel nicht wieder fahren, sondern nimmt ihn mit sich in sein Bette zurück. Auf die Weise hat man, indem man den Nil hat, nicht nur Aegypten, sondern auch den Himmel. Das führt nun die Jüdischen Alchemisten darauf, an der Hand des Wasserverwandlungs-Experimentes nicht nur die Erde, sondern auch den Himmel zu erhalten. Sie sagen, wir haben das Wasserverwandlungs-Experiment im Kleinen, das führt uns auf das Wasserverwandlungs-Experiment im Grossen. Im Grande führt uns nun das letztere zu nichts anderem als zu der Welt, die wir bewohnen, wir haben aber die Aufgabe, an dasselbe auch den Himmel zu knüpfen. Und das thun sie denn, indem sie das Problem vom Himmelsei aufstellen, welches wir bei der Jüdischen Alchemie kennen lernen werden. Dies Himmelsei ist, analog der Aegyptischen Anschauung vom Absorbiren des Himmels seitens des Nils, mehr eine indirecte Relation, in welche das Wasserverwandlungs-Experiment zum Himmel gebracht wird. Ganz direct wird diese Relation bei den Alexandrinern. Diese sagen in Bezug auf das Wasserverwandlungs-Experiment, wir haben Wasser und lassen es stehen, dann erhalten wir Erde. Damit sind wir aber noch nicht fertig. Wir legen Feuer unter, das Wasser fängt zu kochen an, und entwickelt nun Luft (Schwaden). Somit erhalten wir beim Wasserverwandlungs - Experiment nicht nur Erde, sondern auch Luft aus dem Wasser. Dies Wasserverwandlungs-Experiment ist das dreit heilige, indem es Wasser, Erde, Luft ergiebt, wogegen das ursprüngliche Wasserverwandlungs-Experiment, welches blos Wasser und Erde ergiebt, das zweitheilig e ist. An der Hand des 3theiligen Experimentes macht sich die Kosmogenie (das Wasserverwandlungs - Experiment im Grossen) derartig, dass sich an die Luft der Himmel knüpft, und an das Uebrige die Welt, die wir bewohnen.

Da die Inder einer Zahlenphilosophie huldigens so ist es wahrscheinlich, dass die Aegypter, ihre Schüler in der Alchemie, ebenfalls einer solchen huldigen. Es wird dies um so wahrscheinlicher, als wir bei den Juden, die ihrerseits ihre Alchemie von den Aegyptern haben, wieder einer Zahlenphilosophie begegnen. In den Quellen, die uns zu Gebote standen, finden wir aber keinen Anhaltspunct für eine abgerundete Aegyptische Zahlenphilosophie, und so wollen wir denn diese Sache auf sich beruhen lassen.

Und Gott sprach: Die Erde bringe hervor lebendige Thiere, ein jegliches nach seiner Art; Vieh, Gewürm und Thiere auf Erden, ein jegliches nach seiner Art. geschah also. (Luther.)

Und es

,25 .Vers ויעש אלהים את חית הארץ למינה ואת הבהמה למינה ואת כל רמש האדמה למינהו וירא אלהים כי טוב:

Und Gott machte die Thiere auf Erden, ein jegliches nach seiner Art, und das Vieh nach seiner Art, und allerlei Gewürm auf Erden nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war. (Luther).

.26 ,Vers ויאמר אלהים נעשה אדם בצלמנו כדמותנו וירדו בדגת הים ובעוף השמים ובבהמה ובכל הארץ ובכל הרמש הרמש על הארץ:

uns

Und Gott sprach: Lasset machen (wir wollen machen) den Menschen in unserem Bilde, in unserer Wesenheit, und sie sollen herrschen über die Fische des Meeres, und über die Vögel des Himmels, und über das Vieh, und über die ganze Erde, und über alles Gewürm, welches auf der Erde kriecht.

Luther übersetzt: Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer, und über die Vögel unter dem Himmel, und über das Vieh, und über die ganze Erde, und über alles Gewürm, das auf Erden kriechet.

Manche Interpreten lassen obs auf die äussere, und niQ7 auf die innere, geistige, Aehnlichkeit zielen. Wir für unseren Theil gehen der Sache aus dem Wege, und sagen auf der einen Seite: Bild, und auf der anderen Wesenheit, Essentia. Nun mag sich der Leser die Ausdrücke auf Innerlichkeiten oder Aeusserlichkeiten beziehen, wie er will. Ganz das Gleiche thut Luther, indem er übersetzt: ein Bild, das uns gleich sei. Luther übersetzt nur etwas frei, denn es steht im Text in unserem Bilde, und der Ausdruck dem Luther sein, das uns gleich sei“ anlehnt, ist wieder mit einem „unser“ gebracht. Deswegen übersetzen wir eben, wie wir es oben gebracht, und nicht, wie Luther. Indessen die Differenz würde uns nicht bewogen haben, in Vers 26 nicht die Uebersetzung Luthers brevi manu zu bringen, wie in den vorangehenden Versen. Wir bringen die eigene Uebersetzung aus einem anderen Grunde, und da wir sie nun einmal bringen, so halten wir uns auch in Bezug auf das obs und nion mehr an den Wortlaut des Textes. Der Grund der eigenen Uebersetzung ist der Ausdruck DIN, Adam. Dieses Adam ist generell „Mensch“. Es ist das Genus homo. Also steht nicht im Text, wie Luther übersetzt, lasset uns Menschen machen, sondern: lasset uns den Menschen machen, lasset uns das Genus homo machen. Nun kommt hinterdrein pluraliter 177'),

Alchemie bei den Juden.
Die Schöpfungsgeschichte im ersten

Capitel des ersten Buches Mosis.
Es handelt sich um eine Erschaffung der Welt in 6 Tagen.

Die Verse 1-19 werden wir später genauer durchnehmen, und verweisen hierauf. Hier nur übersichtlich das, was sie bringen. Vers 1 und 2 bringen die vorbereitende Periode. Alsdann handeln Vers 3, 4, 5 den ersten Schöpfungstag ab, welcher das Licht bringt. Vers 6, 7, 8 handeln den zweiten Schöpfungstag ab, welcher den Himmel bringt. Vers 9, 10, 11, 12, 13 handeln den dritten Schöpfungstag ab, welcher den Orbis terrarum fluidus et fixus bringt, zugleich aber auch die Pflanzenwelt. Vers 14, 15, 16, 17, 18, 19 handeln den vierten Schöpfungstag ab, welcher Sonne, Mond und Sterne bringt,

und sie sollen herrschen, die Menschen sollen herrschen. Das hängt damit zusammen, dass im folgenden Vers das Genus homo sofort in das Masculinum und Femiuinum zersplittert wird. Wir haben also folgenden Sachverhalt: Gott schafft am 6. Tage das Genus homo. Nicht erschafft er den Mann für sich, und ist damit dann vorläufig fertig, nicht erschafft er das Weib für sich, und ist damit dann vorläufig fertig, sondern er schafft Mann und Weib, beide zusammen, er schafft das Geschlecht Adam, 278, das Genus homo, er schafft den Menschen, welcher sich einerseits zum Manne, andererseits zum Weibe gestaltet, collectiv.

da sie geschaffen sind, zu der Zeit, da Gott der Herr Erde und Himmel machte.

Die Uebersetzung Luthers kann darauf führen, als wenn sich das Gegenwärtige dem Vorigen anschlösse. Davou steht aber nichts im Text. Es steht TSR: das ist , hier hast du, hier präsentire ich dir die Erschaffung. Das 758 bezieht sich nicht auf das Vorhergehende, sonder auf das Folgende. Der Autor geht darauf aus,

uns das zu erzählen, was Vers 5 und ff. kommt, und dazu trifft er hier die Vorbereitung, macht die Einleitung dazıı. Dem ist es nicht darum zu thun, zu dociren, dass Gott Himmel und Erde erschaffen, das setzt er als ein Factuni voraus, welches sich von selbst versteht. Er hat nur im Sinn, uns das vorzuführen, was denn nun des Weiteren geschehen, wie die Welt da war. „Das ist die Erschaffung u. $. w. soll nichts anderes sagen, als: Ich führe dich in den Bereich der Erschaffung der Welt, um dir zu erzählen, was denn nun geschehen sei, nachdem Gott, wie du das weisst, und wie sich das von selbst versteht, die Welt erschaffen. Die Wendung mit einem so situirten

uns in

.27 .Vers ויברא אלהים את האדם בצלמו בצלם אהים ברא אתו זכר ונקבה ברא אתם:

Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und er schuf sie ein Männlein und Fräulein. (Luther.)

Also Gott schuf den Menschen, das Genus homo, nach seinein Bilde, im Bilde Gottes schuf er ihn, diesen Menschen, dieses Genus homo; Mann und Weib schuf er sie, das ist das Genus homo zersplittert sich sofort, auf einem Guss, zum Masculinum und Femininum.

,אלה תולדות und in specie mit einem ,אלה

um

197 333 DN 275 Ny Debt CNN 772" Vers. 28. welcher in der Bibel mannigfach vorkommt, und wir

ומלאו את הארץ וכבשרה ורדו בדגת הים ובעוף השמים ובכל חיה הרמשת על הארץ:

Und Gott segnete sie, und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch, und füllet die Erde, und machet sie euch unterthan, und herrschet über Fische im Meer, und über Vögel unter dem Himmel, und über alles Thier, das auf Erden kriechet. (Luther).

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.29 .Vers ויאמר אהים הנה נתתי לכם את כל עשב זרע זרע אשר על פָּני כל הארץ ואת כל העץ אשר בו פרי עץ זרע זרע לכם יהיה לאחלה:

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Und Gott sprach: Sehet da, ich habe euch gegeben allerlei Kraut, das sich besamet, auf der ganzen Erde, und allerlei fruchtbare Bäume, und Bäume, die sich besamen, zu eurer Speise. (Luther).

.30 .Vers ולכל חית הארץ ולכל עוף השמים ולכל רומש על הארץ אשר בו נפש חיה את כל ירק עשב לאכלה ויהי כן:

Und allem Thier auf Erden, und allen Vögeln unter dem Himmel, und allem Gewürme, das da lebet auf Erden, dass sie allerlei grün Kraut essen. Und es geschah also.

(Luther).

.31 .Vers וירא אלהים את כל אשר עשה והנה טוב מאך ויהי ערב ויהי בקר יום הששי:

machen besonders darauf aufmerksam, dass dieser Hebraismus es durchaus nicht bedingt, dass etwas vorhergegangen sein müsse, was den Autor berechtigt, uns so brevi manu in den Bereich einer Sache zu führen, um so zu sagen in medias res zu versetzen. So etwas ist durchaus nicht nöthig. Also ist es hier durchaus nicht nöthig, dass, da uns der Autor in den Bereich der Welterschaffung führt, dass nun etwas vorhergegangen sein müsse, was uns darüber Aufklärung giebt, wo wir denni nun einmal vorab zu dieser Welt koinmen.

Luther übersetzt: Zu der Zeit, da Gott der Herr. Im Text steht: Oil am Tage, wo oder an dem Gott der Herr. Dieses D1'involvirt, dass der Autor nichts von der Schöpfungsgeschichte in 6 Tagen weiss. Denn halten wir uns strict an den Wortlaut der Schrift, so hat nach der vorliegenden Auffassung Gott in einem Tage die Welt erschaffen. Dass aber Gott die Welt an einem Tage erschaffen haben soll, so kann nur Jemand dociren, dem die Schöpfung in sechs Tagen nicht bekannt ist. Nun ist es aber auch thunlich, dass man mit Luther übersetzt: „zur Zeit wo“, und nicht: „am Tage“. Das geht allerdings Das ist, wie in unserer Sprache. Wir halten uns ja auch zuweilen an den Zeittheil, statt an die Zeit überhaupt. So sagen wir z. B. in einem und demselben Sinn: Die Zeit wird auch noch kommen, wo du von dieser Meinung zurück kommst, und: Der Tag wird auch noch kommen, wo du von dieser Meinung zurück kommst. Ganz 50 kann man im Hebräischen „Tag“ für Zeit nehmen. Damit ist aber darin keine Alteration gebracht, dass der Autor die Welterschaffung in sechs Tagen nicht kennt. Nämlich der Autor kann hier nur unter den Umständen Tag für Zeit gesetzt haben, wenn er die vorangehende Sechs - Tage - Schaffung nicht kennt. Denn sobald er die Sechs-Tage-Schaffung kennt, so muss ihm sofort einfallen, halt, wenn du Tag schreibst, statt Zeit, so ist das anstössig, denn es handelt sich ja nicht um „ Tag“, sondern

Tage“. Dass ihm aber solches nicht in den Sinn kommt, dass er flott weg Tag für Zeit schreibt, das zeigt eben, dass er die Sechs-Tage-Schaffung gar nicht kennt. Wie wir es also auch mit dem Ol'd halten, stets haben wir das Resultat, welches darauf hinaus kommt, dass der Autor des vorliegenden Schriftstückes die Sechs - TageSchaffung nicht kennt.

Und endlich weisen wir darauf hin, dass durch das ganze erste Capitel, und durch die 3 Verse des vorliegenden Capitels, welche das erste Capitel completiren. Gott CSN heisst. Hier bekommt Gott eine ganz neue Bezeichnung: obat 7117' das ist Gott Jehovah.

Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe da, es war sehr gut. Da ward aus Abend und Morgen der sechste Tag. (Luther).

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um

Und also vollendete Gott am siebenten Tage seine Werke, die er machte, und ruhete am siebenten Tage, von allen seinen Werken, die er machte. (Luther).

.3 .Vers ויברך אלהים את יום השביעי ויקדש אתו כי בו שבת מכל מלאכתו אשר ברא אלהים לעשות:

Und segnete den siebenten Tag, und heiligte ihn, darum, dass er an demselben geruht hatte von allen seinen Werken, die Gott schuf und machte. (Luther).

Diese 3 Verse schliessen sich offenbar dem ersten Capitel an, bilden den Schluss dessen, was jenes gebracht. Jetzt kommt etwas Neues.

.4 .Vers אלה תולדות השמים והארץ בהבראם ביום עשות יהוה אל־הים ארץ ושמים:

.5 .Vers וכל שיח השדה טרם יהיה בארץ וכל עשב השדה טרם יצמח כי לא המטיר יהוה אלהים על הארץ ואדם אין לעבד את האדמה :

Das ist die Erschaffung des Himmels und der Erde, wie sie erschaffen worden am Tage, wo Gott der Herr Und alles Gewächs des Feldes war noch nicht da auf Erde und Himmel machte.

der Erde, und alles Kraut des Feldes war noch nicht Luther übersetzt: Also ist Himmel und Erde geworden, | hervorgesprossen, denn Gott der Herr hatte es noch nicht

also mit der Erde, dem Erdboden, und wird so Staub der Erde, Staub von der Erde.

Der Mensch, den Gott hier erschafft, wird zwar mit derselben Vocabel Adam benannt, wie der Mensch im ersten Capitel, ist aber trotzdem etwas anderes. Dort ist Adam das Genus homo, hier ist er der Mann, und nicht das Weib. Das Weib ist nicht da, um die Erde zu bebauen (Vers 5), dazu ist der Mann da. Darum wird ein Mann geschaffen, und nicht ein Weib.

Also Recapitulation des Sachverhaltes : Die Welt ist da. Nicht aber ist die Pflanzenwelt da. Sie konnte nicht da sein, denn erstens war der Regen, und zweitens der Mann (Mensch) noch nicht erschaffen. Nun wird zuerst der Regen erschaffen (Vers 6), und dunn der Mann (Mensch) (Vers 7.)

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regnen lassen auf der (die ) Erde, und ein Mensch war noch nicht da, um die Erde bearbeiten zu können.

Luther übersetzt: Und allerlei Bäume auf dem Felde, die zuvor nie gewesen waren auf Erden, und allerlei Kraut auf dem Felde, das zuvor nie gewachsen war. Denn Gott der Herr hatte noch nicht regnen lassen auf Erden, und war kein Mensch, der das Land bauete.

Wohl verstanden, Luther schliesst den Vers 5 unmittelbar an den Vers 4, so dass er also den Sinn herausbekommt: Also ist der Himmel und die Erde geschaffen, da sie geschaffen sind zu der Zeit, da der Herr Himmel und Erde machte, und auch allerlei Bäume auf dem Felde machte, die zuvor nie gewesen waren auf Erden, und allerlei Kraut auf dem Felde machte, das zuvor pie gewachsen war. — An so etwas ist nun gar nicht zu denken. Der Textausdruck 070 heisst einfach nicht da“. 17:17 cho heisst: „war noch nicht da“, strict: nicht geworden da". nos 70 heisst: „war noch nicht hervorgesprossen“, strict: „war noch nicht da hervorgesprossen“.

Die Sachlage ist also einfach die, dass, trotzdem Himmel und Erde geschaffen, da sind, dass trotzdem die Pfanzenwelt noch nicht da ist, dass der Mensch noch nicht da ist. Nicht nur wird ausdrücklich gesagt, dass die Pflan. zenwelt noch nicht da ist, sondern es werden auch Gründe angegeben, warum sie nicht da sein konnte. Der erste Grund ist der, dass Gott es noch nicht hatte regnen lassen. Der zweite Grund ist der, dass der Mensch noch nicht geschaffen war, der mit seiner Arbeit dem Wachsen der Pflanzen nach helfen konnte. Dem wird nun abgeholfen, indem das statt hat, was Vers 6 und 7 erzählen, nämlich:

.8 .Vers ויטע יהוה אלהים גן בעדן מקדם וישם שם את האדם אשר יצר :

,, war noch

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Und Gott der Herr pflanzte einen Garten in Eden, gegen Morgen, und setzte den Menschen darein, den er ge macht hatte. (Lutber.)

Durch den geschaffenen Regen, und die geschaffene Arbeitskraft kann mit Erfolg das statt haben, was hier erzählt wird. Wäre der Regen nicht vorab erschaffen worden, so wäre die Anlage (das Pflanzen) eines Gartens eine höchst müssige Sache gewesen, denn es bätte ja doch nichts wachsen können. Jetzt ist aber der Regen da, und der Anlage des Gartens steht weiter nichts im Wege. Indessen durch den geschaffenen Regen allein ist dem, dass der Garten gedeihen kann, noch nicht vollkommen Vore schub geleistet. Es bedarf auch noch obendrein der menschlichen Arbeitskraft, die dem Wachsen der Pflanzen nachhelfe. Nun, die Arbeitskraft ist da, sie ist in Adam erschaffen, ist blos nöthig, dass diese Arbeitskraft auch zum Garten in Relation gesetzt werde. Darum versetzt Gott den geschaffenen Menschen in den Garten.

.6 .Vers ואד יעלה מן הארץ והשקה את כל פני האדמה :

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Und ein Nebel stieg auf von der Erde, und tränkte die ganze Erd-Oberfläche.

Luther : Aber ein Nebel ging auf von der Erde und feuchtete alles Land.

Das heisst: Gott liess es jetzt regnen, damit das Pflanzenleben sich entwickeln könne. Demzufolge steigt ein feuchter Nebel auf, der dann als Regen niederfällt und die Erdoberfläche tränkt.

.9 .Vers ויצמח יהוה אהים מן האדמה כל עץ נחמד למראה וטוב למאכל ועץ החיים בתוך הגן ועץ הדעת טוב ורע :

.7 ,Vers וייצר יהוה אלהים את האדם עפר מן האדמה ויפח באפיו נשמת חיים ויהי האדם לנפש חיה:

Und Gott der Herr liess aufwachsen aus der Erde allerlei Bäume, lustig anzusehen und gut zu essen, und den Baum des Lebens mitten im Garten, und den Baum des Erkenntnisses Gutes und Böses. (Luther.)

Des Erkenntnisses Gutes und Böses ist selbstredend : Der Erkenntniss des Guten und Bösen, der Unterscheidung des Guten vom Bösen, des Bösen vom Guten.

Vorhin wird der Garten ganz im Allgemeinen gebracht. Hier wird das im Besonderen gebracht, was denn nun in dem Garten gepflanzt wird, was in ihm wächst.

.10 .Vers ונהר יצא מעדן להשקות את הגן ומשם יפרד והיה לארבעה ראשים:

Und es ging aus von Eden cin Strom zu wässern den Garten, und theilte sich daselbst in vier Hauptwasser.

(Luther.)

.11 .Vers שם האחד פישון הוא הסבב את כל ארץ החוילה אשר שם הזהב:

Das erste heisst Pison, das fliesset um das ganze Land Hevila, und daselbst findet man Gold. (Luther.)

.12 .Vers וזהב הארץ ההוא טוב שם הבדלח ואבן השהם:

Und das Gold des Landes ist köstlich, und da findet man Bdellion (?) und den Edelstein Onyx. (?) (Luther.)

Und Gott der Herr schuf (bildete) den Menschen, Staub der Erde, und blies ihm in seine Nase lebendigen Odem, und so wurde der Mensch zu einem lebendigen beseelten Wesen.

Luther: Und Gott der Herr machte den Menschen aus einem Erdenkloss, und er blies ihm ein den lebendigen Odem in seine Nase. Und also ward der Mensch eine lebendige Seele.

Odem, Athem, und beseeltes Wesen, Seele, sind Aus. drücke, die sich parallel laufen. Der Mensch besteht aus Körper und Seele. Wenn er stirbt, verlässt die Seele den Körper. Wenn er stirbt, verlässt aber auch der Athem den Körper, und so decken sich Athem und Seele. Seele und Athem werden derartig gegenüber gestellt, dass das, was wir im Leben Arbem nennen, im Tode Seele genannt wird. Also haben wir im Bereiche des Geistes :

Leben-Athem

Tod-Seele. Und was haben wir denn in analoger Beziehung im Bereiche des Körpers ? Nun, einfach in Bezug darauf, dass beim Tode der Leib in Staub zerfällt :

Leben - X

Tod Staub der Erde. Nun wird die Gleichung aufgestellt:

Athem: Seele = X: Staub der Erde. Da in dieser Gleichung auf der einen Seite Athem Seele, so muss auch auf der anderen Seite sein X = Staub der Erde. Und so kommt denn heraus, dass im Leben der Körper des Menschen Staub der Erde ist. Deswegen steht bier, Gott bildete den Menschen: Staub der Erde, das ist Staub der Erde seiend, dessen Materie Staub der Erde ist. In Text steht eigentlich nicht Staub der Erde, sondern Staub von der Erde. Das bleibt sich aber gleich. Die Erde kommt in die Sache, weil die Juden ihre Todten begruben, (nicht verbrannten), sie also mit der Erde in Relation brachten. Die in Staub zerfallende Leiche vermischt sich

.13 .Vers ושם הנהר השני גיחון הוא הסובב את כל ארץ כוש:

Das andere Wasser heisst Gihon, das Aiesset um das ganze Mohrenland (Kusch). (Luther.)

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.14 .Vers ושם הנהר השלישי חדקל הוא ההלך קרמת אשור והנהר הרביעי הוא פרת :

Das dritte Wasser heisst Hidekel, das fiesset vor Assyrien. Das vierte Wasser ist der Phrath. (Luther.)

Der Mensch ist im Garten, und soll dem Gedeihen des Gartens nachhelfen. In Bezug darauf wird in's Auge gefasst, dass er die Pflanzen begiessen soll. Dazu aber muss er Wasser haben, und das erhält er aus dem Strom, der den Garten bewässert. Auf die Weise kommt der Strom Edens in die Sache. Und nachdem er einmal in die Sache gebracht ist, wird weiter beschrieben, wo er von Eden aus hinfliesst.

.15 .Vers ויקח יהוה אלהים את האדם וינחהו בגן עדן לעבדה ולשמרה :

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