Obrazy na stronie
PDF
ePub

Wir haben aber eben in ihm die besondere Wesenheit, und das legt es nahe, dem zweiten und dritten Quecksilber-Lapis auch besondere Wesenheits-Standpuncte anzuweisen. Diese Wesenheits-Standpuncte werden nun dadurch herausbekommen, dass man sagt, der Lapis philos. ist Schwefel und Mercur. Von diesen beiden geben wir dem einen Quecksilber den Schwefel und dem anderen den Mercur. Eine solche Calculation liegt nun in Bezug auf den Schwefel deswegeu besonders nahe, da der Platz für das 'AppEvexov, indem Christus in Relation zum Hydrarg. oxyd. rubr. tritt, frei geworden ist. Dies 'Apokvirov kommt nun auf den heiligen Geist, welches nahe liegt, da der Schwefel im Sinne der früheren Lapis philos.-Interpretation der Tab. smar. Hydrothiongas ist, das ist etwas luftförmiges, etwas pneumatisches. Damit ist denn ein Quecksilber als Schwefel verwerthet, und das legt es nahe, das andere für Mercur zu verwerthen.

Wie also die Araber die 3 Lapides von den BesonderStandpuncten: Erde, Erde und Feuer, Erde und Wasser auffassen, so fassen die Abendlä ler, sich an den Christlichen Standpunct haltend, dieselben auf als : Hydrarg. oxyd. rubr., Mercur, Sulphur.

Was nun im Besonderen die Lapis philos.-Interpretation der Tab. smar. betrifft, mit der wir es hier zu thun haben, so werden die 8 Rubriken der, metaphysischen Interpretation der Tab. smar. angenommen. Von der ersten Rubrik ist nichts zu sagen, und so beginnen wir mit der

Zweiten Rubrik. Quod est inferius bis adoptione.

Bereits bei der Jüdischen Interpretation der zweiten Redaction der Tab. smar, wurden die beiden superius und inferius zu einer Drei (Wasser, Erde, Luft) ausgebeutet. Diese Drei tritt nun auch hier ein und zwar :

Erstens im Anlehnen an die Gottheit. Gott Vater, Sohn und heiliger Geist dienen dazu, um die Wunder der res una zu Stande zu bringen. Die res una ist das yós und im Anlehnen an dieses der Ein-Gott : Christus.

Zweitens im Anlehnen an den Lapis philos. Die 3 Lapides dienen dazu, die Wunder der res una, des EinLapis, zu Stande zu bringen, welcher ist: Hydrarg. oxyd. rubr.

Et sicut ete.

Die res omnes sind Gott Vater, Sohn, heiliger Geist. Meditatio unius ist Christus. Also res omnes fuerunt ab uno, meditatione unius: die Drei-Gottheit entstand durch den Eingott, nämlich Christus. Christus dilatirt sich zu Christus, Gott Vater und heiligem Geist; Christus, Gott Vater und heiliger Geist restringiren sich zu Christus.

Die res natae sind die 3 Lapides. Diese entstanden von der una res, dem Hydrarg. oxyd. rubr. Das Hydrarg. oxyd. rubr. dilatirt sich zu den 3 Lapides ; die 3 Lapides restringiren sich zum Hydrarg. oxyd. rubr.

Die adoptio restringirt die Parallele in Bezug auf das sicut — sic. Drei-Ein-Gottheit und Drei-Ein-Lapis decken sich nur uneigentlich.

Dritte Rubrik. Pater ejus est Sol bis terra est.

Die väterlichen und mütterlichen Verhältnisse werden hier als indirecte Bezeichnungen für die Wesenheit dessen genommen, was in's Auge gefasst wird. Wenn der Vater resp. die Mutter ein Mensch ist, so ist auch das Kind ein Mensch, wenn der Vater resp. die Mutter eine Pflanze ist, so ist auch das Kind eine Pflanze u. s. w. Ob ich also sage, er selbst ist das, oder sein Vater, seine Mutter ist das, bleibt sich gleich. Es wird dem entsprechend angenommen, dass es ganz gleich ist, ob hier steht Pater ejus est Sol, oder Est Sol, ob hier steht mater ejus est Luna, oder est Luna; ob hier steht Portavit illud ventus in ventre suo (mater ejus est ventus), oder Est ventus; ob hier steht Nutrix ejus terra est (mater ejus est, terra), oder Est terra.

Also Pater ejus est Sol etc. : Er ist Sol und Luna, das ist, er ist das yös, das ist, es handelt sich um Christus. Das Doppel-Verhältniss mit Sol und Luna stammt daher, dass wir Christus doppelt haben, als Eingott und als Theilgott der Trinität.

Portavit illud ventus etc.: Er ist ventus, Luft, nysūma. Das ist, es handelt sich um den heiligen Geist.

Nutrix ejus terra est. : Er ist Erde. Das ist, es handelt sich um Gott den Vater. Erde wird Gott der Vater in Bezug darauf, dass er die Welt erschaffen hat. Somit ist er der Welt-erschaffende Gott, das ist kurz der WeltGott und noch kürzer die Welt. Nun wird aber Welt und Erde synonim genommen, und auf die Weise wird Gott der Vater zur terra.

So ist die Relation zur Gottheit. Damit geht die Parallele in Bezug auf den Lapis philos. Hand in Hand.

Pater ejus est Sol etc. Es handelt sich um den FeuerLapis, das ist um das Hydrarg. oxyd. rubr. Das DoppelVerhältniss mit Sol und Luna stammt daher, dass wir das Hydrarg. oxyd. rubr. doppelt haben, als Ein - Lapis und als Theil des Drei-Lapis.

Portavit illud ventus etc. Es handelt sich um den Lapis philos. als Schwefel. Wir wissen ja, dass der Schwefel, der beim Schwefel und Mercur des Lapis philos. der ersten Lapis philos - Interpretation betheiligt war, Luft-Schwefel ist, daher die Bezeichnung: Est ventus.

Nutrix ejus terra est. Es handelt sich um den Mercur. Lapis. Von der berührten Interpretation her wissen wir ebenfalls, dass der Mercur, der beim Lapis philos. betheiligt war, Erde ist, daher hier die Bezeichnung: Est terra.

Vierte Rubrik. Pater omnis telesmi bis inferiorum.

In Beziehung auf die Gottheit lehnt diese Rubrikan Christus. Das Nähere sehe man bei der Drei-EinigkeitsInterpretation der Tab. smar. nach.

In Bezug auf den Lapis philos. liegt die Interpretation ff.

Pater omnis telesmi etc. Der telesmus ist der Lapis philos. Der Vater desselben ist das Metall Quecksilber als solches; ihm verdankt der Lapis philos. sein Dasein, denn alle 3 Lapides sind Quecksilber. Also: Hier hast du das Quecksilber.

Virtus ejus etc. Seine Kraft ist vollständig, wenn es in terra verwandelt worden. Terra = Lapis, und Lapis hier sehr nahe liegend genommen als Lapis philos. Also die virtus des Quecksilbers ist eine integra, wenn sie, die virtus, oder es, das Quecksilber, in Lapis philos. verwandelt worden.

Separabis etc. In Bezug auf Christus haben wir hier den · Leib Christi und den geistig gefassten Christus (göttliche Eigenschaft). Das führt auf Körper und Geist, und diese werden dem Lapis philosophicus gegenübergestellt. Der Körper wird einfach genommen, der Geist doppelt, so dass herauskommt: Corpus, Anima, Spiritus. Corpus wird gleichgestellt dem Hydrarg. oxyd. rubr., denn in ihm hat man den Lapis philos. reell, wohingegen die beiden anderen Quecksilber-Lapides mehr Idealitäten sind. Desshalb diese letzteren = Anima und Spiritus. Es soll nun der Lapis philos., den wir vorhin in der terra generell haben, in Corpus, Anima, Spiritus zersplittert werden, und dann separirt werden. Es sind zu trennen Anima und Spiritus vom Corpus, so dass dieses übrigbleibt, dass wir das Hydrarg. oxyd. rubr. behalten.

Suaviter magno cum ingenio weist darauf hin, dass es sich um das Lapis philos.-Verhältniss, und nicht um Christus handelt.

Ascendit etc. Das Hydrarg. oxyd. rubr. nun, welches wir beim Separiren erhalten, das steigt auf und ab, indem es rothe Dämpfe entwickelt, und sich präcipitirt. Streng genommen ist es also auf das Hydrarg. oxyd. rubr. abgesehen, welches mittelst Salpetersäure dargestellt wird. In. dessen das Hydrarg. oxyd. rubr., welches mittelst Feuers allein dargestellt wird, ist nicht excludirt, denn wir wissen ja von den Arabern her, dass auch bei dieser Darstellungsweise das ascendere und descendere herangezogen wurde.

Et recipit etc. Das Hydrarg. oxyd. rubr., welches man auf die Weise erhält, bekommt die Macht aller Lapides, der superiora und der inferiora der zweiten Rubrik, welche ja die 3 Lapides sind. Die vorhin separirten Lapides werden wieder herangezogen, um das Hydrarg. oxyd. rubr. nicht allein zu haben.

Beim ascendere, descendere, vim recipere kann man übrigens auch die 4 Regimina heranziehen. Nämlich:

Es bringt das ascendit a terra in coelum : die Solutio. Es bringt das descendit in terram: die Congelatio. Da nun das ascendere zu einem superius führt, so haben wir in der Solutio ein Regimen snperius. Da das descendere

zu einem inferius führt, so haben wir in der Congelatio ein Regimen inferius. Dies Regimen superius et inferius soll nun recipere vim superiorum et inferiorum, das heisst, es sollen 2 Regimina superiora und 2 Regimina inferiora herauskommen. Und das heisst, es soll sich dem einen Regimen superius, welches die Solutio ist, das zweite Regimen superius, welches die Destillatio ist, hinzugesellen ; es soll sich dem einen Regimen inferius, welches die Congelatio ist, das zweite Regimen inferius, welches die Calcinatio ist, hinzugesellen. (Vergl. bei den Arabern.)

Fünfte Rubrik. Sie habebis bis penetrabit.

Die gloria bezieht sich auf die Gottheit, die im Vorhergehenden abgehandelt worden, und zwar eigentlich in dieser Beziehung auf Gott Vater, Sohn, heiligen Geist. Im Grunde ist es aber blog auf Christus abgesehen, und daher: Ideo fugiet a te omuis obscuritas. Christus aber wird hier einerseits deswegen in den Vordergrund geschoben, weil, wie wir oben gesehen, in ihm die Trinität aufgeht, und andererseits deswegen, weil es sich um eine Christliche Interpretation über den Lapis philos. handelt, entgegen der Arabischen analogen Interpretation.

Die fortitudo ist der Lapis-Standpunct. Die cumulirte fortitudo zählt nach der Drei, und bezieht sich auf den dreifachen Lapis philos. Die omnis res subtilis ist der doppelte Quecksilber - Lapis, die omnis res solida ist der in der dritten Rubrik doppelt gefasste Hydrarg. oxyd. rubr.Lapis. Also: Die fortitudo, der Lapis-Standpunct, besiegt und durchdringt die 3 Lapides, von denen einer doppelt gefasst wird.

Sechste Rubrik.
Sic mundus bis est hic.

Die creatio mundi bezieht sich auf die dritte Rubrik, in der die terra init dem welterschaffenden Gotte in Verbindung gesetzt wurde.

Die adaptationes beziehen sich auf die vierte Rubrik. Das, was diese Rubrik bringt, wird angepasst an das, was die dritte Rubrik bringt, das ist einerseits an Chritsus, andererseits an den Lapis philos.

Quarum modus est hic bezieht sich auf die fünfte Rubrik, in der vom uét pov, der fortitudo, die Rede ist.

Sielrente Rubrik.
Itaque vocatus sum bis mundi.
Hermes trismegistus Drei-Einigkeit.

Philosophia totius mundi Lapis philos. (Vergl. bei der ursprünglichen Lapis philos.-Interpretation.)

Die Drei-Einigkeit hat, auf sie kommt der Lapis philos. mit seinen 3 partes, das ist dem dreifachen Lapis philos.

Achte Rubrik.
Completum est bis Solis.

Das wird kurzweg übersetzt: Es ist jetzt fertig, was ich über die XQUOonocía gesagt.

An die zweite Mercur-Interpretation lehnen, wie wir das wissen, zwei Arabische Parteien, die Goldmacherpartei und die Nicht-Goldmacherpartei. Die erstere war in der Minorität. Gerade aber, weil sie das war, traten die Abendländer zu ihr über, um so gegen den Kern der Araber Front zu machen. Da die Araber im Allgemeinen sagten: Keine XQvoonori'a, so sagten die Abendländer: Und nun erst recht XQUOonocía, ihr Heiden! Daher muss man sich nicht wundern, dass das so

länder heraus: Alchemie ist die Lehre vom Lapis philos. und der xqvoonotin. Wir werden sehen, dass die Abendländer sich noch mannigfachen Interpretationen der Tab. smar. in die Arme werfen. Wenn dem aber auch so ist, die vorliegende Interpretation ist ihnen die Interpretatio princeps, von der sie unter keinen Umständen ablassen, und daher dreht sich die Abendländische Alchemie immer und immer wieder um die Goldmacherkunst und den Stein der Weisen. Auf die Weise ist es leicht zu begreifen, dass in der Abendländischen Zeit der Goldmacher-Schwindel solch kolossale Dimensionen annehmen konnte. Ohne Mystificationen ging es nun einmal nicht in der Alchemie. Da diese aber im Grunde auf nichts anderes hinauskam, als auf die XQUOonolia, so musste diese auch das Hauptsubstrat zur Mystification abgeben, und daher eben aller Ecken der Goldmacher - Schwindel, an den das Publicum um so lieber anbiss, als die schwache Seite der meisten Menschen Goldgier ist.

Wie in Bezug auf den Lapis philos. der ersten Lapis philos.-Interpretation der Tab. smar., so handelt es sich natürlich auch in Bezug auf den Quecksilber - Lapis um ein Etwas, welches man dem unedelen Metall zusetzt, auf dass dieses zu Gold wird. Diesen Zusatz-Process fassen die Abendländer aus verschiedenen Gesichtspuncten auf. Sio sprechen in dieser Beziehung von einer Projectio (projicere) der Lapis philos. wird über das unedele Metall geworfen; von einer Multiplicatio der Lapis philos. wird kraft der Stelle Pater ejus est Sol als Gold aufgefasst, als weniges Gold, welches die Masse, mit der es in Berührung kommt, in vieles Gold verwandelt, und was dergleichen Ausdrücke mehr sind. So spricht man von einer Fermentatio, von einem Aufgehen des Lapis philos. wie ein Samen · Ausdrücke, welche wir später näher kennen lernen werden. Natürlich ist bei der SchwindelGoldmacherkunst ein Punct, auf den wir schon früher aufmerksam gemacht Gewicht darauf zu legen, dass der Lapis philos. nicht von vorn herein dem unedelen Metalle als Gold zugesetzt wird, damit der Anti-Goldmacher nicht sagen kann, das ist keine Kunst, Gold zu gewinnen, wenn man vorab Gold in den Tiegel giebt.

Schlussbemerkungen. Man könnte sagen, es ist ein eigenthümliches Sachverhältniss, dass von den drei Lapides einer pús, ignis, sein soll, der andere Schwefel, indem ja Feuer Schwefel. Dabei ist aber zu bedenken, dass eine solche Situation wohl im Allgemeinen etwas auffallendes haben könnte, hier im Besonderen aber nicht hat. Hier stehen die Lapides der Gottheit zur Seite, in Bezug auf diese ist aber der Vater, was der Sohn ist, und der Sohn wieder, was der heilige Geist ist. (Vergl. Symbolum Quicunque.) Wenn es also heisst, der Lapis ignis (Hydrarg. oxyd. rubr.) ist ja im Grunde dasselbe, was der Lapis Sulphuris (MercurLapis, welcher auf den heiligen Geist kommt) ist, so trägt das weiter keine Collision in sich, denn bei der Trinität ist Christus auch dasselbe, was der heilige Geist ist. Ein Lapis soll ja im Grunde dasselbe sein, was der andere ist, denn sonst könnten sie ja nicht alle drei auf das Quecksilber hinauskommen. Uebrigens kann man auch ff. argumentiren. In der dritten Rubrik heisst Pater ejus est Sol auch: der Vater des betreffendon Lapis ist Gold. Damit ist der Lapis selbst Gold. Demnach decken sich Lapis ignis und Gold-Lapis. Statt Lapis ignis kann man also auch Gold-Lapis sagen. Dieser aber bietet mit dem Schwefel-Lapis Collision.

zielt omande bringt. Weliomie Araber es bricht wollen, bie vorliegende Interpretation der Tab. smar. fasst die

gerade deshalb wird den Abendländern die Alchemie zu gar nichts anderem, als zur XQUOonolia. Und darum schliesst die Tab. smar, in der vorliegenden Interpretation: Es ist jetzt fertig, was ich von der XQuoonotia gesagt, trotzdem dass in dieser Interpretation kein Wort über dieselbe gesagt ist. Die Tab. smar. ist der Kanon der Alchemie, als solcher der Inbegriff der Alchemie, als solcher Alchemie, und als solche XQuoonotia. Wenn also die Tab. smar. absolvirt ist, so ist eo ipso die xquoonoii'a absolvirt. Nun ist kraft der philosophia totius mundi der Titel der vorliegenden Interpretation der Tab. smar.: De Lapide philosophico. Wenn wir also vorhin sagten, Alchemie XQvO0notic, so tritt dem noch zur Seite, Alchemie=Lapis philos. Und so kommt denn für die Abend

Xgvoonoia so auf, wie sie im Sinne der Arabischen La pis philos.-Interpretation liegt. Das ist also, man hat das unedele Metall und setzt den Lapis philos. zu, dann geht die Verwandlung in Gold vor sich. Eine Differenz beider Interpretationen liegt nun darin, dass die Araber in dem Passus Haec est totius fortitudinis die Metalle haben, welche besiegt und durchdrungen werden durch den Lapis philos., die Abendländer dagegen in diesem Passus, wie überhaupt in ihrer Interpretation, die Metalle nicht haben. Eine eigentliche Lücke liegt nun hierin in Bezug auf die Abendländer gerade nicht, denn, wenn ihnen die Alchemie = XQvoonolia, der der Lapis philos. zur Seite tritt, 80 versteht es sich nach den Antecedentien der Abendländischen Alchemie von selbst, dass durch den Zusatz des Lapis philos. zu den unedelen Metallen diese in Gold verwandelt werden. Immerhin aber ist es naturwüchsig, dass man fragt, aber wo kommen denn nun die Metalle her, welche der x puoonoii'a anheimfallen? Und da ist denn der Abendländischen Metall-Interpretation, die wir im Folgenden kennen lernen werden, die Thür geöffnet. Das Nicht-Nennen der Metalle in der vorliegenden Interpretation hat übrigens auch seine Lichtseite vor dem Thun der Araber. An der Hand des quia vincet wird bei den Arabern, streng genommen, auch das Metall Gold in Gold verwandelt, was eine müssige Sache ist, denn was einmal Gold ist, braucht nicht mehr Gold zu werden. Hierin liegt bei den Arabern nun wieder keine eigentliche Lücke, denn, wie gesagt, was einmal Gold ist, braucht nicht mehr in Gold verwandelt zu werden. Indessen die Abendländer kommen durch ihr Schweigen um das Gold herum, sie können es von vorn herein excludiren.

der res

unit

Die Elementen-Zeichen-Interpretation der

Tabula smaragdina. Weil die Araber die Tab. smar. für die Planeten- und Metall-Zeichen ausbeuten, so beuten die Abendländer die Tab. smar. in ähnlichem Sinne aus. Metalle resp. Arcana sind aber bereits besetzt, das Terrain für diese ist bereits von den Arabern ausgebeutet, und so machen sich denn die Abendländer an die Elemente. Sie beuten die Tab. smar. dazu aus, diesen Zeichen zu geben. Die betreffenden Zeichen sind, wie Jeder weiss, folgende

V Waser
Feuer

A Luft. Um diese Zeichen herauszubekommen, lehnen sie an die Figur :

F Erde.

Zum Hexagramm gehören 2 Dreiecke, ein oberes und ein unter es, das obere ist b a c, das untere e df. Beide stehen, wie in dem Quod est inferius etc. gelehrt wird, auf gleicher Rangstufe. Was so im Allgemeinen in der Welt oben steht, das hat eine Superiorität über dem, was unten steht. So ist hier die Sachlage nicht. Das untere Dreieck ist ganz so, wie das obere.

Et quod est superius etc. Und diese beiden Dreiecke nun, das obere, wie das untere, dienen dazu, die Wunder

zu Stande zu bringen, welche das Hexagramm ist.

Res omnes fuerunt ab uno, meditatione unius, wie in der vorigen Interpretation der Tab. smar.: Die DreiGottheit entstand durch Christus.

Res natae sind die Elemente als Zeichen gedacht. Diese fuerunt ab una re, entstanden durch die, aus der sechsspitzigen Figur.

Die Parallele des Vorder- und Nach-Satzes wird bedingt durch die meditatio unius und die res una. In beiden haben wir nämlich Christus. Christus der Figur gegenüber soll nun nicht absolut mit Christus der DreiEinigkeit gegenüber parallelisirt werden, und daher die Restringirung mit der adoptio.

Dritte Rubrik. Pater ejus est Sol bis terra est.

Zuvörderst ist die Sachlage in Bezug auf das väterliche und mütterliche Verhältniss wie im vorigen Abschnitt. Also Pater ejus est Sol ist: Est Sol. Mater ejus est Luna ist: Est Luna, u. 8. W.

Es handelt sich nun beim Est Sol um das Element Feuer, was nahe liegt.

Es handelt sich beim Est Luna um das Element Wasser, was sehr weit liegt, sich aber nicht anders machen lässt.

Es handelt sich beim Est ventus um das Element Luft, was wieder nahe liegt, da Wind = Luft.

Es hardelt sich beim Est terra um das Element Erde, was nahe liegt.

Man muss sich nun nicht nur denken, dass man auf diese Weise die Elemente hat, sondern auch, dass man mit den Elementen zugleich ihre Zeichen hat, so dass also herauskommt : Pater ejus est Sol =

Feuer, o Mater ejus est Luna = Wasser, V Portavit illud etc. Luft, A Nutrix ejus terra est Erde, Ę

Die Reihenfolge, in der uns hier die Elemente und ihre Zeichen geboten werden, ist wohl in's Auge zu fassen. Zuerst haben wir Feuer, das ist das obere Dreieck (bac); dann das Wasser, das ist das untere Dreieck (ed f); dann die Luft, das ist das obere Dreieck mit dem Parallelstrich; endlich die Erde, das ist das untere Dreieck mit dem Parallelstrich. Der Anfang ist also beim Feuer, A; das Ende bei der Erde, Đ; in der Mitte stehen Wasser, D, Luft, A

Vierte Rubrik. Pater omnis telesmi bis penetrabit.

In dem vorigen Abschnitte, resp. in der Drei-EinigkeitsInterpretation der Tab. smar, ist der Pater omnis telesmi totius mundi: Christus. Hier ist er es ebenfalls, nicht aber Christus als Christus, sondern Christus in Bezug auf die sechsspitzige Figur als Crucifixus gedacht. Also

Pater omnis telesmi etc. Hier hast du die sechsspitzige Figur.

Virtus ejus etc. Ihre Tugend ist vollkommen, wenn sie in Erde verwandelt worden. Man ist nämlich, (siehe die dritte Rubrik) mit der Abzählung der Elemente fertig, wenn man bei der Erde, Ē, angekommen ist. Und das wird genommen als wenn man die Figur als eine solche hat, deren virtus eine integra est, wenn die versio in terram da ist.

Separabis etc. Terra = Element Erde Ignis Element Feuer. Subtile = Element Luft. Spissum Element Wasser. Es wird angenommen, dass der Passus nicht lantet, wie er gerade hier steht, sondern dass er lautet:

welche wir bei der Pythagoräischen Interpretation der Tab. smar. haben kennen lernen. Sie ergiebt nämlich die Theilfiguren

bac (A) Feuer, edf (D) Wasser, b ac mit dem Parallelstrich ef (A) Luft, edf mit dem Parallelstrich bc (Đ) Erde. Die ganze Figur wird auf den gekreuzigten Christus (Crucifixus) bezogen. Man macht nämlich ein Kreuz in stehender oder liegender Form :

[merged small][merged small][ocr errors][merged small][merged small][merged small][merged small][merged small][merged small]

Nimmt man nun das Kreuz in stehender Form, so haben wir den Kopf des gekreuzigten Christus bei a, seine Ilände bei e und f, seine übereinanderliegenden Füsse bei b. Nimmt man das Kreuz in liegender Form, so sind Kopf und Hände wieder bei a, e u. f, die Füsse aber auseinandergespreitzt bei b und c. Denkt man also Christus an das doppelte Kreuz geschlagen, so sind die Puncte a, b, c, d, e, f der oben gez ichneten sechsspitzigen Figur, des Hexagramms, sämmtlich implicirt. Hat man demgemäss die betreffende Figur, so hat man in ihr eben das Bild des gekreuzigten Christus.

Die Interpretation der Tab. smar., um die es sich hier handelt, nimmt dem Hexagramm zu Liebe 6 Rubriken

Von den 8 Rubriken der Tab. smar. (metaphysiche Interpretation) fällt zuerst die 8. Rubrik, und von den übrigbleibenden 7 Rubriken, wird die 5. Rubrik wit der 4. verbunden, wodurch eben 6 Rubriken herauskommen.

Von der ersten Rubrik ist nichts zu sagen, und wir beginuen daher mit der

Zweiten Rubrik. Quod est inferius bis adoptione.

an.

wir nämlich den Kopf bei a, die Hände bei d und c, die Füsse bei f. In Bezug auf das liegende Kreuz kommeu die Füsse gespreitzt bei b und e.

Separabis terram a spisso, subtile ab igne.

Berechtigung zu dieser Annahme giebt das: suaviter magno cum ingenio.

Dann hat man : Von der Erde, die dir so eben vorgeführt, gehst du aus, und machst trennend einen Unterschied zwischen ihr und Wasser, V. Das heisst F und sind gleich bis auf den Parallelstrich in der Mitte. Setzest du den bei Seite, so hast du statt F: V.

Nachdem nun auf die Weise das eine complicirtere Zeichen absolvirt ist, liegt es nahe, zum anderen complicirteren Zeichen A zu kommen. In Bezug auf dieses hat man: Mache trennend einen Unterschied zwischen Luft, A, und Feuer, A. Und das heisst analog, wie vorhin, A und sind gleich bis auf den Parallelstrich in der Mitte. Setzest du den bei Seite, so hast du statt A: A

Das, was vorhin gelehrt, liegt nalie, so wird ferner interpretirt, denn:

Ascendit a terra in coelum, iterumque descendit in terram. Die sechsspitzige Grundfigur ascendit et descendit, hat zwei Dreiecke, von denen das eine mit der Spitze nach oben sieht (bac), das andere mit der Spitze nach unten sieht, (edf). Und in dieser Figur hast du nicht nur die Zeichen dieser beiden Dreiecke an und für sich, die Zeichen für Feuer und Wasser, sondern auch die Zeichen fiir Luft und Erde, denn die betreffende Gesammtfigur :

recipit vim superiorum et inferiorum, repräsentirt die Elemente superiora et inferiora, die vier Elemente und nicht zwei Elemente.

Sic habebis etc. So, indem du nun die betreffende Figur hast, welche die vis superiorum et inferiorum erhält, hast du Christus. Aber die obscuritas muss dich fliehen. In der gloria hast du nicht Christus als solchen, sondern als Crucifixus. Du hast aber auch in der Fi

gur, die

totius fortitudinis fortitudo fortis, die cumulirte fortitudo, die Elementen-Zeichen. Kraft des Fortitudo-Standpunctes besiegt und durchdringt die Figur die 4 Elemente, das ist omnis res subtilis et solida. (Vergl. bei der Philonischen Interpretation der Tab. gmar. bei dieser Stelle). — Die fortitudo zählt den 4 Elementen zu Liebe nach der Vier.

Fünfte Rubrik. Sic mundus bis hic.

Die creatio mundi bezieht sich auf die zweite Rubrik, und zwar deswegen, weil die omnes res natae, das sind die 4 Elemente, und diese constituiren wieder die Welt, fuerunt ab una re.

Die adaptationes beziehen sich auf die dritte Rubrik. Es werden nämlich in der dritten Rubrik die Anpassungen der Elemente an die sechsspitzige Figur (Elemente und Elementen-Zeichen) gebracht. Sie stammen aber von der una res, welche die zweite Rubrik bringt.

Quarum modus est hic bezieht sich auf die vierte Rubrik, in der von der fortitudo, dem uétqov, die Rede ist.

Sechste Rubrik. Itaque vocatus bis mundi.

Der Hermes trismegistus figurirt dem zu Liebe, dass der sechsspitzigen Figur das Dreieck zu Grunde liegt. Mit dem Dreieck fängt ja auch die zweite Rubrik an.

Die tres partes philosophiae totius mundi sind die drei Theile der Tab. smar., auf welche der Index hinweist.

Schlussbemerkuny. In dem Abschnitte „Pythagoräische Interpretation der Tab. smar.“ haben wir darauf hingewiesen, dass das Pentagramm eine dem Hexagramm ebenbürtige Figur ist. Das zeigt sich nun auch speciell in Bezug auf den gekrouzigten Christus. Auch das Pentagramm :

Mensch - Interpretation der Tabula

smaragdina der Abendländer. Ein klarsehender Abendländer sagt, dass ihr Christus so absolut in die Alchemie hineinzieht, wäre ein ganz gutes Thun, wenn wir Abendländer so isolirt daständen, dass uns die übrigen Alchemisten in der Welt nichts angingen. So isolirt stehen wir aber noch lange nicht da, im Gegentheil, wir stecken mit unserer Lapis philos.-Interpretation stark in Arabischen Schuhen. Wir haben von den Arabern manches gelernt, und können noch mehr von ihnen lernen. Das beste ist daher, dass wir mit ihnen Hand in Hand gehen. Verfahrt ihr nun derartig, dass ihr mit Emphase der XQuoonotic huldigt, so mag das hingehen. Die Araber können hiergegen im Grunde nichts haben, da es bei ihnen selbst eine Partei giebt, welche im Anschluss an die Arabische Lapis philos.-Inter pretation der Tab. smar. der XQuoonoita huldigt. Steift ihr euch aber auf eine Alchemie, die sich um Christus und Drei-Einigkeit dreht, dann könnt ihr keinem Mahomedaner znmuthen, mit euch gleichen Schritt zu gehen. Der Riss zwischen euch und ihnen ist dann da, und was habt ihr nun? Ihr beschwört die alten Alexandrinischen Zeiten mit ihrem Hader zwischen Juden und Griechen im potenzirten Grade herauf, und steht euch selbst am meisten im Lichte bei der Sache. Ich mache euch einen Vorschlag. Wir sind von der Philonischen Mensch-Interpretation der Tab. smar. zur Drei-Einigkeits-Interpretation der Tab. smar. übergegangen, wir sind vom Menschen zum Gottmenschen gekommen, indem der Mensch da war, und Christus folgte. Jetzt ist Christus da, es liegt also nahe, dass wir das alte Thun umkehren, und von ihm zum Menschen überhaupt kommen. Der Mensch, den wir auf diese Weise den Arabern bieten, wird bei ihnen keinen Anstoss erregen, und wir denken bei uns, in diesem Menschen haben wir doch im Anlehnen an unsere Lapis philos.-Interpretation: Christus. Die Sache, sagt jener Abendländer ferner, lässt sich ganz einfach machen. Nachdem wir die sechsspitzige Figur auf Christus übertragen haben, haben wir die Elemente von unserem Standpuncte durchaus legalisirt. Wir können also ganz getrost die superiora und inferiora der zweiten Rubrik der Tab, smar. auf die Elemente übertragen. In der dritten Rubrik haben wir dann, im Anlehnen an unsere Elementen-Zeichen-Interpretation wieder die Elemente, die sich leicht vom Standpuncte der Elementar-Qualitäten auffassen lassen. Dann sind wir in der vierten Rubrik bei Christus, und nehmen statt seiner den Menschen überhaupt. Das Uebrige lässt sich leicht ferner entwickeln. Auf die Weise haben wir dann eben eine Mensch-Interpretation der Tab. smar., an deren Hand wir mit den Arabern verträglich einhergehen.

Einer solchen Calculation verschlossen nun die Abendländischen Alchemisten nicht ihr Ohr, und so gingen sie denn willig auf die Mensch-Interpretation der Tab. smar. ein, welche wir hier näher kennen lernen wollen. In Bezug auf sie vergl. besonders :

Merlin: Allegoria, profundissimum philosophici Lapidis arcanum perfecte continens.

Die Rubriken wie bei der Abendländischen Lapis philos.Interpretation der Tab. smar.

Von der ersten Rubrik ist weiter nichts zu sagen, und wir beginnen mit der

Zweiten Rubrik.
Quod est inferius bis adoptione.

In den beiden superius und inferius sind die 4 Elemente repräsentirt. Diese dienen dazu, um die Wunder des res una, das ist des Eies zu Stande zu bringen. Zum Eie gelangt man an der Hand des Welten-Eies, welches die ursprüngliche Lapis phil.-Interpretation der Tab. smar. (vergl. diese) bei der res una in's Auge fasst. [n Bezug auf Ei und Elemente heisst es in der Turba philosophorum, Sermo quartus (Pandolfus):

Exemplum est ovum, in quo quatuor conjuncta sunt. Ejus cortex apparens est terra, et albedo aqua. Cortex

repräsentirt den Crucifixus in der Relation zum Doppelkreuz (s. oben). In Bezug auf das stehende Kreuz haben

vero tenuissimus cortici junctus est separans inter terram et aquam, sicut significavi vobis, quod aër est separans terram ab aqua. Rubeum quoque ovi est ignis. Cortex qui rubeum continet, est aër, aquam separans ab igne; et utrumque est unum et idem.

Aër frigida separans, terram videlicet et aquam ab invicem, spissior est aëre altiore. Aër vero altior est rarior et subtilior, nam est igni propinquior aëre inferiore. In ovo igitur facta sunt quatuor: terra, aqua, aër et ignis. Solis autem punctus, his exceptis quatuor in medio rubei qui est : pullus.

„Ein Beispiel ist das Ei. In ihm sind die 4 Elemente verbunden. Die sichtbare Schale ist die Erde, das Eiweiss das Wasser. Das dünne Häutchen, welches an der Schale hängt, ist die Luft, welche Erde und Wasser trennt; ich habe euch ja gesagt, dass die Luft eben Erde und Wasser trennt. Das Eigelb ist das Feuer. Das Häutchen, welches das Eigelb umhüllt, ist die Luft, und zwar diejenige, welche Wasser und Feuer trennt. Die beiderseitige Luft ist ein und dasselbe. Die Luft, welche das das Kalte von einander trennt, nämlich Erde und Wasser, ist dichter als die höhere Luft. Die höhere Luft dagegen ist dünner und feiner, denn sie ist dem Feuer näher, als die untere Luft. Wir haben also im Ei das Vierfache: Erde, Wasser, Luft, Feuer. Der Sonnenpunct aber, welcher ausserdem mitten im Eigelb ist, ist das Junge.“

Was den „Sonnenpunct“ betrifft, so ist dieser das Wesentlichste des Eies. Er entwickelt sich im menschlichen Ei zum Menschen fort, ist also die Quintessenz der Ei-res

Da nun in der Lapis philos.-Interpretation der Tab. smar. die res una der Lapis philos. ist, der Lapis philos. aber Gold ist, so wird er Sol genannt, und an diesen Sol lehnt sich der Sonnenpunct des Eies.

Et sicut res omnes.

Die res natae des Nachsatzes sind auf Philos Autorität hin als Person, als Mensch zu fassen.

Die res omnes des Vordersatzes sind die Welt.

Die Welt entstand vom unum, vom Welten-Ei, durch den hóyos Gottes.

Der Mensch entstand vom Ei (Menschen-Ei) durch adoptio.

Der lóyos Gottes schuf das Welten-Ei in directer Beziehung, das Ei erschuf den Menschen in indirecter Beziehung, und daher haben wir im Nachsatz die adoptio. Die Betonung fällt im Vordersatz und Nachsatz auf das Ei; das Ei ist das Motiv, dass Vorder- und Nach-Satz sich vermöge des sicut und sic gegenüber stehen.

una.

Tod des Geschwüres, der vermittelst des glühenden Eisens instituirt wird, macht den Menschen gesunder als er war. In analoger Weise stirbt im Anlehnen an die vorliegende Interpretation der Tab. smar. der Mensch und ersteht alsdann wieder gesunder, kräftiger, mächtiger als er es vor dem Tode war.

Pater omnis telesmi etc. Hier hast du die Krone der Schöpfung, den Menschen. (Philo.)

Virtus ejus est integra, si versa fuerit in terram. Er muss sterben. Und wenn er stirbt:

Separabis etc., dann musst du trennen, dir getrennt denken, dann zerfallen die Elemente: terra (Erde), ignis (Feuer), subtile (Luft), spissum (Wasser). Denn das Leben besteht darin, dass die Elemente zusammengehalten werden, der Tod darin, dass sie zerfallen. Und wenn der Mensch nun todt ist, dann

ascendit a terra in coelum, dann steigt sein Geist zum Himmel.

Aber es bleibt nicht beim Tode. Der Geist

iterum descendit in terram, geht wieder zur Erde binab, in den Menschen hinein,

et recipit vim superiorum et inferiorum, und dieser in den Menschen zurückgekehrte Geist, oder der Mensch, erhält die Macht der Oberen und Unteren, steht nun doppelt als Herr der Schöpfung da.

Es liegt nahe, wie das auch in der Merlinschen Abhandlung statt hat, für den Menschen einen hochstehenden Menschen, einen König, zu nehmen. Dann hat man für das et recipit vim superiorum et inferiorum auch einen mehr materiellen Anhaltspunct. Vornehm und Gering, superiores et inferiores, hatte der König ursprünglich nicht 80 recht in Respect, jetzt, wo er sich verjüngt wieder erhebt, schwingt er das Scepter mächtiger.

Fünfte Rubrik. Sic habebis gloriam bis penetrabit.

So hast du die gloria, den Menschen. Die obscuritas flieht dich, wenn du einsiehst, dass der Mensch genannt, und Christus gemeint ist.

Die fortitudo ist der Lapis philos. Und weil es einen dreifachen Lapis philos. giebt, deswegen zählt die fortitudo nach der Drei.

Der Lapis philos. wird hier nicht als das Agens genommen, vermöge dess man die XQuoon01ia instituirt, sondern als das Agens, mit dem man kranke Menschen gesund macht. Denn im Lapis philos. hat man Schwefel und Mercur, im Schwefel und Mercur ist arcanalogisch der P. solaris gegeben (vgl. die erste Lapis philos.-Interpretation der Tab. smar.), im P. solaris haben wir dann aber wieder das Einarcanum, welches die anderen Arcana zu sich hinüber zieht. Auf die Weise hat man im Lapis philos. die Arcana überhaupt.

Hiermit tritt denn der vorliegende Passus wieder in sein altes Recht als pathologischer Passus.

Omnis res subtilis et omnis res solida repräsentiren (wie bei Philo) die 4 Elemente.

Also deswegen ist der Lapis philos. der Heil-Lapis, weil er die Elemente besiegt und durchdringt. In der vierten Rubrik waren die Elemente zerfallen, und damit war der Tod gegeben. Hier durchdringt und besiegt der Lapis philos. die Elemente, und damit tritt das Leben wieder ein. Der Mensch also, der gestorben war, erhält dadurch neues Leben, dass er der Wirkung des Lapis philos. ausgesetzt wird. Wir haben also im Lapis philos. das Vermittelnde, dass der Geist in der vierten Rubrik wieder zur Erde hinabsteigen konnte.

Aehnlich wie in der ersten Lapis philos.-Interpretation haben wir auch hier im separare das Ondei, und im vincere et penetrare das ysigeiv; nur fallen dem ondElv und á ysigelv die Elemente anheim.

Sechste Rubrik. Sic mundus creatus bis hic.

Die creatio mundi bezieht sich auf die zweite Rubrik, in der vom Welten-Ei die Rede ist.

Die adaptationes beziehen sich auf die vierte Rubrik. Was die zweite Rubrik bringt, das sind die Elemente, werden an den Menschen adaptirt, daher der Plural adaptationes.

Quarum modus est hic bezieht sich auf die fünfte Ru

Dritte Rubrik. Pater ejus est Sol bis terra est.

Hier kommen die Elementar-Qualitäten an die Reihe, welche sich an die Elemente anreihen, aus denen das Ei besteht.

Beim Pater ejus est Sol haben wir das Element Feuer, und damit die Elementar-Qualität: Heiss.

Beim Portavit illud ventus in ventre suo haben wir das Element Luft, und damit entweder die Elementar-Qualität: Kalt, oder: Trocken.

Beim Nutrix ejus terra est haben wir das Element Erde, und damit entweder die Elementar-Qualität: Trocken, oder: Kalt.

Das passt ganz gut. Die Exclusion weist nun dem Mater ejus est Luna das Element Wasser, und damit die Elementar-Qualität: Nass zu. Das muss man eben hinnehmen, so gut oder schlecht es passt. (Vergl. die Elementenzeichen-Interpretation.)

Im Anlehnen an (Pseudo-) Plato: Libri quartorum cum commento Hebubabes Hamed handelt es sich in der vorliegenden Rubrik um die Organe des menschlichen Körpers. Man theilt sich dieselben nach den Elementen ein. (Vergl. den Timaeus in der púous avioonwv.)

Vierte Rubrik. Pater ounis telesmi bis inferiorum. Hier wird nun der Mensch näher in's Auge gefasst.

Man hat ein Geschwür vor Augen, welches mit dem Ferrum candens behandelt wird. Man tödtet das Geschwür mit dem glühenden Eisen. Der Brandschorf stösst sich ab, es entsteht eine gesunde Eiterfläche, der Schaden heilt, und der Mensch ist gesunder als vorher. Denn vorher hatte er ein Geschwür, jetzt ist er dessen ledig. Der

« PoprzedniaDalej »