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bische Quecksilber mit dem Quecksilber der metaphysischen Interpretation der Tab. smar. in Einklang zu bringen, so ist das ein freiwilliges Thun. Ein Zwang liegt nicht vor. Will man uns hierbei zumuthen, uns von der metaphysischen Interpretation resp. Lapis philos.-Interpretation absorbiren zu lassen, so ist das eine Zumuthung, auf die wir nicht eingehen. Wir würden auf dieselbe aber eingehen, wenn wir der XQuoonolia huldigten. Die geht uns nichts an.

Dieser letzteren Partei verdanken wir es, dass sich im Geber das Buch findet: Liber investigationis magisterii Gebri. Dasselbe steht auf dem Standpunct der zweiten Mercur-Interpretation der Tab. smar., macht es sich aber nicht zur Aufgabe, diese Interpretation zu bringen, oder austührlich zu besprechen, sondern nimmt sie als bekannt

und kämpft blos für den nicht-chrysopöetischen Standpunct derselben, das ist, sie weist bauptsächlich auf die achte Rubrik und die in ihr gebrachte Darstellucg des Hydrarg. oxyd. rubr. durch Solution, das ist mittelst Salpetersäure hin.

an,

Rubrik zwar hervorstechend auf die Darstellung des Hydrarg. oxyd. rubr. mittelst Feuers bezogen werden soll denn es ist nun einmal der ursprüngliche Arabische Standpunct, das Hydrarg. oxyd. rubr. mittelst Feuers allein darzustellen weil aber dieselbe Rubrik auch auf die Darstellung des Hydrarg, oxyd. rubr. mittelst Salpetersäure bezogen werden kann. In diesem letzteren Falle macht sich denn die Interpretation der dritten Rubrik ff.

Pater ejus est Sol, mater ejus est Luna. Sol und Luna sind beide Feuer. Das eine Feuer bezieht sich auf das eigentliche Feuer, denn das kann man ja nicht, auch bei dieser Darstellungsweise, entbehren. Das andere Feuer ist das kaustische Acid, nitricum, die Feuer-Flüssigkeit. Vater und Mutter des Hydrarg. oxyd. rubr. sind also: Feuer und Acid. nitricum, sie zeugen und gebären das Hydrarg. oxyd. rubr.

Portavit illud ventus in ventre suo. Nun kommt noch eine zweite Mutter hinzu. Das ist der rothe Dampf. Der rothe Dampf trug das Hydrarg. oxyd. rubr. im Bauche, ist seine Mutter.

Nutrix ejus terra est. Das Kind nun, welches an der Hand des rothen Dampfes entsteht, dieses Kind säugt die terra, das Princip des Festen, gross, denn dadurch entsteht ja gerade das Präcipitat, dass der rothe Dampf sich verdichtet.

Es bilden sich nun zwei Parteien, von denen die eine der chrysopöetischen, die andere der nicht - chrysopöetischen Interpretation huldigt.

Die erste Partei sagt: Warum sollen wir nicht der Xpu001011a huldigen? Früher haben die Araber derselben nicht gehuldigt. Geber streicht das Completum est ganz, und seine Nachfolger interpretiren unter keinerlei Umständen diese Rubrik, welche sie, Geber entgegen, anfügen, derartig, dass sie die operatio Solis mit dem Golde, mit der Wirksamkeits-Entfaltung des Goldes oder der XQvOOnoiic in Berührung brachten. (Man vergl. die vorange. henden Abschnitte.) Thun wir es nun wohl, huldigen wir der XQvoonotia, so treten wir aus dem früheren Standpuncte der Arabischen Alchemie heraus. Das ist klar. Man fragt uns, warum wir denn auf die Weise den streng Arabischen Standpunct verleugnen? Darauf antworten wir: Wir treten nicht aus der früheren Arabischen Alchemie heraus, die Verhältnisse treiben uns heraus. Sobald die vorliegende Interpretation der Tab. smar. einmal da ist, haben wir mit der Summa perfectionis magisterii gebrochen. Und dann, was als Hauptsache in die Wagschale fällt, die Metalle sind bei ihr ursprünglich nicht das, wozu sie hinterdrein der Lapis philos. macht. Wenn sie das nun aber nicht sind, wenn sie erst durch den Lapis philos. dazu gemacht werden, wo bleibt denn der Arabische Standpunct? Da wir somit, sobald wir die vorliegende Interpretation der Tab. smar. anerkennen, ausserhalb der früheren Arabischen Alchemie stehen, warum sollen wir uns denn noch ferner gegen die zovoonotin sträuben? Es wäre unnatürlich, wenn wir es thäten. Die vorliegende Interpretation macht es sich zur Aufgabe, der metaphyrischen und der Lapis philos.-Interpretation der Tab. smar. Rechnung zu tragen. Sie erfüllt diese Mission. Und nun sollen wir hinterdrein das, was beide Interpretationen so hervorragend in’s Auge fassen, das ist die XQuoozoita, fallen lassen? Nein, das würde sehr unnatürlich liegen.

Die zweite Partei sagt: Wenn wir auch an der Hand der vorliegenden Interpretation der Tab. smar. aus der Summa perfectionis magisterii heraustreten, wenn wir auch auf den Standpunct eingehen, dass die Metalle erst durch den Lapis philos. zu dem gemacht werden, was sie nach früheren Auffassungen ursprünglich waren, so stehen wir damit noch nicht ganz und gar ausserhalb der Altarabischen Alchemie. Ganz ausserhalb derselben treten wir erst, wenn wir die XQuo0n01ia anerkennen. Das thun wir aber nicht, und bleiben somit der Altarabischen Fahne in der Hauptsache treu. Wenn wir uns selbst nicht in die XQvoonolic hineindrängen, hineingedrängt werden wir nicht. Denn zum ersten ist es ja gar nicht nöthig, dass wir die achte Rubrik im Sinne der XQuoonocio, ausbeuten. Und was zweitens das betrifft, dass wir, indem wir die XQvoon0ta fallen lassen, das fallen lassen, was die metaphysische und Lapis philos.-Interpretation so hervorragend in's Auge fassen, so verschlägt das nicht viel. Wenn wir Araber uns herbei lassen, das Ara

Nähere Notizen über die Arabische

Alchemie. Die Araber erobern 638–640 unter Omars Khalifat Aegypten. Damit lernen sie die Alexandrinischen Wissenschaften kennen, und pflegen dieselben. Namentlich gelangen bei ihnen in Spanien die Wissenschaften zur Blüthe. Dorthin kamen die Araber, sich von Aegypten längs der Nordküste Africas binziehend und die Meerenge von Gibraltar überschreitend, unter Walid I. Kbalifat, 711, und hielten sich daselbst bis 1492. Auf den Spanisch-Arabischen Universitäten haben wir den Hauptsitz der Arabischen Alchemie zu suchen, welche mit Geber anfängt, und sich mehr oder weniger auf der Basis dessen, was er gelehrt, weiter entwickelt.

Geber lehrte zu Sevilla. Von ihm rührt die Metall-Interpretation der Tab. smar. her. In Bezug auf seine hervorragende Stellung unter den Alchemisten erhielt er den Beinamen Rex, König. Ueber diesen Titel haben wir bereits in dem Abschnitt „Neuplatonismus" gesprochen. Das Reich „Alchemie“ war nun den Leuten nicht materiell genug, und so schob man an seine Stelle das materielle Reich Arabien oder Indien. Daher kommt es, dass Geber den Titel führt: Rex Arabiae oder Rex Indiae.

Ein Araber, Johannes Leo, auch Leo Africanus genannt, ein Zeitgenosse Papst Leo X., sagt in seinem Buche: De viris quibusdam illustribus apud Arabes, Geber babe 100 Jahre nach Mahomed gelebt, das wäre also, da Mahomed 622 p. C. von Mecca nach Medina flob, um 722 p. C. Nun ist zwar im Allgemeinen auf diese Autorität des Jo hannes Leo nicht viel zu geben. Der erzählt auch, dass die Alchemisten Narren und Betrüger seien, eine nichtswürdige Kunst trieben, beständig nach Schwefel und anderem Unrath stänken, und was ichen mehr ist. Und aus dem Munde, oder durch die Vermittelung eines sol. chen Mannes nun, auf guten Glauben hin, das wichtige alchemistische Datum nehmen, wann Geber gelebt, das heisst Einem viel zumutben. Indessen trotz alledem kann Johannes Leo in Bezug auf die Zeit, wann Geber gelebt, nicht viel vorbeigegriffen haben. Das kann man sich indirect herausrechnen, wenn man sich an den alchemistischen Standpunct der ersten Abendländischen Alchemisten hält, die ihr Wissen von Spanien her batten. Sie stehen auf dem Standpunct der zweiten Mercur-Interpretation der Tab. smar.

Rechnet man

von ihnen nun in Bausch und Bogen ein Viertel-Jahrtausend rückwärts, so ist man mit grosser Wahrscheinlichkeit bei Geber, denn eine kürzere Zeit hat es schwerlich gedauert, dass man von den sechs Geberschen Metallen zu der zweiten Mercur-Interpretation der Tab. smaragd. und von da zu der Zeit gekommen, zu welcher jene Abendländischen Alchemisten dieselbe haben kennen lernen.

Wir besitzen unter dem Namen Gebers Schriften, die aber nicht ihm zukommen. Die ursprüngliche Gebersche Schrift, die wahrscheinlich Summa perfectionis magisterii in sua natura geheissen hat, existirt nicht mehr. Die Schriften, die wir heute unter dem Namen Gebers besitzen, sind aus der Feder von Neu-Geberianern geflossen. Sie sind in Arabischer Sprache abgefasst, in dieser Sprache

n

aber nur handschriftlich vorbanden, und derjenige, dem, wie lehre innig verbunden. Diese Schrift macht sich zur Aufuns, diese Handschriften nicht zu Gebote stehen, muss gabe, uns zu zeigen, dass die astrologische und Zeichensich mit der Lateinischen Uebersetzung behelfen. Wir Interpretation der Tab. smar, in der Arabischen Alchemie haben die Danziger Ausgabe von 1682 vor uns. Die (10- wurzelt. Daher auch der Arabische Name des Autors und genannten) Geberschen Schriften sind :

vielleicht der Arabische Urtext seines Werkes. Wir sagen 1) Summa perfectionis magisterii in sua natura.

vielleicht, denn kein Mensch weiss anzugeben, in welcher 2) Liber investigationis magisterii Gebri.

Bibliothek sich denn eigentlich die Arabische Handschrift 3) Testamentum Gebri.

befinden soll, von der die Lateinische Uebersetzung stammt, Die Summa perfectionis magisterii hat vier Bücher. Dem die den oben genannten Titel führt, und das öffnet dem ersten Buche liegt ohne Zweifel die ursprüngliche Ge

Verdacht die Thür, dass der Lateinischen Abbandlung, die bersche Schrift zu Grunde. Das zweite Buch steht auf wir unter Kallids Namen besitzen, nie und nimmer ein dem Standpuncte derjenigen Metall-Interpretation der Tab. Arabisches Original zu Grunde gelegen hat, dass es sich smar., welche dem mittelst Feuers allein dargestellten Hy- vielmehr um eine ursprünglich Lateinische (A bendländische) drarg. oxyd. rubr. Rechnung trägt, giebt für diese Inter- Abhandlung handelt, bei der der Autor die Autorschaft pretation die Anbaltspuncte. Das dritte Buch steht auf Kallids fingirte. Die tria verba Kallids weisen übrigens dem Standpuncte derjenigen Metall-Interpretationen der nicht nur auf den dreifachen Lapis philos. hin, worauf im Tab. smar., welche das Quecksilber zuerst den ursprüngo vorigen Abschnitt hingewiesen, sondern auch auf das Trifolichen sechs Geberschen Metallen anreibt, giebt für diese lium: Quecksilber-Lapis philos., Astrologie und Zeichenlehre. Interpretation die Anhaltspuncte. Das vierte Buch steht auf dem Standpuncte der Calcinations-Interpretation der Astrologische Interpretation der Tab. Tab. smar., giebt für diese die Anbaltspuncte. In den

saragdina. einzelnen Büchern wird nicht selten vom Standpuncte eines vorangehenden Buches in den Standpunct eines folgenden Durch die magische Interpretation der Tab. smar. wird die übergegriffen, wodurch man sich nicht irre führen lassen darf. Astrologie in den Bereich der Alchemie und der Tab. smar.

Der Liber investigationis steht auf dem Standpuncte der gebracht. Wie sich hieran die Tab. Memphitica knüpft, zweiten Mercur-Interpretation der Tab. smar., und huldigt haben wir bereits kennen lernen. Die vorliegende Interder nicht-cbrysopöetischen Auffassung derselben. Würde pretation der Tab. smar. entsteht dadurch, dass die Araber er der chrysopöetischen Auffassung Rechnung tragen, so in Bezug auf Sonne, Mond und Sterne des Schwanzes des würde er nicht in den Geber hinein gehören.

Platonischen Weltenthieres in ihrer Weise an die zweite Das Testamentum Gebri steht auf dem Standpuncte Redaction der Tab. smar. lehnen, wie die Tab. Memphitica der Sal-Sulphur-Mercur-Interpretation der Tab. smar., welche in ihrer Weise mit denselben an die erste Redaction der wir später kennen lernen werden.

Tab. smar, lehnte. Die Summa perfectionis und der Liber investigationis Der Astrologie soll von den Chaldäern herstammen. Diofallen vor das Jahr 1000, sind um das Jahr 1000 da. dor sagt in dieser Beziehung 11, 29: Xaldaiou μεγί. Das Testamentum dagegen fällt ganz in die letzte Zeit der στην δόξαν έχουσι εν αστρολογία, η Die Chaldier haben Maurenberrschaft in Spanien, und wenn es vielleicht schon einen sehr grossen Ruf in der Astrologie“. Und so ähnfrüher ein Testamentum Gebri gab, so ist das Testamen- lich andere Autoren. Auf die Astrologie führte der Ein. tum, welches wir jetzt besitzen, nach deinselben umgear- tritt der Sonne in die Zeichen des Zodiacus (Widder, beitet worden.

Stier, Zwillinge, Krebs, Löwe, Jungfrau, Wage, Skorpion, Ausser den Schriftstellern, welche an den Geberschen Schütze, Steinbock, Wassermann, Fische), und namentlich Schriften direct und indirect gearbeitet haben, giebt es die daran sich knüpfenden Jahreszeiten. (Beim Anfange noch eine Reibe anderer Arabischer alchemistischer Schrift- des Frühlings tritt die Sonne in den Widder, beim An. steller. Jhre Schriften sind indess, mit geringen Ausnah- fange des Sommers in den Krebs, beim Anfange des Herbmen, einestheils nicht in's Publicum gedrungen, anderen. stes in die Wage, beim Anfange des Winters in den Steintheils ist das, was unter ihrem Namen i'ns Publicum ge- bock.) An die verschiedenen Jabreszeiten knüpfen sich drungen ist, unächt.

verschiedene Krankheiten, und damit unter Umständen eine Zwei hervorragende Puncte der Arabischen Alchemie grössere oder geringere Mortalität unter den Menschen. finden wir nicht bei Geber in besonderen Capiteln erör- Auf die Weise knüpft sich denn das Schicksal der Mentert, das sind die astrologische und die Zeichen-Interpre- schen an den Stand der Sonne gegenüber den Fixsternen tation der Tab. smar. (s. diese in den folgenden Abschnitten). in einer Beziehung, und diese eine Beziehung wurde geIndessen wenn sich dieselben auch nicht in besonderen neralisirt zum Schicksal der Menschen ganz im Allgemeinen. Capiteln erörtert vorfinden, so ist doch indirect dadurch Die Sonne nun geht in einem Jahre vor den Zeichen des auf sie hingewiesen, dass an vielen Stellen des Buches für Zodiacus vorbei, der Mond in einem Monate. Somit reiht das betreffende Metall nicht der Metall-Name, sondern der sich der Sonne in ihrer Eigenschaft, auf das Schicksal der Planeten - Name steht, z. B. statt Ferrum: Mars, statt Menschen zu influiren, sehr naheliegend der Mond an. Plumbum : Saturnus u. s. w. Dabei hat nun noch höchst Wo man nun aber einmal Sonne und Mond in der Sache wahrscheinlich das statt, dass in dem Arabischen Original hatte, da zog man auch die Planeten mit hinein, weil der Geberschen Schriften an mehreren oder wenigeren Stellen sie, ähnlich wie Sonne und Mond, Himmelskörper sind, für das Metall und den Planeten das Zeichen steht z. B. welche sich bewegen. Und auf der anderen Seite hielt statt Hydrargyrum oder Mercurius 8, statt Eisen oder man sich nicht allein an die Sternbilder des Zodiacus, Mars of u. 6. W., so dass die Schrei beweise in Geber nicht sondern zog auch die übrigen Sternbilder in die Sache, nur auf den Planeten, sondern auch auf sein Zeichen und damit haben wir die absolvirte Astrologie, die darin führt. Dass übrigens in Geber sich keine besonderen Ca. besteht, dass sich das Geschick des Menschen daran knüpfen pitel über Astrologie und Zeichenlehre finden, das hat soll, ob die Sonne, der Mond, irgend ein Planet einem seinen Grund darin, dass die Zeichen sich zwar an Planeten Sternbilde gegenüber diese oder jene Stellung einnimmt. und Metalle knüpfen, so z. B. kann sowohl Mercurius Wer sich dafür näher interessirt, wie denn nun die einals Qecksilber bedeuten, of sowohl Mars als Eisen 11. 8. W., zelnen Planeten, Sonne und Mond an und für sich und dass man sie aber primär den Planeten zutheilte. Die in ihrer Stellung zu den Sternbildern diesen und jenen Astrologie aber, die somit die Zeichenlehre zu sich bin. Einfluss auf den Menschen haben, den verweisen wir naüberzog, zweigte man als Besonder-Disciplin von der Al- mentlich auf Cardanu s (De supplemento Almanach; De chemie im engeren Sinne und nur diese wird bei Geber restitutione temporum et motuum coelestium ; De judiciis besonders in's Auge gefasst ab. Es ist übrigens zu geniturarum; De revolutionibus; De exemplis centum genibemerken, dass an einigen Stellen bei Geber auf die turarum; Aphorismata astronomiae.) Planeten-Zeichen hingedeutet zu sein scheint. Hierauf Es bedarf wohl kaum des Hinweises, dass es mit der werden wir in dem Abschnitte „Einleitung in die Zeichen- Astrologie wenn man denn nicht den Begriff derselben Interpretation der Tab. smar.“ zurückkommen. Bei dieser dahin restringiren will, dass verschiedene Jahreszeiten verGelegenheit weisen wir ganz besonders auf die Schrift: schiedene Krankheiten mit sich bringen, was aber eben Liber trium verborum von Kallid Rachaidib bin. In nicht geschieht, wenn man 80 im Allgemeinen von Astrodieser Schrift findet sich die Lehre vom Quecksilber-Lapis- logie spricht dass es, sagen wir, mit der Astrologie pbilos. mit der Astrologie unter Hinweis auf die Zeichen- eitel Tand ist. Das Schicksal der Menschen ist nicht in

n

an

den Sternen geschrieben, und dà es dort nicht gesohrieben steht, so kann es auch Keiner daselbst lesen, und wenn grosse Menschen, selbst tüchtige Astronomen, an Astrologie glaubten, so mögen sie so gross gewesen sein, wie sie wollen, in dieser Beziehung waren sie Kinder. Astrologen und Goldköche mögen sich nur ganz ruhig die Hand reichen, wenn sie beide auch nicht demselben Phantome nachhaschen, Phantomen-Hascher sind sie, der eine wie der andere.

Was nun des Näheren die Interpretation der Tab. smar., mit der wir es hier zu thun haben, betrifft, so werden den sieben Planeten gegenüber (vergl. dritte Rubrik) sieben Rubriken angenor men. Das Completum est fällt im AnJehnen Geber. Die betreffenden sieben Rubriken sind ff.

1. Rubrik: Verum bis verissimum.
2.

Quod est inferius bis adoptione.
3.

Pater ejus est Sol bis in terram. 4.

Separabis bis inferiorum, 5.

Sic habebis glorianı bis penetrabit. 6.

Sic mundus creatus bis est hic. 7.

Itaque vocatus bis totius mundi. Ueber die erste Rubrik ist weiter nichts zu sagen, und wir beginnen daber mit der

Zweiten Rubrik. Quod est inferius bis adoptione.

Die beiden superius und inferius beziehen sicb auf die Fixsterne. Einmal bilden diese ein inferius und superius in der Beziehung, dass, von der Erde aus betrachtet, ein Stern über dem anderen steht, das anderemal in der Beziehung, das die einen Sterne grösser sind und heller scheinen, als die anderen, womit denn eine Superiorität und Inferiorität in übertragener Weise gegeben ist. Wir haben also im superius und inferius die Fixsterne, die verschiedenen Sternbilder, und diese dienen dazu, um die Wunder der res una zu Stande zu bringen, welche res una die Planetologie ist. Bei der Astrologie wird nämlich von dem Planeten ausgegangen.

Die Fixsterne dienen dazu, die Planeten zu verherrlichen, und indem die Fixsterne die Planeten verherrlichen, kommt die Astrologie heraus.

Et sicut etc.

Die res natae sind die Fixsterne, die Sternbilder, die Summe des superius und inferius. Die Astrologie kommt derartig heraus, dass die Fixsterne in den Dienst der Planeten treten, Dadurch dass das Sternbild dem Planeten gegenüber diese und jene Stellung hat, tritt es, das Sternbild, seine Kraft dem Planeten ab, und dadurch bekommt der Planet diesen oder jenen Einfluss auf den Menschen. Die Planeten sind also die Herren der Fixsterne. Lehnt man nun dies Verbältniss an das Verhältniss eines Haus. vatere, der erstens Herr im Hause ist und zweitens der Erzeuger der Kinder-Familie ist, so hat man in dem Planeten als Herrn des Sternbildes zugleich den Planeten als Vater des Sternbildes. Und auf die Weise fuerunt die Fixsterne oder Sternbilder ab una re, von der Planetologie, von den Planeten. Diese Vaterschaft des Planeten über den Fixstern ist nun eine uneigentliche, und daher die adoptio.

Gott hat nun die Welt erschaffen, omnes res fuerunt ab uno

und ist damit der Vater der Welt. Und wie nun, sicut, Gott der Vater der Welt ist, so ist, sic, der Planet der Vater des Sternbildes, mit dem Unterschied dass dort eine directe Vaterschaft statt hat, hier eine in. directe, eine Vaterschaft auf Grund der adoptio. Dass nun Gott der Astrologie gegenübergestellt wird, rasst sehr gut, da Goit es ist, der den Gestirnen ihre verschiedenen Stellungen anweist, und damit der Astrolog gegen den Vorwurf gedeckt ist, welcher Vorwurf auf einen Vorwurf des Atheismus binausläuft, als wolle er das Geschick des Menschen bestimmer, welches doch allein in Gottes Hand liegt. Auf einen derartigen Vorwurf antwortet der Astrolog einfach, Gott giebt den Gestirnen ihre Stellung und zeichnet damit seinen Willen an den Himmel; diesen sei. nen Willen lese ich, der Astrolog, ab.

Dritte Rubrik. Pater ejus est Sol bis fuerit in terram. Wie diese Rubrik bei der Lapis-Interpretation der Tab.

die Arcanen-Rubrik, bei der Geberschen Interpretation der Tab. smar, die Metall-Rubrik ist, so ist sie hier

die Planeten-Rubrik. In ibr kommen nun ausser den Planeten, wie wir sogleich sehen werden, auch Sonne und Mond vor.

Da nun aber das, was in der Arcaden-Rubrik steht, ein Arcanum, was in der Metall-Rubrik steht, ein Metall sein muss, so muss auch das, was in der PlanetenRubrik steht, ein Planet sein. Und so werden denn Sonne und Mond zu Planeten. Das ist eine Auffassung, die sich seit den Arabern vorfindet, und die eben in der Tab. smar. wurzelt. An und für sich giebt es, wie wir das mannigfach berührt haben, nach den astronomischen Kenntnissen der Alten 5 Planeten. Ptolema eus (erste Hälfte des 2. Jahrhunderts p. C.) nennt sie, wie das schon die Griechen früher thaten, in seiner Schrift: Mainuatixiy σύνταξις oder Almagest: ο (ας ηρ) του Κρόνου, και του Διδς, και του 'Αρεως, και της Αφροδίτης, και του Ερμού, das ist: Saturnus, Jupiter, Mars, Venus, Mercurius. Wir haben nun im:

Pater ejus est Sol die Sonne,
Mater ejus est Luna den Mond,
Portavit illud ..... den Mars und die Venus,
Nutrix ejus terra est den Mercur,
Pater omnis telesmi. den Saturn,

Virtus ejus integra est . den Jupiter.
Pater ejus est Sol. Des einen Planeten Vater ist die
Sonne. Da nun auf die Weise die Sonne der Vater des
Planeten ist, der Planet das Kind, das Kind aber die Na-
tur des Vaters hat, so wird der Planet selbst zur Sonne.
Somit ist der erste Planet: die Sonne.

Mater ejus est Luna. Des anderen Planeten Mutter ist der Mond. Da nun auf die Weise der Mond die Mutter des Planeten ist, der Planet das Kind, das Kind aber die Natur der Mutter bat, so wird der Planet selbst zum Monde. Somit ist der zweite Planet: der Mond.

In dem, was jetzt folgt, werden Stichworte der betreffenden Passus hervorgehoben, um die übrigen Planeten unterzubringen. Mars, Mercur, Saturn, Jupiter sind männliche Personen, wogegen Venus eine weibliche Person ist. Das portare in ventre ist also geeignet, für die Venus verwerthet zu werden. Nun hatte Venus den Mars zom Liebhaber, wie wir uns dessen ja aus der Odyssee erinnern, wo Vulcan den beiden einen ganz fatalen Streich spielt

Τω δ' ες δέμνια βάντε κατέδραθον' αμφί δε δεσμοι Τεχνήεντες έχυντο πολύφρονος Ηφαίςοιο.

Odyss. 8, 296–297. „Die beiden bestiegen das Bett und schliefen bei einander; um sie aber ergossen sich die kunstreichen Fesseln des schlauen Hephaestos.“

Das portare in ventre wird übersetzt, nicht: im Bauche tragen, sondern: a uf dem Bauche tragen. Ventus ist dann im Sinne unseres Deutschen „ein windiges Frauenzimmer“, das ist ein leichtfertiges Frauenzimmer, zu nebmen. Dies leichtfertige Frauenzimmer Venus trägt den Mars, illud, in ventre suo, und damit haben wir denn in dem Passus Portavit illud ventus in ventre suo : die Planeten Mars und Venus.

Wir hätten nun noch : Mercur, Saturn, Jupiter unterzubringen. Von ihnen ist Saturn der Vater des Jupiter und Jupiter der Vater des Mercur. Saturn ist also der an der Spitze stehende Vater, und damit zieht der Passus Pater omnis telesmi, in dem ausdrücklich von einem Vater die Rede ist, den Blick auf sich, um für den Saturn ferwerihet zu werden, Ein pater omnis telesmi totius mundi ist der Saturn, weil er nach dem Uranus an die Spitze der Götter tritt, die Weltherrschaft übernimmt. Also Pater omnis telesmi totius mundi est hic, der Vater des omnis telesmus ist dieser, weist auf den Planeten Saturn.

Die vis eines Vaters wird nun ferner eine integra, wenn derselbe einen Sohn bekommt, der sein Stammbalter ist. Wenn also von dern die Rede ist, wodurch Saturn (virtus ejus, des Saturn, integra est), eine virtus integra erbält, so ist das ganz dazu angethan, um für Jupiter ausgebeutet zu werden. Also Virtus ejus integra est, si versa fuerit in terram: Seine, des Saturn, Krait ist eine vollständige, wenn diese Kraft, oder wenn er, Saturn, in terra verwandelt worden, wenn der Vater Saturn den Sohn Jupiter erbält. Terra wird nämlich in so fern mit Jupiter in Relation gebracht, als Jupiter die Herrschaft über die Erde hat, im Gegensaiz zu Neptun, welcher die Herrschaft über das Meer hat.

smar.

Es sind also untergebracht: Mars, Venus, Saturn, Ja- rationalem appellat, eo quod pluribus validis et prope piter, und es bleibt Mercur übrig. Dem muss also per inevicendis munimentis et rationibus sit fulcitus, dividit in exclusionem die Stelle: Nutrix ejus terra est zufallen. Dass sphaerico corpore qaatuor quadrantes aequatoris, meridiano nun die nutrix ejus, desjenigen Planeten, um den es sich et horizouti obliquo interceptos, in trinas aequales portiohandelt, das ist des Mercur, die Erde ist, kommt folgen- nes, et per puncta (nicht cuncta, wie im Texte steht, dermassen beraus. Mercurs Mutter ist Maja, Maja ist die den ich vor mir habe) sectionum ducit quatuor circulos Tochter des Atlas, dieser aber trägt den Himmel, Nun magnos, meridiano et horizonte concurrentes in duabus steht der Himmel über der Erde wie eine Glocke. Die eorum sectionibus: tales igitur sex circuli, coassumptis Erde trägt also den Himmel. Damit ist die Parallelo da meridiano et horizonte, totum coelum in XII spatia parzwischen Atlas und Erde, Atlas wird zur Erde. Da nun tiuntur, quae domus nuncupantur. aber der Vater Atlas = Erde, so ist auch seine Tochter Nach der Methode, welche Johannes Regiomontanus, ein Maja, welche die Natur des Vaters bat, = Erde. Nimmt Dentscher, die rationelle nennt, weil sie auf unumstössman nun hier nutrix als Nährmutter, als Mutter, so ist licher rationeller Basis ruht, theilt man im sphärischen beim Nutrix ejus terra est die Mutter des ejus die Maja, Körper die vier Quadranten des Aequator, welche vom Der aber, dessen Mutter Maja ist, ist Mercur. Dass beim Meridian und Horizon obliquus getroffen werden, in je Virtus ejus est integra die terra für Jupiter ausgebeutet drei gleiche Theile, und legt durch die Theilungspuncte wurde, steht dem nicht im Wege, dass sie hier für Mercur vier grosse Kreise, welche mit dem Meridian, und dem ausgebeutet wird. Im Gegentheil, das passt ganz gut, da Horizon in zwei Schnitten zusammentreffen. Solche sechs Jupiter der Vater des Mercur ist. Auf die Weise erbält Kreise nun, wenn man Meridian und Horizon mit hinzu. also Mercur nicht nur die Erde zur Mutter, sondern auch nimmt, theilen den ganzen Himmel in zwölf Räume, und zum Vater.

diese heissen Häuser.

Separabis subtile a spisso. Unter subtile sind die SternVierte Rubrik,

bilder der südlichen Hemisphäre, unter spissum die SternSeparabis bis inferiorum,

bilder der nördlichen Hemisphäre zu verstehen. Denn die Wir schicken folgendes voran. Ptolemaeus, Almagest, ersteren fassen den Süden in's Auge; der Süden ist aber Lib. 7., führt im Cap. 5., welches überschrieben ist: in Bezug auf das Klima ein mildes, ein subtiles. Und die Έκθεσις κανονική του κατά το βόρειον ημισφαίριον letzteren fassen den Norden in's Auge; der Norden aber UOTE QLOLOū, Katalog der Sterngruppen der nördlichen Hemi- ist in Bezug auf das Klima ein rauhes, ein spissum, zuspbäre, folgende Sternbilder auf: Kleiner Bär, Grosser mal da die Kälte des Nordens das Wasser in Eis, in ein Bär, Drache, Cepheus, Bootes (Rinderhirt), Nördlicher spissum, verwandelt. Kranz, Knieender Mann (Ó {v yóvao.v), Leier, Vogel Man soll also trennen, trennend einen Unterschied machen

ogres), Kassiopea, Perseus, Wagenlenker, Schlangenhalter, zwischen den beiden Sternbilder-Classen. Vorhin wurde Schlange des Schlangenträgers, Pfeil. Adler (Antinous), der Himmel im Allgemeinen in's Auge gefasst, hier wird Delpbin, Vordertheil des Pferdes, Pferd, Andromeda, Tri- er im Besonderen in Bezug auf die Fixsterne resp. die angel. Und dann kommen mit der Ueberschrift Tüv {v Sternbilder in's Auge gefasst. το ζωδιακό βορείων ζωδίων αστερισμός, Sterngruppen Das suaviter magno cum ingenio zielt auf das subtile der nördlichen Sternbilder im Zodiacus, an die Reihe: a spisso, von dem es gewiss nicht von vorn herein nahe Widder, Stier, Zwillinge, Krebs, Löwe, Jungfrau. Im Lib. liegt, dass es im Sinne der Ptolemäischen Stern-Einthei8. führt er Cap. 1., welches überschrieben ist: "ExTEOIS lung ausgebeutet werden soll. κανονική του κατά το νότιον ημισφαίριον αστερι- Und jetzt kommt im Ascendit a terra in coelum, iterumquov, Katalog der Sterngruppen der südlichen Hemisphäre, que descendit in terram et recipit vim superiorum et infolgende Sternbilder auf a) Των εν τω ζωδιακό νοτίων feriorum der Planet (collectiv) an die Reihe. Er, der PlaGwdiwy dote piouós, Sterngruppen der südlichen Stern- net, steigt auf und ab - bei seiner Bewegung am Himmel bilder im Zodiacus,: Krebsscheeren (Zniai), Skorpion, (ascendere, ascensio, und descendere, descensio sind übriSchütze, Steinbock, Wassergiesser (uspoZoos), Fische; b) gens officielle astrologische Ausdrücke; für descendere ist Των εκτός του ζωδιακού λοιπων νοτίων ζωδίων αστε- auch cadere gebräuchlich, weil dem Steigen das Fallen plouos, Sterngruppen der übrigen südlichen Sternbilder gegenübersteht), und ausser der Kraft, die ihm ursprüngausserhalb des Zodiacus,: Walfisch, Orion, Fluss Eridanus, lich inpewohnt, erhält er die Kraft dessen, was in der Hase, Hund, Kleiner Kläffer (1100xúwv), Argonautenschiff, zweiten Rubrik das doppelte snperius und inferius in's Wasserschlange, Trinkschale, Rabe, Centaur, Bestio (Frolov), Auge fasst, das ist der Fixsterne, der Sternbilder. (Vergl. Rauchfass, Südlicher Kranz, Südlicher Fisch.

die zweite Rubrik.) Man sieht also, dass Ptolemaeus in Bezug auf die Stern- Zum Beleg dafir, wie der Planet, ausser der ihm zubilder zwei Abtheilungen constatirt: die Sternbilder au kommenden Kraft, die Kraft der Sternbilder erhält, wollen der nördlichen und der südlichen Hemisphäre. Die Tren- wir aus dem Cardanus einige Stellen herausgreifen. nung beider ist absolut da, denn mit den ersteren schliesst Es heisst: De judiciis geniturarum, Cap. 1: Saturnus das 7. Buch, und mit den letzteren fängt das 8. Buch an. solertiam significat, Jupiter prudentiam, ambo animum maSeparabis terram ab igne. Die terrà stellt das feste

gis reguut, Mars robur corporis, et Sol agilitatem, ambo Firmament dar, an welchem sich die Sterne, der ignis, corpori dominantur, Venus gratiam circa mores, Mercurius befindet. Zwischen beiden soll man trennend einen Unter- actiones, Luna famam et divitias, et sic fortuna maxime schied machen. Ganz abgesehen davon, dass das bis in ab his inferioribus tribus regitur. „Saturn bezeichnet: Gedie ältesten Zeiten der Uranologie hineingeht, dass man den schicklichkeit, Jupiter: Klugheit, beide regieren mehr den Ort, wo die Sterne angeheftet sind, von den Sternen selbst Geist; Mars: Körperstärke, die Sonne: Gelenkigkeit, beide unterscheidet, somit also schon ganz im Allgemeinen das regieren den Körper; Venus: Grazie im Benehmen, MerHinweisen auf das Firuzament am Platze ist, ganz abge- cur: Thatkraft, der Mond: Rulm und Reichthimer, und sehen davon wird hier, zugleich mit der terra an die so wirl das Glück hauptsächlich von diesen drei letzteren Häuser gelehnt, deren die Astrologen 12 am Himmel regiert.“ annahmen.

Ebendaselust: Lrgo Saturnus in decima (romo) aeruUeber diese Häuser sagt Joh. Stoeflerinus, Pars mis et labors souper significat, et quanto apici propinprima de fabrica astrolabii, Propositio VII:

quior, co gravius aftligit. „Saturn im zehnten Hause bePlurifarios autem fabricandarum coelestium domorum zeichnet inimer Elend und Arbeit, und je näher er der accepimus modos, quos omnes, praeter hunc quem ratio- Spitze stelt, desto unglücklicher macht er.“ nalem nominari consuevimus, missos facimus, eorundem Cap. 3: Dexter humerus Orionis, et dexter humerus enim imbecillitatem et fragilitatem ostendere sine longa aurigae cum Jove magnam felicitatem, cum Sole illustre digressione nequimus. Etc.

nomen, cum Saturno magnam diligentiam et sedulitatem „Es giebt verschiedene Arten, die himmlischen Häuser praestant. „Die rechte Schulter des Orion und die rechte zu construiren. Wir übergehen alle, ausser derjenigen, Schulter des Wagenlenkers (Fulrmanns) machen mit Juwelche als die rationelle anerkannt wird, denn es würde piter grosses Glück, mit der Sonne einen berühmten Namen, zu weit führen, die Unzulänglichkeit der übrigen zu zei- mit Saturn viel Fleiss und Emsigkeit.“ gen.“ U. s. w. Dann heisst's weiter:

Ebendaselbst: Luna, si cum stellis quae in collo caModus autem, quem Johannes de Regio monte Germanus pricorni et juxta illius caudam fuerit, repentinam mortem

n

nunciat. Wenn der Mond bei den Sternen steht, die sich Farbe ist, und analog das Silber das zweite der Metalle am Halse des Steinbockes und neben seinem Schwanze be- und von weisser Farbe ist. Es wird Hydrargyrum dem finden, so verkündet das einen plötzlichen Tod.”—U. 8. w. Mercurius gegenübergestellt, weil Quecksilber ein sehr beFünfte Rubrik.

wegliches Ding ist, darum sagt man ja auch von einem

unruhigen Menschen, er habe Quecksilber im Leibe, und Sic habebis bis penetrabit.

ebenso sprechen wir von „laufendem“ Quecksilber. MerDie gloria sind die Planeten, wie sie uns die dritte Ru- cur nun als Götterbote ist auch ein Beweglicher“ ein brik bringt. Die obscuritas fugiens documentirt sich da- „Laufender“. Ferrum wird dem Mars gegenübergestellt, durch, dass man sich nicht nur an die eigentlichen fünf weil er der „eiserne" Kriegsgott ist, weil Waffen hauptPlaneten hält, sondern auch Sonne und Mond mit in den sächlich aus Eisen gemacht werden. Es wird Plumbum Bund aufnimmt.

dem Saturnus gegenübergestellt. Das kommt daher, weil Die fortitudo ist die Stärke dieser Planeten, welche auf Saturn seine Kinder verschlingt, er ist also ein Menschendie Astrologie hinauskommt. Deswegen hat man in den

fresser.

Wenn man nun die Kinder in Angst jagen will, Planeten die Stärke, weil sie, die Stärke, oder sie, die dann sagt man, sei ruhig, sonst kommt der MenschenfresPlaneten, omnem rem subtilem besiegen, und omnem rem ser und holt dich. Ganz ähnlich sagt man aber auch, sei solidam durchdringen, das heisst, weil sie das beherrschen, ruhig, sonst kommt der schwarze Mann. Auf die Weise in ihren Dienst ziehen, was die vorige Rubrik als subtile erhalten denn der Menschenfresser und der schwarze Mann und spissum bringt, und was hier, in Bezug auf die man- eine Function, und Saturn rückt zur Würde eines schwarnigfachen Sterne eines Sternbildes pluraliter als omnis res zen Mannes auf. Als solcher aber passt für ihn das Blei, subtilis und omnis res solida (spissa) genommen wird. welches ja gerade wegen seiner Schwärze dem schwarzen Die cumulirte fortitudo zählt nach der Drei, weil man in P. solaris niger zur Seite tritt (s. d. Abschnitt: Allgemei. Bezug auf das vincere und penetrare ein Dreifaches hat, nes über Gebers Metall - Interpretation der Tab. smar.). nämlich den Planeten, welcher vincit et penetrat, und die Es wird Stannum dem Jupiter gegenübergestellt. Denn beiden Classen der Sternbilder, welche vincuntur et pe- von Geber her gehören Zinn und Blei zusammen, ebenso netrantur.

wie bei den Planeten Jupiter und Saturn als Vater und

Sohn zusammengehören auf beiden Seiten hat ein 20Sechste Rubrik.

sammenhang von je zweien statt auf Grund der VerwandSic mundus bis hic.

lung des einen in das andere (si versa fuerit). Wenn daSic mundus creatus est bezieht sich auf die zweite her auf Saturn das Blei kommt, so liegt es nahe, dass Rubrik, in der auf die Erschaffung der Welt hingewiesen auf Jupiter das Zinn kommt. Nun sind alle Metalle und wird.

Planeten in gegenseitige Relation gebracht, nur bleibt als Hinc erunt adaptationes mirabiles bezieht sich auf die Metall übrig: Cuprum, und als Planet: Venus. Die beiden dritte und vierte Rubrik. Dort wird das, was die zweite gehören also per exclusionem zusammen. Und so haben Rubrik bringt, an die Planeten adaptirt.

wir denn, dass Cuprum der Venus gegenübergestellt wird. Quarum modus est hic bezieht sich auf die fünfte Ru- Wenn man die beiden nun einmal zusammen hat, so kann brik, bei deren fortitudo (uétqov) exponirt wird, wie sich man, um der Sache eine Folie zu geben, sagen, das Kupdie Planeten zu Herren der Fixsterne aufwerfen.

fer hat die Farbe des Goldes und glänzt fast wie Gold, Siebente Rubrik.

zeigt aber eben dadurch ganz evident, dass nicht Alles

Gold ist, was glänzt. Nun, das findet auch in der Liebe Itaque vocatus bis mundi.

statt, dort ist auch noch lange nicht Alles Gold, was Der Hermes trismegistus bezieht sich wieder auf die glänzt. Demgemäss hätten wir bei der Gegenübersteldrei Sternarten: Planeten, Sternbilder der nördlichen He- lung von Metall und Planet: misphäre, Sternbilder der südlichen Hemisphäre.

Aurum entspricht dem Sol, Die philosophia totius mundi wird zur Astrologie.

Argentum

der Luna, Hermes hat die drei Theile der als Astrologie gefassten

Ferrum

dem Mars, Tab. smar., welche der Index bringt. Der Titel dieser

Cuprum

. der Venus, Interpretation der Tab. smar. wird im Anlehnen an die

Hydrargyrum . dem Mercurius, Auffassung der philosophia totius mundi : De astrologia

Plumbum

dem Saturnus, oder Tabula astrologica.

Stannum

dem Jupiter. Schlussbemerkungen.

Dadurch, dass Quecksilber und Mercur einander gegen

über gestellt werden, wird die Eigenschaft des QuecksilAuf die eigentliche Alchemie hat diese Interpretation bers ein bewegliches Etwas zu sein, in den Vorder Tab. smar. den Einfluss, dass die Metalle primo loco, dergrund gedrängt. Es hat nun statt, dass, zufolge der und damit auch secundo loco die Arcana Planeten- bereits von der metaphysischen Interpretation eingeschlaNamen erhalten.

genen, von den Neu - Geberianern weiter verfolgten und Stellen wir nun an der Hand der dritten Rubrik der namentlich von den Abendländern (s. später) ausgebeuteSieben-Metall-Interpretation und der astrologischen Inter- ten Bahn, das Quecksilber eine so hohe Bedeutung in der pretation Metalle und Planeten einander gegenüber, so Alchemie erlangt, dass nichts im Wege steht, dass man haben wir:

die Alchemie in der Beziehung geradezu die Lehre in Pater ejus est Sol einerseits Aurum, andererseits Sol; vom Quecksilber nennen kann. Indem nun Quecksilber

in Mater ejus est Luna einerseits Argentum und Hy- das „bewegliche Etwas“ ist, wird die Lehre vom drargyrum, andererseits Luna;

Quecksilber zur Lehre vom beweglichen Etin Portavit illud etc. einerseits Cuprum, andererseits was, das ist zur Lehre vom: Mobile, oder in potenzirter Venus uud Mars ;

Ausdrucksweise: Perpetuum mobile. Auf die Weise kommt in Nutris ejus etc. einerseits Ferrum, andererseits Mer- es denn heraus, dass die Alchemie zur Lehre vom Percurius;

petuum mobile wird. Man nimmt heut zu Tage alliu Pater omnis etc. einerseits Stannum, andererseits gemein an, das Problem vom Perpetuum mobile bestände Saturnus ;

darin, eine Maschine-zu construiren, welche immer in Bein Virtus ejus etc. einerseits Plumbum, andererseits wegung bliebe. Nun, das ist ein Seitenstück dazu, dass Jupiter.

man annimmt, die Alchemie bestände in der Kunst, Gold Nun sollte man von vorn herein sagen, die Metalle zu fabriciren. würden zu den Planeten, denen sie an der Hand der einzelnen Passus entsprechen. Das hat aber nicht statt. Es Einleitung in die Zeichen - Interpretation

. tritt vielmehr eine selbstständige Calculation ein. Es wird

der Tabula smaragdina. Aurum dem Sol gegenübergesetzt, wobei daran angelehnt wird, dass die Sonne der erste der Himmelskörper und Die Araber lehnen mannigfach in ihrer Alchemie an von gelber Farbe ist, und analog das Gold das erste der das di d'veyxns yeyvóuevov des Timaeus. Dies lässt Metalle und von gelber Farbe ist. Es wird Argentum der sich Schritt vor Schritt verfolgen, und ist auch dem StandLnua gegenübergesetzt, wobei daran angelehnt wird, dass puncte, welchen die Tab. Memphitica und Democritica der Mond der zweite der Himmelskörper und von weisser einnehmen, ganz entsprechend. So lag es denn auch nahe,

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