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zieht. (Vergl. den Abschnitt: Elixiria und Lapides.) In Bezug auf die Gemmae handelt es sich aber um den Feststandpunct, und so ist es nahe liegend, dass auch hier der Liquor hepatis das Hauptaugenmerk auf sich zieht. Indem er aber das Hauptaugenmerk auf sich richtet, sagt man, die eine Gemma, um die es sich dem Obigen gemäss handelt, ist ein Edelstein, der eine Relation zum Liquor hepatis hat. Nimmt man nun den Liquor hepatis als grün, so hat man einen grünen Edelstein, und als solcher präsentirt sich eben der Smaragd.

Der andere Grund basirt auf eine Stelle bei Seneca. Es heisst nämlich in des L. Annaeus Seneca Epistolae morales, Lib. 14. Ep. 2. (90): Excidit porro vobis, eundem Democritum invenisse, quemadmodum ebur molliretur, quemadmodum decoctus calculus in Smaragdum converteretur, qua bodieque coctura inventi lapides hoc utiles colorantur. „Es entfiel euch weiter, dass derselbe Demokrit erfunden hat, wie Elfenbein weich gemacht wird, wie eine geschmolzene Steinmasse in Smaragd verwandelt wird. Durch diese Art des Schmelzens werden noch heute die falsehen Steine, die sich dazu eignen, gefärbt.“ Seneca will sagen, man kann falsche Steine machen, wie sie an Ringen u. w. getragen werden, z. B. Smaragd. Es bandelt sich aber nicht blos um den falschen Smaragd, sondern auch um andere falsche Steine, die ähnlich gemacht werden. In Bausch und Bogen kann man aber nicht alle ächten Steine nachmachen, darum das „hoc utiles, “ es muss auch der Möglichkeitsstandpunct da sein. Ein Stein, der sich nicht nachmachen lässt, der ist nicht utilis, passend, zu einer solchen Procedur.

So liegt die Stelle im Sinne Senecas. Die Alchemisten legten ihr zu ihrem Zwecke einen anderen Sinn unter, Nämlich in Bezug auf die eine Gemma, welche zum Smaragd wird, ist der dedoctus calculus der Liquor hepatis. Ein calculus ist er vom Standpunct der Arcana als Lapides. Decoctus ist er vom Gesichtspunct dessen, dass er an und für sich flüssig ist. Man denkt nämlich beim Kochen an Wasser, welches dem Kochprocesse anheimfällt. Also der decoctus calculus, der Liquor hepatis, welcher das Hauptaugenmerk auf sich zieht, convertitur in Smaragdum, wird in Smaragd verwandelt, den stempelt man zum Smaragd. Und durch diese coctura, das ist das, was so eben decoctus calculus genannt wurde, durch diesen Smaragd werden die inventi lapides, das sind die uneigentlichen Steine, die Arcana als Lapides gefasst, hoc oder ad hoc utiles, die ganz für die Sache passend sind, colorantur, gefärbt, das ist an der Hand der Farben zum Edelsteinstandpunct hinübergezogen.

Dass den Alchemisten diese Stelle in die Augen stach, kommt primo loco davon her, dass in ibr Demokrit genannt wird, welclier als Autor der Φυσικά και μυστικά bei ihnen in hohem Ansehen stand. Ob nun Seneca den Demokrit von Abdera oder den Demokrit, der die puoixd xai uuotixd geschrieben, vor Augen hat, bleibt sich gleich. Nach dem Schwindel, den Synesius dem Dioscorus vorgemacht, fiesst die Persönlichkeit beider Demokrite in eine zusammen,

Schliesslich ist zu erwähnen, dass der Titel Tabula 8 maragdin a sich nicht deswegen vor anderen Titeln in den Vordergrund drängt, weil man die Tabula de Lapidibus höher stellt, als andere Interpretationen der Tab. smar., noch weniger deswegen, weil man die Tab. de Lapidibus in Bezug auf die specialisirten Edelsteine böher stellt, als andere Interpretationen der Tab. smar.-ist doch eine solche Specialisirung der Edelsteine gar nicht kanonisch--sondern deswegen, weil man an den Ausdruck Tabula smaragdina den Begriff geknüpft wissen will: die Tabula, das Schriftstück, welches wie ein Smaragd, wie ein Juwel dasteht.

Hortulanus (vergl. den Abschnitt: Allgemeine Vorbemerkungen über die Tab. smar.) nennt seine Schrift bereits : Commentarius in Hermetis Tabulam 8 marag dinam.

Die Edelsteinmacherkunst.

.

Farben, wie sie hier den Edelsteinen gegenübergestellt sind, nimmt Basilius das Hochroth des Karfunkels u. 8. W., kurz als Roth, und das Tiefroth des Granats als Schwarz, letzteres, weil das Tiefroth „eine gewisse Schwärze in sich verborgen hält“. Und so bekommt er denn heraus:

Gelb ist der Hyacinth,
Blau

Sapphir,
Grün

Smaragd, Weiss

Diamant, der Krystall, Roth

Karfunkel, der Pyrop, die Koralle, Schwarz, Granat.

Wie nun Basilius Valentinus sechs Arcana und sechs Farben annimmt, so müsste er eigentlich auch sechs Edelsteine annehmen. Er müsste also der weissen Farbe ge genüber nicht den Diamant und den Krystall bringen, sondern einen von beiden; er müsste der rothen Farbe gegenüber nicht den Karfunkel, den Pyrop, die Koralle bringen, sondern einen (eine) von den dreien. Dass er das nun aber nicht thut, das ist wohl überlegt. Er will nämlich auf der einen Seite wohl den sechs Arcanis zu Liebe, welchen in der Lapis-Interpretation der Tab. smar. Rechnung getragen wird, sechs Edelsteinne annehmen, doch will er auf der anderen Seite aber auch wieder nicht diese Edelstein-Sechs zu sehr in den Vordergrund drängen, weil es dadurch den Anschein gewinnen könnte, als wäre die Specialisirung der Edelsteine kanonisch, was sie doch, wie wir oben gesehen, notorisch nicht ist. Durch diese beiden Standpuncte segelt er nun, sich den Rücken frei haltend, derartig durch, dass er auf der einen Seite nach der Farben-Sechs specialisirt, auf der anderen Seite aber statt der Edelstein - Sechs eine Edelstein - Neun herausbekommt.

Auf Grund der Basilschen Aufstellung kommt also folgende Zusammenstellung von Arcanum, Farbe und Edelstein heraus: Acid. sulphur.

Gelb Hyacinth,
Natron

Blau . . Sapphir,
Liquor hepatis

Grün...

Smaragd,
Ferrum

Weiss . Diamant, Krystall,
P. solaris ruber .. Roth. . Karfunkel, Pyrop, Koralle,
P. solaris niger .. Schwarz.Granat.

Der specialisirten Edelsteinauffassung der Lapides verdanken wir den stereotypen Titel der Tabula smaragdina: Tabula smaragdina. Nämlich an der Hand der Lapis philosophicus - Interpretation erhalten wir den Titel: Tabula de Lapide philosophico. An der Hand der LapisInterpretation (s. diese in der 6. Rubrik) wird derselbe vorab zu: Tabula de Lapide philosophico, dann zu: Tabula de Lapide, und endlich: Tabula de Lapidibus. Sobald nun die Lapides zu Gemmae werden, rückt zuvörderst an die Stelle des Titels: Tabula de Lapidibus der Titel: Tabula de Gcmmis. Nun sagt man aber, wo es sich auf der einen Seite um eine Tabula de Lapide philosophico handelt, und auf der anderen Seite um eine Tabula de Lapide, da ist es ganz gut, dass man, um keine Verwechselung hervorzubringen, die Tabula de Lapide amwandelt in Tabula de Lapidibus. Wo aber an die Stelle des Lapis die Gemma tritt, da ist keine Verwechselung mehr möglich. Hier also kann man wieder vom Plural abgehen, und statt zu sagen: Tabula de Gemmis, sagt man: Tabula de Gemma. Das macht sich namentlich gut, wenn man (s. den folgenden Abschnitt) den Sol im Passus Completum est quod dixi de operatione Solis als Edelstein nimmt. Sobald man nun aber im Titel der Tab. amar. die Gemma hat, führt das sehr nahe liegend darauf, dass man sich fragt, welche eine Gemma ist das denn? Und da antwortet man dann, diese eine Gemma ist der Smaragd. Sobald man nun den Smaragd hat, erhalten wir den Titel: Tabula de Smaragdo. Da das aber darauf führen könnte, dass bei einer Tabula de Gemmis blog der Smaragd in's Auge gefasst sei, so nimmt man statt des Substantivs mit der Präposition das Adjectiv. So wird aus de Smaragdo: smaragdinum, und aus der Tabula de Smaragdo: Tabula smaragdina.

Wir müssen nun sehen, wie wir in Bezug auf die eine Gemma gerade zum Smaragd kommen. Wir haben es hier mit zwei Gründen zu thun.

Der eine Grund liegt darin, dass, wenu man Arcana vom Feststand punct auffasst, dass dann namentlich der Liquor hepatis es ist, welcher das Augenmerk auf sich

.

1

Unter die Lapis-Interpretation der Tab. smai. gehört der Schlusspassus : Completum est quod dixi de operatione Solis nicbt. Setzt man ihn aber nun doch unter dieselbe, so kann das ff. ausgebeutet werden.

In der Lapis philos.-Interpretation der Tab. smar. kann

407

nun

man

man sagen, wie die Stelle Pater ejus est Sol lehrt, ist Aus der Profan-Geschichte wird namentlied die Königin der Vater der res una, des Lapis philos.: Sol. Da nun Kleopatra herangezogen. Als Antonius verliebt in den aber das, was der Vater ist, auch das Kind ist, 30 ist Armen der Kleopatra girrte, wetteten die beiden einmal, Sol =

Lapis philos., und wenn es beisst Completum est wer von ilının die kostbarste Mahlzeit geben würde. Anetc, so heisst das: Completum est quod dixi de Lapide tonius liess

seinerseits die kustbarsten Leckerphilos. Damit haben wir denn in der Lapis philosophicus- bissen herbuischleppen, Kleopatra aber wartete mit einem Interpretation den Lapis philos. ebensowohl im habens tres An und für sich einfachen Mlable aus, bei dem sie die partes, als in Completum est. Ueberträgt man das nun Auflösung einer Perle, im Wertbe von einer halben Million auf die Lapis-Interpretation, so kann inan bei der Anfügung Thalern, in Essig aus des Antonius Gesundheit trank. Diese des Completum est agen: Im babens etc, haben wir den Erzählung wird in alchemistischem Sinne ausgebeutet. Der Lapis philos. überhit up t, in Completum dagegen haben Essig war ein Acetum philosophicum,“ nn indem Kleowir den Lapis philos. als den Edelstein. Das letztere patra mit ihm umzugeben verstand, war sie eine Alcheliegt darin, dass die operatio Solis als X Quoonotice auf mistin. Perlen werden dann zu den Edelsteinen gezählt, eine Veredelung führt. Handelt es sich nun um Metalle, und so kommt heraus, dass Kleopatra sieẢ der Edelsteinso ist die Veredelung Gold, handelt es sich dagegen um micherkunst befleissigle. Nun ist es zwar ein grosser Seine, so ist die Veredelung der Edelstein.

Unterschied, Edelsteine zu machen, und Edelsteine in So haben wir denn eine der Goldmacherkunsi parallel einem Acetum philosophicum àutzulösen. ludessen laufende Edelsteinmacherkunst, welche, wie wir gesehen, muss sich hier auf den Standpunct des ondern und derartig in die Alchemie gebracht wird, dass nan den ryzioei stellen. Das Lösen des Eidelsteines ist ein ondeix, Schlusssatz Completum est ell., welcher ursprünglich nicht wogegen das Herstellen des Edelsteines aus einer Lösung unter die Lapis-Interpretation der Tab. smar, gehört, trotz- cin eyeipe iv ist. Wie sich Klenpatra nun auf das onder dem unter dieselbe setzt.

verstand, wird sie sich auch wohl, so ist die leitende Idee. Das Edelsteinmacher-Wesen drängt sich nicht so rit Eclat auf das á ysiqeiv verstanden haben. in den Vordergrund, als das Goldmacher-Wesen, doch wird Indein die Königin Kleopatra auf Grund der erwähalen es nach derselben Schablone zugestutzt, indem die Bibel, Erzählung zur Alchemistin gestempelt wird, wird sie aueb biblische und Profan-Personen zu seiner Verherrlichung zur alchemistischen Schriftstellerin gemacht, und ihr ein herhalten müssen.

Fragmentum chemicum untergeschoben; dann die Schrift: Was die Bibel betrifft, so müssen hauptsächlich ff. Stellen Της Κλεοπάτρας περί σταθμών και μέτρων εξήγησις für die Edelsteinnaclerkunst behalten: Offenbarung des %. 1. d. (Handschritt.) Johannes, Cap. 21 (Luthers Uebersetzung):

Dass sich die Edelsteinmacherkunst nich: so mit Eclat Vers 18. Und der Bau ihrer (der Stadt) Maurer war in den Vordergrund drängte, als die Goldmacherkunst hat von Jaspis, und die Stadt von lauterm Golde, gleich einem seinen guten Grund. Die Edelsteinmacherkunst hatte eine Glase.

reelle Basis. Wie, eine reelle Basis ?! Ja, allerdings, Vers 19. Und die Gründe der Mauren und der Stadt freilich nicht in unseren Sinne, aber doeh im Sinne der waren geschmückt mit allorlei Edelsteinen. Der erste Alten. Die zählten zu der Edelsteinmacherkunst die Kunst, Grund war ein Jaspis, der andere cio Sappbir, der dritte Glaskrystalle und bunte Glasc darzustellen - daher auch on Chalcedonies, der vierte ein Smaragd.

der Ausdruck Vitrum für Geminae - und das war zu jener Vers 20. Der fünfte ein Sardonich, der sechste ein

Zeit eine edele Kunst. Wer die Kunst verstand, Glaskry. Sardis, der siebente ein Chrysolith, der achte ein Beryll, stalle, prächtig gefärbte Glasflüsse darzustellen, und aus der neunte ein Topasier, der zehnte ein Chrysopras, der ihnen Armleuchter, prächtige Fenster u. s. w. anzufertigen, elfte ein Hyacinth, der zwölfte ein Amethist.

der trieb wahrlich keine brodlose Kunst. Noch heut zu 2. Buch Mosis, Cap. 28 (Luthers Uebersetzung):

Tage, wo sich die Concurrenz der Sache bemächtigt bat, Vers 17. Und sollst es (das Amtschildlein) füllen mit sind einzelne Branchen einer solchen , Edelsteinmacherkunst" vier Reihen voll Steine. Die erste Reihe sei ein Sarder, sehr lucrative Erwerbsquellen. So ein Edelsteinmacher hatte Topaser, Smaragd ;

gar keinen Grund, über scine Kunst viel Reden zu machen, Vers 18. Die andere ein Rubin, Sapphir, Demant; und um sie an den Mann zu bringen, so lange im Lande Vers 19. Die dritte ein Lyncurer, Achat, Amethyst;

umherzureisen, bis er einen Narren fand, der sich von ibm Vers 30. Die vierte ein Türkis, Onych, Jaspis. In düpiren liess. Der fertigte rubig seine Glasflüsse an, und Gold sollen sie gefasst sein in allen Reihen.

verwerthete sic. Wenn irgunit etwas die Goldmacherkunst Wir wissen aus dem Abschnitt „Der erste Theil des

in ihr wahres Licht zu setzen vermag, so ist es die Edelersten Cirpitels des Evangelium Joannis,“ dass der Evan

steinmacherkunst. Wenn die Goldmacher ihre Kunst rergelist Johannes zu Anfang seines Evangelium auf die

standen bälten, wie die Edelsteinmacher, so würde die Tab. smar. eingeht. Er ist somit ein Alchemist, und als

Goldmacberkunst gerade so bescheiden in Hintergrunde solcher wird er denn zum Goldmacher und Edelsteinmacber

stehen, wie die Edelsteinmacherkunst, zu einer Geschichte gestempelt. Wir besitzen einen Hymnus zu Ehren des

der Goldmacherkunst in dem Massstabe, wie wir sie jetzt Johannes von Adam von St. Victor (12. Jahrhundert),

besitzen, wäre es dann nie gekoinmen. welcher anfängt: Gratulemur ad festivum. In ihm heisst es : Cum gemmarum parles fractas

Allgemeines über Gebers Metall-InterSolidasset, has distractas

pretation der Tabula smaragdina. Tribuit pauperibus.

Vergl. Geber: Summa perfectionis magisterii, namentlich
Inexhaustum fert thesaurum
Qui de virgis fecit aurum,

Lib. 1. Cap. 12—22. und Lib. 3. Cap. 1-9. Indem der
Geinmas de lapidibus.

Autor der Lapis-Interpretatiou der Tab. smar. in die Ro

brik Pater ejus est Sol etc. interpretationsweise die sechs „Nachdem er die zerbrochenen Theile der Edelsteine

Arcana bringt, hat er nicht ganz die Uebersicht darüber, aneinandergefügt hatte, riss er sie wieder voneinander, was er thut, oder was nun alles in der von ihm geschafund vertheilte sie unter die Armen. Der trägt einen un- fenen Interpretation, liegt. Es geht ihm, wie Manchem. erschöpflichen Schatz davon, der aus Ruthen Gold und aus der etwas neues auf's Tapet bringt, und nun die Tragweite Steinen Edelsteine machte.“

desselben nicht übersieht. Es war erst einem Nachfolger Dass Johanes die Edelsteine erst zusammenfügt und dann (Geber) vergönnt, zu durchschauen, dass mit der betrefauseinanderreisst, zielt auf das aysiqelv und Ondeix fenden Interpretation jener Stelle die Metallauffassung der (vergl. Lapis philosophicus-Interpretation der Tab. smar.) Arcana angebahnt ist. Nämlich:

Bei den Ruthen kann man denken: an den goldenen Pater ejus est Sol. Das bezieht sich auf das Acid. sulStab dles Mercurius (virgâque levem cöcrces aureâ turbam. phur. Sol kann man nun aber nach der metaphysischen Horaz), an den raxus aureus ini 6. Buche der Aeneide Interpretation der Tab. smar. als Gold nehmen. Der (vergl. den Abschnitt: Die Schwindel-Goldmacherkunst), Vater des Acid. sulphur., so haben wir dann, ist Gold, vielleicht an den Lapis philos., der von den Bäumen ge- also das Acid. sulphur. selbst als Kind = Gold, pflückt wird (s. bei den Abendländern den Abschnitt: Epi- Mater ejus est Luna. Das ejus bezieht sich auf das stola Haimonis), und an die Wünschelruthe, :nitiolst derer Natron. Luna kann man als Silber nehmen. (Vergl. man Gold findet.

Lapis philosophicus - Interpretation der Tab. smar.) Die

אך את הזהב ואת הבכסף את הנחשת את הברזל את הגדיל ואת העפרת :

Mutter des Natron, so haben wir dann, ist Silber, also das wie wir auch gesehen. Also ist das Ganze dazu angethau Natron als Tochter Silber.

dass Mercur auf der einen Seite und Zinn und Blei auf Da haben wir also an der Hand der eigensten Worte der anderen Seite in Relation gesetzt werden. der Tab. sinar., dass zwei Arcana Metalle sind.

Und hier sagt man denn: Quecksilber ist flüssig. FliisDas Eisen, das gehört ja zu der Sechs-Arcanenzahl, ist big sein ist aber nichts anderes, als in hohem Grade weich to ipso ein Metall.

sein. Zinn und Blei sind weich, also sind sie nichts anDa haben wir also drei Arcana, die Metalle sind. deres, als Quecksilber in geriugerem Grade. Zinn und

Da nun auf die Weise die Hälfte der Arcana Metalle Blei haben also auf Grund ihrer Weichheit eine Verwandsind, so liegt es sehr nahe, auch die andere Hälfte als schaft mit dem Quecksilber, welche Verwandschaft noch Metalle aufzufassen.

dadurch gesteigert wird, dass sie, wie das Quecksilber, Die zuerst in der Geschichte der Menschheit vorkom- weiss sind. Somit treten bei den Pp. solares Zinn und menden festen Metalle sind: Gold, Silber, Eisen, Kupfer,

Blei zuerst für den Mercur, und dann für die Pp. solares Zinn, Blei. Das sind also die Metalle zai’E GO xv Ihrer

selbst eini. Die beideu Pp. solares werden zu Zinn und erwähnt auch die Bibel, 4. Buch Mosis, Cap. 31. Vers 22: Blei.

So liegt die Sache für Zinn und Blei in Bezug auf die Pp. solares. Indem sie aber so liegt, haben wir eben nur,

dass die beiden Pp solares Zinn und Blei sint. Wir lun ihnen sind drei bei der obigen Calculation unterge

wissen nun aber noch nicht, ob P. solaris ruber Blei oder hracht, nämlich: Gold, Siller, Eiseu. Es liegt also nahe,

Zinn, P. solaris niger Zinn oder Blei sein soll. Und hier die drei restirenden Arcana als Kupfer, Zinn, Blei aufzu- wird denn angenommen, dass Zinn · P. solaris ruber und fassen. Und das liegt anch gar nicht ohne Anhaltspuncte.

Blei = P. solaris niger, wobei dus in's Auge gefasst wird, Liquor hepatis hat entweder eine gelbe, oder eine grüne

dass Bici leichter schwarz wird als Zinn, somit Blei mehr Farbe, wie man will, wie wir das bei den Farben der für den schwarze P. solaris niger passt. Cieber sagt Arcana haben kennen lernen. Gerade so ist Kupfer ent

in dieser Beziehung ausdrücklich über das Blei (Lib. i. weder gelb als Kupfer im gewöhnlichen Sinne, oder grün Cap. 19.): Plumbum multum habet de substantia terrea. als Grinspan, welcher ein sehr häufig vorkommendes Kup

Das bezieht sich auf das in der Erde vorkommende Stiferpräparat ist. Also der Liquor hepatis wäre unter die bium sulphur. nigr. Und dann sagt er: Et in Stanpum Metall-Arcana als Kupfer leicht unterzubringen, wenn man

per lavacrum vertitur. Das ist, man kann Stibium nigrum sich, wie bei den specialisirten Edelsteinen an die Farbe

durch Zusätze in Sulphur aurat. verwandeln. Und über hält. Man vergl. übrigens auch Plato, der Liquor hepa.

das Zinn sagt er (Lib. 1. Cap. 20.): Suscipit tincturam tis als los (Grünspan) nimmt.

rubedinis. Das bezieht sich auf die rothe Farbe des SulEs blieben also P. solaris ruber und niger für Zinn phur aurat. Es unierliegt also gar keinem Zweifel, dass und Blei.

Geber Zinn nimmt als P. solaris ruber, and Blei als P. Was haben nun aber diese beiden Arcana niit Zinn und solaris niger. Blei zu schaffen? Die Sache macht sich ff.

Wir hätter. also: Die beiden Pp. solares bestehen aus Hydrarg. oxyd.

Acid. sulphur.

= Gold, rubr. und Antimonpräparaten. Die Antimonpräparate wer

Natron sulphur. Silber, den nun nicht als Metalle aufgefasst, das Hydrarg. oxyd.

Eisen Eisen, rubr. aber wohl. Denn nach der metaphysischen Inter

Liquor bepatis = Kupfer, pretation der Tab. smar. ist ja Hydrarg. oxyd. rubr.

P. solaris ruber Zinn, Mercur. Mercur aber ist ein Metall. Damit haben wir

P. solaris niger Blei. denn je einen Theil der betreffenden Präparate als Metall, Die Metall - Interpretation der Tab. smar.' ist schou in und das legalisirt ihren Mettallstandpunct sattsam. Wir

der Alchemie, wie sie ihr vorangeht, längst vorbereitet. haben also zwei Präparate. Diese Präparate sollen als

Wir haben den Metallstandpunct bereits bei Plato. Wir Metalle aufgefasst werden. Nun enthalten sie ein Metall.

haben ihn an der Hand der Lapis philo-ophicus-InterpreDa liegt es doch nahe, dass sie aufgefasst werden als das tation der Tab. smar. Denn die Arcana, indem sie zu Metall, welches sie enthalten, das ist als Quecksilber. Gold werden, werden dort als Metalle aufgefasst. Indem Trotzdem das nun aber nahe liegt, bieten sich doch Ge- der Lapis philos. die Arcana zu Gold macht, werden sichtspuncte dar, die beiden Pp. solares nicht als Queck

die unvollkoinmenen Arcana als unvollkommene, un. silber aufzufassen. Nämlich:

edele Metalle aufgefasst. Und dann ist auch der Metall1) Qnecksilber gehört nicht unter die Metalle, die wir standpunct in der Auffassung der Arcana als Lapides oben als die Metalle zat' foxiv aufgeführt haben. gegeben, denn der Lapis führt auf das Mineral, das

2) Quecksilber ist Eins. Es handelt sich aber nicht um Mineral aber auf das Metall. (Vergl. den Abschnitt: EliEins, sondern um Zwei. Denn sowohl der P. solaris xiria und Lapides.) ruber als der P. solaris niger sind, da es sich um die Dem Metallstandpunct dr Arcana, wie wir ihn hier Sechs-Arcanenzahl handelt, uuterzubringen.

gezeichnet haben, begegnen wir zuerst bei Geber. Geber 3) Wenn an und für sich gesagt wir.1: Ich fasse die ist ein Arabischer Alchemist aus dem 8. Jahrhundert. Arcana als Metalle auf, Mercur ist ein Metall, somit habe ich auch das Recht, irgend ein Arcanum als Mercur auf- Gebers Metall-Interpretation der zufzu fassen: wenn das an und für sich gesagt wird,

Tabula smaragdina. 80 steht dem nichts im Wege. Wie die Alchemie nun aber einmal zur Zeit, wo der Metallstandpunct aufkommt, Die Rubricirung ist wie bei der Lapis-Interpretation der liegt, ist dem Mercur gewissermassen der Weg versperrt. Tab.smar. Wir haben also sechs Rubriken. Das Anflicksel Denn wenn nach den längst vorher augebahnten Verhält- Completum est fällt. Von der ersten Rubrik ist weiter nissen gesagt wird, dieses oder jenes Arcanum ist Mercur, nichts zu sagen, und so fangen wir an mit der 80 denkt man dabei an Mercur im Sinne der metaphysi.

Zureiter Rubrik. achen oder Lapis philosophicus - Interpretation der Tab. smar. Das ist aber ein ganz anderer Standpunct, als der Quod est inferius bis adoptione. Metallstandpunet, mit dem wir es hier zu thun haben. Ja,

Nach dem vorigen Abschnitt wissen wir, dass gemäss der der Mercur ist um so mehr excludirt, als es, wie wir noch Stelle Pater ejus est Sol, Acid. sulphur, eo ipso Gold, sehen werden, statt hat, dass nach der neu aufkommenden

gemäss der Stelle Mater ejus est Luna, Nation eo ipso Metall-Auffassung der Arcana, dic Arcana zwar als je is. Silber, gemäss der Stelle Nntrix cjus est terra, Eisen eo gend ein Metall aufgefasst werden, dass sie dabei aber

ipso = Eisen. alle nach vorangegangener Lebre Mercur (und Sulphur) Ebenso wissen wir, dass es nun nahe liegt für Liquor bleiben.

hepatis, P. solaris ruber und niger: Kupfer, Zinn, Blei Dieser Calculation zufolge können die Pp. solares also herauszuziehen. nicht als Mercur aufgefasst werden. Dagegen liegt auf Davon liegt nun Kupfer ziemlich nahe für Liquor heder anderen Seite ein Anhaltspunet für den Mercnr

patis. Es würde aber Schwierigkeiten haben, für die vor, wie wir vorhin gesehen. Dazu kommt für die be

beiden Pp. solares Blei und Zinn unterzubringen, wenu treffenden Arcana der Anhaltspunct für Ziun und Blei, I Zinu und Blei nicht dem Quecksilber an die Seite ge

tal

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setzt würden, wenn sie nicht als weiche Metalle als Nachdruck zugleich auch auf dem omnes liegt. Alle flüssige Metalle aufgefasst würden.

Dinge sind von Gott, und so sind auch alle res natae Demgemäss ist es sehr wichtig für den Metallstandpunct von der res una. der Tab. smar., dass man nicht sagt, wie das so gewöhn

Dritte Rubrik. lich geschieht, Gold, Silber, Eisen, Kupfer, Zinn, Blei sind feste Metalle, sondern dass man vielmehr sagt, von Sie lehnt an die Lapis - Interpretation der Tab. smar., den genannten Metallen sind die einen als fest aufzu- wobei denn die einzelnen Arcana zu den betreffenden Mefassen, die anderen als flüssig. Sobald man aber die tallen werden; s. d. vorigen Abschnitt. Metalle als feste und flüssige hat, hat man iu ihnen das

Vierte Rubrik. Substrat zum Wasserverwandlungs-Experiment. Man mischt sie unter einander, dann hat man die res una, und die res Separabis bis penetrabit. una zerfällt dann in das superius und inferius, indem die Hier wird auseinandergesetzt, dass die Metalle Schwefel flüssigen Metalle in die Höhe und die festen zu Boden und Mercur sind, und zwar betrifft die gloria den Schwegehen. Also wenn man die Metalle als feste und flüssige fel, die fortitudo den Mercur. auffasst, so ist damit gegeben, dass das, quod est superius, Separare heisst trennend einen Unterschied machen. dazu dient, wie das, quod est inferius, ad perpetranda mi

Terra = Erdschwefel = Sulphur spissum. racula rei unius. Gerade so aber auch umgekehrt. Wenn Ignis Luftschwefel, Hydrothiongas Sulphur subtile. gelehrt wird, dass in Bezug auf die Metalle quod est Also subtile ist dasselbe, was ignis ist, dient zur Ersuperius est, sicut id quod est inferius, ad perpetranda klärung dessen, was unter ignis zu verstehen. Spissum miracula rei unius, so ist damit dle Lehre gegeben: Die ist dasselbe, was terra ist, dient zur Erklärung desselben. Metalle (Gold, Silber, Eisen, Kupfer, Zinn, Blei) sind Separabis terram ab igne, subtile a spisso heisst also: theils als feste, theils als flüssige aufzufassen.

Trenne, mache einen Unterschied zwischen festem SchweSo findet die Stelle: Et quod est superius, est, sicut id fel und gasförmigem Schwefel. Der so interpretirten Stelle quod est inferius, ad perpetranda miracula rei unius ihre zu Liebe nimmt Geber die beiden Schwefelarten: Sulphur Erledigung.

und Arsenicum an, von denen Sulphur das spissum, und Voran geht aber:

Arsenicum das subtile repräsentirt. Lib. 1. Cap. 13. heisst Quod est inferius est sicut id quod est superius.

dem spissum der Tab. smar. zu Liebe der Schwefel eine Mit dieser liegt es ff.

pinguedo inspissata, und Cap. 14. ist dem subtile der In dem: Et quod est superius etc. ist wohl gesagt, die Tab. smar. zu Liebe das Arsenicum de subtili materia. Metalle sind als feste und flüssige aufzufassen. Man weiss Das suaviter magno cum ingenio bezieht sich darauf, aber nicht, wie man dazu kommt. Dazu dient eben das dass, entgegen früheren Interpretationen, spissum und subQuod est 'inferius est sicut id quod est superius. Näm- tile synonim mit terra und ignis, wobei aber der Wortlich: Sobald man den Metall - Flüssigkeitsstandpunct in's stellung entgegen subtile auf ignis kommt, und spissum Auge fasst, denkt man an Quecksilber. Nun sollen ausser auf terra. dem Quecksilber auch andere Metalle, Blei und Zinn, flüs- Nun denke man sich die festen und flüssigen Arcana in sig sein. Nun gut, dann werfe man sie in ein Gefäss, in ein Gefäss geworfen; dann gehen die flüssigen in die Höhe, dem Quecksilber ist, dann wird man eine Flüssigkeit bilden die Metalla superiora, die festen gehen zu Boden, haben. Das letztere hat nun aber nicht statt. Nimmt bilden die Metalle inferiora. In dasselbe Gefäss werfe ich man ein Gefäss mit Quecksilber, und giebt Blei und Zinn nun den Schwefel, oder vielmehr die beiden Schwefel; hinzu, so fallen die letzteren zu Boden, und das Queck- dann geht das Gas in die Höhe, aufwärts zu den Metallis silber stellt sich über sie, Quecksilber bildet das superius, superioribus, der feste Schwefel dagegen sinkt herab und Blei und Zinn das inferius. Das hat die Stelle im Auge. geht zu den Metallis inferioribus. Also um auf die Stelle Sie will besagen: Du giebst in ein Gefäss Quecksilber, Ascendit a terra zu kommen: Zinn, Blei. Nun gehen Zinn und Blei nach unten. Wo Du hast den Schwefel. Dieser zerfällt dem Vorangebleibt also ihre Flüssigkeit? Hieran, sagt die Stelle, stosse henden gemäss in das subtile und spissum. Nun wird er dich nicht. Das inferius steht auf gleicher Rangstufe mit in ein Gefäss geworfen, in dem die Metalle sind. Dann dem superius. Dasselbe, was dir das Quecksilher, das ascendirt er, das heisst sein subtile ascendirt, und er descensuperius bietet, bieten dir auch Zinn und Blei, das inferius. dirt, das heisst, sein spissum descendirt, und er erhält die Es steht also nichts im Wege, dass du Zinn und Blei als vis superioruni, das ist der Metalla superiora, er geht zu flüssig auffassest. Hierbei ist nun zu bemerken, dass man den Metallis superioribus, und die vis inferiorum, das heisst in Bezug auf die flüssigen Metalle nicht blos bei Blei und der Metalla inferiora, er geht zu den Metallis inferioribus. Zinn stehen hleibt, sondern auch das Silber mit in den Ebensowohl nun aber wie der Schwefel die vis Metallorum Bund aufnimmt. Das ist dadurch motivirt, dass nach den empfängt, ebenso empfangen auch umgekehrt die Metalla vorangegangenen Interpretationen der Tab. smar. Silber die vis Sulphuris. und Quecksilber auf einer Linie stehen. Durch die Auf- Sic habebis gloriam totius mundi. So hast du den nahme von Silber wird dann auch Gleichmässigkeit in die Schwefel. Zahl der festen und flüssigen Metalle gebracht. Wir haben Im directen Arrangement würde die ganze Stelle so dann nämlich:

liegen: Du hast den Schwefel (gloria). Dieser zerfällt in Flüssig Fest

das subtile und spissum. Das subtile geht an die flüssi-
Silber
Gold

gen Metalle, das spissum an die festen Metalle.
Blei
Kupfer

Statt dieses directen Arrangements haben wir das indi.
Zinn
Eisen

recte Arrangement: Du trennst das subtile vom spissam, Es wird nun übersetzt Et quod est superius etc. : Und das eine geht zu den füssigen Metallen, das andere zu das Obere dient wie das Untere dazu, um die Wunder den festen. So hast du den Schwefel (gloria). Nun des Metallstand punctes (res una) zu Stande zu das bleibt sich gleich, vermöge der obscuritas fugiens ist bringen.

es leicht einzusehen. Et sicut res omnes etc.

Also kurz und bündig heisst die Stelle: Die Metalle beRes natae = Arcana.

stehen aus Schwefel. Denn wie schon vorher gesagt, Und von diesem Metallstandpunct entstanden omnes res

ebensowohl wie der Schwefel die vis Metallorum empfängt, natae, alle Arcana, auf Grund eines väterlichen Verhält- 80 empfangen auch die Metalle die vis Sulphuris. Und nisses. Also nicht nur diejenigen Arcana, von denen es auf indem sie sich präsentiren als mit der vis Sulphuris begabte, der Hand liegt, dass sie Mstalle sind, das sind Acid. sul- sind sie eben Schwefel. phur. (Sol), Natron (Luna), Eisen, nicht nur sie sind Me- Nun kommt der Mercur an die Reihe. talle, sondern auch diejenigen, von denen es nicht auf der Harc est totius fortitudinis fortitudo fortis. Der Mercur Hand liegt, nämlich Liquor hepatis, P. solaris ruber und ist die cumulirte fortitudo, repräsentirt die cumulirte forP. solaris niger.

titudo, quia: Man vergleiche übrigens beim ganzen Passus das, was denn er besiegt omnem rem subtilem. Subtilis hier = bei der metaphysischen Interpretation und Lapis philoso- flüssig. Omnis res subtilis : die flüssigen Metalle. Also: phicus-Interpretation der Tab. smar. gesagt, wobei noch denn er besiegt die flüssigen Metalle. zu bemerken, dass hier, bei der Metall-Interpretation, der Und er durchdringt omnem rem solidam. Omnis res

von

in

solida = die festen Metalle. Also: er durchdringt die das ist der Lapis philos. hinzutritt, dass dadurch diese festen Metalle.

Metalle zu Gold werden. Nein, ganz von vorn herein Das ist also kurz und bündig: Die Metalle bestehen aus sind alle Metalle des Lapis philos., das ist des Schwefels Mercur.

und Mercur theilhaftig, sie bestehen aus Schwefel und Dass die Metalle aus Schwefel bestehen, wird also aus- Mercur. Hat man also ein Metall, so hat man den Lapis gedrückt: Der Schwefel wird theilhaftig der Macht der philos. Und da nun, wie wir vorhin gesehen, die Metalle Metalle. Dass die Metalle aus Mercur bestehen, wird sich um eine Drei gruppiren, so hat der Lapis philos. tres ausgedrückt: Der Mercur besiegt und durchdringt die partes. Diese tres partes Lapidis philos. decken also geMetalle.

wissermassen den Hermes trismegistus von sonst in seiner In Bezug auf den fortitudo-Ausdruck ist ff. zu bemer- einfachen Dreiheit. Mit diesem Hermes trismegistus in ken. Derselbe zählt nach der Drei, und zielt damit auf seinem früheren einfachen Drei-Standpunct wird also nicht diejenigen Metalle, welche an und für sich bereits eine absolut gebrochen. nähere Relation zum Quecksilber haben. Diese drei Me- Anlehnend an seine Interpretation des habens tres partes talle sind 1) Plumbum, weil es dem P. solaris niger ent- philosopbiae totius mundi hat Geber nun zuvörderst als spricht, welcher Quecksilber als Hydrarg. oxyd. rubr. Titel der Tabula smaragdina: De Laride philosophico. enthält; 2) Stannum, weil es dem P. solaris ruber entspricht, Nun giebt er Lapis philos. als Magisterium, soll heissen welcher ebenfalls Hydrarg. oxyd. rubr. enthält; 3) Argen- Meisterstück, wieder. Würde er haben: De Magisterio. tum, weil Luna nach den vorangegangenen Interpretationen Nun nimmt er aber den Lapis philos., auf den er losder Tab. smar. als Silber und Quecksilber aufgefasst steuert, als einen vollkommeneren an, als es der Lapis wird. Die Drei der fortitudo führt also schon darauf, dass philos. der Lapis philosophicus-Interpretation der Tab. fortitudo = Quecksilber.

smar. ist. Denn an der Hand dieses letzteren Lapis philos.

müssen erst, so calculirt er, die Metalle zu Sulphur und Fünfte Rubrik.

Mercur werden. Sie sind des Lapis philos. nicht theilSic mundus creatus bis est hic.

haftig, werden es erst auf Grund dessen, dass man sie zu Analog wie bei der Lapis-Interpretation der Tab. smar. Gold macht, das ist, indem man Schwefel und Mercur

(Lapis philos.) zusetzt. Dagegen sein Lapis philos. ist Sechste Rubrik.

von vorn herein in den Metallen, denn alle Metalle bestehen Itaque vocatus sum bis totius mundi.

vorn herein aus Schwefel und Mercur, Deswegen Der Hermes ist ein trismegistus deshalb, weil sich bei

nennt er seinen Lapis philos., sein Magisterium, die Perder Metall - Interpretation der Tab. smar. die Drei in fectio magisterii, die Vervollkommnung des Lapis philos. dreifacher Weise in den Vordergrund drängt. Zuerst Somit hätte er als Titel der Tab. smar.: De perfectione haben wir nämlich die Existenz von drei flüssigen und drei magisterii. Nun fasst er aber in's Auge, dass er, Geber, festen Metallen (Silber, Zinn, Blei: flüssig; Gold, Eisen, wie wir oben auseinandergesetzt, auf Grund seiner cumuKupfer:fest). Dann haben wir zweitens drei Metalle,

lirten Gesichtspuncte des Drei-Hermes den tois uły 1505 die derartig hervortreten, dass zu ihnen das Quecksilber in

hat, wo seine Antecessoren blos den tois ubyas hatten. besonders naher Relation steht, nämlich Blei (P. solaris Wo seine Antecessoren also die 3 hatten, da summirt er niger), Zinn (P. solaris ruber), Silber (Queck-Silber). End- 3 +3 +3, er bekommt also, seinen Antecessoren gegeulich haben wir drittens drei Metalle, die nicht weiter auf über, eine Summe heraus, und dieser zu Liebe, dem in einem Umwege herauscalculirt zu werden brauchen, son

der That als τρίς μέγιςος und nicht τρίς μέγας figudern die uns die Metall-Interpretation der Tab. smar., rirenden Hermes zu Liebe, hält er sich an die „Summe" dem sie die dritte Rubrik vorab wie die Lapis - Interpre- und bekommt als Titel heraus: De summa perfectionis tation interpretirt, gewissermassen von selbst bietet, das magisterii. Damit ist er nun aber noch nicht fertig. Er ist Gold in der Stelle Pater ejus est Sol (Sol - Aurum), will auch dem τα μετα τα φυσικά des Autors der metaSilber in der Stelle Mater ejus est Luna (Luna= Argen- physischen Interpretation der Tab. smar. und der Umtum) und Eisen in der unveränderten Interpretation der wandlung desselben seitens Demokrit in id quoixd RechLapis-Interpretation. Dass nun möglicher Weise gesagt nung tragen, und bekommt so als vollständigen Titel heraus: werden kann, indem wir drei flüssige und drei feste Me- De summa perfectionis magisterii in sua natura (quois), talle haben, ist in dem ersten Gesichtspuncte, den wir oder: Tabula de summa perfectionis magisterii in sua naaufgeführt haben, eine zwiefache Drei, womit eigent- tura. Und auf Grund dieses Titels der Metall-Interpretalich der Hermes trismegistus zum tetrakismegistus wird, tion der Tab. smar, heisst das Gebersche Werk: Summa

das erledigt sich zu Gunsten des Hermes trismegistus perfectionis magisterii in sua natura. Mit der „Summa" dadurch, dass die drei flüssigen Metalle, welche uns der auf dem Titel des Geberschen Werkes haben sich nun erste Gesichtspunct bietet, dieselben sind, als die, welche Manche nicht zurecht zu finden gewusst, und haben dies uns der zweite Gesichtspunct bietet, nämlich: Blei, Zinn, Wort im Sinne genommen: „Sumarische Zusammenstellung, Silber, und damit bei ersten Gesichtspuncte in den Hin- Inbegriff." Und auf Grund dessen haben sie dann getergrund treten können.

schrieben: Summa de perfectione magisterii. Das ist aber Indem nun drei Gesichtspuncte da sind, die dem Hermes nicht richtig. Will man ein ,de“ in den Titel bringen, anheimfallen, und jeder dieser Gesichtspuncte wieder nach so muss man schreiben : De summa perfectionis magisterii der Drei zählt, haben wir bis hierhin noch keine Inter- in sua natura. pretation der Tab, smar. kennen lernen, die so strict dem

Der umfangreiche Titel Gebers für die Tab. smar. bahnt Hermes trismegistus Rechnung trägt, als die vorlie- dem kurzen Titel Tabula smaragdina den ersten Weg. gende. Wenn nämlich der Hermes deswegen zum trismegistus wird, weil sich ihm drei Gesichtspuncte anschmie

Schlussbemerkungen. gen, wie das sonst statt hatte, so handelt es sich eigent- Dass nach Geber die Metalle aus Schwefel und Mercur lich nicht um den tpis uéylotos, sondern blos um den bestehen, heisst arcanologisch gefasst, die Arcana bestehen tpis ubyas. Hier, bei der Metall-Interpretation der Tab. aus Schwefel und Mercur, und das heisst wieder, die Arsmar., haben wir aber den Hermes vorab vom Gesichts cana sind das, was der P. solaris ist. Es ist dies nichts punct der Drei, das ist den Hermes tpis ubyas, und dann anderes, als die Lebre vom Einarcanum mit dem Einarzersplittert sich jeder einzelne Gesichtspunct wieder nach canum P. solaris an der Spitze der Arcana. Die sechs Ruder Drei, und damit kommt der Superlativ tpis uéylonOS briken, welche die Tab. smar, nach der vorliegenden Inheraus. Hier haben wir ganz eigentlich den Hermes terpretation erhält, entspechen den sechs Metallen, welche trismegistus.

aus den sechs Arcanen der Lapis- und Elixir-Interpretation Habens tres partes philosophiae totius mundi.

entspringen, und welche sich an die organische SechsPhilosophia totius mundi (vergl. die Lapis philosophi- theilung der dritten Rubrik lehnen. Diese sechs Rubriken cus-Interpretation der Tab. smar.) = Lapis philos. Damit bieten sich bei der vorliegenden Interpretation der Tab. wird darauf hingewiesen, dass die Metalle aus Schwefel smar, viel selbstständiger, organischer dar, als bei der Lapisund Mercur bestehen. Dies Verhältniss liegt aber nun und Elixir-Interpretation, denn dort war die Auffassung nicht, wie bei der Lapis philosophicus-Interpretation, dass der vierten Rubrik als eine Rubrik mehr willkürlich, die Metalle Metalle sind ohne Schwefel und Mercur, und hier ist sie nothwendig, hier ist es, ganz unmöglich, dass dadurch, dass zu den Metallen Schwefel und Mercur, bei şic babebis gloriam etwa eine neue 'Rubrik anfangen,

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