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cana

n

n

nun

res una

res

una

Elixir-Auffassung, resp. die Lapis- und Elixir-Interpretation der Tab. smar. Hand in Hand geht. Wir haben die Auffassung der Arcana vom Standpunct des Fest- und Flüssig-Seins bereits bei Plato kennen lernen. Platonisch oder überhaupt allgemein gefasst, stehen nun beide Standpuncte absolut ebenbürtig nebeneinander, denn mit demselben Rechte, mit dem man den ideellen Standpunct einnehmen kann, dass alle Arcana fest sind, kann man auch den ideellen Standpunkt einnehmen, dass alle Arcana flüssig sind. Vom Standpunet der Tab. smar. macht sich die Sache aber etwas anders. Vom Standpunct der Tab. smar. steht die Auffassung der Arcana als Lapides im Vordergrund vor der Auffassung der Arcana als Elixiria. Denn hier ist die Sachlage die, dass man vorab die Lapis philos.Interpretation hat. An sie schmiegt sich zuvörderst das, dass die Arcana = Lapides, und erst wenn man das hat, dann sagt man in weiterer Folge, eben so wohl, wie man den Lapis-Standpunct einnehmen kann, kann man auch den Elixir-Standpunet einnehmen.

Die Lapis- und Elixir-Interpretation der Tab. smar, ist besonders dadurch epochemachend in der Geschichte der Tab. smar., dass sie uns sechs Arcana bietet. Sie fasst die Arcana vom Standpunct der Sechs-Z ahl auf. Diese 6 Arcana sind: 1) Acid. sulphur., 2) Natron, 3) Liquor hepatis, 4) Ferrum, 5) Pulv. solaris ruber, 6) Pulv, solaris niger.

Lernen wir nun die betreffende Interpretation näher kennen.

Bei ihr fällt die letzte Rubrik: Completum est etc. Den 6 Arcanis zu Liebe werden auch 6 Rubriken angenommen. Diese sind:

1. Rubrik Verum bis verissimum. 2.

Quod est inferius bis adoptione. 3.

Pater ejus est Sol bis in terram. 4.

Separabis bis penetrabit. 5.

Sic mundus bis modus est hic. 6.

Itaque vocatus bis mundi. Von der ersten Rubrik ist weiter nichts zu sagen, und wir beginnen mit der

Zweiten Rubrik. Quod est inferius bis adoptione.

An der Hand des Wasserverwandlungs-Experimentes hat man Wasser und erhält Erde. Das wird so ausgebeutet, dass man sagt, wenn man Wasser hat, so erhält man Erde von selbst. Die flüssigen Arcana werden nun als Wasser genommen, die festen Arcana als Erde, und im Anschluss daran hat man: Wenn man die flüssigen Arcana hat, dann hat man die festen von selbst. Demgemäss braucht man blos die flüssigen Arcana zu haben, denn wenn man sie hat, dann hat man die festen implicite. Wenn man also die flüssigen Arcana hat, so hat man alle Arcana. Nimmt man dies letztere nun relativ in der Gedankenfolge von vorhin, so ergiebt das, man hat in so fern in den flüssigen Arcanis alle Arcana, als die flüssigen Arcana die festen von selbst ergeben, haben sie sich aber ergeben, so sind die flüssigen Arcana eben flüssig und die festen eben fest. Stellt man sich aber nicht auf diesen relativen Standpunct, sondern sagt ganz absolut: Wenn man die flüssigen Arcana hat, so hat man alle Arcana—so knüpft sich an diesen absoluten Standpunct das, dass alle Arcana flüssig sind, denn wenn alle Arcana nicht flüssig wären, so könnte man, indem man die flüssigen Arcana hat, eben nicht alle Arcana haben.

Auf die Weise von vorhin gelangt man dazu, dass alle Arcana Elixiria, man kommt aber nicht dazu, dass alle Arcana Lapides. Denn das Wasserverwandlungs-Experiment ist kein Erdverwandlungs-Experiment. Man kann wohl sagen, wenn man Wasser hat, so ergiebt sich die Erde von selbst, man kann aber nicht sagen, wenn man Erde hat, so ergiebt sich das Wasser von selbst. Somit kann man wohl sagen, wenn man die flüssigen Arcana hat, so hat man alle Arcana, man kann aber nicht sagen, wenn man die festen Arcana hat, so hat man alle Arcana. So wenigstens scheint es. Indessen an der Hand des

Quod est inferius est sicut id quod est inferius

macht sich die Sache anders. Da sich beim Wasserverwandlungs-Experiment das Wasser oben und die Erde, das Präcipitat, unten stellt, so ist

Es heisst hier also: Die Erde steht auf gleicher Rangstufe mit dem Wasser. Das heisst aber: Dieselbe Calcu lation die du an das Wasser der Wasserwandlung knüpfen kannst, kannst du auch an die Erde knüpfen, und wenn dich eine Deduction an der Hand das WasserverwandlungsExperimentes darauf führt, dass alle Arcana Elixiria, so führt sie dich auch umgekehrt darauf, dass alle Ar

Lapides. Die praktische Basis dafür, dass die Erde auf gleicher Rangstufe mit dem Wasser steht, dass man also eben so wohl, wie man sagt, wo man Wasser hat, hat man aueh Erde, auch umgekehrt sagen kann, wo man Erde hat, da hat man auch Wasser, die praktische Basis hierfür liegt darin, dass man sich die Erde auf Grund des Wasserverwandlungs-Experimentes im Grossen entstanden denkt. Auf Grund dessen ist überall da, wo wir Erde haben, dicser Erde Wasser vorangegangen. Wir können uns keine Erde ohne vorangegangenes Wasser, das ist kurz, ohne Wasser denken. Eben so wohl wie wir also an der Hand des Wassers die Erde haben, haben wir auch an der Hand der Erde das Wasser.

Nachdem wir nun wissen, dass die Erde auf gleicher Rangstufe mit dem Wasser steht, folgt:

Quod est superius, est, sicut id quod est inferius, ad perpetranda mirula rei unius.

Das Wasser, das sind die füssigen Arcana, dienen dazu wie die Erde, das sind die festen Arcana, um die Wunder der res una zu Stande zu bringen. Diese res una ist einerseits der Lapis, andererseits das Elixir. Man kann, wird hier gelehrt, die festen und füssigen Arcana zusammen einerseits aus dem Gesichtspunct fassen, dass alle als fest genommen werden, dass alle Lapides sind, und andererseits aus dem Gesichtspunct, dass alle als füssig genommen werden, dass alle Elixiria sind.

Et sicut res omnes etc.

Die res natae sind die Arcana. Indem die res natae fuerunt ab una re, wirft sich die una res zum Vater der Arcana auf, und die Arcana werden das, was die res una ist. Nimmt man

Lapis, so werden alle Arcana zu Lapides. Nimmt man

Elixir, so werden alle Arcana zu Elixiria. Im Grunde wird hier nichts anderes gesagt, als das, was vorhin darin gesagt wurde, dass quod est superius, est, sicut id quod est inferius, ad perpetranda miracula rei unius. Indessen der Unterschied von vorhin und bier liegt darin, dass vorhin die Sache ganz allgemein gehalten wurde. Es wurde gesagt, dass die flüssigen und festen Arcana dazu dienen, um die Wunder der res una zu Stande zu bringen. Worin dies Wnoder beiderseits in Bezug auf feste und flüssige Arcana bestand, lag nun zwar gerade durch den Ausdruck res una sehr durchsichtig. Indessen geradezu wurde es doch nicht weiter exponirt, worin das Wunder bestehe. Hier lernen wir es ganz speciell: die res una wirft sich zum Vater der Arcana auf,

Im Uebrigen haben wir in dem Passus Et sicut etc. die analoge Sachlage, wie bei der metaphysischen und Lapis philos.-Interpretation der Tab. smar.

Dritte Rubrik. Pater ejus est Sol bis in terram. Diese Rubrik bringt ff. die Arcana: 1) Pater ejus est Sol Acid. sulphuricum. 2) Mater ejus est Luna : Natron. 3) Portavit illud ventus in ventre suo = Liquor hepat. 4) Nutrix ejus terra est = Ferrum. 5) Pater omnis telesmi totius mundi est hic = Pulv.

solaris ruber. 6) Virtus ejus integra est, si versa fuerit in terram =

Pulv. solaris niger. ad 1) Acid. sulphur. crudum raucht, das ist, ihm wohnt ein Hitzeprocess inne, welcher Hitzeprocess auch in seiner Kausticität vertreten ist.

Die Sonne ist das Princip der Wärme, der Hitze.
Acid, sulphur. crud. ist braun, das ist tingirt gelb.
Die Sonne ist gelb.

Also haben wir bei Acid. sulphur. und Sol auf beiden Seiten die Hitze und die gelbe Farbe.

Man kann nun entweder sagen: Hitze und Farbe führen darauf, die Sonne ideell zum Vater des Acid. sulphur. zu stempeln. Wo es sich also um das handelt, dessen Vater

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superius Wasser, inferius = Erde.

die Sonne ist, da versteht es sich, das Acid. sulphur. gemeint ist.

Oder man kann sagen: An der Hand der aufgeführten Berührungspuncte sind Acid, sulphur. und Sol Synonima. Pater ejus est Sol heisst also, indem man Sol durch sein Synonimum ausdrückt: der Vater desselben ist das Acid. sulphur. Das aber ist: das Betreffende ist selbst Acid. sulphur., denn wo der Vater Acid. sulphur. ist, da ist's auch der Sohn.

ad 2) Natron carbon. und nitricum sind weiss.
Der Mond ist weiss.

Der Mond regiert die Nacht, wie die Sonne den Tag regiert. Wo also die Sonne heiss ist, ist der Mond kalt.

Nitrum bringt Kälte hervor, ist daher kalt.

Wir haben also an der Hand von Farbe und Kälte eine Parallele zwischen Luna und Natron, wie vorhin zwischen Sol und Acid. sulphur. So führt denn die analoge Calculation, die darauf führte, dass wir ad 1) das Acid. sulphur. haben, darauf, dass wir hier ad 2) beim Mater ejus est Luna das Natron haben.

ad 3) Das, was der ventus, die Luft, im Bauche trug, das, dessen Mutter die Luft ist, ist selbst Luft. Die Luft führt aber auf das Empedokleische Luftarcanum: Liquor hepatis. Somit ist in dem Portavit etc. der Liquor hepatis gegeben.

ad 4) Das, dessen nutrix die Erde ist, ist das, was in der Erde vorkommt. Das Arcanum aber, welches in der Erde vorkommt, ist Eisen, Eisen als Eisen vitriol genommen. Nun kommt zwar auch das Natron in der Erde vor, Man kann also fragen, warum muss denn das, cujus nutrix terra est, gerade Eisen sein, warum nicht Natron ? Darauf ist die Antwort die: Gerade den Eisenvitriol als Eisen zu nehmen liegt nahe, weil aus dem Eisenvitriol das Acid. sulphur. gemacht wird. Und dann kann zwar Natron als Arcanum in der Erde vorkommen, braucht es aber nicht, denn man kann es auch künstlich darstellen. Dies trifft in Bezug auf den Eisenvitriol nicht zn. Man kann zwar auch Eisenvitriol künstlich darstellen, thut es aber nicht, um zu dem Eisenvitriol zu kommen, aus dem man das Acid. sulphur. darstellt, den schafft man sich aus der Erdc hervor. Uebrigens kann man auch anders calculiren. Man sagt nämlich kurzweg, es handelt sich deswegen um Eisen und nicht um Natron, weil die Arcanen-Stelle für das Natron bereits besetzt ist. Nun kann man auch noch sagen, auch das Stibium sulphuratum nigrum kommt in der Erde vor, warum ist das denn nicht beim Nutrix ejus terra est gemeint ? Hierauf ist einerseits die Antwort die, dass Stibium sulphur. nigrum kein Arcanum, sondern blos ein Theil-Arcanum ist, und andererseits die, dass das Stibium sulphur. nigrum, resp. der P. solaris niger, erst im Folgenden an die Reihe kommt, so an die Reihe kommt, dass es auf der Hand liegt, dass dort Stibium sulphur. nigrum und nicht Ferrum gemeint ist, dadurch aber für das Nutrix ejus terra est gar nichts anderes übrig bleibt, als das Eisen.

ad 5) Der pater omnis telesmi totius mundi ist der P. solaris ruber, und zwar aus dem Grunde, weil in der Lapis philosophicus-Interpretation der Tab. smar. dieser pater telesmi xar' {EoXjv=P. solaris ruber. Das hier heranzuziehen, liegt sehr nahe, weil die Lapis- und ElixirInterpretation der Tab. smar. in erster Reihe die Arcana als Lapides in’s Auge fasst, diese Lapides sich aber an den Lapis philos. reihen.

ad 6) Fasst man den P. solaris ruber generell als Repräsentanten des P. solaris, so hat die Sache mit dem P. solaris ruber ihr Bewenden. Soll aber, wie hier, mit dem P. solaris ruber die Sache nicht absolvirt sein, vielmehr auf den P. solaris ruber noch der P. solaris niger folgen, 80 ist die vis des P. solaris ruber keine integra, sie wird erst eine integra, wenn zum P. solaris ruber der P. solaris niger hinzutritt. Nun steht hier die virtus ejus, das ist, des P. solaris ruber, integra est, si versa fuerit, wenn der P. solaris ruber verwandelt worden: in terram, in Erde. Diese Erdverwandlung wird genommen, als die Verwandlung in das, was in der Erde vorkommt. Wir haben nun:

P. solaris ruber = Hydrarg. oxyd. rubr. + Sulphur aurat.

P. solaris niger Hydrarg. oxyd. rubr. + Stibium sulphur. nigrum.

Hydrarg. oxyd. rubr. enthalten sie beide. Also kommt der Unterschied von P. solaris ruber und niger damuf hinaus, dass der eine Sulphur aurat., und der andere Stibium sulphur. nigr. enthält. Dieses Letztere kommt aber in der Erde vor. Wenn also der P. solaris ruber vertitur in terram, in das verwandelt wird, was in der Erde vorkommt, so heisst das, Sulphur aurat. wird in Stibium sulphur. nigrum verwandelt. Wenn man aber den P. solaris ruber hat, und verwandelt sein Sulphur aurat. in Stibium sulphur, nigr., so heisst das mit anderen Worten, man lässt zum P. solaris ruber den P. solaris niger hinzutreten.

Vierte Rubrik.
Separabis - bis penetrabit.
Terra = Erde.
Ignis = Schwefel.
Subtile Wasser.
Spissum Mercur.

Wenn die Arcana nach der vorliegenden Interpretation auch als Lapides resp. Elixiria aufgefasst werden, so wird der Standpunct doch nicht fallen gelassen, dass der Lapis philos. sie zu Schwefel und Mercur macht. Im Gegentheil, da sie Lapides sind, so sind sie von vorn herein das, wozu der Lapis philos. sie gemacht hat, das ist Schwefel und Mercur. Wenn man also die Summe der Arcana nimmt, so hat man in ihnen in Bezug auf die festen Arcana : Erde, in Bezug auf die flüssigen Arcana: Wasser, in Bezug auf die Lapis philos.-Natur aller: Schwefel und Mer

Nun soll man gemäss des: Separabis terram ab igne etc.

den Schwefel von der Erde, den Mercur vom Wasser trennen. Das heisst gerade nicht, die festen Arcana besässen den Schwefel, die flüssigen den Mercur, und dies Betreffende sei nun von jedem zu trennen. Sondern es heisst, man soll, indem man im Ganzen Wasser, Erde, Schwefel, Mercur hat, trennen, trennend einen Unterschied machen zwischen Schwefel und Mercur einerseits, und Wasser und Erde andererseits. Und dass es gerade so sein soll, darauf macht das :

suaviter magno cum ingenio aufmerksam.

Und ferner hat statt, dass das, was man auf der einen Seite erhalten, dass das :

Ascendit a terra in coelum, iterumque descendit in ter

cur.

ram.

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Das heisst, es ist Schwefel und Mercur. Anlehnend an die Darstellung des P. solaris ruber ist nämlich das, was ascendit: Luft, das was descendit: Erde. Nach der Lapis philosophicus - Interpretation ist aber in der Luft der Schwefel, in der Erde das Quecksilber repräsentirt.

Und es hat statt, dass das, was man auf der anderen Seite erhalten, dass das:

recipit vim superiorum et inferiorum.

Das heisst, es ist Wasser und Erde. Das betreffende Wasser erhält die Kraft der Arcana superiora und die betreffende Erde die Kraft der Arcana inferiora.

Sic habebis gloriam totius mundi, ideo fugiet a te om• nis obscuritas.

Indem du nun auf der einen Seite Schwefel und Mercur erhältst, hast du den Gloria-Standpunct der Arcana.

Haec est totius fortitudinis etc.

Indem du auf der anderen Seite die Arcana vom flüssigen und festen Standpunct erhältst, hast du den Fortitudo - Standpunct. Dieser Fortitudo - Standpunet besiegt omnem rem subtilem, alle flüssigen Arcana (subtile ja auch oben

Wasser), und vermöge dieses Sieges werden die flüssigen Arcana fest, wie es die festen Arcana bereits sind. Das Resultat des vincere ist also, dass alle Arcana zu Lapides werden. Und dieser Fortitudo-Standpunct penetrat omnem rem solidam, alle festen Arcana, und vermöge dieses Penetrireas werden die festen Arcana flüssig, wie es ,die flüssigen Arcana bereits sind. Das Resultat des penetrare ist, also, dass alle Arcana zu Elixiria werden. Gemäss des Gloria-Standpunctes erhält man also die Arcana als Schwefel und Mercur. Gemäss des FortitudoStandpunctes erhält man die Arcana als Lapides einerseits und Elixiria andererseits.

Die cumulirte fortitudo zählt übrigens nach der Vier. Der Lapis - Standpunct steht nämlich vor dem ElixirStandpunct, wie wir hierauf bereits mehrfach hingewiesen.

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Dem analog haben die ursprünglich festen Arcana vor den urspünglich flüssigen Arcanis den Vorrang. Es giebt aber 4 feste Arcana: Natron, Ferrum, die beiden Pp. solares, und 2 Aüssige: Acid, sulphur. und Liquor liepatis. Die ersteren haben den Vorrang vor den letzteren, und da ihrer gerade 4 sind, so weist hierauf die nach der 4 gezählte fortitudo.

Fünfte ik. Sic mundus bis modus est hie.

Sic mundus creatus est bezieht sich auf die zweite Rubrik, in der von der Welterschattung die Rede ist.

Die adaptationes beziehen sich auf die dritte Rubrik. Adaptationes ganz wie bei der Jüdischen Interpretation der zweiten Redaction der Tab. smar.: Arcana. Nun, diese bringt ja die dritte Rubrik, und sie wurzeln darin (hinc erunt), was die erste Rubrik bringt.

Quarum modus est hic bezieht sich auf die vierte Rubrik, in der von dem Mérgov, der fortitudo, die Rede ist.

Sechste Rubrik. Itaque vocatus sum bis mundi.

Der Hermes ist ein trismegistus auf Grund des DreiGesichtspunctes der Arcana, welchen die vorliegende Interpretation der Tab. smar. bringt und welcher darin besteht, dass die Arcana gefasst werden 1) als Schwefel und Mercur, 2) als Lapides, 3) als Elixiria.

Habens tres partes philosophiae totius mundi. Anlehnend an die Lapis pliilosophicus - Interpretation der Tab. smar. (7. Rubrik) wird hier interpretirt: Und habe den Lapis philos. Es ist wohl angebracht, dass der Lapis philos. auf diese Weise in den Vordergrund geschoben wird, da es eben der Lapis phil. ist, der den Impuls zur vorliegenden Interpretation der Tab. smør. giebt. Der Titel dieser Interpretation der Tab. smar. ist somit eigentlich, wie der der Lapis philosophicus - Interpretation: De Lapide philosophico oder Tabula de Lapide philosophico. Um aber einen Unterschied zwischen beiden zu haben, wird hier zuvörderst, da der Lapis im Vordergrundo steht, der Nachdruck auf Lapis gelegt, so dass wir erhielten: De Lapide philosophico oder Tabula de Lapide philosophico. Da nun aber der Lapis betont wird, so ist es sachentsprechend, dass das philosophicus, das in den Hintergrund tritt, fallen gelassen wird. Auf die Weise erhielte man denn: De Lapide oder Tabula de Lapide. Da es sich nun aber bei der Lapis philosophicusInterpretation um einen Lapis handelt, hier aber nun mehrere, so ist es sachentsprechend, dass man hier den Plural nimmt, wo man dort den Singular genommen, und so käme denn der Titel heraus: De Lapidibus oder Tabula de Lapidibus.

Dieser Titel wandelt sich natürlich da, wo an die Stelle der Lapides die Elixiria treten, um in: De Elixiriis oder Tabula de Elixiriis.

rabis bis penetrabit gehen lässt, notorisch den sieben Rubriken aus dem Wege geht, so kann er sich durch das Anfügen der Schlussrubrik Completum est keine siebente Rubrik heranziehen, und so fällt das Completum est. Indessen, dass es fällt, das hat auch noch eine andere Motivirung. Nämlich die Rubrik Completum est bringt die KOVOOnoria, die Lehre vom Einarcanum. Diese Lehre gestaltet sich nach der Lapis philosophicus-Interpretation, an welche die vorliegende Interpretation anlehnt, derartig, dass die Arcana zu dem werden, was der P. solaris ist. Nun aber liegt in der Auffassung der vorliegenden Interpretation der Tab. smar. das, dass die Arcana, indem sie Lapides sind, von vorn herein das sind, wozu der Lapis philos. sie gemacht hat, das ist Schwefel und Mercur, and das ist wieder in arcanologischer Auffassung: P. solaris. Da nun das Sachverhältniss derartig liegt, was soll uns denn noch die siebente Rubrik mit ihrer ZQUOo , das ist mit der Lehre vom Einarcanum, welches Einarcanum auf den P. solaris hinauskoinint? Man sieht also, dass die Sache an und für sich zwar derartig liegt, dass sechs Arcana angenommen werden, diesen sechs Rubriken entsprechen sollen, die sechs Rubriken aber unmöglich sind, wenn nicht das Completum fällt, somit dieses Completum est den Fallen nicht entgegen kann, dass aber doch in dem Streichen desselben kein Gewaltstreich gegen die Fassung der Tab. smar. liegt, wie sie sich nun einmal im Laufe der Zeiten gestaltet hat, sondern dass vielmehr jenes Streichen aus der iuneren Natur der vorliegenden Interpretation der Tab. smar, resultirt, in ihr begründet ist.

Elixiria und Lapides.

Fassen wir die sämmtlichen sechs Arcana, denn um diese handelt es sich ja bei der Elixir und Lapis - Interpretation der Tab. smar., als Elixiria auf, so ist dem eine materielle Unterlage zu geben. Es ist dem eine materielle Unterlage zu geben, dass Natron, Ferrum, die bei. den Pp. solares, welche an und für sich fest sind, nun auf einmal flüssig sein sollen. Diese materielle Unterlage liegt nun schon im Namen Elixirium. Lix heisst Lauge. Soll ein Arcanum also ein Elixir sein, so hat man sich dasselbe im zerflossenen Zustand zu denken. Am nächsten liegt ein solcher Gesichtspunct beim Eisen. Dieses wird im Anschluss an die Lapis- und Elixir-Interpretation der Tab. smar. als Eisenvitriol gewonnen, und nun gesagt, Schwefelsäure ist zerflossener Eisenvitriol, somit Ferrum als Elixir = Acid. sulphuricum. Der zerflossene Zustand für Natron, P. solaris ruber, P. solaris niger kommt herans, wenn man sich den P. solaris ruber vom Standpunct der Darstellung denkt. Demzufolge fasst man, anlehnend an die dritte Rubrik der Lapis. und Elixir-Interpretation der Tab. smar., P. solaris ruber als Sulphur aurats, und P. solaris niger als Stibium sulphuratum nigrum; das Quecksilber wird also bei Seite geschoben. Dann sagt man Sulphur aurat. = Sulphur. Somit kommen die drei Arcana: Natron, P. solaris ruber, P. solaris niger hinaus auf: Natron, welches als Natron carbon. gefasst wird, Schwefel und Stibium sulphur. nigr. Diese drei zusam. mengeschmolzen stellen aber ein Fluidum dar, welches auf Zusatz von Schwefelsäure (s. d. Abschnitt von der Darstellung der Arcana) Sulphur aurat., das ist, wie es hier gefasst wird, P. solaris ruber ergiebt. Somit haben wir den Standpunct des Elixir für Natron, P. solaris ruber und P. solaris niger, wenn man sich, wie oben gesagt, den P. solaris ruber vom Standpunct der Darstellung denkt.

Stellt man sich also beim Flüssigkeits - Standpunct auf den Standpunct des Elixir, so hat man Ferrum, Natron. die beiden Pp. solares als Elixiria. Dieser Name Elixir zieht alsdann auch die beiden ursprünglich fliissigen Arcana, Acid. sulphur. und Liquor hepatis, zu sieh hinüber.

Wie wir gesehen, liegt der Lix - Standpunct für das Eisen viel näher, als für Natron und die beiden Pp. solares. Es liegt also nahe, die letzteren besonders in's Auge zu fassen. Wir wissen nun, dass in Bezug auf sie der LixStandpunct derartig herauskommt, dass man den P. solaris ruber vom Standpunct der Darstellung auffasst. Das heisst mit anderen Worten, man bringt den P. solaris ruber in die Sache, und da dieser als Sulphur aurat. gefasst wird, so heisst es, man bringt das Sulphur aurat. in die Sache. Nun ist aber Sulphur aurat. = Sulphur,

Schlussbemerkungen. Die Ausfülurung der Absicht, eine Lapis - und ElixirInterpretation an die Lapis philosophicus - Interpretation der Tab. smar. zu reihen, bringt es mit sich, den Passus Pater ejus Sol bis versa fuerit in terram für die Gesammtzahl der Arcana auszubeuten, ihn zur arcanologischen Rubrik zu machen, was jedenfalls eine geniale Idee ist. Sobald nun diese Idee da ist, sind die sechs Arcana geboten, gerade sechs Arcana, weil die betreffende Rubrik organisch in sechs Theile zerfällt, näinlich: 1) Pater ejus est Sol. 2) Mater ejus est Luna. 3) Portavit illud ventus in ventre suo. 4) Nutrix ejus terra est. 5) Pater omnis telesmi totius mundi est hic. 6) Virtus ejus integra est, si versa fuerit in terram. Den sechs Arcanis gegenüber macht es sich nun ganz gut, dass auch die Tab, smar. in sechs Rubriken zerfällt. Es wäre gerade nicht nöthig, dass die vierte Rubrik ginge von Separabis bis penetrabit, es stände gar nichts im Wege, dass sie blos von Separabis bis inferiorum ginge, und nun bei Sic habebis gloriam eine neue Rubrik anfinge. Indessen auf die Weise würden wir bei Sic habebis die fünfte, bei Sic mundus creatus die sechste, bei Itaque vocatus sum die siebente Rubrik, und damit im ganzen sieben Rubriken haben, welche sich den sechs Arcanis gegenüber minder gut machen. Da nun der Autor der vorliegenden Interpretation der Tab, smar, dadurch, dass er die vierte Rubrik von Sepa

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also heisst es, man bringt den Schwefel in die Sache. Und hepatis ist, der das Hauptaugenmerk auf sich ricbtet, wenn endlich ist Schwefel Feuer, also heisst es, man bringt es sich darum handelt, dem Festsiandpunct der Arcana den ignis in die Sache. Man hat also für den Elixir- eine materielle Unterlage zu geben, so zieht das, was der Standpunct den ignis. Dem Elixir-Standpunct gegenüber Liquor bepatis in seinem Festsein ist, die übrigen Arcana steht der Lapis-Standpunct. Lapis aber ist, wie wir aus alle zu sich hinüber. Der Salmiak wird nun aufgefasst der Lapis philosophicus - Interpretation der Tab. smar. als Sal, das ist nicht Salz im neueren chemischen Sinne, wissen, nichts anderes, als terra. Somit haben wir in dem sondern Salz als Kochsalz. Bei Plato nämlich wird Liquor Gegeneinander-Ueberstehen von Lapis und Elixir das Ge- hepatis per analogiam deswegen zu Salmiak, weil Natron genüberstehen von terra und ignis. Das aber führt auf als Kochsalz gefasst wird. Das Hauptmotiv also, dass Liquor die Stelle der Tab. 8mar.: Separabis terram ab igne. Diese hepatis Salmiak, liegt darin, dass Natron Kochsalz Stelle ist nun in der Lapis- und Elixir-Interpretation be- =Sal, und darum wird Salmiak: Sal genannt. Ferner wird reits in ihrer Weise verwerthet worden, und es lässt sich Salmiak: Alumen und Borax genannt. Zu diesen Ausmit ihr in Betreff des Gegenüberstehens von terra und drücken liegt dieselbe Berechtigung vor, als zu dem Ausignis, wie wir es so eben haben kennen lernen, nichts weiter druck Nitrum, den Plato für Salmiak bringt Da nun auf anfangen. Daher greift man auf die spirituelle Interpre- diese Weise Salmiak Sal, Borax, Alumen, so werden tation der Tab. smar. über, und sagt, terra = Corpus eben alle Arcana zu Salia, Aluminia, Boracia. Es steht (Leib), und ignis - Spiritus (Seele). Hiermit ist es denn auch nichts im Wege, da lato will, dass Salmiak = gegeben, dass wir für den Namen Elixiria den neuen Natron, diesen Ausdrücken: Nitroba beizufügen. Namen: Spiritus erhalten. Ebensowohl wie also die Ferner beiesen die Arcana vom Feststandpunct: CreArcana von dem Standpunct, dass sie alle als flüssig auf- scentia (Geber, Lib. 1. Cap. 11.) das sind vegetabilische gefasst werden, Elixiria heissen, ebensowohl heissen sie Stoffe. Hiermit ist auf das gezielt, was Plato xuuoi nennt. auch Spiritus. Diesen Namen finden wir im Lib. 1. Cap. Diese xuuoi nimmt Geber nicht mit Plato als füssig, son: 10. bei Geber.

dern als fest. Er setzt sie nicht unter die Spiritus (EliA usser Elixir und Spiritus haben wir nun aber auch xiria), sondern unter die Lapides. Damit hat er nun noch andere Namen zur Bezeichnung des Flüssigkeitsstand- einerseits den verdickten, erhärteten Pflanzensaft ror Aupuoctes der Arcana. Nämlich:

gen, andererseits zielt er auf das Extract, welches mehr Die Arcana heissen vom Flüssigkeitsstandpanot: Olea, zum Festen als zum Flüssigen neigt, und gewissermassen Oele. Dieser Name lehnt sich an den ignis von vorhin. ein künstlich dargestellter xuuos ist. Wenn man nämlich Feuer bat, und dies Feuer soll in Endlich sind die Arcana vom Feststandpunct: Metalle. Bezug auf eine Flüssigkeit Feuer sein, so liegt es nabe, Das hängt einerseits damit zusammen, dass Lapis Midas Feuer als Oel autzufassen, da Oel lrennt. (Man vergl. neral. Ob man also sagt, Arcana Lapides, oder Plato, der Liquor hepatis Oel nennt.)

cana = Mineralien, bleibt sich so circa gleich. Mit Ferner beissen die Arcana vom Flüssigkeitsstandpunct: Auffassung der Arcana als Minerale geht aber die Aui Vina, das ist nun ein Anlehnen an den Spiritus von sung derselben als Metallo Hand in Hand. (Vergl. vorbin. Spiritus wird als spirituoses Getränk gedacht, Plato). Andererseits tritt_aber in Bezug auf die Li, und da baben wir eben den Wein.

philos.-Interpretation der Tab. smar. der Metallstandpui. Ferner beissen die Arcana rom Flüssigkeitsstandpunct : noch besonders dadurch in den Vordergrund, dass in Bezug Aceta, Essige, Säuren. Das geschieht nun im Anlehnen auf die gloria die unvollkommenen Arcana als Metalle aufan den Wein von vorhin. Einerseits geschieht es ganz gefasst werden. Tom Allgemein-Standpuncte, indem man an den Wein. Damit, dass die Arcana zu Lapides und Elixiria, resp. assig denkt, andererseits geschieht es im Anlehnen an zu dem werden, was die verwandten Ausdrücke für LaPlato. Dieser führt nämlich da, wo er von den Pflanzen- pis und Elixir sind, wird die Bezeichnung der Arcana säften spricht, Wein, orvos, auf, und hat es auf den Essig eine eigenthümliche, wie sie sonst nicht gewesen. Der abgesehen.

Arcanuinausdruck erhält nämlich ein Epitheton. Es ist Endlich heissen die Arcana vom Flüssigkeitsstandpunct: ähnlich, als wenn eine Person Carl oder Heinrich heisst, Aqua e und Liquores, Ausdrücke, die am Ende am Nun kommt der Titel Herr auf, und die Person wird nächsten liegen. Und weil man das Wasser, die Flüssig- jetzt Herr Garl, Herr Heinrich genannt. Analog bei keit irinkt, so schmiegen sich hieran die Ausdrücke Res den Arcanis. Wo sonst beispielsweis das Arcanum Liquor potabiles für die Areana vom Flüssigkeitsstandpunct. hepatis : Sulphur genannt wurde, da babnt es sich jetzt

Was nun den Elixiria gegenüber gilt, nämlich dass dem, an, dass es genannt wird: Elixir Sulphuris, Spiritus Suldass alle 6 Arcana flüssig sein sollen, eine materielle Un. phuris, Oleum Sulphuris, Acetum Sulphuris, Vinum Sul. terlage zu geben ist, das gilt auch den Lapides gegenüber. phuris, Aqua Sulphuris, Liquor Sulphuris, Sulpbur potaEs sind an und für sich Natron, Eisen, die 2 Pulv. solares bile, Lapis Sulphuris, Corpus Sulphuris, Sal Sulphurio, fest, dagegen Acid.- sulphur. und Liquor hepatis flüssig. Es Alumen Sulphuris, Borax Sulphuris, Nitrum Sulphuris, Exist also dem eine materielle Unterlage zu geben, woher traclum Sulphuris und was in dem Genre noch einzelne diese letzteren 'auf einmal fest sein sollen. Nun, in Bezug Ausdrücke mebr sind, 2 B. llepar Sulphuris, welcher Ausauf das Acid. sulphur, bält man sich an den Eisen vitriol. druck Hepar sich als pars pro toto dem Corpus anschmiegt, Wie man also bei den Elixiria sagte: Eisenvitriol ist Acid. sulphur., 80 sagt man hier bei den Lapides : Acid. Mit den Epitheton-Ausdrücken von vorhin haben aber sulphur. ist Eisenvitriol. Das ist nun eine Sache, die 80 an und für sich nichts zu thun, sondern stehen für sich nabe liegt, dass sie weniger die Augen auf sich zieht. Her- da die Ausdrücke : Tinctura und Essentia. Der Ausdruck vorstechend die Augen auf sich zieht der Liquor bepat., Tinctura schmiegt sich an das Arcanum vom Standpunct es fragt sich hauptsächlich bei ihm, wie die materielle der Farbe an. Tinctura kommt ber von tingere, färben. Unterlage dafür ist, dass er zum Lapis wird. Und da hält Tinctura heisst also eigentlich das Färben, in übertragener man sich an Plato, der den Liquor hepatis vom Stand- Weise beisst es aber ein Arcanum vom Gesichtspunct der punct des ligos oder der yn als Salmiak auffasst.

darbe aufgefasst. In Bezug auf Tinctura haben wir also Nimmt man also Acid. sulphur. als Eisen und Liquor he- Fas Arcanum vom Standpunct des Eindruckes, welchen es patis als Salmiak, so hat man alle 6 Arcana als feste auf den Gesichtssinn macht. Da nun die Arcana (vergl. Körper, das ist als Terrae, das ist als Lapid es, denn b. Plato) nicht nur vom Standpunct des Eindruckes, welchen der Ausdruck Lapis philos. wurzelt ja (vergl. Lapis philos.- sie auf den Gesichtssinn machen, sondern auch vom StandInterpretation der Tab. smar.) in , terra“.

punct der Eindrücke, welche sie auf die anderen Sinne Ausser der Bezeichnung Lapides kommt nun noch für machen, aufgefasst werden, so wäre es lückenhaft, wenn die Arcana vom festen Standpunct die Bezeichoung Core der Tinctura nichts zur Seite stände, Darum tritt ihr die pora vor. (Geber, Lib. 1. Cap. 11.) Diese Bezeichnung ovola, das ist Lateinisch Essentia, zur Seite. Die ovola, Ateht der Bezeichnung des Aüssigen Standpunctes durch Essentia, fasst das Arcanum vom Standpunct des EinSpiritus gegenüber (vergl. oben).

druckes, welchen es auf die Sinne macht, mit Ausnahme Ferner heissen die Arcana vom Feststandpunct: Salie, des Gesichtssinnes, deon für den Eindruck auf diesen tritt Alominia, Boracia. (Geber, Lib. 1. Cap. 11.) Diese die Tinctura ein. Wenn nun aber auch die Ausdrücke Ausdrücke schmiegen sich daran, dass der Liquor hepatis Tinctura und Essentia auf ganz anderer Basis stehen, ale als Salmiak aufgefasst wird. Weil es gerade der Liquor die Ausdrücke Lapis und Elixir und die diesen verwandten,

u. 8. W

man

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so übernehmen sie doch mit diesen eine analoge Rolle, sie wo die Sache aufkommt, nur von einer generellen Fassung werden dem Namen des Arcani als Exitheton beigegeben. der Edelsteine die Rede ist. Wir werden später an der Es würden also zu der Reihe von Ausdrücken, die wir vor- Hand der Metall-Interpretation der Tab. smar. sehen, dass hin als Beispiel für den Liquor hepatis gegebeu, die Be- man, indem man die Arcana als Metalle auffasst, sagt, zeichnungen: Tinctura Sulphuris und Elixir Sulphuris hin- dieses Arcanum ist dieses Metall, jenes Arcanum jenes zutreten.

Metall. So ist es ursprünglich mit den Edelsteinen nicht. Nun mu88

aber wohl beachten das ist eine Ursprünglich sagt man, die Arcana, indem sie als Lapides Sachlage, die uns, von unserem Standpunct der Neuzeit, gefasst werden, werden auch als edele Lapides, als Gemaufangs etwas fremd vorkommt dass das Epitheton auf mae gefasst, und damit ist die Sache fertig. Man sagt die Sache selbst weiter nicht influirt. Ob der Carl Herr

aber nicht, dieses Arcanum repräsentirt diesen Edelstein Carl, der Heinrich Herr Heinrich genannt wird, ob wir an und jenes Arcanum jenen. Diese Auffassung kommt erst die Stelle des „Herr“ irgend einen synonimen Ausdruck später in die Sache. Sie ist aber nicht kanonisch, das setzen, das influirt auf den Carl und Heinrich nicht weiter, heisst, sie lehnt sich nicht an die Tab. smar.

Es giebt die bleiben eben Carl und Heinrich. Ganz so ist es in keine Interpretation der Tab. smar., auf Grund derer dies Bezug auf das Arcanum. Ob man, um bei dem obigen Arcanum dieser Stein resp. Edelstein ist, jenes Arcanum Beispiele zu bleiben, wenn man Liquor hepatis: Sulphur jener Stein resp. Edelstein. Und weil diese Auffassung nennt, ob man von Elixir Sulphuris, oder Spiritus Sul. nicht kanonisch ist, so distribuiren verschiedene Alchephuris, oder Oleum Sulphuris, oder Corpus Sulphuris, oder misten die Arcana in verschiedener Weise auf die EdelTinctura Sulphuris, oder Essentia Sulphuris 1. s. w., u. 8. w. steine. spricht, das bleibt sich ganz gleich. In dem einen Falle Indem wir die Gegenüberstellung der Arcana and spenimmt man das Arcanum Liquor hepatis oder Sulphur vom ciellen Edelsteine in's Auge fassen, wollen wir uns (man Standpunct des Elixir, für den Flüssigkeitsstandpunct ent. kann damit vergleichen, was R. Lullus in: Compendium weder diesen oder irgend einen anderen Ausdruck neh- animae transmutationis artis metallorum bringt) an den mend, im anderen Falle nimmt man dasselbe Arcanum Basilius Valentinus halten. Derselbe sagt in dieser vom Standpunct des Lapis, für den Feststandpunct entwe- Beziehung, Currus triumphalis, edid. Kerckring, P. 131: der diesen oder irgend einen anderen Ausdruck nehmend, Advertat interim artis amator, virtutem Antimonii non im dritten Falle fasst man dasselbe Arcanum vom Stand- tantum, ut cetera metalla, singula cum singulis lapidibus punct des Eindruckes auf, den es auf den Gesichtssinn

pretiosis comparari posse, sed ipsum solum omnium lapi. macht, im vierten Falle fasst man dasselbe Arcanum vom dum virtutes universaliter continere, quod colores ejus, Standpunct des Eindruckes auf, den es auf einen anderen

quos per regimen ignis ex se effert et oculis exhibet, saSinn macht; ob aber nun das eine oder das andere statt tis demonstrant. Pellucidum ejus rubrum assignatur car. hat das Arcanum Liquor hepatis oder Sulphur ist in bunculo, pyropo et corallo; album adamanti et crystallo; allen Fällen da.

coeruleum sapphiro; viride smaragdo; flavum hyacintho; Im Anlehnen an das so eben Exponirte hat nun ff. statt. nigrum granato, qui lapis occulte nigredinem quandam in Den Alchemisten gehen principiell blos die Arcana an, mit se habet absconditam. anderen Chemikalien hat er eigentlich nichts zu schaffen. „Der Kunstliebhaber bemerke nun, dass das Antimonium Indessen auf der einen Seite kann er sich der Chemikalien nicht nur, wie die übrigen Metalle (Arcana), einzeln mit überhaupt nicht entschlagen, weil er eine bestimmte Reihe einzelnen Edelsteinen verglichen werden kann, sondern von ihnen nöthig hat, um sich die Arcana darzustellen. dass dasselbe in seiner Einheit vom Allgemeinstandpunct Und auf der anderen Seite liegt es zu nahe, dass der Al- alle Steine in sich fasst, und das geht klar hervor aus chemist, der es doch nun einmal mit chemischen Stoffen den Farben, welche es durch Vermittelung des Feuers zu thun hatte, sich vermöge ihrer auch andere Präparate zeigt. Seine hochrothe Farbe kommt auf den Karfankel, darstellte, als gerade die Arcana. So ist es unausbleiblich, den Pyrop, die Koralle; seine weisse Farbe auf den Dia. dass der Alchemist eine grössere Reihe von Chemikalien mant und den ystall; seine blaue Farbe auf den Sapund Präparaten vor sich hatte, als gerade seine Arcana. phir; seine grüne Farbe auf den Smaragd; seine gelbe Nun gruppirte er sich seine Chemikalien und Präparate Farbe auf den Hyacinth; seine schwarze Farbe auf den um die einzelnen Arcana herum, und indem er nun für Granat, welcher Stein eine gewisse Schwärze in sich verdas Arcanum eine Reihe von Ausdrücken hatte, die Aus- borgen hält.“ drücke, die wir oben haben kennen lernen, vertheilte er Basilius Valentinus hält sich nämlich an die sechs Ar. 1 dieselben auf die Chemikalien und Präparate, die um das cana der Lapis-Interpretation der Tab. smar. Dass dies S betreffende Arcanum standen. 2. B. es handelte sich um sachentsprechend ist, wird Niemand leugnen. Nun stellt das Arcanum Liquor hepatis. Indem der Alchemist dieses er den sechs Arcanis die sechs Farben gegenüber. Damit I hatte, hatte er eine Reihe von Chemikalien und Präpara- hat er (vergl. den Abschnitt von den Farben der Arcana): ten, welche sich um dasselbe gruppirten. In Folge dessen

Acid. sulphur.

Gelb, nannte er diese Chemikalien und Präparate mit dem Na

Natron

Blau, men, welchen er dem Liquor hepatis gab, z. B. Sulphur.

Liquor hepatis .

Grün, Um nun aber einen Unterschied zwischen den einzelnen

Ferrum

Weiss, Sulphur-Chemikalien und Präparaten zu haben, nannte er

P. solaris ruber

Roth, das eine Sal Sulphuris, das andere Corpus Sulphuris,

P. solaris niger

Schwarz. das dritte Oleum Sulphuris u. 8. W., u. s. w. Viele der- Sich nun an diese Farben haltend, fasst er die verartiger Ausdrücke wurden nun successiv stereotyp, sie schiedenen Edelsteine vom Gesichtspunet ihrer Farbe auf, wurden officiell angenommen, und hierin liegt die Basis und setzt an die Stelle von Gelb, Blau u, 8. w. einen für eine Reihe pharmakologischer und chemischer Bezeich

gelben Edelstein, einen blauen Edelstein u. 8. w. In dernungen, die sich im Laufe der Zeiten entwickelten.

selben Weise, wie die gelbe Farbe, die blaue Farbe u. & Schliesslich wollen wir bemerken, dass von den bespro- w. dem betreffenden Arcanum entspricht, in derselben chenen Ausdrücken auch ein Theil auf den Lapis philo

Weise entspricht dann auch der gelbe Edelstein, der blaue sophicus kommt, so dass man also nicht blos sagt Lapis Edelstein u. s. w. dem betreffenden Arcanum. philosophicus, sondern auch Tinctura philosophica, Elixi- Indem er nun die Edelsteine vom Gesichtspunet der rium philosophicum u. 8. W.

Farbe auffasst, sagt er:

Gelb ist der Hyacinth,
Die Arcana als Edelsteine.

Blau

Sapphir,
Grün

Smaragd,
Es liegt nahe, dass, wenn man so edele Dinge, wie die Weiss

Diamant, der Krystall, Arcana sind, Steine nennt, dass dann aus den Steinen Hochroth Karfunkel, der Pyrop, die Koralle, Edelsteine werden. Daher treten den Arcana als La- Tiefroth Granat. pides die Arcana als Gemmae und Vitrum zur Seite. Das Es sind nun aber die sechs Arcanenfarben: Gelb, Blaa, Vitrum wird deswegen herangezogen, weil in der popu- Grün, Weiss, Roth, Schwarz; nicht aber: Gelb, Blau, lären Vorstellung die Edelsteine: Glas sind. Die Auffassung Grün, Weiss, Hochroth und Tiefroth. Um nun bier der Arcana als Gemmae und Vitrum, findet sich bereits 'den Einklang hervorzubringen zwischen den Farben, wie bei Geber. Hierbei ist nun zu bemerken, dass im Anfang, sie eigentlich auf die sechs Arcana kommen, - und den

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