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Der Hermes trismegistus ist die Trinität. Man hat aber doch nur Gott den Vater, und den Sohn. Wo bleibt der heilige Geist ? Nun, es wird angenommen, als wenn der in Noah vertreten ist. Der heilige Geist wird nämlich unter der Gestalt einer Taube abgebildet. Noah aber hat eine besondere Relation zur Taube, denn er lässt eine Taube aus der Arche aufsteigen. In der Schrift (1. Buch Mosis, Cap. 8) lässt Noah zuerst den Raben fliegen und dann die Taube. Im ersten Buche der Oracula Sibyllima liegt die Sache umgekehrt. Noah lässt erst die Taube fliegen und dann den Raben. Dass der Autor unseres Schrifstückes sich diese Licenz nimmt, hängt damit zusammen, dass er eben die Taube in den Vordergrund drängen will, um einen priignanten Hinweis auf den heiligen Geist zu haben.

Die tres partes philosophiae totius mundi sind die drei Theile der Tab, smar, anf die der Index hinweist.

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Vierte Rubrik. Pater omnis telesmi bis inferiorum,

Einerseits haben wir hier Christus, und in Bezug auf diesen sind die beiden Drei-Einigkeits-Interpretationen der Tab. smar, zu vergleichen. Andererseits haben wir hier das ’-400Vixóv. In Bezug auf das Letztere macht sich die Interpretation ff.

Pater omnis etc. Hier hast du den Lapis philosophicus.

Virtus ejus etc. Du musst ihn in einen wirklichen Lapis verwandeln. Ein solcher wirklicher Lapis resp. Mineral ist : Αρσενικόν.

Separabis etc. Bei diesem '100evezdy musst du nnn trennen, trennend einen Unterschied machen zwischen dein Mineral als solchem, 'Aposvezov, und dem Schwefel, ignis, der in diesem Mineral vertreten ist. Und nicht nur das musst dn thun, sondern du musst auch trennend einen Unterschied machen zwischen spissum, gewöhnlichem Schwe fel, und subtile, dem subtilen Schwefel, dem ideellen Schwefel, wie er im ’Apdevizov vertreten ist.

Suaviter magno cum ingenio, die Sache liegt nämlich nicht nahe,

Ascendit a terra in coelum. Das subtile, was wir im 400vızdv-Schwefel haben, qualificirt das 100?vıxov, als 4ws aufgefasst zu werden. In diesem yws haben wir ilenn Christus, der sich über das Irdische erhebt.

Iterumque descendit in terram. Auf der anderen Seite ist aber auch wieder '4p0evıxov überhaupt als Schwefel gefasst etwas materielles, irdisches.

Durch die zuletzt genannten beiden Standpuncte aber, die wir im 400Evixòv haben, bekommen wir ein Recht, einerseits dasselbe an Christus anzulehnen, andererseits es materiell als Schwefel zu fassen.

Et recipit vim superiorum et inferiorum. Das ’AQOeVLzdy wird einerseits als Schwefel genommen, andererseits aber auch, wie wir wissen, als Lapis philosophicus. Sobald wir nun aber das Aquevixòv als Lapis philos. haben, haben wir den Hinzutritt von Quecksilber zum Schwefel, und wenn wir das Quecksilber haben, haben wir auch implicite das Hydrarg. oxyd. rubr. Somit haben wir im Anlehnen an das ’Apokvixdy vier Dinge: Apgevızov,

'Αρσενικόν : ', Lapis philos., Quecksilber, Hydrarg. oxyd. rubr. Diese vier Dinge werden in zwei superiora und zwei inferiora getheilt, und wenn hier gesagt wird, das ’400Evixòv werde theilhaftig der oberen und unteren Dinge, so heisst das eben, man solle in Bezug auf dasselbe die genannten vier Dinge in's Auge fassen.

Fünfte Rubrik. Sic habebis gloriam bis penetrabit.

Die gloria ist das erste Buch der Oracula Sibyllina überhaupt. Dasselbe ist eine gloria, insofern es über gloriose, über biblische Dinge handelt.

Die fortitudo repräsentirt die Räthsel. Diese Räthsel fassen hauptsächlich Zahlen in's Auge und in der fortitudo haben wir ja das uétqov, das Mass, an welches sich die Zahl anlehnt.

Entweder zählt nun die fortitudo nach der Zwei, dann handelt es sich um zwei Räthsel, das erste bei Noah und das zweite bei Christus. Oder es zählt dieselbe nach der Drei. Dann handelt es sich um drei Räthsel, um das Quecksilber-Rätheel, das Kuvrdpaois-Räthsel, das ’1008vizo v-Räthsel.

Die fortitudo haben wir bei den Räthseln, indem diese die Schwerpuncte der ganzen Abhandlung bringen. Hat man sie, so hat man gewissermassen die Quintessenz der Abhandlung, denn in ihnen geht auf (vincere et penetrare), die omnis res subtilis, Gott und Christus, und die omnis res solida, das Quecksilber der metaphysischen Interpretation der Tab. smar, und der Lapis philos.

Sechste Rubrik.
Sic inundus bis est hic.
Die creatio mundi bezieht sich auf die zweite Rubrik.

Die adaptationes beziehen sich auf die dritte und vierte
Rubrik.
Der modus bezieht sich auf die fünfte Rubrik.

Siebente Rubrik.
Itaque vocatus sum bis totius mundi.

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Das Alter des ersten Buches der Oracula
Sibyllina und der Lapis philosophicus-
Interpretation der Tabula sniaragdina.

Die Neuzeit hat keine Idee davon, dass das erste Buch der Oracula Sibyllina eine alchemistische Schrift ist. Die Gelehrten verfolgen die Geschlechter an der Hand d1* Bibel, und können sich nun keinen Text darauf machen, dass vom sechsten goldenen Geschlecht und vom siebenten Geschlecht der Titanen plötzlich zu Christus „gesprungen" wird. Dalier hat an die Meinung aufgestellt, das Buch sei zu verschiedenen Zeiten entstanden, und rühre von zwei verschiedenen Autoren her. An so etwas ist aber auch im Traume nicht zu denken. Das Buch stellt ein fortlaufendes Ganze dar, und ist absolut von einem Autor. Wissen wir nun, wann dieser Autor gelebt, so haben wir auch einen Anhaltspunct dafür, wann die metaphysische Interpretation der Tab. umar. der Lapis philosophicus-Interpretation Platz gemacht hat. Forschen wir also dem ersteren nach.

Lactantius, ein Kirchenschriftsteller des 4. Jahrhunderts (stirbt ca. 330), citirt bei jeder Gelegenheit die Oracnla Sibyllina, das erste Buch citirt er nirgendwo. Daraus kann man schliessen, dass zu des Lactantius Zeiten jenes erste Buch der Oracula Sibyllina noch nicht existirt hat. Einem solchen Schluss steht nun aber wieder (scheinbar) das im Wege, dass in der Oratio Constantiui ad sanctorum coetum von Eusebius Pamphili, der um 270 geboren wurde und um 340 starb, das erste Buch der Oracula Sibyllina wohl erwähnt wird, oder wenigstens ein Fingerzeig für dasselbe gegeben wird. Die Stelle befindet sich Cap. 18 und lautet:

η τοίνυν Ερυθραία Σιβύλλα φάσκουσα εαυτήν έκτη γενεά μετά τον κατακλυσμών γενέσθαι.

Das ist, bciläufig gesagt, so zu übersetzen, dass man sich das μετά τον κατακλυσμόν 2wischen Zwei Kormmata denkt, womit herauskommt: Die Erythräische Sibylle, sagend, dass sie in der sechsten Generation, (nämlich) nach der Sündfluth, sich aufgethan habe, als Sibylle hervorgetreten sei. Es ist aber nicht zu übersetzen, wie das geschehen ist, „in der sechsten Generation nach der Sündfluth in einem Tenor.

Diese Stelle weist also genau und zutreffend auf die Sibylle, wie sie im ersten Buche der Oracula Sibyllina vorkommt, und wer die Stelle so geschrieben, wie sie dasteht, der documentirt ganz unzweifelhaft, dass er das erste Buch der Oracula Sibyllina gekannt. Sagt man nun weiter: Eusebius aber hat diese Stell geschrieben, so kommt daorit heraus, dass bereits zwischen 270 und 340 p. C. nicht nur das erste Buch der Oracula Sibyllina, sondern

auch die Lapis philosophicus-Interpretation der Tab. smar. die Rede war und noch sein wird, bis wir zu der Abend. da war.

Es ist aber unmöglich, dass zwischen 270 und ländischen Alchemie kommen, so konnten wir das Capitel, 340 p. C. die Lapis phil.-Interpretation der Tab. smar. das doch einmal auf's Tapet gebracht werden muss, nicht bereits da war. Damals lebte möglicherweise erst Demo. länger hinaus schieben, und darum besprechen wir die krit, der noch nichts vom Lapis philos. weiss, und selbst

Sache jetzt. der erst um 400 lebende Synesius weiss noch nichts vom Wie es in Aegypten um die Goldmacherkunst geLapis philos., wie soll also dieser bereits zwischen 270 und standen, ob sie dort grössere Dimensionen angenommen, 340 existirt haben können?

darüber haben wir beim Quellenmangel keine rechte LeberEs bleibt uns daher gar nichts anderes übrig, als anzu- sicht. Wenn die Rede auf diese Sache kommt, so wird nchinen, bei der betreffenden Stelle des Eusebius handele Suidas herangezogen. In dessen Lexikon heist es: es sich um eine eingeschobene Scholie. Wir nehmen an, Χημεία και του αργύρου και χρυσού κατασκευή: ης bei Eusebius habe ursprünglich also gestanden:

τα βιβλία διερευνησάμενος ο Διοκλητιανός έκαυσεν. η τοίνυν 'Ερυθραία Σιβύλλα, ιέρεια του Απόλλωνος, ότι δια τα νεωτερισθέντα Αιγυπτίοις Διοκλητιανό διαδημα.... φορούσα, και τον τρίποδα ...... περιέ- τούτοις ανημέρως και φονικώς έχρήσατο. ότε δη και πουσα κ.τ.λ.

τα περί χημείας χρυσού και αργύρου τους παλαιούς Dann nehmen wir an, ein Abschreiber habe sein Licht αυτών γεγραμμένα βιβλία διερευνησάμενος έκαυσε, wollen leuchten lassen, und zeigen, wer die Erythräische | προς το μηκέτι πλούτον Αιγυπτίοις εκ της τοιαύτης Sibylle gewesen. In Folge dessen schob er zwischen Eißúdda προςγίνεσθαι τέχνης, μηδε χρημάτων αυτούς θαρρούνund ιέρεια den Passus ein: φάσκουσα εαυτήν έκτη γενεά, τας περιουσία του λοιπού Ρωμαίοις ανταίρειν. μετα τον κατακλυσμόν, γενέσθαι.

„Chemie. Die Silber- und Goldmacherkunst. Diokletiau Auf die Weise kommt heraus, dass wir bei Eusebius die spürte den auf sie bezüglichen Büchern nach, und verbrannte betreffende Stelle haben, wie sie heute vorliegt. Auf die diese. Die Aegypter hatten sich gegen Diokletian empört, Weise kommt heraus, dass Eusebius selbst das erste Buch und deswegen ging dieser hart und grausam mit ibnen uu.. der Oracula Sibyllina nicht kennt, womit parallel läuft, So geschah es denn auch, dass er den Büchern nachspürte, dass Lactantius dasselbe nicht kennt, womit endlich parallel die von ihren Allvorden über Gold- und Silbermacherkunst läuft, dass man zu des Eusebius Zeit vom Lapis philo- geschrieben worden waren, und dieselben verbrannte. Er sophicus noch nichts wusste.

bezweckte damit, zu verhindern, dass die Aegypter aus Bleek (Theologische Zeitschrift von Schleiermacher, de dieser Kunst nicht weiter Reichthümer schöpften, und, geWette und Lücke, Berlin 1819 und 1820) ist schwerlich stützt auf das Vertrauen zu Geld-Hülfsmitteln, sich ferner auf richtigem Wege, wenn er annimmt, die Aussage der gegen die Römer erheben möchren.“ Sibylle von sich bei Eusebius Cap. 18 habe vordem wahr- Mit dieser Erzählung des Suidas ist mannigfach umgescheinlich am Ende unseres dritten Buches (des jetzigen

sprungen worden.

Die Einen legten Gewicht auf sie, die dritten Buches) der Oracula Sibyllina ihren Platz gehabt. Anderen nicht. Von den Gegnern wurde sie angezweifelt, Damit ist er aber auf richtigem Wege, wenn er sagt, weil ausser Suidas Keiner ihrer Erwäbnung thut. Dann der Autor des ersten Buches habe gegen die Mitte des wurde gesagt κατασκευή αργύρου και χρυσού sei nicht 5. Jahrhunderts gelebt. Wir glauben, er wäre der Wahr- Silber- und Goldmacherkunst, sondern hüttenmännische heit nicht zu nabe getreten, wenn er jenen Autor noch

Goldgewinnung resp. Silbergewinnung: Diokletian babe etwas weiter nach dem 6. Jahrhundert hin gerückt hätte. die Recepte für diese verbrennen lassen, auf dass keine Wir für unseren Theil setzen die Lapis phil.-Interpretation Privatleute jenes Geschäft betrieben. Und was derartiger der Tab. smar. um 450 p. C., übernehmen dabei übrigens Aufstellungen mehr sind. die Garantie nicht, dass sie nicht etwa noch jüngeren Da- Die Sache liegt einfach so, dass Suidas die Magier-Vertums ist, das ist, dass sie nicht etwa mehr nach 500 folgung seitens der Römischen Kaiser in's Auge fasst. hinrückt.

Diese Magier-Verfolgung seitens der Römischen Kaiser ist

historisch, und selbst Diokletian steht bei ihr im VorderDie Schwindel-Goldmacherkunst. grund. Im Codex Justinian. 9, 19: De maleficis et mathe

maticis steht das folgende Gesetz vou Diocletianus und Was die Xovoon01io, in alchemistischer Beziehung ist, Maximianus: wissen wir, und ebenso ist bereits darauf hingewiesen wor- Artem geometriae discere atque exercere publice interest. den, dass die Lehre von der Xquoon01'a von Narren und Ars autem mathematica dalanabilis est et interdicta omnino. Betrügern derartig ausgebeutet wurde, als könne man in „Die geometrische Kunst zu lernen und auszuüben, leistet der That Gold machen. Wir wissen auch bereits, dass der dem öffentlichen Wohl Vorschub (- oder auch : die geoSchwindel seine doppelte Methodik bat. Vor der Lapis metrische Kunst zu lernen und öffentlich auszuüben, ist philos.-Interpretation der Tab. smar. wurde das Gold aus dienlich). Die mathematische Kunst aber ist verdammlich Hydrarg. oxyd. rubr. gemacht, resp. aus Stoffen, wie Au- und absolut verboten.“ ripigment, Mennige u. s. w., welche eine äusserliche Aebno Nun nimmt Suidas die Ars mathematica als Magie, was lichkeit mit ihm haben. Auf Grund der Lapis phil.-Inter- nahe liegt, setzt diejenigen, welche sie executiren, zu den pretation der Tab. smar. kam eine neue Methodik auf, Aegyptern in Relation, was auch nahe liegt, da namentlich welche von da an stereotyp blieb, und darin bestand, dass gerade Aegyptische Magier Rom überschwemint haben möman irgend ein unedeles Metall nahm und diesem den gen. Dann nimmt er Magie als synonim mit Alchemie, Lapis pbilos. zusetzte, dann sollte der Lapis philos. das und Alchemie als synonim mit Goldmacherkunst. Und so Metall in Gold verwandeln.

haben wir die Quintessenz der Sache. Dass ein Römischer Die Geschichte der Schwindel-Goldmacherkunst ist in Kaiser, der die Magier verfolgte, dieser seiner Verfolgung der neueren Zeit mannigfuch abgehandelt worden. Keiner auch den Ausdruck gegeben, dass er ihre Schriften verbrannte, der betreffenden Schriftsteller hat aber einen richtigen hat weiter nichts auffallendes. Das Uebrige ist Reflexion, Ausgangspunct. Alle gehen davon aus, die Alchemie sei welche Suidas an seine Auffassung reiht, Magie sei Golddie Lehre vom Goldmacher-Schwindel. Jene Schriftsteller macherkunst. Suidas denkt sich, aber was kann denn nun können sich nicht von der perversen Idee losschälen, als den Diokletian bewogen haben, die Goldmacher-Schriften seien' Alchemie und Schwindel-Goldmacherkunst synonime zu verbrennen? Und da tischt er uns denn die sublimen Dinge. Nun, wir wollen dies Thema hier nicht breit treten. Gedanken auf, wenn er sie nicht verbrannt hätte, so bätten Wir denken, das ganze vorliegende Buch ist eine Wider- die Aegypter sie gehabt, und wenn sie dieselben gehabt, legung dafür, dass Alchemie etwas ganz anderes ist, als so hätten sie dieselben gebraucht, und bätten sie sie geGoldmacherei.

braucht, so hätten sie sich Gold gemacht, und hätten sie Der Goldmacher-Schwindel tritt mit Eclat in den Vorder

sich Gold gemacht, so erbielten sie Geldmittel, und ergrund von der Zeit an, in welcher die Alchemie von Spa- hielten sie Geldmittel, so konnten sie sich empören. Zu nien aus zu den Abendländern kommt. Wir finden

diesem Convolut progressiven Unsinnes kommt nun noch zwar schon früher Goldmacher-Geschichten und Geschicht

die Voraussetzung des Suidas, ein Goldmacher würde aulchen, doch stehen sie vereinzelt da. Fasst man das in's hören, ein Goldmacher zu sein, wenn man ihm seine Bücher Auge, so wäre es eigentlich geeigneter gewesen, dass wir cassire und verbrenne. die Sache bei den Abendländern abgehandelt hätten. In- Es liegt auf der Hand, dass mit der Nachricht des Saidas dessen, da bereits mannigfach von der Goldmacherkunst nicht viel anzufangen ist.

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was

Bei den Arabern stand die edele Goldmacherkunst durchaus im Hintergrunde. Das geht daraus hervor, dass sie die Rubrik Completum est quod dixi de operatione Solis in der Tab. smar. einerseits strichen, andererseits anders, als im Sinne der Xpvoonolia interpretirten. Und unter solchen Umständen war denn der Goldmacherkunst der Lebensfaden abgeschnitten. Erst ganz spät wurde in dem Completum est von einer Partei der XQvoonoita Rechnung getragen, und da ist denn die Möglichkeit gegeben, dass das Unwesen der Goldmacherkunst Leben bekam. Wir müssen noch erwähnen, dass A bu Jussuf Alchindi, der ein Jabrhundert nach Geber gelebt haben soll, eine Abbandlung schrieb (Manuscript), um diejenigen zu widerlegen, welche mit der Kunst prahlen, Gold und Silber zu machen. Wir kennen diese Abbandlung nicht, und wissen daher auch nicht, was der Mann des Näheren zu widerlegen, und, wen er zu widerlegen unternahm.

Wie erwähnt, tritt die Goldmacherkunst bei den Abendländern in den Vordergrund. Der Schwindel nahm hier kolossale Dimensionen an, und bereits 1317 fand sich der Papst Johann XXII. bewogen, gegen die Goldmacher (Alchemisten) eine Bulle zu erlassen. Es ist die Bulle Spondent quas non exhibent etc. (Decret. Jur. Canon. Gregor. XIII. Lib. 5. T. 4.) Die Methodik des Goldmachens in dieser Zeit besteht in der Anwendung des Lapis philosoph., in seiner Projection über unedele Metalle, und das Hauptkunststück bestand natürlich darin, den Lapis philos. zu finden, denn wer ibn hat, hat das Mittel zum Zweck, wer ihn hat, braucht ihn nur einfach über das unedcle Metall

namentlich Quecksilber - zu werfen, und er bat ohne weitere Müben das ersehnte Gold.

Es ist monströs, mit welcher Süffisance die GoldmacherGeschichten und Geschichtchen während dieser Periode aufgetischt werden. Sachverständige sind dabei, Zeugen sind dabei bis zu den höchsten Personen, Acten, Protocolle, Producte der Verwandlung, wie Stiicke Goldes, Münzen, Nägel, die zur Hälfte verwandelt sind u. 8. w. Und doch ist alles nicht wabr, kann nicht wahr sein. Eben so wenig, wie man aus einem Spatze eine Ente, aus einem Hunde ein Pferd machen kann, ebenso wenig kann man ein unedeles Metall in ein edeles verwandeln. Wo der Goldmacher bei der Arbeit Gold erhielt, da liegt einfach ein Betrug vor, entweder ein grober oder ein feiner. Durchschnittlich handelte es sich um Taschenspieler-Manoeuvres. Der Tiegel hatte einen doppelten Boden, die Rührlöffel, Rübrstäbe, Zangen u. waren hohl, und bargen so das Gold, welches der Process „ergab.“ Unter Umständen lag die Sache auch derartig, dass das Product des Processes eine chemische Composition war, welche blos mit Gold Aehnlichkeit hatte, es handelte sich also einfach um falsches Gold. Auf die Weise machte eine Deutsche Kaiserin Gold und Silber und verkaufte es für ächtes. Der Alchemist de La az kam der Dame hinter die Schliche, und sollte dafür in's Gefängniss wandern, er machte sich aber auf und davon.

Sehr zu bedauern sind jene armen Leute, welche an die betrügerische Kunst glaubten, und ihr Vermögen im Schmelztiegel in die Luft jagten. Sie wollten Vermögen erwerben, und schlugen das, was sie hatten, in die Schanze.

Man muss die Goldmacher von verschiedenen Gesichtspuncten auffassen.

Die Einen glaubten an die Kunst, und spürten nun namentlich dem Steine der Weisen, dem Mittel zum Zwecke, nach. Das sind die Narren.

Die Anderen glaubten selbst nicht an die Kunst, und schwatzten den Leuten blos vor, sie seien Meister der hohen Kunst. Das sind die Betrüger. Sie wollten das Gold dessen holen, dem sie Gold zu bringen vorgaben. Natürlich wandten diese Schlauköpfe sich nicht an arme Teufel, sondern an reiche Leute, bei denen etwas zu holen war. Hauptsächlich wandten sie sich an Fürsten, wenn's da kein Gold setzte, so setzte es doch einen lucrativen Posten. Das Spiel mit Fürsten musste aber mancher Schwindler schwer, selbst mit dem Leben büssen. Ueber den Stein der Weisen hatte der gute Mann die wohlfeile Weisheit vergessen, dass mit grossen Herren schlecht Kirschen essen ist. Nahe liegt es, dass man sagt, aber wenn sich ein Gold. macher Einem anbot, so liegt es doch nicht fern, dass dieser sagte, du Goldmacher, wozu hast du mich nöthig, mache dich doch selbst reich. Das ist schon recht, aber

der Goldmacher sagte, wenn er einmal so weit wäre, dase er den Stein der Weisen hätte, dann hätte er freilich Keinen mehr nöthig, aber diesen wolle er erst machen, und dazu scien Geldmittel erforderlich, über die er nicht zu disponiren habe. Nun kann der Andere herüber. Fürsten wurde in dieser Beziehung auch wohl Patriotismus vorgeschwindelt; den Goldmacher trieb Liebe, Anhänglichkeit u. s. w. dazu, seine Kunst zu Gunsten des Fürsten auszubeuten. War nun die Sache am Gange, so zog sie sich in die Länge; so leicht ging das nicht, den Stein der Weisen darzu. stellen, und je länger sich die Sache binzog, desto mehr Geld für die Kosten des Lapis philos. wanderte in die Taschen des Goldmachers. Eines frühen Morgens hatte der Goldmacher wirkliches Gold in den Tiegel practicirt: nun war man auf dem besten Wege. Der Betrogene, der schon anting, an der Kunst des Goldmachers zu zweifeln, schöpíte jetzt wieder neuen Muth, und willig gab er neue Summen hin, aus denen der Goldmacher sich doppelt und dreifach schadlos hielt für die Auslagen, die er bei dem in den Tiegel prakticirten Golde gehabt. Zuweilen standen auch die Sachen so, dass des Goldmacher, um den zu Betrügenden sicher zu machen, nicht unbedeutende Summen aus seiner Tasche hergab, um das Gold zu präsentiren, welches er gemacht. Er setzte dann die Hoffnung auf die Zukunft, die ibn für seine Auslagen schadlos halten würde. Dabei kam es nun aber wohl vor, dass der Andere die Sache abbrach nun dann hatte der Goldmacher die Rechnung ohne den Wirth gemacht, und aus dem Betrüger war ein Betrogener geworden. Es kommen auch solche Anekdoten vor, wo ein Mensch an irgend einem Orte erscheint, en passant Gold macht, und dann wieder abzieht, ohne die Sacho weiter auszubeuten. Solche Fälle beuten die, welche der Goldmacherkunst das Wort reden, ganz besonders aus, indem sie sagen, welcher Nebengrund sollte denn nun hier vorgelegen haben, einen Betrug zu spielen? Wir antworten darauf ff. Wenn wir Alles glauben sollten,

uns im Bereich der Goldmacher-Anekdoten vorgeschwindelt wird, dann hätten wir viel zu thun. Welcho Unzahl von Anekdoten, um ein Analogon heranzuziehen, circulirt nicht, wo dieser und jener Laie dies und jenes curirt haben soll, und sehen wir Aerzte näher zu, so ist Alles eitel Lüge. Aber gesetzt auch, diese und jene Goldmachergeschichte, die so en passant spielt, ohne dass der Künstler sein Thun auch nur im mindesten ausbeutet, habe sich zugetragen, so sagen wir, wer kann einem Taschenspieler binter seine Kniffe kommen? Der Betreffende war wahrscheinlich die Avant-Garde für den Haupt-Acteur; er hatte das Publicum en passant zu bearbeiten.

Eine ganz andere Situation in Bezug auf die Goldmacher baben wir da, wo es blos heisst, dieser und jener sei ein Goldmacher gewesen, wo es dem Betreffenden aber nie in den Sinn gekommen ist, sich im Ernst mit der Goldmacherkunst zu befassen. Hierbei müssen wir einen generellen und speciellen Standpunct einnehmen. Den generellen Standpunct haben wir, wenn

wir uns an den gewöhnlichen Schlendrian halten, gemäss dessen an. genommen wird, ein Alchemist sei ein Goldmacher. Von diesem Gesichtspunct aus ist jeder, der ein Alchemist war, eine alchemistische Abhandlung geschrieben hat, ein Goldmacher. Auf die Weise sind Demokrit, Albertus Magnus, Arnoldus Villanovanus, Basilius Valentinus, Paracelsus u. s. w. Goldmacher. Hierbei haben nun einige Alchemisten das Schick. sal, sich blos des Namens von Goldmachern zu erfreuen, Bei Anderen dagegen begnügte sich der Leumund nicht blos mit dem Namen, sondern fügte auch Facta hinzu. Auf die Weise baben wir, dass Albertus M. zu Köln einige sehr grosse Leuchter und Tafeln aus unedelem Metall in Silber verwandelt hat, dass Arnold von Villanova goldene Stangen gemacht, u. s. w.

Den speciellen Standpunct haben wir einerseits da, woes der Betreffende, obne sich je mit der Goldmacherei befasst zu haben, darauf anlegte, dem Vorschub leistete, dass er im Volksmunde für einen Goldmacher galt, und andererseits da, wo sich der Betreffende, ohne sich je im Ernst mit der Goldmacherkunst befasst zu baben, dem willig bingab oder nothgedrungen hingeben musste, dass ein Anderer ihn dem Publicum gegenüber zu einem Goldmacher stempelte.

Was den ersten Punct betrifft, so musste die Goldmacherkunst zuweilen

Deckmantel für erworbene Reichthümer dienen. Diese waren auf eine andere Weise

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zum

er

erlangt, und der Besitzer verbreitete die Meinung, sie seien mittelst des Steines der Weisen erlangt. Auf die Weise setzte sich z. B. Nicolaus Flamellus in den Ruf eines Goldmachers. Diesen Flamellus werden wir später als wirklichen Alchemisten kennen lernen; seine alchemistischen Hiero. glyphen sind sogar epochemachend. Das verhinderte aber nicht, dass der Mann nebenbei Wucherer war, und als solcher glänzende Geschäfte machte. Im Jahre 1413 hatte er in Paris bereits 14 Hospitäler, 7 Kircben, 3 Kapellen gebaut und zugleich mit grossen Einkünften versehen. Ueberdies gab er noch sonst „erstaunliche Summen zu gottesdienstlichen und milden Zwecken her (Kortüm). Das zeigt eben, dass der Mann das Wu – wollte sagen GoldınacherGeschäft aus dem Grunde kannte. In anderen Fällen war auch das Vermögen, zu dem die Goldmacherkunst den Deckmantel hergeben musste, auf die ehrlichste Weise von der Welt erworben, und zwar durch die Verwendung der Chernie zu industriellen Zwecken. Hier lag es sehr nahe, das Publicum auf die unrichtige Fährte der Goldmacherkunst zu leiten, um es von der richtigen Fährte des Fabrik-Geheimnisses abzuleiten, oder um es sonst wie zu verhindern, dem Techniker in die Karten zu gucken. Man bedenke doch, wie selbst noch im vorigen Jahrhundert einem Manne, der mit Chemikalien umzugehen wusste, sehr naheliegend die Gelegenheit geboten war, mit kleinen Mitteln grossen Reichthum zu erwerben. Man versetze sich in die Zeiten, wo die Branntweinfabrication, die Essigfabrication, die Darstellung riechender Wasser, von Färbestoffen u. 8. W, nur Wenigen bekannt war, welche Fundgrube zur Erwerbung von Vermögen war da nicht gegeben! Auf diese Weise setzte sich der Helmstedter Professor Beireis (geb. 1730 gest. 1809) in den Ruf eines Goldmachers. Er soll zu seinem Reichthum, den er zur Anlegung herrlicher Kunstkabinete verwandte, unter anderem durch neue Methoden, Karmin und Essig zu bereiten, den Grundstein gelegt baben.

Was den zweiten Punct betrifft, so wird derselbe in der Geschichte der Goldmacherkunst viel zu wenig gewürdigt. Das mag gar nicht selten vorgekommen sein, dass ein Fürst, welcher mehr ausgab, als es seine Mittel erlaubten, sich einen Mann, der ihm das Zeug zu dieser Qualification zu haben schien, nolens volens heranholte, sich einen Goldmacher hielt, um denen gegenüber, welchen er die Art und Weise verheimlichen wollte, wie er zum Gelde käme, einen Rückhalt zu haben. Es wurden Länder und Besit. zungen verpfändet, wichtige Privilegien verkauft u. . w.

und das gelöste Gold hatte der Herr Goldmacher gemacht. Wer weiss, ob auf solcher Basis nicht die Goldmacher-Erzählungen ruhen, kraft derer Roger Baco dem Könige Heinrich III. von England die Kosten zu den Kriegen verschafft, die dieser geführt, kraft derer Raimund Lullus einem König von England sechs Millionen Gold zu einem Saracenenkrieg angefertigt, kraft derer Ripley viele Jahre hintereinander den Rhodiser-Rittern zum Kriege gegen die Türken jährlich 100000 Pfund Sterling zusammengekocht u. s. w.?

Man verlange von uns keine specielle Geschichte der Goldmacherkunst und Vorführung ihrer Helden. Wer für diese Interesse bat, dem stehen ja Bücher genug, die dies Thema behandeln, zu Gebote. Speciell empfehlen wir: J. Chr. Wiegleb, Historisch kritische Untersuchung der Alchemie oder eingebildeten Goldmacherkunst (welche gegen die Goldmacherkunst geschrieben), und : K. A. Kortüm vertheidigt die Alchemie gegen die Einwürfe einiger neuen Schriftsteller, besonders des Herrn Wiegleb. Kortüm liebte es nicht selten, sich in Paradoxen zu bewegen, und wohl nur dem verdanken wir es, dass er Partei für die Goldmacher nahm. Bei der Lectüre dieses Buches fiel uns der 2. und 3. Theil der Jobsiade desselben Autors unwillkürlich ein, und wir dachten, wenn man dem Kortüm in die Seele liest, so wird er schwerlich geglaubt haben, dass aus so einem verbummelten Subjecte, wie dieser Hieronymus Jobs war, hinterdrein noch ein ordentlicher anständiger Mensch werden konnte, der es in der Welt zu etwas brachte. Nun, gerade so wenig wird er wohl im Grunde an den Goldmacher-Schwindel geglaubt haben, für den er Partei nimmt. Wir konnten uns nicht des Gedankens erwehren, jetzt, wo Wiegleb gegen die Goldmacherkunst geschrieben, schrieb Kortüm für dieselbe, hätte Wiegleb für dieselbe geschrieben, so hätte Kortiim gegen sie geschrieben.

Indem wir nun den geehrten Leser auf derartige Schriften über die Goldmacherkunst verweisen, erlauben wir uns, noch einmal darauf hinzuweisen, dass die Herren Autoren keine Idee von dem haben, was Alchemie ist, und auf Grund dessen ganz harmlos Alchemie mit Goldmacherkunst identificiren und untereinander werfen.

Bevor wir dies Capitel verlassen. wollen wir noch darauf hinweisen, dass die Goldmacher und deren Anhänger, um der edelen Kunst eine mysteriöse Folie zu geben, dieselbe bereits in das graueste Alterthum versetzen, und der Bibel und der Mythologie tapfer zusetzen. Nach ihnen war Thubalkain (1. Buch Mosis, Cap. 4, Vers 22) bereits ein Goldmacher, das goldene Kalb (2. Buch Mosis, Cap. 3:9) wurde auf chemisch-golchmacherischein Wege dargestellt. Der König Salomo war nun erst recht ein Goldmacher, und wenn

aus Ophir Gold bekam, nämlich 1. Bueh der Könige, Cap. 9 nach Luthers Uebersetzung:

Vers 27. Und Hiram sandte seine Knechte im Schiit, die gute Schiffsleute und auf dem Meer erfahren waren, mit den Knechten Salomons.

Vers 28. Und kamen gen Ophir, und holten daselbst 420 Centner Gold, und brachten es dem Könige Salomo

so war dies Ophir eine chemische Werkstätte.

Die einzelnen Bibelstellen, die, indem sie von Gold sprechen, auf die Goldmacherkunst bezogen werden, wollen wir nicht weiter nach Capitel und Vers citiren. Esra wird herangezogen, Hiob, Jesaias, Jeremias, Ezechiel, die Psalmen, Offenbarung des Johannes u. 8. W., und wer bibelfest ist, dem dürfte es vielleicht gelingen, noch manche Stelle an's Licht zu ziehen, die den Bibel-Goldmachern entgangen.

Ferner war Midas ein Goldmacher, nicht etwa wegen seiner Eselsohren, sondern auf Grund dessen, dass das, was er berührte, zu Gold wurde. Das goldene Vliess war ein Buch, welches auf einer Haut geschrieben war, und die Anweisung enthielt, wie man Gold macht. Der goldene Zweig, der beim Hinabsteigen in die Unterwelt abgebrochen wurde, (Vergil. Aeneis, Lib. 6. Vers. 136. sequ.) lezieht sich auf die Goldmacherkunst. Die goldenen Aepfel der Hesperiden desgleichen u. 8. W., u. s. w.

Was in diesem Abschnitt über die Goldmacherkunst ge sagt, bezieht sich mutatis mutandis selbstredend auch auf die Silbermacherkunst.

Alchemistishe Schriftsteller der Aristotelischen Richtung (Hydrargyr. oxydat. rubrum, Lapis philosophicus) zwischen

Demokrit und Geber.

Abhandlungen werden uns genug geboten, wenn auch die meisten von ihnen nur handschriftlich existiren. Aber die meisten von ihnen gehören einer späteren Zeit an. wie das ihr Arabischer und Abendländischer Charakter nur zu sehr zeigt. Viele von ihnen tragen den Namen von Autoren an der Spitze, welche zur Zeit, die wir in der Ueberschrift angedeutet haben, gelebt haben oder gelebt haben mögen, nun auf die Weise werden wir wenigstens init den Namen jener Alchemisten bekannt. Wir wissen die Sache nicht besser zu charakterisiren, als dass wir sagen, es existirte eine Fabrik, ihr Haupt-Domicil mag zu Konstantinopel gewesen sein, und diese inachte es sich zur Aufgabe, die Welt mit alchemistischen Abhandlungen zu versorgen. Wenn man eine alchemistische Schrift. welche aus der, in der Ueberschrift angedeuteten Zeit stammen soll, in die Hände bekommt, so geht man am sichersten, wenn man sich mit dem Gedanken an die Lecture macht: „Ei, das wird auch wieder so ein Machwerk aus jener Fabrik sein.“ Findet man sich dann hintendrein getäuscht, nun desto besser. Aber für den grossen Durchschnitt der Fälle wird man sich bald überzeugen, dass man mit jener Voraussetzung auf dem richtigen Wege war.

Nicht aus jener Fabrik stammen: Demokrits buorze xai uvotexá; des Synesius Commentar zu jener Schrift; des Pelagi us: Περί της θείας ταύτης και τεράς τέχνης, De eadem divina et sacra arte. Der Griechische Text der letzteren Schrift existirt blos handschriftlich; wir keunen die Lateinische Uebersetzung aus des Ant. Mizaldi Memorabilia, aus welchem Buche wir anch die Uebersetznng

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pag. 502.)

Demokrits kennen. Des Pelagius Schrift fängt dort an: Majores nostri et sapientiae amatores et praestanti doctrina philosophi dixerunt (οι μέν προγενέστεροι και ερασται και ανάπλεοι φιλόσοφοι έφησαν). Ferner: das erste Buch der Oracula Sibyllina. Auch nicht aus jeder Fabrik scheint zu stammen der Stephanus Alexandrinus. Seine Schrift lieisst: Στεφάνου 'Αλεξαν. δρέως οικουμενικού φιλοσόφου και διδασκάλου της μεγάλης και ιερας ταύτης τέχνης περί χρυσοποιίας πράξεις. Dieselbe ist den Kaiser Heraclius (Kaiser von 610_641) gewidmet. Leider haben wir nichts davon anftreiben können. Wiy lesen im Fabricius: Hae actiones povem Latine prodierunt Dominico l'izimento interprete, Patavii 157 3,8, cum Democrito de arte magna, Synesiique, Pelagii et Michaelis Pselli scriptis ejusdem argumenti. Auch das haben wir nicht auftreiben können.

Stark hat jene Fabrik dem Zosimus zugesetzt. Fabri. cius in seiner Bibliotheca Gracca, Band XII, S. 760 u. w. führt tf. Pariser Manuscripte auf, die seinen Namen tragen:

Ζωσίμου περί αρετής (και) συνθέσεως υδάτων.

Ζωσίμου του Πανοπολίτου γνησία γραφή περί της δεράς και θείας τέχνης της του Ο και ποιήσεως. Das Adjectivum yunaid, ächt, macht die Rechtheit der Schrift von vorn herein erst recht verdächtig.

"Εκ τινος παλαιού Ζωσίμου τινός.
Ζωσίμου του θείου περί αρετής και ερμηνείας.
Ζωσίμου προς Θεόδωρον κεφάλαια.

Ζωσίμ ου του 1Ιανοπολίτου περί οργάνων και κα μίνων.

Ζωσίμου τ. Π. περί του θείου ύδατος. Ζωσίμου πραξις και όραμα περί της συνθέσεως των υγρών.

Ο Ζώσιμος περί της ασβέστου. In clieser Schrift kommt das wùy-Räthsel vor, welches wir bei den Abendländern kennen lernen werden.

Ζωσίμου τ. ΙΙ. περί του τριβίκου και του σωλήνος.

Eine Schrift, welche anfingt: ουσίας εκάλεσεν ο Δημόκριτος τα δ' σώματα.

Ζωσίμου Θηβαίου μυστική βίβλος.

Höfer. Histoire de la Chimie, Tom 1, pag. 498, bringt ein Bruchstick aus: Περι αρετής και συνθέσεως υδάτων. Dasselbe trägt den Abendländischen Charakter.

Christ. Gottfr. Gruner hat des Zosimus Περί ζύθων ποιήσεως, De Zythorum confectione,--ein kleines Bruch, stück-herausgegeben. Dasselbe lehnt an die Fermentations-Interpretation der Tab. smar. (s. b. d. Abendländern).

Unter dem Autor-Namen des Heliodor besitzen wir eine Schrift, welche heisst: “Ηλιοδώρου φιλοσόφου προς Θεοδόσιον τον μέγαν βασιλέα περί της των φιλοσόφων μυστικής τέχνης, δι' ιαμβων (Es sind 269 Verse). Wie dieser Titel besagt, ist das Werk Theodosius dem Grossen gewidmet. Da dieser nun von 379 bis 395 p. C. Kaiser war, so würde Heliodor um 385 p. C. zu setzen sein. Das Heliodorsche Gedicht findet sich bei Fabricius, Bibliotheca Graeca, Band VI, S. 790, und scheint — Fabrikarbeit.

Fabricius führt unter den Pariser Manuscripten (s. oben) noch ff. Autoren und Schriften auf, von denen übrigens manche nie Ansprüche darauf gemacht haben mögen, zwischen Demokrit und Geber zu fallen.

Christianus. Του Χριστιανού περί ευσταθείας του χρυσού.

Persolbe Na me ad Sergiuum. Περί του θείου ύδατος.

Μέθοδος δι' ής αποτελείται η σφαιροειδής χάλαζα, κατασκευασθείσα παρα του εν τεχνουργία διαβοήτου του Σαλμανά.

Των μαργάρων σκευασία κ. τ. λ.

Ερμηνεία της επιστήμης της χρυσοποιίας ιερομονάχου του Κοσμά.

'Ανεπιγράφου φιλοσόφου περί του ύδατος της λευκώσεως.

'Ανεπιγράφου φιλοσόφου περί Ο ποιΐας.

Ο stanes. Οστάνου φιλοσόφου προς Πετάσιον περί της Ιεράς ταύτης και θείας τέχνης.

Theophras tu 8. Θεοφράστου φιλοσόφου περί της θείας αυτής τέχνης δια στίχων ιαμβων (Versibus Jambicis 265). Wie wir lesen, stehen Bruchstücke dieses Gedichtes in einem Anhange zu des Palladius: Synopsis de febribus. Lugdun. 1745. Wir haben es nicht auftreiben können.

Hierotheus.

15. Ιεροθέου φιλοσόφου περί της αυτής θείας και τεράς τέχνης δια στίχων ιαμβων.

Der selbe N 1 m e. Περί της Ιεράς τέχνης.

De rsele Na me. IIερί λίθου των φιλοσόφων (in jambischen Versen).

Arc liela ns. Αρχελάου φιλοσόφου περί της αυτής ιερας τέχνης (Versus jambici 322).

Olympiodorus. 'Ολυμπιοδώρου φιλοσόφου 'Αλεξανδρέως προς Πετάσιον τον βασιλέα 'Αρμενίας εις το κατ' ενέργειαν Ζωσίμου όσα απο Ερμού και των φιλοσόφων ήσαν ειρημένα. Ηδfer, Histoire. Tom 1, pig. 501, welcher ein Bruchstück bringt, hat den Titel so: Ο. φ. Α. π. ΙΙ. τ. Β Α περί της Ιεράς τέχνης, του λιθου των φιλοσόφων και εις τ. κ. ε. Ζ. και όσα α. Ε. κ. τ. φ. η. ε. - Αuch Fabricius gielit einige Excerpte.

'Ανεπίγραφος φιλόσοφος.

Papus. Die Schrift fingt an: όμνυμί σοι τον μέγαν όρκον όστις αν συ ή.

Eugenius. Ευγενίου περί της τεράς τέχνης (?).

Της Κλεοπάτρας περί σταθμών και μέτρων εξήγησις κ.τ.λ.

Ερμηνεία των σημείων, της Ιεράς τέχνης και χρυ-σούλου βίβλου.

Λεξικόν κατα στοιχείων της ιεράς τέχνης. Co marius. Kομαρίου φιλοσόφου αρχιερέως διδασκοντος την Κλεοπάτραν την θείαν και τεράν τέχνην του λίθου της φιλοσοφίας.

Anonymus. Breve apospasmation de vasis.
Anonymus. De dracone oi'oopwop.

Olympiodorus (der obige?). Die Schrift fängt an: ότι οϊδεις τα πάντα σπoδoν γενόμενα, τότε νόει ότι καλως έχει.

Anonymus. Die Schrift fingt an: λάβε τα λευκά και ξανθο των ωων.

Joannes. Ιωάννου αρχιερέως του εν έβαγία (?) περί της θείας τέχνης. "Ισις προφήτις τω υπό Ωρω (Sielie Häfer, Histoire, 1,

Democritus. Δημοκρίτου βίβλος έ, προσφωνηθείσα Λευκίππω.

Anonymus. Die Schrift fingt an: εαν τον χαλκόν άσκίαστον ποιήσεις.

Agath ola e 1m o n. Αγαθοδαίμων εις τον χρησμόν. 'Ορφέως συναγωγή και υπόμνημα.

Η Ιαμβλίχου ποίησις. (?)
Μήνες Ρωμαίων, Μάρτιος φαμενών κ. τ. λ.

Ανωνύμου περί της τιμιωτάτης και πολυφήμου χρυσοχοϊκής κ. τ. λ.

Rinaldo n. Ρινάλδων φησί περί της χυμευτικής τέχνης κ. τ. λ.

Joa η ne και Da m a scenus. Ιωάννου του Δαμασκηνού εκ της διόπτρας. Versus politici.

Ανωνύμου περί του ωού. 'Ανωνύμου αρχή της κατά πλάτος των έργων εξηγήσεως. 'Ανωνύμου περί της θείας τέχνης των φιλοσόφων

Χρυσοποίησις. σκευασία αφρονίτρου του ζητουμένου εις τας κολλήσεις 0 και ) και 2. κινναβάρεως σκευασία. Lapis- und Elixir-Interpretation der

Tabula smaragdina. Vergl. Geber: Summa perfectionis magisterii. Lib. 1. Cap. 9. Cap. 10. et Cap. 11.

In der Lapis philosophicus-Interpretation der Tab. smar. sind auf Grund des omnes res natae fuerunt ab uma adoptione alle Arcana das, was der Lapis pbilos., die res una, ist, das ist Schwefel und Mercur, resp. Gold. Gerade so nahe, vielleicht noch näher liegt, dass man sagt, wenn alle Arcana das sind, was der Lapis philos. ist, so sind die Arcana: Lapides, denn der Lapis philos. ist ein L a pi s.

Wenn man sagt, die Arcana sind Lapidles, so heisst das, die Areana sind fest. Das ist nun natiirlich ein ideeller Standpunct, denn nicht alle Arcana sind fest, sondern nur ein Theil derselben, während der andere Theil flüssig ist. Nimmt man aber einmal diesen ideellen Stand.' punct ein, dass man sagt, alle Arcana sind Lapides, 80 kann man auch denselben Gegenstandpunet einnehmen und sagen, alle Arcana sind Elixiria, das heisst, sie sind flüssig. Daher kommt es denn auch, dass die Lapis- und

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