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Weisheit der Sibylie Entbehrende, noverit, erkennt) — dann: έση της παρ' εμοι σοφίης, danr durchschaust du meine Weisheit, dann trittst du auf die Seite meiner Weisheit! Wir wenigstens können aus des Cardanus Worten: Tandem conchudit etc. nichts anders herausbekommen.

Wir kommen nun zu etwas anderem.

Vers 146 ist kein Hexameter, wie er das doch sein sollte, denn das Buch ist in Hexamctern geschrieben. Hiergegen ist gesagt worden, man fände auch anderwärts in Schriften, welche in Hexametern geschrieben, unvollständige Hexameter. Das mag nun wohl sein, indessen das Buch, mit dem wir es bier zu thun haben, das wird sich an einer so wichtigen Stelle, wie sie gerade hier im Räthsel vorliegt, schwerlich auf unvollkommene Verse eingelassen haben. Unsere Ansicht über die Sache ist die, dass der Hexameter 146 ursprünglich tadellos war, dass er aber verstümmelt worden ist. Hierauf führt die Lateinische Uebersetzung, welche hat: non rudis vel ignarus eris. Sie bat also 2 Adjective, wohingegen im Griechischen nur das eine Adjectiv duvnios steht. Das führt darauf, dass der Vers 146 ursprünglich zwei Adjective statt des einen d'uúntos gehabt, dass dadurch der Hexameter vollständig herausgekommen, und dass er verkrüppelt wurde, indem ein Adjectiv ausgestossen wurde. Es fragt sich nun, warum wurde denn das betreffende Adjectiv ausgestossen? Darüber ist unsere Ansicht ff. Das Räthsel von Vers 141 an zerfällt in 2 Theile, in das Nicht. Zahlenverhältniss und in das Zahlenverhältniss. Nun kam Jemand mit dem ersten Theile zu Stande, blieb aber im zweiten Theile stecken, das heisst, er fand in Bezug auf den ersten Theil irgend eine Lösung des Räthsels, konnte aber nicht herausbekommen, wie denn nun diese Lösung, die eben nicht richtig war, dem entspräche, was der zweite Theil lehrt. Unter gleichen Umständen sind Andere hingegangen und haben, wir haben darauf bereits oben bingewiesen, die Zahlenausdrücke willkürlich verändert. Unser „Jemand" aber machte sich die Sache viel leichter. Er strich brevi inanu den ganzen zweiten Theil des Räthsels, er strich Vers 144 und 145. Indem er nun bei Vers 146 Halt machte, kam das böse Gewissen über ihn, und dies machte ihn auf die verkehrte Weise schlau. Er dachte, da stehen zwei Adjective. Warum stehen die da? Ohne Zweifel deswegen, weil das Räthsel 2 Theile hat, das eine Adjectiv cuúntos steht dem einen Theil zu Liebe, das andere Adjectiv (das verloren gegangene) dem anderen Theil zu Liebe. Liest nun ein Anderer, so dachte er, diesen Vers mit den 2 Adjectiven, so sagt dieser, zwei Adjective sind da, dagegen nur ein Theil. Das bringt ihn denn auf die Fährte, dass etwas gestrichen ist. Dem muss aus dem Wege gegangen werden. Wenn ich (der Jemand) Vers 144 und 145 streiche, so muss ich auch das eine Adjectiv im Vers 146 streichen, dann bin ich sicher, dass man mir nicht hinter mein Streichmanoeuvre kommt. Und so strich er das eine Adjectiv-und der Hexameter wurde verkrüppelt. Später nun blieb, als die gestrichenen Zeilen 144 und 145 wieder hingeschrieben wurden, der verkrüppelte Hexameter in Permanenz. Derjenige, welcher das Räthsel vollständig hinschrieb, hatte den Vers 146 nach der Weise des Streichkünstlers im Kopfe und schrieb ibn hin, ohne näher den eigentlichen Text nachzusehen, wozu er um so eher verleitet wurde, als des Vers 146 zum Hauptsinnn des Räthsels keine Relation hat. Man hat (Castalio) den verstümmelten Hexameter in folgender Weise wieder herzustellen versucht:

ουκ αμύητος έση θείης παρ εμοί, σοφίης. So hat aber schwerlich ursprünglich im Text gestanden,

H. Kopp in seiner Geschichte der Chemie, Theil 2, S. 226, und Höfer in seiner Histoire de la Chimie, Theil 1, S. 224, bringen das Räthsel ff.

"Εννέα γράμματ' έχω, τετρασύλλαβός είμι, νόει με: At τρείς μέν (αι) πρώται δύο 'γράμματέχουσιν

εκάστη, At λοιπαι δε τα λοιπά . και εισιν άφωνα τα πέντε Ουκ αμύητος έση της παρ εμοι σοφίας.

Nun, so eben brachte es der Streichkünstler in die Welt, und mit ihm den verkrüppelten Hexameter.

Wir müssen nun Vers 137 bis Vers 140 noch durchnehmen:

Ειμι δ' εγω κ. τ. λ.
Ich bin der, der da ist, bedenke dir's,
ich habe den Himmel und das Meer als Kleid an,

die Erde ist der Schemel meiner Füsse, ringsherun

breitet sich mein Körper aus, die Luft und der Sternenchor umgiebt mich rings.

Das ist nun zunächst Gott. Die einzelnen Ausdrücke lehnen sich an Bibelausdrücke. Die Situation Gottes wird auf den Gott bezogen, der sich innerhalb des Himmelseies befindet. (Vergl. Jüdische Alchemie.) Der Autor nimmt die obere Eierschalenhälfte und das Waszer als das Kleid Gottes. Dieses Kleid ist ein Kaftan mi einer Kapuze, und einem Gürtel um die Lenden. Der oupevès-Theil des Kleides geht vom Gürtel aufwärts, der se daooa-Theil des Kleiiles geht vom Gürtel abwärts. Danu ruhen ferner die Füsse auf der Erde, welche in das Tel. tenwasser hineingeschaffen wird. Rings breitet sich der Körper Gottes aus, das ist rings an der Eierschalenhälfte und auf der Oberfläche des Wassers. Das Rings -Umgebensein von Luft und Sternen (Sonne, Mond und Sternen bezieht sich auf Sonne, Mond und Sterne im Himmelsei. Die Luft ist das, was vermittelt, dass Sonne, Mond und Sterne an der oberen Eierschale angeheftet sind.

An diesem Räthseltheile in dieser Relation zu Gott ist nun eigentlich nichts zu lösen, obgleich auch hier die Interpreten, welche die Sachlage mit dem Himmelse nicht kennen, in's Stocken gerathen sind. So z. B. wes sich Alexandre mit dem περί σώμα κέχυται nicht 2 helfen. Er macht hinter are, statt hinter xémutat, ein Komma, und bekommt so heraus: nepi owua xéquies ane. Alsdann 'streicht er im Vers 140 das dè, um mit demselben auf Grund seines vorigen Thuns nicht in Cal. lision zu kommen. Nein, so liegt die Sache nicht: - det Text kann ruhig bleiben, wie er ist.

Das, worauf dieser Räthseltheil als ein Räthsel, welches der eigentlichen Lösung bedarf, hinaus will, ist: Queck. silber.

Der ou gavòs bezieht sich darauf, dass ein Quecksilberkügelchen eine Kugelform hat. Die daooc bezieht sich darauf, dass das Quecksilber flüssig ist. Die yaie bezieht sich darauf, dass Quecksilber ein Metall ist, als solches aber fest ist, denn wenn so überhaupt von einem Metalle spricht, so denkt man an keinen flüssigen, sondern an einen festen Körper. Der xogos žotpur bezieht sich auf den Glanz des Quecksilbers. Da nun mit dem Glanze des Quecksilbers die Sterne in die Sache gezogen worden sind, diese aber ohne Firmament nicht bestehen können, so muss auch dies herangezogen werden, und so wird uns denn die die präsentirt. ane ist das, was bewirkt, dass die Sterne nicht herunterfallen, und in Uebertragung auf das Quecksilber das, was den Glanz an die Kugel des Qnecksilbers heftet, diese Kugel ist aber der ovqavós. In der Weise haben wir denn auf das Quecksilber bezogen f. Ich Quecksilber habe die Himmelsgestalt, ich bin flüssig. wie das Meer, ich bin fest, trotzdem dass ich fiesse, allenthalben ist mir Glanz angeheftet.

Wir haben also im ganzen Räthsel Quecksilber med Cinnober. Cinnober nannten die Alexandriner das, ww wir Hydrarg. oxyd. rubr. nennen. Also haben wir: Queeksilber und Hydrargyrum oxy datum rubrum. Es handelt sich also um das Quecksilber im Sinne der metaphysischen Interpretation der Tab, smar., welches eines theils Quecksilber als solches, anderentheils Hydrarg. orrd rubr. ist. c. Das zweite Räthsel des ersten Buches der Oracula

Sibyllina. Vers 326 ff. 326. Τέσσαρα φωνήεντα φέρει τα δάφωνα εν

αύτα Δισσών αγγέλλω αριθμόν δόλον εξονομήνω 328. Οκτώ γαρ μονάδας, τόσσας, δεκάδας δεπί

ταύταις, 329. Ήδ' εκατοντάδας οκτώ, απιστoχoρoις ανθρωί

2016 330. Oύνομα δηλώσει. „Er, (es) hat vier Vocale. Was die Consonanten in ihm

betrifft, 80 weise ich auf die zwei Gruppen derselben hin. Ich

will das Zahlenverhältniss in Bezug auf's Ganze

Lennen, nämlich als acht Monaden, dazu eben so viel Dekaden und acht llekatontaden wird er (es) den ungläubigen

Menschen

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seinen Namen offenbaren.“

Das Räthsel hat zwei Lösungen. Die erste Lösung ist: Inooðs, die zweite: Apoe vixóv. In Bezug auf die erste Lösung kann man, das Fortlaufende des Textes in's Auge fassend, in personeller Fassung fortfahren, (er hat, wird offenbaren). In Bezug auf die zweite Lösung muss man die Lage sachlich fassen (es hat, es wird offenbaren). Das Ergebniss der ersten Lösung ist offen ausgesprochen. Denn es heisst in unmittelbarer Anknüpfung Vers 330. Oύνομα δηλώσει 'συ δενί φρεσι σήσι

νόησον Vers 331. 'Αθανάτοιο Θεού Χριστόν παιδ' υψίστοιο.

Du aber denke in deinem Herzen an Christus, den Sohn des unsterblichen höchsten Gottes.“ Zuerst die erste Lösung: 'Inooūs. Die 4 Vocale sind ., n, o, v.

Die beiden „Gruppen“ der Consonanten, die wir in der Uebersetzung gebracht, knüpfen sich an die zweite Lösung. Hier dagegen ist zn übersetzen: Was die Consonanten betrifft, so weise ich auf zwei hin. Diese sind o und s. floody ist doppelt, im Gegensatz zu dúo, zwei. Das decodr-Verhältniss ist dadurch gegeben, dass o und s einerseits dieselben, andererseits verschiedene Buchstaben sind. Wenn die Sibylle also, von den Consonanten sprechend, von zweien verkündet, so verkündet sie, dass das δύο ein δισσόν 1st.

Der όλος αριθμός reiht sich an den πάς αριθμός des ersten Räthsels. Hier bezieht sich der Shos a'pisuds auf den equipos der beiden Lösungen, welcher in jeder einzelnen Lösung von einem ganz verschiedenen Gesichtspunct aufgefasst wird. Hier, bei der ersten Lösung, bekommen die Buchstaben ihren wirklichen Zahlenwerth,

uoves=1...... also óxto uovddes=8.1=8. dards=10..... also Óxto de rádas=8.10=80. εκατοντάς=100 also οκτώ εκατοντάδες=8.100=800.

Also der Name' wird offenbart unter der Form von 8 + 80 +800 = 888.

Diese Zahl ergiebt auch 'Indoïs. Nämlich da l=10,

- 8, o=200, o=70, v=400, s=200, so erhalten wir 10+8+ 200 + 70 + 400 + 200 =888.

Man wolle darauf reflectiren, dass wir beim ersten Räthsel, indem wir den Buchstaben von Kuvváßapis ihren Zahlenwerth gaben, dass wir da bei der Addition 444 herausbekamen. Das ist gerade die Hälfte von der hier erhaltenen Zahl 888.

Nun zur zweiten Lösung: '-10Evixóv.
Die 4 Vocale sind: A, E, I, 0.

Die beiden Gruppen der Consonanten sind, erste Gruppe: B, 0, %, zweite Gruppe: v, v. Sie unterscheiden sich dadurch von einander, dass die erste Gruppe verschiedene Consonannten hat, die zweite einen Consonannten, der zweimal, doppelt, vorkommt. Die Sibylle verkündet diese Doppel-Gruppirung deshalb, weist deshalb auf sie hin, um anzuzeigen, der Räthsellöser solle in der zweiten Gruppe den doppelt vorkommenden Buchstaben nur einmal zählen, also ein v ausstossen, so dass das Wort Αρσενικόν sich als 'Αρσενικο gestaltet. Nun wird uns anch die Ausstossung eines v bei der Lösung des Cardanus im vorigen Abschnitte klar. Vorab hat Cardanus, oder sein Gewährsmann, einmal davon gehört, dass im ersten Buche der Oracula Sibyllina ein Räthsel vorkomme, dessen Lösung 'AppEvixòY sei. Nun macht er eine Quid pro quo, und löst das erste Räthsel mit ’Apgevıxóv. Nicht aber nur davon hat er einmal gehört, dass im ersten Buche der Oracula Sibyllina ein Räthsel vorkomme, dessen Lösung Apoevıxdy sei, sondern auch davon, dass bei dieser Lösung aus Apoevıxdy ein v ausgestossen würde. Auf Grund dessen nun stösst er sein v aus. Dass das Ausstossen des ✓ bei Cardanus ganz anders liegt, als hier, darauf braucht wohl kaum hingewiesen zu werden. Cardanus stösst das v aus, ohne die mindeste Befugniss dazu zu haben. Hier fordert uns der Autor (die Sibylle) selbst auf, es zu thun. Denn dass er auf die zwiefache Gruppe der Consonanten weist, das hat einen bestimmten Zweck, und dieser Zweck besteht eben darin, uns darauf zu führen, ein v zn streichen. Uebrigens werden wir hier zum Streichen eines v um so mehr aufgefordert, als das diodov ayyéhiw auch noch in einer zweiten Weise interpretirt werden kann, das ist, rein weg auf das doppelte vi bezogen. Dieser zweiten Interpretation zufolge heisst d. a.: ich weise auf zwei v

hin, ich mache auf zwei v aufmerksam, trotzdem ich ein v streiche,

Bei der vorliegenden Lösung ist nun nicht, wie bei der ersten Lösung (*InooŬs), den Buchstaben ihr wirklicher Zahlenwerth zu geben, sondern die Sachlage ist wieder analog, wie beim Cinnober-Räthsel so, dass deras = Zehner and εκατοντας Hunderter. Dem analog sollte nun uovas: Einer sein. Das will aber der Autor nicht, der will uovd's autgefasst wissen als die Buchstaben des Wortes an und für sich. Das liegt analog wie beim CinnoberRäthsel. Wenn es dort hiess, der a'pusuos ergiebt: Zwei Centurien, acht, so sind die acht: acht Buchstaben als Buchstaben. Gerade die Buchstaben als Buchstaben sind hier auch gemeint. Wenn es also im Cinnober-Räthsel heisst: Zwei Centurien, acht, so sind die acht nach der Auffassungsweise, wie wir sie hier haben: acht Monaden. Und wenn hier von Monaden die Rede ist, so sind diese das, was in den: Zwei Centurien, acht, die Acht war, das ist der Buchstabe als Buchstabe gefasst.

Wir haben nun als apusuos:

8 Monaden, das sind 8 Buchstaben. Nun, diese kommen dadurch heraus, dass man mit Streichung eines v schreibt: Appevix0. Dieses Wort hat aber 8 Buchstaben.

Zu den 8 Monaden kommen eben so viel Dekaden. Wir haben im Worte 'Apoevıxov:

A-1, das ist kein Zehner,

100, das ist ein Hunderter,
200, das ist ein Hunderter,
5, das ist kein Zeliner,
50, das ist ein Zehner,
- 10, das ist ein Zehner,
- 20, das ist ein Zehner,

70, das ist ein Zehner,

v als zweites v zählt nicht. Nun calculirt der Autor 10.10 =100, und deshalb habe ich da, wo ich einen Hunderter habe, zwei Zehner. In Bezug hierauf würden wir statt der vorigen Aufstellung erhalten:

A-1, das ist kein Zehner,

- 100, das sind zwei Zehner,
- 200, das sind zwei Zehner,

5, das ist kein Zehner,
50, das ist ein Zehner,
- 10, das ist ein Zehner,
- 20, das ist ein Zehner,

70, das ist ein Zehner,

y als zweites v zählt nicht. Damit haben wir in 'Appevıxov, vom Gesichtspunct der Zehner betrachtet, zweimal einen Doppelzehner und viermal einen einfachen Zehner, das sind im Ganzen 8 Zehner. Wir haben also im 'Apoevıxdv, wie das Räthsel sagt, 8 Dekaden.

Nun sollen wir es noch mit 8 Hekatontaden zu thun haben. Die kommen nun ff. beraus: Das Wort 'Apoevaxov eigentlich in Bezug auf die Hunderter zu verwerthen, das geht nicht mehr, denn den Hundertern ist bereits vor hin als Doppelzehner Rechnung getragen. Nun sagt der Autor, vorhin stellte ich auf: 10.10 = 100, und wurde dadurch von der 10 auf die 100 geführt. Jetzt sage ich:10.100 1000, und werde dadurch von der 100 auf die 1000 geführt. Indem mich aber die 100 auf die 1000 führt, nenne ich das ÉXATOVTd's, was bei Lichte betrachtet Xhids ist. Hunderter sage ich, und Tausender meine ich. Er fasst also, indem er sagt n'M {xatovredes Óxto, die Hunderter als Tausender auf. Wenn man nun die Griechischen Zahlen schreibt, (vergl. beim Cinnober-Räthsel) so fängt man von a an, geht bis gauni, und fängt dann wieder von a an.

man bei Tausend ist, ist man wieder bei Eins, oder anders ausgedrückt, wo man bei der xidids ist, ist man wieder bei der uovás. Sobald man aber bei der uovd's ist, hat man wieder das: óxtw yde uovádas. Der Sachverhalt ist also in Bezug auf die 8 Hekatontaden der, dass die Hekatontaden zu Chiliaden, die Chiliaden zu Monaden werden, und in Bezug auf diese ist die Acht-Zahl bereits constatirt.

Was nun das 'AQUEVıxdy betrifft, so ist dasselbe Schwefel. Man vergleiche Geber, De summa perfectionis ma gisterii, 1,14: Restat, nos de Arsenico disputare; ad praesens igitur dicimus, quod est de subtili materia et simili cum

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Also wo

Sulphure, idcirco non oportet id aliter detiniri quam Sul- dadurch Rechnung getragen, dass uns die Jüdische Schöpphur. „Es bleibt uns übrig, vom Arsenik zu sprechen. In fungsgeschichte geboten wird. Bezug auf denselben sagen wir nun, dass er aus einer Das vierte Geschlecht ist das vierte alchemistische subtilen Materie besteht, die Aehnlichkeit hat mit der Ma- Geschlecht, das sind die Griechen, die Griechischen Alterie des Schwefels. Daher kann man Arsenik nicht an- chemisten. Der Autor deutet bei diesem Geschlechte daders definiren, als Schwefel."

durch auf die Griechen, dass er vom θεός ουράνιος Christus und Schwefel haben die gegenseitige Relation, spricht. Bei diesem hat er den gavos, den Gott Uradass Schwefel = Feuer = Licht. Christus aber ist als ein nus, im Sinne, der an der Spitze der Griechisehen Götter Licht in die Welt gekommen. (Vergl. Drei-Einigkeits- steht. Es wird zwar auch anderweitig im Verlauf des Interpretation der Tab. smar.). Hierin ist denn das ge- Buches Gott das Epitheton ovocivios gegeben, wo an einen geben, dass die Doppellösung des zweiten Räthsels, 'noous Hinblick auf den Uranus nicht zu denken ist. Daran darf und 'AQUEvixòv, einen Eingesichtspunet hat, und dieser ist man sich aber nicht stossen. Das betreffende Verhältniss eben das Licht.

hat eben gerade nur hier beim vierten Geschlecht statt. Wir haben also im Cinnober-Räthsel den Mercur und Einer ähnlichen Sachlage begegnen wir auch in Bezug auf im Arsenik-Räthsel den Schwefel. Wenn man nun den den Tartarus. Iin Vers. 9. et 10: 5 &page yao yñv teoMercur hat, so hat man anlehnend an die metaphysische ταρου αμφί σάλον 1st Tartarus auch in ganz anInterpretation der Tab. smar noch nicht den Schwefel. derem Sinne zu nehmen, als an anderen Stellen des BuHat man aber den Schwefel, so hat man anlehnend an ches, wo die Menschen in den Tartarus, die Unterwelt. die Lapis philosophicus-Interpretation der Tab. smar, zu

kommen. gleich den Mercur. Man hat zuerst die metaphysische Das fünfte Geschlecht ist das fünfte alchemistische Interpretation der Tab. smar. , und weiss nichts von Geschlecht, das sind die Alexandriner, die Alexandrinischen Schwefel. Nun lernt man an der Hand der Lapis philo- Alchemisten. Diese schildert der Autor als Lästerzungen sophicus-Interpretation den Schwefel kennen, und hat da- weil sie sich beim Streite um die Tab. gmar. gegenseitig mit nicht nur den Schwefel, sondern auch den Mercur. verlästern. Dies Geschlecht geht durch Wasser unter:Das ist der Grund, weshalb man im ’Aq08vizov nicht nur das Wasser ist das Quecksilber. Auf Grund der metadas 'Appevizov als solches hat, sondern zugleich auch den physischen Interpretation der Tab. smar. geht die AleheLapis philos. Auf dies Sachverhältniss weisen auch die mie in Wasser-Quecksilber unter. Daher kommt die Sündals eigentliche Zahlen genommenen Buchstaben von Kıv- fluth gerade zur Zeit dieser Generation. Gott, der die váßapis und ’AppEvixòhin. Im letzteren hat man: 888, Welt durch Wasser untergehen lässt, um so zu sagen der das ist 444 + 444. Hiervon weist nun die eine 444 direct Wasser-Gott, offenbart sich dem Noah unter der Gestalt auf Kuvváßapis (Mercur), somit auf die eine Hälfte des des Quecksilbers überhaupt und des Hydrarg. oxyd. rubr. Lapis philos., und die andere 444 weist auf die andere (Cinnober) im Besonderen, weil beide an der Hand der Hälfte des Lapis philos., das ist 'Apocvixòv im engeren metaphysischen Interpretation der Tab. smar. zu Einem Sinne.

verschmelzen. Sobald Noah die Arche verlassen, ermahnt

Gott die Heraustretenden, sie sollen Gerechtigkeit, Ged. Interpretation des ersten Buches der Oracula schlecht gegen Geschlecht, üben, bis über alle Menschen Sibyllina.

das Gericht kommt. Das heisst: Nun habt ihr die meta

physische Interpretation der Tab. smar., nun verlästert Die verschiedenen Geschlechter sind alchemistisch zu und befeindet euch nicht mehr gegenseitig. Richtet euch fassen. In den verschiedenen Geschlechtern werden uns nicht gegenseitig, lasset mich, Gott, richten. Nachdem nun die verschiedenen Nationalitäten, die verschiedenen Gene- die metaphysische Interpretation der Tab. smar. ein Damm rationen in Bezug auf ihren verschiedenen alchemistischen gegen den alten Alexandrinismus geworden, nachdem im Standpunct vorgeführt.

Quecksilber die alten Alexandriner untergegangen, kommt Der Autor fängt mit der Erschaffung der Welt an, um ein neues Geschlecht an die Reihe, welches auf der auf den Menschen zu kommen. Die beiden Schöpfungs- metaphysischen Interpretation der Tab. smar. fusst, das geschichten im ersten Buche Mosis verschmilzt er in eine. ist das sechste Geschlecht. Golden ist es wegen der Er führt uns die Menschen im Paradiese vor. Diese wach- XQUQ0notic. Die Menschen dieses Geschlechtes sind glücksen nach der Ausstossung aus dem Paradiese zu einem lich, denn der Hader um die Griechische oder Jüdische Volke an. Das ist das erste Geschlecht.

Interpretation der Tab. smar. liegt hinter ihnen. Dies erste Geschlecht ist das erste alchemistische Ge- Unter diesem Geschlecht lebt die Sibylle. Dass die Sischlecht, die Inder, die Indischen Alchemisten. Das, was bylle eben jetzt lebt, hängt damit zusammen, dass der der Autor vom ersten Geschlecht sagt, lehnt sich in so Autor des Buches der metaphysischen und der aus ihr fern an die Inder an, als das Paradies, der Aufenthalt entstandenen Lapis philosophicus-Interpretation der Tab. der ersten Menschen aus dem ersten Geschlecht, gewöhn- smar. huldigt, von welcher letzteren er die Anschauung lich nach Indien verlegt wird. Dies Geschlecht muss aus hat, sie sei nicht gekommen, um die metaphysische Interder Welt, um einem nachfolgenden Geschlechte Platz zu pretation umzustossen, sondern um sie zu erfüllen, das ist, machen, ganz so, wie bei den folgenden Geschlechtern sie erweiternd, in ihrer wahren Glorie darzustellen. Vor immer das eine aus der Welt muss, ehe das andere an die der metaphysischen Interpretation war die Alchemie nach Reihe kommt. Das hängt damit zusammen, dass das eine der Auffassung unseres Autors keine ächte Alchemie, die alchemistische Geschlecht das, was das andere gebracht, erleuchteten alchemistischen Zeiten fangen erst beim Aufgewissermassen umstösst, aus der Welt bringt. Dies letz- kommen der metaphysischen Interpretation der Tab. smar. tere wird aber so gefasst, als wenn das betreffende ab- an, und dartım lebt die erleuchtete Sibylle in der sechsten tretende Geschlecht sich selbst durch seine Sünden den Generation. Der Autor des Buches lebt natitrlich viel Weg aus der Welt anbahnt. Der Autor zielt damit auf später, sonst würde er die Sibylle nicht wahrsagen lassen die Erbsünde, und leitet so successiv Christus ein, der für können, was die Zukunft wirklich bringt, er lebt zu der die Sünden der Welt stirbt. Mit der Vorführung der Erb- Zeit, wo die Lapis philosophicus - Interpretation der Tab. sünde hängt es denn auch zusammen, dass die Verfüh- smar. bereits bekannt ist. Die Sibylle weise vorab, dass rungs-Geschichte im Paradiese ausführlich erörtert wird. das glückliche sechste Zeitalter nicht fortbestehen wird,

Das erste Geschlecht ist selbst im Hades noch geehrt, sie weiss, dass es von der Zeit überflügelt werden wird, denn wenn man die Anschanungen der Indischen Alchemie wo an die Stelle der metaphysischen Interpretation der auch nicht beibehielt, darin sind die Inder stets zu ehren, Tab. smar. die Lapis philosophicus-Interpretation tritt. Sie dass sie die ersten Alchemisten waren.

weiss also, dass das sechste Geschlecht in den Hades muss. Das zweite Geschlecht ist das zweite alchemistische Aber, sagt sie, auch dort werden die Hingegangenen glückGeschlecht, das sind die Aegypter, die Aegyptischen Al- lich sein und Ehren geniessen, gerade wie das erste Geo chemisten. Die Aegypter schildert der Autor in ihrem schlecht der Inder. Denn die Inder haben den Vorzug, Kunstsinn.

an der Spitze der Alchemie überhaupt za stehen, das Das dritte Geschlecht ist das dritte alchemistische sechste Geschlecht hat den Votzag, an der Spitze der Geschlecht; das sind die Juden, die Jüdischen Alchemisten. Alchemie als exclusive Arcanologie zu stehen. Was die Der Autor charakterisirt dies dritte Geschlecht mehr ober- 3 hochherzigen Könige betrifft, 80 zielen sie auf den Herflächlich. Der Jüdischen Alchemie wird schon sattsam més trismegistus als Hydrarg. estyd. rubr., Queckuilber

und Gold. Diese 3 Könige sind freilich schon da, sobald die Sündfluth vorbei ist, die Sibylle braucht sie also eigentlich nicht vorher zu verkünden. Die Sache liegt aber so, dass sich die Sibylle auf den Standpunct stellt, dass man nach der Sündfluth, unmittelbar nach der sie prophezeit, vorab einmal die metaphysische Interpretation der Tab. smar. hat, ihre Anerkennung kommt erst successiv im Verlauf des sechsten Geschlechtes, und dessbalb sagt die Sibylle, die Könige werden die Loose bekannt machen.

Das siebente Geschlecht, welches nun kommt, das Geschlecht der Titanen, sind die Neuplatoniker. Diese haben den Typus des ersten Geschlechtes, sie gehen nämlich auf die alte Alchemie wieder zurück. Sie kämpfen gegen den Himmel an, welcher gemäss des Räthsels Vers 137 das Quecksilber ist. Diese Sonderbündler sind für die göttliche Strafe reif, und so wäre es am füglichsten, dass über sie eine neue Sündmuth käme. Gott aber hat versprochen, keine neue Sündfluth inehr eintreten zu lassen. Also über die kommt kein Quecksilber-Wasser mehr, aber ein Analogon kommt über sie, das ist der Lapis philos. Gott dämmt das Meer ein, er verkleinert das Quecksilber, er drängt einen Theil desselben zurück, umgiebt es mit Schwefel. Und nun kommt Christus. Christus ist der Lapis philos., oder das AppEvixov, was sich gleich bleibt, da, wie wir oben gesehen, Apgevıxdy und Lapis philos. zusammenfallen.

Wir haben sub a da aufgehört, wo Christus kommt. An Christus knüpft sich das zweite Räthsel, Vers 326 ff. Dann macht uns Vers 330 und 331 auf die Räthsellösung 'Indoūs aufmerksam. Und nun kommt

Vers 332. Er wird das Gesetz Gottes erfüllen, nicht auflösen, er trägt ein Gegenbild (ovtitunov uíunua) und wird alles lehren.

Auf Jesus bezogen, lehnt sich das Nicht-Auflösen, sondern Erfüllen, an die Schrift.

Auf '4p08VLxỚv bezogen, zielt es darauf, dass, wie bereits erwähnt, der Autor des Buches der Lapis philosophicus-Interpretation keine gegnerische Stellung zur metaphysischen Interpretation der Tab. smar, giebt, er hält die erstere blos für ein áviiivaov uiunuce der letzteren, wie auf Jesus bezogen, das neue Testament ein avtítunov uiunua des alten Testamentes ist.

Vers 334. Ihm bringen Priester Gold, Myrrhen und Weihrauch.

Auf Jesus bezogen, bringen dem Jesus die Priester, das sind die 3 Könige aus Morgenland, Gold, Myrrhen, Weihrauch. (Evang. Matth. Cap. 2. Vers. 11.).

Auf 'Appevixòy bezogen, bringen die Alchemisten diesem die 3 Arcana. Die Lapis philosophicus-Interpretation der Tab. smar. nimmt ja 3 Arcana an. Gold ist das Arcanum P. solaris ruber, weil aus ihm xar' 250x1v der Lapis philos. dargestellt wird, welcher schon an und für sich Gold ist (vergl. Lapis philosophicus Interpretation der Tab. smar.). Myrrhen und Weihrauch sind dann die beiden anderen Arcana.

Vers 336. Aber wann eine Stimme durch die Wüste erschallt (Ev. Matth. Cap. 3. Vers. 3; Ev. Marc. Cap. 1. Vers 3; Ev. Joannis, Cap. 1. Vers. 23.) verkündend den Sterblichen die Pfade gerade zu machen, aus dem Herzen die Schlechtigkeit fortzuwerfen, durch Wasser jeglichen Menschen-Körper zu erleuchteu, dann

Auf Jesus bezogen, bedarf das keiner weiteren Exposition.

Auf 'Appevıxov bezogen, ist Johannes der Täufer, der Vorläufer des ’Aprevixòv, das Quecksilber, Johannes der Täufer wird als Wasser, als Taufwasser gefasst, das Wasser, das Taufwasser aber als Quecksilber. Gott, der sich dem Noah offenbart, der Wasser-Gott, überträgt sein Wasser-Emblem auf Johannes.

Vers 343. Dann wird plötzlich den Sterblichen ein Zeichen sein, wenn aus Aegyptenland der schöne Stein kommt. An diesen stösst sich das Hebräer - Volk. Aber die Völker sammeln sich um seine Lehre. Denn den hochwaltenden Gott erkennen sie durch ihn, und den Pfad im gemeinsamen Lichte. Denn er zeigt das ewige Leben den Erwählten, den Ungerechten das Feuer.

Auf Jesus bezogen ist Jesus der Stein.. Epistol. prim. Petri, Cap. 2:

Vers. 4. Προς δν προσερχόμενοι, λίθον ζώντα, υπό ανθρώπων μεν αποδεδoκιμασμένον, παρά δε θεω εκλεκτών, έντιμον.

Zu welchem ihr gekommen seid, als zu dem lebendigen Stein, der von den Menschen verworfen, aber bei Gott ist auserwählt und köstlich. (Luther.)

Das Uebrige ergiebt sich von selbst.

Auf 'Appevizdy bezogen ist dieses der Stein, der Lapis philos. Das Hebräer-Volk, welches sich an ihn stösst, sind die Neuplatoniker. Aber die Völker, die Anlänger der früheren metaphysischen und jetzigen Lapis philosophicusInterpretation sammeln sich um seine Lehre. Sie erkennen in ihm die wahre Alchemie. Dem Gegner zeigt sich das ’Apgevıxov als verbrennender Höllenschwefel.

Vers 351. Die Blinden werden sehen, die Lahmen gohen, die Tauben hören, die Stammen reden. Dämonen wird er austreiben. Todte werden auferstehen. Ueber Wasser wird er dahin gehen. In einsamer Gegend wird er mit fünf Broden und einem Fische fünftausend Mam sättigen, mit den Ueberresten dieser noch zwölf Körbe füllen.

In Bezug auf Jesus verweisen wir auf die Geschichte Christi.

Auf 'Aprevizor bezogen, wird der Lapis philos. als Arcanum genommen, denn durch ihn werden ja die Arcana, was er selbst ist, das ist Schwefel und Mercur. Die Arcana aber heilen den Menschen. Das Wunder mit den Broden und den Fischen bezieht sich derartig auf den Lapis philos., dass der Lapis philos. an und für sich selbst Gold ist. Durch das wenige Gold seiner Substanz macht er aber das Viel der unedelen Metalle zu Gold. Wie die wenigen Brode, der eine Fisch, der Vielheit der sich Sättigenden gegenüber treten, so tritt das wenige Gold des Lapis philos. dem vielen Gold gegenüber, in welches die unedelen Metalle durch ihn permutirt werden. Der Meeresgang ist das „Schreiten“ des Schwefels über den Mercur, durch welches der Lapis philos. herauskommt.

Vers 360. Und damn will das berauschte Israel noch nicht zu Verstand kommen, es will nicht hören mit seinen dünnen Ohren. Aber wann über die Hebräer kommen wird der wüthende Zorn des Höchsten, und ihnen den Glauben nimmt, weil sie das himmlische Kind Gottes geschädigt haben, dann wird Israel diesem Backenstreiche geben und giftigen Speichel auf die Lippen. Und die Verblendeten werden ihm geben Galle als Speise und ungemischten Essig als Trank.

In Bezug auf Jesus vergleiche die Leidensgeschischte Christi.

Auf '400vızdy bezogen, haben wir ff. Aber wann über die Gegner des 'Appevizov kommen wird der wüthende Zorn Gottes und ihnen den Glauben benimmt, weil sie das Hydrarg. oxyd. rubr. und den Lapis philos. geschädigt haben, dann werden diese Gegner das Hydrarg. oxyd. rubr. und den Lapis philos. verketzern. Sie geben ihnen Galle als Speise und unvermischten Essig als Trank. Gallo ist wegen der Farbenähnlichkeit: P. solaris ruber, un d der unvermischte Essig (o&os árpatov): Acid, nitricum. Der Sinn ist: Sie sagen, P. solaris ist eben P. solaris als sol

der Abzug, den ihr von ihm als Lapis philos. macht, geht uns nichts an. Und was das Hydrarg. oxyd. rubr. im Anlehnen an die metaphysische Interpretation der Tab. smar. betrifft, so wird dasselbe einfach mittelst Acid, nitricum dargestellt, und damit ist die Sache fertig. Nicht aber (vergl. metaphysische Interpretation der Tab. smar.) bietet uns das zuin Quecksilber hinzukommende Acid. nitricum den Pater omnis telesmi totius mundi, wir erhalten auf die betreffende Weise nicht das, worauf alle Arcana hinauskommen.

Vers 372. Aber wann er mit den Händen ausgespannt worden, wann er alles gelitten, die Dornenkrone trägt, wann sie ihm die Seite mit Lanzen durchbohrt haben auf Grund dessen mitten am Tage dreistündige Nacht sein wird dann wird der Salomonische Tempel den Menschen ein grosses Wunder zeigen, wann er in die Wohnung des Hades geht, Auferstehung verkündend den Todten, Aber wenn er nach drei Tagen wieder hervorkommt, und den Sterblichen seine Gestalt gezeigt, und sie alles gelehrt hat, dann wird er auf Wolken zur Wohnung des Himmels aufsteigen, das Diadem des Evangelium über die Welt deckend. (Wir halten uns an die Lesart, wie sie nun einmal in den Codd. dasteht: walu was dididnua, und finden gar keinen Grund, es zu corrigiren : raddeiwas diá Inua, die Satzung hinterlassend). Nach seinem Namen

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wird ein neuer Spross aus den Völkern hervorbliihen, indem die Menschen geleitet werden durch das Gesetz des Grossen. Aber darauf werden die oólo. Wegweiser sein, und die Propheten werden dann aufhören.

In Bezug auf Jesus verweisen wir im Allgemeinen auf die Geschichte Christi. Im Besonderen und in Bezug auf Appevizor bemerken wir ff.

Das Niedersteigen zum Hades und das Auffahren zum Himmel wird nicht nur auf Christus bezogen, sondern auch auf das ascendere und descendere des Lapis philos. resp. des Hydrarg. oxyd. rubr. in der Tab. smar. Das Diadem des Evangelium ist in übertragener Weise das Diadem der Tab. smar, in der Lapis philosophicus-Interpretation. Der Spross im eigentlichen Sinne sind natürlich die Christen, deren Kanon das Evangelium ist, in übertragenem Sinne sind es die Alchemisten, deren Kanon die Tab. smar. ist, und die sich nach dem Lapis philos. in so fern nennen, als sie ihren Namen Philosophen mit dem Lapis philosophicus im Einklang bringen. (Vergl. Lapis philosophicus-Interpretation, 7. Rubrik.) Auf Jesus

bezogen, sind die oóloe die Apostel. Diese oolor sollen sein: eherne, geharnischte Männer im figürlichen Sinne; oólos ist nämlich eine Metall - Masse. Auf `Aq0EV1Z0v bezogen, sind die oólodie unvollkommenen Arcana als Metalle gefasst. Diese werden die neuen Wegweiser sein, nämlich bei der XQuoonoia. (Vergl. die achte Rubrik der metaphysischen und Lapis philosophicus-Interpretation der Tab. smar.) Endlich hören, auf Jesus bezogen, die Propheten deshalb auf, weil die Hauptmission der Propheten war, den Messias zu verkünden. Indem nun der Messias, Christus, da ist, sind keine Propheten mehr nöthig. Auf '4p0vixdv bezogen, sind die Propheten die Haupt-Stimm-Führer in der Alchemie überhaupt, und seit dem Aufkommen der Tab. smar. diejenigen, welche mit einer neuen Interpretation der Tab. smar. hervortreten. In letzterer Beziehung glaubt der Autor des Buches, mit der Lehre vom Lapis philos. sei die Alchemie an ihre Gränzmarken gelangt. Damit hat er nun in Bezug auf seine Person, indem er von seinem Standpunct aus rückwärts blickt, Recht. In Bezug dagegen auf das, was nach ihm kommt, hat er Unrecht. Da kommen noch manche „Propheten“ der Tab. smar.

Und hier hat denn das Buch sein Ende. Die 14 Verse 387 — 400 sind das Anflicksel eines Späteren. Sie haben zum Vorangehenden keine Relation.

Dies Abtreten wird nun auch in's Auge gefasst beim Et sicut etc. Dieser Passus ist zu nehmen, als wenn da stände:

Et sicut res omnes fuerunt ab uno, meditatione unius. ab hac una re, sic omnes res natae fuerunt ab uno, adoptione unius, ab hac una re.

Die res omnes, die Welt, war von Gott durch Christus (dóyos) ab hac una re. Das ist die Welt hat durch Vermittelung Christi abzutreten. Das ist spirituell zu fassen.

Die sündhafte Welt tritt durch Christus ab, indem Christus für die Sünden der Menschen stirbt. So ist die Situation im Vordersatze. Im Nachsatz sind die res omnes natae wieder die Welt, entgegen den res omnes aber eine andere Welt, nämlich die Welt, welche durch die Vermittelung der adoptio abtritt. Wie die meditatio nämlich auf Christus zielt, so zielt die adoptio auf Noah. Noah ist es, der als Zeuge der untergehenden res nataeWelt dasteht, der das Vermittelungsglied für die untergehende und neu erstehende Welt dasteht. Noah tritt als Vicarius für Johannes ein, der früh in diesem Passus vertreten war.

Das Abtreten, welches sich an das esse a knüpft. bekommt darin einen Anhalt, dass das Perfect fuerunt steht. Das Sein, das esse, liegt durch dies Perfect hin. ter uns.

Die Parallele für Vordersatz und Nachsatz: Et sicut sic, liegt im Abtreten. Es ist also der ganze Passus so zu nehmen, dass auf ab hac una re, welches im Vordersatz supplirt wird, der Nachdruck fällt.

Das Gegenüberstehen von Christus, meditatio, und Noah, adoptio, bringt es mit sich, dass wir bei Christus und Noah die Räthsel in der betreffenden Schrift geboten bekommen.

Zweiter Gesichtspunct. Das superius ist das Quecksilber, das inferius das Hydrarg. oxyd. rubr. Die res una wieder Quecksilber. Also: Das Quecksilber dient wie das Hydrarg. oxyd. rubr. dazu, um die Wunder einer Sache zu Stande zu bringen, welche Sache wieder Quecksilber ist. "Eine solche Auffassung liegt durchaus im Geiste der metaphysischen Interpretation der Tab. smar.

Und nun ist ferner das ab uno der Ablativ von unum, und dies unum wieder die res una.

Die res omnes, wie die omnes res natae, sind die Arcana.
Meditatio 'Αρσενικόν.
Adoptio= Hydrarg. oxyd. rubr. (Kuvváßagus).

Also: Und wie die Arcana entstanden vom Quecksilber durch das 'Αρσενικόν: durch welches Verhältniss also der Lapis philos. gegeben ist — so entstanden die Arcana vom Quecksilber durch das Hydrarg. oxyd. rubr. durch das Quecksilber der metaphysischen Interpretation der Tab. smar. gegeben ist.

Die Parallele des Vordersatzes und Nachsatzes ist einfach dadurch gegeben, dass res omnes die Arcana wie omnes res natae, dass unum = res una. Dass wir aber in Bezug auf das erstere die Arcana einerseits als res omnes, andererseits als omnes res natae geboten bekom. men, hängt damit zusammen, dass die Arcana dem Lapis philos. gegenüber sich anders machen, als dem Quecksilber gegenüber.

Dritte Rubrik. Pater ejus est Sol bis terra est.

Wir haben hier das Substrat, die Quintessenz des Substrates für das Quecksilber in Vers 187 bis 140 des ersten Buches der Oracula Sibyllina, und daran anlehnend für Gott. Sol und Luna entsprechen dem xopos dorpwy, ventus der eine und dem ovpavos, terra der yaia, die bei terra an der Hand der Schöpfungsgeschichte (die Erde war ein Durcheinander -) zu supplirende aqua der sáλασσα.

WO

Interpretation der Tabula smaragdina, wie sie dem ersten Buche der Oracula

Sibyllina zu Grunde liegt. Der Grundstock für das, was wir im ersten Buche der Oracula Sibyllina finden, knüpft sich an eine BesonderInterpretation der Tab. smar.

Wie bei der metaphysischen Interpretation der Tab. smar. werden acht Rubriken angenommen. Diese repräsentiren die acht Geschlechter. Es ist im betreffenden Schriftstücke zwar nur von sieben Geschlechtern die Rede, man wolle aber darauf reflectiren, dass mit Christus das achte Geschlecht anfängt.

Erste Rubrik. Verum bis verissimum. Einleitung

La zugleich haben wir hier aber auch das Hydrarg. oxyd.

Zweite Rubrik. Quod est inferius bis adoptione.

Diese Rubrik wird aus zwei Gesichtspuncten gefasst. Auf diese beiden Gesichtspuncte fiihrt das Quod est inferius est sicut id quod est inferius.

Das ist: Nimm entweder den einen Gesichtspunct als superius, den anderen als inferius, oder den einen Gesichtspunct als inferius, den anderen als superius : die Sache kommt auf Eins hinaus.

Erster Gesichtspunct. Superius und inferius sind die Geschlechter. Das eine von diesen Geschlechtern steht zwar höher, als das andere, ist also ein superius, wo das andere ein inferius ist. Trotzdem aber dienen die Geschlechter dazu, im die Wunder der res una zu Stande zu bringen. Die res una ist das Abtreten: ein Geschlecht hat dem anderen Platz zu machen.

rubr. (Kuvapapus). Nämlich:

Pater ejus est Sol bezieht sich auf die Sonnenfarbe desselben.

Mater ejus est Luna bezieht sich darauf, dass Hydrarg. oxyd. rubr. immerhin Quecksilber bleibt.

Portavit illud ventus in ventre suo bezieht sich darauf, dass sich bei seiner Darstellung Dämpfe entwickeln.

Nutrix ejus terra est bezieht sich darauf, dass wir es mit einem Festen, mit einem Präcipitate zu thun haben.

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