Obrazy na stronie
PDF
ePub

142. Freilich steht da nichts von xnuela, indesse peloσοφία ist oft gleichbedeutend mit χημεία, und das ist eben eine Sache, von der Reinesius keine Ahnung hat. Dass sonst nicht bei Synesius von Dioscorus die Rede ist, ist höchst irrelevant. Sehr nahe liegt so etwas, wenn Dioscorus eine fingirte Person ist. Und ist er auch keine fingirte Person, wozu muss denn irgendwo, und namentlich im 57ten Briefe die Rede von ihm sein? Das verstehen wir nicht. Will aber Reinesius, dass wir auf seine Idee nolens volens eingehen sollen, nun dann sagen wir ff. Für einen Christlichen Bischof passt der Umgang mit einem Heidenpriester schlecht. Die Scholien zum Demokrit waren vor dem Uebertritt des Synesius zum Christenthum geschrieben. Da figurirte nun einmal der Dioscorus, und war nicht mehr rückgängig zu machen. Wo er aber rückgängig zu machen war, da strich ihu Synesius. Er war aber rückgängig zu machen, resp. wurde vom Christen gar nicht mehr erwälınt in den übrigen Schriften, welche wir vom Synesius besitzen.

Fabricius erwähnt in einer Anmerkung zur oben angeführten Stelle, dass Morhof in seinem Polyhistor auch gegen Reinesius ist, den Brief 142 aufführt, und anderes vorbringt. Wir für unseren Theil haben Morhofs Polyhistor nicht gelesen. Erweiterung der metaphysischen Inter

pretation der Tabula smaragdina. Nachdem sich die Anhänger der metaphysischen Interpretation der Tab. smar. eine lange Zeit, wir wollen in Bausch und Bogen ein halbes Jahrtausend sagen, an diese gehalten, kommen sie auf die Idee, dieselbe zu erweitern.

Sie sagen, kraft der methaphysischen Interpretation steht das Hydrarg. oxyd. rubr. an der Spitze der Arcana. Es ist schon recht, dass dies Hydrarg. oxyd. rubr. im Grunde nichts anderes ist, als der, als Hydrarg. oxyd. rubr. gefasste Pulv, solaris. Indessen an und für sich hat man eben nichts anderes, als das Hydrarg. oxyd. rubr., und es bedarf erst des Umweges, der Calculation, damit man aus dem Hydrarg. oxyd. rubr. den P. solaris erhält. Geht das nun gar nicht anders, so man sich damit begnügen. Geht es aber anders, so liegt es näher, dass man den P. solaris an die Spitze der Arcana stellt, als das Hydrarg. oxyd. rubr.

Nun versucht man, ob man, natürlich mit den betreffenden Modificationen, nicht durchkvinmt, wenn

man in der metaphysischen Interpretation der Tab. smar. an die Stelle des Hydrarg. oxyd. rubr. den P. solaris ruber setzt. Der Versuch liegt ff.

Zurite Rubrik. Es ginge schon, dass das superius und inferius für das Hydrarg. oxyd. rubr. und Sulphur aurat. ausgebeutet würde, und damit P. solaris ruber zur res una würde.

Dritte Rubrik. Im Sinne der eigentlichen metaphysischen Interpretation wird Hydrarg. oxyd. rubr. zu Mercur. Da nun die Alten Sulphur aurat. als Schwefel auffassten (vergl. bereits erste Redaction der Tab. smar.), so könnte man als Seitenstück dazu das Sulphur aurat. als Schwefel nehmen. Damit erhielte man denn in dieser Rubrik anstatt Hydrarg. oxyd. rubr. und Sulphur aurat. : Mercur nnd Schwefel. Das Gold unterzubringen, dem steht an der Hand des Pater ejus est Sol nichts im Wege.

Vierte Rubrik. Es ginge schon, diese Rubrik für die Darstellung des P. solaris ruber auszubeuten. Denn da bei der Darstellung des Sulphur aurat. ebenso ein Aufsteigen und ein Absteigen statt hat, als bei der Darstellung des Hydrarg. oxyd. rubr., so ist eine gemeinschaftliche Basis für die Darstellung des Hydrarg. oxyd. rubr. und des Sulphur aurat. gegeben.

Fünfte Rubrik. Wir haben in der eigentlichen metaphysischen Interpretation für die fortitudo die weisse Farbe im Aulehnen an den Mercur, für die gloria die gelbe Farbe im Anlehnen an das Gold. Die gelbe und weisse Farbe wäre also auch für die ausgedehnte methaphysische Interpretation zu verwerthen. Nun ist aber Schwefel gelb und Mercur weiss. In dem Fortitudo - Standpunct, der sich an den Schwefel und Mercur anzulehnen hätte, wie er sich in der eigentlichen metaphysischen Interpretation blos an den Mercur lehnt, hätten wir also bereits die weisse und die gelbe Farbe. Der Fortitudo - Standpunct

nimmt also bereits die weisse und die gelbe Farbe in Anspruch, wo bleibt da die Farbe für den Gloria-Standpunct ? Oder wie soll man es für den Gloria-Standpunct überhaupt mit der Farbe halten? – Hier stecken wir!

Also mit einem derartigen Anlehnen einer neuen Interpretation der Tab. smar. an die metaphysische Interpretation, dass so schlechtweg an die Stelle des Hydrarg. oxyd. rubr. der P. solaris ruber rückt, ist es schon einfach deswegen nichts, weil man in der fünften Rubrik reinweg stecken bleiben würde, ganz abgesehen davon, dass, wenn wir auch in Bezug auf die vorangehenden Rubriken so im Allgemeinen geurtheilt haben, bei ihnen liesse sich durclıkommen, dass dies Durchkommen im Besonderen doch mannigfache Schwierigkeiten bieten möchte.

Mag dem aber nun sein, wie ihun wolle, die neue Idee, an die Stelle des Hydrarg. oxyd. rubr. der metaphysischen Interpretation den P. solaris zu setzen, entsteht, ist ein. mal da, und sie hat so viel Verlockendes, dass man sich durch den misslungenen Versuch von vorhin nicht abschrecken lässt. Man fasst die Sache auf eine andere Weise an, und kommt so zur Lapis philosophicus-Interpretation der Tab. smar.

Lapis philosophicus, Stein des Weison! Da wird mau aufschauen, davon hat Jeder sein Lebtage schon öfter gehört. Was ist's mit diesem wunderbaren Dinge ?

Man kann den Lapis philosophicus, den ursprünglichen Lapis philosophicus später werden wir noch einen an. deren Lapis philosophicus kennen lernen von drei Allgemein - Gesichtspuncten auffassen 1) von dem Allgemeingesichtspuncte: Wasser, Erde, Luft, 2) von dem Allgemeingesichtspuncte: Erde, 3) von dem Allgemeingesichtspuncte: Luft und Erde. Vom Besonder-Gesichtspuncte aufgefasst, ist der Lapis philosophicus: Schwefel und Mercur. Wie dieses „Etwas zu dem Namen Lapis philosophicus kommt, werden wir im folgenden Abschnitt, der die Lapis philosophicus-Interpretation der Tab. smar. bringt, kennen lernen, deren Quintessenz ff. ist.

Gemäss des vorhin aufgestellten Versuches, in der metaphysischen Interpretation der Tab. smar. an die Stelle des Hydrarg. oxyd. rubr. den P. solaris ruber zu setzen, würden wir, nachdem die zweite Rubrik den P. solaris gebracht, in der dritten Rubrik an seiner Stelle Schwefel und Mercur erhalten. Dieser Schwefel und Mercur constituirt nun den Lapis philosophicus, und dieser Lapis philosophicus übernimmt denn die Rolle des Hydrarg. oxyd. rubr., so wie des aus ihm hergeleiteten Mercur und Goldes in der metaphysischen Interpretation der Tab. smar. Es werden drei Arcana angenommen: Acid. sulphur.-Natron, Liquor hepatis, P. solaris. Jedes von ihnen zerfällt wieder in zwei Theile. Ein Theil wird als Lapis philosophicus gefasst. Indem nun der als Lapis philosophicus gefasste Theil den anderen Theil absorbirt, wird einestheils das ganze Arcanum zu Schwefel und Mercur (wie es in der metaphysischen Interpretation zu Mercur wurde) und anderentheils zu Gold. Das Anlehnen an die Farbe wird hierbei fallen gelassen, und zwar wird dies folgendermassen bewerkstelligt. Bei der metaphysischen Interpretation nahm man zwei Theile eines jeden Arcanum an, und den ersten Theile traf die Calculation in Bezug auf Mercur oder Gold. Nämlich wird der erste Theil als Mercar aufgefasst (weisse Farbe), so wird das ganze Arcanum zu Mercur ; wird er als Gold aufgefasst (gelbe Farbe), 50 wird das ganze Arcanum zu Gold. Hier, bei der Lapis philosophicus-Interpretation werden auch zwei Theile eines jeden Arcanum angenommen, es trifft aber die Calculation betreffs des Schwefels und Mercur einerseits, und des Goldes andererseits nicht den ersten Theil, sondern den zweiten Theil. Will man dazu gelangen, dass das ganze Arcanum zu Schwefel und Mercur wird, so constatirt man im zweiten Theile des Arcanum einen arcanologischen Theil. Will man aber dazu gelangen, dass das ganze Arcanum zu Gold wird, 80 constatirt man im zweiten Theile des Arcanum keinen arcanologischen Theil, sonderu einen Mettalltheil, ein unede les Metall. Absorbirt pun der Lapis phil. den zweiten Theil als arcanologischen Theil, so erhält man Schwefel und Mercur für das Gesammtarcanum; absorbirt aber der Lapis phil. den zweiten Theil als unedeles Metall, so erhält man Gold für das Gesammtarcanum. So wenigstens liegt die Sache im Allgemeinen, und benutzen wir eben diesen Allgemeinstand

muss

hat.

punet, um übersichtlich zu zu zeigen, wie die Lapis phi- Sonne als das Hauptweltenfeuer ist der Repräsentant losophicus-Interpretation und metaphysische Interpretation des Feuers und somit des Schwefels. Des ejus, des in der Auffassung des vincere und penetrare differiren. Im einen Theiles des Lapis phil., Vater ist der Schwefel. Besonderen macht sich die Sache etwas anders, als wir es Da nun das Kind die Natur des Vaters hat, da da, wo hier geschildert, indem das statt hat, dass nicht nur die der Vater ein Mensch ist, auch das Kind ein Mensch ist, Arcana je in zwei Theile zerfallen, sondern auch dass da, wo der Vater ein Thier ist, auch das Kind ein Thier jeder Einzeltheil nun wieder auf's neue in je zwei Theile ist, u. s. w., so ist da, wo der Vater Schwefel ist, auch zerfällt. Damit haben wir denn bei jedem Arcanum vier das Kind: Schwefel. Und somit habenwir: der eine Theil Theile, und diese Theile kreuzen sich, auf dass Schwefel des Lapis phil. ist Schwefel. und Mercur einerseits und der areanologische und metal- Mater ejus est Luna. lische Theil andererseits herauskonimen. Das wird beim Luna ist im Anlehnen an die metaphysische InterpreDurchnehmen der Lapis philosophicus-Interpretation klar tation der Tab, smar. = Quecksilber. Des ejus, des zweiwerden.

ten Theiles des Lapis phil., Mutter ist das Quecksilber.

Da nun das Kind die Natur der Mutter hat, so ist da, Lapis philosophicus-Interpretation der wo die Mutter Quecksilber ist, auch das Kind : Quecksilber. Tabula smaragdina.

Und somit haben wir: der andere Theil des Lapis phil.

ist Quecksilber. Die acht Rnbriken wie bei der metaphysischen Inter- Nachdem dies absolvirt wird dem Allgemeingesichtspunct Pretation der Tabala smaragdina.

Rechnung getragen.

Portavit illud ventus in ventre suo.
Erste Rubrik.

Jenes erstere, das ist, den Schwefel, trug ein Wind, Verum bis verissimum. Einleitung

das ist Luft, in seinem Banche. Die Mutter des Schwefels

ist also: Luft. Da nun das Kind die Natur der Mutter Zweite Rubrik.

trägt, so ist da, wo die Mutter Luft ist, auch das Kind Quod est inferius bis adoptione.

Luft. Und damit haben wir denn, der Schwefel ist Luft. Quod est inferius bis rei unius. Die Interpretation ist Also vom Besonderstandpunct ist Schwefel eben Schwefel, im Allgemeinen wie bei der Jüdischen Interpretation der und vom Allgemeinstandpunct ist Schwefel: Luft. Darans zweiten Redaction der Tab. smar. Das ist:

geht denn hervor, dass der Schwefel des Lapis phil. als Wasser, Erde, Luft dienen daza, um die Wunder der Luft-Schwefel, das ist als Hydrothiongas aufzufassen ist. res una za Stande zu bringen. Diese res una ist aber Nutrix ejus terra est. nicht das Weltenwasser, sondern der Lapis pliiloso- Jenes zweiten, das ist, des Quecksilbers, Amme ist phicus. Es wird also constatirt, dass der Lapis phil. die Erde. Amme wird als Nährmutter, als Mutter aufgefasst, aus Wasser, Erde, Luft besteht. Nun ist aber der Lapis und somit ist die Mutter des Quecksilbers, und damit das phil., wie hier ausdrücklich gelehrt wird, eine res una. Quecksilber als Kind selbst: Erde. Die nähere Erklärung Vom Standpuncte der res una ist der Lapis phil. : Erde. dafür, dass die nutrix des Quecksilbers Erde ist, liegt darin, Es wird nämlich an die Bibel angelehnt, wie das nahe dass das Quecksilber in der Erde vorkommt, was in Bezng liegt, da die Interpretation des superius und inferius an anf den Schwefel, der Hydrothiong as ist, nicht stått die Jüdische Interpretation der zweiten Redaction der Tab. smar. anlehnt. Nun wird gesagt, die Luft ist das Him- Nachdem nun das Pater ejus est Sol für den Schwefel melsei. In dies Himmelsei sehuf Gott: Erde, und diese ausgebeutet worden, wird es auch, analog wie bei der Erde ist, da sie ein Durcheinauder ist: Erde und Wasser. metaphysischen Interpretation der Tab. smar., für das Gold So läuft also der Lapis phil. vom Drei-Gesichtspunct pa- ausgebeutet. rallel dem Himmelsei, der Erde und dem Wasser, welche letzteré sich im ersteren befinden. Nun wird aber weiter

Vierte Rubrik. gesagt, das Wasser war von Ewigkeit da, das brauchte Pater omnis telesmi bis inferiorum. Gott also nicht zu schaffen. Wir sagen also kurz: Am Hier wird gezeigt, wie man denn nun eigentlich zami Anfange schuf Gott Himmel, das ist das Weltenei, und die Lapis phil. gelangt, dann auf den Lapis als res un a losErde. Anlehnend hieran wird der Drei-Gesichtspunct des gesteuert, und endlich werden dann der Zwei- und DreiLapis phil. als Wasser, Erde, Luft, auf den Zwei-Gesichts- Allgemeingesichtspunet in's Auge gefasst. -- Das Arrangepunct reducirt, welcher ist: Luft und Erde. Nun aber ment dieser Rubrik ist wie bei der metaphysischen Intergeht man noch weiter und sagt, das Weltenei ist das pretation der Tab, smar. Gefäns für die Erde. Das Gefäss geht uns aber in der Pater omnis telesmi totius mundi est hic. Parallele mit dem Lapis phil. weniger an, denn wir fra- Totus mundus sind die Arcana. Telesmus totius mundi gen nach dem Lapis phil., nicht aber nach dem Ge- ist das, worauf die Arcana am endlichen Ende hinaus fåsse, in dem er sich befindet. Somit restringirt sich der kommen, wozu der Lapis phil. sie macht, das ist Schwefel Zwei-Gesichtspunct des Lapis phil. als Erde und Luft auf und Quecksilber, Pater omnis telesmi totius mundi ist den Ein-Gesichtspunct, Érde, und damit haben wir die somit der Vater des Schwefels und Quecksilbers, der Vater res una.

des Lapis phil. Dieser Vater ist der P. solaris ruber. Von Et sicut etc. Die res natae sind einerseits die Arcana diesem Vater gelangt man zuin Lapis phil., wenn als Arcana gefasst, andererseits die Arcana als zu Gold thut, was der folgende Passus bringt. umgewandelte unedele Metalle gefasst. Sie entstanden da- Separabis terram ab igne, subtile a spisso, suaviter durch, entstehen dadurch, dass der Lapis phil. sich zu ilerem magno cum ingenio. Vater aufwirft.

Es besteht der P. solaris ruber aus Hydrarg. oxyd. Im Uebrigen liegt das Et sicut res omnes etc. ganz ana- rubr. und Sulph. aurat. Das Sulphur aurat. ist, das ist log, wie bei der metaphysischen Interpretation der Tab. schon die Anschauung des Autors der ersten Redaction

Nur komint für den løyós das hinzu, dass er im der Tab. smar.: festgewordenes Hydrothion gas. Christlichen Sinne – zur Zeit, wo die metaphysische In- Das legt es nahe, dasselbe als Hydrothiongas und Erde terpretation aufkam, gab es troch keine Christen – als aufzufassen, das ist als Schwefel und Erde, denn HydroChristus aufgefasst werden kann, womit sich dann selbst- thiongas Schwefel. redend an den unus Gott der Vater knüpft.

Das Hydrarg. oxyd. rubr. wird aufgefasst als Queck

silber plus rothem Dampfe. Diese Auffassung ist neu. Sie Dritte Rubrik.

liegt ff. Man nimmt Quecksilber, dies verwandelt sich bei Pater ejus bis terra est.

der Darstellung des Hydrarg. oxyd. rubr. in Dampf, und Hier wird zuvörderst gelehrt, dass der Lapis phil. aus dieser Dampf geht herab und bildet das Präcipitat. Also den zwei Besondertheilen: Schwefel und Mercur be- das Hydrarg. oxyd. rubr. ist Luft. Nicht jede Luft ist aber steht, und dann wird daran angelebnt, dass vom Allge- Hydrarg. oxyd. rubr. Es handelt sich um eine specielle meingesichtspuncte diese beiden Theile Luft und Erde Luft, nämlich um Quecksilber-Luft, und dies wird wind.

aufgefasst, als wenn man im Hydrarg. oxyd. rubr. hätte : Pater ejus est Sol

Quecksilber + Luft. Sol = Schwefel. Nämlich Sehwefel = Feuer. Die Somit hätten wir:

man

Smar.

[ocr errors]

P. solaris ruber

Gesichtspunct. Von diesem geht es denn beim Ascendit

zum Zwei-Gesichtspunct, und beim et recipit zum DreiSulph. aurat. Hydrarg. oxyd. rubr. Gesichtspunct. Nämlich es wird beim Ascendit an die

Darstellungsweise des Hydrarg. oxyd. rubr. angelehnt, was Schwefel Erde

Luft Quecksilber sehr nahe liegt. Das nun, was ascendit, ist Luft, und das, Es ist nun in unserer Stelle :

was descendit, ist Erde. Wenn man also das hat, was asignis Schwefel,

cendit und descendit, so hat man Luft und Erde. Wenn terra Erde,

also gelehrt wird, dass die terra von vorhin ascendit uod subtile Luft,

descendit, so heist das, sie extendirt sich zu Luft und spissum Quecksilber.

Erde. Die Luft und Erde, die man jetzt hat, recipit vim Es soll separirt werden: die terra von dem ignis, das superiorum et inferiorum, sie erhält die Macht der supesubtile vom spissum. Geschieht das, und wird das subtile riora und inferiora, wie sie die zweite Rubrik bringt, das und die terra, welche man auf der einen Seite erhalten, heisst, sie extendirt sich zu Wasser, Luft, Erde. bei Seite geschoben, so erhält man den ignis und das spis

Fünfte Rubrik. sum, und hat damit den Lapis phil., das ist Schwefel und Quecksilber.

Sic babebis gloriam bis penetrabit. Das suaviter magno cum ingenio bezieht sich darauf, Gloria ist der Goldstandpunct. dass man sich in Bezug auf das Trennen der Luft vom Fortitudo ist der Schwefel- und Mercur-Standpunct; das Quecksilber wohl vorsehen soll. Es ist nämlich eine neue ist analog wie bei der metaphysischen Interpretation. Auffassung der Dinge, dass Hydrarg. oxyd. rubr. Queck- Zuerst vom Fortitudo-Standpunct! silber + Luft.

Die vorliegende Interpretation der Tab. smar. nimmt Virtus ejus integra est, si versa fuerit in terram. drei Arcana an: Acid sulphur.-Natron, Liquor hepatis, P.

Die virtus des Lapis philos., den man so eben erhalten, solaris, welcher letztere aus dem Gesichtspuncte des P. sol. ist eine integra, wenn sie, die virtus, oder er, der Lapis ruber aufgefasst wird. Diesen drei Arcanis zu Liebe zählt pbil., in Erde verwandelt worden. Das heisst, du hast so die fortitudo nach der Drei. eben gesehen, dass der Lapis phil. aus den zwei Theilen Was nun das vincere der omnis res subtilis und das Schwefel und Queksilber besteht. Das muss dich nun nicht penetrare der omnis res solida betrifft, so wollen wir rorirre führen, und zu dem Urtheile verleiten, der Lapis phil. läufig von dem omnis abstrahiren, und zuvörderst einmal sei eine res duplex. Nein, er ist eine res una, wie die den Fortitudo-Standpunct derartig nehmen, dass eine res zweite Rubrik ausdrücklich lehrt, und als res una ist er subtilis besiegt, und eine res solida penetrirt wird. Diese Erde. Also der Lapis phil. ist als res una=terra.

Nun eine res subtilis und solida liegen im Bereich des P. seaber kann man den Ausdruck terra, wie ihn die Tab. laris ruber. smar. bringt, nicht gebrauchen. Er soll nicht umgestossen Die Sachlage, mit der wir es alsdann zu thun baben, werden, das erlaubi die Tab. smar., als Kanon der Alche

ist ff. mie, nicht, er soll blos anders gefasst werden, um

Wir hatten in der vorigen Rubrik den Pulv. solaris einem Missverständnisse aus dem Wege zu geben. Wir

ruber. In ihm wurde ignis a terra, subtile a spisso gehaben nämlich im Lapis phil.: Schwefel und Quecksilber, trennt, ignis und spissum wurden behalten als Lapis Nun lehrt die dritte Rubrik, dass Schwefel Luft, und phil., terra und subtile wurden bei Seite geschoben. Diese Quecksilber == terra. Soll der Lapis phil. jetzt zur terra

terra und dies subtile werden hier nun genommen, wir restringirt werden, so könnte das zu der Auffassung führen,

wollen ihre Summe das unvollkommene Arcanum beim Lapis phil. fällt der Schwefel, und das Quecksilber,

nennen. die terra, bleibt. Damit wäre dann Lapis phil Queck- Das was oben terra genannt wurde, heisst hier: res solida, silber. Auf die Weise wäre man aber wieder bei der und ist die Sulphur-auratum-Erde; das was oben subtile gemetaphysischen Interpretation der Tab. smar.. gemäss der nannt wurde, beisst bier: res subtilis, und ist die Luft es sich um Quecksilber allein handelt, und nicht um

des Quecksilbers. Indem also hier das unvollkommene Quecksilber und Schwefel. Das ist nun der Grund, wes- Arcanum genommen wird, wird der eine Theil des Sulhalb hier an die Stelle der terra als synonimer Ausdruck: phur aurat., Erde, plus dem einen Theile des Hydr. oxyd. Lapis rückt. Und damit haben wir, virtus integra est, rubr., Luft, genommen. Thre Summe constituirt das unsi vertitur in Lapidem, wenn der Schwefel und Mercur vollkommene Arcanum P. solaris ruber. Nun besiegt zum Lipis wird. Und auf die Weise haben wir denn der Mercur, den uns der Fortitudo-Standpunct bietet, die den Lapis philosophic us. Warum der Lapis philo- Luft, die res subtilis ; der Schwefel, den uns der Fortitudosopbicus: Lapis philosophicus heist, haben wir somit hier Standpunct bietet, durchdringt die Sulphur-auratum-Erde, kennen lernen, warum er Lapis philosophicus heist, die res solida, kurz der Lapis philos. besiegt und durchwerden wir in der siebenten Rubrick kennen lernen.

dringt das unvollkommene Arcanum P, solaris rub., Dass man für terra gerade Lapis nimmt, geschieht und das Product ist das vollkommene Arcapum P. einestheils ganz vom Allgemeinstandpunct, weil man da,

sol. ruber. wo das Erdreich steinig ist, als Erde den Stein hat. An- Indem man also das Separabis terram ab igne, subtile derentheils mag es auch im Anlehnen an Plato geschehen, a spisso mit dem quia vincet (omnem) rem subtilem et indem Plato da, wo er vom Mineralstandpunct der Arcana (omnem) solidam penetrabit zusammen hält, hat man ff. spricht (Timaeus P. 60) sich der Ausdrücke yñ und ligos

Man hat vorab den P. solaris ruber. Man lässt ihn zer(und nétga) bedient, womit denn die Identität von yn fallen in Lapis phil. und das unvollkommene Arcanum, und ligos gegeben ist. Nöthig ist das Letztere nicht, behält den ersteren, und lässt das letztere fallen. Non denn der Grund, der Plato bewog, yñ und ligos synonim

aher fasst man zum zweiten das unvollkommene Arcanum zu nebmen, kann auch den Autor der vorliegenden Inter. wieder auf, setzt ihm den Lapis phil. zu, und erhält so pretation, ohne dass er gerade an Plato denkt, bewegen, wieder P. solaris ruber. Dieses Manoeuvre ist Spa girik, dasselbe za thun.

und von ihm führt die Alchemie, als die Lebre von den Ascendit a terra in coelum, iterumque descendit in ter- Arcanis, den Namen Spagirik. Das Wort Spagirik ist ram, et recipit vim superiorum et inferiorum.

zusammengezogen aus OndeLv, auseinanderzieben, trennen, Wie wir in der zweiten Rubrik haben kennen lernen, und ay eigeiv, wieder zusammenfügen. Zuerst wird in dem ist der Drei-Gesichtspunct des Lapis phil. als Wasser, Erde, Separabis demandeiv Rechnung getragen, man zieht Luft da. Dieser reducirt sich auf den Zwei-Gesichtspunct auseinander, trennt: Lapis phil. und unvollkommenes Arals Erde, Luft. Und dieser Zwei-Gesichtspunct reducirt

canum. Dann wird in dem vincere und penetrare dem sich dann endlich auf den Ein-Gesichtspunct des Lapis a yelpaiv Rechnung getragen, man fügt Lapis phil. unil phil, als Erde. Das nun, was wir dort haben kennen ler. das unvollkommene Arcanum wieder zusammen. Diese nen, geht námentlich aus der vorliegenden Rubrik hervor. Spagirik kommt nun nicht auf ein müssiges Thon hinaus. Das Verhältniss, was wir dort vom Drei-Gesichtspunct aus

Denn indem der auf Grund des Ondery gewonnene Lapis gehend, zum Ein-Gesichtspunct entwickelt, entwickelt sich | phil. dem dyeipeiv anheimfällt, besiegt und durchhier nur umgekehrt vo Ein-Gesichtspunct zum Drei-Ge- ringt er das unvollkommene Arcanum, das ist, bringt sichtspunct,

dieses vollkommen unter seine Botmässigkeit, wirft Beim virtus ejus integra est etc. hatten wir den Ein- sich zu seinem Vater (omnes res natae fuerunt ab una

[ocr errors]

ser.

[ocr errors]

re adoptione) und Herrn auf, und damit ist denn der P. Spissum-Theil als Wasser gefasst wird. Aber auch dann, solaris, der beim onceiv P. solaris ruber als solcher war, wenn man sich darauf steift, dass, im Anlehnen an das , nach absolvirtem ayeipeiv zu dem geworden, was der La- Nutrix ejus terra est, das spissum, um keinen Widerpis phil. ist, das ist zu Schwefel und Mercur. Wie spruch in die Sache zu bringen, in Bezug auf das Hydr. also bei der metaphysischen Interpretation der Tab. smar, oxyd. rubr, als Quecksilber-Erde genommen werden muss, der Mercur das Arcanum absorbirte, und dies dadurch zu auch dann hat das dem Quecksilber parallel laufende Wasser Mercur wurde, so absorbirt hier der Lapis phil. das Ar- des Acid. sulphur. nichts perverses. Denn es heisst in der canum, und es wird zu Schwefel und Mercur.

zweiten Rubrik: Quod cst superius est sicut id quod est Nun kommen wir zu der omnis res solida, die penetrirt inferius, das Wasser steht auf gleicher Rangstufe mit der wird, zur omnis res subtilis, die besiegt wird.

Bis jetzt

Erde. Kraft dessen steht nichts im Wege, dass das Acid. batten wir ja nur die eine res subtilis, die eine res so. sulphur.-Wasser der Quecksilber-Erde parallel läuft. lida des P. solaris ruber. Das heisst mit anderen Worten, Wenn also die terra vom iznis, das

subtile vom wir kommen bei den Arcanis, von denen wir eines, den P. spissum getrennt wird, so erhalten wir auf der einen Seite solaris, durcbgenommen haben, zu den beiden anderen, das ignis und spissum, das ist Kohlensäure und Wasser, das ist zum Acid. sulphur.-Natron und zum Liquor hepatis. ist Schwefel und Mercur, und das ist der Lapis philos.

Wenn es heisst, Pater omnis telesmi totius mundi est Wir erhalten also auch an der Hand des Acid. sulphur.. hic, so ist dieser Pater der P. solaris ruber. Das heisst, Natron den Lapis philos. er ist es principiell, er ist es aber nicht exclusiv, er ist Das suaviter magno cum ingenio deutet darauf, dass man l's primo loco, es giebt aber ausser ihm auch noch etwas, es mit der secundären luterpretation zu thun hat. welches secundo loco der Pater telesmi ist, und das ist Interpretation, die sich an den Liquor hepaeinestheils das Arcanum Acid. sulphur.-Natron., und ande- tis lehnt. rentheils das Arcanum Liquor hepatis.

Pater omnis telesmi ctc.: Hier hast du den Lipuor heIndem also die vierte Rubrik vorweg, wie das principiell | patis. statt haben muss, so interpretirt wird, wie wir sie oben Separabis etc. Wie der P. solaris in das Sulphur aurat. und interpretirt haben, rückt secundo loco eine zweite Inter- in das Hydr. oxyd. rubr. zerfällt, so zerfällt der Liquor hepatis pretation ein, die das Acid. sulphur.-Natron und den Liquor in die beiden Theile Schwefelwasser und Ammoniakwashepat. zum Substrat hat.

Diese beiden Theile zerfallen nun in der Analogie Interpretation, die sich an das acid. sulphur.- mit Sulphur aurat. und Hydrargyr. oxyd. rubr. wieder Natron lebnt.

je in zwei Theile. Die beiden Theile des Schwefelwassers Pater omnis telesmi totius mundi est hic: Hier hast du sind: Schwefel und Wasser. Die beiden Theile des Amdas Acid, sulphur.-Natron.

moniakwassers sind: Ammoniak und Wasser. Der Schwefel Separabis terram ab igne, subtile a spisso, suaviter des Schwefelwassers läuft parallel dem Schwefel des Sulmagno cum ingenio. Wie der P. solaris in das Sulphur phur aurat., das Wasser des Schwefelwassers läuft aurat. und das Hydrarygr. oxyd. rubr. zerfällt, so zerfällt parrallel der Erde des Sulph. aurat. Diese Parallele von das Acid. sulphur.-Natron in das Acid. sulphur, und Na- Wasser und Erde wird gedeckt durch das Quod est supetron. Und wie nun wieder Sulphur aurat. und Hydrarg. rius etc. der zweiten Rubrik. Das Ammoniak des Amoxyd. rubr. jegliches in zwei Theile zerfällt, so zerfällt moniak-Wassers läuft paraliel der Luft des Hydr. oxyd. auch vom Acid. sulphur. und Natron jegliches in zwei rubr., denn das Ammoniak riecht aus der Flüssigkeit Theile. Das Acid. sulphur. wird als Acid. sulphur. fumans hervor, das die Geruchsnerven Afficirende wird aber als genommen. Seine beiden Theile sind: Wasser und Rauch. Luft gedacht (vergl. bei Empedokles). Somit ist Ammo Das Natron wird als Natron carbon. genommen. Seine beiden niak Luft. Das Wasser des Ammoniakwassers läuft Theile sind: Natron und Kohlensäure. Das Wasser des Acid. parrallel dem Quecksilber, das ist wie beim Arcanum sulphur, läuft parallel dem Quecksilber des Hydr. oxyd. Acid. sulphur.-Natron. rubr., denn beide sind flüssig. Der Rauch des Acid. sul- Wie wir also in Bezug auf den Pulv. solaris das oben, phur. läuft parallel der Luft des Hydrarg. oxyd. rubr., vierte Rubrik, gebrachte Uebersichtsschema hatten, 80 denn beide sind Luft. Das Natron des Natron carb. läuft haben wir ähnlich in Bezug auf den Liqu. hepatis : paralel der Erde des Sulphur aurat,, denn beide sind

Liquor hepatis Erde. Die Kohlensäure des Natron carb. läuft parallel dem Schwefel (Hydrothinogas) des Sulphur aurat., denn bei

Schwefelwasser

Ammoniakwasser Zusatz von Säure zum Natron carbon. braust die Koblen. säure auf, es ist, als wenn etwas kochte, dieses Kochen

Schwefel Wasser,

Luft Quecksilber aber deutet im Sinne der Alten auf Feuer, welches der

das als

als

als Koblensäure inne wohnt, und Feuer = Schwefel. Wie wir

Erde rangirt

Ammoniak Wasser also in Bezug auf den P. solaris das oben, vierte Rubrik, gebrachte Uebersichtsschema hatten, so haben wir ähnlich Es ist in Bezug auf unsere Stelle: in Bezug auf das Aeid sulphur.-Natron :

terra = Wasser des Schwefelwassers,

ignis Schwefel, Acid. sulphor.-Natron

subtile = Ammoniak,

spissum Wasser des Ammoniakwassers.
Natron carb.
Acid. sulph. fum.

Wenn also die terra von dem ignis, das subtile von
Schwefel
Erde
Luft

dem spissum getrennt wird, so erhalten wir auf der einen Quecksilber

Seite Schwefel und Waser, das ist Schwefel und Mercur, als als

als

das ist der Lapis phil. Kohlensäure Natron

Wir erhalten also auch an der Hand des Liqu. hepat. Es ist nun in Bezug auf unsere Stelle:

den Lapis phil. terra = Natron,

Das suaviter magno cum ingenio bezieht sich auch hier ignis = Kohlensäure des Natron carb.,

darauf, dass man es mit der secundären Interpretation zu subtile = Dampf des Acid, sulphur.,

thun hat. spissum = Wasser des Acid. sulphur.

Wir haben also in Bezug auf das ondelv ebensowohl Es könnte nun etwas auffallendes haben, dass das Queck- an der Hand des Acid. sulphur-Natron und des Liquor silber, welches an der Hand des Nutrix ejus terra est: hepat, den Lapis phil., als an der Hand des Pulv, solar. Erde ist, hier in seiner Parallele mit dem Wasser des ruber. Acid, sulphur. als Wasser genommen wird. Indessen Dem analog muss man nun auch in Bezug auf das zum ersten steht in unserem Passus in Bezug auf das á ysigelv ebenso wohl an der Hand des Acid, sulphur.Quecksilber nicht terra, sondern spissum. Spissum ist aber Natron und des Liqu. hepatis je eine res subtilis und sodas Dichte, und indem Quecksilber das Dichte genannt lida erhalten, als an der Hand des P. sol. ruber. wird, passt das auf seinen halb festen, balb flüssigen Zu- Im Ganzen hat man also 1) eine res subtilis und solida stand, der halbfüssige Zusland lebnt sich aber an seine im Bereiche des P. solaris. Diese sind: unvollständiger Wasser-Natur. Somit hat es nichts auffallendes, dass in P. solar. 2) eine res subtilis und solida im Bereiche des der Parallele des Hydr. oxyd. rubr, mit Acid. sulphur. der Acid, sulph.-Natron. Diese sind: unvollständiges Acid.

[ocr errors]

Wasser

[ocr errors]
[ocr errors][ocr errors][ocr errors][ocr errors]

man

nen.

und so.

sulph.-Natron, 3) eine res subtilis und solida im Bereiche des Liqu. hepat. Diese sind: unvollständiger Liqu. hepatis. Diese drei unvollkommenen Arcana: P. sol. ruber, Acid. sulph.-Natron, Liq. hepat. constituiren die omnis res subtilis und omnis res solida, und jedes einzelne von diesen unvollkommenen Arcanis wird besiegt und durchdrungen vom Lapis phil., und wir erhalten dadurch die vollkommenen Arcana: P. solar. ruber, Acid. sulphur.-Natron, Liq. hepat., welche Schwefel und Mercur darstellen. Hierbei ist nun zu bemerken, dass es zwar, wie es drei vollkommene Arcana giebt, so anch drei unvollkommene Arcana giebt, dass es aber nur einen Lapis phil. giebt, der sie besiegt und durchdringt. Zwar ist der Schwefel und Mercur an und für sich betrachtet ein anderer bei den drei einzelnen Arcanis. Bei P. solaris ist er eigentlich Schwefel und Mercur, bei Acid. sulphur.-Natron ist er Kohlensäure und Wasser, beim Liq. hepatis ist er Schwefel und Wasser. Indessen da er im Bereich aller Arcana eben als Schwefel und Mercur gefasst wird, und Schwefel + Mercur=Lapis phil., so haben wir eben nur einen Lapis phil. Man kann zwar

vom Lapis phil. ausgehend sagen, ich habe den Lapis phil., dieser ist Schwefel und Mercur, Schwefel und Mercur gestalten sich bei den einzelnen Arcanis so

Indessen das ist eine, in weiterer Folge sich ergebende Besonderfassung, Zersplitterung, oder wie man es nennen will, von Schwefel und Mercur; der Einstandpunct des Lapis phil. wird dadurch nicht zersplittert.

Und nun zum Gloria-Standpunct !

In Bezug auf denselben haben wir wieder, wie bei der metaphysischen Interpretation der Tab. smar. das Ideo fugiet a te omnis obscuritas weist wieder darauf hin :

Haec est gloria, quia vincet omnem rem subtilem, omnemque solidam penetrabit.

In Bezug auf das ondely nimmt man irgend ein Arcanum und entwickelt sich ans ihm den Lapis phil. Die übrig bleibenden terra und subtile nennt man aber, fasst sie auf als unvollkommenes Metall. Zu diesem Than berechtigt die Auffassung der Arcana als Metalle, die wir auch bei Plato haben kennen lernen, die aber schwerlich erst von Plato herrührt. Wie man das Arcanum eben als Arcanum nehmen, von ihm den Lapis phil. separiren kann, und so das unvollkommene Arcanum übrig behält, so kann man auch das Arcanum als Metall nehnen, den Lapis phil. separiren, und das unvollkommene Metall übrig behalten.

Beim dyeipety nimmt man nun das un vollkommene Metall, setzt Lapis phil. hinzu, und es kommt nun wieder das Metall heraus. Auf Grund des vincere und penetrare ist nun aber, wie wir wissen, das an der Hand des a yeigeix erhaltene Arcanum nicht sowohl das ursprüngliche Arcanum, sondern vielmehr das, was der Lapis phil. ist, das ist Schwefel und Mercur. Ebenso ist auf Grund des vincere und penetrare das an der Hand des a ysigelv erhaltene Metall nicht das ursprüngliche Metall, sondern es ist das Metall, welches der Lapis phil. zu sich hinüber gezogen hat, das Metall, dem der Lapis phil. seine Natur mitgetheilt hat. Diese Natur wird hier aber nicht sowohl als Schwefel und Mercur genommen, sondern vielmehr als Gold. Es hat diese Auffassuug deshalb statt, weil es heisst : Pater ejus est Sol. Der Vater des Lapis phil. ist Gold. Damit ist denn der Lapis phil. selbst Gold, und indem er nun dem unedelen Metall, welches er sich hinüber zieht, seine Natur mittheilt, wird dies zu Gold.

Wir haben nun drei Arcana, also haben wir, wenn wir von jedem den Lapis phil. abziehen, drei als unedele Metalle aufgefasste res subtiles und res solidae. Diese constituiren die omnis res subtilis und omnis res solida, welche vom Lapis phil. vom Gloria-Standpunct aus besiegt and durchdrungen werden.

Im Ganzen hätten wir also:

Haec est fortitudo etc: Das ist die fortitudo, d. i. der Schwefel- und Mercur-Standpunct, weil, indem kraft dieses Standpunctes der Lapis phil. die als res subtiles and res solidae gefassten nuvollkommenenen Arcana besiegt und durchdringt, und sie dadurch zu vollkommenen Arcanis macht, die als Schwefel und Mercur zu fassen sind.

Sic habebis gloriam etc: Das ist die gloria, das ist der Gold-Standpunct, weil, indem kraft dieses Standpunctes der Lapis phil. die als res subtiles und res solidae gefassten

unvollkommenen Metalle besiegt und durchdringt, und sie dadurch zu vollkommenen Metallen macht, die als Gold zu fassen sind.

Schliesslich bemerken wir ff. Dass vorhin beim Ausdehnen des ondery and cytiqelv vom Pulv. sol. auf das Acid. sulph.-Natron und den Liq. hepatis das Wasser an die Stelle der Erde tritt, hat allerdings etwas auffallendes, ist aber, worauf wir hingewiesen, durch das, was die zweite Rubrik lehrt, gedeckt. Das Einzige, was dagegen einwenden kann, bleibt demnach das, dass man sagt, wenn bei diesem Ausdehnen des onceiv und & yelpen die Erde als Wasser figuriren kann, so muss das analoge Sachverhältniss auch in Bezug auf andere Stellen der vor liegenden Interpretation der Tab. smar. statt haben kön.

Es muss alsdann namentlich l) der Lapis phil., statt ans Erde, Wasser, Luft, auch aus Wasser, Wasser, Luft bestehen können, und 2) muss der Lapis phil. vom EinGesichtspunct auch als Wasser aufgefasst werden können. Nun, beides kann in der That auch statt haben. Nämlich ad 1) hat ff. statt. Der Drei-Gesichtspunct des Lapis phil. lehnt an die Luft, die Erde und das Wasser der ersten biblischen Schöpfungsperiode. Von diesen drei Dingen müsste also die Erde zu Wasser werden können. Nun, das geht auch an. Stellt man sich auf einen sol. chen Standpunct, so ist das eine Wasser das Wasser, welches von Ewigkeit da war. Das andere Wasser aber kommt heraus, wenn man sich daran hält, dass die Erde ausdrücklich in der Bibel als ein Durcheinander bezeichnet wird, das ist als eine Erde, die sich innig an das Wasser anlehnt, die im Wasser aufgeht, und sich somit als Wasser gestaltet. Und ad 2) hat das statt, dass man in übertragener Weise, wie wir das noch später kennen lernen werden, nicht nur von einem Lapis phil., sondern aucb von einem Elixir philosophicum spricht, das ist eben von einem Lapis phil., der vom Gesichtspunct des Flüssigen aufgefasst wird. Dieser Standpunet aber wird wieder, wie so eben, dadurch motivirt, dass man im Anlehnen an die Bibel die Erde in dem Wasser aufgehen lässt.

Sechste Rubrik. Sic mundus creatus bis est hic.

Adaptationes bezieht sich auf die dritte und vierte Rubrik, in denen wir alle Anpassungen an die res una haben, welche res una die zweite Rubrik bringt.

Im Uebrigen ist die Sachlage wie bei der methaphysischen Interpretation der Tab. smar.

Siebente Rubrik. Itaque vocatus sum bis totius mundi.

Der Hermes trismegistas bezieht sich einestheils auf die drei Arcana, denen in dieser Interpratation der Tab. smar. Rechnung getragen wird, womit denn der Hermes trismegistus in seine ursprüngliche Stellung (vergl. Jüdische Interpretation der zweiten Redaction der Tab. amar.) einrückt. Anderentheils ist der Herines ein trismegistus auf Grund der drei Theile: Wasser, Erde, Luft, aus welchen der Lapis phil. vom Allgemeinstandpunct aus besteht. Auf die Weise weist denn der Hermes trismegistus auf die drei Allgemeintheile des Lapis phil.

Habens tres partes philosophiae totius mundi.

Dieser Passus weist auf den Lapis phil., der von Allgemeinstandpunct aus einem Theile, das ist aus Erde, besteht.

Die tres partes weisen nicht auf die drei Theile der Tab. smar., von denen der Index spricht, vielmehr liegt die Sache ff.

Der Autor nimmt philosophia totius mundi kurzweg als Alchemie. Und da nun nach der vorliegenden Interpretation der Tab. smar. die Alchemie sich im Lapis phil. concentrirt, so ist Alchemie oder philosophia totius mundi Lapis phil. Dieser Lapis phil. hat tres partes, und diese drei Theile werden auf Grund der zweiten Rubrik zur un a pars, da gemäss jener Rubrik die drei Theilo, auf die die superiora und inferiora führen, dazu dienen, die miracula rei uníus zu Stande zu bringen. Somit haben wir im Hermes trismegistus den Allgemeingesichtspunct des Lapis phil. vom Standpunct der Drei, in habens tres partes philosophine totius mundi dagegen den Allgemeingesichtspunct des Lapis phil. vom Standpunct der Eins.

Indem also der Lapis phil. dem Gesichtspunct der Einb,

:

zu

« PoprzedniaDalej »