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= 12

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3

.

(,,Weiss“ Farbe des Natron nitricum, Natron carbonicum. Acid, sulplur. depuratum). Er hat 3 Augen (phil. Zahl 3). Er hat zuweilen 4 Arme wie Brahma und Visclmu (phil. Zahl 4.). v. Bohlen sagt ferner, Siva bezeicline im allgemeinsten Sinne das Feuer. (Das hat nun nicht statt, indessen in Bezug auf die kanstischen Eigenschaften des Acid. sulphur. liegt ihın das Feuer doch nicht absolut fern.) Als Symbol hat er ein Dreieck mit der Spitze nach oben, D. (v. B. sagt, dies Zeichen bezeichne die Flamme. Hiermit lehnt er nun wieder an das heutige chemische Zeichen A. welches Feuer bedeutet.) Und dann sagt er: die Anhänger des Siva pflegen den heiligen Stieren einen Phallus ruf die Hüfte einzubremen, oder selbst einen solchen auf der Brust zu tragen, und zwar, welches sehr merkwürdig ist, in der Gestalt eines Henkelkreuzer, mit dem wir noch gegenwärtig den Planeten Venus, die Erzengerin, bezeichnen: O. (Dies Planetenzeichen 9, als Phallus, ist die Ursache, dass v. B. sich unter dem cheinischen Zeichen umsieht, und so beransbekomit, dass V auf den Wassergott Vischnu, und A auf den Feuergott Siva zu beziehen ist. Es ist aber bei dem hier aufgeführten Zeichen v gar nicht an Wasser zu denken, es handelt sich um eine Dreifigur des Visclinu, der philosophischen Zahl 3 zu Liebe. Und ganz so ist bei den Zeichen A hier nicht an Feuer zu denken. Es handelt sich wieder um eine Dreifigur, die dem Siva zukommt, wie ihm auch der Dreizack zukommt. Dass in einem Falle die Spitze des Dreiecks nach unten steht, V, und im anderen nach oben, 0, das hat, ohne weiteren Nebenzweck, das im Auge, das Zeichen des Vischnu nicht, wie das des Siva, und das Zeichen des Siva nicht, wie das des Vischnu zu bringen. Beim Henkelkreuz soll der Penis in vulva bezeichnet werden, 0 = vulva, += penis. Es handelt sich also nicht allein um den Phallus (Penis, Linga), sondern auch um die Vulva (Yoni). Dass das Zeichen des Phallus (Linga, Yoni) mit dem Planetenzeichen iibereinkommt, hängt nicht damit zusammen, dass beide eine ursprüngliche Relation zu einander haben, sondern damit, dass die schönen Geister sich in allen Zonen begegnen. Die Araber, von denen, wie wir später sehen werden, das Planetenzeichen Q berstammt, emblematisirten Venus unter der Gestalt einer Vulva, 0, und indem sie nun nach einem Zeichen für die Venus suchten, verfielen sie eben auf das Zeichen. Auch die chemischen Zeichen v und sind ganz unabhängig von den Vischnu- und Siva-Zeichen. Zu der Zeit, wo die Zeichen für die 4 Elemente V, Wasser, A. Feuer, A, Luft, , Erde, aufkamen, (siehe die Alchemie bei den Abendländern), zu der Zeit dachte man nicht an Indische Mythologie. Die ganze Indologie, an die sich die Neuzeit so eifrig gemacht hat, schlummerte damals. Wo soll man damals zu Zeichen kommen, die Vischnu und Siva eigenthümlich sind? Und dann hat man ja gar nicht à la v. Bohlen und seinen Gewährsleuten den Sachverhalt, dass das Symbol ,des Vischnu als Wasser D. des Siva als Feuer ist. Nein, man hat nichts anderes, wenn man an diese Zeichen anlehnt, als: ein Symbol des Vischnu ist V, ein Symbol des Siva ist A. Daran anlehnend könnte man denn ferner sagen ♡ Vischnu und A

Siva. Und daran anlehnend könnte ferner sagen ♡

Liquor hepatis und A Acid, sulphur.-Natron. Damit wären wir dann aber auch fertig. Zwischen den hentigen Zeichen V, Wasser, und , Feuer, und den bereits in übertragener Weise herauskommenden Indischen Zeichen V, Liquor hepatis, und A, Acid. sulphur.-Natron, ist gar keine Relation). Endlich macht v, Bohlen darauf aufmerksam, dass des Siva Frau auch Káli heisst. (Das steht wohl zur neueren Chemie in näherer Beziehung als jene Zeichen, indem diese Kali wahrscheinlich die Basis ist für unser heutiges Kali. Es würde sich in diesem Falle dann nicht sowohl um ein directes Anlehnen an die Indische Alchemic, sondern darum handeln, dass es sich nun einmal zufällig so gemacht hat, dass der Indische Name fiir Natron sich erhalten hat. Auf die Weise haben wir denn auch die einfachste Erklärung dafür, dass die alten Chemiker Kali und Natron durcheinanderwerfen. Natron ist's, und Kali heisst's im Anlehnen an die Indische Göttin, da liegt eben das Durcheinanderwürfeln von Natron und Kali gar zu nahe.)

Indische Zahlenphilosophie. Bereits die erste Phase der Indischen Alchemie huldigt einer Zahlen philosophie. Wir baben gesehen, dass sich an die Kosmologie die philosophischen Zahlen 1 und 3 knüpfen. Die philosophischen Zahlen der ersten Phase werden in der zweiten Phase erweitert. An die arcanologische Auffassung der Alchemie reihen sich die philosophischen Zahlen 1, 2, 3, 4. Diese Zahlen 1, 3, resp. 1, 2, 3, 4 sind nun die Indischen philosophischen Zahlen im engeren Sinn, die Indischen philosophischen Zahlen im weiteren Sinne sind: 1, 2, 3, 4, 6, 12. Das ist also, bei den Indischen Zahlen im weiteren Sinne tritt zu den philosophischen Zahlen der arcanologischen Phase noch die 6 und die 12 hinzu. Mit ihnen liegt es ff :

Das Indische Sonnenjahr hat 365 Tage, 6 Stunden, 12 Minuten, 30 Secunden. Nimmt man sich nun das Recht, die 365 Tage in 360 Tage zu verwandeln, so erhält man im Anlehnen an die Zahl der Tage, Stunden, Minuten, Secunden des ahres die Zahlen :

360, 6, 12, 30, oder bei Streichung der Nullen, von denen angenommen wird, sie charakterisirten die Zahl nicht, sondern cumullirteu sie blos :

36, 6, 12, 3. Diese letzteren Zahlen kommen nun heraus, wenn die Zahlen 1, 2, 3, 4 divisionsweis resp. multiplicationsweis mit der Zahl 12 in Verbindung bringt, nämlich:

la

6 12

36

"la 3 Also, wenn man sich die philosophischen Zahlen der arcanologischen Phase nimmt und sie divisions. resp. multiplicationsweis mit der Zahl 12 in Verbindung bringt, so erbält man bei Anhängung der cumulirenden Null an betreffender Stelle die Tage, Stunden, Minuten, Secunden des Indischen Sonnenjahres, vorbehaltlich dessen, dass man an die Stelle der 365 Tage 360 Tage treten lässt. Weil nun die Zwölf es ist, die diese Sachlage vermittelt, dass das Jahr heraus kommt an der Hand der philosophischen Zahlen der arcanologischen Phase, deswegen säsirt man die Zwölf, und sagt, wir haben die Zahlen 1, 2, 3, 4 und mit ihnen das Recht, sie mit der Zahl 12 in Verbindung zu bringen. Indem man nun ferner die obige Aufstellung in's Auge fasst:

= 12

6 12. 3 36

3, sagt man, diese Aufstellung giebt uns die Zahlen 12 und 6. Denn 1%, ist eben 12, und "/, ist 6, und damit haben wir auch die philosophischen Zahlen 6 und 12.

Wo bleibt denn nun aber die 36 ? Sie wird uns ja auch durch diese Aufstellung geboten und ist keine Indische philosopbische Zabl. Die Antwort ist die, dass auf die 36 nicht weiter reflectirt zu werden braucht, weil sie auf doppelte Weise nicht direct in die Sache kommt, zuerst deshalb, weil sie multiplicationsweis herauskommt, entgegen den anderen Verhältnissen, bei denen dividirt wird, (wir baben ja 12:1, 12:2, 12:4 und dem gegenüber ausnahmsweise nicht 12: 3 sondern 12.3), und dann deshalb, weil das Product 36, das ist mit der cumulirenden Null 360, im Grunde mit dem Indischen Jahre nichts zu schaffen hat, besteht dies doch aus 365 Tagen, und nicht aus 360 Tagen.

Und was soll denn die 3, welche diese Aufstellung bringt? Wir haben ja bereits die Drei, wozu sie hier noch einmal? Erregt das keinen Anstoss ? Die Antwort ist, nein, es erregt keinen Anstoss. Bei den philosophischen Zahlen, welche sich an die Kosmologie knüpfen, sowie bei den philosophischen Zahlen, welche sich an die Arcanologie knüpfen, ist die 3 die Hauptzahl, sie knüpft sich auf der einen Seite an Varuna, Agni, Indra, auf der anderen Seite an Brahma, Siva, Vischnu, steht somit im Vordergrund. Dieses im Vordergrunde Stehen qualificirt die Drei wohl, mit besonderer Emphase, doppelt hervorgehoben zu werden, und das wird sie, wenn uns die 3, trotzdein wir sie bereits baben in den philosophischen Zahlen, die sich an die arcanologische Alchemie kniipfen, und welche bei der erweiterten Zahlenphilosophie den Ausgangspunct bilden, wenn uns diese 3 durch die Division "=3 noch einmal geboten wird.

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1814 1912

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So erhalten wir denn die erweiterten Indischen philoso- geboten wird eine Nachahmung der mystificirten Interphisclien Zahlen als: 1, 2, 3, 4, 6, 12.

pretation der Indischen vier Weltalter. Welches durchUnter diesen Zahlen ist nicht vertreten die 5, nicht löcherte Machwerk! Zuerst herrschte das goldene Zeitalter, die 7.

dann kam das silberne, dann das eherne, endlich das Der Sachverhalt mit der nicht vertretenen 5 liegt indess eiserne. In goldenen waren die Menschen gut, im silbernen anders, als der Sachverhalt mit der nicht vertretenen 7. wurden sie sch'echter, im ehernen noch schlechter, und Die 5 ist absolut zurückzuweisen, es giebt absolut keine endlich im eisernen so schlecht, wie sie jetzt sind. Das Indische philosophische Zahl 5. Die 7 indess ist nur re- goldene Zeitalter herrschte aber zur Zeit Saturo's, und lativ zurückzuweisen. Die Inder erkennen die 7 wohl an, damit präsentirt sich die Durchlöcherung des Problems. geben ihr aber keine Stellung unter den philosophischen Saturn war ein Titane, ein Sohn des Uranus und der Zahlen. Dies bat auf Grund dessen statt, dass die Inder Gaea. Er stiess seinen Vater vom Thron, und besorgt, sagen, die Philosophie, die Speculation bemächtigt sich dass ihm dasselbe Schicksal seitens seiner Söhne bereitet derjenigen Zahlen, welche an und für sich nicht gegeben würde, verschlang er seine Kinder. Durch Rheas List sind, um sie herauszubekommen. Wo aber cine Zahl von wurde aber Jupiter nicht verschlungen, und dieser stürzte vorn herein gegeben ist, so evident gegeben ist, so von dann in Verbindung mit seinen Brüdern, die, Dank einem selbst gegeben ist, wie die Zahl 7, welches die reelle Zahl dein Saturn gegebenen Emeticum wieder ausgebrochen wurder Arcana ist, da bedarf es der Speculation nicht ferner, den, den Vater vom Thron und in den Tartarus. Eine um ihr Recbnung zu tragen.

hübsche Chronique scandaleuse das! Hübsche Vorgänge Also wir haben die Indiechen (erweiterten) philosophischen für eine Zeit, die das goldene Zeitalter repräsentiren soll. Zahlen 1, 2, 3, 4, 6, 12. Diese werden nun an die In- So warı n damals, im goldenen Zeitalter, die Götter, wie dischen Weltalter angelehnt.

müssen nun erst die Menschen gewesen sein! Wie verträgt Die Indischen 4 Weltalter sind:

sich eine solche heillose Zucht, ein solches Convolut von Erstes Weltalter: Kritayuga oder Satyayuga, Weltalter Sünden mit dem goldenen Zeitalter! Kommt hier nicht der Wahrheit.

die Progress-Lehre vom Guten zum Bösen mit sich selbst Zweites Weltalter: Tretayuga, Weltalter der Fröm- in Conflict ? Wir dürfen nun nicht übergeben, dass in migkeit oder der 3 Opferfeuer.

Betreff Saturns noch ein anderer Mythus herrscht, der sich Drittes Weltalter: Dvâparayuga, Weltalter des Zweifels. etwas erbaulicher anhört. Ihm zufolge herrscht Saturn

Viertes Weltalter: Kaliyuga, Weltalter der Sünde, nach seiner Vertreibung auf den Inseln der Seligen oder Von den Indern her wird die Lehre von den Weltaltern in Italien, und gerade hier wäre es denn gewesen, wo oder Zeitaltern derartig aufgefasst, als wenn in ihr der unter seiner Herrschaft das goldene Zeitalter blühte. Dieser Progress des Menschengeschlechts vom Guten zum Bösen im Variante ist es leicht anzusehen, dass man mit der ProAllgemeinen gezeichnet würde. Zuerst, so ist die ent- gress - Lehre vom Guten zum Bösen in Conflict gerathend, sprechende Auffassung, seien die Menschen gut und brav sich bewusst wurde, dass man auf einem durchlöcherten gewesen, dann seien sie allmälig schlechter geworden, bis Boden stände. Man stiess sich an den Mythus, wie er sie endlich so schlecht wurden, wie sie jetzt sind. Diese war, gemäss dessen Saturn, um

so zu sagen der Präses Auffassung der Lehre von den Weltaltern ist eine rerkehrte, des goldenen Zeitalters war, und kam nun auf den Aussie kam auf Grund dessen in das Publicum, dass die Al- weg, den Saturn dem alten Sündenpfubl zu entreissen, und chemisten den Leuten etwas vormystificirten. Die Weltalter- ibn in ein glückliches Land zu versetzen. In diesem Lehre ist reinwog eine alchemistische. Was sie aber unter glücklichen Lande steht dann dem goldenen Zeitalter nichts ihr verstanden, das bielten die Alchemisten geheim, und im Wege. Schade nur, dass dem Conflict dadurch nicht indem sie es geheim hielten, trieben sie das Publicum in abgeholfen wird. Es ist nämlich zu bemerken, dass Saturn die Mystification hinein, es handele sich bei der Weltalter- erst nach seiner Vertreibung nach Italien oder auf die Lehre im Allgemeinen um die Schilderung des Progresses glückseligen Inseln kommt. Damit ist dem goldenen Zeitdes Menschengeschlechtes vom Guten zum Bösen.

alter aber wenig geboffen. Saturns Antecedentien reichen Schauen wir doch einmal dieser Lehre, zuerst seien die hin, um einen Strich durch die goldene Zeit zu machen. Menschen gut und brav gewesen, dann seien sie allmälig Von ähnlichen durchlöcherten Standpuncten im silbernen schlechter geworden, bis sie endlich so schlecht wurden, und ehernen Zeitalter in sich und für sich wollen wir wie sie jetzt sind, schauen wir dieser Lehre in's Antliiz. nicht weiter sprechen. Die Chronique scandaleuse Saturns

Ihren Grund bat sie jedenfalls darin, dass man vom All. drückt dem goldeocn Zeitalter bereits den eisernen Stempel genieinen auf den Einzelnen geht, und sich dann wieder der Eisernbeit“ auf, und damit sind das silberne und vom Einzelnen einen Schluss auf das Allgemeine erlaubt. eiserne Zeitalter von vornherein präcoupirt. Beim Einzelnen haben wir das, dass der Greis häufig sagt: So lösen diejenigen das Problem des Progresses vom Ach, wie ich noch jung war, da waren die Menschen doch Guten zum Bösen im Menschengeschlechte, welche auf viel besser; die Welt ist ganz anders geworden, das Ver- dasselbe eingeben! derbniss ist über sie gekommen. Das wird nun generalisirt Nun aber zu der Basis der Weltalter-Lehre, zu den Inund damit kommt denn heraus, die Menschen im grossen dischen Weltaltern. Wie macht sich denn bei ihnen das Ganzen seien früher, in vergangenen Weltaltern, gut gewesen, Problem des Progresses vom Guten zum Bösen im Menallmälig sei aber das Verderbniss über sie gekommen. schengeschlechte? Antwort: Noch viel schlechter, als bei

Aber hat denn der Greis Recht? Ach nein, das redet den Griechen. Bei den Griechen haben wir die Zeichnung der alte Mann sich ein, dass in seiner Jugend die Menschen des Progresses gaoz deutlich im Metallstandpunct. Gold besser waren. Der schaut in seine Jugend durch die Brille ist besser, edler als Silber, Silber besser, edler als Erz der Phantasie.

(Kupfer), Kupfer besser, edler als Eisen Da haben wir Und ebenso schaut der durch die Brille der Phantasie, also, vom Gold zum Eisen gehend, das Absteigen vom Guten der den vergangenen Zeitaltern einen höheren Standpunct (Gold) zum minder Guten (Silber), von diesem zum noch der Moralität andemonstrirt. Durch die fortschreitende Cultur minder Guten (Erz) und von diesem endlich zum allermingewinnt das menschliche Leben im grossen Ganzen freilich dest Guten, zum Schlechten (Eisen). Daraus lässt sich eine andere Gestalt, und mit dieser Gestalten - Aenderung doch noch wenigstens ein Text machen. Saturn durchlöchert ändern auch die Sünden. Aber die Sünde, an und für zwar das ganze Machwerk, aber dieses ist doch wenigstens sich genommen, war stets da, die brauchte nicht erst suc- da, um durchlöchert werden zu können. Dem entgegen cessiv in's Menschengeschlecht bineinzukommen, successiv haben wir bei den Indern noch nicht einmal das Machwerk. anzuwachsen. Das zeichnet auch die Bibel ganz sachent- Es ist gar kein Text herauszubekommen, wenn

man die sprechend. Schon der erste Mensch, Adam, sündigt im Augen aufmacht, wie denn nun in den Indischen 4 WeltParadiese, schon unter seinen Söhnen, Kain und Abel, bat altern der Progress vom Guten zum Bösen im gewöhnliehen der Brudermord statt. Was fehlt diesen Sünden, bedürfen Sinne des Problems gegeben sein soll. sie noch des Progresses ? Ist diese Zeichnung nicht viel Wir haben: richtiger, als die Progress - Lehre vom Guten zum Bösen

Weltalter der Wahrheit, auf der Basis der phantastischen Anschauung eines kin

Weltalter der 3 Opferteuer oder der Frömmigkeit, dischen Greises ?

Weltalter des Zweifels, Blicken wir auf die, uns allen geläufige Weltalter-Lehre

Weltalter der Sünde. der Griechen, wie sie uns in den Metamorphosen des Ovid Mit den 3 letzteren lässt sich schon fertig werden. Das

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Zeitalter der Frönimigkeit oder der 3 Opferfeuer ist der die alchemistische Heilmethode än seiner Hand Unschulds-Zustand. In ihm verharrt das Menschengeschlecht durchmacht, die Plasen, die er der alchemistischen Heilnicht, und sinkt zur Sünde herab. So steigt das Zeitalter methode gegenüber durchmacht. Dass diese Phasen zu der Frömmigkeit zum Zeitalter der Sünde berab. Nun Weltaltern werden, darin haben wir einfach das Gegenaber liegt zwischen beiden das Zeitalter des Zweifels. Auch überstellen der Alchemie gegenüber der Welt, dem wir, mit dem lässt sich durchkommen. Im Allgemeinen sagt wenn auch in einem anderen Sinne, bereits in der Indischen man, da die Menschen nicht plötzlich schlecht werden sol- Kosmologie begegneten. In solcher Bezichung toachen sich Jen, sondern erst successiv, so ist es ganz sachentsprechend, denn die Weltaller also: dass sich zwischen das Zeitalter der Frömmigkeit und das 1.) Weltalter der Wahrheit, Kritayoga oder Satyay ga, der Sünde ein neues Zeitalter drängt. Durch dieses ist In dieser Phase findet der alchemistische Arzt die Wahrheit dann der successive Uebergang von der Frömmigkeit zur der alchemistischen Hoilmethode: er entdeckt die Arcana. Sünde repräsentirt. Warum muss aber dieses Zeitalter ge- 2.) Weltalter der 3 Operfeuer wiler der Frömmigkeit, rade das des Zweifels sein? Nun darauf lässt sich auch Tretayuga. In dieser Phase erfreut sich der Arzt des, in ein Text finden. Viele Menschen, welche eine Sünde be- der ersten Phase Gefundenen: er beutet die Arcana am gehen, fangen dainit an, dass sie zweiteln, das, was sie Krankenbeite aus. zu thun im Begriffe stehen, sei eine Sünde, 2.. B. wer 3.) Weltalter des Zweifels, Dvå parayugn. la dieser stiehlt, hängt häufig damit an, dass er sich vorredet, es sei Phase überkommt dem alchemistischen Arzt der Zweifel, ob nicht sündbart, sich den Besitz seines Nebenmenschen an- er dern, indem er ein alchemistischer Arzt, und nicht ein zueignen. Er redet sich ein, er habe dieses oder jenes solcher Arzt ist, der mit nichtssagenden Kräutlein, ZauberAnrecht auf der.selben, und daher wolle er selbst für das Initteln etc. curirt, ob er hier das beste Part erwählt. Von Recht eintreten, welches andere zu vertreten kein Interesse vorn berein sagt man, wenn hier zwei Aerzte sind, der hätten. Der innere Richter ruft ihn zwar zi, du bist nicht eine ein wirklicher Arzt, der andere ein Pseudo-Arzt, so unterauf dem rechten Wege, aber die Versuchung zum Bösen liegt es doch keinem Zweifel, dass dererstere dem letzteren überhält das Gegenpart. Wäre der innere Richter, das Gewis- legen ist. Beschaut man sich aber die Sache bei Lichte, sen, nicht da, so würde die Idee, ich habe ein Recht auf so sieht man, dass das wohl ein riebtiges subjectives Urdas, was ich mir zueignen will, absolut i den Vordergrund itheil ist, aber kein richtiges objectives Urtheil. Die Welt treten. Jetzt aber, wo der innere Richter sein Recht gel. kann den Arzt schwer beurtheilen. Im Urtheile des Pub. tend macht, und die Versuchung trotz dessen siegt, jetzt licums ist nicht der der Ueherlegene, der ein guter Arzt modificirt sich das ablolutu: „Ich habe ein Recht, so zu thun, ist, sondern der, der ein guter Arzt zu sein scheint. wie ich thue“, zu einem: „So ganz recht habe ich zwar Derjenige nun, der ein Pseudo-Arzt ist, und das bei sich nicht, aber doch so balb“, und das ist eben der Zweifel selbst am besten füllt, thut alles und alles, um den Schein an der Moralität seines Thun's, das ist der Zwei el, welcher zu wahren, wogegen derjenige, der sich als Arzt fühlt, sich der Sünde vorangeht. Nun kann man zwar sagen, aber der nur zu leicht über den Schein hinwegsetzt, es vernachläsZweilel, so gefasst, ist bereits Sünde. Um beim vorigen sigt, die Künste zu betreiben, es unter seiner Würde hält, Beispiel zu bleiben, kann man sagen, wer einen Zweifel die Künste zu betreiben, welche das Publicum mehr feshegt, seiner Mitmenschen zu bestellen, sei Sünde, der sitzt seln, als wahre Caren, die es häufig nicht zu fassen ver. bereits tief in der Sünde, bevor er noch gestohlen bat. mag. So kommt es, dass der Charlatan biiufig über den Auf die Weise kommt denn der, zwischen Frömmigkeit und gediegenen Arzt triumphirt. Derartige Triumphe des PseudoSünde liegende Zweifel auf sehr schwachen Füssen zu ste- arztes sind aber traurige Erfahrungen für den gediegenen hen. Das ist allerdings richtig. Indessen so weit wollen Arzt, so traurig, dass er sich sagt: Was hilft mir all mein wir gar nicht gehen, wir wolleu die Standpuncte der 3 Wissen und Können, die Welt erkennt's nicht an. Und Jetzten Weltalter durchfechten, und sage:1, sündhaft handeln indem er sich das sagt, überkommit ihm eben der Zweifel, wollen und sündhaft handeln sind zwei verschiedene ob er, indem er auf Seiten der Aerzte des Handelns getreDinge, und deswegen ist es von einem Gesichtspuncte aus ten, und nicht auf Seiten der Sand in die Augen Streuer, gerechtfertigt, der: Zweifel, der das Wollen repräsentirt und ob er so das rechte Part, erwählt. Das ist die Zweifelsdie Sünde, welche das Handeln, das l'ait accompli, reprä- Phase der alchemistischen Heilmethode. sentirt, zu trennen, womit wir denn 3 Weltalter, das Welt- 4.) Weltalter der Sünde. Kaliyuga. In dieser Phase ist alter der Frömmigkeit, das Weltalter des Zweifels, das der Arzt, der in der vorigen Periode noch zweifelte, ob er Weltalter der Sünde herausbekommen.

das rechte Part erwählt, mit sich eins geworden, dass er, Nun aber das erste Weltalter, das der Wahrheit, wo bleibt indem er sich auf Seiten der alchemistischen Methode gedas ? Ja, das wissen wir nicht. Wir wissen nicht, wie wir stellt, nicht das beste Part gewählt. Und indem er hier. es employiren sollen. Und so wissen wir denn nicht, wie übur mit sich einig geworden, sagt er: Fort mit diesen die Indischen Weltalter angethan sind, im Sinne des Pro- Arcanis! Was willst du diesen Pseudoärzten gegenüber ei. blems vom Progress des Guten zu:n Bösen im Menschen- nen isolirten Standpunct einnehmen, bei dem du gar zu geschlecht ausgebeutet zu werden; wir constatiren das Fa- bäufig den Kürzeren ziehst. Thu, was die thun, die Welt ctum, dass das, was der Urtypus der Weltalter-Lehre ist, ist damit zufrieden: was willst du mehr? Und so bat sich gegen das Manoeuvre sträubt, im Sinne jones Progress- denn der Arzt seine herrlichen Mittel in der Hand, und Problems ausgebeutet zu werden. Und indem wir so den wendet sie nicht an. Statt zu heilen, schwatzt er, und Thatbestand haben, auf den wir oben hingewiesen, dass treibt andere edle Künste, welche dem Publicum Sand in die Alchemisten dem Publicum vormystificirten, jene Lehre die Augen streuen. Ganz analog nun, wie er in der 2. von den Weltaltern solle uns vorführen, wie die Menschen Phase, wo er die Arcana am Krankenbette ausbeutete, ein im Allgemeinen erst gut und bras gewesen seien, dann Sohn der Frömmigkeit war, so ist er jetzt, wo er ihnen allmälig schlechter geworden wären, bis sie so schlecht den Rücken kehrt, ein Sohn der Sünde. wurden, wie sie jetzt sind, indem wir diesen Thatbestand So liegt die Interpretation der 4 Weltalter! haben, handelt es sich noch nicht einmal um eine fein an- Indem man nun die Weltalter in dieser Auffassung hat, gelegte Mystification. Die 3 letzten Weltalter scheinen steht man auf dem Allgemeinstandpunct. Diesem reiht sich zwar dazu angethan zu sein, der eingeschwärzten Lehre naheliegend ein Besonderstandpunct an, der in der BeantVorschub zu leisten, wer aber nur ein wenig die Augen wortung der Frage liegt: Wie lange hat denn nun jedes ausmacht, der wird bald sehen, dass er mit dem ersten Weltalter gedauert? In Beantwortung dieser Frage wer: Weltalter in der Luft schwebt, und dass aut Grund dessen den wir sogleich sehen, wie sich, um so zu sagen der allen Weltaltern im Sinne jener Lehre der Boden unter den qualitative Standpunct bezugs der 4 Weltalter dem quanFüssen fortgezogen wird.

titativen organisch anreiht. Vom alchemistischen Standpunct, und er allein ist der 1.) Dauer des ersten Weltalters. Diesem Weltalter kann richtige, liegt die Weltalter-Lehre it.

keine zu kurze Dauer gegeben werden. Seine Dauer muss Wenn es heisst, das ist das Zeitalter der Wabrheit, der unter allen Weltaltern eine hervorstechende sein, denn wahrFrömmigkeit, des Zweifels, der Sünde, so heisst das, der lich, so schnell waren die Arcana nicht aufgefunden, damit in dem betreffenden Weltalter lebende Mensch huldigte der ging eine geraume Zeit hin. Îndem nun aber dem ersten Wahrheit, der Frömmigkeit, dem Zweifel, der Sünde. Der Weltalter eine hervorstechende Dauer gegeben wird, ist daMensch nun ist der generalisirte alchemistische Arzt, mit der Hinweis darauf gegeben, dass es ein schwieriges und die Weltalter, in denen er lebt, die Phasen, welche Ding war, die Arcana zu entdecken. Die Amrita-Schüttler

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man

es

im zweiten Avatar schüttelr: Tausende von Jahren, ehe sig zum Ziele kommen. Das deutet eben daraul, dass es ein schwieriges Ding, ein Ding langer Zeit war, die drei na zu entdecken.

2) Dauer des zweiten Weltalters. Auch diesen Zeitalter kann keine zu kurze Daner gegeben werden, denn es liegt auf der Hand, dass der Arzt das, was er in der ersten Phase mit Mülle und Noth gefuden, in der zweiten Phase nicht so leichthin aufgeben wird. Es fragt sich nur, was dauerte långer, die Periode des Findens der Arcana, oder die Periode ihrer Anwendwg am Kraukcubette, bevor die dritte Phase, die des Zweifels anfkommt? Nun, wir denken, so etwas lässt sich, abstract genommen, gar micht bestimmen. Dagegen liegt folgende Calculation nahe. In der Periode des Auffindens der Arcana war die Lage der Aerzte viel mühevoller, als in der zweiten Periode. Denn es ist ein viel bequemeres Ding, die Areana, nachdem sie entileckt, am Krankenbette anzuwenden, als sie zu entdecken. Das erstere Zeitalter umfasst also die miilevollere Zeit, man kann sagen die Zeit der Drangsale. Denn diejenigen, welche vor der Zeit lebten, wo das Ziel erreicht war, lebten in der höchst peinlichen Lage, das Richtige zu ahnen, oline es, trotz aller ihrer Mühe und Anstrengung zu erreichen. Ihre Miihe, ihre Anstrengungen waren nichts anderes, als Vorarbeiten für ihre Nachkommen, von denen sie noch nicht einmal wussten, ob sie zum Ziele kommen würilen. Das war gewiss eine Zeit der Drangsale. Bedenkt mun, dass die Zeit der Drangsale Blei an den Fiissen hat, wogegen die Zeit des leicliten Dahinlebens mit Flügelschuhen dahincilt, so kann man gar keinen Anstand nelunen, wenn auch nicht direct, um so za sagen quantitativ, so doch indirect, um so zu sagen qualitativ, dem ersten Weltalter die längere Dauer zuzutheilen. Irdem nun aber dem zweiten Zeitalter eine kürzere Dauer gegeben wird, als dem ersten, wird damit darauf hingewiesen, dass der Arzt im zweiten Weltalter einen viel leichteren Standpunct hat, als im ersten, und durch diesen soll er sich bewegen lassen, im zweiten Weltalter zu bleiben, und nicht in's dritte, das des Zweifels überzutreten. Was ficht Dich denn an, Dii Eugherziger, aus der Phase der Frömmigkeit in die des Zweifels zu treten? Du gravirst die Welt, die dein Thun, dein Wirken nicht anerkennt. Gravire dich selbst, deine Selbstsucht. Machst du da ein Geschrei, wenn dir nicht gleich die Anerkennung gezollt wird, von der du meinst, dass sie dir gezollt werden müsse. Wie kommst du dazu, dich so auf's hohe Pferd zu setzen? Thust du doch, als wenn die Arcana dein wären. Nein, sie sind nicht dein, sie gehören deujenigen, die sie im ersten Weltalter aufgefunden, du geniessest die Früchte ihres Fleisses. Wenn die sich aut's hole Pferd setzen, deven kommt es zu. Aber du, der du ein einfacher Nachbeter bist, was ficht dich an, nicht im zweiten Zeitalter zu verbleiben, nicht der Frömmigkeit trei zu bleiben, und die Arcana ruhig am Krankenbette anzuwenden? Mache dir die Situation in Bezug auf das erste und zweite Weltalter klar, und du wirst das dritte Weltalter präcoupiren.

3) Dauer des dritten Weltalters. Seine Dauer ist kiirzer zu zeichnen, als die des zweiten Weltalters. Sobald der Arzt aus dem zweiten Weltalter in das dritte geräth, geräth er auf eine abschüssige Bahn, und auf der rollt die Kugel schneller dahin. Dariu also, dass das dritte Weltalter kürzer gezeichnet wird, als das zweite, ist der Fingerzeig gegeben, dass der Arzt, der das zweite Weltalter verlässt, um in das dritte zu treten, auf eine abschüssige Bahn geräth, den Weg des Rechten verlässt.

4) Daner des vierten Weltalters. Es wird als das kürzeste gezeichnet, und indem es als das kürzeste gezeichnet wird, ist damit der Triumph der Frömmigkeit über die Sünde gegeben. Der perverse Zustand, die Arcana zu haben, um sie nicht anzavenden, kann, soll nicht lange dauern, soll die kürzeste Dauer aller Weltalter haben, um die Tagend in den Vordergrund und das Laster in den Hintergrund zu drängen, um die Arcana den Nicht-Arcamis gegenüber zu glorificiren. Das letzte Weltalter wird nicht lange dauern, der Arzt wird seinen perversen Standpunct bald wieder verlassen, um zu seinen Arcanis zurückzukehren.

Indem man also, von dem Allgemein-Standpunct der Weltalter-Lelire zu dem Besonderstandpuncte derselben

übergeht, und hierbei die Dauer der Weltalter in's Augo fasst, speziell derartig in's Inge fasst, dass

dem ersten Weltalter die längste Dauer.
zweiten

eine kürzere Daner,
dritten

eine noch kürzere Dauer, vierten

die allerkiirzeste Dauer gegeben wird, construirt man sich ein organisch Ganzes, und die Sache liegt etwa nicht so, dass man, indem man von der Weltalter-Lehre im Allgemeinen zur Dauer der Weltalter übergeht, einen Sprung vom Einen in das Andere macht, der an und für sich fern liegt.

Sobald man muu aber von den Weltaltern auf ihre Dauer geleitet ist, liegt es auch nale, sich nicht mit dem Allgemein-Datum zu begnügen, dieses Weltaltır hat länger, jenes kiirzer gedauert, sondern an die Spezial-Frage heranzutreten: Wie lange hat denn nun jedes einzelne Weltalter gedauert? Und in Beantwortung dieser Frage haben wir den an die specielle Zeitdaner jedes einzelnen Weltalters heranzutreten. Diese Zeitilauer nun nach Monden, Wochen, Tagen 11. s. w. zu bestiminen, wäre zu minutiös, es bietet sich hier eo ipso das Jahr. In dem wir aber auf diese Weise das Jahr haben, ist der Schlüssel dafür gegeben, wie denn die Inder dazu kommen, die urspringlich gegebenen pliilosophischen Zahlen 1, 2, 3, 4 an das Jalır anzulehnen, und damit auf die erweiterten philosophischen Zahlen 1, 2, 3, 4, 6, 12 zu kommen.

Um mun heraus zu bekommen, wie viel Jahre jedes einzelne Weltalter gedanert hat, schlagen die Inder ff. Weg ein.

Die philosophischen Zahlen 1, 2, 3, 4, 6 sind zugleich arcanologische Zallen, die philosophische Zahl 12 ist keine areanologische Zahl. Es werden nun zwei Zalıl-Gruppen aufgestellt. In die eine Gruppe kommen die arcanologischen Zahlen 1, 2, 3, 4, 6; in die andere Gruppe die nicht-arcanologische Zahl 12. Beide Gruppen werden als · dann multiplicationsweis gegeniibergestellt, das ist, werden successiv 1, 2, 3, 4, 6 mit 12 multiplicirt. Es wird also die Aufstellung gemacht

1. 12 2. 12 3 12 4 12

6 Da nun ist:

12

12 24 3. 12 36 4. 12 48

6. 12 72 so erhält man die Producte: 12, 24, 36, 48, 72, und diese Zahlen ergeben dann die Jalıre, welche jedes einzelne Weltalter dauert. Selbstredend wäre es nun zu minutiös, wenn die Weltalter 12, 24, 36, 43, 72 Jahre dauern sollten, und so multiplicirt man noch obendrein jede einzelne Zahl mit 100, das ist man hängt jeder 2 cumulirende Nullen an. So erhält man die Zahlen: 1200, 2100, 3600, 4800, 7200. Es ist nun zu bemerken, dass es sich

um 4 Weltalter handelt, handeln soll. Daher muss von den 5 Zahlen, die wir so eben erhalten, eine fallen. Es fällt die 7200, und zwar deshalb gerade diese, weil das organische Fortschreiten der Zallenaufstellung von 12 zu 12 in ihr gestört ist und noch nehr gestört würde, wenn man, sie beibehaltend, eine andere Zahl fallen liesse. Wir haben es also blos zu thun mit 1200, 2400, 3600, 4800.

Indem nun die einzelnen Weltalter die hier herausgerechnete Anzahl von Jahren erhalten, erhält das längste die grösseste Zahl, das minder lange die ininder grosse Zahl, u. s. w. Und so kommt deun heraus:

Das erste Weltalter dauert 4800 Jahre,
zweite

3600
dritte

2400 vierte

1200 Und das ist eben die Aufstellung, welche die Inder von der Dauer ihrer Weltalter machen.

In Bezug darauf, dass es nur vier Weltalter giebt, womit denn die Aufstellung 6. 12 fällt, erhalten wir das Datum, dass bei der Jahrberechnung der Dauer der Weltalter die philosophische Zahl 6 in den Hintergrund tritt. Um sie nun indirect wieder in den Vordergrund zu ziehen, ist das 2. Weltalter das der drei Opferfeuer. Dieser 3

.

12

.

= 12

.

2

nur

9

n

n

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1

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zu Liebe sagt man denn in der zweiten Position nicht nur 2 , 12 24, womit die Jahreszahl 2400 gegeben ist, sondern man sagt auch 2 . 3 = 6 und hat damit eben die philosophische Zahl 6.

Die Griechen nehmen im Allgemeinen die 4 Weltalter an, die wir oben haben kennen lernen. Dem entgegen nimmt aber lesiod nicht 4, sondern 5 Weltalter an, nämlich das goldene, das silberne, das eherne, das heroische, das eiserne. Das ist nun gar nichts anderes, als ein Hinblick auf fünf Indische Weltalter, welche herauskommen, wenn man 6. 12 = 72 nicht fallen lässt.

Um die Sache nun noch etwas mysterioser zu machen, wird zwischen Götterjalır und Menschenjalır cin Unterschied gemacht, und angenommen, bei den Jahreszahlen 4800, 3600, 2400, 1200 handele es sich nicht um Menschenjahre, sondern um Götterjahre. Götterjahr und Mensehenjahr stehen derartig gegenüber, dass ein Jahr der Menschen einem Tage der Götter. Will man nun die obigen Götterjahre zu Menschenjahren machen, so hat man mit 360 (360 statt 365, diesen alchemistischen Sprung kennen wir von oben her) zu multipliciren. Alsdann kommen für die Dauer der einzelnen Weltalter ff. Zahlen hierais:

Erstes Weltalter 4800 . 360 17:28000 Jahren,
Zweites

3600 . 360 1296000 Jahren,
Drittes

2400. 360 864000 Jahren, Viertes

1200 . 360 = 432000 Jahren. Damit begnügt man sich aber noch nicht. Man addirt auch noch diese Jahreszahlen und erhält dann die Summa 4320000 Jahre. Eine solche Summe heisst Mahảyuga, eine grosse Periode. W machen hierbei die Bemerkung, dass die Indische Zahlenphilosophie sich an die 4 Rechenspecies machend, dividirt und multiplicirt, dafür haben wir ja auch im Obigen Belege genug. Wenn hier also auf einmal die Zahlen a ddirt werden sollen, scheint das ein Abgehen vom Princip in Bezug auf die Rechenspecies zu sein, da die Indische Zahlenphilosophie mit dem Addiren sowohl als dem Subtrahiren nichts zu thun hat. Indessen das Abgehen vom Princip ist nur scheinbar. Auf das Addiren hier wird kein principieller Werth gelegt. Es wird, um so zu sagen nebenbei so mit in den Kauf genommen, und kann es auch. Denn

man doch sagt, die einzelnen Weltalter haben so und so lange gedauert, so macht es sich von selbst, ganz von aller alchemistischen Speculation abgesehen, dass man sagt, sagen kann, also haben sie im Ganzen so lange gedauert. Nach der Addition geht es aber nun noch weiter. Man multiplicirt das Malâyuga mit 72. Diese 72 ist die Position 6.12 = 72 von oben her, welche fallen gelassen wurde, weil es nur 4 Weltalter giebt. Hier wird sie herangezogen, und nun multiplicirend gesagt 72 X Mahayuga

72 x 4320000 311040000 Jabre. Das ist nun ein Manuyuga. Und nun endlich wird das Manuyuga wieder mit 14 multiplicirt. Diese 14 wird der Zahl 7 zu Liebe gebracht. Wir haben nämlich oben in der 2. Position 2 x 12 24. Dies wurde, anlehnend an die 3 Opfer. fener, extendirt zu einem: 2 X 3 = 6, womit denn auch diephilosopbische Zahl 6 in die Sache gebracht wurde.t Hier denkt man nun, wenn man einmal dabei ist, stat 2 x 12 = 24 zu sagen: 2 X 3 6, so kann man auch weiter gehen, und, die verlassene 7 in's Auge fassend gen 2 x 7 = 14. So bat man eben die 14, und sie ist es, welche dem Manuyuga derartig gegenübergestellt wird, dass man sagt 14 X Manuyuga 11 X 311040000 4354560000 Jahren. Das ist dann ein Kalpa. Kolossale Zahlen! natürich dazu erdacht, um die Philosophie der Zahl desto versteckter zu bringen.

Indische Kosmogenese. Dass die Alchemie sich der Kosmologie bemächtigt, haben wir in dem Abschnitte der Indischen Alchemie vom Standpuncte der Kosmologie gesehen. Die Alchemie bleibt aber nicht bei der Kosmologie stehen, sondern macht auch die Kosmogenese zu ihrem Eigenthum. Das hat nun aber bei den Indern noch nicht statt. Wir finden zwar bei ihnen kosmogenetische Philosopheme, das sind aber kosmogenetische Gedankenspähne, die der eine sich so, der andere anders schnitzelt, und die mit der Alchemie noch nichts zu thun haben. Wir führen in dieser Beziehung an aus dem Rigveda: „Damals war weder Nichtsein

noch Sein; keine Welt, keine Luft, noch etwas darüber; nichts, irgendwo in dem G!ücke von irgend einem, einhüllend oder eingehüllt. Tod war nicht, noch damals Unsterblichkeit, noch Unterscheidung des Tages und der Nacht. Aber tad (das) athmete ohne zu hauchen, allein mit Svadhâ (Selbstsetzung), welche in ihm enthalten ist Ausser ihm war nichts späteres. Finsterniss war da; dieses All war in Finsterniss gehüllt und ununterscheidbares Wasser; aber die von der Hülle bedeckte Masse wurde durch die Kraft der Betrachtung hervorgebracht. Verlangen (kama, Liebe ) wurde zuerst in seinem Geiste gebildet, und dieses wurde der ursprüngliche, schöpferische Same, welchen die Weisen, durch die Einsicht in ihrem Herzen es erkennend, unterschieden im Nichtsein als Fessel des Seins.“ (Lassen). In einer Stelle des schwarzen Yadschurveda heisst's: „Die Gewässer waren da, diese Welt war ursprünglich Gewässer. In ihm bewegte sich der Herr der Geschöpfe, Luft geworden; er sah sie ( die Erde), und hob sie empor in der Gestalt des Ebers, und dann bildete er sie, indem er Visvarkaman, der Werkmeister des Alls wurde.“ (Lassen.) Im Ramayana heisst's: „Alles war Wasser, dann ward die Erde geschaffen, darauf entstand der selbstständige Brahma mit den Devatas.“ (v. Bohlen.) Im Gesetzbuche Manu's heisst's „Als der Ewige und Unsichtbare, den uns die Vernunft gegrundet, aus seiner eigenen göttlichen Substanz mannig. fache Wesen hervorbringen wollte, schuf er zuerst durch einen Gedanken das Wasser, und that hinein den Zeugungsstoff. Dieser ward zu einem Ei, wie die Sonne glänzend, und in ihm entwickelte sich der grosse Urvater aller Geister, Brahma, die schaffende Kraft des Ewigen, nach einem ganzen Schöpfungsjahre durch den Gedanken allein das Ei zertheilend, dessen beide Hälften sodann zu Himmel und Erde sich gestalteten.“ (v. Bohlen). U. s. w.

Durch all das darf man sich nicht irreführen lassen, wir wiederholen es : die Indische Kosmogenese oder Indische Kosmogenesen haben mit der Alchemie nichts zu than. Eine eigentliche Kosmogenese kommt erst durch die Aegypter in die Alchemie, indem diese Aegypten aus dem Nil entsteher lassen. Diese Aegyptische Auffassung spinnen alsdann die Juden weiter, und lassen nach einem ganz bestimmten alchemistischen Problem die Welt aus dem Wasser entstehen, wobei sie denn wieder nach einem ganz bestimmten alchemistischen Princip dem Weltenei als Weltengefäss Rechnung tragen. Bevor die Alchemie nicht die Phase durchgemacht hat, dass sie zu den

Aegyptern kommend, den Nil mit dem aus ihm entstehenden Aegypten in ihren Bereich zieht, bevor dann weiter nicht die Juden Nil und Aegypten zu Weltenwasser und Welt generalisiren, ist an eine principielle Kosmogenese, die ein Kind der Alchemie ist, gar nicht zu denken, und am allerwenigsten an das alchemistischdurchdachte Problem der Entstehung der Welt aus dem Wasser und das sich an dieselbe knüpfende Weltenei. Wenn die Inder von der Entstehung der Welt aus dem Wasser reden, so ist das ein so vage dastehender Gedankenspahn, der wohl an die Sündfluth anlehnt. Sobald man nämlich eine Sündfluth annimmt, constatirt damit das Factum, dass die Welt, so wie sie jetzt ist, wie wir sie bewohnen, aus dem Wasser, dem SündfluthWasser, durch das Verlaufen, das Eintrocknen, dieses Wassers hervorgegangen ist, Nun war aber doch vor der Sündfuth bereits eine Welt da, denn sonst hätte sie nicht in Wasser untergehen können. Damit haben wir denn 2 Welten, die wir bewohnen, eine vor- und eine nachsündAuthliche. Um nun in Bezug auf dise 2 Welten die Karten gleich zu haben, lässt man die erste aus dem Wasser hervorgehen, wie die zweite. Solcher Auffassung gemäss war denn am Anfange die Sündfluth, eine ideelle Vorstellung, mit der es zusammenhängen mag, dass der erste Avatar die Sündfluth bringt. Und wenn die Inder das Weltenei selbstständig auf's Tapet bringen, so liegt einfach darin der Gedankenspahn, wie ein Huhn aus dem Ei entsteht, so wollen wir bildlich sagen, die Welt ist auch aus einem Ei entstanden, ein Gedanke, der um so näher liegt, als die Inder wahrscheinlich, wie die Juden, sagten, der Himmel über uns hat die Gestalt einer halben Eierschale, und nicht wie wir, er steht, wie eine Kuppel, eine Glocke über der Erde.

Will man nun aber uns opponirend sagen, das, was du kosmogenetische Gedankenspähno der Inder nennst, das

wenn

man

sa

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