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Dem Umstande, dass aus der Scholie ein Vers wurde, verdanken wir das Kai zu Anfang des 14. Verses. Die Scholie als solche war ohne Kai.

Der Vers, den wir hier haben, macht sich als Scholie zu dem 'Ev avg (wỳ v ganz gut. Vorab einmal ist die Co wohl dazu angethan, durch eine Scholie erläutert zu werden. Der loyos soll sich an einen Körper binden, und um den Körper" klar darzulegen, um die Incorporation auszudrücken, hält der Scholiast es für passend, darauf hinzuweisen, dass es sich in der w um eine Incorporation handelt. Um dies aber zu erläutern, sagt er, ἐν αὐτῷ ζωὴ ἦν ist so viel als: ὁ λόγος σὰρξ ἐγένετο, das ist, der loyos hat sich zu incorporiren. Er incorporirt sich aber nicht zu Christus, sondern zu Johannes. Und in Bezug darauf fährt der Scholiast fort: Er hielt sich unter uns auf, nämlich Johannes hielt sich unter uns auf, und wir sahen sein Ansehen, seinen Ruf, wir sahen, wie er zu Ansehen kam, wie sich sein Ruf verbreitete. In der That, das war ein Ruf, ähnlich (ws) dem Christi. Das πλήρης χάριτος knüpft sich an das ἐσκήνωσεν ἐν ἡμῖν: Er, Johannes, hielt sich unter uns auf als einer, der voll von Anmuth und Wahrheit war. Die alia lehnt sich an den Vers 9, in welchem Johannes das φως αληθινὸν genannt wird.

Vers. 15. Ἰωάννης μαρτυρεῖ περὶ αὐτοῦ, καὶ κέκραγε λέγων· οὗτος ἦν (ἐστιν), ὃν εἶπον· ὁ ὀπίσω μου ἐρχό μενος ἔμπροσθέν μου γέγονεν, ὅτι πρῶτος μου ἦν.

Johannes zeugt von ihm, dem xóouos, und spricht mit lauter Stimme: Er ist es, von dem ich gesagt habe: Wer nach mir kommt, war vor mir da, denn er war der erstere von uns beiden.

Luther: Johannes zeuget von ihm, ruft und spricht: Dieser war es, von dem ich gesagt habe: Nach mir wird kommen, der vor mir gewesen ist, denn er war eher, denn ich.

Im Vorangehenden war, von der Scholie Vers 14 abgesehen, vom xóoμos die Rede, und an diesen, an die Tab. smar., wird mit dem negi avtoυ angeknüpft.

Das qws im Besonderen ist jetzt absolvirt, und es handelt sich in den folgenden Versen blos noch um die Tab. smar. im Allgemeinen.

Vorhin, Vers 7, lag die Sache so, dass Johannes durch das pas für die Tab. smar. zeugt. Jetzt zeugt er direct für sie. Durch das Vorangehende nämlich ist sattsam documentirt, dass Tab. smar. =s-Interpretation der Tab. smar., natürlich im Anlehnen an die Drei-EinigkeitsInterpretation und an die Tab. smar. überhaupt, nur die Aoyos - Interpretation soll excludirt sein, und diese ist durch das Vorangehende excludirt.

Es wird nun ff. in's Auge gefasst: Bei der Móyos-Interpretation der Tab. smar. haben wir kennen lernen, dass der loyos in der zweiten Rubrik das Wort ist, oder auch Johannes als seine Incorporation, nicht aber Christus. Christus vom Gesichtspuncte des lóyos kommt erst auf die dritte Rubrik. Ganz so liegt es denn auch in Bezug auf die Ps-Interpretation der Tab. smar. In der zweiten Rubrik ist es eben yus als solches, oder auch Johannes als seine Incorporation. Christus vom Gesichtspuncte des pas kommt erst auf die dritte Rubrik.

Nimmt man nun das es als Johannes, so ist Johannes vor Christus da, denn Johannes kommt auf die zweite Rubrik, Christus aber erst auf die dritte Rubrik. Auf der anderen Seite ist aber wieder Christus vor Johannes da. Denn vor der Pus-Interpretation der Tab. smar. war die Drei-Einigkeits-Interpretation der Tab. smar. da, und in ihr haben wir, wenn wir sie Christus-Interpretation nennen, wozu das Recht vorliegt, da ohne Christus nie eine DreiEinigkeits- Interpretation entstanden wäre, da Christus zu ihr den ersten Impuls gegeben in ihr haben wir Christus. Und indem nun dies in's Auge gefasst wird, ruft Johannes aus:

Er ist es, Christus ist es, von dem ich gesagt: Wer nach mir kommt, nämlich in der dritten Rubrik der PosInterpretation der Tab. smar., der war vor mir da, nämlich als der Christus der Christus - Interpretation (DreiEinigkeits- Interpretation) der Tab. smar. Er war der erstere von uns Beiden, indem die Christus-Interpretation früher da war, als die Pus-Interpretation.

Und aus seiner, des xóoμos, Fülle haben wir alle geschöpft. Darum Dank um Dank!

Luther: Und von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade.

Aus der Fülle der Tab. smar. haben wir alle geschöpft. Die Tab. smar., wie sie als solche ursprünglich da steht, das ist ein Born, aus dem wir alle geschöpft haben, der Eine an der Hand dieser, der Andere an der Hand jener Interpretation. Seien wir also dem Autor der Tab. smar. zu Dank verpflichtet. Das χάριν αντί χάριτος kann man kurzweg nehmen als: Dank über Dank, den herzlichsten Dank! Man kann aber auch interpretiren : Ein Dank für den anderen, im Austausch für den anderen, das ist: Wir danken dem Autor der Tab. smar., denn wenn der nicht da gewesen wäre, so hätten wir keine s Interpretation resp. Drei-Einigkeits-Interpretation der Tab. smar. Aber dieser Autor ist auch uns zu Danke verpflichtet, würde uns danken, wenn er noch lebte, wenn er sähe, welch hohen Gebrauch, welch erhabenen Gebrauch wir von seinem Schriftstücke gemacht haben.

Vers. 17. Ὅτι ὁ νόμος διὰ Μωσέως ἐδόθη, ἡ χάρις καὶ ἡ ἀλήθεια διὰ Ἰησοῦ Χριστοῦ ἐγένετο.

Denn oder freilich der vóuos ist von Moses gegeben, die Glorie und die Wahrheit aber stammt von Jesus Christus. Luther: Denn das Gesetz ist durch Mosen gegeben, die Gnade und Wahrheit ist durch Jesum Christum geworden. Nimmt man im vorigen Verse χάριν ἀντὶ χάριτος als Dank über Dank, den herzlichsten Dank, dann muss man hier or mit freilich übersetzen. Nimmt man es aber als Dank im Austausch für Dank, dann muss man sich vor or suppliren: Uns ist der Autor der Tab. amar. zu Danke verpflichtet, und öz ist alsdann denn. Also im Sinn der letzten Interpretation des χάριν ἀντὶ χάριτος würden wir haben: Der Autor der Tab. smar., wenn er auferstände, könnte gar nicht umhin, uns zu danken, wie wir ihm danken, denn es wäre gar nicht anders möglich, als dass dieser Mann sich davon überzeugte, dass vóuos von Moses gegeben, die Glorie und die Wahrheit aber von Christus stammt.

In

ó vóuos, das Gesetz, ist vorab das alte Testament. Dies wird in ähnlicher Weise generell ó vóuos genannt, wie wir heute die Bibel generell „die Schrift“ nennen. weiterer Ausspinnung ist dann die Schöpfungsgeschichte der vóuos, weil sie im alten Testament vorkommt. Endlich ist dann die Tab. smar. zweiter Redaction in der Jüdischen Interpretation der vóμos, weil sie an die Schöpfungsgeschichte lehnt. In Bezug auf Moses wird angenommen, wie das ja so im Allgemeinen geschieht, das alte Testament habe Moses zum Autor. Damit wird denn Moses, im Anlehnen an die weiter ausgedehnte Bedeutung des vóuos, zum Autor der Schöpfungsgeschichte, und damit wird Moses zum Autor der Tab. smar. zweiter Redaction in der Jüdischen Interpretation. In Bezug auf die letztere Fassung steht hier: ὁ νόμος δια Μοσέως doen.

Indem das nun aber auf der einen Seite statt hat, hat auf der anderen Seite das statt, dass die wahre, die glorificirte Interpretation der Tab. smar. sich an Christus lehnt, und daher hier: ή χάρις καὶ ἡ ἀλήθεια διὰ ̓Ιησοῦ Χριστοῦ ἐγένετο.

Moses und Christus stehen sich hier also gegenüber als: Jüdische Interpretation der Tab. smar. und Ps-Interpretation resp. Drei-Einigkeits-Interpretation der Tab. smar. Vers 18. Θεὸν οὐδεὶς ἑώρακε πώποτε ὁ μονογενής νἱὸς, ὁ ὢν εἰς τὸν κόλπον τοῦ πατρὸς, ἐκεῖνος ἐξηγήσατο.

Gott hat Niemand je gesehen, sein einziger Sohn, den der Vater im Schoosse barg, (birgt), der hat auf ihn geführt.

Luther: Niemand hat Gott je gesehen. Der eingeborne Sohn, der in des Vaters Schooss ist, der hat es uns verkündiget.

Im vorigen Vers wird Christus vor Moses in der Beziehung, die wir haben kennen lernen, in den Vordergrund gesetzt. Man fragt: Wo liegt hierzu die Berechtigung? Der Autor antwortet: Darin, dass eine theistische Interpretation der Tab. smar. besser ist, als eine kosmologischarcanologisch-pathologische. An eine solche theistische das ist hier ausgedrückt: Gott hat Niemand je gesehen.

Vers. 16. Kai (8rı) ix rov nàngάμatos avτou queis Interpretation dachte man aber ursprünglich nicht, und πάντες ἐλάβομεν, καὶ χάριν ἀντὶ χάριτος.

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Nun wird angenommen, die Idee, den lóyos in dem res omnes fuerunt ab uno, dóyg unius, mit Christus zu übersetzen, habe den Hauptimpuls zur Drei- Einigkeits- Interpretation, und damit zur Þos-Interpretation der Tab. smar. gegeben. Diesen λόγος nun, das ist den μονογενὴς υἱὸς, das ist Christus, diesen λóyos barg der Vater, der unus der Tab., smar. im Schoosse, indem es heisst, res omnes fuerunt ab uno, dóy unius. Und dieser óyos hat auf die theistische Interpretation der Tab. smar. geführt: ἐκεῖνος ἐξηγήσατο.

Es steht hier εἰς τὸν κόλπον, wo man erwarten sollte ¿y 1g xóànọ. Und Luther, die Lateinische Uebersetzung (qui est in sinu patris), und unsere Wenigkeit haben auch übersetzt, als wenn da stände ἐν τῷ κόλπῳ. Das εἰς τὸν κόλπον kommt daher, weil der Autor beim εἶναι (ων) sich interpretiren" denkt. Er denkt sich: der μovoyɛνὴς υἱὸς, welcher in den κόλπος hinein interpretirt worden. Nun nimmt er mysteriös für „interpretiren“ είναι, lässt aber das εἰς τὸν κόλπον, wie es sich für „interpretiren" passt, intact.

Die Alchemisten waren sich stets dessen bewusst, dass es mit dem ersten Theile des ersten Capitels des Evangelii Joannis auf die Tab. smar. abgesehen ist. Darum zählen sie den Joannes Evangelista zu ihren Standesgenossen. Im Anlehnen hieran wird denn ferner dadurch, dass die Alchemie an die Gold- und Edelstein-Macherkunst anlehnt, der Evangelist Johannes ein Gold- und EdelsteinMacher. Als solchen beutet ihn Adam von St. Victor aus, worüber der Abschnitt von der Edelsteinmacherkunst zu vergleichen ist.

Die zweite Drei-Einigkeits-Interpretation der Tabula smaragdina.

Erste Rubrik.

Verum est bis verissimum.

Die Tab. smar. wird als ein heiliges Schriftstück hingestellt. Wer nun von einem Schriftstück im Allgemeinen sagt, dieses Schriftstück ist wahr, ohne Lüge, gewiss und sehr wahr, der glaubt an dieses Schriftstück, denn thäte er das nicht, so würde er sagen, dasselbe ist nicht wahr, lügenhaft, ungewiss und recht unwahr. Wo nun ein Schriftstück ein heiliges, ein religiöses ist, da ist der, der es zu einem wahren stempelt, der daran glaubt, ein Gläubiger im religiösen Sinne. In Bezug hierauf wird dann das Verum est sine mendacio, certum et verissimum kurz zu einem: Ich glaube, oder pluraliter gefasst: Wir glauben.

Zweite Rubrik.

Quod est inferius bis adoptione. Quod est inferius bis rei unius: Drei-Einigkeits-Interpretation.

wie in der ersten

Et sicut res omnes fuerunt ab uno, meditatione unius. Hier stösst man sich daran, dass Gott der Vater, 980s, durch Christus die Welt erschaffen, das ist, dass Christus die Welt erschaffen, und geht davon ab, dass res omnes fuerunt ab uno heissen soll: Gott hat die Welt erschaffen, sagt vielmehr, wenn die res fuerunt ab uno, so weist das auf die Macht Gottes hin, und wenn die res omnes fuerunt ab uno, so weist das auf die Allmacht Gottes hin. Also res omnes fuerunt ab uno: Gott ist allmächtig, Gott Vater ist ein omnipotens, ein naviоxQarwę.

Beim óy unius wird unius zuvörderst nicht mit dem unus in ab uno in Verbindung gesetzt. Man übersetzt: durch den loyos des Einen, des Einzigen. Es wird, sagt man, darauf hingewiesen, dass es sich um den óyos des Einen, des Einzigen handelt, um darauf hinzuweisen, dass der loyos selbst auch ein Einer, ein Einziger ist. So erhalten wir denn einen Aóyos unicus. Wie man so weit ist, geht man darauf ein, dass der nnus bei dóyos dem unus in ab uno entspricht, und fügt demzufolge dem Loyos unicus das unius zu, so dass heraus kommt óyos unicus unius. Weil nun aber das unius bereits zum unicus ausgebeutet worden, so will man es nicht in seiner ursprünglichen Gestalt stehen lassen, und ersetzt es durch den Genitiv ejus, welches den Sinn Aoyos unicus unius intact lässt, da ja ab uno vorangegangen, und damit ejus dasselbe besagt, als unius. So kommt heraus lóyos unicus ejus, das ist im Anschluss an das meditatione unius:

lóyp unico ejus. Nun wird loyos als Christus genommen, und wir erhalten Christo, unico ejus. Es liegt aber auf, der Hand, dass wenn Christus ein unicus ejus, scil. 9ɛou ist, dass er dann ist ein unicus filius ejus. Und damit kommt denn heraus: Christo, unico filio ejus.

Ist man nun soweit, so verfährt man wie bei der Aoyos-Interpretation der Tab. smar. und sagt, wir müssen den loyos in doppelter Beziehung nehmen, erstens als Christus, und zweitens als Aóyos qua solchen. Was soll nun aber lóyos in der zweiten Beziehung sein? Darauf antwortet man, er ist: der Herr, unser Herr, × úeros jur, dominus noster. Und indem man nun der zweiten Beziehung neben der ersten Beziehung Rechnung trägt, kommt heraus statt meditatione unius: Christo, unico filio ejus, domino nostro. Und im Ganzen kommt heraus für Et sicut res omnes fuerunt ab uno, meditatione unius: Et sicut Deus pater est omnipotens Christo, unico filio ejus, domino nostro.

Wir haben nun zu sehen, wie in der oben erwähnten zweiten Beziehung der lóyos zum zúgios wird. Es heist Evangel. Matthaei Cap. 22:

Vers. 41. Συνηγμένων δὲ τῶν Φαρισαίων ἐπηρώτησεν αὐτοὺς ὁ ̓Ιησοῦς, λέγων·

Da nun die Pharisäer bei einander waren, fragte sie Jesus, (Luther.)

Vers. 42. Τι ὑμῖν δοκεῖ περὶ τοῦ Χριστοῦ; τίνος υἱός ἐστι; λέγουσιν αὐτῷ· τοῦ Δαυΐδ.

Und sprach: Wie dünkt euch um Christo? Wess Sohn ist er? Sie sprachen: Davids. (Luther.)

Vers. 43. Λέγει αὐτοῖς· πῶς οὖν Δαυΐδ ἐν πνεύματι κύριον αυτὸν καλεῖ; λέγων·

Er sprach zu ihnen: Wie nennt ihn denn David im Geist einen Herrn, da er sagt: (Luther.)

Vers. 44. Εἶπεν ὁ κύριος τῷ κυρίῳ μου· κάθου ἐκ δεξιῶν μου, ἕως ἂν θῶ τοὺς ἐχθρούς σου ὑποπόδιον τῶν ποδῶν σου.

Der Herr hat gesagt zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis dass ich lege deine Feinde zum Schemel deiner Füsse....? (Luther.)

Dieser Vers ist der erste des Psalm 110, und lautet im Text:

לדוד מזמור נאם יהוה לאדני שב לימיני עד אשית איביך הדם לרגליך:

Vers. 45. Εἰ οὖν Δαυΐδ καλεῖ αὐτὸν κύριον, πῶς υἱὸς αὐτοῦ ἐστι;

So nun David ihn einen Herrn nennt, wie ist er denn ein Sohn? (Luther.)

Vers. 46. Καὶ οὐδεὶς ἐδύνατο αὐτῷ ἀποκριθῆναι λόγον, οὐδὲ ἐτόλμησέ τις ἀπ' ἐκείνης τῆς ἡμέρας ἐπερωτῆσαι αὐτὸν οὐκέτι.

Und niemand konnte ihm ein Wort antworten, und durfte auch niemand von dem Tage an hinfort ihn fragen. (Luther.)

Hier nennt sich Christus also selbst zugios, und daran wird mit dem lóyos angeknüpft.

Sic omnes res natae fuerunt ab hac una re adoptione. Wie vorhin das res fuerunt a zu einem Machtverhältnisse ausgebeutet wurde, so muss es in analoger Weise auch hier statt haben. Und so kommt heraus: Wie Gott allmächtig ist durch Christus, so ist der heilige Geist mächtig durch die adoptio, dadurch dass er die Apostel adoptirt, dass er sich über sie ausgiesst. Die Macht des heiligen Geistes geht nicht absolut parallel der Macht Gottes und Christi im Verein. Daher steht im Vordersatz res omnes, wohingegen im Nachsatz res omnes natae steht. Aus dieser bedingten Parallele ist nun kein Abzug zu machen auf ein Plus oder Minus der Machtstellung zwischen Gott Vater, Sohn einerseits, und heiligem Geist andererseits. So ist die Sache nicht zu verstehen. Sondern es ist beim Minus der Macht in Bezug auf den heiligen Geist auf die Apostel abgesehen, die als nati, als Menschen, nimmer zu Gott werden, trotzdem dass der heilige Geist sich über sie ausgiesst.

Dritte Rubrik.

Pater ejus est Sol bis terra est.
Wie in der ersten Drei-Einigkeits-Interpretation,
Vierte Rubrik.

Pater omnis telesmi bis inferiorum.

Pater omnis telesmi totius mundi est hic: wie in der ersten Drei-Einigkeits-Interpretation.

Virtus ejus integra est, si versa fuerit in terram. Hier wird, wie in der ersten Drei-Einigkeits-Interpretation die Menschwerdung Christi in's Auge gefasst. Es tritt aber die Modification ein, dass bei der Menschwerdung Christi das in's Auge gefasst wird, dass Maria ihn gebiert, nachdem sie durch den heiligen Geist empfangen. In Bezug auf das jetzt folgende wird das descendit dem ascendit nicht vorgesetzt. Es bleibt damit an seiner Stelle, und kann daher auch nicht für den Tod Christi ausgebentet werden. Für diesen wird alsdann eine Stelle leer, und in diese rückt das Separabis etc. Das Separiren betrifft nun ein Doppeltes: terram ab igne und subtile a spisso, und das giebt es an die Hand, den Tod Christi in doppelter Beziehung in's Auge zu fassen. Das aber geschieht, indem man sich an den Kreuzestod und an das in's Grab Legen hält. Und so haben wir denn:

Separabis terram ab igne: Christus ist gekreuzigt wor

den;

(Separabis) subtile a spisso: Christus ist in's Grab gelegt worden.

Des Näheren liegt hierbei die Sache ff.

Da schlagen sie nun Christus an's Kreuz. Was hilft's ihnen, den Verblendeten? Sie unterlassen es, einen Unterschied zu machen zwischen Christus als Gott, ignis, and Christus als Mensch, terra. Den Menschen können sie kreuzigen, den Gott nicht. Du aber, um nicht in gleiche Verblendung zu fallen, separabis terram ab igne. Und:

Da legen sie nun Christus in's Grab. Die Verblendeten, sie meinen, es handele sich bei Christus um's Begraben. Ach nein, der braucht nicht begraben zu werden, der ist nicht todt. Der ist ein Gott, der nicht sterben kann. Du aber, um nicht in gleiche Verblendung zu fallen, separabis subtile a spisso, mache einen Unterschied zwischen Christus als Gott, subtile, und Christus als Mensch, spissum. Das suaviter magno cum ingenio wird nun als Beleg dafür aufgestellt, dass das Kreuzigen und Begraben doch nichts hilft, denn: die Auferstehung hat statt, und damit haben wir im suaviter magno cum ingenio: die Auferstehung Christi. Nach der Auferstehung folgt alsdann im

Ascendit a terra in coelum: die Himmelfahrt Christi. Nun kommt:

iterumque descendit in terram. Für den Tod Christi kann es natürlich in der Stelle nach dem Ascendit nicht mehr ausgebeutet werden, und darum greift man auf den Psalm 110, dessen Vers 1 beim óyos für den zúgios herangezogen worden, und hier derartig herangezogen wird, dass man sagt, wenn Christus descendit in terram, so heisst das, er setzt seine Füsse auf die Erde. Beim Setzen der Füsse auf die Erde ist man aber beim „Schemel der Füsse" (vergl. oben), und das führt auf das : Setze dich zu meiner Rechten". Auf Grund dieses letztern aber wird das descendit in terram dafür ausgebeutet, das Christus zur Rechten Gottes (des Vaters) sitzt. Et recipit vim superiorum et inferiorum.

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Es liegt nahe, dass man, da man mit dem descendit in terram in den Psalm 110 eingetreten, dass man nun auch in Bezug auf das recipit sich an ihn hält. Nun heisst's aber:

Vers 5. Der Herr zu deiner Rechten wird zerschmeissen die Könige zur Zeit seines Zorns. (Luther.)

Vers 6. Er wird richten unter den Heiden, er wird grosse Schlacht thun; er wird zerschmeissen das Haupt über grosse Lande. (Luther.)

Und in Bezug hierauf wird das Richten herangezogen. Christus recipit vim, wenn er als Richter kommt. Er erhält die vis über die inferiores, das sind die, die in der Erde liegen, die da unten liegen, das sind die Todten. Den inferiores gegenüber stehen aber die superiores, welche in analoger Beziehung dann als die genommen werden, welche über der Erde sind, das sind die Lebenden. Indem also Christus recipit vim superiorum et inferiorum, wird er zum Richter fiber die Lebenden und die Todten. Fünfte Rubrik.

Sic habebis gloriam bis penetrabit.

Sic habebis gloriam: wie in der ersten Drei-Einigkeits-Interpretation.

Haec est totius fortitudinis fortitudo fortis, quia vincet omnem rem subtilem, omnemque solidam penetrabit.

In der fortitudo haben wir, wie in der ersten Drei-Einigkeits. Interpretation, den heiligen Geist. Die cumulirte fortitudo zählt, wie dort, nach der Drei. Nun wird aber blos das penetrare der omnis res solida wie in der ersten Drei-Einigkeits-Interpretation interpretirt, das vincere der omnis res subtilis wird anders interpretirt.

Man sagt nämlich, es liegt etwas eigenthümlich, dass die fortitudo, der heilige Geist, besiegen soll (vincere) Gott den Vater und Gott den Sohn (res subtiles). Darum werden die res subtiles, welche der heilige Geist besiegt, anders gefasst, und zwar als Kirche, ecclesia, Vergebung der Sünden, remissio peccatorum, Auferstehung des Fleisches, resurrectio carnis.

Wir weisen darauf hin, dass in der ersten Drei-Einigkeits-Interpretation darin, dass der heilige Geist Gott den Vater und den Sohn besiegt, nicht in so fern eine Anomalie liegt, als durch den Sieg des heiligen Geistes diesem dadurch eine Superiorität über den Vater und den Sohu gegeben wird. Denn, indem der heilige Geist besiegt, besiegt er sich selbst zugleich mit, und dadurch kommt ein Gesammtsieg der Drei heraus, welche Drei im Hermes trismegistus als unzertrennbar gegeben ist.

Sechste, siebente Rubrik. Sic mundus creatus etc. Itaque vocatus sum etc.Wie in der ersten Drei-Einigkeits-Interpretation.

Completum est etc.

Achte Rubrik.

Es kann gerade auf Completum est der Nachdruck gelegt werden. Geschieht das, so macht es sich ganz gut, wenn es mit „Amen“ übersetzt wird. Es ist eben im kirchlichen Sinne das Completum est ein „Amen“, wie das Verum etc. zu Anfang im kirchlichen Sinne ein „Credo“ ist.

Das Symbolum Apostolicum.

Der Name Apostolisches Symbolum kommt daher, dass die Tabula smaragdina im theologisch- Christlichen Sinne das Symbolum genannt wurde. Derjenige, der es nun in diesem Sinne verkündet, ihm in diesem Sinne anhängt, ist ein Apostel des Glaubens, daher das Epitheton: Apostolisch. Dem Symbolum Apostolicum liegt die zweite DreiEinigkeits-Interpretation der Tab. smar. zu Grunde. Seine absolvirte Form lautet, wie bekannt, ff. Credo in Deum, Patrem omnipotentem, Creatorem coeli

et terrae.

Et in Jesum Christum, Filium ejus unicum, Dominum nostrum. Qui conceptus est de Spiritu Sancto. Natus ex Maria virgine. Passus sub Pontio Pilato, crucifixus, mortuus et sepultus. Descendit ad inferna. Tertia die resurrexit a mortuis. Ascendit ad coelos. Sedet ad derteram Dei, Patris omnipotentis. Inde venturus est judicare vivos et mortuos.

Credo in Spiritum Sanctum. Sanctam Ecclesiam Catholicam. Sanctorum communionem. Remissionem peccatorum. Carnis resurrectionem. Et vitam aeternam. Amen.

„Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer von Himmel und Erde. Und an Jesus Christus, seinen einzigen Sohn, unseren Herrn, welcher empfangen ist vom heiligen Geiste, geboren ist von der Jungfran Maria, gelitten hat unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben ist. Er stieg hinab in die Graft (zur Hölle). Am dritten Tage stand er wieder von den Todten auf. Er stieg zum Himmel auf. Er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters. Von dort wird er kommen, die

Lebenden und Todten zu richten.

Ich glaube an den heiligen Geist, eine (die) heilige gemeinsame Kirche, eine (die) Gemeinschaft der Heiligen, eine (die) Vergebung der Sünden, eine (die) Auferstehung des Fleisches und ein (das) ewiges (ewige) Leben. Amen.“

Die vorliegende Form des Apostolischen Symbolum hat sich successiv entwickelt. J. F. Müller führt in seinem Werke „Die Apostolischen Bücher" die verschiedenen Redactionen des Apostolischen Symbolum ff. auf:

1) Römische Form des Symbols nach Ruffinus. Credo in Deum Patrem omnipotentem. Et in Christum Jesum, unicum filium ejus, Dominum nostrum. Qui natus est de Spiritu sancto ex Maria virgine, crucifixus sub Pontio

Pilato et sepultus, tertia die resurrexit a mortuis, ascendit in coelos, sedet ad dexteram Patris: inde venturus est judicare vivos et mortuos. Et in Spiritum sanctum, sanctam ecclesiam, remissionem peccatorum, carnis resurrectionem.

„Ich glaube an Gott den Vater, den Allmächtigen. Und an Christus Jesus, seinen einzigen Sohn, unseren Herrn, welcher geboren ist vom heiligen Geiste, von der Jungfrau Maria (das de und ex lässt sich im Deutschen nicht wiedergeben. Das de vor dem heiligen Geiste weist darauf hin, dass der heilige Geist es ist, welcher empfangen lässt, das ex vor Maria weist darauf hin, dass Maria es ist, welche empfängt und gebiert), gekreuzigt ist unter Pontius Pilatus, und begraben ist, am dritten Tage von den Todten wieder auferstand, zum Himmel aufstieg, zur Rechten des Vaters sitzt: von dort wird er kommen, die Lebenden und Todten zu richten. Und (seil ich glaube) an den heiligen Geist, eine (die) heilige Kirche, eine (die) Vergebung der Sünden, eine (die) Auferstehung des Fleisches." Lehnen wir das nun an die zweite Drei-Einigkeits-Interpretation der Tab. smar.

Das Credo zu Anfange ist die erste Rubrik der zweiten Drei-Einigkeits-Interpretation.

Anknüpfend an dies Credo wird nun das Folgende gebracht unter der Form des an das und das“.

Das Quod est inferius bis rei unius fällt. Auf die Elcmentar-Beziehungen des heiligen Geistes wird nicht weiter

reflectirt.

In dem Et sicut etc. fällt der Nachsatz: sic omnes res natae fuerunt ab hac una re adoptione. Denn mit dem ,ab hac una re" wird an die res una, die vorangeht, angelehnt. Diese vorangehende res una wird aber, wie wir so eben gesehen, fallen gelassen, also zieht das Fallen des Quod est inferius etc. auch das Fallen des sic omnes res natae etc. nach sich. Dem heiligen Geist als solchem wird damit nicht weiter zu nahe getreten, denn der kommt ja noch einmal bei der fortitudo an die Reihe, und dort kann man von ihm sagen, was man für sachentsprechend hält. So bleibt denn von der zweiten Rubrik:

Et sicut res omnes fuerunt ab uno, meditatione unius. Hier muss nun wieder das Et fallen, weil nichts voran geht, an was anzuknüpfen wäre. Und das sicut muss fallen, weil der Nachsatz fällt, wodurch jeder Vergleich eo ipso aufhört. Somit behielten wir blos übrig:

Res omnes fuerunt ab uno, meditatione unius.

In diesem haben wir nach dem vorigen Abschnitt: Deus pater est omnipotens Christo, unico filio ejus, domino nostro.

Hieraus wird alsdann in Anknüpfung an das Credo der der ersten Rubrik eigentlich:

Credo in Deum patrem, omnipotentem Christo (Christo Jesu), unico filio ejus, domino nostro. Unser Text bringt: Credo in Deum omnipotentem. Et in Christum Jesum, unicum filium ejus, dominum nostrum.

Diese Fassung hat deswegen statt, um Christus direct, und nicht in einem Abhängigkeits Verhältniss zu haben. Der Autor hat im Sinne: Credo, ich glaube, direct an Gott Vater, und ebenso Credo, glaube ich, direct an Christus. Nicht aber Credo, glaube ich, direct an Gott Vater, und indirect an Christus deshalb, weil Gott Vater an seiner Hand, durch ihn, ein omnipotens wird.

Die dritte Rubrik fällt, weil es sich wieder um Elementar-Beziehungen des heiligen Geistes handelt, auf die, wie wir wissen, nicht weiter reflectirt wird.

In der vierten Rubrik fällt das Pater omnis telesmi totius mundi est hic. Denn gerade dadurch, dass vorhin der Ablativ Christo Jesu in den Accusativ mit in verwandelt worden, der durch ein „Et" an das Credo anschliesst, gerade dadurch ist ja auf Christus besonders hingewiesen worden. Das Et mit dem in Christum von vorhin macht hier den Passus Pater omnis telesmi überflüssig.

In Bezug auf das virtus ejus integra est, si versa fuerit in terram wissen wir, dass in der zweiten Drei-EinigkeitsInterpretation bei der Menschwerdung Christi das in's Auge gefasst wird, dass Maria Christus gebiert, nachdem sie vom heiligen Geiste empfangen hat. Hiermit haben wir denn, statt: virtus ejus est integra, si versa fuerit in terram: qui natus est de Spiritu sancto ex Maria virgine. Ebenso wissen wir, dass wir nach der zweiten Drei

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Einigkeits-Interpretation in Bezug auf das Separabis etc.

haben:

Separabis terram ab igne: Christus ist gekreuzigt worden;

(Separabis) subtile a spisso: Christus ist in's Grab gelegt worden;

suaviter magno cum ingenio: Christus ist auferstanden. Gerade nun das haben wir hier in dem: crucifixus sub Pontio Pilato

et sepultus,

tertia die resurrexit a mortuis.

Wir weisen darauf hin, dass im Grunde weder Pontius Pilatus noch die tertia dies zur Sache gehören.

In Bezug auf das Ascendit a terra in coelum haben wir die Himmelfahrt. Hier heisst's: ascendit in coelos, wobei also das ascendit der Tab. smar. intact bleibt, das a terra bei Seite gelassen, und das in coelum in „in coe los" umgewandelt wird. (Das letztere geschieht in Bezug auf den Hebräischen Plural-Begriff: Schamajim, Himmel). In Bezug auf das iterumque descendit in terram haben wir nach der zweiten Drei-Einigkeits-Interpretation das, dass Christus zur Rechten Gottes sitzt. Dem entsprechend heisst es hier: sedet ad dexteram patris. Christus sitzt als úgios (Hebr. Text in Psalm 110 ) zur Seite des лaine (Hebr. Text. im Psalm 110).

In Bezug auf das et recipit vim superiorum et inferiorum haben wir nach der zweiten Drei-Einigkeits-Interpretation das, dass Christus zum Richter wird über die Lebenden und Todten. Dem entsprechend heisst es hier: inde venturus est judicare vivos et mortuos. Im Psalm 110 haben wir beim Richten die Futuralsprache (Er wird richten). Demgemäss würde sich das recipit vim umwandeln in recepturus est vim, und daran anlehnend hätten wir hier judicaturus est. An dies judicaturus est stösst sich der Autor, weil er dem recipit als Praesens zu nahe zu treten fürchtet. Deswegen verwandelt er lieber das judicaturus est in den Infinitiv Praesens judicare, und drückt den Futural-Begriff aus durch er wird kommen". So erhält er venturus est judicare. Dabei denkt sich der Autor dann ferner, wenn Christus kommt, so muss er doch irgendwo her kommen, und deswegen schiebt er ein „inde“ ein, so dass im Ganzen herauskommt: inde venturus est judicare.

In der fünften Rubrik fällt das Sic habebis gloriam totius mundi. Die gloria totius mundi, das ist Gott den Vater und den Sohn, hat man ja eben durch das Vorangehende; in einem Schriftstücke, wie dem vorliegenden, brauchen sie daher nicht wiederholt zu werden. In derselben Rubrik fällt auch das penetrare der res solida, weil das wieder an die Elementar-Beziehungen des heiligen Geistes anknüpft, auf diese aber, wie wir wissen, nicht weiter reflectirt wird. Es bliebe also:

Haec est totius fortitudinis fortitudo fortis, quia vincet omnem rem subtilem.

Die fortitudo ist, wie wir wissen, der heilige Geist. Wie nun in Bezug auf den Vater und den Sohn an das Credo angeknüpft wird, so wird auch in Bezug auf den heiligen Geist an das Credo angeknüpft, und wir erhalten: Credo in Spiritum sanctum.

Was das vincere betrifft, so wissen wir, dass nach der ersten Drei- Einigkeits- Interpretation der heilige Geist vincit, besiegt, den Vater und den Sohn (zugleich aber auch sich selbst). Daran stösst sich die zweite DreiEinigkeits-Interpretation, und lässt vincere, besiegen: Kirche, Sünden -Vergebung, Fleisches - Auferstehung. Das vincere hat also eine Differenz in die Sache geschleudert. Und das ist der Grund, weshalb unser Autor ihm aus dem Wege geht. Er hält sich zwar an die Auffassung der zweiten Interpretation, und bringt das, was der heilige Geist besiegt, als Kirche, Sünden - Vergebung, Fleisches - Auferstehung. Er lässt aber das vincere unterwegs, und stellt jene drei Dinge brevi manu hin. Dabei muss man sich des Näheren denken, dass er hinter Spiritum sanctum einen Doppelpunct macht. Dieser Doppelpunct heisst dann Spiritus vincit. Wenn man das Symbol so schlechtweg liest, so interpretirt man: Credo in Spiritum sanctum, credo in sanctam ecclesiam, credo in remissionem peccatorum, credo in carnis resurrectionem. Das liegt aber nicht im Sinne des Autors. Der will: Credo in Spiritum sanctum, qui

vincit sanctam ecclesiam, qui vincit remissionem peccatorum, qui vincit carnis resurrectionem.

Die sechste Rubrik fällt. Denn ein Schriftstück wie das vorliegende hat nichts mit einem Index zu thun. Für die Tab. smar. als solche ist ein Index ganz gut, für ein Symbolum Apostolicum wäre er müssig.

Die siebente Rubrik fällt ebenfalls. Der Hermes trismegistus resultirt von selbst, nachdem Gott Vater, Gott Sohn und heiliger Geist im Vorangehenden durchgegangen. Für die Tab. smar. als solche ist er wichtig, für ein Symbolum Apostolicum ist er nicht mehr nöthig, nachdem das Vorangegangene dasteht. Und dann kann die Sache auch so liegen, dass der Autor sagt, für die Drei-EinigkeitsInterpretation der Tab. smar. ist zwar der Hermes trismegistus von hervorragender Wichtigkeit, das will ich nicht leugnen. Soll man nun aber diese Tab. smar. Schritt vor Schritt analysirend interpretiren und interpretirend analysiren, so liegt es etwas eigenthümlich, dass der Heidengott Hermes und die Drei - Einigkeit, um so zu sagen Auge in Auge sich sehend, gegenübergestellt werden sollen. Um so etwas zu umgehen, lasse ich den Hermes lieber fallen.

Das habens tres partes philosophiae totius mundi fällt mit dem Index.

Auch die achte Rubrik fällt. Das Completum est quod dixi de operatione Solis bezieht sich auf die Drei als Eins. Diese Ein-Relation lässt der Autor deshalb fallen, weil er sagt, ich schreibe für Christen. Dass die an einen Gott glauben, versteht sich von selbst, und damit ist eben der Eingott eo ipso gegeben. Das Symbolum Apostolicum ist nicht dazu da, um den Glauben an Gott im Allgemeinen vorzuführen, sondern um das vorzuführen, dass und wie sich an den Deus unus, an Gott überhaupt, der Deus trinus anlehnt.

2) Das Glaubensbekenntniss des Marcellus Ancyra. (337).

von

Πιστεύω εἰς θεὸν παντοκράτορα, καὶ εἰς Χριστὸν Ἰησοῦν, τὸν υἱὸν αὐτοῦ τὸν μονογεγῆ, τὸν κύριον ἡμῶν, τὸν γεννηθέντα ἐκ πνεύματος ἁγίου καὶ Μαρίας τῆς παρθένου, τὸν ἐπὶ Ποντίου Πιλάτου σταυρωθέντα καὶ ταφέντα καὶ τῇ τρίτῃ ἡμέρα ἀναστάντα ἐκ τῶν νεκρῶν, ἀναβάντα εἰς τοὺς οὐρανοὺς καὶ καθήμενον ἐν δεξιᾷ τοῦ πατρὸς, ὅθεν ἔρχεται κρίνειν ζῶντας καὶ νεκρούς, καὶ εἰς τὸ ἅγιον πνεῦμα, ἁγίαν ἐκκλησίαν, ἄφεσιν ἁμαρτιῶν, σαρκὸς ἀνάστασιν, ζωὴν αἰώνιον.

„Ich glaube an Gott den Vater (980s eben = Gott Vater), den Allmächtigen, und an Christus Jesus, seinen einzigen Sohn, unseren Herrn, der geboren ist vom heiligen Geist und der Jungfrau Maria (das Ez пVεÚμαιOS zai Magías liegt bei weitem nicht so bezeichnend als sub 1 das de Spiritu ex Maria), der unter Pontius Pilatus gekreuzigt ist, und begraben ist, und am dritten Tage wieder auferstanden ist von den Todten, zum Himmel aufgestiegen ist und sitzet zur Rechten des Vaters, woher er kommt, die Lebenden und Todten zu richten. Und an den heiligen Geist, eine heilige Kirche, eine Vergebung der Sünden, eine Auferstehung des Fleisches, ein ewiges Leben."

Wir heben hervor, dass in diesem Schriftstücke, welches fast wörtlich das vorige ist, zum Schlusse noch augefügt ist: Swy alovior, vitam aeternam, cin ewiges Leben, welches in dem Symbol ad 1) fehlt. Der Autor kommt hierzu derartig, dass er denkt, trotz der dreifachen fortitudo ist der heilige Geist doch nur eine Eins. Um dies zur Anschauung zu bringen, collectivirt er die Drei : Kirche, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches unter dem Eingesichtspuncte: ewiges Leben. aber für den Collectiv - Gesichtspunct gerade das ewige Leben nimmt, dazu kommt er derartig, dass er sagt, wozu die heilige Kirche, wozu die Vergebung der Sünden, wozu die Auferstehung des Fleisches, wenn das Ganze nicht auf ein ewiges Leben hinauskommen soll?

Dass er

In Bezug auf eine Interpunction nach heutigem Sinne hatte der Autor ad 1), wie wir wissen:

Et in Spiritum sanctum: sanctam ecclesiam, remissionem peccatorum, carnis resurrectionem.

Der Autor des vorliegenden Schriftstückes hat: καὶ εἰς τό ἅγιον πνεύμα-αγίαν ἐκκλησίαν, ἄφεσιν ἁμαρτιῶν, σαρκὸς ἀνάστασιν. ζωὴν αἰώνιον.

3) Ein Griechisches Formular aus einer Handschrift des achten Jahrhunderts, nach Jacob Usher. Πιστεύω εἰς θεὸν πατέρα παντοκράτορα, καὶ εἰς Χριστὸν ̓Ιησοῦν, υἱὸν αὐτοῦ τὸν μονογενῆ, τὸν κύριον ἡμῶν, τὸν γεννηθένια καὶ εἰς πνευμα ἅγιον,

αγί [αν ἐκκλησίαν], ἄφεσιν ἁμαρτιῶν, σαρκὸς ἀνάστα [σιν]. Αμήν.

Die ausgelassenenen Sätze stimmen bis auf wenige Varianten mit dem Texte sub 2). Die Varianten sind ff. Vor taq, fehlt zai, vor rgitŋ fehlt 1, nach z fehlt tør, vor zau. fehlt zui, statt zpívei heisst es zoivai, vor ayor fellt ó; desgleichen fehlt das Eingeklammerte in der Handschrift. (J. T. Müller.)

Wir heben hervor:

Statt ad 2) θεὸς haben wir hier θεὸς πατήρ. Im Grunde ist naine überflüssig, denn 90s involvirt den nario eo ipso.

Die So alorios, wie sie ad 2) steht, fehlt hier. Wir begegnen zum ersten Male dem Amen am Schlusse (Completum est).

4) Ein Lateinisches Formular aus einer Hand schrift des siebenten oder achten Jahrhunderts nach demselben. (Usher.)

Credo in Deum Patrem omnipotentem. Et in Christo Jesu, Filium ejus unicum, Dominum nostrum, qui natus est de Spiritu sancto et Maria virgine, qui sub Pontio Pilato crucifixus est et sepultus, tertia die resurrexit a mortuis, ascendit in coelis, sedet ad dextera Patris, unde venturus est judicare vivos et mortuos. Et in Spiritu sancto, sancta ecclesia, remissione peccatorum, carnis resurrectionis. Was die Uebersetzung anbetrifit, so verweisen wir auf das Schriftstück ad 1).

Das resurrectionis zu Ende ist wohl ein Schreibfehler statt resurrectione, obgleich sich das nicht mit Bestimmtheit behaupten lässt.

Ebenso ist wohl „et" Maria virgine ein Schreibfehler statt „ex" Maria virgine, obgleich sich auch das nicht mit Bestimmtheit behaupten lässt. Es kann auch die Anlehnung sein an das Symbol ad 2).

Statt inde, wie es das Symbol ad 1) hat, steht hier unde venturus est, was sich gleich bleibt.

Wir haben bei der 1óyos-Interpretation der Tab. smar. gesehen, dass Einige statt: Portavit illud ventus in ventre suo, nehmen: Portavit illud ventus in ventrem ejus. Das übt nun einen Rückschlag auf das vorliegende Schriftstück. Wie dort das in ventre in: in ventrem umgewandelt wird, so wird hier das in Christum Jesum in: in Christo Jesu, und das in Spiritum sanctum in: in Spiritu sancto, sancta ecclesia, remissione peccatorum umgewandelt. Das ist, wie wir bereits an citirter Stelle bemerkt, ein gegenseitiger Austausch.

Dass angefangen wird: in Christo Jesu, und dann in der ursprünglichen Accusativ- Fassung fortgefahren wird: Filium, Dominum, geschieht absichtlich, dass der Ablativ sich neben dem Accusativ augenscheinlich legalisirt. In coelis haben wir nach derselben Analogie, wie in Christo.

Mit seiner Ablativ-Fassung geht der Autor gar so weit, dass er ad dexterâ schreibt statt ad dexteram. Und da er so weit geht, so fragt es sich, ob nicht auch das: carnis resurrectionis absichtlich dasteht, um eine Deckung zu bringen

für das Portavit illud ventus in ventrem ejus. Im vorliegenden Schriftstück fehlt wieder die vita aeterna und das Amen.

5) Dieselbe Formel · für den lithurgischen Zweck verkürzt nach dem Sanctuarium des Gelasius. Credo in Deum patrem omnipotentem, et in Jesum Christum, Filium ejus unicum, Dominum nostrum, natum et passum, et in Spiritum sanctum, sanctam ecclesiam, remissionem peccatorum, carnis resurrectionem.

6) Der Textus receptus nach einem Psalterium Graecum Papae Gregori (nach Usher.) a. Lateinisch:

Credo in Deum Patrem omnipotentem, creatorem coeli et terrae. Et in Jesum Christum, Filium ejus unicum, Dominum nostrum. Qui conceptus est de Spiritu sancto, natus ex Maria virgine, passus sub P. P., crucifixus, mortuus et sepultus, descendit ad inferna; tertia die resurrexit a mortuis, ascendit ad coelos, sedet ad dexteram Dei Pa

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