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terra.

a

а

9

a

a

ongas, be

Nun zu unserer Stelle!

Schwefel, kurz zu terra werden; aber es wird präVorab sei bemerkt, dass da heisst: a terra: von unten, sumtiv schon terra genannt. in coelum: nach oben, in terram: nach unten.

Subtile Ammoniak. Also heisst ascendit a terra in coelum: Es steigt von Spissum sind die rothen Quecksilberdämpfe. Sie sich unten nach oben, das ist einfach: Es steigt auf. Descendit zwar gasförmig, werden aber in Bezug darauf, dass sie in terrain heisst: Es steigt nach unten oder es steigt ab. herunter sollen, vorweg, präsumtiv, schon ein Festes, Dass nicht einfach steht ascendit und descendit geschieht spissuin, genannt. Das liegt analog, wie vorher, bei der mit Riicksicht auf die Aegyptische Interpretation, bei der es in die Wagschale fällt, dass das Aufsteigen gerade In den Vorbemerkungen zu der vorliegenden zweiten zum Himmel statt hat. Aber auch hier, bei der Jüdischen Rubrik haben wir kennen lernen, dass Interpretation, kann man sagen, dass für den einfachen oben sind: Ausdruck „nach oben“ der Ausdruckingen Himmel“ ge

Ammoniak, Hydrothiongas, Rothe Dämpfe braucht wird, hat in Bezug darauf statt, dass hier von

b den Präparaten die Rede ist, welche dem kosmologischen

und dass nun: Himinel parallel laufen. Es ist also wohl geeignet, dass

Ammoniak Hydrothiongas Rothe Dämpfe der Himmel in die Sache gebracht wird. Hat man aber erst einmal „nach oben“ mit in coelum übersetzt, so ist

b. damit auch gegeben, dass man von unten“ und „nach

oben bleiben,

herunterunten“ mit a terra und in terram übersetzt.

bei Seite ge

gehen, u. den Es hat nun der Autor unsere Stelle zuvörderst ff. ent

schafft wer

Pulvis solaris worfen:

den, und Li

bilden. Ascendit a terra in coelum, tum altera pars separatur, et altera iterum descendit in terram, et (totum) recipit

quor hepatis

bilden. vim superiorum et inferiorum.

Das würde sich denn, an die Ausdrucksweise des Passus : Das heisst: Der Dampf beim arcanologischen Experi

Separabis terram ab igne etc. lehnend, ff. machen: mente steigt auf. Nun wird ein Theil des Dampfes (der

Oben sind: den Liquor bepatis ergiebt) bei Seite geschafft, der an

Subtile

Ignis dere Theil des Dampfes (nämlich der, der den P. solaris ergiebt) steigt ab, und das Ganze erhält die Kraft von

b oberen Theilen und unteren Theilen, das heisst, trotzdem Ammoniak, Rothe Hydrothi- Hydrothidass es nur ein Dampf ist, steigen doch in ihm meh- behält den Dämpfe, er

ongas, errere Theile, nämlich Ammoniak, Hydrothiongas, rother Namen: halten prä

hält den

hält präDampf auf, und mehrere Theile, nämlich Hydrothion- subtile. sumtiv den Namen: sumtiv den gas und rother Dampf, ab.

Namen:

ignis.

Namen: Nachdem nun der Autor die Stelle so entworfen, fasst

spissum.

terra. er den Passus: tum altera pars separatur aus dem Ganzen Und in Bezug hierauf haben wir: heraus, und setzt ilin nach vorn. Nicht nur das thut er

Subtile

Ignis

Spissum aber, sondern, indem er ihn nach vorn setzt, erweitert

Ignis Terra er ihn auch. Indem er den Passus nach vorn setzt, wird aus dem tum altera pars separatur: Separabis alteram

bleiben oben, und gehen herunter, und partem, und indem er ihn erweitert, wird aus der altera

werden als Liquor

bilden Pulvis 80pars das, was separirt werden soll, und wovon es separirt

hepatis bei Seite

laris. den soll, da ist: Separabis terram ab igne, ile

geschafft. a spisso.

Also heisst die Stelle Separabis etc. Du hast oben: Zu einem solchen Thun geht der Autor deswegen über, Ammoniak (subtile), Hydrothiongas a (ignis), Hydrothiweil er markiren will, dass, trotzdem man den einen ongas b (terra), rothe Dämpfe (spissum). Nun trenne Dampf des areanologischen Wassers hat, dass dieser Dampf Hydrothiongas a (ignis) von Hydrothiongass b (terra), und trotzdein zwei Arcana ergiebt, nämlich den Liquor hepatis trenne auch Ammoniak (subtile) von den rothen Dämpfen und den P. solaris. Sobald er aber das markiren will, (spissum). sobald er uns den Dampf als zwei Arcana präsentiren Nun wird angeknüpft: suaviter magno et ingenio. will, findet er es auch passend, dass der Liquor hepatis Thue das mit Vorsicht und Geschick. Du hast zwar sepa. zuerst präsentirt wird, denn den hat man ja eher, als rirt, getrennt, damit hast du nun aber noch nicht den man den P. solaris hat; der Liquor hepatis ist bereits bei den Liquor hepatis. Das bei dem Trennen auf der einen Seite geschafft, wenn der P. solaris erst noch herunter Seite Erhaltene, das ist Ammoniak und Hydrothiongas e,

muss bei Seite geschafft werden, das anf der anderen Es wird nun der Liquor hepatis präsentirt in dem Seite Erhaltene muss unangetastet bleiben, erst so hast Passus: Separabis terram ab igne, subtile a spisso (sua- du den Liquor hepatis. Und um so mehr musst du mit viter magno cum ingenio).

Geschick verfahren, als eben so wohl, wie das subtile, Es wird der P. solaris präsentirt in dem Passus: Ascen- welches auf den Liquor hepatis kommt, vom spissum, welches dit a terra in coelum iterumque descendit in terram. Also auf den P. solaris kommt, getrennt werden soll, auch eben 80bei der betreffenden Umwandlung der Stelle aus der Si- wohl der ignis, welcher auf den Liquor hepatis kommt, von tuation, wie sie ursprünglich entworfen, fällt das ascendit der terra, welche auf den P. solaris kommt, getrennt werden a terra in coelum exclusiv auf den P. solaris. Das lässt muss. Wie separirt werden soll subtile a spisso, so muss auch sich bei dem Manoeuvre, wie es der Autor instituirt, nicht getrennt werden ignis a terra, nicht aber umgekehrt terra ab anders bewerkstelligen, verschlägt übrigens auch nicht. igne, wie im Text geschrieben steht. Lass dich also durch Man kann nicht einwerfen, aber dann sind die Theile, die Arrangirung der Textworte nicht beirren. Dass nun die den Liquor hepatis constituiren sollen, ja gar nicht der Text bringt terram ab igne und nicht ignem a terra, aufgestiegen. Das kann man nicht einwerfen, denn von geschieht mit Vorbedacht deswegen, um im Kleinen ein diesen Theilen wird in dem Passus: Separabis terram ab Hysteron-Proteron zu bringen, und damit im Kleinen das igne ausdrücklich gesagt, dass sie von den Dingen separirt zu thun, was in Bezug darauf, dass erst Acid. sulphur. werden sollen, die wieder heruntergehen. Nun, dann und Natron, und dann erst Liquor hepatis und P. solaris müssen die betreffenden Theile auch oben sein.

abgehandelt wird, bei dem ganzen Abhandeln des arcanoEs ist nun ignis Feuer: Schwefel · Hydrothion- logischen Experimentes im Grossen geschieht. Und nicht gas, das ist das Hydrothiongas, welches in den Liquor nur darauf deutet das Hysteron - Proteron im Kleinen, hepatis eingeht. Dem gegenüber ist

sondern auch darauf, dass die Stelle Separabis etc., wie terra im Allgemeinen auch Schwefel, Hydrothiongas, sie hier vorliegt, anders ist, wie sie ursprünglich entworfen, aber der Schwefel, das Hydrothiongas, welches wieder wie sie eigentlich sein sollte. Denn dass die Stelle so ist, herunter soll, und indem es heruntergeht, zu festem wie sie hier steht, und nicht so wie sie ursprünglich entSchwefel, zu Erd-Schwefel, zu Sulphur aurat. wird. Die- worfen ist, eigentlich sein sollte, kommt am Ende auch ses Hydrothiongas soll erst zu festem Schwefel, zu terra- wieder auf ein Hysteron-Proteron heraus. Also stosse dicha

muss.

sm. Nun

nicht an diese ,,Durcheinander“, `an diese Hystera-Protera. Entwickele dir das, was aus der Stelle zu entwickeln ist: suaviter magno cum ingenio.

Und nun müssen wir zusehen, wie denn der Autor zu der Idee kommt, zu entwerfen:

Ascendit a terra in coelum, tum altera pars separatur etc. und statt dessen die Stelle so zu bringen, wie sie in der Tab. sm. steht.

Nun das liegt also: Der Autor denkt sich, man könne annehmen, der Anfang der biblischen Schöpfungsgeschichte rei auf Grund dessen, dass man vorab doch einmal das Wasser haben muss, ehe Luft und Erde in dasselbe hineingeschaffen werden können, ff. entworfen:

An Anfang war es finster auf der Tiefe. Jetzt schuf Gott Luft und Erde, und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser.

Hier wird nun, um zum Bibeltext zu kommen, das: „Jetzt schuf Gott Luft und Erde" herausgenommen, und nach vorn gebracht. Und indem das geschieht, wird der Passus zugleich dilatirt. Die Erde erhält das cópatos zai dzateozkvaços. Auf diese Weise kommt denn der Bibeltext heraus: Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde, und die Erde war unsichtbar und unzubereitet. Und es war finster auf der Tiefe, und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser.

Wie nun der Autor in Bezug auf den Anfang der biblischen Schöpfungsgeschichte sagt: so hat die Stelle ursprünglich gelegen, und so liegt sie nach dem Bibeltexte, gerade so sagt er auch hier: so liegt die Stelle Separabis ursprünglich und so liegt sie nach dem Texte der Tabula Elliaragdi.

Der Passus: Ascendit a terra in coelum iterumque de scendit in terram macht sich in seiner Besonderstellung dem P. solaris gegenüber sehr einfach. Er besagt, der P. solaris steigt auf, wie es der Liquor hepatis auch thut. Der Unterschied ist nur der, dass der Liquor hepatis oben bleibt, wogegen der P. solaris iterum descendit in terram, wieder herunter muss.

Der Passus: et recipit vim superiorum et inferiorum bezieht sich auf den Liquor hepatis und den P. solaris, also auf den ganzen Dampf. Dieser Passus bedeutet also dasselbe, was er bedeutet hat, wie die ganze Stelle Separabis ete, in ihrem ursprünglichen Entwurf dem Autor vorlag. Das ist ganz analog, wie bei der in zweifacher Form gedachten Bibelstelle: Am Anfang schuf Gott u. 8. W.“ In dieser Bibelstelle steht nämlich der Schlusssatz: „Und der Geist Gottes schwebte über dem Wasser“ beim Bibeltexte ganz so da, wie er in dem, von unserem Autor aufgestellten Entwurfe: „Am Anfang war es finster auf der Tiefe“ dagestanden hat.

Allgemeines über die dritte und vierte Rubrik. Der Autor hat den 19. Psalm vor Augen, der nach der Uebersetzung Luthers ff. lautet:

1) Ein Psalm Davids vorzusingen.

2) Die Himmel erzählen die Ehre Gottes, und die Veste verkündiget seiner Hände Werk.

3) Ein Tag sagt es dem andern, und eine Nacht thut es kund der andern.

4) Es ist keine Sprache nooh Rede, da man nicht ihre Stimme höre.

5) Ihre Schnur (Text: Dip, Septuaginta: próyyos, Schall, was auch dem Sinn entspricht. Allerdings ist IP Schnur, Messschnar. Vielleicht wird dabei an die Schnur, die Saite eines Instrumentes gedacht.) geht aus in alle Lande, und ihre Rede an der Welt Ende; er hat der Sonne eine Hütte in denselben gemacht.

6) Und dieselbige geht heraus, wie ein Bräutigam aus seiner Kammer, und freut sich wie ein Held, zu laufen

10) Die Furcht des Herrn ist rein, und bleibt ewiglich. Die Rechte des Herrn sind wahrhaftig, allesammt gerecht.

11) Sie sind köstlicher, denn Gold und viel feines Gold; sie sind süsser, denn Honig und Honigseim.

12) Auch wird dein Knecht durch sie erinnert; und wer sie hält, der hat grossen Lohn.

13) Wer kann merken, wie oft er fehlt? Verzeihe mir die verborgenen Fehler.

14) Bewahre auch deinen Knecht vor den Stolzen, dass sie nicht über mich herrschen; so werde ich ohne Wandel sein, und unschuldig bleiben grosser Missethat.

15) Lass dir wohlgefallen die Rede meines Mundes, und das Gespräch meines Herzens vor dir, Herr, mein Hort und mein Erlöser.

Dieser Psalm ist unserem Autor der alchemistische Psalm. In seinem Sinne handelt derselbe bis Vers 7 inclus. die Kosmologie ab, und kommt dann zur Arcanologie. Das Gesetz, das Zeugniss, die Befehle und die Gebote in Vers 8 und 9 repräsentiren die 4 Arcana. Gesetz des Herrn, Zeugniss des Herm, Befehle des Herrn, Gebote des Herrn sind Synonima. Unter sie lässt sich aber nicht einrangiren das, was der Vers 10 bringt, das sind: die Furcht des Herrn und die Rechte (Gerichte) des Herrn. Diese bilden etwas besonders fiir sich Dastehendes. Dieses besonders Dastehende schliesst sich aber dem, was Vers 8 und 9 bringen, an. Das fasst der Autor der Tab.

vom arcanologischen Standpuncte derartig auf, dass er sagt, der Arcanen-Vier schliesst sich die ArcanenZwei an. Diese Arcanen-Zwei ist darin repräsentirt, dass im Anlehnen des arcanologischen Experimentes an dii. Schöpfungsgeschichte die Arcana auf zwei Tage, len zweiten und dritten Tag kommen. Wie die Areanen-Tier ist: 1) Liquor hepatis, 2) P. solaris, 3) Acid. sulphur., 4) Natron, so ist die Arcanen-Zwei: 1) Liquor hepatis und P. solaris, 2) Acid. sulphur. und Natron. Dieser Areinen-Zwei zu Liebe, das ist also dem zu Liebe, dass im Anlehnen des arcanologischen Experimentes an die Schöpfungsgeschichte zwei Tage beansprucht werden, erhalten denn auch in der Tab. sm. die Arcana zwei Rubriken.

Der Vers 11 schliesst sich der Arcanologie an. Die Arcana werden in dem Gold und feinen Gold als Metalle aufgefasst. Sie werden ferner im Honig und Honigseim vom Standpunct des Geschmackes oder vom Standpuncte der Pflanzensäfte, Xvuoi, aufgefasst. (Vergl. bei Plato.) Die Septuaginta haben statt des feinen Goldes, (1991) hihov tiulov. Damit kommen denn auch die Arcana als Minerale an die Reihe.

Im Vers 12 wird der Alchemist durch die Arcana „erinnert“. Der Text hat na nid, was die Septuaginta übersetzen: pulcooet avra', beobachtet sie. Wer sie hält, das ist, wer die Arcana am Krankenbette anwendet, der hat dess grossen Lohn.

Und wenn man nun, lehrt Vers 13, die Arcana anwendet, wer kann denn merken, wie oft er fehlt? 'H xplois Xahann, das Urtheil ist schwer, sagt Hippokrates. Verzeihe mir die verborgenen Fehler: Gott möge verzeihen, wenn wir fehlen. Wir sind Menschen, und können alle fehlen.

Vers 14. Und wenn wir nun nicht Alles curiren, denn wer möchte Alles curiren können, dann kommen die Stolzen, die Schulärzte, machen ein grosses Geschrei und sagen: Da haben wir es nun! Der Text hat für „vor den Stolzen“: D’nin, die Septuaginta: dnò allotgiwv. alldórgios heisst der Abgeneigte, der Entfremdete, der Feindliche. —-0 Gott, mögen die nicht über mich herrschen, so werde ich ohne Wandel sein, und unschuldig bleiben grosser Missethat die der böse Leumund auf mich wirft. Es ist übrigens zu bemerken, dass Luther, indem er die Stolzen bringt, im Sinne der alchemistischen Interpretation des Psalmes übersetzt. Im Sinne des Psal

an und für sich liegt wohl mehr, dass das Ostia sachlich aufgefasst, und auf die Sünde bezogen wird.

Indem wir uns nun an diesen Psalın halten, werden uns die Ausdrücke in der dritten und vierten Rubrik der Tab. sm. klar werden.

Die gloria in der dritten Rubrik zielt auf die Ehre Gottes des Vers 2. Im Texte heisst es:

den Weg.

mes

7) Sie geht auf an einem Ende des Himmels, und läuft um bis wieder an dasselbe Ende; und bleibt nichts vor ihrer Hitze verborgen.

8) Das Gesetz des Herrn ist ohne Wandel, und erquickt die Seele. Das Zeugniss des Herrn ist gewiss, und macht die Albernen weise.

9) Die Befehle des Herrn sind richtig, und erfreuen das Herz. Die Gebote des Herrn sind lauter, und erleuchten die Augen.

אל

das ,כבוד

ment.

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ist Lateinisch: gloria Dei. Au diese gloria Dei lehnt auch die Französische Vebersetzung: Les cieux racontent la gloire de Dieu, welche viel sachentsprechender ist, als die Luthersche: Die Himmel erzählen die Ehre Gottes. Die Septuaginta haben: Sófa Deoủ.

Die obscuritas in der dritten Rubrik zielt auf Vers 8 und 9, indem in ihnen steht:

und macht die Albernen weise

und erleuchtet die Augen Obscuritas ist nämlich (analog dem betreffenden Worte im Griechischen Texte der Tab. sm.) einerseits: Dunkelheit in Bezug auf das Augenlicht. So kann man gerade zu sagen: obscuritas oculorum. Andererseits ist obscuritas aber auch „Dunkelheit“ in metaphorischer Weise, und bezieht sich auf das Nichtverstehen einer Sache. Res obscura ist eine Sache, die schwer einzuschen ist.

Wenn also der Autor der Tab. smaragd. sagt: Ideo fugiet a te obscuritas, so hat er ganz den Doppelbegriff des Vers 8 und 9 vor Augen, und will einerseits interpretirt wissen: Du wirst aus einem Albernen ein Weiser, das ist aus einem Nicht - Wissenden ein Wissender, andererseits : Deine Augen werden erleuchtet werden, es wird dir wie Schuppen von den Augen fallen. Gerade deswegen, um auf das Doppelbild des Vers 8 und 9, welches sich an die obscuritas knüpft, hinzuweisen, gerade deswegen steht nicht : Ideu fugiet a te obscuritas, sondern omnis obscuritas.

Das vincere et penetrare der vierten Rubrik ist das herrschen“ des Vers 14, Lateinisch dominari in, Griechisch xqattiv. Die Septuaginta haben: xarazUQLEVELV, was auf dasselbe hinauskommt. Das xpartiv wird in vincere et penetrare auseinandergezogen. Um das zu durchschauen, dazu giebt die Tabula Democritica, die wir später kennen lernen werden, einen Anhaltspunct. Demokrit wandelt das penetrare (nicht vincere et penetrare) wieder in das xqativ um, und setzt damit, wenigstens denn theilweise, das herrschen des Vers 14 wieder in sein altes Recht ein. Wer nun herrscht, der hat Stärke, fortitudo. Die fortitudo der Schulärzte besteht darin, was sie am Krankenbette thun, die fortitudo der Alchemisten sind dagegen die Arcana. So kommt in die pathologische Rubrik die fortitudo hinein.

Es lehnen sich also an den Psalm 19 die Ausdrücke gloria , obscuritas, fortitudo, vincere, penetrare. Davon kommt nur der Ausdruck gloria selbst im Psalm vor, die übrigen muss man sich herausinterpretiren. Das ist nun wohl überlegt. Gloria soll das Stichwort bilden, womit auf den Psalm 19 hingewiesen wird. Und ist einmal so auf den Psalm hingewiesen, so soll sich der Leser das Uebrige selbst herausfinden. Das Anschmiegen der betreffenden Ausdrücke an den Psalm soll nämlich den Griechen gegenüber verdeckt bleiben, was unmöglich geworden wäre, wenn noch andere Worte, wie gloria, aus dem Psalm herangezogen worden wären. Wäre den Griechen, wenigstens denn von vorn herein, nicht verdeckt geblieben, dass die dritte und vierte Rubrik der Tab. sm. Psalm 19 anlehnen, so hätten sie die Tab. sm. nicht hingenommen. Denn die Griechen waren gegen jedes Alchemistische, welches an die Bibel anlehnt. Ebenso wie der Autor sich jede Aussicht, dass die Tab. sm. Griechen acceptirt werden würde, selbst genommen hätte, wenn er in der Tab. sm. statt des arcanologischen Experimentes die Schöpfungsgeschichte herangezogen hätte, eben so hätte er sich dieselbe Aussicht selbst genommen, wenn er mit dem Psalm 19 offen hervorgetreten wäre, das ist, wenn er, wie das in seinem Sinne nahe lag, mehrere Ausdrucksweisen dieses für ihn so wichtigen Psalmes direct herangezogen hätte.

Dritte Rubrik. Sic habebis gloriam totius mundi. Ideo fugiet a te omnis obscuritas.

Wegen der Worte gloria Dei, welche im zweiten Verse vorkommen, nannten die Juden überhaupt zu jener Zeit, oder der Autor der Tab. sm. für sich, den Psalm 19 die Gloria Dei. Weil nun der Autor in diesem Psalm den alchemistischen Psalm hat, und dieser Psalm den Namen Gloria Dei führt, deswegen nennt er Alchemie: Gloria Dei oder Gloria.

Indem ferner die erste und zweite Rubrik das arcanologische Experiment bringen, hat man, auf sie hinweisend, die Alchemie (Gloria) des arcanologischen Experimentes.

Der Autor weist nun in dieser Rubrik auf das hin, was die vorigen Rubriken bringen, und so würde er denn haben:

Sic habebis gloriam ... des arcanologischen Experimentes.

Nicht das allein will er aber sagen. Er will sagen, da last zwar, wenn du die Sache so betrachtest, wie sie hier gezeichnet, nichts anderes, als das arcanologische Experi

Du musst aber weiter gehen. Das arcanologische Experiment läuft der Schöpfungsgeschichte parallel, indem du also das arcanologische Experiment hast, hast du auch die Schöpfungsgeschichte. Und darum sagt er: Sie habebis gloriam totius mundi. So hast du wirst du haben, die Alchemie der ganzen Welt. Du hast nicht nur Alchemie der arcanologischen Welt, sondern auch die Alchemie der kosmologischen Welt, und somit der ganzen Welt, totius mundi.

Der zweite Satz: Ideo fugiet a te omnis obscuritas ist nichts mehr und nichts weniger als ein Anflicksel. Wenn dieser Satz nicht dastände, würde der Sinn der Tab, sm. nicht um ein Titelchen anders sein, als er jetzt ist. Dass er nun dasteht, hat als Grund, dass die dritte Rubrik zweitheilig gemacht werden soll. Wir wissen, dass darauf losgesteuert wird, dass man die Berechtigung haben soll, 4 Rubriken einerseits, und andererseits auch wieder 3 Rubriken anzunehmen. Würde nun die dritte Rubrik kurze weg leissen: Sic habebis gloriain totius mundi, so würde beim Dreitheilig-Machen der Tab, sm. die zweite Rubrik ein zu grosses Uebergewicht erhalten, denn nur sie wäre dann in der Lage, hinüberzuziehen. Jetzt dagegen, wo das Ideo etc. hinzukommt, erhält auch die vierte Rubrik ein Etwas, was sie zu sich hinüberziehen kann. Dadurch hält dann die vierte Rubrik der zweiten das Gleichgewicht. Und nicht nur das, sondern auch der ersten Rubrik hält die vierte das Gleichgewicht. Denn da die beiden ersten Rubriken den Inbegriff der Arcana bringen, so gehören sie zusammen.

Nimmt man nun die dritte Rubrik selbständig, so heisst sie: So, indem du das hast, was die erste und zweite Rubrik bringen, hast du die Alchemie der ganzen Welt, der arcanologischen und der kosmologischen, und indem du das einsiehst, flieht dich die obscuritas, omnis obscuritas in Bezug darauf, dass vorhin gesagt ist, totius mundi,

Fällt die Selbstständigkeit der dritten Rubrik, so rückt das Sic habebis gloriam totius mundi in die zweite Rubrik, bildet deren Schlusssatz umd heisst dann: Indem du nun Liquor hepatis und P. solaris hast, hast du nicht nur die Alchemie der zweiten Rubrik, sondern auch die Alchemie der ersten Rubrik. Acid. sulphur. und Natron bilden eine Rubrik und Liquor hepatis und P. solaris bilden wieder eine Rubrik. Dadurch musst du dich nun nicht irre leiten lassen und sagen, in Acid, sulphur. und Natron habe ich etwas ahsolut besonderes, und im Liquor hepatis und P. solaris wieder. Nein, sie sind trotz der Unterbringung in zwei Rubriken von einem Gesichtspunete, ron dem Gesichtspuncte des totus mundus, des Inbegriffes der Arcanen-Vier, Arcanen-Drei, Arcanen Zwei, aufzufassen. Und nicht nur das, sondern noch mehr. Indem du die 4, 3, 2 hast, hast du die 7 Arcana. Die 4, 3, 2 ist die Restringirung der 7 Arcana Trotzdem die 4, 3, 2 eine 4, 3, 2 ist und keine 7, umfasst sie doch den totus mundus: alle Arcana.

Und wie beim Fallen der Selbstständigkeit der dritten Rubrik das Sic habebis gloriam in die zweite Rubrik rückt, so rückt das Ideo fugiet a te omnis obscuritas in die vierte Rubrik. Es wird dann obscuritas zu Rath- und Thatlosigkeit am Krankenbette“. Die vierte Rubrik fängt dann

Auf Grund dessen nun, dass du den Lubegriff der Arcana hast, flieht dich die Ratlı- und Thatlosigkeit am Krankenbette, denn: Haec est totius fortitudinis etc.

Vierte Rubrik. Haec est totius fortitudinis fortitudo fortis, quia viueet omnem rem subtilem, omnemque solidam penetrabit.

Das ist nun in Griechisch-Lateinischer Ausdrucksweise gerade so, als wenn dastände: Hic est fortitudo, et quidem eam ob causam est fortitudo, quia etc. Das ist:

Vorhin habe ich dir die gloria präsentirt, hier präsentire ich dir die fortitudo, und diese fortitudo, die ich dir präsentire, ist deswegen eine fortitudo, weil sie u. sa W.

an den

von den

an:

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Die fortitudo, die Stärke, welche präsentirt wird, sind die Arcana, und die Arcana bilden deswegen eine Stärke, weil diese Stärke, oder was sich gleich bleibt, weil das Arcanum (die Arcana), vincet et penetrabit.

Um besonders darauf hinzuweisen, dass fortitudo auf die Arcana zielt, steht totius fortitudinis fortitudo fortis statt des einfachen fortitudo. Hält man sich bei dieser Ausdrucksweise an das Gleichlautende des Substantivs und des Adjectivs, so hat man es mit den 3 Worten: fortitudinis, fortitudo, fortis zu thun, und diese zielen auf die Arcanen-Drei. Hält man sich aber daran, dass noch obendrein totius fortitudinis steht, so hat man in der tota fortitudo ein Doppeltes, dem sich dann ferner fortitudo fortis anreiht, womit denn ein Vierfaches herauskommt, welches auf die Arcanen - Vier zielt. Hält man sich daran, dass das Substantiv fortitudo zweimal vorkommt, so hat man die Arcanen - Zwei.

Die Stärke der Arcana besteht nun, anlehnend an den Vers 14 des Psalın 19, darin, dass sie herrschen. Das Reich, in dem sie herrschen ist der menschliche Körper. Es herrscht die Stärke der Arcana iiber den Körper. Also hat man zunächst:

Haec est fortitudo (totius fortitudinis fortitudo fortis), quia dominatur in corpus.

Nun wird das dominari auseinandergezogen in: vincere et penetrare, und das corpus in: omnis res subtilis und omnis res solida, und damit kommt denn die Fassung der Stelle heraus, wie sie hier vorliegt.

Die Lehren der alten sogenannten „Sehulen“, von denen wir in der Geschichte der Medicin lesen, z. B. der humoralpathologischen Schule, der Alexandrinischen Schule, der empirischen Schule, der methodischen Schule u. 8. w. bilden nichts anderes, als den Inbegriff alchemistisch-pathologischer Speculationen, wie sie der eine alchemistische lehrende Arzt so, und der andere anders aufstellte. Z. B. bei der humoralpathologischen Schule haben wir die Lehre von den 4 Humores, der gelben und schwarzen Gallo, dem Phlegma, dem Blut, welche 4 Humores den 4 Arcanis gegenübergestellt wurden. Bei der methodischen Schule haben wir die Lehre von den 3 Cönoteten (xo1vórntes, Zustände des Körpers), die da sind séyvwois, gious und ein aus beiden gemischter Zustand; u. 9. w. Von diesen alehemistisch-pathologischen Lehren hatten die Schulärzte (und damit unsere heutigen Historiker) höcbst abenteuerliche Vorstellungen, weil ihnen die Hanptbasis zu deren Verständniss, das ist die Kenntniss der Arcana , fehlte. Sie können eben nur dem klar werden, der au courant der Alchemie ist. Wir für unseren Theil können nun auf die alchemistisch-pathologischen Speculationen der einzelnen Schulen hier nicht näher eingehen. Das würde viel zu weit führen. Das Ziel, welches wir uns vorgesteckt haben, ist die Darlegung der Alchemie, nicht aber die Darlegung der Anwendung der Arcana am Krankenbette und die Geschichte dieser Anwendung. Der geneigte Leser wolle sich daher damit begnügen, wenn wir ihm kurz weg sagen, dass die Alexandrinische Schule, an deren Spitze namentlieh Erasistratus (um 300 a. C.) stand, einer PneumatoHumoral - Solidarpathologie (Pneuma, ve vua Luft) huldigte; das heisst, dass diese Schule, indem sie den menschlichen Körper den Arcanis gegenübersezt, den Körper in's Auge fasst vom Standpunet des n va vua, des Humor, des Solidum.

Wenn nun der Autor der Tab. sm. hier von res subtilis und res solida spricht, so fasst er den Körper auf vom Standpunet des niveŭua, des Humor, des Solidum, und befindet sich damit au niveau der Alexandrinischen Schule. Indem die Stärke der Arcana über den Körper herrscht, herrscht sie über das Pneuma, den Humor, das Solidum. Das Solidum ist direct ausgedriickt (quia penetrat omnem rem solidam), der Pneuma-Ilumor ist indirect gegeben als subtile (quia vincit omnem rem subtilem). Dass nun das subtile das Pneuma und den Humor umfasst, liegt ff.

In der Stelle Separabis terram ab igne, subtile a spisso ist subtile das Luftförmige, das führt hier in sehr nahe liegender Weise auf das aveŭua. Das subtile aber, welches in jener Stelle bei Seite geschafft wurde, bildet im Verein mit dem ignis den flüssigen Liquor hepatis, es geht also vom luftförmigen Zustande in den flüssigen Zustand über. Dass es nun in den flüssigen Zustand über

geht, dass es, um seine Mission zu erfiillen, in den füssigen Zustand übergehen muss, das beutet der Autor dazu aus, hier (las subtile, die res subtilis, nicht nur als nve ū un, sondern andererseits auch als Humor autzufassen, und damit ist denn res subtilis = Pneuma - Humor.

Omnis res subtilis, omnis res solida ist: jeglicher Pneuma - Humor, jegliches Solidum.

Also im Sinne der Alexandrinischen Schule liegt es sehr nahe, lass das

Haec est fortitudo quia dominatur in corpus aufgefasst wird als:

Haec est fortitudo quia domiuatur in omnem rein subtilem omnemque solidam.

Und ferner, weil nun das corpus in zwei Theile auseinandergezogen wird, in die res subtiles und in die res solidae, deswegen wird auch das dominari in zwei Theile auseinandergezogen, in das vincere und penetrare. Das vincere wird der res subtilis gegeben, wobei gedacht wird, wenn einmal die fortitudo die res subtilis besiegt hat, kommt das herrschen“ von selbst im zweiten Theile, denn der Sieger herrscht über den Besiegten. Das penetrare wird der res solida gegeben. Hierbei wird auf das Parenchyma, napéy Xvulle, des Erasistratus losgesteuert. (Vergl. Galen: Commentarius in libr. de natura hominis). Das solidum wird dem Parenchyma zur Seite gestellt, und wie der Humor in das Parenchyma dringt, so dringt das Arcanum in das solidum, durchdringt es vollständig, und wirft sich so zum Herrscher desselben auf.

Damit haben wir denn:

Haec est totius fortitudinis fortitudo fortis, quia vincet omnem rem subtilem, omnemque solidam penetrabit:

Hier hast du die, in den Arcanen vertretene cumulirte Stärke, welche deswegen eine Stärke, die wahre Stärke ist, weil sie, die Stärke, oder es, das Arcanum, jeglichen Pneuma - Humor besiegt, und jegliches Solidum durchdringt.

Das Futurum vincet, penetrabit involvirt, dass das vincere et penetrare statt haben wird, wenn man die Ar: cana am Krankenbette anwendet. Dies Futurum schmiegt sich oratorisch der vorangegangenen Futural-Sprache bei separabis (2. Rubrik), und habebis und fugiet (3. Rubrik)

Das Futurum separabis nimmt den Standpunct des Imperativs ein. Bei habebis und fugiet liegt das Futurum analog wie bei vincet et penetrabit. Wenn du das und das thust (das arcanologische Experiment machst), dann wirst du haben, dann wird dich fliehen. In derartiger Futural-Redeweise liegt nach Griechischer Redeweise weiter nichts Gesuchtes.

an.

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Griechische Interpretation der ersten

Reduction der Tabula smaragdina. Sie macht sich an der Hand des Griechisch-Alexandrinischen Schemas. Vorab weisen wir auf ff. hin:

Wir wissen, dass, wenn der Autor der Tab. sm. den Griechen ein Schriftstück bietet, welches einen Anhaltspunct zur Einigung geben soll, dass dieses Schriftstück vorab einmal im Sinne der Griechischen Alchemie muss interpretirt werden können. Das aber reicht präsumtiv nicht hin. Es ist sehr gerathen, dass der Autor in diesem Schriftstück einen besonderen pathologischen Concentrationspunct bietet. Darauf haben wir in dem Abschnitte: „Alchemistische Parteien in Alexandrien hingewiesen. Das sind also die Hauptrücksichten, die der Autor den Griechen gegenüber zu nehmen hat: Interpretation der Tab. sm. im Griechischen Sinne, pathologischer Concentrationspunct. Neben diesen Hauptricksichten drängen sich nun aber dem Autor, indem er an die Ausführung seines Werkes geht, noch mancherlei Nebenrücksichten auf. Wir haben als solche bereits bei der Jüdischen Interpretation der Tab. sm. kennen lernen: die Rücksicht, dass er die biblische Schöpfungsgeschichte nicht bietet, die Rücksicht, dass er mit dem Psalm 19 nur verdeckt hervortritt. Diese letzteren Rücksichten waren den Griechen gegenüber zu nehmen, in so fern sie Griechen und keine Juden waren. Wir kommen jetzt zu einer Nebenrücksicht, die den Griechen gegenüber zu nehmen war, in so fern sie als Griechen eben Griechen waren. Wir werden im zweitfolgenden Abschnitte die Aegyptische Interpretation der Tab. sm. kennen lernen, das ist die Interpre

Liquor hepatis | 11.

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man

tation, welche der Autor den Aegyptern bietet. In dieser Luft. Und das führt darauf, dass wo es sich darum han. Interpretation muss er den Aegyptern ihre Alchemie intact delt, ob das Feuerarcanum oder das Luftarcanum oben bringen, er darf nichts, auch nicht den Schatten einer stehen soll, das führt darauf, dass das Luftarcanum oben Anspielung, bringen, was darauf hindeuten könnte: Euere stehen muss, und das Feuerarcanum unten. Alchemie lehrt dies und jenes zwar so und so, es könnte Ich will nun, sagt der Autor ferner, nicht weiter an aber, bei Lichte betrachtet, doch auclı so und so gefasst wer- euerem Schema rütteln. Das soll bleiben wie es ist, nämlich: den. Das darf er nicht, wenn er bei den Aegyptern nicht an

Acid. sulphur.

I, { stossen will. Das wären Neuerungen gewesen, bei denen ihm

II Natron

P. solaris die Aegyptischen Priester ihr: „Anathema esto!" entgegen- Aber ich werfe ein, dass in der zweiten Gruppe dem Ligedonnert hätten. Den Aegyptern also muss der Autor ihre quor hepatis der oberste Platz wohl insofern gebührt, als Alchemie so bringen, wie sie gerade ist, eben deswegen, er das Wasser repräsentirt, nicht aber insofern er das weil sie Aegypter sind. Das macht sich bei dem mobilen Feuer repräsentirt. Als Repräsentant des Feuers müsste Geiste der Griechen nun gerade umgekehrt. Die klebten Liquor hepatis gerade unten stehen, denn wo es sich um nicht am Alten. Würde sich der Autor ihnen derartig Feuer und Luft handelt, und darum handelt es sich in der gegenüberstellen, dass er, ihnen die Tab. sm. bietend, sagt: zweiten Gruppe, muss das Feuer unten stehen und die Luft Hier präsentire ich euch euer Alexandrinisches Schema- oben. Soll also der Liquor hepatis da stehen bleiben, so war präsumtiv anzunehmen, dass die Griechen sagten: wo er steht, so muss seine Feuer - Eigenschaft fallen, und Nun, das ist nichts neues, mysteriöse Worte, und dahinter er muss der Luft- Eigenschaft theilhaftig werden, er muss das, was wir längst wissen; das sind wohlfeile Riemen, zum Wasser-Luft-Arcanum werden, wohingegen der P. 60die von

unserem Leder geschnitten sind! Indem der laris zuin Erd-Feuer-Arcanum wird. Autor den Griechen die Tab. sm. bietet, hat er die Rück- Das, sagt der Autor der Tab. sm., werfe ich euch ein. sicht zu nehmen, dass er ihnen etwas bietet, was ihren Ich will gerade nicht sagen, dass ihr auf einem Irrwege Geist anregt, an dem sie, um uns eines banalen Aus

seid, wenn ihr den Liquor hepatis zum Feuerarcanum stemdruckes zu bedienen, etwas zu kauen haben. Nur so be- pelt und den P. solaris zum Luftarcanum. Aber zu überkam ein Grieche rechtes Interesse für die Sache. Die legen ist die Sache, um so mehr als ihr mit euerer Aufstellung Griechen mussten in der Tab. sm. zwar ihre Alexandri- Opposition bildet gegen Empedokles, Plato und Aristoteles, nische Alchemie wieder finden, denn hätte das nicht statt die ganz so, wie ich es an der Hand meiner Calculation gehabt, so war ihnen eben nicht das geboten, was ihnen herausbringe, die Aufstellung machten, Liquor hepatis sei zu bieten war. Aber indem sie ihnen geboten wurde, das Luftarcanum und P. solaris das Feuerarcanum. mussten leise Zweifel erhoben werden in dem Genre: Ihr Dieser Zweifel nun, ob Liquor hepatis Feuer- oder Luftsagt zwar dieses und jenes, nun, wir wollen es gerade arcanum, P. solaris Luft- oder Feuerarcanum, findet in der nicht bestreiten, aber wenn

die Sache doch nun Griechischen Interpretation der Tab. sm. einen Ausdruck. einmal bei Licht betrachtet, so wird dieser und jener Und indem der Autor ihm einen Ausdruck giebt, arbeitet Zweifel rege, ob das nicht so, und jenes so sein könnte. er der Rücksicht in die Hände, von der wir oben gesehen, Gelingt dem Autor das, so hat er die Griechen gefesselt, dass sie den Griechen gegenüber zu nehmen wohl gerechtund indem er sie einmal vorab gefesselt hat, ist er einen fertigt ist. Schritt weiter, um bei ihnen mit der Tab. sm. zu rejissiren. Nach der Griechischen Interpretation hat die Tab. sm.

Indem nun der Autor sich nach einem Mittel umsieht, 4 Rubriken, die 4 Rubriken die wir aus der Jüdischen um die so eben auseinandergesetzte Rücksicht zu reali-Interpretation kennen, und welche den 4 Arcanis: Acidum siren, bietet sich ihm dies in der Opposition der Alexan- sulphur., Natron, Liquor hepatis, P. solaris entsprechen. drinischen Griechen, welche sie in der Art und Weise, Ein Reduciren der 4 Rubriken auf 3 hat nicht statt. wie sie Feuer und Luft dem Liquor hepatis und P. solaris Dass die 4 Arcana auf 2 Rubriken distribuirt werden, gegenüberstellen, gegen Empedokles, Plato und Aristoteles liegt auf der Hand. Die 1. Rubrik bildet die erste Arbilden. Wir wissen (vergl. den Abschnitt: Griechische canengruppe des Alexandrinischen Schemas, die 2. Rubrik Alchemie in Alexandrien), dass die Griechen sagen, dass die zweite Arcanengruppe desselben Schemas. man da, wo man Wasser hat, auch auf Grund des Was

Auf die pathologische Rubrik brauchen wir bei der serverwandlungs - Experimentes Erde hat, dass man aber Griechischen Interpretation nicht weiter einzugehen. Sie nicht umgekehrt da, wo man Erde hat, Wasser hat. Und ist gerade so zu interpretiren, wie bei der Jüdischen Interdies Verhältniss, sagen sie, zeigt, dass da, wo man Wasser pretation. Natürlich, sie soll ja principiell gerade das bilund Erde hat, Wasser die erste Rolle spielt. Wir wissen, den, worin man sich einigt, worin man denselben Anschaudass sie ganz analog sagen, wenn man Feuer hat, so

ungen holdigt. hat man auch Luft, nicht aber umgekehrt hat man da, wo man Luft hat, Feuer. Also spielt da, wo man Feuer

Erste Rubrik. und Luft hat, das Feuer die erste Rolle. Dieses Spielen Quod est superius, est, sicut id quod est inferius, ad perder ersten Rolle von Wasser und Feuer zogen sie petranda miracula rei unius. denn heran, um in den betreffenden Gruppen Acid. sulphur. Man muss sich die Sache so denken, als wenn der Autor und Liquor hepatis oben zu bekommen, resp. um die das Alexandrinische Schema vor sich liegen bätte, und Aufstellung zu machen, Liquor hepatis sei das Feuer-Ar- nun mit dem Finger darauf hinwiese. Zuerst weist er canum und P. solaris das Luft-Arcanum.

links, und sagt: das ist die erste Gruppe, bestehend aus Hiergegen sagt nun der Autor der Tab. sm., euer Abwägen Acid. sulphur, und Natron. Das thut er in der ersten Ruvon Wasser und Erde, Feuer und Luft gegen einander brik. Dann weist er rechts, und sagt: das ist die zweite kommt doch darauf hinaus, was in den Gruppen des Alex- Gruppe, bestehend aus Liquor hepatis und P. solaris. Das andrinischen Schemas oben, was unten stehen soll. Das thut er in der zweiten Rubrik. Hier also weist er links, und Ganze, sagt er, kommt also hinaus auf ein Oben und statt nun sich auszudrücken, das ist die erste Gruppe, beUnten. Ihr habt Wasser und Erde. Nun setzt ihr das stehend aus Acid. sulphur, und Natron, sagt er: Quod est Wasser oben, die Erde unten. Das ist ganz recht. Denn superius etc. an das Wasserverwandlungs - Experiment euch anlehnend, Superius – Acid. sulphur.

Inferius = Natron. erhaltet ihr unten Erde, oben Waseer. Das ist der Perpetrare = bewerkstelligen

Res una = Gruppe. Grund, weshalb im Schema Wasser (Acid, sulphur.) oben Also: Das Acid, sulphur. dient dazu, wie das Natron, um steht, und Erde (Natron) unten. Nicht aber ist der Grund, die Wunder (vorläufig das Wunder) der Gruppe (nicht der dass Wasser die erste Rolle spielt; das ist ein relativer ersten Gruppe, die kommt erst dadurch heraus, dass sie Begriff , die erste Rolle spielen.“

in der ersten Rubrik abgehandelt wird) zu bewerkstelligen. Und euch ferner an das Spielen der ersten Rolle haltend, Ein superius bildet das Acid. sulphur. deshalb, ein inferius bekommt ihr heraus, dass es sich, wo es sich um die Un. bildet das Natron deshalb, weil beide vom elementaren tereinanderstellung des Feuerarcanum und des Luftarcanum Wesenbeitstandpunct Wasser und Erde sind. Wo man aber handelt, dass da das Feuerarcanum oben stehen muss. Wasser und Erde hat, da spielt das Wasser die erste Nein, das liegt anders. Wenn ich Feuer und Luft habe, Rolle. Denn wo man Wasser hat, hat man kraft des und frage mich nun, was soll oben stehen, was unten? Wasserverwandlungs - Experimentes auch Erde, nicht aber dann sage ich, wo Feuer brennt, da steigt die Luft (der umgekehrt hat man da, wo man Erde bat, auch Wasser ; Rauch) in die Höhe, also habe ich unten Feuer, oben deswegen ist Wasser = superius, Erde = inferius. Oder

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