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bereits durch das Natron besetzt ist. Darum wird das Plato um so lieber in die Arme, weil er dadurch die phiKupfer, χαλκός, des Pulvis solaris κι ορείχαλκος, Ζυ losophische Zahl 5 statt der philosophischen Zahl 10 geeinem Metalle, welches edler ist, als die anderen Metalle winnt. Es scheint ihm nämlich passend, dass, beim An mit Ausnahme von Gold. Das ist eben im Gegensatz zu lehnen an ein so prägnantes Jüdisches Verhältniss, wie a oqelyanzos das gewöhnliche Metall xahxoş nicht. Uebri- die Stämme sind, an eine so prägnante Situation, wie si gens ist im Timaeus die Charakterisirung des Xadros uns der Kritias in den Söhnen des Neptun bietet, das ganz dieselbe, wie hier die des opciyanzos. Hier im Kritias da auch eine eigentliche Jüdische Zahl, die 5, und wicht in der Stelle, die über die Producte von Atlantis handelt, die uneigentliche philosophische Zahl, die 10, die ja PF ist der oqeiyadzos der tiunviratos (das edelste der Metalle) thagoräisch und nicht Jüdisch ist, figurirt. nhim xquooŰ (mit Ausnahme von Gold). Im Timaeus Das Stieropfer der zusammenkommenden Könige ziek heist es in Bezug auf den χαλκός, er sei εγγυς χρυσού auf die rothe Kuh im 19. Capitel des 4. Buches Mocis. TWV uepiõy (in Bezug auf seine Partikel dem Golde Plato stellt diese dem Aegyptischen Apis zur Seite un nahe stehend). Und da, wo im Kritias erzählt wird, dass baut darauf die Märchen-Anschauung, der Stierdienst bilde die Oberfläche der Mauer um die Königsburg mit Ori- ein Fundament des Judenthums. Vielleicht denkt er auch chalcum bekleidet wurde, heisst es: o peixdhzo uaquapv- nebenbei an die Sage der Stieropfer, welche der, det yos šyovii nupudens (mit Orichalcum, welches feurig Jüdischen philosophischen Zahlen huldigende Pythagoras funkelte). Ganz ähnlich heisst im Timaeus das Kupfer dargebracht haben soll, wenn er eine wichtige (gescin εν γένος των λαμπρών πηκτων υδάτων (eine Art der metrische) Wahrheit entdeckt hatte. Die Könige fangen festen glänzenden Wasser). Uebrigens kommt aber auch den betreffenden Stier deswegen ohne Eisenwaffe ein, im Kritias, in der Stelle, wo die Bekleidung der Mauern damit das Thier als ein solches, das ohne Fehl ist, gre zur Sprache gebracht wird, der Xanxos zur Sprache, das opfert werden kann. Vergl. in der citirten Bibel - Stelle ist aber das eigentliche unedele Metall Kupfer, welches den Vers 2, wo es heisst: Sage den Kindern Israel, dass Plato mit Vorbedacht dem opeiyadxos gegenüber zur sie zu dir führen eine röthliche Kuh, ohne Wandel, a Sprache bringt, auf dass es desto klarer hervortrete, dass der kein Fehler sei (Luther). Ausserdem ist zu bemer er hier im Kritias das ó psiyahxos nenne, was im Ti- ken, dass der Apis, wenn er 25 Jahr alt geworden war, maeus xalxos ist. In der Zaixos - Stelle des Kritias ist von den Priestern in einem heiligen Brunnen ertränkt das Kupfer nicht das Arcanum Kupfer (P. solaris), son- wurde, oder, wie der Volks - Aberglaube war, sich selbst dern das gewöhnliche Metall Kupfer als Nicht - Vicarians in den Brunnen stürzte. Dieser Wasser- Tod des Apis für Gold, das unedele Kupfer. Deshalb reiht sich ihm giebt ein besonderes Wasser - Verhältniss, deren in Bezug auch in der bezeichneten Stelle sofort das unedele Metall auf Atlantis so mannigfache herangezogen werden, ganz Zinn an, welches eben mar deshalb irt, um den speciell in Bezug auf den Stier, den die Könige opfertes. Standpunct des χαλκός und damit den des Ορείχαλκος Die Gesetzessäule von Orichalcum im Tempel des Neklarer zu machen.

ptun zielt auf die Gesetzestafeln, die in der Bundeslade Auf einen bestimmten Gesichtspunct der Auffassung der lagen, die inwendig und auswendig mit Gold überzogen Arcana, nämlich auf den Gesichtspunct der Farben führt war. Vergl. 2. Buch Mosis, Cap. 25, Vers 11: Und sollst anch die Stelle, wo gesagt wird, die Bruch - Steine scien sie mit feinem Golde überziehen, inwendig und auswendig. weiss, schwarz und roth gewesen. Streng genommen Vielleicht zielt auch das unzugängliche Heiligthum in durfte hier Plato nicht bei den aufgeführten drei Farben der Mitte des Königssitzes auf das Allerheiligeste des Ji bleiben, sondern er musste im Hinblick darauf, dass er dischen Tempels. den Griechischen vier Arcanis huldigt, auch vier Farben Was die Atlantischen Könige bei ihrer Zusammenkunft zur Sprache bringen, nämlich Weiss (Natron), Schwarz verhandeln, ist Alchemie. Sie bilden eine Verbrüderang (Acid. sulphur.), Roth (Pulvis solaris) und Gelb (Liquor und tauschen gegenseitig ihre Ideen aus. Das letztere hepatis). Das Gelb ist hier unterwegs gelassen. Das ist geschieht im Geheimen, Nachts, nachdem alle Feuer um übrigens keine Lücke. Der Kritias ist ja kein Compen- den Tempel ausgelöscht worden. Bei Tages-Anbruch setzen dium der Alchemie, sondern ein Märchen, in welchem sie über das Resultat eine Schrift auf, die aber im Heiligausser den Hauptgesichtspuncten der Griechischen und thum verbleibt, für Profane also unzugänglich ist. Das Jüdischen Alchemie in Platonischer Auffassung, nebenbei unumschränkte Recht der 10 Könige im Allgemeinen beauch noch diese und jene Dinge zur Sprache kommen. steht darin, dass sie, als Alchemisten aufgefasst, als alcheZu diesen gehören denn auch verschiedene Gesichtspuncte, mistische Aerzte, am Krankenbett unumschränkt handeln aus denen die Arcana aufgefasst werden. Diese Gesichts- können. Das Gegenseitigkeits-Verhältniss, welches dieser puncte sollen indessen nicht dogmatisch dargelegt werden, Unumschränktheit am Krankenbette Fesseln anlegt, besteht sondern blosso obenhin angedeutet werden. Fasst man darin, dass da, wo es sich um medicinische Dinge handelt, das in's Auge, so würde am Ende das, zu Schwarz, Weiss bei denen ein gegenseitiges zu Rathe Gehen förderlich ist, and Roth hinzugefügte Gelb wegen des gesuchten näheren und executirt wird, dass da sich die Einzelnen nun auch Eingehens auf den Farbenstandpunct der Arcana auffal- nach dem richten sollen, was in corpore festgestellt wordet lender sein, als das fehlende Gelb.

ist. Auch Collegialitäts-Verhältnisse kommen zur Sprache. Die 10 Atlantischen Könige zielen auf die Stämme Die ärztlichen Könige sollen sich nicht gegenseitig befeinIsraels. Dieser Stämme giebt es zwar zwölf und nicht den, und wenn ein räudiges Schaf sich in ihrer Mitte zehn, aber Plato nimmt eben nur zehn an. Hierzu kommt zeigt, so sollen die Anderen in Gemeinschaft Front ge er derartig, dass die zwölf Stämme in zwei Gruppen zer- gen diesen bösen Collegen machen. In den betreffenden fallen, deren eine zehn Stämme umfasst, das sind die Versammlungen hat Einer den Vorsitz, ist Präses, dieser Stänıme der Söhne Jakobs, und deren andere zwei Stämme ist in dem Könige aus dem Stamm des Atlas repräsentirt. umfasst, das sind die Stämme der Söhne Josephs. Den Er hat yun wohl das Amt, einen Collegen, der sich der Joseph fasst Plato nun nicht als Juden, sondern als einen alchemistischen Verbrüderung nicht würdig zeigt, zur Reile Aegyptischen Pascha auf, der die Juden protegirte, darum zu stellen, seine Befugniss soll aber nicht so weit gehen, sind seine Söhne nur uneigentlich Juden und ihre Stämme dass er das Recht hat, auf eigene Hand diesen Collegen zählen nicht zu den eigentlichen Jüdischen Stämmen. In auszastossen über den Tod dieses Collegen zu bestim Bezug auf die zwei Stämme der zweiten Gruppe, das Hat sich ein College etwas bedeutendes zu Schulden sind Ephraim und Manasse, hält aber Plato das fest, kommen lassen, und es wirft sich in Folge dessen die dass Ephraim und Manasse die Söhne Josephs waren. Sie Frage auf, ob er denn nun nicht aus der Verbrüderung treten dem Joseph zu Liebe ein, somit distendirt sich die auszustossen sei, so hat darüber eine allgemeine AbstimEin - Person: Joseph zur Zwei - Person: Ephraim und Ma- mung zu entscheiden, und bei dieser entscheidet die Manasse. Das heisst nun mit anderen Worten, in anderer jorität. Auffassung, die Stamm - Relation des Joseph dilatirt sich Ob das Kleid, welches die Könige bei der Berathung zu einer Zwillings-Stamm-Relation. Von dieser Zwillings- anzogen, dem Wasser zu Liebe, das ist dem Wasser-Gott Stamm-Relation kommt Plato denn zur Zwillingschaft im Neptun zu Liebe blau ist, lassen wir dahin gestellt sein. eigentlichen Sinne, und daher kommt es, dass die 10 Die Athener, welche Plato an die Spitze der GriechiSöhne des Neptun und der Klito 5 Zwillings - Paare schen Alchemisten stellt, besiegen die Jüdischen Alchebilden. Dieser Ausdehnung des Zwillinge - Verhältnisses misten. An diesem Siege Griechenlands tiber Atlantis Ephraim und Manasse anf die übrigen Stämme wirft sich hat aber Plato noch nicht genug. Atlantis wird mit

men.

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Stumpf und Stiel ausgerottet, es versinkt unter das Meer. Schule. Weil sie Speculation von der Speculation trieben, Plato behandelt also den Standpunct des Triumphes, auf meinten sie, auf einem anderen Standpuncte zu stehen, den er sich stellt, sehr epergisch. Aber er hat an dem als ihre Collegen, die der einfachen Speculation huldigten, völligen Untergang der Insel Atlantis noch nicht genug. meinten sie, einen exacten Standpunct einzunehmen, wo Auch das Griechische Heer versinkt unter die Erde. Das jene sich auf den speculativen Standpunct stellten. Auf heisst, alle diejenigen, die den Kampf der Griechischen Grund eines solchen Sachverhältnisses geschah es denn, Alchemie gegen die Jüdische mitgemacht haben, werden dass Alchemisten, die mit einer alten Speculation brachen auch dem Untergange geweiht. Es ist unter sie die und eine neue Speculation an deren Stelle setzten, welche Nicht-Disciplin gekommen, es ist ihnen von der Jüdischen sie für einfacher, natürlicher, naturwiichsiger hielten, Alchemie etwas anhängen geblieben, sie sind unfähig ge- Aristotelismus zu treiben vermeinten, die Bahn dos Aristo. worden, Griechische Alchemisten vom reinsten Wasser zu teles einzuschlagen vermeinten, der, wie sie, die Exactität repräsentiren, und deswegen fort mit ihnen!

an die Stelle der Speculation gesetzt. Sie hielten nämlich Dass das Meer da, wo sonst Atlantis gelegen, unfahrbar das, was sie fiir einfacher, natürlicher, naturwüchsiger und unerforschbar geworden wegen der entstandenen hielten, als das, womit sie brachen, fiir exacte Forschung, Schlamm-Untiefen : hier wird uns das alte Phönizische und hatten allerdings darin einen Berührungspunct mit Märchen präsentirt, das offene Meer sei unbefahrbar. Die- Aristoteles, dass sie seine nebelhaften Vorstellungen darses Märchen hatten die Phönicier deshalb schlau ausge- über, was denn nun im Bereiche der Physik und Chemie sonnen, damit kein Fremder ihren Handelswegen auf die exacte Anschauungen seien, theilten. Fährte kommen sollte, damit Keiner ihnen in's Handwerk Trotzdem num Aristoteles in seinem Sinne exacte Altiele, und sie allein Herren des Meeres blieben.

chemie trieb, war er doch auf dem Terrain der specula

tiven Alchemie nicht müssig. Dieser seiner Wirksamkeit Aristoteles von Stagira.

in der speculativen Alchemie verdanken wir die Lehre

von den doppelten Elementar - Qualitäten, die er an die Es ist wohl überflüssig, darauf hinzuweisen, dass die Stelle der Empedokleischen einfachen Qualitäten stellt, Alchemie eine speculative und keine exacte Wissenschaft und die wir sogleich mit dem, was sich an sie knüpft, ist. Die Alchemie wird dadurch ermöglicht, dass Physik näher kennen lernen werden. Dieser Doppelstandpunct und Chemie ihrem eigentlichen Boden, dem Boden der des Aristoteles lässt sich nur dadurch erklären, dass er exacten Forschung entrückt und auf den Acker der Spe- im Verlauf seines Lebens seine alchemistischen Auffasculation verpflanzt werden. Dadurch schiessen nun manche sungen änderte, dass er in früherem Alter der speculahübsche Blumen in die Höhe; wenn man dieselben aber tiven Alchemie huldigte, und erst in späterem Alter sich bei Licht betrachtet, so sind es Blumen in der Art, wie dem in die Arme warf, was er als exacte Alchemie aufsie aus Papier, Leinwand, Seide u. s. w. gemacht werden, fasste. In seiner yéveois xai ygopa spricht er (2, 3) nicht aber Gewächse, in denen ein wahres Pflanzenleben von den doppelten Elementar - Qualitäten in der Weise, thätig ist. Das mun durchschaute Aristoteles. Er sah ein, wie er von anderen Dingen spricht, nicht aber wie Jedass alchemistische Speculatin treiben und im wahren Buche mand, der, entgegen einer alten Lehre, nämlich der der der Natur lesen zwei sebr verschiedene Dinge seien. Er sah einfachen Elementar-Qualitäten, eine neue Lehre aufstellt, ein, dass man einen viel rationelleren Weg betreten würde, und sie in ihren alchemistischen Consequenzen verfolgt. wenn man, die Speculation bei Seite lassend, sich an die Es liegt daher nahe anzunehmen, dass Aristoteles ein Lehren der Physik und Chemie vom Standpunct der Ex- eigenes Buch geschrieben, dessen Hauptzweck es war, actität machte. Er sah es ein und fasste den Plan, den diese Materie abzuhandeln. Für dieses Buch halten wir Weg der Exactität einzuschlagen. Dabei ist aber nur die Metaphysik, τα μετα τα φυσικά. Dass dieses Buell, eines Schade, nämlich das, dass er von den Lehren der wie es uns heute vorliegt, ein lückenhaftes zusammengeSpeculation so umstrickt war, dass es ihm nie klar wurde, flicktes Etwas sei, wie es unmöglich aus des Aristoteles was denn nun eigentlich exacte Forschung im Bereich Hand hervorgegangen sein kann, liegt auf der Hand und dessen ist, was die Alchemie speculativ umfasst. Statt bedarf keiner weiteren Exposition. Es fragt sich blos, exact zu forschen, fasst er die exacte Forschung specu- wo kommt dieses lückenhafte zusammengeflickte Etwas lativ auf, und so ist das, was er bringt, Naturphilosophie, her? Und da ist denn unsere Ansicht die, dass es gerade das ist: Speculation von der alchemistischen Speculation. die Schrift, die wir heute Metaphysik nennen, ist, in welWir verweisen in dieser Beziehung namentlich auf seine cher Aristoteles die doppelten Elementar - Qualitäten und φυσική ακρόασις, auf sein περί ουρανού, auf sein περί die Abzüge, die er aus ihnen machte, abhandelte. Da yEvénews zai yiropas, welche drei Abhandlungen eine die Schrift in der Weise im engeren Sinne alchemistisch war, zusammenhängende Kette bilden. Es kann nicht geleugnet im Gegensatze zu der pseudo-exacten Richtung, die seine werden, dass in diesen Schriften hier und da der Anlauf späteren Schriften athmen, so war sie für die Herren, zu einer gesunden exacten Beobachtung gemacht wird, welche in des Aristoteles Fussstapfen tretend, der Pseudoaber im grossen Ganzen wird uns nichts anderes präsen- Exactität huldigten, ein Stein des Anstosses, sie warf ilırer tirt, als Speculation von der Speculation seiner, des. Aristo- Ansicht nach einen Schatten auf Aristoteles. Um nun teles, alchemistischen Vorgänger. Immerhin ist aber die diesen Schatten zu beseitigen, verstiimmelten sie die Schrift Aristotelische Speculation von der Speculation etwas und fickten in sie Verschiedenartiges ein. neues. Gegenüber der einfachen Speculation seiner alche- Also im Bereiche der speculativen Alchemie setzt Aristomistischen Vorgänger nimmt Aristoteles einen Besonder- teles an die Stelle der Empedokleischen einfachen EleStandpunct ein. Das verfiihrte nun Viele, bei dem Mangel mentar-Qualitäten doppelte Elementar-Qualitäten. der exacten Forschung im Alterthum, beim Mangel eines Diese benutzt er dazu, um die Lehre von der pilia und richtigen Durchschauens dessen, was denn nun eigentlich dem veixos überflüssig zu machen. exacte Forschung sei, im Aristoteles das finden zu wollen Wir haben bei Empedokles gesehen, dass er im Allgeund zu finden, was Aristoteles selbst zu bieten vermeinte, meinen zu demselben Resultate kommt, ob er annimmt, nämlich die Resultate exacter Forschungen im Ganzen.

dass Luft kalt und Erde trocken, oder ob er annimmt, Bei seinen Zeitgenossen machte Aristoteles in seiner nenen

dass Luft trocken und Erde kalt ist. Freilich kommt er alchemistischen Richtung wenig Glück. In Verlauf der in einem Falle zu einem anderen gidia - Verhältniss, als Zeiten fand er aber mannigfachen Anklang, und zwar bei im anderen Falle, und damit auch zu einer anders gestaldenjenigen, die das wollten, was er gewollt, die es teten Zwei-Gruppirung. Indessen, ob er nun gruppirt: aber eben so wenig konnten, als er es gekonnt. Ver

Wasser wandte Geister haben sich zu allen Zeiten und in allen

Erde Zonen zusammengefunden, und so fanden sich denn auch oder ob er gruppirt: jene nicht könnenden Wollenden mit Aristoteles zusammen.

Erde

Wasser
Indem sie das wahre Wesen einer wahren Exactität nicht

{
Feuer

Luft durchschauten, glaubten sie in ihrem Streben, die Bahn im Allgemeinen ist das doch dasselbe Resultat. Im der Exactität zu betreten, kein besseres Part wählen zu Allgemeinen hat er so wie so eine auf Grund des pihlakönnen, als sich dem Aristoteles in die Arme zu werfen. Verhältnisses gewonnene Zwei-Gruppirung. Ob diese sich Das sind die Aristoteliker, die immer und immer wieder nun des Näheren wie ad 1 oder wie ad 2 gestaltet, was auftauchten im Gegensatze zu den Alchemisten der alten verschlägt das?

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Feuer

Das ist es nun, was Aristoteles in's Auge fasst. Und ist das, was man bereits hat. Dann aber nimmt mai indem er es in's Auge fasst, sagt er, es ist richtig, wenn Heiss, und setzt es mit Nass zusammen, und erhält so: man sagt, Luft ist trocken, es ist aber auch wieder richtig,

Heiss Nass wenn man sagt, Luft ist kalt. Daraus geht hervor, dass Und das ist dann die gesuchte vierte doppelte Elemenes auch richtig ist, wenn man sagt, Luft ist trocken und tar - Qualität. kalt zugleich. Und ebenso sagt er, es ist richtig, wenn

Wenn man nun,

calculirt Aristoteles weiter, Luft als man sagt, Erde ist trocken, es ist aber auch wieder richtig, Schwaden nimmt, so liegt das vor, dass, wenn man in wenn man sagt, Erde ist kalt. Daraus geht denn hervor, den Schwaden von kochendem Wasser seine Hand häk. dass es auch richtig ist, wenn man sagt, Erde ist trocken dass dann die Hand nass wird, und dass man sie verbrenni. und kalt zugleich.

Unter Umständen ist also Luft (Schwaden im Sinne de Damit ist denn der Anfang der Lehre von den doppelten Alten als Luft gefasst): Heiss Nass, d. i. also, unter Elementar-Qualitäten da, welcher eben ist :

Umständen passt die neue vierte doppelte Elementar-QuaErde ist trocken und kalt,

lität zu der Luft. Und das führt ihn dazu, dass er sagt: Luft ist trocken und kalt.

Luft ist nicht nur kalt und trocken, Hieran anknüpfend legt Aristoteles denn auch dem

sondern auch heiss und nass. Wasser und dem Feuer doppelte Elementar-Qualitäten bei. Somit bekommt er denn eine zweiseitige Aufstellung

Er sagt demzufolge, Wasser ist Wasser und Feuer ist nämlich: 1) Wasser ist kalt und nass, Feuer, nicht aber ist Wasser : Feuer, und Feuer : Wasser.

Erde ist kalt und trocken, Nach der einfachen Elementar - Qualität ist Wasser nass

Feuer ist heiss und trocken, und Feuer heiss. Wenn nun Wasser : Feuer und Feuer :

Luft ist kalt und trocken. Wasser wäre, dann wäre Wasser heiss und Feuer nass.

2) Wasser ist kalt und pass, Nun ist aber Wasser notorisch kein Fener, und damit ist

Erde ist kalt und trocken, Wasser notorisch nicht heiss. Und Feuer ist notorisch

Feuer ist heiss und trocken, kein Wasser, und damit ist Feuer notorisch nicht nass.

Luft ist heiss und nass. Wenn nun aber Wasser notorisch nicht heiss ist, so ist Indem sich nun Aristoteles des Ferneren an die Areana es kalt, denn was nicht heiss ist, muss im principiellen macht, macht er einen Unterschied zwischen den Arcanis, Gegensatz kalt sein. Und wenn Feuer notorisch nicht welche Schwefel enthalten, zu deren Darstellung Schwefel nass ist, so ist es trocken, denn was nicht nass ist, muss benutzt wird, das sind also Liquor hepatis und Pulvis im principiellen Gegensatz trocken sein. Und so der ur- solaris (ruber-Sulphur aurat,), und den Arcanis, welche sprünglichen Qualität die neue zufügend, bekommt er denn keinen Schwefel enthalten, das sind also Acid. sulphur. heraus, dass Wasser nass und kalt, Feuer heiss und und Natron. Und indem er das thut, sagt er, Schwefel trocken ist. Also:

ist Feuer, Feuer ist heiss nach der einfachen ElementarWasser ist nass und kalt,

Qualität, also sind Liquor hepatis und Pulvis solaris einmal Feuer ist heiss und trocken.

zuvörderst heiss. Und wie der Schwefel zum Heiss quaNun liegt es einer solchen Calculation gegenüber nahe, lificirt, so, sagt er, qualificirt der Nicht-Schwefel zum Kalt, dass man fragt, aber warum setzt Aristoteles denn in der womit denn Acid. sulphur. und Natron einmal zuvörderst betreffenden Weise gerade Wasser und Feuer gegenüber? kalt sind. Also vorab ist: Warum setzt er nicht Wasser und Luft, Wasser und

Acid, sulphur. kalt, Erde, Feuer und Luft, Feuer und Erde gegenüber? Wa

Natron

kalt, rum sagt er also nicht beispielsweis: Wasser ist Wasser

Liquor hepatis heiss , und Luft ist Luft. Wasser ist aber nicht Luft und Luft

Pulvis solaris heiss. ist nicht Wasser und baut darauf weiter? Oder Nun kommt aber hinzu, dass Acid. sulphur. auf Grund warum sagt er nicht: Feuer ist Feuer und Luft ist Luft. seines Flüssigseins nass ist, Natron auf Grund seines FestFeuer ist aber nicht Luft und Luft ist nicht Feuer seins trocken ist, Liquor hepatis auf Grund seines Flüssig

und baut darauf weiter? Und so weiter. Nun darauf seins nass ist, Pulvis solaris auf Grund seines Festseins ist die Antwort die, dass Erde und Luft in ihrer dop- trocken ist. Und so erhält man vom Standpunct der doppelten Qualität einmal vorab absolvirt sind. Das ist ja pelten Elementar - Qualität: die Basis der Sache, dass Luft und Erde derartig gegen

Acid. sulphur. ist kalt und nass, überstehen, dass beide trocken und kalt sind. Nachdem

Natron ist kalt und trocken, diese Basis einmal da ist, wird derartig weiter gebaut,

Liquor hepatis ist heiss und nass, dass Wasser und Feuer in's Auge gefasst werden. Also

Pulvis solaris ist heiss und trocken. Basis: Erde und Luft stehen so und so einander gegenüber. Sagt man nun, diese doppelte Elementar-Qualität kommt Fortbau: Wie stehen Wasser und Feuer einander gegen- auf dieses Element und auf dieses Arcanum, jene doppelte über? Das ist es gerade, worin die Lehre von den dop- Elementar - Qualität kommt auf jenes Element und jenes pelten Elementar-Qualitäten charakterisirt ist, dass, nach: Arcanum, und stellt dann Element und Arcanum so zudem man als Basis das Gegenüberstehen von Erde und sammen, wie sie auf dieselben Doppel-Qualitäten kommen, Luft hat, dass man nun des Ferneren auch Wasser und so haben wir, wenn dem Element Luft das Heiss - Nass Feuer gegenüberstellt. Damit fallen denn die obigen gegeben wird ff. Es kommt auf ,Warum ? Sie bewegen sich auf einem Terrain, auf dem Wasser : Acid. sulphur., denn beide sind kalt und nass, nicht zu bewegen die Lehre von den doppelten Elemen- Erde : Natron, denn beide sind kalt und trocken, tar-Qualitäten sich speciell vorgesteckt hat.

Luft : Liquor hepatis, denn beide sind heiss und nass, Nachdem Aristoteles so weit ist, besieht er sich die Feuer : Pulvis solaris, denn beide sind heiss und trocken. Sache bei Lichte und findet, dass es doch etwas eigen- Damit stehen denn Elemente und Arcana gerade so gegerthümlich ist, dass er 4 Elemente hat und nur 3 doppelte über wie beim Empedokles. Elementar - Qualitäten, nämlich Trocken-Kalt, Nass-Kalt, Und ferner, indem sich Aristoteles an die Cosmologica Heiss - Trocken. Der Gleichförmigkeit der Sache wegen macht, reiht er sie nicht den Arcanis an, sondern läset wäre es doch besser, wenn er 4 doppelte Elementar-Qua- sie das Gegenstück zu den Arcanis sein in Bezug auf die litäten hätte. Nun wirft sich die Frage auf, wenn er die doppelten Elementar - Qualitäten. Bei den Arcanis nahm vierte doppelte Elementar-Qualität hätte, welche wäre das? er Luft: Heiss - Nass, bei den Cosmologicis nimmt er sie: Die Antwort auf diese Frage macht sich einfach ff. Kalt - Trocken, und damit trägt er denn der zweiseitigen Man hat:

Aufstellung der doppelten Elementar-Qualitäten Rechnung: Kalt Trocken (Luft oder Erde)

die eine zieht er bei den Arcanis heran, die andere bei Kalt Nass (Wasser)

den Cosmologicis. Denizufolge lässt er, wie Empedokles. Das ist, man nimmt: Kalt, und setzt es zuerst mit die Welt zerfallen in: Orbis terrarum fluidus, Orbis terTrocken und dann mit Nass zusammen.

rarum fixus, Firmament, Sonne Mond und Sterne, und sagt: Nachdem diese Elementar-Qualitäten vorweg genommen

Es kommt auf Wasser: Orbis terrarum fluidus, denn sind, bleibt übrig:

beide sind kalt und nass. Heiss Trocken (Feuer)

Es kommt auf Erde: Orbis terrarum fixus, denn beide Verfährt man nun analog, wie so eben, so nimmt man sind kalt und trocken. Heiss, und setzt es zuerst mit Trocken zusammen, Das Es kommt auf Feuer: Sonne, Mond und Sterne, denn

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Also indem Aristoteles bei dem Manoeuvre, welches wir kennen gelernt, vorläufig Wasser und Erde oder Feuer und Luft bei Seite schiebt, behält er die 4 Elemente, wie sie sind. Die Concentrirung fällt.

Bei der Zwei-Concentrirung und beim Nicht-Concentriren der Elemente hält sich Aristoteles, wie wir gesehen, exclusiv daran, dass Luft: Heiss-Nass. Bei der Ein-Concentrirung dagegen, zu der wir jetzt kommen, zieht er auch hieran, dass Luft: Kalt - Trocken. Hier verfährt er ff. Er hat:

Nass
Wasser

Feuer

| Heiss
Kalt
Trocken

Trocken
Luft ist vorab
Kalt

Kalt Nun sagt er, bei Erde steht Trocken - Kalt. TrockenKalt ist aber auch Luft, also kann ich statt Erde: Luft setzen. So hätte er also nicht mehr, wie vorhin: Wasser, Feuer, Erde, Luft, sondern: Wasser, Feuer, Luft, Luft, das ist kurz: Wasser, Feuer, Luft. Nun schiebt er die Luft vorläufig bei Seite, und fiigt zusammen: Wasser und Feuer. Indem er nun das Nass zum Heiss tteten lässt, erhält er Luft, und indem er das Trocken zum Kalt treten lässt, erhält er wieder Luft. Uebersichtlich:

Luft

Erde

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7 ? Erde und

# der Luft vor- Beint des - Täufig bei TT. m \ Seite.

Trocken Feuer

"Hind heiss und trocken (Sonne, Mond und Sterne ti - ier gedacht, als feste Feuermassen).

commt auf Luft: Firmament, denn beide sind kalt ocken. Trocken ist das Firmament, indem es fest st ist es nämlich, indem es eine Kuppel bildet. Kalt gerade so, wie der Orb, terr. fluidus et fixus. Wenn nent, Orb. terr. fluidus et fixus warm werden, so

iken sie das nicht sich selbst, sondern den Eindivdes kosmologischen Feuers (der Sonne). Bjit stehen denn auch Elemente und Cosmologica

í so gegenüber, wie beim Empedokles.
3 nun die Arcanen-Vier, die Arcanen-Zwei, die Ar-
Eins betrifft, so hält sich Aristoteles in Bezug auf
die Elementen - Concentrirung. Die Arcanen-
hat er, wenn er die Elemente lässt, wie sie sind.
rcanen - Zwei erhält er, wenn er die Elemente auf
concentrirt. Die Arcanen - Eins erhält er, wenn er
lemente auf eins concentrirt.
imen wir vorab die Zwei-Concentrirung, so

urt Aristoteles ff. Er nimmt die 4 Elemente, hebt ****** und Luft heraus, und setzt sie vorläufig bei Seite. * * ille hält also Wasser und Feuer, und fügt sie zusammen. Et magt er, wenn Wasser und Feuer, zusammenkommen, so

: 2 he ich nicht gerade zu sagen, es komme zusammen: Son Kalt und Heiss-Trocken. Ich kann auch sagen, es

Tu ne zusammen: Nass-Heiss und Kalt-Trocken. Nassal. I. ist aber: Luft; Kalt-Trocken ist aber Erde. Durch 2. Lulusammenfügen bekomme ich also heraus: Luft und

Das Erhaltene wird nun zu dem gesetzt, was vor284, de vei Seite geschoben worden, und so hat man Erde, L. d und abermals Erde, Luft, im Ganzen also Erde und s niet der das sind 2 Elemente. Uebersichtlich:

Luft

Nass Heiss
Wasser

Kalt

Erde sd szyldur, bet Die erhaltene Luft und Erde zu dem gesetzt,

was vorhin bei Seite geschoben, giebt im Inz best

Ganzen: Erde und Luft. Cris elan

inz analog macht sich die Sache, wenn man vorläufig zn. det de ser und Feuer bei Seite schiebt. Wir wollen das

h übersichtlich hierher setzen: * Sater

Feuer ut beatis a: Wasser u. saris anilor Feuer vor

Trocken Heiss
E se rev läufig bei

Nass
Seite.

Wasser
Die erhaltenen Elemente Wasser und Feuer
zu dem gesetzt, was vorhin bei Seite gescho-

ben, ergiebt im Ganzen: Wasser u. Feuer. Tis is his "jo hat Aristoteles denn als die, auf 2 concentrirten Elente:

entweder Luft und Erde,

oder Wasser und Feuer. rut act jede "Indem nun Aristoteles beim Manoeuvre des vorläufig :: Element : Seite Schiebens, Zusammenfügens des Gebliebenen und

len Dega inn hinterdrein wieder Vereinigens ferner derartig verEt Elemeci Laurt, dass er nicht, wie vorhin, vorläufig Erde und Luft

er Wasser und Feuer bei Seite schiebt, sondern indem denn bextes, entweder vorläufig Wasser und Erde bei Seite schiebt, denn beides der Feuer und Luft, erhält er keine Concentrirung. -, dena beide er enn auf die Weise ergiebt sich ff.

Luft
Wasser u.
Erde vor-

Heiss Nass

Luft
läufig bei

Heiss
Seite.

Feuer
Die erhaltenen Elemente Luft und Feuer zu
dem gesetzt, was vorhin bei Seite geschoben,
ergiebt: Wasser, Erde, Feuer, Luft, also

keine Concentrirung. Ees Elementy. Und ebenso:

Wasser
Feuer und
Luft vor-

Nass

Kalt
Wasser
läufig bei

{

Kalt Trocken
Seite.

Erde
Die erhaltenen Elemente Wasser und Erde zu
dem gesetzt, was vorhin bei Seite geschoben,
ergiebt: Wasser, Erde, Feuer, Luft, also

keine Concentrirung.

Erde Kalt

Luft Also er erhält Luft und Luft, das ist kurz Luft. Dieses Erhaltene zu dem wieder zugefügt, was vorhin bei Seito geschoben, ergiebt Luft und wieder Luft, das ist im Ganzen: Luft. So kommt also auf die gezeigte Weise ein Element, das ist die Luft, heraus.

Wir haben also als die 4 Elemente: Feuer, Wasser, Luft, Erde. Wir haben als die, auf 2 concentrirten Elemente entweder Luft und Erde, oder Wasser und Feuer. Wir haben endlich als die auf 1 concentrirten Elemente: Luft.

Das Vorangehende zeigt uns, wie Aristoteles das durch seine doppelten Elementar-Qualitäten bezwingt, zu dessen Bezwingung sich Empedokles seiner Lehre von der pedía und dem veixos in die Arme werfen musste. Die doppelten Elementar-Qualitäten bieten ihm nämlich das Mittel zur Concentrirung der Elemente, und die Concentrirung führt ihn auf das Zwei- und Ein-Arcanum.

Schliesslich bemerken wir, dass auf der missverstandenen Lehre von den Elementar - Qualitäten die Lehre der Schulärzte fusst, die Medicamente überhaupt in Bezug auf die Elementar - Qualitäten einzutheilen. Von diesem seit circa 1'/, Jahrtausenden executirten Manoeuvre finden sich noch heute Rudera in der Materia medica, z. B. sprechen wir noch heute von Narcoticis frigidis et calidis u. 8. W. Dabei herrscht denn bei den Schulärzten, Galen an der Spitze, ein grosser Trouble in Bezug auf einfache Elementar - Qualitäten, doppelte Elementar - Qualitäten, pilia- und veizos-Verhältnisse: das ist ein Durcheinander wie Kraut und Rüben. Dieser Trouble ist leicht zu erklären. Es fehlt den Schulärzten die Kenntniss der Arcana und ihrer Auffassungsweise, und so mangelt ihnen der Anhaltspunct, sich über das Hand in Hand Gehen und Kreuzen der einzelnen Verhältnisse Aufklärung zu verschaffen.

Luft

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Feuer Trocken

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Griechische Alchemie in Alexandrien.

Nach dem Tode Alexander des Grossen 323 a. C. theilten sich seine Feldherren in sein Reich. Ptolemaeus Lagi bekam Aegyten, und damit kam Griechische Civilisation, Griechische Wissenschaft nach Aegypten und in specie nach seiner Hauptstadt Alexandrien. Es beginnt jetzt das für die Wissenschaft so beriihmte Alexandrinische Zeitalter, welches mit Ptolemaeus, des Lagus Sohn, beginnt, und sich bis zum Einfall der Araber in Aegypten erstreckt. Für die Alchemie ist das Alexandrinische Zeitalter eine höchst wichtige Periode.

Die Alexandrinischen Griechen stellen sich von vorn herein auf den Standpunct des Empedokles in so fern, als sie seine 4 Elemente und das, was sich im Allgemeinen an sie knüpft, annehmen. Auf seine Lehre von der gidia und dem veizos, in so fern diese das Griechische Schema ersetzen soll, gehen sie nicht ein. Von Plato haben sie

11

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Erde

er: Orls

Orbis tengan

Somme

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die Irlee kennen lernen, trotz der 4 Elemente ein Schema aufzustellen. Diese Idee beuten sie in ihrer Weise aus, wie wir sogleich kennen lernen werden. Im Uebrigen aber gehen sie auf Plato, auf Platos Besonder-Standpuncte nicht ein, und eben so wenig auf Aristoteles. Der Cardinalpunct, um den sich ihre Alchemie dreht, ist das von ihnen aufgestellte Schema, das ist das Alexandrinische Schema. Um zu diesem Schema zu kommen, sagen sie, Empedokles nimmt 4 Weltentheile an: 1) Orbis terrarum fluidus, 2) Orbis terrarum fixus, 3) Sonne, Mond und Sterne, 4) Firmament. Gesetzt nun, man entwirft ein Schema derartig, dass in Uebertragung der Arcana resp. Elemente auf die Weltentheile sich dieses Schema also gestaltet:

Orbis terrarum fluidus Sonne, Mond u. Sternel I. |

Sterne 11. . Orbis terrarum fixus Firinament wobei sich vorab gleich bleibt, was in den so gewonnenen Gruppen oben oder unten steht, so hat man ein Motiv, beide Gruppen zusammentreten zu lassen. Die Gruppe links nämlich repräsentirt als Inbegriff von Orbis terrarum fluidus et fixus den Orbis terrarum im Ganzen, die Gruppe rechts repräsentirt als Inbegriff von Sonne, Mond, Sternen und Firmament den Himmel im Ganzen. Es steht nun nichts im Wege, dass Gruppe ad II zu Gruppe ad I tritt. Denn wenn man auf der einen Seite den Orbis terrarum, auf der anderen den Himmel hat, so liegt es doch sehr nahe, dass man sagt, Himmel und Erde treten zusammen, und formiren so die kosmologische Welt.

Wenn man also, sagen die Alexandrinischen Griechen, ein Schema hat, welches in Uebertragung der Arcana und Elemente auf die Cosmologica die obige Aufstellung ergiebt, so kann es weiter keinen Serupel erregen, wie es denn motivirt ist, dass Gruppe II zu I tritt. Denn an das Zusammentreten der Cosmologica knüpft sich das Zusammentreten von Arcanis und Elementen von selbst. Wenn sich doch, wie das statt hat, Arcanum und Element *n das Cosmologicum knüpfen, so miissen sie von selbst dahin folgen, wohin sie von den Cosmologicis gezogen werden.

Hiermit ist denn den Alexandrinischen Griechen der erste Anhaltspunct gegeben, um an der Hand der 4 Elemente, beziehungsweise an der Hand der sich an dieselben knüpfenden Weltentheile zu einem Schema zu kommen. In Bezug auf diesen Anhaltspunet haben sie vorab einmal das, dass, wenn sie einmal zwei Gruppen haben, dass sie dann ein Motiv haben, diese Gruppen zusammen treten zu lassen. Es käme also im Verfolg der Sache darauf an, zu den Gruppen zu kommen, Um nun zu diesen zu gelangen, ziehen sie die Arcana und die Elemente heran.

Sie sagen nämlich, wenn wir die Arcana derartig aufstellen, dass auf die eine Seite Acid, sulphur., Natron, auf die andere Seite Liquor hepatis, P. solaris treten, also:

| Acid, sulphur. Liquor hepatis
Natron

P. solaris wobei es vorab einerlei bleibt, was in den betreffenden Gruppen oben und unten steht, so haben wir, in Anbetracht dessen, dass Acid. sulph. Aüssig und Natron fest, in Uebertragung auf die Elemente auf der einen Seite Wasser und Erde. Wo man aber Wasser hat, da ergiebt sich die Erde an der Hand des Wasserverwandlungs-Experimentes von selbst. Also wo man Wasser hat, hat man Erde, und in übertragener Weise bat man auch, wo man Acid. sulphı. hat, Natron.

Ganz su macht sich die Sache auf der anderen Seite. Da Liquor hepatis flüssig ist, Pulv, solaris aber fest, so bat man wieder in Uebertragung auf die Elemente: Wasser und Erde. Und da man da, wo man Wasser hat, Erde bat, so hat man auch da, wo man Liquor hepatis hat, Pulv. solaris.

Und hiermit ist denn die Zwei-Gruppirung gegeben. Die Zwei-Gruppirung besteht nämlich darin, dass man Arcana hat, und diese sich auf 2 concentriren. Nun, hier bat man die 4 Arcana : Acid. sulphur., Natron, Liquor hepatis, Pulv, solaris, und diese concentriren sich auf 2: Acid. sulphur. und Liquor hepatis.

Damit ist denn das Schema im Allgemeinen fertig. Man entwirft es, indem man die 4 Arcana nimmt, diese derartig in Gruppen theilt, dass auf der einen Seite Acidum sulph. und Natron, und auf der anderen Seite Liquor he

patis und Pulv. solaris zu stehen kommen, wobei die beiden Gruppen rom Standpunct des Flüssig- und Festseins ihrer Tbeile ausgefasst werden.

In Uebertragung auf die Cosmologica muss dann auf die eine Gruppe der Orbis terrarum im Ganzen, auf die andere Gruppe der Himmel im Ganzen kommen, und Or bis terrarum sowohl als Himmel im Ganzen müssen aus dem S!andpunct des Flüssig- und Festseins ihrer Theile auf. gefasst werden.

So wären dann im Schema die Arcana und Cosmologica repräsentirt. Es bliebe nun noch übrig, dass in ihm die Elemente repräsentirt sind. Vorläufig sind sie es noch nicht, denn es sind erst Wasser und Erde repräsentirt, nicht aber Feuer und Luft. Es ist nahe liegend, dass zum Feuer und der Luft der Liquor hepatis und der P. solaris herangezogen werden, und da setzen denn die Alexandrinischen Griechen zum Liquor hepatis das Feuer, und zum Pulv. solaris die Luft in Relation, womit sie also dem Empedokles, Plato und Aristoteles entgegenstehen, welche bekanntlich Liquor hepatis zur Luft und P, solar. zum Feuer in Relation setzen.

Um nun herauszubekommen, dass Liquor hepatis zum Feuer und Pulv. solaris zur Luft eine Relation baben, calculiren die Alexandrinischen Griechen ff.

Wo ich Wasser habe, da habe ich kraft des Wasserverwandlungs-Experimentes auch Erde. Ich habe aber nicht umgekehrt da, wo ich Erde habe, auch Wasser. Also spielt da, wo ich Wasser und Erde habe, das Wasser die erste Rolle. Das Schema, so weit wir in ihm bis jetzt gekommen, ergiebt in seiner einen Gruppe Liquor hepatis und Pulvis solaris. Diese Gruppe entsteht, weil Liqu. bep. flüssig und Pulv. solar, fest ist. Was in der Gruppe oben, was unten stehen soll, haben wir bis jetzt noch nicht gewusst. Es muss aber Liquor 'hepatis oben stehen und Pulv. solaris unten, weil das Wasser und somit auch der Liquor hepatis die erste Rolle spielt. Also es steht einmal unantastbar fest, dass Liquor hepatis oben stehen muss.

Wo man nun ferner Feuer hat, da hat man auch Luft (Rauch). Man bat aber nicht da, wo man Luft hat, deswegen auch Feuer. Also spielt da, wo ich Feuer und Luft habe, das Feuer die erste Rolle. Weil aber das Feuer die erste Rolle spielt, se muss im Schema in der betreffenden Gruppe das Arcanum oben stehen, welches das Feuer repräsentirt. Anlehnend daran nan, dass man die Gruppe bereits hat, dass man die Stellung der Theile in derselben bereits hat, kann man nicht mehr von vorn herein sagen, das Feuerarcanum muss oben stehen, das Luftarcanum unten, und darum muss so und nicht anders arrangirt werden. Nicht so kann man sagen, sondern muss sagen, es steht einmal das Arcanum x oben, und das Arcanum y unten, weil nun in x und y das Feuer und die Luft repräsentirt sind, das Feuer aber oben steben muss, so muss auf das Arcanum eo ipso das Feuer kom. men, welches oben steht. Man geht also nicht davon aus, dass entweder x das Feuerarcanum, y das Luftarcanum sei, oder umgekehrt, das findet sich im zweiten Theile. Es handelt sich darum, was einmal unabweisbar oben steht, und das, was oben steht, das muss auch das Feuerarcanum sein, weil das Feuer, der Luft gegenüber, die erste Rolle spielend, nicht unten stehen kann. Weil nun der Liquor hepatis unabweisbar einmal oben stelt, deswegen muss er das Feuerarcanum sein, weil der Pulvis solaris einmal unabweishar unten steht, deswegen muss er das Luftarcanum sein. Wollten die Alexandrinischen Griechen sagen, der Pulv. solaris ist das Feuerarcanum, so müsste auf Grund dessen, dass das Feuer der Luft gegenüber die erste Rolle spielt

, so müsste dann in der Gruppe Liquor hepatis. Pulvis solaris der Pulvis solaris oben stehen, was er aber auf Grund seiner Wasser-Eigerischaft notorisch und präsumtiv nicht soll.

Dass die Alexandrinischen Griechen in der Distribuirung der Elemente auf die Arcana dem Acid. sulphuricum das Wasser, dem Natron die Erde geben, wie Empedokles, Plato und' Aristoteles, dem steht selbstredend nichts im Wege.

Es unterscheiden sich also die 4 Arcana in Bezug auf ihre elementare Auffassung derartig, dass im Acidum sulphuricum und im Natron je ein einfaches Element vertreten ist, nämlich im Acid, sulphur. das Wasser, im Na

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