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auf die Sinneswerkzeuge machen. Diesen Standpunct aber parallelisirt er mit den Elementar-Qualitäten. Die Arcana als solche lässt er mit den Elementen parallel gehen, den Eindruck welchen die Arcana auf die Sinneswerkzeuge machen, lässt er den Elementar-Qualitäten parallel gehen. Demgemäss bilden die Elementar-Qualitäten die Einleitung zu der parallel laufenden Auffassung der Arcana.

Plato nennt die Elementar-Qualitäten Pathemata (naInuata) und erweitert und modificirt die hierhin schlagenden Empedokleischen Auffassungen. Er stellt auf: 1) das Pathema Heiss, 2) das Pathema Kalt, 3) das Pathema Hart, 4) das Pathema Weich. Hart und Weich ist ihm das, was dem Empedokles Trocken und Nass ist. Das Nasse kommt natürlich dem Wasser zu, das Trockne be. zieht Plato auf die Erde. Indem er nun in Nass und Trocken : Wasser und Erde hat, sagt er, Erde ist bart, was nahe liegt, da er ja vorhin, indem er die Arcana als Minerale auffasste, die yn mit nézga parallelisirte. Und da nun die Erde bart ist, so ist im Gegensatz dazu das Wasser weich. Dies Ergebniss benutzt er nun dazu, an die Stelle des Nassen und Trocknen das Weiche und Harte zu

Uebrigens ist die Parallelisirung von yn und nétpa nicht der einzige Grund, dass Plato die Erde als hart nimmt, er denkt dabei auch an das Jüdische Wasserverwandlungs-Experiment im Grossen. Bei diesem nämlich nimmt, wie wir wissen, die Jüdische Alchemie an, dass das Präcipitat fest sei, sonst könnte sich beim Einschlagen des Welteneies nicht sofort ein Gefäss im Ge. fässe bilden, und das Wasser würde ablaufen. So hat er denn auch in dieser Beziehung das Harte oder Feste. Mit der Umänderung des Nass und Trocken in Weich und Hart will Plato das gewinnen, dass das Schwanken zwischen Luft und Erde in Bezug auf die Elementar. Qualität aufhört. Wir wissen ja von Empedokles her, dass ein Schwanken statt hat, ob Luft: kalt, Erde : trocken, oder ob umgekebrt Luft : trocken und Erde : kalt, damit hat denn überhaupt ein Schwanken zwischen Luft und Erde statt. Dies Schwanken hört nun auf, wenn der Erde das Hart zugetheilt wird. Damit bekommt die Luft prägnant das Kalt, denn Niemand wird sich rersucht fühlen, die Luft bart zu nennen.

Plato schliesst aber mit den genannten 4 Pathemata nicht ab, sondern erfügt ferner hinzu: 5) das Pathema Schwer, 6) das Pathemata Leicht. Mit diesen beiden Patbemata ist es auf die Umkehrung des Schemas abgesehen. Bei dieser Umkebrung wird angenommen, dass das, was den Reigen eröffnet, leicht ist, und das, was ihm folgt, schwer ist. Dann liegt das Motiv, sich zu bewegen, in ibnen selbst. Das erste lässt sich drängen, das zweite drängt

, und so geht die Bewegung des Umkehrens des Schemas in ihrer Kreisbewegung vor sich. Plato ist hier einmal wieder bei jenem Thema des Umkehrens, welches er so gerne auf's Tapet bringt. Hier an dieser Stelle tout er es besonders wortreich.

Wie wir gesehen, hat Plato bei den Pathemata Hart und Weich das Wasserverwandlungs Experiment vor Augen. Da ihm nun das Wasserverwandlungs-Experiment die Lehre von der κίνησις und στάσις ist, und er an diese die ομαλότης und die ανωμαλότης knipit, so liegt es nahe, dass er hier auch diese ομαλότης υnd ανωμαλότης in's Auge fasst. Ihnen zu Liebe bringt er denn endlich: 7) das Pathema Glatt und 8) das Pathema Rauh. Wir haben da, wo wir oben die ομαλότης αnd ανωμαλότης besprachen, darauf hingewiesen, dass es sich bei der ersteren um die Abgränzung von Wasser und Erdu (Präcipitat) handelte, bei der letzteren um die Nicht-Abgränzung. Wörtlich übersetzt ist aber Guadórns Ebenheit und ávwpadórns Unebenheit. An diese wörtliche Auffassung sich haltend sagt nun Plato hier, wenn die Härte (das 3. Pathema) sich mit der øuadórns verbindet, so kommt das Pathema Glatt hera1:8.' Verbindet sich aber die Härte mit der åvwuadórns, so kommt das Pathema Rauh her

Das Glatt und Rauh bezieht sich also im Grunde auf das Präcipitat beim Wasserverwandlungs-Experiment. Glatt ist dies Präcipitat bei der Jüdischen Kosmogenese beim Anfange des Vorsichgehens der Land-Bildung. Am dritten Tage dagegen, wo sich das Wasser an besonderen Oertern sammelt und das Trockne sichtbar wird, da wird das Präcipitat Land rauh. (Vergleiche Alchemie bei den Juden). Wir haben noch zu erwähnen, dass Plato da, wo er

oben das Pathema Hart aufführt, dass er da Hart durch orangov giebt. Hier nun knüpft er an dies Adjectiv das Substantiν σκληρότης und sct at diese σκληρότης der ανωμαλότης gegenüber. Der ομαλότης dagegen setzt er nicht die σκληρότης gegenüber, sondern die πυκνότης, Festigkeit. Las bleibt sich aber gleich. πυκνότης ist hier gal0Z synonim mit σκληρότης. Derin das σκληρον fasst ja die Härte des Präcipitates bei der Jüdischen Schöpfung in's Auge. Ob man nun dieses Präcipitat bait oder fest nennt, bleibt sich gleich. Das Präcipitat soll verhindern, dass das Weltenwasser nicht beim Einschlagen des Eies abläuft. Nun das verhindert es ebensowohl, wenn es als fest ausgefasst wird, als wenn es als hart aufgefasst wird.

Ρ. 64: μέγιςον δε και λοιπον κ. τ. λ.

Hier kommt Plato von den vorherigen Pathemata, die den Elementen gegenüber stehen, zu den Pathemata, welche den Arcanis gegenüberstehen, das ist, er nimmt die Arcana durch in Bezug auf die Eindrücke, welche sie auf die fünf Sinneswerkzeuge machen. Hierbei sucht er denn mannigfach die beiderseitigen Pathemata mit einander in Einklang zu bringen, zu decken. Z. B. hat er in Bezug auf den Geschmack das Saure, welches die Zunge raul macht, und das Süsse, welches glatt über die Zunge dahin gleitet. So hat er denn in dieser Beziehung die Elementen-Pathemata Rauh und Glatt. Und so in verschiedener Weise. Diese verschiedenen Gegenüberstellungen von Elementen - und Arcanen - Pathemata bilden die Basis zu mannigfachen physiologischen Anschauungsweisen Platos, auf die wir hier nicht weiter eingehen.

In Bezug auf den Geschmack fasst Plato die vier Arcana in's Auge, in Bezug auf den Geruch zwei Arca la, in Bezug auf das Gehör ein Arcanum, in Bezug auf das Gesicht die sieben Arcana. Da er somit die verschiedenen Arten der Arcanenzahlen, wie er ihnen überhaupt Rechnung trägt, das ist das Ein-Arcanum, das Zwei-Arcanum, das Vier - Arcanum, das Sieben - Arcanum bereits bei vier Sinnen, dem Geschmack, dem Geruch, dem Gehör, dem Gesicht untergebracht hat, so hat er keinen rechten Platz mehr für den fünften Sinn, das Gefühl, wenn er eben, wie er das thut, darauf ausgeht, die Uebetragung der Arcana auf die Sinne dazu auszubeuten, um den verschiedenen Arcanenzahlen, wie er sie auffasst, Rechnung zu tragen. Darum fasst er

das Gefühl weniger als den eigentlichen Gefühls-Sinn auf, als vielmehr als das geistige Fühlen, das ist als die angenehmen und unangenehmen Eindrücke (ý dovrxai dúnn), welche die Pathemata auf uns machen. Auf die Weise wird denn das Gefühl der Allgemein-Gesichtspunct für alle Sinnes-Eindrücke. Beim Gefühl als solchein, das ist also beim Gefühlssinn, den er nicht auf alle Pathemata überträgt, fasst er den eigentlichen Schierz in's Auge, welchen die Arcana verursachen. Hierbei denkt er an den brennenden Schmerz, welchen Acid, sulphur. erregt, wenn es auf eine offene Wunde gebracht wird. Das ist es, worauf er mittelst seiner Touai xai xaúoens (Schnitt und Brand) lossteuert.

Den Geschmacks-Sinn setzt er den Arcanis so gegenüber, dass er zutheilt: 1) dem Liquor hepatis das Bittere (Liquor hepatis schmeckt in der That etwas bitter), 2) dem Natron das Salzige, 3) dem Acid. sulphur. das Saure, 4) dem P. solaris das Süsse. Der Geschmackssinn wurde übrigens bereits bei der Auffassung der Arcana als Pflanzensätte herangezogen. Denn dass Acid. sulphur. dem Wein oder vielmehr dem Essig parallelisirt wurde, hat den Grund, dass Acid. sulphur. sauer schmeckt. Und dass dort P. solaris dem Honig parallelisirt wurde, das hängt zwar direct damit zusammen, dass Hydrarg. oxyd. rubr. und Sulphur aurat. mit Zucker verrieben werden, indirect ist aber auch das Lossteuern auf den Geschmack der P. solaris da. Denn eben dadurch, dass P, solaris Zucker enthält, schmeckt er süss, wird in seiner Totalität zu Honig. Auf das Heranziehen des Geschmackes bei der Auffassung der Arcana als Pflanzensäfte macht Plato hier, wo er vom Geschmacks - Sinn spricht, selbst aufmerksam.

Den Geruchs-Sinn setzt er den Arcanis so gegenüber, dass das Acid, sulphur. und Natron als geruchslos rangiren, Liquor hepatis und Pulvis solaris dagegen als

aus.

um

solche, welche die Geruchsnerven afficiren. Beim Liquor

besser war.

Man muss nämlich eben wissen, dass das hepatis liegt es auf der Hand, dass er riecht. In Bezug Land, wie es jetzt ist (Zeiten des Erzählers), ein Ueberauf das Riechen des P. solaris fasst Plato das in's Auge, bleibsel des alten Landes ist. Während der 9000 Jahre dass der P. solaris-Theil: Sulphur aurat. bei Behandlung nämlich, die zwischen jetzt und damals liegen, hatten viel mit Salzsäure Hydrothiongas entwickelt, welches sehr deut- Ueberschwemmungen statt. In Folge dessen wurde die lich mittelst des Geruchs - Sinnes wahrgenommen werden Erde fortgeschwemmt. Der fette Boden ging fort, wie kann.

von einem kranken Körper das fette Fleisch fortgeht und Indem er den Gehörs-Sinn den Arcanis gegenüber die Knochen bleiben. Damals stand das Land in seiner stellt, hat er das im Sinne, dass Natron, in's Feuer ge- Integrität da; was jetzt nackte Berge sind, waren hobe worfen, decrepitirt und demgemäss ein knatterndes Ge- Erdhügel und die Phelleische Ebene hatte Fettland, Wiräusch verursacht.

von jetzt noch Spuren da sind. Die Berge nämlich, die Beim Gesichts-Sinne, den er den Arcanis gegenüber jetzt nur noch den Bienen Nahrung geben, gaben Tur stellt, fasst er die verschiedenen Farben der Arcana in's nicht gar zu langer Zeit noch Bauholz. Ausser Bännen Auge. Hierbei bringt er eine Reihe von Farben und Ge- zu derartigem Zweck brachte die Gegend noch hohe ('ulsichtseindrücken auf's Tapet, entgegen den sieben Farben, tur-Bäume und Fettweiden hervor. Sie wurde durch den nur den sieben Farben, die er im Hinblick auf die sieben jährlichen Regen befruchtet, der nicht, wie jetzt, von dem Arcana eigentlich zu bringen hätte. Das hängt damit kahlen Boden in's Meer abfliesst, sondern eingesogen zusammen, dass er die Sieben - Arcanenzahl, entgegen der wurde vom Lehmboden. Das gab, denn Substrat zu manEin-, Zwei-, Vier - Arcanenzahl, als die Viel - Arcanenzahl cherlei Quellen und Flüssen. Dieses Land mit fettem auffasst. Der Viel - Arcanenzahl setzt er dann das Viel Boden und guter Bewässerung wurde unter dem Einttise der Farben gegeniiber.

eines günstigen Klimas von einem körperlich und geistig Ρ. 68. gegen Ende: ταύτα δή πάντα (πάντα δή ταύτα) herrlichen Schlage von Ackerbauern bebaut. %. 1. ..

Was die Stadt Athen betrifft, so war der Akropolis-Tbeil Hier schliesst Plato den ersten Theil des Timaeus ab, nicht kahl, wie jetzt, sondern hatte fetten Boden, den

zu dem zweiten Theile, der quois dvipurou im Erdbeben und Ueberschwemmung zerstört haben. Sie kan engeren Sinne, überzugehen. Aus Gründen, die wir be- fast einer Ebene gleich. Der äussere Flanken-Theil wurde reits früher angeführt, brechen wir hier ab.

von Handwerkern und Ackerbauern bewohnt. Die Krie

gerkaste bewohnte die höheren Theile um den Tempel B. Platos Schrift: Kritias.

des Vulcan und der Minerva herum. Gegen Norden hatten sie gemeinschaftliche Wohnungen und Winter-Speisesale,

sie lebten überhaupt gemeinschaftlich. Im Sommer hielten u. Inhalt.

sie sich am südlichen Theile auf, wohin dann die gemeinDer Inhalt dieser zweiten Platonischen Schrift, die un- schaftlichen Plätze verlegt wurden. Sie lebten in behäsere Aufmerksamkeit in Anspruch nimmt, ist der Haupt- bigen Mittelverhältnissen, ohne Gold und Silber. An der sache nach folgender:

Stelle, wo jetzt die Akropolis steht, war eine Quelle, die 9000 Jahre vor Solon, der die Sache von einem Aegyp- jetzt bis auf kleine Ueberreste durch Erdbeben versiegt tischen Priester hat, fand ein Krieg statt zwischen den ist. So woliten die Beschützer ihrer Bürger und die Völkern diesseits und jenseits der Säulen des Hercules Oberanführer der übrigen Griechen. Sie sahen darauf, (Meerenge von Gibraltar). An der Spitze der Einen stan- dass Männer- und Weiber - Kriegerzahl sich gleich blieb. den die Athener, an der Spitze der Anderen die Könige Ihrer waren ungefähr 2 Myriaden. der Insel Atlantis. Die Insel Atlantis lag im Atlantischen Bei der vorerwähnten Verloosung der Erde unter die Ocean, vor den Säulen des Hercules, und war grösser als Götter erhielt Neptun die Insel Atlantis. Mitten auf dieser Asien (Kleinasien) und Lybien zusammen; später ging sie Insel war eine schöne fruchtbare Ebene. An der Ebene, in Folge von Erdbeben unter (vergl. unten gegen Ende). gegen die Mitte circa 50 Stadien abstehend, war ein kleiner

Als die Götter die ganze Erde, nicht in Zank und Streit, Berg. Hier wohnte einer von don Männern, die im Ansondern durch das Loos unter sich vertheilten, da fiel fange aus Erde geschaffen wurden, Namens Euenor. Seine dem Vulcan und der Minerva Attika zu, diesen beiden Frau hiess Leucippe. Von dieser hatte er eine einzige Gottheiten, die Geschwister waren und beide der Philo- Tochter Namens Klito. Als diese mannbar wurde, starben sophie und Kunst (gedooopia zai yiłote Xvia) huldigten. die Eltern, Neptun fasste Liebe zu ihr und erkannte sie. Sie machten Autochthonen, und legten in sie Sinn für Nun gränzte er den Erdhügel ab, den Klito bewohnte, Stantseinrichtungen.

Ihre Namen haben sich erhalten, damit kein Mensch hinzukäme. Er machte 3 Meeresihre Werke sind durch den Untergang ihrer Nachkommen, Reifen und 2 Land-Reifen. Dann schmückte er die innere durch die Länge der Zeit geschwunden. Denn ihre Nach- Insel aus. Er schuf eine warme und eine kalte Quelle, kommen lebten in den Bergen und waren roh und unge- und liess mannigfache Nahrung aus der Erde spriessen. billet. Sie hörten von den Namen der Herrscher, weni- Er zeugte 5 Zwillingsöhne, und theilte die Insel Atlantis ger von ihren Thaten. Die Namen nun verpflanzten sie in 10 Theile,

welchen der Aelteste vom ersten auf ihre Nachkommen, die Tugenden und Gesetze ihrer Zwillingspaar die mütterliche Wohnung mit Umgebung Vorfahren kaunten sie nicht, oder blos bis auf dunkele bekam. Die Uebrigen bekamen die anderen Theile als Geriichte. Durch viele Generationen lebten sie und ihre Herrscher (čomovies), jener aeltere war aber ihr OberKinder in Dürftigkeit und hatten genug an ihren Nah- herrscher (Baoueus). Dieser bekam den Namen Atlas. rungssorgen, so dass sie sich um die Thaten ihrer Vor- woher der Name der Insel Atlantis. Unter diesen Herrfahren nicht viel kümmerten. Sagengeschichte und wirk- schern und ihren Nachkommen blühte nun das Atlantische liche Geschichte entstanden erst, als gesichertes Substrat Reich, und dehnte sich aus. Namentlich blühte das Ge. für den täglichen Unterhalt da war, cher nicht. So haben schlecht des Atlas, in dessen Familie die Oberherrscherwir die Namen der Alten ohne Thaten. So kommt es, würde nach der Erstgeburt forterbte. Das blühende Reich dass die Priester dem Solon erzählten von Cecrops, brachte hervor: Metalle und Minerale, feste und fliissig. Erechtheus, Erichthonius, Erysichthon u, 8. W., und ähn- werdende (seped xại doa inxid yéyovi), darunter namentlich in Bezug auf die Frauen. Damals lag sowohl den lich Orichalcum (ugeixahxos), was edler war, als die Weibern als den Männern die Kriegsführung oh, worauf anderen Metalle mit Ausnahme von Gold; Waldungen mit Minerva hinweist, die gewappnet dargestellt wird. Es Zimmerholz; Plätze für wilde und zahme Thiere; zahlwohnten im Lande Handwerker und Ackerbauter, dagegen reiche Elephanteu ; Sumpfthiere, Seethiere, Flussthiere, wohnten die Soldaten besonders und getrennt, hatten kein Thiere der Berge, der Ebene; wohlriechende Dinge, wie Besondereigenthum und nahmen von den Uebrigen nur Wurzeln, Gräser, Hölzer, tropfende Säfte, Blumen, Früchte; das zum Unterhalt Bedürftige. Die Gränzen bildeten der Hülsenfrüchte; Pflanzen, welche Getränke, essbare Früchte, Isthmus, der Cithaeron und Panethes, Oropia, der Asopus. Salben hervorbringen; Obst und sonstige Naschfrüchte. Das Land zeichnete sich aus und konnte daher ein grosses Was den Leuten nun so reichhaltig. dargeboten wurde, Heer der Anwohner ernähren. Ein Beweis seiner Treff- das benutzten sie, um Tempel, Paläste, Häfen, Schiffsarselichkeit ist das, dass seine jetzigen Ueberbleibsel sich mit nale und andere Bauten auszuführen. jedem anderen Lande an Fruchtbarkeit messen können, Zuerst überbrückten sie die Meeres-Reifen um den alten daraus kann man seinen damaligen Zustand bemessen, der Stammsitz. Der eigentliche Königssitz wurde in seiner

von

nen.

ursprünglichen Anlage immer mehr verschönert. Dann machten sie einen Graben vom Meere zum äussersten Reifen, 3 Plethra breit, 100 Fuss tief, 50 Stadien lang. Diese Anlage wurde zugleich zum Hafen geschaffen und überbrückt. Die Erd-Reifen hatten hohe Ränder, welche das Meer überragten. Der grösste Reif war 3 Stadien breit; der nächstbenachbarte desgleichen. Von den folgenden beiden war der Wasser-Reif 2 Stadien breit, der Erd-Reif wie der vorige Wasser-Reif; derjenige, der die mittlere Insel umgab, 1 Stadium. Die Insel, auf der der Königssitz war, hatte 5 Stadien Durchmesser. Diese Insel, die Reifen und die Brücke von 1 Plethrum Breite umgaben sie mit einer steinernen Mauer, und versahen diese mit Thürmen und Thoren. Die Bruch-Steine zu den Bauten waren weiss, schwarz, roth. Mit dem Brechen dieser Steine machten sie zugleich 2 Schiffswerften. Die Oberfläche der Mauer um den äussersten Reifen bekleideten sie mit Kupfer (Xanzòs), die der Mauer des inneren Reifen mit Zinn (zastite pos), die Oberfläche der Mauer um die Königsburg mit Orichalcum, welches feurig funkelte. Den Königssitz (rd Beoiketa) in der Königsburg (azpontolis) richteten sie folgendermassen ein. In der Mitte war ein unzugängliches Heiligthum des Neptun und der Klito mit goldener Umgebung. Dort hatten die Umarmungen von Neptun und Klito statt gefunden. Hier brachten jährlich die aus den zehn Gebieten Versammelten jedem von beiden Opfer dar. Der Tempel des Neptun war 1 Stadium lang, 3 Plethra breit, proportional hoch, von fremdartigem Ansehen. Das Aeussere war bis auf die äusserste Spitze mit Silber bedeckt, diese mit Gold. Innen war die ganze Decke von Elfenbein mit Gold, Silber, Orichalcum. Mauern Säulen, Boden waren mit Orichalcum geschmückt. Es standen da goldene Bildsäulen. Vorab Neptun auf einem Wagen stehend, den Zügel von Flügelpferden haltend, mit dem Scheitel bis an die Decke reichend. Um ihn 100 Nereiden auf Delphinen. Ausserdem andere Bildsäulen, Geschenke von Privaten. Aussen um den Tempel standen goldene Bildsäulen von Frauen und Königen des ZehnKönigsstammes, und andere Weihgeschenke von Königen und Privaten, einheimischen und fremden. Auch war ein Altar da, der an Grösse und Pracht der Umgebung entsprach. Der Königssitz entsprach der Grösse des Reiches und der Pracht der Heiligthümer. Es waren warme und kalte Quellen da mit reichlichem, angenehmen und gesunden Wasser. Rings herum lagen Wohnungen und Baumpflanzungen und Behälter, überdachte und nichtüberdachte, zu Winter- und Sommer-Bädern, besondere für die hohen Herrschaften, für Private, für Frauen, für Pferde und anderes Zug- und Lastvieh. Das abfliessende Wasser ging in den Hain des Neptun, ein herrliches Gehölz, und von da durch Canäle zu den äusseren Kreisen. Da waren auch viele Heiligthümer vieler Götter, Gärten, Gymnasien fiir Menschen und Pferde auf den beiderseitigen Inseln der Reifen. In der Mitte der grössten Insel war ein Hippodrom, i Stadium breit, die Länge erstreckte sich über den ganzen Kreis. Zu beiden Seiten waren Wohnungen für die Leibwächter. Die treueren Leibwächter wohnten auf dem kleineren Reifen und näher bei der Königsburg; die treuesten wohnten in der Königsburg in der Nähe der Könige. Die Schiffsarsenale waren voll mit Dreirudern und dem, was zu deren Ausrüstung gehört. Kam man aus den 3 Häfen, die aussen waren, so stand da eine runde Mauer, die 50 Stadien vom grössten Reifen und Hafen allseitig abstand. Ueberall standen Häuser. Die Ausfahrt und der grösste Hafen war voll von Schiffen und fremden Handelsleuten, die Tag und Nacht Lärm machten.

Soviel über die Stadt und den alten Königssitz. Jetzt zur übrigen Gegend. Der ganze Ort lag hoch und ging steil anf das Meer zu. Die Gegend um die Stadt war eine Ebene, die von Bergen umgeben war, seitlich 3000 Stadien, in der Mitte bis zum Meere 2000 Stadien. Die Berge waren zahlreich, hoch und schön, mit vielen und reichen Dörfern, mit Flüssen, Seen, Weiden, Wäldern. Das Ganze bildete ein nicht ganz regelmässiges Viereck, was daran fehlte, wurde dureh einen Graben ausgeglichen, Die Tiefe, Breite und Länge diesés erreichte fabelhafte Dimensionen. Die Tiefe umfasste 1 Plethrum, die Breite 1 Stadium, die Länge 10,000 Stadien. Er nahm aus den Bergen kommende Flüsse auf, zog sich durch die Ebene, berührte hier und dort die Stadt und ergoss sich in's Meer.

In der Richtung nach oben von ihm waren kleinere Gräben von 100 Fuss Breite, welche sich in den Hauptgraben ergossen. Sie standen 100 Stadien von einander ab.

Zweimal im Jahre erntete man, Im Winter machte, der Regen den Boden nass, im Sommer bewässerte man ihn künstlich.

Von den in der Ebene zum Kriegsdienste tüchtigen Leuten musste jedes Departement einen Anführer stellen. Jedes Departement umfasste 10 mal 10 Stadien, und der Departements waren 6 Myriaden. Die Auzahl der Mannschaften aus den Bergen und dem übrigen Lande war unermesslich. Sie wurden ortschaftsweis den Departements und Anführern zugetheilt. Ein Anführer hatte zum Kriege zu gestellen: den sechsten Theil eines Kriegswagens auf 10,000 Kriegswagen, 2 Pferde mit Reitern; ein Zweigespann olie Sitz, mit zugehörigem Klein - Schild - Kämpfer und einem Pferdelenker; 2 Schwergewaffnete, ? Bogenschützen, 2 Schleuderer, 3 leichtbewaffnete Steinwerfer, 3 Speerschleuderer; 4 Schiffer zur Bemannung von 1.200 Schiffen. So stand es in den Kriegsangelegenheiten des Gebietes des Oberkönigs. Anders stand es um sie in Bezug auf die Gebiete. der 9 anderen Herrscher, worauf nicht weiter eingegangen wird.

Jeder der 10 Herrscher herrschte in seinem Gebiete im Allgemeinen unumschränkt, hatte das Strafrecht in der Hand und war Herr über Leben und Tod der Untertha

Im Besonderen aber waren der Unumschränktheit der Zehn durch ein Gegenseitigkeits-Verhältniss Fesseln angelegt. So wollte es das Gebot des Neptun und Gesetze, welche von den Vorfahren auf eine Säule von Orichalcum geschrieben worden. Diese Säule stand auf der Mitte der Insel im Tempel des Neptun. Die Könige kamen abwechselnd im fünften und sechsten Jahre zusammen, in Bezug auf diesen Wechsel der geraden und ungeraden Zahl gerecht werdend (τώ τε αρτίω και τα περιττω μέρος roov ánovéạovies). Sie beriethen dann über die gemeinschaftlichen Angelegenheiten, untersuchten, ob einer von ihnen das Gesetz überschritten, und urtheilten ab. Zuvor verpflichteten sie sich gegenseitig. Im Heiligthum des Neptun wurden Stiere losgelassen (oder liefen da überhaupt frei umher). Jeder von den Zehn betete vorab um einen glücklichen Fang, und nun jagten sie ohne Eisenwaffe mit Knitteln und Stricken den Tbieren nach. War ein Stier gefangen, so führten sie ihn zur Säule und schlachteten ihn. Auf der Säule stand ausser den Gesetzen ein Eid, der den verfluchte, der den Anordnungen nicht nachkam. Nun opferten sie, heiligten die einzelnen Glieder des Stieres, mischten einen Krug, und warfen für jedes Glied einen Blutklumpen hinein. Das Uebrige verbrannten sie, die Säule weibend. Alsdann schöpften sie mit goldenen Schalen aus dem Kruge, libirten über dem Feuer, und schwuten, nach den Gesetzen auf der Säule zu urtheilen, den Uebertreter zu strafen, in Zukunft sich keine Uebertretung gegen die Schrift zu Schulden kommen zu lassen, keine Anordnung zu treffen, wie sie mit den Gesetzen Neptuns collidirte, keiner solchen Anordnung nachzukommen. Das gelobte jeder für sich und seine Nachkommen, trank und dedicirte die Schale dem Heiligthum des Gottes. Dann speisten sie und kamen sonstigen Bedürfnissen nach. Wenn es finster wurde und das Opferfeuer dem Erlöschen nabe war, zogen sie alle ein schönes Kleid von blauer Farbe (xvavñv sodov) an, setzten sich an den Ueberbleibseln des verbrannten Opfertbieres nieder, und urtheilten gegenseitig Nachts, nachdem alles Feuer um das Heiligthum ausgelöscht worden, darüber ab, ob Gesetzesübertretungen vorlägen, deren Einer den Anderen anklagte. Wurde es Tag, so schrieben sie die gefällten Urtheilssprüche auf eine goldene Tafel, und dedicirten diese, so wie die Kleider dem Heiligthum als Andenken.

Die Könige hatten mancherlei Gesetze über die heiligen Angelegenheiten, ausserdem aber galten die folgenden Puncte als Gesetz. Sie sollten sich nicht gegenseitig bekriegen, und sie sollten zu einander stehen, wenn einer von ibnen in einem Gebiete den königlichen Stamm ausrotten wollte. Indem sie zu einander standen, erhielt nach Herkommen der Stamm des Atlas den Oberbefeb! im Kriege, und stand überhaupt an der Spitze der übrigen Angelegenheiten. Das Recht aber über den Tod eines Anverwandten stand jenem Oberherrscher nicht zu, darüber sollte bei der Aburtheilung Aller die Majorität entscheiden.

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Viele Menschenalter hindurch, so lange die göttliche nichts dagegen haben, wenn angenommen wird, Plato habe Natur in den Herrschern die Oberhand batte, gehorchten eine, von Phöniciern verbreitete Kunde gekannt, im Westen sie nun den Gesetzen und gelangten zu hoher Blüthe. Als von Europa läge ein grosses Land oder eine grosse Insel, aber das Göttliche in ibnen nach und nach unterging, und und dieses Land, diese Insel habe ibm bei seiner Atlantis das Menschliche die Oberhand gewann, da entarteten vorgeschwebt. Nöthig ist so etwas gerade nicht. Plato sie, und gingen ihrem Ruin entgegen.

kommt, wie wir so eben gesehen, zu seiner Fabel-Insel Da beschloss Zeus, sie dafür zu betrafen, auf dass sie einfach auf die Weise, dass er Judaea von Osten nach sich besserten. Er berief eine Götterversammlung, und Westen verlegt. Das kann er aber auch ohne die America. sprach .

Sage. Indessen will man diese heranziehen, so geht das Hier bricht der Kritias ab.

auch. Im letzteren Falle bätten wir dann ein JudaeaIm Anschluss hieran erzählt, dem Timaeus zufolge, in America. dessen Anfang die Sache auch zur Sprache komnit, der Indem also der Kampf der Griechen gegen die Aulan. Aegyptische Priester dem Solon dem Hauptinhalte nach tiker statt hat, hat der Kampf statt zwiechen Griechen folgendes :

und Juden. Griechen und Juden sind aber die GriechiDer Atheniensische Staat widerstand einer feindlichen schen und Jüdischen Alchemisten. Indem die Atlantiker Uebermacht, welche, vom Atlantischen Meere herkommend, besiegt werden und die Griechen siegen, siegen die Grieganz Europa und Asien bedrohte. Damals war das Meer chischen Alchemisten über die Jüdischen Alchemisten. dort schiffbar. Vor der Oeffnung der Säulen des Hercu- Wenn also die Griechen und Plato selbst, wenn gerade les lag eine Insel, grösser als Libyen und Asien zusam. nicht an der Spitze, so doch so gut als die anderen, die

Von ihr kam man zu anderen Inseln, und von die- Jüdische Alchemie ausbeuten, hierbei aber, wie wir gese sen zum benachbarten Festland. Auf der grossen Insel, hen, der Sache einen besonderen Anstrich, ein besonderes nämlich Atlantis, bestand eine grosse, bewunderungswür- Gepräge geben, so ist das in Platos Sinn ein Sieg der dige Macht von Königen, die über die Hauptinsel, die Griechischen Alchemie über die Jüdische Alchemie. Und Nebeninseln und einen grossen Theil des nahen Festlandes dieser Sieg soll im Kritias verberrlicht werden. herrschten, ausserdem in Libyen bis Aegypten, in Europa Was uns nun Plato von den Athenern erzählt, das soll bis Tyrrhenien. Diese grosse Gesammtmacht iiberzog die hauptsächlich die Griechische Alchemie in ihren charakteGesamintländer innerhalb der Säulen des Hercules mit ristischen Puncten der Jüdischen Alchemie gegenüber Krieg. Und da zeigte sich denn die Tapferkeit und die zeichnen; und das, was er uns von den Atlantikern erStärke der Athener. An Hochherzigkeit und in den Kün- zählt, das soll hauptsächlich die Jüdische Alchemie in ih. sten des Krieges Alle überragend, unterzogen sie sich, ren charakteristischen Puncten der Griechischen Alchemie theils im Verein mit den anderen Griechen, theils, von den gegenüber zeichnen. Auf beiden Seiten, namentlich bei Bundesgenossen verlassen, fiir sich dastehend, den äusser- den Atlantikern, bringt er dann noch verschiedene Data, sten Gefahren, besiegten den Feind, und beschützten die namentlich auch solche, welche in den Bereich der AlEinen vor Unterjochung und befreiten die Anderen vom chemie fallen, und solche, welche auf Jüdische VerbältJoche. Hinterdrein entstanden übermässige Erdbeben und nisse abzielen. Was nun Jüdische Verbältnisse betrifft, Ueberschwemmungen, und in einer bösen Nacht versank die uns Plato auf diese Weise bringt, so tragen sie das das Griechische Heer unter die Erde. Die Insel Atlantis Gepräge einer Fabel, bei der Wirklichkeits-Verhältnisse aber versank in's Meer und wurde nie mehr gesehen. Da- im Hintergrunde stehen. Und indem so Plato Wabrheit her kommi's, dass jenes Meer unschiffbar und unerforsch- und Dichtung unter einander arbeitet, fasst er auf der bar geworden, indem die versinkende Insel mächtige Schlamm- einen Seite zwar das in's Auge, dass er im Kritias auf untiefen setzte, die ein Hinderniss abgeben.

dem Boden der Mythe und nicht der Geschichte steht,

auf der anderen Seite mag er aber auch von vorn herein b. Interpretation.

von Jüdischen Verhältnissen ziemlich phantasmagorische Das Märchen, welches wir im vorhergehenden Abschnitt Vorstellungen gehabt haben. haben kennen lernen, zielt auf eine Verherrlichung der Das Hauptcharacteristicum der Griechischen Alchemie Griechischen Alchemie der Jüdiscshen Alchemie gegenüber. der Jüdischen gegenüber findet Plato in der Lehre von Wir haben kennen lernen, wie die Griechen von Thales den 4 Elementen und in der Griechischen Schematologie. bis Plato die Jüdische Alchemie ausbeuteten. Das gescbah Bei der Vertheilung der Erde unter die Götter erhalten aber im Geheimen. Anlehnen an die Jüdische Alchemie Vulcan und Minerva Attika. Wo Vulcan herkommt, ist

nun ja, das wohl; aber es der Welt offen eingestehen, an und für sich, in der gewöhnlichen Auffassung, nicht

gehorsamer Diener ! dazu wollte sich der Griechische klar. Natürlich die Herren Philologen finden das HunNationalstolz nicht verstehen. Die Jüdische Alchemie dertste und Tausendste beraus, und so haben sie hier herzeichnet Plato als gross dastehend. Nun, das ist ein um ausgefunden, dass auch Vulcan (Hephästos) ein haupt. 50 grösseres Verdienst für die Griechen, und an ibrer sächlicher Schutzgott Attikas sei. Glücklicherweise erzählt Spitze die Athener, welche den Sieg gegen sie erkämpfen, Pollux, Erichthonius habe die Bewohner Attikas in 4 welche den Kampf gegen sie aufnehmen und triumphirend Phylen getheilt und von diesen habe eine 'Hyalone's aus dem Kampfe hervorgehen.

geheissen

und nun hat Vulcan schwarz auf weiss sein Atlantis ist Judaea, welches Plato mit Phönicien zusam- verbrieftes Recht. Dass Pollux meldet, eine Phyle habe auch menfasst. Judaea liegt an einem, dem östlichen, Ende nach Zeus (Ald's) und eine andere nach Neptun (1700etdes Mittelländischen Meeres. Das westliche Ende des dwrid's) gebieissen, womit also consequenter Weise auch Mittelländischen Meeres ist offen, bildet die Meerenge von Zeus und Neptun neben Vulcan zu Schutzgöttern Attikas Gibraltar. Hier ist kein Land, daher fabelt Plato eins aufrücken würden, das ist Nebensache. Die 'Hyalories hin, und das ist Atlantis. Er verlegt, alchemistisch-fabel- des Pollux ist gar zu willkommen für Vulcan, als dass artig auftretend, Judaea vom Ostende des Atlantischen Mee- man sie der Aids und II00Eidwvids zu Liebe aufgeben res nach dem Westende. Die Gelehrten haben sich viel- sollte. Mögen die letzteren seben, wie sie fortkommen, fach darüber den Kopf zerbrochen, welches Land sich das ist ihre eigene Sache! - Nein, ihr Herren Philologen, denn eigentlich Plato unter der Insel Atlantis gedacht Minerva ist die Schutzgöttin Attikas, nicht aber ist Vulcan habe. Und da sind denn die verschiedensten Ansichten der Schutzgott Attikas, und wenn Plato ihn trotzdem als aufgestellt worden. Wir wollen sie nicht weiter ventiliren einen solchen bietet, so hängt das damit zusammen, dass und nur auf eine hinweisen, die sich ganz hübsch macht. er uns im Vulcan einen alchemistischen Gott bietet. YulEs ist die Ansicht, Atlantis sei America. Phönicische can ist ein alchemistisch-Platonischer Gott, der das Element Seefahrer seien an die Americanische Küste verschlagen Feuer repräsentirt, ebenso wie Minerva eine alchemistischworden und hätten, glücklich zurückgekebrt, nun die Kunde Platonische Gottheit ist, welche das Element Luft reprävon dem grossen Lande im Westen verbreitet. Auf diese sentirt. Zu dieser Ebre kommt Minerva deshalb, weil sie Kunde fussend sei dann Plato zu seiner Atlantis gekom- auf der Akropolis einen Tempel batte, der boch in die men. Es liegt einmal in unserer Natur, den Sagen gern Luft" hineinragte, indem die Akropolis auf dem Gipfel zuzulauschen, die uns von uralten Expeditionen nach eines Felsen lag. Auf die Allgemein-Relation des Vulcan Südafrica und America berichten, und so werden wir denn und der Minerva zur Alchemie weist Plato dadurch hin, auch nicht ungern dieser Aufstellung, die allerdings mög- dass er sie als die beiden Gottheiten hinstellt, welche der lich sein kann, unser Ohr leihen. Jeder von uns wird Philosophie und der Philotechnie huldigen. Da nun die

alchemistische Göttin Minerva zugleich die Schutzgöttin Attikas ist, so avancirt ihr Bruder und College Vulcan zu derselben Würde.

Das, was uns Plato von den hydrologischen and HumusVerhältnissen Attikas erzählt, zielt auf die Elemente Wasser und Erde. Das jetzige kahle Attika lässt das Wasser mehr ablaufen, als dass es dasselbe besitzt. I'amals aber sog der Boden, der fette Boden, der ganz besonders das Element Erde repräsentirt, dieses Wasser, das Element Wasser, ein. Und so haben wir denn einerseits durch Gottheiten vertreten, andererseits in tellurischen Verhältuissen reprä-sentirt: die 4 Elemente, Feuer, Luft, Wasser, Erde.

Die Roheit und Ungebildetheit der alten Athener beruht auf der Ignoranz der Alchemie. Den Anfang dieser setzt Plato in Fabelzeiten. Die Thaten jener alten Griechischen Alchemisten, ihre Auffassung der Alchemie, sind verschollen, nur ihre Namen haben sich fortgepflanzt. Hierbei setzt denn Plato die Namen Erichthonius, Erysichthon mit der Alchemie in Relation, inden er das x9wv in ihnen für das Element Erde, somit alchemistisch ausbeutet. Vielleicht bringt er auch das „chteus“ in Erechtheus mit zwy in Verbindung, vielleicht denkt er sogar bei Cecrops an yn - zgow. Indessen ist das nicht nöthig, Erichthonius und Erysichthon ziehen die Heroen Cecrops und Erechtheus zu sich hinüber, wie Minerva den Vulcan als Schutzgott von Attika zu sich hinüberzieht.

Was uns Plato von den Weibern erzählt, die zum Kriegsdienst herangezogen wurden, von der Trennung der Kriegerkaste von den Uebrigen u. s, w., das lehnt an seine Aufstellung in der „Republik“ (Plato: de Republica libri 10).

Die 2 Myriaden, die am Schlusse dessen figuriren, was von Athen gesagt wird, repräsentiren das Zwei-Arcanum, die Zwei - Gruppirung, das ist das Griechische Schema. Sobald man dieses hat, hat man eo ipso nicht nur das Zwei-Arcanum, sondern auch das Ein - Arcanum und das Vier-Arcanum. Es ist also nicht nöthig, dass Plato diese neben der Zahl 2 in der Zahl 1 und 4 bringt. In der Zahl 2 der 2 Myriaden hat man die eigentlichen Griechisehen (nicht Pythagoräischen) Arcanenzahlen: 1, 2, 4 alle

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zusammen.

Plato lässt die Welt aus den 4 Elementen Feuer, Wasser, Luft, Erde entstehen, wogegen die Welt nach Jüdischer Auffassung auf Grund des Wasserverwandlungs-Experimentes im Grossen entsteht. Bei der Welt nach Jüdischer Auffassung steht also vorab einmal das Wasser im Vordergrund, und ihm schmiegt sich dann, da das Weltenwasser ein Durcheinander ist, die Erde an. Was also für die Platonische, die Griechische Welt die 4 Elemente sind, das sind für die Jüdische Welt die 2 Elemente Wasser und Erde, bei der das Wasser im Vordergrund steht. Wie also Plato als Hauptcharacteristicum der Griechischen Alchemie, der Juidischen Alchemie gegenüber, die 4 Elemente hat, so hat er als Hauptcharacteristicum der Jüdischen Alchemie, der Griechischen gegenüber, die beiden Elemente Wasser und Erde mit Wasser im Vordergrund. Darum bekommt bei der Theilung der Erde unter die Götter Neptun, der Gott des Meeres, des Wassers, die Insel Atlantis. Der Hauptgesichtspunct Platos ist dabei der, dass, wie Vulcan zum alchemistischen Gott gestempelt wird, der das Element Feuer repräsentirt, wie Minerva zur alchemistischen Göttin gestempelt wird, die das Element Luft repräsentirt, dass so Neptun zum alchemistischen Gutt gestempelt wird, der das Element Wasser repräsentirt. Dabei ergeben sich aber zugleich als Nebensgesichtspunete die, dass Atlantis eine Insel ist, Inseln aber mehr Relation zum Meere, das ist zum Neptun haben, als Festland, und dass die Juden, die Plato mit den Phöniciern zusammenwirft, eine der Schifffahrt obliegende Nation repräsentiren, also in dieser Beziehung eine Relation zum Meere, zu Neptun, haben. Auf diesen Neptun, der als Gott des Meeres eine besondere Relation zu einer Nation hat, die Handel zur See treibt, zielen die Häfen, die Schiffsarsenale u. 6. w., die in der Abhandlung bei den Atlantikern vorkommen. Was von Pferden vorkommt, bezieht sich auf das, dem Neptun heilige Pferd.

Wie Neptun das Element Wasser repräsentirt, so repräsent seine Frau Klito das Element Erde. Deswegen ist sie die Tochter eines Mannes, der der Erde entsprossen; sie hat also eigens eine Erd-Natur. Uebrigens bezieht sich, ähnlich wie da, wo von der Beschaffenheit Attikas die

Rede war, das, was von den verschiedenen Wasser- und Erdboden - Verhältnissen der Insel Atlantis erzählt wird, ebensowohl auf die Elemente Wasser und Erde, als wie sich Neptun und Klito auf dieselben beziehen.

Das Hauptcharacteristicum der Jüdischeu Alchemie der Griechischen Alchemie gegenüber ist also zuerst das, dass die 2 Elemente Wasser und Erde entgegen den 4 Griechischen Elementen angenommen werden. Das zweite Hauptcharacteristicum findet Plato in den Jüdischen philosophischen Zahlen. Ihnen wird Rechnung getragen in den mannigfachen Verhältnissen, die derartig erzählt werden, dass Zahlen - Verhältnisse bei ihnen zur Sprache kommen, und deswegen auch hauptsächlich herangezogen werden. Zu den hierbin schlagenden mannigfachen Ventilirungen, z. B. bei der Heeresmacht, den Erd- und Wasser - Reifen u. s. w. u. $. w., bietet uns Plato, abgesehen von den cumulirenden Nullen, die nicht in die Wagschale fallen, die Zahlen: 1, 2, 3, 4, 5, 6, 10, 12. Die Zahl 7 bringt er nicht,

Für sie vicariirend treten die Pythagoräische 10 und die Indische 12 ein. Anstatt der eigentlichen Jüdisch - philosophischen Zahlen 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 finden wir deshalb die Zahlen 1, 2, 3, 4, 5, 6, 10, 12, weil Plato die 7 durch die 10 und 12 ersetzt. Das thut er nun nicht ohne Grund. Durch die 10 und die 12 wird die 9 eingeleitet. Die 9, die sich in den 9000 Jahren vor Solon und in den 9 Unterherrschern repräsentirt findet, ist die Platonisch - philosophische Zahl 9. Plato kann es sich nicht versagen, bei den philosophischen Zahlen auf seine eigenen philosophischen Zahlen 1, 2, 3, 4, 8, 9, 27 einen Blick zu werfen, und dazu verhilft ihm eben die fehlende 7 bei den Jüdischen Zahlen. Sobald er die 7 verlässt, und statt ihrer die Pythagoräische Zahl 10 und die Indische Zahl 12 bringt, sobald er damit auf Pythathagoras und die Inder reflectirt, kann er auch, emen Schritt weiter gehend, auf sich selbst reflectiren. Zu weit mag er in dem Reflectiren auf sich selbst nicht gehen, und so begnügt er sich denn, eine von seinen eigenen philosophischen Zahlen zu bringen, und das ist die 9. Er hat die Wahl zwischen 8, 9, 27 und wählt aus ihnen eben die 9 deshalb, weil er die 8 an die 4 und die 27 an die 9 anlehnt. Brächte er die 8, so hätte er eine Zahl, die an und für sich schon nahe liegt, weil sie sich an die bereits gegebene 4 anschmiegt, er hätte aber nichts von 9 und 27. Brächte er die 27, so hätte er eine zu weite Lücke zwischen 3 und 27. Jetzt aber, wo er die 9 bringt, tritt er seinen Exclusiv-Zahlen näher. Nun hat er im Anlehnen an die Jüdischen Zahlen die Zahlen 1, 2, 3, 4 vorab, und die 9 kommt hinzu. Jetzt überlässt er es dem Leser, sich aus 1, 2, 3, 4, 9 die Platonischen Zahlen 1, 2, 3, 4, 8, 9, 27 zu entwickeln, indem er auf der einen Seite fortschreitet: 1, 2, 4, 8 und auf der anderen Seite: 1, 3, 9, 27. Das kann er dem Leser um so eher überlassen, als er da, wo davon die Rede ist, dass die Könige einmal im 5. und das anderemal im 6. Jahre zusammen kommen, ganz unzweideutig auf das Zwei- und Drei - Verhältniss seiner Zahlenreihe hinweist.

Die Besprechung der Producte der Insel Atlantis weist einestheils darauf hin, dass die Jüdische Alchemie in der Schöpfungsgeschichte auch der organischen Natur Rechnung trägt, anderentheils sind in diesen Producten auch verschiedene Gesichtspuncte in's Auge gefasst, aus denen die Arcana aufgefasst werden, so der Gesichtspunct der Arcana als Metalle, beziehungsweis Minerale, und bei ihnen der nähere Gesichtspunct derselben als feste und flüssige Stoffe, der Gesichtspunct der Arcana als Pfanzensäfte, als riechende Dinge, Salben (vergl. Timaeus). Mit den Elephanten scheint Plato an die „grossen Walfische“ zu denken, die der 5. Tag der Jüdischen Schöpfungsgeschichte bringt (1. Buch Mosis Cap. 1, Vers 21). Der Bibel gegenüber, die den Wasserkoloss Walfisch bringt, bringt er den Landkoloss Elephant. Was den optiqahxos betrifft, welcher mehrfach im Kritias zur Sprache kommt, so wissen wir, dass im Timaeus Natron Gold und Pulvis solaris wieder Gold ist. Weil sie nun beide kein Gold sein können, so wird Pulvis solaris zu unächtem Gold, das ist Kupfer. So ist es im Timaeus. Hier im Kritias weist Plato in besonderer Weise darauf hin, dass, wenn Pulvis solaris Kupfer ist, dass das nicht das unedele Metall Kupfer sein soll, sondern im Grunde auch Gold ist, welches blos deswegen nicht als Gold figuriren kann, weil die Stelle des Goldes

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