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1:2 = 2:4 und 4:2=8:4

1:3=3:9 und 3:9=9:27 Da haben wir eben die Proportionen, von denen ausgehend Plato zu seinen philosophischen Zahlen kommt. Damit wäre denn im Grunde die Sache fertig. Plato begnügt sich aber damit nicht, sondern bringt auch noch die Zahlen 256 und 243 auf's Tapet. Damit bezweckt er nun, uns auf die eingeflickten, nicht diastematischen, Zahlen zu fiihren.

Nimmt man nämlich die Acht-Reihe des Zwei - Verhältnisses, welche ist:

1, 2, 2, 4, 4, 2, 8, 4 und addirt, so hat man:

1+2+2+4+4+2+8+4 : 27 Nimmt man die Acht - Reihe des Drei - Verhältnisses, welche ist:

1, 3, 3, 9, 3, 9, 9, 27 und addirt, so hat man:

1+ 3+3++3+9+9+27 = 64 Nun nimmt man die beiden Gleichungen:

1:3 = 3:9

3:9=9:27 und giebt ihnen die folgende freie Interpretation.

Nimm die zwei Zahlen des letzten Theiles der zweiten Proportion und multiplicire sie. Ergiebt: 9.27= 243.

Nimm die zwei Zahlen des ersten Theiles der zweiten Proportion und multiplicire sie. Ergiebt 3.9= 27. (Man reflectire darauf, dass diese 27 auch bei der ersten Addition herauskam.)

Die erhaltenen 243 und 27 dividire. Ergiebt 243 : 27

9. Diese 9 giebt uns die Zahl an, nennt uns die Zahl, der bei der Sieben-Reihe eine neue Zahl angeflickt wurde,

Nimm den letzten Theil der ersten Proportion. Dort handelt es sich um die Zahlen 9 und 3. Die 3, welche bei der 9 steht, heisst, du inusst bei der 9, die du so eben erhalten, eine 3 einflicken,

Nimm den ersten Theil der ersten Proportion. Dort handelt es sich um die Zahlen 1 und 3. Die heissen: Es handelt sich um die Reihe des Dreiverhältnisses. Also haben wir in Bezug auf die Proportionen

1:3=3:9 und 3:99:27 die freie Interpretation: Die Sieben - Reihe des DreiVerhältnisses bekommt eine Zahl angeflickt. Diese Zahl ist 3. Sie wird eingeflickt bei der 9, das ist der Zahl, welche erhalten wird, wenn man den Vordertheil der zweiten Proportion multiplicirt, den Hintertheil der zweiten Proportion multiplicirt, und die beiden so erhaltenen Producte dividirt. Ebenso nimmt man die beiden Gleichungen:

1:2= 2:4

4:2=8:4 und giebt ihnen die folgende freie Interpretation.

Nimm die 4 Zahlen der zweiten Proportion und multiplicire sie. Ergiebt: 4.2.8.4 = 256. Diese 256 dividire durch 64. Zu dieser 64 kommt man auf die Weise, dass vorhin bei der zweiten Gleichung durch 27 dividirt wurde. Diese 27 wurde dort zwar durch die Gleichung selbst gewonnen. Indessen das war nicht nöthig. Sie war auch gegeben, wenn man sich an die Summe der Acht-Reihe des Zwei - Verhältnisses hielt, denn 1+ 2+2 +4+4+2+8+4= 27. Das führt nun darauf, hier, wo die Gleichung selbst nichts an die Hand giebt, zu der Zahl zu greifen, welche die Summe der Acht - Reihe des Drei-Verhältnisses ergiebt. Diese Zahl aber ist, da 1+ 3+3+9+3+9+9+27 = 64, ist, sagen wir, 64.

Nun ist 256 : 64 = 4. Diese 4 nennt uns die Zahl, der bei der Sieben-Reihe eine neue Zahl angeflickt wurde.

Nimm den letzten Theil der ersten Proportion. Dort handelt es sich um die Zahlen 2 und 4. Ist zu interpretiren: Die 4 kommt zweimal vor. Das heisst: Der so eben erhaltenen 4 misst du nochmals eine 4 anflicken.

Nimm den ersten Theil der ersten Proportion. Dort handelt es sich um die Zahlen 1 und 2. Die heissen: Es handelt sich um die Reihe des Zwei-Verhältnisses. Also haben wir in Bezug auf die Proportionen:

1:2= 2:4 und 4:2=8:4 die freie Interpretation: Die Sieben - Reihe’ des Zwei-Verhältnisses bekommt eine Zahl angeflickt. Diese Zahl ist 4. Sie wird eingeflickt bei der 4, das ist der Zahl, welche erhalten wird, wenn man die Zahlen der zweiten Pro

portion multiplicirt und durch diejenige Zahl dividirt, welche auf Grund der Addition der Acht-Reihe des DreiVerhältnisses erhalten wird.

Diese Deductionen will Plato an die sehr aphoristisch dahin geworfenen Zahlen 256 und 243 gekniipft wissen.

Die Pythagorier nannten die Zahlenphilosophie quovia και συνωδία των σφαιρών και των κατ' αυτάς κινουU Évwy douépwy, kurz Harmonie der Sphären. Dieser Ausdruck wurde dann gang und gäbe für Zahlenphilosophie, und somit handelt Plato hier über die Harmonie der Sphären. Davon haben dio Laien etwas gehört, und meinen nun, es handle sich hier um musikalische Dinge – die Alchemisten selbst thaten übrigens das ihrige, die Laien in einer solchen Auffassung zu bestärken. Niin schreibt Liner dem Auderen mit rührender Patriarchalität nach, Plato spreche hier von der Musik, welche die Sphären machen. Es soll in Bezug auf die Zahlen, die er bringt, derartig liegen, als wenn man musikalisch von einer Prime, Secunde, Terz u. s.

w. spricht. Man hat den Firlefanz so weit getrieben, über diese Platonischen nusikalischen Zahlen ganze Tabellen auszuarbeiten.

Was nun den Ausdruck Harmonie der Sphären statt Zahlenpl.ilosophie betrifft, so steuert Plato selbst auf ihm los. Es heisst nämlich P. 47: quvns ve Svi zai ázors πέρι πάλιν και αυτος λογος, επί ταύτα (ι' αυτα) των αυτών ένεκα παρά θεων δεδωρήσθαι. λόγος τε γαρ επ' αυτά ταύτα τέτακται, την μεγίστην ξυμβαλλόμενος εις αυτα μοιραν, όσον τα μουσικής φωνής χρήσιμον, προς ακοήν ένεκα αρμονίας έστι δοθέν. η δε αρμονία, ξυγγενείς έχουσα φοράς ταϊς εν ημίν της ψυχής περιόδοις, τω μετα νού προσχρωμένη Μούσαις ουκ εφ' ηδονήν αλογον, καθάπερ νυν, είναι δοκεί χρήσιμος, αλλ' επί την γεγονυίαν εν ημίν ανάρμοστον ψυχής περίοδον εις κατακόσμησιν και συμφωνίαν εαυτή σύμμαχος υπο Δ1ουσων δέδοται. και ρυθμός αν δια την άμετρον εν ημίν και χαρίτων επιδεα γιγνομένην εν τοις πλείστοις έξιν επίκουρος επί ταύτα υπό Tuy autor idóin. „An Stimme und Gehör knüpft sich dieseile Reflexion, sie sind uns zu ähnlichen Zwecken von den Göttern geschenkt worden, als die Augen. Die Rede (Stimme) schmiegt sich ihnen nämlich an, indem sie vom grössten Einfluss auf die Augen ist (auf das, was sich alchemistisch nach dem früher Exponirten an die Augen kniipft). Da wir nun in der Stimme auf der anderen Seite etwas haben, was auf den musikalischen Ton von wichtigem Einfluss ist, so ist sie der Harmonie wegen dem Gehör zugesellt. Die Harmonie aber, welche verwandte Anklänge in unseren Seelenthätigkeiten hervorlockt, scheint dem, der sich den Musen mit Verstand anlehnt, nicht, wie das so gewöhnlich angenommen wird, zu zwecklosen Vergnügungen wiehtig zu sein, sondern sie ist uns als Bundesgenossin von den Musen gegeben, un unsere ungeordneten Seelenthätigkeiten zu ordnen, und in Einklang zu bringen. Obendrein ist uns der Tact von ebendenselben Musen als Gehülfin gegeben wegen unserer durchschnittlich ungeregelten und der Grazie entbehrenden inneren Beschafienheit.“ Hier sieht man, wie Plato die Zahl (Tact) mit der Harmonie in Relation bringt, was eben auf die Relation der Harmonie der Sphären zu der Zahl losstouert. Der Tact (numerus) nämlich ist die Zahl in Bezug auf die Harmonie.

Mitte P. 36: ταύτην ούν την ξύστασιν πάσαν κ. τ. λ.

Hier biegt Plato von der Zahlenphilosophie ab, und kommt auf die Zeichnung seines Weltenthieres. Zuerst bringt er das diagonalisirte Quadrat (das xi sind die sich schneidenden Diagonalen), dann die Kreise. Der Bauchkreis wird alsdann, um zum Schwanze zu kommen, sechsfach getheilt. Das ist (siehe oben die Figur des Weltenthieres), von b abwärts werden auf dein Bogen bd seclis Puncte gemacht, welche nicht gleich weit von einander abstehen. Dadurch entstehen sechs Distanzen. Diese werden mit Kreisen belegt. Dadurch entstehen 6 Kreise. Endlich wird dann noch ein siebenter Kreis gezeichnet, welcher den sechtsen berührt. So kommen die 7 Kreise des Schwanzes heraus, wie sie unsere Zeichnung des Schwanzes beim Weltenthier bietet. Drei dieser Kreise sind gleich, vier derselben sind ungleich, d. h. nicht nur den drei Kreisen ungleich, sondern auch unter sich ungleich. drei gleichen Ki sin die

grossen, die vier ungleichen die kleinen bei der Zeichnung des Schwanzes am Weltentbier. Zuerst kommt, von b abwärts, ein Kreis

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in welcher Reihe die Planeten, welche Plato nieht na. mentlich macht (Jupiter, Mars, Saturn), stehen. Z. B. kann auch Jupiter stehen, wo wir Mars gesetzt haben, Saturn, wo wis Jupiter gesetzt haben u. 5. w. Auch steht es nicht absolut fest, dass der zweite grosse Kreis (der vierte dem Schwanzes überhaupt) Venus. Er kann auch = Mer cur, denn in den beiden betreffenden Stellen wird das erstemal Venus voran gesetzt, das zweitemal Mereur.

In Bezug auf das Zwei- und Drei-Verhältniss der philosophischen Zahlen ist die Zahl Eins, in der sich beide concentriren, der Mond. Parallel mit dem Zwei - Verhältnisse gehen dann: Sonne, Venus, Mercur. Parallel mit dem Drei-Verhältnisse gehen: Mars, Jupiter, Saturn.

Indem sich nun die bewegenden Himmelskörper an die philosophischen Zahlen knüpfen, haben einerseits weder die Zahlen, noch andererseits die Himmelskörper gleiche Grösse. Es könnte daher auffallend erscheinen, dass Plato 3 grosse und 3 kleine Kreise absolut unter sich gleich sein lässt. Das thut er aber deswegen, um das Zwei- und Drei-Verbältniss prägnant an den sich bewegenden Himme's körpern hervorzuheben. Der Zeichnung nach, die sich an das Gleichsein der betreffenden Kreise knüpft, fällt e nämlich sofort in die Augen, dass Sonne, Venus und Mer cur dem Zwei-Verhälınies entsprechen, uud Mars, Jupiter, Saturn dem Drei-Verhältnisse. Und dann auch bedenke man, dass Plato die Grösse der einzelnen Planeten nicht kannte; der würde also sehr in die Klemme gerathen,

er die Planeten nach ihrer gegenseitigen Grösse mit grösseren oder kleineren Kreisen hätte bezeichnen sollen. Darum kommt es ihın sehr à propos, dass er sich bei der Grösse der Kreise eben nur an das Zwei- und Drei-Verhältniss hält.

wenn

is ronde dann hat es auch seinen Grund, dass gerade die

der Vier-Reihe. Dieser Kreis ist ein grösserer der VierReihe, er ist grösser als die drei übrigen der Vier-Reihe, welche drei unter sich gleich sind. Er ist zwar grösser als die drei übrigen Kreise der Vier - Reihe, aber kleiner als die Kreise der Drei-Reihe, welche letzteren uiter sich gleich sind. Dann kommt ein Kreis der Drei-Reihe. Dann kommt ein Kreis der Vier-Reihe. Dann kommt ein Kreis der Drei-Reihe.

kommt Kreis der Vier - Reihe. Dann kommt ein Kreis der Drei - Reihe. Endlich kommt ein Kreis der Vier-Reihe. Der Reihenfolge nach haben wir also in Bezug auf die Grösse der Kreise 1) mittelgross (zur Vier-Reihe gehörend), 2) gross, 3) klein, 4) gross, 5) klein, 6) gross, 7) klein.

Diese Arrangirung des Schwanzes in Bezug auf die grösseren und kleineren Kreise kommt nun darauf hinaus, dass, wie wir noch kennen lernen werden, im Seliwanze Sonne, Mond und Planeten, das sind runde, sich bewegende Körper repräsentirt sind. Die übrigen Verhältnisse kommen auf die sieben Platonischen philosophischen Zahlen hinaus, welche nach dem Zwei- und Drei-Verhältnisse fortschreiten. Vergl. hierüber weiter unten.

Gegen Mitte P. 37. ώς δε κινηθέν κ. τ. λ.

Hier wird das Weltenthier so aufgefasst, dass der Kopfkreis das Sein, oder, was sich gleich bleibt, die Ewigkeit, der Bauchkreis das Werden, der Schwanz die Zeit repräsentirt. Das letztere schmiegt sich an die Auffassung des Schwanzes als Zahl, denn die Zeit wird kalenderweis abgezählt.

Gegen Mitte P. 38. εξ ουν λόγου και διανοίας θεού %. 1. 1.

Hier wird der Schwanz als Sonne, Mond und Planeten aufgefasst, womit Hand in Hand geht, dass der Kopfkreis als Himmel (mit Fixsternen) und der Banchkreis als die Erile, die wir bewohnen, aufgefasst wird. Plato will im Allgemeinen pavos als synonim mit zoouos aufgefasst wissen, worauf er P. 28 selbst hinweist. Speciell ist aber ovpuvòs der Kopfkreis, und so wird bereits P. 34 ov oavos als Kopfkreis genommen. Die Auffassung des Kopfkreises als ou pavo's schmiegt sich an die Verwerthung des Weltenthieres, mit der wir es hier zu thun haben, wo der Kopfkreis = ovqavòs, der Bauchkreis = yñ, der Schwanz

ήλιος, σελήνη και πλανήται. Sonne, Mond und Planeten einerseits und die Fixsterne andererseits hält Plato ganz strict auseinander, weil er den ersteren eine Bewegung am Himmel zutheilt, den letzteren nicht. Die Fixsterne fallen zugleich auf den Himmel, und gehören in den Kopfkreis, wogegen Sonne, Mond und Planeten dem Schwanz angehören. Plato nimmt, wie die Alten überhaupt, fünf Planeten an, speciell erwähnt er hier aber blos den Morgenstern, das ist die Venus, die er aber nicht 44. godiin, sondern éwsy ópos nennt, und den Mereur, den er τον ιερών Ερμού und τον του Ερμού nennt. Mars, Jupiter und Saturn werden hier nicht namentlich aufgeführt.

Im Schwanze (vergl. die Zeichnung des Weltenthieres) kommen nun die drei kleinsten Kreise, der 3., 5., 7. auf: Mars, Jupiter, Saturn. Der mittelgrosse Kreis, der 1., kommt auf den Mond. Der Mondkreis ist grösser als die Kreise von Mars, Jupiter, Saturn. Darum heisst's auch P. 36, die kleineren Kreise wären unter sich ungleich. Die 3 grossen Kreise, der 2., 4., 6., kommen auf Sonne, Venus, Mercur.

Halten wir mit dem Schwanze das zusammen, was wir bei der Platonischen Zahlenphilosophie haben kennen lernen, so gestaltet sich der Schwanz in Bezug auf die Buchstaben, mit denen wir dort die Theile bezeichnet haben, in welche der Demiurg das Eine theilt, was er

aus der Mischung des ideellen, reellen Elementes, der Zahl erhält, derartig, dass der erste Schwanzkreis A, der zweite

B, der dritte C, der vierte = 1, der fünfte E, der sechste = F, der siebente = G.

Und hieran anleheud ist in Bezug auf die philosophischen Zahlen, dem vorigen entsprechend, der erste Schwanzkreis

1, der zweite = 2, der dritte = 3, der vierte 4, der fünfte = 9, der sechste = 8, der siebente 27.

Dass, wenn wir uns an Sonne, Mond und Planeten halten, dass daun ist: der erste Kreis Mond, der zweite

Sonne, der dritte Mars, der vierte = Venus, der fünfte =

Jupiter, der sechste = Mercur, der siebente S turn, wissen wir bereits. Hierbei steht indess nicht fest,

grossen Kreise dem Zwei-Verbältnisse entsprechen, und die kleinen dem Drei-Verbältnisse. Dieser Grund liegt in der Gestalt eines Schwanzes überhaupt, der in einer Spitze endet. Würde Plato den grossen Kreisen das Drei-Verbältniss zutheilen, so würde der Schwanz des Weltenthie res breit enden, was er mit der gewöhnlichen Gestalt eines Schwanzes für collidirend hält.

Charakteristisch für die Aehnlichkeit des Schwanzes des Weltenthierss mit einem Schwanz ist auch das, dass ein Schwanz häufig spitz und nicht mit seiner vollen Breite aufsitzt. Diese Aufsitz-Spitze ist aber nicht so spitz, wie vlie Endspitze, und so giebt denn der Mond, der kleiner ist als die grossen Kreise, grösser aber als die kleinen Kreise, einen passenden Anfangspunct für den Schwanz des Weltenthieres ab.

Die Kreise, durch welche Sonne, Mond und Planeten dargestellt werden, weisen auf die runde Form dieser Körper, und darauf, dass sie sich drehen, dass sie rollen. Die grossen Kreise geben langsamer, die kleineren schneller, denn den ersteren entsprechen die kleineren Zablen 2, 4, 8, den letzteren die grösseren Zahlen 3, 9, 27. Zu den Bewegungen der Himmelskörper kommt nun noch die Bewegung der Erde, an der der Schwanz des Weltenthieres angeheftet ist. Daher kommen die óxiw popai heraus, von denen Plato spricht. Der hellste der Himmelskörper ist die Sonne. An die Bewegung dieser reiht sich der Tag und die Nacht. An die Bewegung des Mondes reibt sich der Monat. An die Bewegung der Sonne wieder das Jahr. Damit muss man aber nun nicht meinen, dass die übrigen sich bewegenden Himmelskörper etwa nicht auf die Zeit Einfluss hätten, die Leute reflectiren hierauf bles nicht. Diese Bemerkung macht Plato deswegen, damit man nicht in Versuchung kommt, einzelne Theile des Schwanzes auf die Zeit zu beziehen, wo doch der ganze Schwanz die Zeit repräsentirt. ·

Schluss P. 39 : zai td uèv alda ñdin (eïdn) %. 1. A.

Das Weltenthier wird jetzt zum Repräsentanten der Götter. Eine Götterart repräsentirt der Kopfkreis, eine andere der Bauchkreis, eine dritte der Schwanz.

Die Gottheit der Kopfkreises wird daraus abgeleitet, dass dieser den ουρανός représentirt, Ουρανός aber in der Griechischen Mythologie ein Gott ist. Dann aber auch werden die Fixsterne als Götter genommen, wobei es Plato weniger auf die Astrologie im Allgemeinen abgesehen zu haben scheint, als vielmehr auf die Sternschnuppen und Kometen, die er den Fixsternen anreiht. In den Sternschnuppen und namentlich den Kometen saben bereits die

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Griechen Vorbedeutungen, Vorbedeutungen haben aber Uebertragung auf den Menschen, einen Penis. Die erste eine göttliche Relation.

Metamorphose besteht darin, dass der Schwanz verDie Gottheit des Bauchkreises wird daraus abgeleitet, loren geht. Dann wird aus dem männlichen Weltenthier, dass dieser die yñ repräsentirt, (Gaea) aber eine Gric- aus dem Manne, eine Frau. Die zweite Metamorphose cbische Gottheit ist; wic Plato nebenbei erwähnt, die besteht darin, dass die Arme verloren gehen. Dann tritt erste und älteste. Die Gottbeit des Schwanzes geht daraus die Vogel-Natur ein, indem die Vögel Flügelstatt der hervor, dass die Griechen Sonne und Mond als Götter Arme haben, Die dritte Metamorphose besteht auffassten, und den Planeten Götternamen gaben. Die darin, dass der Kopfkreis verloren geht. Dann tritt die Schwanzgötter nennt Plato: Dämonen, saíuovas, was Natur der Landthiere ein. Diese Thiere sind zwar nicht einfach Götter heisst. In diesem Sinne kommt der Aus- kopflos, sie tragen aber den Kopf zur Erde gebückt, nicht druck bereits bei Homer vor. Speciell auf die Dämonen zum Himmel erhoben, wie der Mensch. Diese mehr oder eingebend, sagt Plato: „Die Kinder der Gaea und des minder zu Boden gerichtete Stellung des Kopfes, des Uranus waren Oceanus und Tethye.“ Hier sind nun Gaea Mebr- oder Minder- in Berührung - Kommens des und Uranus der Bauch- und der Kopfkreis. Der Schwanz Kopfes mit dem Erdboden veranlasst Plato die Landthiere des Weltenthieres wird als Penis aufgefasst, und so kommt in 3 Klassen zu theilen, die in dem Bereich der dritten der Sinn heraus: die Dämonen haben eine Penis-Relation Metamorphose höher oder tiefer stehen. Die erste Classe zu Gaea und Uranus, sind deren Kinder. – „Von diesen“, bilden die Vierfüssler. Sie tragen den Kopf am höchsten. das ist von Uranus und Gaea, beisst es uun weiter, „waren Die zweite Classe bilden die Vielfüssler. Bei ihnen stehen Kinder: Phorkys, Saturn, Rhea und mebrere. Von Saturn Kopf und Rumpf mehr in einer Linie, der Kopf ist also und Rhea stammen ab Jupiter und Juno und weitere nicht so in die Höhe gerichtet, wie bei den Vierfüsslern Brüder (Blutsverwandte) und deren Abkömmlinge" .Die 7 im Allgemeinen. Und dann auch haben die Vielsüssler speciell aufgefübrien Dän onen-Namen: Oceanus, Tethys, viel kürzere Beine als die Vierfüssler, Auf Grund dessen Pborkys, Saturn, Rhea, Jupiter, Juno weisen auf die 7 nähert sich ihr Kopf mehr dem Boden. Die dritte, die Kreise des Schwanzos, und repräsentiren also: Sonne, am tiefsten stehende Classe, bilden die Ohne-Füssler, die Mond und Planeten. Hierbei rangirt nun Oceanus für auf dem Boden kriechenden Thiere. Bei ihnen kommt die Sonne, Tethys für den Mond, Phorkys für Mars, der Kopf absolut mit dem Erdboden in Berührung. Bei Juno für den Morgenstern. Jupiter und Saturn repräsen- dieser dritten Metamorphose muss man sich nicht an die tiren die nach ihnen genannten Planeten. Für Mercur Bcine des Weltenthieres halten, sondern an das Verhältrangirt Rhea, was etwas kühn ist, da Mercur ein Mann, niss mit dem verloren gehenden Kopfkreis. Wollte man und Rhea eine Frau ist. Plato aber nimmt die Sache sich an die Beine halten, so würden die Vielfüssler in deswegen nicht so genau, weil eben bei den Planeten dem Rayon der dritten Metamorphose keinen Raum haber, Mercur ausdrücklich erwähnt worden ist.

denn das Weltenthier hat nur 4 Füsse, und die Ohne. Anfang P. 41: 'Enei s'oùy návies %. T. d.

süssler würden nicht der dritten Metamorphose anheimDas Weltenthier wird jetzt als Mensch ausgefasst. Der fallen, sondern vielmehr der jetzt kommenden vierien Kopikreis wird der menschliche Kopf, der Bauchkreis der Metamorphose, bei der die Beine des Weltenthiires Rumpf, der Schwanz der Penis. Quadrat-Seiten und Dia- verloren gehen. Durch das Schwinden der Beine bleibt gonalen sind verlängert zu denken, auf dass Arme und blos der Bauchkreis übrig, der wie eine Auster aussielt, Beine herauskommen.

Es tritt also die Natur der Wasserthiere ein. Bei die Der Timaeus zerfällt, worauf auch Pag. 27. hingewiesen sen Metamorphosen, bei denen wir übrigens speciell das wird, in 2 Theile. Der eine Theil befasst sich mit der herangezogen haben, was P. 90. zu Ende: xại Siy xai zoouov yéveois, das ist, allgemein ausgedrückt, mit der τα νύν bis gegen Ende P. 92: και κτήσει μεταβαλAlchemie, der andere Theil mit der ávfpurwv yuois. Lóueva exponirt wird, hat Plato die Reconstruction

Das Substrat der φύσις ανθρώπου, das ist der Mensch, seines Weltenthieres vor Augen. Zuerst entwickelt er sich reibt sich der Alchemie deswegen an, weil die Arcana sein Figuren-Schema, indem er vom Bauchkreis anfängt, dazu dienen, den kranken Menschen gesund zu machen. diesem den Kopíkreis, das diagonalisirte Quadrat, dessen Da wir es uns nun in dem vorliegenden Bucbe als Ziel Verlängerung als Arme und Beine, den Schwanz zufügt. gesteckt, die Alchemie abzuhandeln, nicht aber die An- Dann geht er wieder rückwärts, und streicht alles wieder, wendung der Arcana am Krankenbett, so liegt es

bis ihm der Bauchkrcis, von dem er ausgegangen, übrig fern, auf den Theil des Timaeus einzugeben, der sich

bleibt. mit der yuous avionov befasst, und werden diesen da- Wir weisen hierbei auf folgendes hin. 1. Buch Mosis her fallen lassen. Wollten wir das nun consequent durch- Vers 26 (vergleiche diesen Vers bei der Jüdischen Alfübren, so müssten wir bereits jetzt abbiegen, denn bier bringt chemie) steht 177). Dies Wort kommt von der Wurzel Plato ja den Menschen auf's Tapet. Wir wollen das aber

1777 her, das ist herrschen. Es könnte aber auch, vom nicht thun, wir wollen, ohne etwas bei Seite zu schieben,

Sinne abgesehen, den es in dem betreffenden Verse notogerade durchgehen, bis wir zu dem Abschnitt des Timaeus kommen, wo die φύσις ανθρώπου im engeren Sinne in

risch hat, der Form nach herkommen von 77', das ist einem Abschnitt für sich durchgenommen wird, das ist,

heruntergehen, heruntersinken. Reflectirt man hierauf, so bis wir dahin kommen, wo das Durchgehen der Arcana

hommt heraus: der Mensch sinkt zum Thier hinab (Vergl. beendet ist. Dort werden wir ein Schlusspunctum machen,

den Bibel-Interpreten Raschi). Nimmt man nun den Stamm bis dahin aber wollen wir den Tenor der Expositionen 77', so hat man die Quintessenz der Platonischen Metanicht durch Auslassungen stören.

morphosen in dieser Bibelstelle.

Ob das Plato vorgeDer Demiurg übergiebt den Göttern des Himmels (des schwebt? Kopikreises) und den Göttern der beweglichen Himmels- Enie P. 42 : και ο μεν δή άπαντα ταύτα διατάξας körper das Geschäft der Menschen-Erschaftung. Hierzu

*. 1. l. giebt er iboen die unsterbliche Seele, die Herstellung des Die betreffenden Götter machen sich nun an die betrefsterblichen Körpers überlässt er ganz ibnen.

fende Arbeit. Sie leimen die Theile des Feuers, der Erde, Es sollen nun von der Seele distribuirt werden: die Er- des Wassers und der Luft zusammen, und distribuiren die kenntniss (arounous) auf den Kopfkreis, Muth und Furcht Wuxi auf den Kopfkreis, den Bauchkreis und den Schwanz. auf den Bauchkreis, die Liebe, welche aus Lust und Leid Das Pathema nun, welches sich an die Umkreise der gemischt ist, auf den Schwanz. Wenn nun der Mensch Wuxi knüpft, die an den notauos nodus (1107 Quos, Fluss, diese Pathemata beberischt, so wird er zu den Gerechten

entweder in Bezug auf den Wasserpunct des Quadrates, gezählt werden, lässt er sich von ihnen beherrschen, so wo der Schwanz anfängt, oder in Bezug auf die abschüswird er zu den Ungerechten gezählt werden. Der Gerechte sige Stelle des Bauchkreises, wo der Schwanz aufsitzt) kehit nach vollendeter Lebensbahn zu dem Gestirn zurück, geheftet sind, das ist die Sinnlichkeit, diese Sinnlichkeit dem seine Seele zugesellt ist. Von vorn herein theilt macht dem Menschen viel zu schaffen. Die wilden Bewenämlich der Demiurg so viele Seelen aus, als Sterne sind. gungen der Sinnlichkeit bringen Wildheit in die BeweDer Uagerechte dagegen macht eine Metamorphose durch. gungen des ganzen Menschen, so wie wiederum die durch Der Urtypus der Gerechten ist der Mann, die männliche den übrigen Körper gesetzten Einflüsse auf die Sinnlichkeit Individualität, was damit zusammenhängt, dass das voll- influiren, sie zu wilden Bewegungen antreiben. Das auf ständige Weltenthier einen Schwanz hat, das ist bei der den Penis basirte Pathema bringt ein Durcheinander in

uns

das ganze Weltenthier. Und wie nun Plato im besten ruber, sondern auch Pulvis solaris niger, oder will mar Zuge mit diesem Durcheinander ist, da springt er auf das nicht, will man Pulvis solaris niger als Erde auffassen, das Durcheinander des umgekehrten Elementen - Schemas so haben wir als Erde nicht nur Natron sondern auch über, und knüpft daran die Calculation, dass die Alchemie Pulvis solaris niger. Ebenso ist bei der Sieben-Arcana-Antüberhaupt und in specie seine Special - Stellung mit dem stellung Acid. sulphur. sowohl als auch Ferrum = Wasser, Figuren-Schema dem Anfänger viele Schwierigkeiten biete. oder Ferrum tritt wieder als Erde ein; und Natron nitriBei richtiger Unterweisung und gesundem Verstande mache cum sowohl als Natron carbonicum = Erde. Somit ist sich die Sache aber. Wer aber derartige Dinge vernach- einerseits ein Wandel da in der Distribuirung der Elemente lässigt (zaraurinors), der hinkt durch's Leben und wan- auf die Arcana, und andererseits die Extendirung eina dert unvollendet (atedris) und wie einer, dem nicht zu rathen Elementes auf mehrere Arcana. Hier haben wir es mit und zu helfen ist (ovóvntos), oder wie eine andere Les- keiner Stabilität zu thun. Dagegen beim arcanologischen art ist: unverständig (o vonios) zum Hades.

Grundstoff ist Stabilität, der bleibt sich immer gleich, er Ciegen Ende P. 44: τας μεν δη (ούν) θείας περιόδους wird nur anders modificirt, je nachdem das eine oder das %. 1. a.

andere Element in ilın eintritt, womit denn die verschie Auf die Gestaltung des Menschen weiter eingehend, knüpfen denen Arcana herauskommen. An und für sich ist der die betreffenden Götter an den Kopfkreis des Weltenthieres arcanologische Grundstoff nicht darstellbar, er ist gestaltden Kopf des Menschen. An ilin reiht sich der Bauch- los. Er erscheint aber als Feuer-Arcanum, nachdem er kreis als Runpf. Dazu kommen dann als verlängerte das Element Feuer in sich aufgenommen, als Luft-Arcanum, Seiten und Diagonalen des Quadrates: Arme, resp. Hände, wenn er das Element Luft in sich aufgenommen, und so und Beine, resp. Füsse. In Bezug auf die letzteren werden analog in Bezug auf die anderen Arcana. Bei der vise entweder die Quadratseiten rechts und links oder die Dia- liegenden Exposition unterscheidet Plato ein Dreifaches gonalen nach unten verlängert. Nicht beide werden ver- 1) το γιγνόμενον, das Gewordene, 2) το εν ω γίγνεται, längert, sonst würden ja 4 Menschenbeine existiren. Der das, worin das Gewordene wird, 3) id fev ou olovSchwanz ist schon in der Stelle, die wir vorhin durchge- uevov qúetat, das, dem das Gewordene ähnlich wird. nommen, auf's Tapet gebracht worden. An den Kopf Das erste sind die Arcana, das zweite das Aufnahme-Subknüpft sich dann das Gesicht und ferner Augen (Sehver- strat für die Elemente, der arcanologische Grundstoft, das mögen), Stimme und Gehör. Die Augen werden in Re- dritte die Elemente. In Bezug auf das Weltenthier ist lation gesetzt zu dem ideellen Ein- und Zwei-Element des das erste im Schwanz repräsentirt, das zweite im BauchKopfkreises. Dabei repräsentirt das Feuer das Licht, das kreis, das dritte im Kopfkreis. Und da diese RepräsenSehen, wogegen das ideelle Element Luft des Kopfkreises tation im Weltenthiere statt hat, so vergleicht Plato das die Finsterniss, das Nichtsehen, repräsentirt. An das Auge γιγνόμενον mit einem Kinde, das εν ω γίγνεται mit knüpft Plato die Augenlider, und an sie, weil sie beim einer Mutter (hieran schliesst sich auch der Vergleich des Schlafen geschlossen werden, den Schlaf. An den Schlaf arcanologischen Grundstoffes mit einer Amme), das 6 fev werden wieder die Träume geknüpft. Weil Plato nun a youoco vuevov qúetal mit einem Vater. Das ist ein beim Sehen ist, und bei dem, was er physiologisch daran Analogon zu dem, was wir oben hatten, wo die Dämonen kniipft, so kommt er auch zu den Spiegelbildern, bei denen als Schwanz in Relation gesetzt wurden zu dem Vater res Rechts links und das Links rechts steht, und ist damit Uranus als Kopfkreis und der Mutter Gaea als Bauchkreis. wieder einmal zu seinem umgekehrten Schema gesprungen. Nachdem Plato das Figuren - Schema so ausgebeutet, Vom umgekehrten Schema kommt er denn zu seinem dass der Kopfkreis die Elemente, der Bauchkreis den ar. Figuren - Schema und meint, das sei doch das Beste an canologischen Grundstoff, der Schwanz das Arcanum selbst den Augen, ihr grösstes Gut, dass man mittelst ihrer sein repräsentirt, kommt er alsdann zu der zweiten Art der Weltenthier sehen könne: durch das Figuren - Schema Ausbeutung desselben, dem zufolge der Kopfkreis das Einist die Alchemie in eine Form gebracht, bei der der An- und Zwei - Arcanum, der Bauchkreis die Griechischen 4 schauung mittelst des Gesichtssinnes hiervorstechend Rech- Arcana, der Schwanz die 7 Arcana darstellt. Das Einnung getragen wird. Das Anschauen des Weltenthieres und Zwei-Arcanum will er als Idealität gefasst wissen, die allein wird den in der Alchemie Uneingeweihten indess 4 Arcana dagegen als eine Realität und zwar als eine auch nicht weiter fördern. Es muss zum Sehen die Stimme Realität, die der Realität der 7 Arcana überlegen ist. In und das Gehör hinzutreten. Das heisst, es muss sich die Bezug auf das letztere hält er die Grundbasis der GrieStimme des Lehrenden vernehmen lassen, und der Ler- chischen Arcanologie aufrecht, gemäss der dem Vier-Arnende muss dieser Stimme ein aufinerksames Gehör schenken. canum und nicht dem Sieben-Arcanum Rechnung getragen Auf die Weise werden denn der Gesichtssinn, die Stimme wird. Uebrigens wird aber auch die Arcanen-Vier im Anund das Gehör an einander geschoben.

schluss an das Weltenthier in den Vordergrund geschoben. Ende P. 47: τα μεν ούν παραληλυθότα κ. τ. λ. Denn arcanologisch wird dasselbe im Allgemeinen ja zwie

Bis jetzt, sagt Plato, habe er durchschnittlich das did fach verwerthet, wie wir das gesehen. Bei der ersten Ver. yoù desnulovoynu évov durchgenommen, nun komme er zu werthung sind die Arcana im Schwanze repräsentirt, dem dem di' avoiyans yeyvóusvov. Das heisst, jetzt kommt gegenüber, dass die Elemente im Kopfkreis und der arcaer zu den Arcanis. Wie Empedokles, von dem er die 4 nologische Grundstoff im Bauchkreis vertreten sind. Da Elemente hat, setzt auch Plato Elemente und Arcana der- nun der Schwanz aus 7 Kreisen besteht, welche 7 Kreise artig gegenüber, dass auf das Wasser das Acid, sulphur., ihre Berechtigung behalten müssen, wie man auch das auf die Erde das Natron, auf die Luft der Liquor hepatis Weltenthier ausbeutet, so ist bei der Auffassung des und auf das Feuer der Pulvis solaris kommt.

Schwanzes als Arcanum, wenn dabei auch das Arcanum Dem Weltenthier gegenüber repräsentirt der Kopfkreis im Allgemeinen aufgefasst wird, in specie doch die Arcadie Elemente, der Bauchkreis repräsentirt einen, von Plato canen-Sieben in den Vordergrund geschoben. Da das nun aufgestellten arcanologischen Grundstoff, das Aufnahme- bei der ersten arcanologischen Ausbeutung des WeltenSubstrat für die Elemente, der Schwanz repräsentirt die thieres statt hat, da bei ihr bereits der Arcanen - Sieben Arcana selbst, das ist die Summe von Aufnahme-Substrat Rechnung getragen ist, so braucht bei der zweiten Ausund Elementen. Das hat einerseits statt. Andererseits beutung die Arcanen-Sieben nicht zum zweiten Male eine repräsentirt der Kopfkreis das Ein- und Zwei - Arcanum, hervorragende Stellung einzunehmen. Die 7 Arcana des der Bauchkreis die Griechischen 4 Arcana, der Schwanz Schwanzes bleiben zwar nach wie vor die 7 Arcana Dadie 7 Arcana.

gegen cediren sie jetzt ihre hervorragende Stellung den Stellt man 4 Arcana auf, so ist die Empedokleische 4 Arcanis. Bei der zweiten arcanologischen Ausbeutung Aufstellung da, dass Natron Erde, Acid. sulphur. des Weltenthieres nimmt der Bauchkreis die hervorragende Wasser, Liquor hepatis Luft, Pulvis solaris Feuer.

Stellung ein, welche bei der ersten Ausbeutung der Schwanz Stellt man dagegen das Ein-Arcanum auf, so sind, da das einnahm. Wie wir sogleich sehen werden, werden die 4 Ein-Element = Fener, alle Arcana = Feuer. Und stellt Arcana als stereometrische Körper aufgefasst, das diagoman das Zwei-Arcanum auf, so sind, da das Zwei-Element nalisirte Quadrat verkörpert sich. Das passt sehr wohl = Feuer und Luft, zwei Arcana - Feuer und zwei Ar- zu dem „Hervortreten, dem Hervorragen“, der 4 Arcana den

Luft. Hält man sich an die sieben Arcana, so 7 Arcanis gegenüber. Sie treten über die Fläche hervor, gesellt sich der Pulvis solaris niger zum Pulvis solaris ihre Realität wird eine solche, die mit Händen zu greifen ruber. Wir haben also als Feuer nicht nur Pulvis solaris ist, wogegen bei den 7 Arcanis das statt hat, worauf Plato

cana

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{ Acid, sulphur.

unter anderem speciell aufmerksam macht, dass sie weder auf der Erde noch im Himmel" vorkämen, oder wie er sich verbaliter ausdrückt, dass sie nicht vorkämen èv y ñ und xal ovpavov. Hier wird yñ als Bauchkreis genommen und ovqavòs als Kopfkreis des Weltenthieres. κατα mit dem Accusativ heisst auch längs, also heisst xar' ou gavoy nicht nur, wie sich das so obenhin liest, im Himmel, sondern längs des Himmels. Das stimmt eben: - der Schwanz des Weltenthieres ist längs des Bauchkreises, nicht aber längs des Kopfkreises. Und wenn man ir nicht, wie sich das so obenhin liest, nimmt als auf der Erde, sondern in der Erde, so stimmt das wieder: der Schwanz, der die 7 Arcana repräsentirt, ist nicht {v yan, sondern zaid ynv, nicht im Bauchkreise, sondern längs des Bauchkreises. Das ist eine ganz hübsche Zweideutigkeit, welche auf der einen Seite ganz harınlos das Figuren-Schema beschreibt, und auf der anderen Seite die 7 Arcana so in den Hintergrund drängt, dass sie zu „Traumgestalten“ werden (o Baéποντες ονειροπολούμεν).

Wir haben bereits darauf aufmerksam gemacht, dass Plato die Arcana ganz so auf die Elemente distribuirt, wie Empedokles. Dem gemäss ist das Platonische Arcanen - Schema: Natron

Liquor hepatis

Pulvis solaris
Schreibt er dasselbe aber derartig, dass es mit einem
Kreise umgeben wird, so muss er sein Schema ff. geben:

Pulvis solaris Acid. sulphur.
I
Liquor hepatis Natron

} das ist, das eigentliche Arcanum - Schema kommt erst heraus, wenn die Arcana analog wie die Elemente, umgedreht werden.

Mitte 53: πρώτον μεν δη πυρ κ. τ. λ.

Die vier Arcana werden als vier stereometrische Körper aufgefasst; das Natron als Würfel, das Acid. sulphur. als Ikosaeder, der Liquor hepatis als Oktaeder, der Pulv, solaris als Tetraeder.

Hierauf kommt Plato derartig, dass er das Natron auf das Kochsalz zurückführt, dieses aber als Würfel kry. stallisirt, dass er den Liquor hepatis auf den Salmiak zurückführt, (Liquor hepatis wird ja aus Salmiak, Schwefel, Kalk dargestellt), dieser aber als Oktaeder krystallisirt.

Nun lehrt die Stereometrie, dass es reguläre oder regelmässige Körper giebt. Reguläre Körper sind solche, welche von lauter gleichen und regelmässigen Vielecken eingeschlossen werden. Es giebt deren fünf, nur fünf, nämlich: 1) das Tetraeder, 2) der Würfel, 3) das Oktaeder, 4) das Dodekaeder, 5) das Ikosaeder.

Das Tetraeder ist derjenige reguläre Körper, welcher von vier gleichseitigen und congruenten Dreiecken eingeschlossen wird. Man macht sich dasselbe ff. Man schneidet sich aus Pappdeckel ein Dreieck, welches drei gleiche Seiten hat. Nach diesem Muster schneidet man sich nun noch drei andere Dreiecke, so dass man vier Dreiecke hat. Von diesen legt man eins auf den Tisch, und baut die drei anderen zu einer Thurmspitze darüber.

Der Würfel ist derjenige reguläre Körper, welcher von sechs gleichen Quadraten eingeschlossen wird. Wegen dieser sechs Quadrate heisst der Würfel auch Hexaeder. Jeder kennt den Würfel vom Würfelspiel her.

Das Oktaeder ist derjenige reguläre Körper, welcher von acht gleichseitigen und congruenten Dreiecken eingeschlossen wird. Man macht sich dasselbe ff. Man schneidet sich aus Pappdeckel ein Quadrat. Alsdann schneidet man sich aus einem anderen Stück Pappdeckel ein Dreieck von drei gleichen Seiten, an dem jede Seite 50 gross ist, als eine Seite des Quadrates. Nach dem Muster dieses Dreieckes schneidet man sich dann noch sieben Dreiecke, so dass man im Ganzen acht Dreiecke erhält. Nun legt man das Quadrat auf den Tisch und baut vier Dreiecke über dasselbe wie eine Thurmspitze. Die Pyramide, die man auf diese Weise erhält, dreht man jetzt um, so dass die Spitze nach unten kommt und das Quadrat nach oben. Alsdann baut man die noch übrigen vier Dreiecke wieder wie eine Thurmspitze über das Quadrat. Dann ist der ganze Körper ein Oktaeder. Das

Quadrat sitzt im Inneren desselben. Das Oktaeder hat sechs Ecken und zwölf Kanten.

Das Dodekaeder ist derjenige reguläre Körper, der von zwölf gleichen und regelmässigen Fünfecken eingeschlossen wird. Dasselbe hat zwanzig Ecken und dreissig Kanten. Will man sich einen solchen Körper aus Pappdeckel machen, so schneidet man sich ein Fünfeck, dessen fünf Seiten gleich sind. Nach diesem Muster schneidet man sich alsdann noch elf andere Fünfecke, so dass man zwölf Fünfecke hat, Diese muss man sich nun, eines nach dem andern, so zusammenfügen, dass, wenn man fertig ist, alle zwölf Fünfecke verbraucht sind, und eines vollständig am anderen sitzt.

Das Ikos aeder ist derjenige reguläre Körper, der von zwanzig gleichseitigen und congruenten Dreiecken eingeschlossen wird. Dasselbe hat zwölf Ecken und dreissig Kanten. Will man sich einen solchen Körper aus Pappdeckel machen, so verfährt man mit zwanzig Dreiecken in analoger Weise wie beim Dodekaeder mit den zwölf Fünfecken. Hierauf machen wir deshalb aufmerksam, damit der in der Mathematik minder Bewanderte nicht glaube, man könne sich ein reguläres Ikosaeder derartig machen, dass man sich, analog wie beim Oktaeder, erst irgend eine regelmässige Figurenfläche ausschneidet, dann die Ikosaeder-Dreiecke; alsdann die Figurenfläche hinlegt, und nun die Dreiecke thurmartig nach oben und unten darauf bauet. Das geht nicht, so kommt kein reguläres Ikosaeder heraus.

Indem also Plato für das Natron und den Liquor hepat. den Würfel und das Oktaeder hat, hat er für zwei Arcana reguläre Körper. Und das legt ihm die Idee nahı, für Acid. sulphur. und P. solaris ebenfalls zwei reguläre Körper zu nehmen. Er hat also, da es fünf reguläre Körper giebt, für zwei Arcana unter drei Körpern die Wahl. Und da wählt er sich denn zuerst den einfachsten der regulären Körper, das ist das Tetraeder. Zum zweiten wählt er sich dann denjenigen Körper, welcher nit den Körpern, die er jetzt hat, die meiste Analogie bietet. Das ist aber das Ikosaeder. Dieses nämlich wird von Dreiecken eingeschlossen und bildet daher ein Analogon zum Oktaeder und Tetraeder, welche auch von Dreiecken eingeschlossen werden. Das Dodekaeder wählt er nicht, weil dieses von Fünfecken eingeschlossen wird, was allen übrigen regulären Körpern gegenüber ein Exclusivstandpunct ist. Trotzdem nun aber Plato nur vier Arcana hat und damit mit vier Körpern auskommt, bringt er trotzdem noch indirect den fünften Körper, den er nicht gebraucht, das Dodekaeder nämlich, in die Sache, wie wir das später sehen werden, und wird somit allen regulären Körpern gerecht.

Das Tetraeder erhält der P. solaris, das Ikosaeder erhält das Acid, sulphuricum.

Plato lehnt die Figuren der Arcana an das diagonalisirte Quadrat im Bauchkreise des Weltenthieres, welches diagonalisirte Quadrat er sich verkörpert.

1) Würfel. Diesen erhält er ff. Er denkt sich das Quadrat nicht als planimetrische Fläche, sondern aus einem Brett. Dieses Brett sägt er sich dann nach der Fläche durch und erhält auf diese Weise zwei Quadrate statt des einen, welche beiden Quadrate sich decken. Wo auf den beiden Quadraten die beiden Diagonalen sich schneiden, da ist der Knopfpunct. Er fasst nun den Knopfpunct der oberen Fläche an, und hebt an ihm die obere Fläche in die Höhe. Dabei hebt er aber in der Richtung, dass, wenn er die gehobene Fläche wieder zurücksinken lässt, dass dann das ursprüngliche genaue DeckungsVerhältniss der beiden Quadrate sofort wieder eintritt. Er hebt nun in der Weise das obere Quadrat so hoch,

von dem unteren Quadrate um die Höhe einer halben Quadratseite absteht. Ganz dasselbe Manoeuvre macht er nun nach unten hin, indem er die untere Quadratfläche von der oberen abzieht. Auch hier zieht er so weit ab, dass die beiden Flächen um die Länge einer halben Quadratseite von einander abstehen. Ist er nun mit den beiden Manoeuvres fertig, so hat er sich genau in dem Raum bewegt, der von einem Würfel eingeschlossen wird. Plato construirt sich also seinen Würfel derartig, dass er sich denkt, das Quadrat im Bauchkreise bestehe aus zwei sich deckenden Quadraten. Nun zieht er das obere Quadrat, den Schneidepunct der Diagonalen

dass es

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