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Kali, in Natron handeln. Um sich hier präciser auszu. Die Salpetersäure besteht aus Stickstoff und Sauerstoff. drücken, sagte man daher, nicht nur um Del handelt es Indem nun bei der Gewinnung des Quecksilberoxyds die sich, sondern es handelt sich um ein bestimmtes Oel, um Salpetersäure in diese ihre Theile zerlegt wird, oxydirt der das Ammoniak.Oel. Und sich nun an das Ammoniak näher Stickstoff zu Stickoxydgas, und entweicht. Dies Stickoxyd haltend, sagten sie, es handelt sich in ihm um etwas fram verbindet sich, sobald es frei wird, mit dem Sauerstoff der grant Riechendes. Und so kommt statt: Liquor hepatis Luft zu Untersalpetersäure, und diese präsentirt sich unter ist die Lösung von Schwefel in Oel, das Erweiterte: Lj. der Gestalt rother Dämpfe. quor hepatis ist die Lösung des Schwefels in Oel unter Und ferner: Da man das Quecksilberoxyd, das Hydrarg. Hinzutritt von etwas fragrant Riechendem.

oxyd. rubr., aus einer Lösung des Quecksilbers in SalDiese Bezeichnung, diese Definition von Liquor hepatis petersäure gewinnt, so nahmen die Alten an, das Queckbot nun die Handhabe dar, die Schulärzte zu mystificiren. silberoxyd sei ein Präcipitat. Daher stammt auch der Aus dem Oel als Alkali-Lösung wurde ein fettes Oel, aus Name: Mercurius praecipitatus ruber, rothes Präcipitat des dem. fragrant Riechenden wurde ein ätherisches Oel. Und Quecksilbers, präcipitirtes rothes Quecksilber. Sie nahmen 80 kam denn als mystificirter Liquor hepatis heraus : die also an, wenn man die Lösung von salpetersaurem Queck. Lösung von Schwesel in fettem Oel mit Zusatz von Oleum silberoxyu hat, und dampft dann ab, so dass man trocknes Juniperi, Terebinthinae u. 8. W. Derartige Compositionen salpetersaures Quecksilberoxyd, und in weiterer Folge Queckwerden von einzelnen Aerzten noch heute beliebt, und es silberoxyd erhält, so lieisse das nichts anderes, als man giebt Gegenden, wo die Leute noch heute mit Gier über erhalte das Präcipitat Quecksilberoxyd aus der salpeterdie göttliche Panacee, „Harlemer Oel" herfallen, welche sauren Quecksilberlösung. aus Schwefel, Leinöl und Terpentinöl besteht.

Zweite Darstellungsweis e. Sie ist zwar einfaHierbei blieben die Alchemisten nicht stehen. Indem sie cher, nimmt aber längere Zeit in Anspruch, und besteht befürchteten, dass die Schulärzte dem wahren Sachverhalt einfacb darin, dass man Quecksilber in einen langhalsigen mit dem Oel auf die Spur kommen möchten, dachten sie Kolben giesst, und nun erhitzt. Dann erfolgt auch die daran, den Schwefel fortzuschaffen. Haben die Schulärzte Oxydation des Quecksilbers, und man erhält auch so Hyden Schwefel nicht mehr in derartigen Mischungen, dachten drarg. oxyd. rubrum. Dies Präparat nannte man auch sie, so können sie auch weiter nicht mehr auf die Idee wohl im Anschluss daran, dass das vorige Präparat Merkommen, ihn in mineralischem Oel statt in fettem Oel zu curius praecipitatus genannt wurde : Mercur. praecipitatus lösen. Nun sagte man, Balsam müsst ihr haben, aber was per se.

Bei den Arabern tritt diese Darstellungsweise des ist denn Balsam? Doch wohl ein wohlriechender Stoff. Ist Hydrargyr, oxyd. rubr. in den Vordergrund. aber an einer Mischung von Schwefel, fettem Oel und äthe- 2. Sulphur auratum. Zu seiner Darstellung nimmt rischem Oel ein Schatten von Wohlgeruch ? Wir denken doch, man Stibium nigrum, Schwefelblumen, Natron carbonicum gerade das Gegentheil hat statt. Was ist aber der Grund in Wasser gelöst, Kalkmilch, und kocht das Ganze. Auf des schlechten Geruches ? Der Schwefel. Also dieser muss die Weise erhält man die Lösung des heut zu Tage so fort, bloss das fette Oel mit dem ätherischen Oele müssen genannten Schlippeschen Salzes (Schwefelantimon.-Schwebleiben. Und da haben wir denn den pharmakalogischen, felnatrium). Zu dieser wird verdünnte Schwefelsäuro gegewohlriechenden Balsam, dessen Begriff sich auf Grund dessen ben, dann fällt unter Entwickelung von Hydrothion, dass das , fette zu dem

gas . terte

, was wir als Corpus pro balsamo haben kennen lernen. Man kann die Lösung des Schlippeschen Salzes auch

Aber nicht nur nach dieser Richtung mystificirten die auf trocknem Wege darstellen. Dann nimmt man Stibium * Alchemisten die Schulärzte in Bezug auf den Liquor he- nigrum, Schwefel, Natron carbon., Kohle, und schmilzt sie patis, sie führten sie auch nach andern Richtungen auf den in einem Schmelztiegel. verkehrten indem sie ihnen namentlich einerseits an- Es ist wohl correcter, wenn man sich zur Darstellung des

dere Schwefellebem, als gerade die Ammoniakschwefelleber, Sulphur aurat. zuvor ein ganz reines Schlippesches Salz und auf der andern Seite, da wo es sich um das Schwe- darstellt, dieses dann in Wasser löst, und aus dieser Löfelarcanum handelte, den einfachen Schwefel boteri. Mit sung das Sulphur aurat. mittelst verdünnter Schwefelsäure der ersteren Mystification hängt es zusammen, dass Christ.

fällt. Ludw. Hoffmann in der Calcaria sulphurato-stibiata ein

Wir machen nun vorweg- der Punct wird später manArcanum gefunden zu haben glaubte, und sie als solches nigsach zur Sprache kommen - auf folgendes aufmerksam. verkaufte.

Im Sinne einer patriarchalischen Chemie laufen in gewisser

Beziehung die Darstellung des Hydrarg. oxyd. rubrum und Pulvis solaris ruber et niger.

des Sulphur aurat. parallel. Auf beiden Seiten nämlich

baben wir das Aufsteigen eines Dampfes. Dieser Wir haben in Bezug auf diese beiden Arcana in's Auge Dampf ist beim Hydrarg. oxyd. rubr. der rothe Dampf, die zu fassen:

Untersalpetersäure, beim Sulphur aurat. ist dieser Dampf 1. Hydrargyrum oxydatum rubrum, 2. Sulphur aura- das Hydrothiongas. Und ebenso haben wir auf beiden tum, 3. Stibium sulphuratum nigrum.

Seiten die Bildung cines Präcipitates, denn wie wir 1. Hydrargyrum oxydatum rubrum. Dasselbe oben gesehen, wird ja das Hydrarg. oxyd. rubr. als Präciwird auf 2 Weisen dargestellt.

pitat aufgefasst, und das Sulphur aurat. ist eo ipso ein Erste Darstellungsweise. Darstellung mittelst Sal- Präcipitat, petersiure. Man digerirt laufendes Quecksilber mit Salpeter- 3. Stibium sulphuratum nigrum. Antimonium säure, and erhält so eine Lösung von salpetersaurem Queck- crudum kommt als Grauspiesglaserz in der Natur vor. silberoxyd. Diese dan pft man ab, und erhält so trocknes Dies wird geschmolzen und ergiebt das officinelle Stibium salpetersaures Quecksilberoxyd. Dies lässt bei weiterem sulphuratum nigrum. Dies wird fein präparirt, und stellt so Erhitzen die Salpetersäure fahren und präsentirt sich als das Stibium sulphuratum nigrum laevigatum dar. Quecksilberoxyd, das ist Hydrargyr. oxydat. rubrum. Da- Auch wird das Stibium sulphuratum nigrum derartig mit wäre dann die Sache erledigt. Es ist aber ein pra- dargestellt, dass man Antimonmetall (Regulus Antimonii) ctischer Kunstgriff, den bereits die Alexandriner kannten, mit Schwefelblumen zusammenschmilzt. Hierbei bedeckt dass man das, aus der Lösung gewonnene trockne salpeter- man auch wohl dic Masse mit einer Lage von verknistersaure Quecksilberoxyd nicht für sich weiter erhitzt, son- tem Kochsalz. dern zuvor mit laufeodem Quecksilber zusammenreibt, und Die abendländischen Alchemisten nannten den Pulvis diese Mengung dann erbitzt. Dann ist das Product, indem solaris : Bezoardicum, Bezoardicum minerale, Bezoardicum sich das Quecksilber auf Kosten des Sauerstoffes der Sal. solare, und was für Epitheta das Bezoardicum sonst bekam. petersäure oxydirt, auch Hydrargyr. oxyd. rubrum.

Dem Bezoardicum minerale steht das Bezoardicum animale Das auf die eine oder die andere Weise gewonnene Hy- gegenüber, welches aus Schlangen gemacht werden soll. drarg. oxyd. rubr. wird zum medicinischen Gebrauche mit Diese Schlangen sind nichts anderes, als ein mystificirtes destillirtem Wasser sehr fein gerieben und gewaschen, und | Hydrarg. oxyd. rubr. Das erwähnte Bezoardicum animale wird als solches auch wohl Hydrarg. oxyd. rubrum laevi- wird auch das Bezoardicum animale simplex genannt, entgatum genannt.

gegen dem Bezoardicum animale compositum, welches be., Nun reflectire man auf die folgenden, für die Alchemie stand aus: Pulv. serpentum, Rad. Valerianae, Rad. Ange-, höchst wichtigen Data.

licae, Rad. Pimpinellae, Herb. Rutae. Hier übernahmen

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dann mystificationsweis Rad. Valerianae u. 5. w. die Rolle solares aus Hydrarg. oxyd. rubr. einerseits and aus einem des Antimontheiles des P. solaris, Der Name Bezoardicum Antimonpräparate andererseits. Das ergiebt auch für sie den lebnt an den, sonst bei den Schulärzten so beliebten Be- Anhaltspunct sie als ein Areanum auszufassen. Endlich zoar. Das Bezoardicum animale hat uns bereits in die Mye wird (s. d. vorigen Abschnitt) Acidum sulphoricum aus dem stifications-Mittel eingeführt, mit welchen die abendländischen Eisenvitriol gewonnen. Das fassten die Altes derartig auf, Alchemisten den Schulärzten aufwarteten. Die Mystficatio- als wäre Acid, sulphur, im Grunde nichts anderes, als ein nen in Bezug auf den Pulv. solaris siod sehr reiclıhaltig. transmutirtes Eisen. Und damit ist denn der Gesichtspunct Man bot den Schulärzten, statt der Verbindung von Hydra- Segeben, auch Acidum sulphuricum und Ferrum als ein gygr. oxyd, rubr. einerseits und Sulphur aurat. und Sti- Arcanum aufzufassen. Wir haben also auf diese Weise bium sulphurat. nigr., andrerseits, die Verbindung anderer statt der 2 Arcana: Natron carbon und Xatron nitricum, Quecksilber- und anderer Antimonpräparate. Um die mehr 1 Arcanum: Natron ; statt der 2 Arcana: Pulv, solaris ru. Schwergläubigen bei dieser Taktik sicherer zu machen, die ber und Pulvis solaris niger, 1 Arcanum: Pulv, solaris; sich die roths Farbe des Pulvis solaris ruber nicht nehmen statt der 2 Arcana: Acid sulphric und Ferrum, 1 Arcalassen wollten, schob man bei der Darbietung eines anderen num Vitriol, und hierzu kommt der restirende Liquor heQuecksilberpräparates an die Stelle des Sulplur aurat. den patis, wodurch sich als Vierarcanum heraustellt: 1) Natron, i Kermes, oder bielt auch wohl das Sulphur aurat. bei. Auf 2) Pulvis solaris, 3) Vitriol, 4) Liquor hepatis. letzterer Basis beruht der Pulvis alterans Plummeri, wel- Indem nun 4 Arcana aufgestellt werden, und sich an cher aus Calomel und Sulphur anrat, besteht, und nichts diese weitere Speculationen knüpfen, werden Natron, Pulv. anderes ist, als ein mystificirter Pulv. solar, ruber. Man solaris und Vitriol derartig aufgefasst, wie die betreffende rieth den Schulärzten an, Quecksilber mit Antimon zu Speculation sie eben am besten verwerthen kann. Natron destilliren. Man bot ihnen irgend ein Quecksilberprä. wird als Natron carbonicum gefasst, wo die Speculation parat ohne Antimon, irgend ein Antimon präparat ohne darauf ausgeht, Natron carbonicum zu verwertben; als Quecksilber als Puly, solaris. Man liess das Quecksilber Natron nitricum, wo die Speculation darauf ausgeht, Na. unter der Form irgend eines Quecksilberpräparates, und tron nitricum zu verwerthen. Pulv. solaris wird als Pulvis setzte an die Stelle des Antimon irgend eine andere minc- solaris ruber aufgefasst, wo die Speculation darauf ausralische Substanz, z. B. Salmiak, Kalk u. 8. W. Man liess geht, den Pulv. solaris ruber zu verwerthen; als Pulv. das Antimon unter der Form irgend eines Antimonpräpa- solaris niger, wo die Speculation darauf ausgeht, den tes, und seizte an die Stelle des Quecksilbers irgend eine Pulv, solaris niger zu verwerthen. Vitriol wird als Acid. andere mineralische Substanz, namentlich ein Metal), z. B. sulphur. aufgefasst, wo die Speculation darauf ausgeht, Eisen, Zinn, Blei. In letzterer Beziehung erwähnen wir das das Acid. sulphur. zu verwerthen; es wird als Eisen Anthecticum Poterii, bestehend aus Stannum und Antimo. aufgefasst, wo die Speculation darauf ausgeht, das Eisen nium, das Sudoriferum magnum Faberi, eine Verbindung zu verwerthen. Doch ist in Bezug bierauf zu bemerken, von Stannum, Plumbum und Antimonium. Die Ersetzung dass es viel häufiger statt hatt, dass der Pulv, solaris des llydrargyr. oxyd. ruber. durch Schlangen und des An- als Puls, solaris ruber aufgefasst wird, denn als Pulvis timon durch Pflanzen haben wir bereits vorhin kennen ler- solaris niger. Das kommt deswegen, weil der erstere auf nen. Wie gesagt, die Mystificationen in Bezug auf den Puly. Grund seiner complicirten Darstellungsweise der Specu. solaris sind sehr reichhaltig.

lation weit zugängiger ist, als der letztere. Und namentZahl der Arcana. Zahlenphilosophie.

lich ist in Bezug auf den Eingesichtspunct von Acid.

sulphur- Ferrum zu bemerken, dass es absolut bäufiger Wie wir gesehen, giebt es 7 Arcana: Acidum sulphuricum, statt hat, dass man das Acid. sulphur. ins Auge fasst, Ferrum, Natron carbonicum, Natrom nitricum, Liquor he- als das Ferrum. Das kommt daher, dass Eisen zwar in patis, Pulvis solaris ruber und Pulvis solaris niger, füssiger Form gedacht werden kann, aber nicht gedacht

Dieser Zahl der Arcana bemächtigte sich schon sehr früh zu werden braucht. Acid, sulphur. dagegen ist unter allen die Speculation, indem man sagte, man braucht die Arcana Umständen flüssig. Und da das letztere statt hat, so beja gerade nicht aus dem Gesichtspuncte der Sieben aufzu- kommt man, indem man die Vier-Aufstellung macht 1) fassen, auch andere Zahlen können hier an die Reihe kom- Natron, 2) Pulvis solaris, 3) Liquor hepatis, 4) Acidum So fasste man denn die Arcana auch auf aus dem

sulphur

zwei feste und zwei füssige Arcana heraus. Gesichtspuncte der Zahlen 1 bis 6.

Damit ist auf beiden Seiten ein gleiches Verbältbies Gesichtspunct der Eins. Einurcanum.

gegeben, welches für die Speculation besser zu verwertben

ist, als ein ungleiches Verhältniss auf beiden Seiten. Die Arcana haben einen Zweck, das ist, kranke Men.

welches herauskommt, wenn man aufstellt: 1) Natron, 2) schen gesund zu machen. Dieser eine Zweck giebt den Ein- Pulv. solaris, 3) Ferrum (fest), 4) Liquor hepat. Denn im gesichtspunct, um den sich alle Arcana gruppiren; daher letzteren Folle haben wir auf der einen Seite drei feste das Einarcanum. Mit dem Einarcanum ingt die ziemlich

Arcana, und auf der anderen Seite blos ein flüssiges Arverbreitete Laien-Ansicht zusammen, die Alchemisten hätten ein Mittel gehabt, mit dem sie alles curiren zu können vor

Gesichtspunct der Drei. Dreiarcanum. gegeben hätten.

Dieses mysteriöse Mittel wird dann die Lebenstinctur, die, das Leben verjüngende Tinctur u. g. w.

Wenn man so weit ist, dass man die Arcanenvier bat, genannt.

so kano man sagen, von der Concentrirung auf die Vier

können wir einen Schritt weiter gehen. Von den vier Gesichtspunct der Zuei. Zweiarcanum.

Arcanis haben zwei eine ganz besondere Relation zu einDas Zweiarcanum kommt ursprünglich daher, dass man ander. Diese wollen wir des Ferneren zu einem Arcadie Arcana derartig in 2 Gruppen theilte, dass man auf num concentriren ; und so ist denn das Dreiarcanum da. die eine Seite die festen Arcana stellte, und auf die andere

Als Drei-Arcanum figurirt namentlich die Aufstellung: 1.) Seite die flüssigen. Es wurde also die zwiefache Eigen.

Acid. sulphur-Natron, 2.) Pulv. solaris, 3.) Liquor hepatis. schaft der Arcana, einerseits fest, und andererseits flüssig Diese Aufstellung finden wir bereits bei den Indern. Es zu sein, für die Arcananenzwei ausgebeutet. Das giebt we

hat aber auch die Aufstellung statt: 1.) Pulvis solarisnigstens ursprünglich den Halt für den Gesichtspunct der

Liquor hepatis, 2.) Acidum sulphur, 3.) Natron. Zwei. Im weiteren Verlauf der Alchemie ging man weiter.

Gesichtspunct der Fünf. Fünfarcanum. Man sagte, nicht nur das Fest- und Flüssigsein auf der einen und der anderen Seite giebt einen Anbalt für die Zwei,

Das Fünfarcanum entwickelt sich aus dem Vierarcanum sondern auch diese und jene sich entgegenstehende Ligen

deratig, dass man ein Arcanum, welches beim Vierarschaft auf der einen und der anderen Seite der Arcana.

canum vom Eingesichtspunkt aufgefasst wird, in seine

ursprünglichen Theile zersplittert, und die anderen Arcana Gesichtspunct der Vier. Vierarcanum.

lässt, wie sie beim Viergesichtspunct eben sind. Dies Zur Vier kommt man auf ff. Weise. Natron carbonicum bedingt denn die Aufstellungen für das Fünfarcanum: A) und Natron nitricum sind beide Natron, oder, was am Ende Man zersplittert das Natron. Dann erbält man: 1) Natron bei den Alten ebenso schwer in die Wagschale fällt, beide carbon. 2) Natron nitricum, 3.) Pulvis solaris, 4.) Vitriol, werden aus dem Kochsalz dargestellt (s. d. vorigen Abschnitt). | 5.) Liquor hepatis. B) Man zersplittert den Pulvis solars. Es ist also bei ihnen der Gesichtspunct gegeben, sie als Dann erhält man : 1.) Natron, 2.) Puly. solaris ruber, ein Arcanum aufzufassen. Ferner bestehen die beiden Pulv. 3.) Pulv. solaris niger, 4.) Vitriol, 6.) Liquor hepatis. C)

mon.

canum.

Man zersplittert den Vitriol. Dann erhält man: 1) Natron, gegenübergesetzt. Die kabbalistische Zahlenphilosophie 2) Pulvis solaris, 3) Acid. sulphur., 4) Eisen, 5) Liquor erhält namentlich durch das Buch Jezirah (s. den Besonhepatis.

derabschnitt über dieses) eine Folie. Doch liegt der AnGesichtspunct der Sechs. Sechsarcanum.

fang derselben weit vor dem Buch Jezirah. Bereits bei Das Sechsarcanum entwickelt sich aus dem Siebenar- Philo finden wir die Zahl in einer Weise ausgebeutet, canum derartig, dass unter den 7 Arcanis 5 bleiben, wie welche zwar im späteren Sinne keine eigentliche kabbasie sind, dass aber unter denen, welche sich dazu quali- listische Zahlenphilosophie genannt werden kann, die aber ficiren, vom Eingesichtspunct aufgefasst zu werden, zwei zum wenigsten ihren Stempel trägt. Bei den Abendländern vom Eingesichtspunct aufgefasst werden. Hierzu qualifi- bringen wir zwei Tafeln, welche an der Hand einer ciren sich aber entweder Natron carbon. – Natron niticum, kabbalistischen Zallenphilosophie entworfen sind (s. den oder Acid. sulphur. — Ferrum, oder Pulvis solaris ruber Abschnitt: Das Hervortreten der Zahl Zwölf). Pulvis solaris niger. Der in der Geschichte der Alchemie Endlich müssen wir noch einer Art der Zahlenphilosozumeist hervorstechende Gesichtspunct ist der, dass Natron phie Erwähnung thun, die zwar zu abgerissen dasteht, um. carbon. Natron nitricum vom Eingesichtspuncte aufge- auf den eigentlichen Namen einer Zahlenphilosophie Anfasst werden, so dass wir also als Sechs-Arcanum erhiel- sprüche machen zu können, die aber immerhin eine entten: 1) Natron, 2) Acidum sulphuricum, 3) Ferrum, 4) ferntere Beziehung zur eigentlichen Zahlenphilosophie hat Pulvis solaris ruber, 5) Pulvis solaris niger, 6) Liquor Wir haben es nämlich darauf abgesehen, dass man gewisse hepatis. Es steht aber nichts im Wege, dass, indem Acid. Dinge nach einer hervorstechend dastehenden philosophisulphur.-Ferrum voin Eingesichtspuncte aufgefasst werden, schen Zahl bemisst. So spricht man z. B. von sieben dass man so erbält: 1) Natron carbon., 2) Natron nitricum, Wunderwerken der Welt. Wir würden dieser Wunder3) Vitriol, 4) Pulv. solar. ruber, 5) Pulv. solar. niger, werke nicht gerade sieben haben, wenn die Sieben 6) Liquor hepatis; oder dass man, indem Pulv. solar. keine hervorstechende arcanologische Zahl wäre. So sagt ruber-Pulv. solar. niger vom Eingesichtspunct aufgefasst man: Aller guten Dinge sind drei. Wir würden dieser werden, erhält: 1) Natron carbon. 2) Natron nitricum, guten Dinge nicht gerade drei haben, wenn die Drei 8) Acid, sulphur., 4) Ferrum, 5) Pulv. solaris, 6) Liquor keine hervorstechende arcanologische Zahl wäre, u. 8. w. hepatis. Dass man nun die Arcana aus dem Gesichtspuncte ver

Von den Farben der Arcana. schiedener Zahlen auffasst, das ist Zahlenphiloso- Es liegt nicht in unserem Plane, die verschiedenen Gephie, und die Zahlen selbt, welche man bei dieser Ge- sichtspuncte, von denen die Alchemisten die Arcana auflegenheit in's Auge fasst, sind philosophische Zahlen. fassten, in Allgemein-Capiteln dem Leser vorzuführen.

Man muss nun aber directe und indirecte Zahlen- Vielmehr werden wir sie in den besc nderen Abschnitten, philosophie, directe und indirecte philosophische in denen wir successiv die Alchemie abwickeln, an den Zahlen unterscheiden. Die Zahlenphilosophie, die philo- betreffenden Orten init zur Sprache bringen. Mit dieseni sophischen Zahlen, die wir so eben in's Auge gefasst, sind unseren Plane scheint es nun auf den ersten Blick zu directe Zahlenphilosophie, directe philosophische Zahlen. collidiren, dass wir hier den Gesichtspunct der Farben, Ihr Characteristicum liegt darin, dass sie direct an die aus dem die Arcana aufgefasst werden, in einem AllgeArcana lehnen, wohingegen das Characteristicum der in- mein-Capitel besprechen. Die Sache liegt aber ff. Wir directen Zahlenphilosophie, der indirecten philo- können selbstredend nicht umhin, in den vordersten Reihen sophischen Zahlen darin liegt, dass sie nur indirect an dieses Buches die Arcana zu bringen. Sobald dies aber die Arcana lehnen. Bei der indirecten Zahlenphilosophie, geschieht, drängt sich die Zahl der Arcana an uns heran, den indirecten philosophischen Zahlen handelt es sich um denn es wirft sich die Frage auf: Sind denn das nun allo eine in den Bereich der Alchemie gezogene Speculation, Arcana, keines zu viel und keines zu wenig? In Bezug die mit der Zahl bemessen wird, und die Zahlen, die man auf eine solche Frage war es denn nöthig, zu zeigen, wie dann auf diese Weise erhält, werden zu den Arcanen- zwar auch bei den Alchemisten von anderen ArcanenZahlen in Relation gesetzt. Z. B. man zieht die Welt in Zahlen als gerade der Arcanen-Sieben die Rede ist, dass den Bereich der Alchemie, und sagt dann, sich an die diese anderen Arcanen - Zahlen aber speculativer Natur Zahl machend, es giebt eine Welt. Da hat man die sind, und auf die Arcanen-Sieben hinauslaufen. Damit indirecte philosophische Zahl 1. Man sagt ferner, die konnten wir aber einem Allgemein-Capitel über die ZahlenWelt zerfällt in 4 Theile: Firmament, leuchtende Him. philosophie nicht ausweichen, es wäre zum wenigsten gemelskörper, Land, Meer. Auf diese Weise erhält man die zwungen gewesen, wenn wir solches gethan. Sobald wir indirecte philosophische Zahl 4, u. s. w. Die so erhal- nun aber bei der Zahlenphilosophie sind, reiht sich ihr tenen Zahlen werden alsdann mit den Arcanis in Ver- sehr naheliegend der Farben-Gesichtspunct an, denn der bindung gesetzt, indem man sagt, wie es eine Welt Farben-Gesichtspunct der Arcana variirt, je nachdem man giebt, so giebt es auch ein Ein-Arcananum, wie es eine sich auf den Standpunct der einen oder anderen arcanovierfach getheilte Welt giebt, so giebt es auch eine logischen Zahl stellt. Arcanum-Vier u. 8. w. Hierbei ist nun aber zu bemerken, 1) Stellt man sich auf den Standpunct des Ein-Ardass es zwar statt hat, dass die directen philosophischen canum, so ist die arcanologische Farbe: Weiss. Zahlen zugleich arcanologische Zahlen sind

Acid. sulphuricum ist weiss als Acid. sulphur. rectificatum. das versteht sich von selbst, das ist ja gerade das Cha- Die beiden Natron sind eo ipso weiss. racteristicum der directen philosophischen Zahl, dass sie Eisen ist weiss als polirter Stahl. eine arcanologische ist. Dagegen hat es aber nicht statt, Was den Liquor hepatis betrifft, so passirt es bei seiner dass die indirecte philosophische Zahl immer eine arcano- Darstellung wohl, dass er entweder zu viel oder zu wenig logische ist. Sie kann es zwar sein und ist es auch Schwefel aufnimmt. Nimmt er zu viel Schwefel auf, 80 durchschnittlich, denn was sollen wir im Allgemeinen mit scheidet sich der Schwefel bei der Verdünnung des Präphilosophischen Zahlen, welche keine Relation zu den parates mit Wasser leicht aus, und man findet dann in der Arcanis haben. Dagegen braucht sie es nicht zu sein betreffenden Flasche eine weisse Masse, gleichsam wie and ist es auch nicht unter allen Umständen. Das kommt weissen Schimmel, auf dem Wasser schwimmen. Nimmt einfach daher, dass, wenn man sich einmal auf das Terrain er zu wenig Schwefel auf, so wird das schwach gelbe der indirecten philosophischen Zahl begeben hat, dass Präparat mit der Zeit ganz weiss. So der Standpunct sich dann die Speculation nicht immer so genau abcirkeln des Weissen für den Liquor hepatis. lässt, dass man nur solche Zahlen erhält, welche von den Pulvis solaris ruber und Pulvis solaris niger werden aus Arcanis gedeckt werden So werden wir z. B. in der dem Eingesichtspunct betrachtet, und bei diesem der P. Indischen Zahlenphilosophie der indirecten philosophischen solaris niger in's Auge gefasst. Nun ist im Pulv. solaris Zahl 12 begegnen. Sie ist natürlich keine arcanologische niger das Stibium sulphur. nigrum hervorstechend verZahl, denn es giebt keine 12 Arcana.

treten, in quantitativer Beziehung geht das Hydrarg. Eine eigenthümlich situirte Zahlenphilosophie ist die oxyd. rubrum in demselben auf. Nun ist zwar das Stikabbalistische. In ibr wird die Zahl in mystischer bium sulphur, nigrum schwarz, aber aus ihm glitzern Weise ausgebeutet. Gott, die Engel, die Propheten, die glänzende silberweisse Splitterchen hervor. Und gerade Patriarchen, ihre Frauen, die Apostel, der Mensch, das diese sind es, die dazu verwerthet werden, dem Stibium Thier, die Pflanze u. 8. w. werden der Zahl, den Zahlen sulphur. nigrum eine weisse Farbe anzudemonstriren.

nun

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.

Und so kommt denn die weisse Farbe des Pulvis so- (Acid. sulphur. und Eisen beide als schwarz genommen), laris heraus

Liquor hepatis ist gelb. 2) Stellt man sich auf den Standpunct des Zwei-Ar- Bei der Aufstellung im vorigen Abschnitt sub B) ist canum, so sind die arcanologischen Farben: Weiss Natron blau, P. solar. ruber ist roth, P. solar. niger ist und Schwarz

schwarz, Vitriol ist weiss (Acid. sulphur. und Eisen beide Acid sulphuric. ist entweder weiss als Acid. sulphur. als weiss genommen), Liquor hepat. ist gelb. rectif., oder schwarz als Acid. sulphur. crudum. Das Bei der Aufstellung im vorigen Abschnitt sub C) ist letztere stellt nämlich eine dunkele Flüssigkeit dar, und Natron blau, P. solaris ist roth, Acid. sulphur. ist weiss dunkel und schwarz sind leicht zu parallelisiren.

oder schwarz, Ferrum ist schwarz oder weiss, Liquor heDie beiden Natron sind weiss.

pat. ist gelb. Liquor hepatis ist weiss, wie beim Gesichtspunct des 6) Stellt man sich auf den Standpunct der Arcanen Ein-Arcanum.

Sechs, so sind die arcanologischen Farben: Weiss, Die beiden Pulveres solares werden vom Eingesichts- Schwarz, Gelb, Roth, Blau, Grün, punct aufgefasst, bei diesem der Pulvis solaris niger in's Für die grüne Farbe tritt der Liquor hepatis ein. Das Auge gefasst, und dieser als schwarz genommen.

ächte Liquor hepatis-Präparat ist zwar gelb, hat aber Eisen ist entweder weiss als polirter Stahl, oder schwarz einen Stich in's Grüne. als ein schwarzes Eisenpräparat, z. B. Ferrum limatum. In die Vacanz, die auf die Weise für das Gelb ent

Zwischen Weiss und Schwarz wird am besten das Ar- steht, tritt das Acid. sulphur. ein. Dieses ist nämlich rangement getroffen, dass eine Zahlengleichheit zwischen braun, das ist tingirt gelb. Farben und Arcanis statt hat. Und das ergiebt die Auf- Bei derjenigen Sechs-Aufstellung der Arcana, welche stellung:

in der Alchemie die zumeist hervorstechende ist, ist alsNatron carbonicum Acidum sulphur.

dann das Farbenverhältniss ff. Natron erhält das Blaue, Natron nitricum Weiss Pulvis solaris Schwarz Acid, sulphur. das Gelbe, Ferrum das Weisse, P. solar. Liquor hepatis Eisen

ruber das Rothe, P. solar. niger das Schwarze, Liquor 3) Stellt man sich auf den Standpunct des Drei- hepatis das Grüne. (Vergl. den Abschnitt: Die Arcana Arcanum, so sind die arcanologischen Farben: Weiss, als Edelsteine.) Schwarz, Gelb.

7) Stellt man sich auf den Standpunct der ArcanenFür die gelbe Farbe tritt zuvörderst der Liquor hepatis Sieben, so sind die arconologischen Farben: Weiss, ein, denn derselbe ist gelb. Nimmt man den Pulvis so- Schwarz, Gelb, Roth, Blau, Grün, Pomeran laris vom Eingesichtspunet, und fasst bei diesem den zenfarben. Pulv. solaris ruber in's Auge, so kann auch der Pulvis Für die Pomeranzen-Farbe tritt natürlich der als Pulv. solaris als gelb genommen werden, indem man nicht so- solaris ruber gefasste Pulv. solaris ein. wohl sagt, Pulv. solaris ruber ist roth, als vielmehr, er In die Vacanz, welche auf diese Weise für das Roth ist pomeranzengelb.

entsteht, tritt das Eisen. Eisen ist nänilich roth als Rost. Steuert man nun darauf los, eine Zahlengleichheit zwi- Auch sind manche natürlich vorkommende Eisenarten schen Farben und Arcanis zu erhalten, so ergiebt sich roth, z. B. Rotheisenstein oder Blutstein, Thoneisenstein die folgende Aufstellung:

oder Röthel. Das ergäbe dann die folgende Aufstellung: Weiss Schwarz

Gelb
Acid. sulphur.

Gelb,
Natron carbonic. Acid. sulphur. Liquor hepatis

Natron I

Weiss,
Natron nitricum Ferrum

Pulvis solaris
Natron II .

Blau, wobei sich Natron carbon. und nitricum als weiss von

Liquor hepatis

Grün, selbst verstehen, Acid. sulphur. und Ferrum wie ad 2) als

Ferrum

Roth, schwarz genommen werden, und Pulvis solaris vom Ge

Pulv. solaris ruber Pomeranzenfarben, sichtspunct des Pulvis solaris ruber als gelb gefasst wird.

Pulv. solaris niger Schwarz. Ilält man sich dagegen an die Arcanen-Drei, wie sie sich besonders in den Vordergrund drängt, und welche,

Alchemie bei den Indern. wie wir wissen, ist, entweder: Acid. sulphur.-Natron, Li- Quellen: Vedas, Râ mâ yana und Mahâbhârata; quor hepatis, Pulvis solar., oder: Liquor hepatis-Pulvis Purânas; Gesetzbuch des Manu. solaris, Acidum sulphur., Natron so hat man zu neh

Die Religionsgeschichte der Inder, inclusive die mit men, im ersten Falle:

ihr Hand in Hand gehende Chronologie, bietet uns die Acid. sulphur. - Natron: Weiss, Liquor hepatis : Gelb, Indische Alchemio von 3 Gesichtspuncten, vom GesichtsPulvis solaris: Schwarz, wobei also der Pulvis solaris aus punct der Kosmologie, der Arcanologie, der Philosophie dem Gesichtspunct des Pulvis solaris niger als schwarzes der Zahl. Präparat genommen wird; im zweiten Falle:

Indische Alchemie vom Gesichtspunct Liquor hepatis-Pulvis solaris : Gelb, Acidum sulphur. : Schwarz (s. ad 2), Natron : Weiss.

der Kosmologie. 4) Stellt man sich auf den Standpunct der Arcanen- Bei den Indern begegnen wir zuerst dem Datum, dass Vier, so sind die arcanologischen Farben: Weiss, die Arcana speculativ zu der „Welt“ in Relation gesetzt Schwarz, Gelb, Roth.

werden. Wir haben es hierbei mit der Gegenüberstellung Die rothe Farbe tritt für den P. solaris ein, welcher von Makrokosmos und Mikrokosmos zu thun. Als Mikroaus dem Gesichtspunct des Pulv. solaris ruber gefasst kosmos figurirt aber nicht, wie das in der späteren Alchewird. Da nun die Arcanen-Vier, wie wir wissen, ist: mie statt hat, der Mensch, sondern die Arcana. Das GeAcid. sulphur., Natron, Liquor hepatis, Pulvis solaris, so genüberstellen von Arcanen und Welt bringt es mit sich, ergiebt sich:

dass die Alchemie als Kosmologie aufgefasst und abgeWeiss Schwarz Gelb

Roth handelt wird. Natron Acid sulphur. Liquor hepatis P. solaris

Die Indische Kosmologie lehnt sich an die Gottheit. 5) Stellt man sich auf den Standpunct der Arcanen- Indem wir uns nun zur Gottheit wenden, wenden wir unFünf, so sind die arcanologischen Farben: Weiss, seren Blick nach oben. Damit hängt es zusammen, dass Schwarz, Gelb, Roth, Blau.

die Indische Kosmologie liauptsächlich dem Himmel RechDas Blau wird als Hellblau genommen. Das Hellblaue nung trägt. Sie fasst denselben von 3 Standpuncten auf: aber fliesst mit dem Weissen zusammen, so dass nichts im 1) áls Firmament, das ist die Himmelskuppel; 2) als Wege steht, ein Präparat, welches früher vom Standpunct Sonne, Mond und Sterne. Sie sind die Lichter des Himder weissen Farbe aufgefasst wurde, vom Standpunct der mels und vom Himmel untrennbar, um blauen Farbe aufzufassen. Es tritt nun des Näheren das Alten nicht annahmen, sie befänden sich im Weltenraume, Natron für das Blaue ein. Wie wir wissen, haben wir sondern sie seien an den Himmel geheftet; 3) als Wolfür das Fünf-Arcanum drei Aufstellungen Bei den ver

ken. Diese befinden sich ebenfalls am Himmel, und der schiedenen Aufstellungen distribuiren sich die Farben ff. Standpunct, sie als etwas besonderes für sich aufzufassen,

Bei der Aufstellung im vorigen Abschnitt sub A) ist ist dadurch gegeben, dass sie etwas anderes sind, als das Natron carbonicum weiss oder blau, Natron nitricum ist Firmament einerseits und Sonne, Mond und Sterne andererblau oder weiss, P. solaris ist roth, Vitriol ist schwarz seits. Firmament einerseits, Sonne, Mond und Sterne

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so mehr, als die

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andererseits, "und Wolken dritterseits sind nun in den punct des Himmels die Wolken hat, dann kann sich die drei Indischen Hautptgöttern: Varuna, Agni, Indra, re. nähere Detaillirung der beiden übrigen Gesichtspuncte in präsentirt. Wir wollen diese Götter näher charakterisiren. weiteren Schranken bewegen. Wenn man die 3 GesichtsMan vergleiche hierbei Christian Lassen, Indische Alter- puncte einmal generaliter hat, und weiss, ein Gesichtsthumskunde, Erster Band. Man findet dort auch die punct ist in den Wolken gegeben, dann liegt es, wie beStellen angegeben, wo das für die Charakterisirung Be- reits gesagt, so ziemlich von selbst auf der Hand, dass zeichnende im Rigveda steht.

man die beiden anderen Gesichtspuncte im Firmamente 1) Indra. Er ist der Gott der Wolken, und nicht wie und den Himmelslichtern hat. Das ist der Grund, wegLassen will, der Gott des leuchtenden Himmels, der blauen halb uns in Varuna nicht so specifisch das Firmament, in Luft. Dagegen ist er wohl, wie das auch Lassen hat, der Agni nicht so specifisch die Himmelslichter geboten werGott der Gewitter. Er ist dies deshalb, weil das Gewit- den, wie uns in Indra specifisch die Wolken geboten werter sich aus den Wolken entleert. Auf Grund seiner den. Ja, es ist ächt alchemistisch, dass in Varuna und Eigenschaft als Gewittergott führt er auch Blitz und Don- Agni nicht specifisch das Firmament und die Himmelsnerkeil. Ebenfalls als Gewittergott hat er die schwan- lichter geboten werden; dem Nicht-Alchemisten wird dakende Erde fest gemacht, und die erschütterten Berge ein- durch die Sachlage versteckter, der Alchemist aber weiss gerammt. Denn bei einem Gewitter scheint die Erde in doch, woran er sich zu halten hat. ihren Angeln zu erheben, die Berge scheinen erschüttert Ein solches Sachverhältniss ist nun der Grund, weshalb, zu werden. Der herabfahrende Blitz, der herabfahrende uns in Varuna nicht exclusiv das Firmament geboten Donnerkeil sind dann die Nietnägel, welche die Erde fest wird, sondern auch das Firmament mit den Himmelsmachen, die Pfähle, welche die erschütterten Berge ein- lichtern. Das ist ein alchemistischer Sprung, welcher darammen, festrammen. Dass Indra den Himmel stützt, dem rin seine Motivirung findet, dass die Alten sich dachten, liegt die Auffassung zu Grunde, dass die Wolken, die sich Sonne, Mond und Sterne seien an den Himmel geheftet unter dem Firmament bewegen, das Firmament stützen, und bildeten mit ihm von einem Gesichtspunct aus Eins. und dass er dem Luftkreise Maasse giebt, hängt damit zu- Auf Grund solcher Anschauung sind Sonne, Mond und sammen, dass das Himmelsblau durch die Wolken in Sterne ohne Firmament unmögliche Dinge; sie würden, Theile abgetheilt wird. Mit dem Blitze erschlägt er die wenn sie nicht an das Firmament geheftet wären, herunbösen Geister, welche die Gewässer des Himmels gefangen terfallen, und ihre Mission nicht erfüllen können. Auf halten. Damit ist er denn der Gott des Regens, welches der anderen Seite aber wieder haben wir die Calculation, sehr nahe liegt, da der Regen aus den Wolken quillt. was nützt uns das Firmament, wenn es nicht leuchtet ? Es Wenn es nicht regnet, so bieten die bösen Geister dem würde eine beständige Nacht walten, und diese das Leben auf Regengotte Schach, er bezwingt sie mit Blitz und Donner, der Welt zu nichte machen. Da die Sachlage eine solche ist, so weil durch das Gewitter der Regenlosigkeit ein Ziel ge- findet man weiter keine Anomalie darin, die Himmelslichter, setzt wird. Von einem analogen Standpunct bezwingt er trotzdem, dass sie eigentlich mit Varuna nichts zu thun haben die Dämonen, welche den Göttern ihre Kühe stehlen, und und auf Agni kommen, dem Varuna zuzuschieben. Wo in Bergesschluchten gefangen halten. Diese Kühe sind dies aber geschieht, da ist keine planlose Willkür da, die Wolken, (in ähnlicher Beziehung sprechen wir von durch eine solche würde der Standpunct Agni's alterirt Schäfchen), welche in regenloser Zeit vom Himmel wie werden sondern immer blickt das durch, dass man das weggestohlen sind. Da sie aber doch irgendwo sein müs- Himmelslicht vom Standpunct seines Angeheftetseins an sen, weil sie sonst beim entstehenden Gewitter nicht her- das Firmament auffasst, wodurch dann, trotz des Hinüberanziehen könnten, so waren sie in Bergesschluchten ver- greifens zu Agni, Varuna im Vordergrund steht. steckt. Dass Indra zugleich auch der Schlachtengott ist, Specifisch als Firmament haben wir den Varuna als den, hängt damit zusammen, dass er der Gott des Gewitters der das Gebiet der Vögel kennt, die durch die Luft flieist. Das Rasseln des Donners wird mit dem Rasseln eines gen. Hier ist Luft in populärer Auffassung als Himmel Kriegswagens parallelisirt. Er schleudert den Blitz, wie genommen, und Himmel wieder als Firmament. Ganz so der Krieger seinen Speer. Falb sind die Rosse, welche liegt die Sache beim Varuna, der die, das Meer befahrenseinen Kriegswagen ziehen in der Parallele mit dem falben den Schiffe kennt. Bei den Schiffen ist es auf die MastenBlitze. Bevor er auszieht, berauscht er sich in Soma: abgesehen, die mit ihren Wimpeln in die Luft hineinragen. geht beim Gewitter drüber und drunter, als wenn die Und indem ferner Luft als Wind gefasst wird, kennt VaNatur sich berauscht hätte. So wenigstens liegt die Be- runa den Weg des Windes. Ebenso specifisch haben wir rauschung auf der einen Seite, auf der anderen Seite liegt Varuna als Firmament, indem er sich unter den Menschen die Relation nahe, dass die Indischen Krieger, bevor sie niederlässt, unter den Menschen waltet. Es handelt sich in den Kampf zogen, sich berauschten.

hier um das Firmament, welches als Himmelsglocke auf 2) Varuna, Gott des Firmamentes. Indem man alche- der Erde steht, und welches daher zu den Menschen, mistisch-kosmologisch den Himmel hat, hat man damit welche die Erde bewohnen, eine Relation hat. An Varuna noch nicht eo ipso den Drei-Standpunct als Firmament, als Gott des Raumes, wie das Lassen will, ist bei diesen Sonne, Mond und Sterne, Wolken. Man könnte auch den Standpuncte gar nicht zu denken. Ach nein, wenn man Himmel überhaupt haben: - Einstandpunct; man könnte den Raum in die Sache bringen wollte, dann hätte man den Himmel als Firmament einerseits und Sonne, Mond bei Indra und Agni gerade sowohl den Raum, als bei und Sterne andererseits haben: Zweistandpunct; die Varuna. Indische Alchemie will aber nicht den Einstandpunct, (ab- Den Uebergangspunct zwischen dem specifischen Vagesehen von dem Standpuncte der Zahlenphilosophie), nicht runa und dem in Agni hinübergreifenden Varuna haben den Zweistandpunct, sie will den Dreistandpunct. Diesen wir in Varuna als Gott der Nacht. Reflectiren wir hierDreistandpunct bietet sie nun im Allgemeinen, indem sie bei auf die dunkle Nacht, auf die Mond- und Sternendie 3 Hauptgötter: Varuna, Indra, Agni bietet. Mit diesem leere Nacht, dann haben wir den specifischen Varuna. Allgemein-Standpunkt ist uns aber nicht geholfen, wir Weil man nun auf die Weise den specifischen Varuna als müssen im Besonderen wissen, aus welchen 3 Gesichts- Nacht hat, so wird generaliter gesagt, Varuna-Nacht. Ist puncten denn nun der Himmel aufgefasst werden soll. man aber so weit, dann sagt man, Varuna ist die Nacht, Und da liegt es denn so ziemlich von selbst auf der Hand, die Nacht aber braucht nicht dunkel zu sein, sie kann dass einerseits dem Firmament, andererseits den Himmels- auch durch Mond und Sterne erhellt werden, und damit lichtern Rechnung getragen wird. Es liegt aber nicht sind denn Mond und Sterne zu Varuna hinübergezogen. auf der Hand, dass als Drittem den Wolken Rechnung Auf die Weise kommt heraus, dass Varuna das Siebengegetragen wird. Darum werden in Indra die Wolken spe- stirn an den Himmel gesetzt hat, und der Mond nach cifisch charakterisirt, so specifisch, so handgreiflich, dass seinen Gesetzen wandelt. es nur auf Grund einer vollkommenen Unkenntniss der Nicht nur aber zu Mond und Sternen hat Varuna eine Alchemie möglich ist, dass die Indologen es nicht durch- Relation, sondern auch zur Sonne. Ihr hat er die Pfade schaut haben, dass man in Indra nichts anderes, als den gebahnt. Damit haben wir denn den reinen Uebergriff in Wolkengott hat, und sich aus diesem seinen Primärstand- Agni, ohne den Vermittelungspucnt der dunkeln Nacht. puncte alle seine Eigenschaften entwickeln. Sobald nun Immerhin steht aber, worauf wir bereits oben hingeaber einmal die Wolken specifisch charakterisirt sind, und wiesen, beim Hinübergreifen in Agni, Varuna als Varuna man auf Grund dessen unumstösslich als einen Gesichts- im Vordergrunde, oder mit anderen Worten, es ist bei

es

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