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Da sich herausstellte, dass Brutus und Cassius zwar den Dictator zu ermorden, aber nicht die Regierung zu behauptem und die Republik neu zu begründen vermochtem, verliess Cicero Ende März 710 (44) Rom, durch Antonius von der Staatsverwaltung verdrängt und für sein Leben besorgt. Er begab sich mach seinen verschiedemen Landgütern an der Westseite Italiens und lebte dem Sommer über abwechselnd auf diesem und jemem. In dieser Zeit unfreiwilliger Musse, wo Cicero von tiefem Schmerz erfüllt war, dass auch die Hoffmungen, welche ihm der Tod Caesars erweckt hatte, unerfüllt blieben, und wo er zugleieh mit Sorgen auf die Verhältnisse in Rom und mit banger Angst in die Zukunft blickte, suchte er von neuem in der Philosophie Trost und Ersatz für die unmöglich gemachte Staatsthätigkeit. Mit der Philosophie hatte er sich von Jugend auf eifrig beschäftigt theils durch Lectüre, theils durch Gespräche mit griechischen Philosophen — wie demn der Stoiker Diodot in seinem Hause lebte (de off. II, 1, 4) — und in ihr auch während Caesars Alleinherrschaft Zerstreuung und eine seinen Mitbürgern Nutzem, ihm selbst Ehre bringemde Beschäftigung gefundem. Die damals begonmenen disputationes Tusculanae und die Bücher de natura deorum vollendete er jetzt im Sommer 710 und verfasste zugleich die Schriften de senectute, de amicitia, de divinatione, de fato, die verloren gegangnen Bücher de gloria und endlich de officiis. Dass er sich mit einer Schrift über die Pflichten beschäftige, theilt er zuerst in einem Briefe vom Juni jenes Jahres Atticus mit (ad Attic. XV, 13 b.); unterbrochen wurde aber die Arbeit theils durch den Wersuch einer Reise mach Griechenland (s. Z. III, 33, 121), theils durch sein Wiederauftretem gegem Antonius am 2. September, wo er die erste Philippica hielt. Im Novem

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