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XXVIII. Otto Braunfels, Catalogi von 1527 und Catechesis von 1529

Einleitung
Abdruck der Catalogi (lat. L dtsch.)..

Abdruck von Stücken der Catechesis . .
XXIX. XXX. Christoph Hegendorfer, Institutio ron 1526 und ihre

deutsche Übersetzung und Paraeneses von 1529

Einleitung
Abdruck der Institutio (Nr. XXIX)

Abdruck der Paraeneses (Nr. XXX)
XXXI. Johannes Pinicianus, Morum et honestatis Praecepta und

Tabula aus der Brevis Institutio

Einleitung
Abdruck der Praecepta

Abdruck der Tabula . .
XXXII. Praecepta ac Doctrinae Domini nostri Jesu Christi

Einleitung

Abdruck des Textes . ..
XXXIII. Kaspar Loener, Unterricht des Glaubens

Einleitung
Abdruck des Textes .

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441 445

463 470

A

Die Texte

(Fortsetzung)

Monumenta Germaniae Paedagogica XXII

1

XXIII

Andreas Althamer, Katechismus

A. Allgemeines. Althamers Katechismus“ ist verfasst worden infolge der Kirchenvisitation, durch die der Markgraf Georg von Brandenburg - Ansbach die Reformation in seinem Lande einführte. 1

Schon die Lehr- und Visitationsartikel, die der Visitation zu Grunde gelegt wurden, ordnen an, die Pfarrer zu fragen „Zum Neunvndzwentzigsten. Ob sie auch den Cathecismum, das ist vnterricht der Jungen zur forcht gottes, mit vleissiger erklerung der zehen gebot, des glaubens, des vaterunsers stettigs in jrer kirchen handeln" (Westermayer S. 144), und die am 14. Juni 1528 in Schwabach angenommene Kirchenordnung setzt ausdrücklich fest: „Catechismus, das ist kinderlere, nemlich die zehen gepot, vater vnser vnd glauben soll vfs wenigst alle wochen einmal etwas daruon geleret werden, vnd das solchs zur stund, die einer jden gemayn am füglichsten sein wirt, geschehe" (a. a. 0. 151).

Sollte diese Bestimmung nicht nur auf dem Papier stehen, so musste den Pfarrern, die sich zum grössten Teil als nur sehr mangelhaft unterrichtet erwiesen hatten (a. a. 0. 40), ein Hilfsbuch in die Hand gegeben werden.

So liessen denn sehr bald 2 nach der Visitation die beiden geistlichen Visitatoren Johannes Rürer und Andreas Althamer einen Katechismus ausgehen, in dessen Vorrede sie „allen Pfarr

1 Vgl. über sie: H. Westermayer, Die Brandenburg.-Nürnb. Kirchen visitation und Kirchenordnung.

2 Kolde, Andr. Althamer S. 55 deutet den unter der Vorrede genannten „Wintermonat“ auf November. Dass diese Benennung dem Reformationszeitalter geläufig war, wird bestätigt durch die unten bei Nr. XXXV erwähnten „Elementa Puerilia“, in deren Vokabelverzeichnis November durch „Wintermond“, December durch „Christmond“, Januarius durch „Jenner“ übersetzt wird. Der Name wird dadurch gerechtfertigt, dass man in den November Wintersanfang legte, vgl. Bd. I 67 Anm. 2.

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herrn, Diakonen und Katechisten“, aber auch allen Kindsvätern“ mit eindringlichen Worten den religiösen Unterricht der Jugend ans Herz legen.

In doppelter Hinsicht nimmt er in der evangelischen Katechismusgeschichte eine besondere Stelle ein, einmal, weil er zuerst den Namen „Katechismus“ auf dem Titel trägt 1, sodann, weil er gewissermassen der erste Landeskatechismus genannt werden kann.

Erscheint er auch nicht unter landesherrlicher Verordnung - denn davon ist in der Vorrede nichts zu finden –, so erlassen ihn doch die vom Landesfürsten bestellten Visitatoren in Ausführung einer obrigkeitlichen Verfügung, um in ihm dem ganzen Lande eine gemeinsame Grundlage für religiösen Unterricht darzubieten.

Dass er nicht den rein privaten Charakter trägt, wie die sonstigen Katechismen dieser Zeit, zeigt sich auch darin, dass sein Titel sowohl, als seine Vorrede über den Verfasser schweigen.

Wir dürfen in ihm aber wohl vor allem eine Arbeit Althamers sehen.

Ihn hat ein in Nürnberg wo man darüber wohl orientiert sein konnte erschienener Nachdruck (s. unten bei den Ausgaben: B)2 für den alleinigen Verfasser erklärt.

Er war ferner der eigentliche Visitator, von dessen Hand fast alle uns erhaltenen Visitationsverfügungen stammen, Rürer war nur sein Gehilfe 3; Althamer war deshalb als Erster zur Abfassung des Katechismus berufen. Dass trotzdem Rürer unter

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1 Über die Namen der Katechismen später im Zusammenhange.

Leider kennen wir diese Ausgabe nicht im Original, und Hartmanns Angaben (s. u.) sind unkritisch, doch scheint der von ihm wiedergegebene und von uns unten abgedruckte Titel offenbar der Titel des Originals zu sein.

3 Vgl. Kolde, Althamer S. 51, besonders Anm. 4: „Würden auch dann fur gut ansehen, das in abwesen des Rurer der Prior zu Haylsbronn an seiner stat genannten Pfarrer zu Onolzbach [d. i. Althamer] zu solcher visitation daselbst behilfflich were“ (Markgraf Georg an Statth. u. Räte 18. Mai 1528). Ferner S. 52 Anm. 2: in der Aufschrift des Bescheids des Markgrafen vom Sonntag nach Dionysii 1528, die die sämtlichen Beteiligten dem Range nach aufzählt, steht „pfarrer Althamer“ vor „Rurer prediger“. Westermayer a. a. 0. S. 22 sagt allerdings gerade umgekehrt: „Zum Visitator im eigentlichen Sinne wurde der schon früher dazu ausersehene Rurer bestimmt... Als Stellvertreter Rurers fungierte Althamer“ und verweist zu letzterer Angabe auf einen Brief des Statthalters an Georg, Christtag 1529 (d. i. 1528), leider ohne dessen Wortlaut anzuführen. Die von Kolde angeführten Stellen sprechen aber deutlich für sein Urteil, dass Althamer der eigentliche Visitator gewesen.

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