Lebensbild: sein chronologisch-geordneter briefwechsel, verbunden mit den hierhergehörigen mittheilungen aus seinem ungedruckten nachlasse, Tom 1

Przednia ok³adka
 

Co mówi± ludzie - Napisz recenzjê

Nie znaleziono ¿adnych recenzji w standardowych lokalizacjach.

Inne wydania - Wy¶wietl wszystko

Kluczowe wyrazy i wyra¿enia

Popularne fragmenty

Strona 54 - Und was für eines neuen? Eines französierenden; ohne zu untersuchen, ob dieses französierende Theater der deutschen Denkungsart angemessen sei oder nicht. Er hätte aus unsern alten dramatischen Stücken, welche er vertrieb, hinlänglich abmerken können, daß wir mehr in den Geschmack der Engländer als der Franzosen einschlagen...
Strona 186 - So lange die Erde stehet, soll nicht aufhören Samen und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.
Strona 56 - Othello, als König Lear, als Hamlet etc. Hat Corneille ein einziges Trauerspiel, das Sie nur halb so gerühret hätte als die Zaire des Voltaire? Und die Zaire des Voltaire, wie weit ist sie unter dem Mohren von Venedig, dessen schwache Kopie sie ist, und von welchem der ganze Charakter des Orosmans entlehnet worden?
Strona 55 - Denn ein Genie kann nur von einem Genie entzündet werden; und am leichtesten von so einem, das alles bloß der Natur zu danken zu haben scheinet, und durch die mühsamen Vollkommenheiten der Kunst nicht abschrecket.
Strona 62 - Deutsche die wahre Arten der Dichtkunst so wenig und die am wenigsten poetische mit dem größten Reichthum erklärt, und dem Genielosesten Glücke ausgebildet haben? Kurz! aus der Ode wird sich vielleicht der ganze große Originalzug der Gedichtarten, ihre mancherlei und oft paradoxen Fortschritte entwickeln: das reichste und unerklärteste Problem! — Das erstgeborne Kind der Empfindung, der Ursprung der Dichtkunst, und der Keim ihres Lebens ist die Ode.
Strona 235 - Theil muß für sich unangetastet, unverstümmelt bleiben, aber gibt's nicht ausser ihm eine Philosophie, die unmittelbar nützlich ist für das Volk: eine Weltweisheit des gesunden Verstandes. Ich muß zu dem Volke in seiner Sprache, in seiner Denkart, in seiner Sphäre reden, seine Sprache sind Sachen und nicht Worte; seine Denkart lebhaft, nicht deutlich, gewiß, nicht beweisend; seine Sphäre wirklicher Nutzen in Geschäften, Grundlagen zum Nutzen; oder lebhaftes Vergnügen.
Strona 386 - Natürlich, daß diese theologischen Traditionen so national sein mußten als etwas in der Welt; Jeder sprach aus dem Mund seiner Väter; er sah nach Maßgabe der Welt, die um ihn war; er machte sich Aufschlüsse von Dingen, die ihm als die merkwürdigsten vorlagen, und nach der Art, wie sie seinem Klima, seiner Nation, seiner bisherigen Leitung am besten konnten erklart werden; er schloß nach seinem Interesse und nach Denkart und Sprache und Sitten seines Volks.
Strona 66 - Gegentheil: ein Genie, voll Einbildungskraft, die immer ins Große geht, die einen Plan ersinnen kann, über dem uns beim bloßen Ansehn schwindelt: ein Genie, das in den einzelnen Verzierungen nichts, im großen, wilden Bau der Fabel Alles ist: ein Genie, für dem, wenn es den Begrif des Poeten bestimmen soll, alle Lehrdichter, alle witzige Köpfe zittern müssen: ein Poetisches Genie, wie ich nur einen Homer, und einen Oßian kenne.
Strona 377 - Es gibt dunkle Stellen in der Geschichte der Völker und des Menschlichen Geistes in verschiednen Zeiten, die sich nicht, als blosse Geschichte verstehen laßen, die oft unverstanden verlacht werden, und nur durch gewisse Psychologische Känntniße Licht erhalten können. So ist...
Strona 55 - Wenn man die Meisterstücke des Shakespeare, mit einigen bescheidenen Veränderungen, unsern Deutschen übersetzt hätte, ich weiß gewiß, es würde von bessern Folgen gewesen sein, als daß man sie mit dem Corneille und Racine so bekannt gemacht hat. Erstlich würde das Volk an jenem weit mehr Geschmack gefunden haben, als es an diesen nicht finden kann; und zweitens würde jener ganz andere Köpfe unter uns erweckt haben, als man von diesen zu rühmen weiß.

Informacje bibliograficzne