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XIII. Die Kontroverse über das Hequiem
XIV. Mozart: Wohnungen in Wien .

XV. Mozarts Porträts . .
XVI. Ein Verzeidinis von Mozarts Jugendwerken (H. D.).

Zusäte und Berichtigungen zum ersten Bande.
Mozarts Werke, Ausgabe Breitkopf und Härtel
Namen und Sadiregister . .

Scite 800 815 816 825 831 843 867

1 2 4 5

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Noten beilagen.
I. Kanonische Studien .
II. Antiphona Quaerite .
III. 1. Offertorium von Eberlin

2. Misericordias von Mozart
IV. Anfänge unvollendeter Rompositionen.

1. Duverture.
2. Sonata a 2 Cembali .
3. Sonate für 2 Klaviere
4. Quintetto

5. Quartetto
V. Zum Ballet aus Figaro .
VI. 1. Aus Gazzaniga's Convitato di pietra.

2. Aus Mozart: Don Giovanni. VII. 1. Drakel aus Gluds Alceste .

2. Au8 Don Giovanni (II, Sc. 11)
VIII. Sfizzen zu La Clemenza di Tito
IX. Slizze eines figurirten Chorals .
X. 18. Aus Händels Anthem for the funeral of Queen Caroline

15. Aus Mozarts Requiem .
2a. A118 Händels Joseph .

6 8 9 12 15 16 19 24 27 28 29 33 34 35 36

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21.

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2c. Aus Mozarts Requiem .
3. Aus Händels Messias
4. Aus Haydns Quartett

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28.

Persönliche Verhältnisse.

Das Verhältnis Mozarts zu seinem Vater, welches bis dahin in einer jo seltenen Weise sein gemüthliches Leben man kann fast sagen ausfüllte, war durch die Heirath schwer betroffen. Der Vater hatte zwar nach langem Widerstreben „willig, obgleich unwilligen Herzens“ seine Zustimmung ausgesprochen; allein wie tief verlegt er war, geht am deutlichsten aus den Äußerungen hervor, mit welchen er einen begütigenden Brief der Baronin Waldstädten erwiederte (23. Aug. 1782 :

Ich danke Em. Hochgeboren verbündlichst für den besonderen Antheil, den Dieselben an meinen Umständen nehmen, und sonder: lich sage den verbündlichsten Dank für die außerordentliche Gnade, die Ew. Hochgeboren für meinen Sohn hatte seinen Hochzeittag 1o kostbar zu verherrlichen 1. Als ich ein junger Pursche war, glaubte ich immer, daß diejenigen Philosophen wären, die wenig sprachen, selten lachten und gegen alle Welt eine mürrische Miene machten. Meine eigenen Begebenheiten aber haben mich nun vollkommen überzeugt, daß ich einer bin, ohne es selbst zu wissen: denn da ich als ein wahrer Vater meine Schuldigkeit gethan, ihn in jo vielen Briefen über alles die klarsten und begreiflichsten Vorstellungen gemacht, – ich auch überzeugt bin, daß er meine mühsame Umstände, meine bei einem solchen Alter höchst beschwerliche Umstände kennt und meine Herabseßungen in Salzburg einsieht, — da er weiß, daß ich sowohl im moralischen als physikalischen Verstande durch sein Betragen aufgeopfert bin, - jo bleibt mir nichts übrig als ihn da er es so wollte sich selbst zu überlassen und Gott zu bitten, daß er ihm meinen väterlichen Segen angedeihen lasse und ihm seine göttliche Gnade nicht entziehe. Ich aber werde meine mir

1 Auf Wolfgangs Bitte schidte er, um dafür der Baronin dod) eine Aufmerksamkeit zu erweisen, ein Paar Salzburger Zungen, die als eine Delikatesse geschätzt wurden. Jahn, Mozart. II.

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angeborne noch bey diesen Jahren übrige Munterkeit nicht verlieren, sondern immerhin das Beste hoffen ?

Wer sich in Leop. Mozarts Lage zu seßen sucht, wird zugeben, daß seine Befürchtungen und Vorwürfe zum Theil begründet waren, allein ebenso wenig läßt sich verkennen, daß er zu weit ging, weil er sich nicht entschließen konnte die Selb, ständigkeit seines Sohnes anzuerkennen, und daß er einer Verbitterung Raum gab, welche ihn hart und ungerecht machte und die leider nicht völlig wieder aus seinem Herzen wich. Wolfgang zeigt dagegen keine Spur einer nachhaltigen Verstimmung, er bleibt sich in seiner Liebe und Verehrung gegen den Vater gleich, selbst herbe Zurechtweisungen machen ihn nicht irre. Schreibt er auch nicht mehr so häufige und nicht so lange Briefe wie früher, so entschuldigt er dies mit vollem Recht, wenn nicht Unwohlsein ihn abhält, durch die mancherlei Beschäftigungen und Zerstreuungen, denen er in seiner Lage nicht ausweichen konnte 3. Wurde in folcher Bedrängnis eine der herfömmlichen Beglückwünschungen versäumt, so blieb doch die Entschuldigung nidit auž, z. B. (4. San. 1753): „Für den neuen Jahreswunsch danken wir beyde und bekennen uns freiwillig als Ochsen, daß wir ganz auf unsere Schuldigkeit vergessen haben – wir fommen also hintennach und wünschen keinen Neujahrswunch, sondern wiinschen unseren allgemeinen Allltagswunsch und damit lasjen wir es beruheni"!. Da er fest überzeugt war, daß seine Constanze auf den Vater und die Schwester nur den günstigsten Eindruck machen könne, und daß die persönliche Befanntjchaft jede ungünstige Stimmung verwijchen würde, so wünschte er nichts mehr als mit ihr nach Salzburg reisen zu können. Allein dem Unternehmen jeten sich mancherlei Schwierigkeiten entgegen,

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Hamburger litt 11. frit. Blätter 1856 Nr. 72 S. 563. 3 leider sind Wolfgangs Briefe an seinen Vater nur bis zu dem Besuch in Salzburg (Juli 1773) in ziemlicher Vollständigkeit erwalten; von da an nur noch einzelnie. Die Schwester glaubte, wie Nijjen Vorr. S. XVI) berichtet, daß Briefe aus späterer Zeit wegen Beziehungen auf Freimaurerei vom Vater vernichtet seien, was wahrscheinlich genug ist. Uus allen Spuren ergiebt sich aber, das Mozart keineswegs ein naďlässiger Korrespondent gegen seinen Vater war; nur den Ansprüden auf eine Art von Tagebudy, wie es früber auf Neijen geführt worden war, und wie er es mit seiner Todter nad; deren Verheirathung wechselte, konnte Wolfgang nidit mehr genügen.

* Diejen und mehrere andere Briefe hat Jahn vollständig mitgetheilt Allg. Mus. Ztg. 1567 S. 202 f.

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