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Niewan der tievel eine:

dur sînen grôzen ubermuot,

so wart ime diu helle ze teile. In der helle ist michel unrât. swer dâ heimuote hât,

Diu sunne schînet nie sô lieht,
der mâne hilfet in niet
Noch der liehte sterne.

jâ müet in allez, daz er siht;

ja wær er da ze himel alsô gerne.

In himelrich ein hûs stât:

ein guldîn wec dar în gât;
Die sûle die sint mermelîn:
die zieret unser trehtîn
Mit edelem gesteine.
dâ enkumpt nieman în,

ern si vor allen sunden alsô reine.

Swer gerne zuo der kilchen gât und âne nît dâ stât,

Der mac wol vrôlîchen leben:

dem wirt ze jungest gegeben

Der engel gemeine.

wol in, daz, er ie wart!

ze himel ist daz leben alsô reine. Ich hân gedienet lange

leider einem manne,

Der in der helle umbe gât.

5 der brüevet mîne missetât;

Sîn lôn der ist bôse.

hilf mir, heiliger geist,

deich mich von sîner vancnisse erlôse. V.

10 Crist sich ze marterenne gab; er lie sich legen in ein grap. Daz tet er dur die goteheit; dâ mit lôst er die cristenheit

Von der heizen heizen helle.

15 er getuot es niemer mêr:

dar an gedenke, swer sô der welle.
An dem ôsterlichem tage,

dô stuont sich Crist ûz dem grabe,
Künec aller keiser,

20 vater aller weisen;

sîn hantgetât er lôste.

in die helle schein ein lieht:

dô kom er sînen kinden ze trôsten.

AUS ISENGRINS NOTH VON HEINRICH DEM GLEISSNER.

Jac. Grimms Sendschreiben über Reinhard Fuchs, Leipz. 1840, S. 14 bis 18 und 34 bis 38; die Stelle in abgesetzten Versen ergänzt aus der jüngeren Überarbeitung in Jac. Grimms Reinhard Fuchs, Berlin 1834, S. 49 fg. Z. 661 bis 696. · Litt. Gesch. § 58, 9. 10. S. 179 fg.

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guot spise." der trâs begunde in wîsin vur sînes gevaterren ture. da sazte sich İsingrin fure; dar in er bôzen began. Reinhart, der wunder kan, sprah "Wan gân ir von der ture? dâlanc kumit nieman dar fure, daz wizzint wol, noh her în. war tuont ir muodinc ûwerin sin? wan varn ir hinnan scône? ez ist dâlanc aftir nône:

wir münche spræchen niht ein wort umbe der Nibelunge hort."

-gevatere" sprach her Isengrin,

wildu hie gemünchet sîn iemer unz an dînen tôt?"

ja ich" sprach er: „ez, tuot mir nôt:

du woldest mir ân schulde versagen dîne hulde

und woldest mir nemen daz leben."

er sprach „ich wil dir vergeben,
ob du mir iht hâst getân,
daz ich dich müge ze gesellen hân.“
daz mahtu" sprach Reinhart;
,min leben werde niht gespart,
ob ich dir ie getæte ein wanc.
woldestu mirs wizzen danc,
zwei âles stücke gæbe ich dir:
diu sint hiut über worden mir."
des wart Isengrîn vrô.
wite begunder ginen dô;
Reinhart warfs im in den munt.

ich wære iemer mê gesunt" sprach der tôre Isengrin,

soldich dâ hinne koch sîn.“

er sprach des mahtu gnuoc hân:
wildu hie bruoderschaft enphân,
du wirdest meister über die brâten."
do wart er sân beṛâten;

7. 8. In der Handschrift wan var (Lücke)n scone; JGrimm wan varn hinnen scône! 17. Grimm gegen die Handschriften nemen mir 18. Die HSS.

u. Gr. Isengrin sprach

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10

„dâ hân ich gezellit drîn drîzic âle" sprach Reinhart: ,,diz wirt ein nuzze vart. kunnint ir stille gestân? zehinzic wellint drîn gân." Alsez dô begunde dagen, Reinhart sprach „ich wil iuch mêre sagin: ich furhte, wir unsir gîticheit vil sêre engeltin. mir ist leit, daz sô vil visce drinne 15 ist. ich neweiz derzuo neheinen list. ir mugint sie niht ûz erhebin. sehint, ob ir sie mugint irwegin." Îsingrîn geriet zucken.

daz, îs begunde drucken den zagel: er muose dâ stân. Reinhart sprach „ich wil gân nâh unsirn bruoderin vor haim. dirre gewin wirt niht clein." Der dag begunde af gân. Reinhart huop sich dannân.

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20 er wider gie. diu gletîn im aber den swane
nam, daz, er eht ubir den zagel kam:
den sluoc er ime garwe abe. sie irhuobin
beide grôze clage.
Hêr Birtîn dô clagete,
daz er vermisset habete; ouch clagite sêre
zagil sîn: den
dô huob er sich

Isingrin der viscêre, der vernam leide
mêre. er sach einen rîter komen; der 25 Isingrin den vil liebin
hâte hunde ze ime genomen. Îsingrîne kom

er ûf die vart: daz fiscen ime ze leide wart der rîter hiez hêr Birtîn;

an jagin kêrtir

muoser dâ ze pfande lân.
dannân.

AUS DEM KENIG RUTHER.

Deutsche Gedichte des zwölften Jahrhunderts, hsggb. von Massmann, Quedlinb. u. Leipzig 1837, S. 190 a bis 195 a, Z. 1901 bis 2280.

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Litt. Gesch. § 59, 5 bis 10. S. 181 fg.

sagite von der wête, die der recke Dietheunde 30 rich hette gevazzit ane sich. also der eine inne was, der ander vor den turin

1. Hs. ist, Gr. ist 13. iu mâre

6. Gr. warnetes in 8. swârit 29. Bei Massmann hoftich

8. HS. gâch, Gr. gâh 21. IIS. heht, Gr. reht

wete

29. ge

5

was, wante die magit sô vil virnam, daz sie den tuginthaftin man von aller slachte sinne in iren herzen begunde minnen. noch dan was sie ime vremide: sint gewan sie mit deme helede manige werltwunne unde ouch truobe dar under. In der kemenâtin wart iz stille. dô sprach die kuninginne "owî, vrowe Herlint, wie grôz, mîne sorge sint umme den hêrren Dietheriche! den hettich sichirlîche 10 vorholne gerne gesên, unde mochtiz mit gevuoge geschên unbe den tuginthaftin man. vunf bouge lossam, die mochte ein bote schire unbe mich verdienen, der den helit drâte brâchte zô mîner kemenâ- 15 ten." „in trowen" sprach Herlint, „ich wille mich heven an den sint. iz sî schade oder ne sî, ich gê zô den herbergen sîn. doch pflegit her sulîcher zuchte, daz wir sin varen âne laster." (190 b.) Herlint gienc 20 drâte zô einir kemenâtin unde nam die türlichen wât, also manich vrowe hât; dar in cierte sie den lîph. dô gine daz listigez wiph zô deme hêrren Dietherîche. her intfinc sie vromeliche. vil na sie 25 zô ime saz; deme recken sie in daz ôre sprach „dir imbûtit holde minne mîn vrowe die kuninginne unde ist der vruntshefte underdân. du salt hin zô ir gần: dar wil die magit zvâre dich selve wole 30 infähen, nicht wene durch dîn êre. aller trûwin hêrre, des mach du vil gewis sîn an der juncvrowen mîn." Alsus ridede dô Dietherich: "Vrowe, du sundigis dich an mer ellenden manne. ich bin ouch zô 35 kemenâten gegangen hie vore, dô daz mochte

sin:

war umme spozeder mîn? leider số ûwer vrowe inge

tôd man den armen ie. dichte die rede nie.

hie is sô ville herzogen

unde vorsten in deme hove, daz ir mit einen anderen man ûwerin schimf mochtin hân: des hetter minnir sunde. ir virdienit daz, afgrunde, daz her mich sô tôrecht woldit hân. (191 a.) ich ne bin nê sô arm man, ine wâre doch zvâre dâr heime ein rîcher grâve." Herlint sprach deme hêrren zô (sie kunde ire rede wale gedôn) „neinâ, hêrre Dietherich, nicht nedenke des ane mich: hân is, weiz got, nicht getân. mich hiez mîn vrowe here gân: sie nimit michil wunder,

ich ne

daz du sô manige stunde in desseme hove heves gewesen unde sie ne woldis nie gesên. daz ist doch seldene getân von eime so statehaften man. nu ne wîzzit mer der rede niet. der kuninginne wâre lieph, swelich êre der geschê, swie du sie nie nigesê. woldistu aber dar gân, du ne thâdis nicht ubelis dar anne." Dietherich zô der vrowin sprach (her wiste wole, daz iz ir ernist was) ,,hie ist der merkêre sô ville: swer sîn êre behaldin wille, der sal gezogenliche gân. ja wênit der elende man, daz her nimmer sô wole getô, daz siez alle vur gôt nimen, die in deme hove sîn. nu sage der jungvrouwin dîn mîn dienist, ob sie is gerôchit:

ich ne mach sie nicht gesôchen vor der missehelle. ich vorte, daz iz irschelle uns beiden lastercliche: (191 b.) sô virbûtit mer daz rîche Constantin der hêre: số một ich immir mêre vluchtich sîn vor Rôthere unde ne mach mich niergin generen." Herlint wolde dannen gân. der hêrre bat sie dâr bestân unde hiez die goltsmide sîn zvêne schô silverîn îlinde giezin (wie sie dô zowin liezin!) unde zvêne von golde, alser sie geven wolde. do bat her Aspriânen, daz, die zô einime vôze quâmen,

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daz, her die beide nême unde der vrowen gêve, unde ênin mantil ville gôt, zvelf bouge goltrôt: sô sal men einir kuninginne

ir botin minnin." dô spranch sie vrôliche von deme hêrren Dietherîche. Herlint quam drâte zô ire vrowin keme

nåten unde sagete ir von deme hêrren,

her pflege sînir êren „daz wizzin wêrliche: hulde lieb:

harte vlizeliche.

nu wizzistaz in trowin: soldich immer schande hân, ich môz abir widir gân.“ dô hôb die magit wolgetân ir wât lossam

vaste an de knê: sie nigedachte der 5 zucht nie; vrowelicher gange sie virgaz. (192 b.) wie schire sie ober den hof geloufin was zô deme hêrren Dietherîche! her infine sie vromeliche in allen den gebêren, alser sie nie gesêge. dô wiste der helit wole sân, war umme sie dar wider quam. Herlint sprach zô deme hêrren „ich môz immer mêre in bodescheffe gân: der schô is missegrîfe getân. sie sîn der kuninginne gegeven durch dînin willin. noch solde wir den einin haven: des hiez dich mîn daz du ir den anderen schôch unde sie gesêges selbe,

ime sîn des kuninges her ne mach dich gesên niet 10 mit nicheinir slachte vôge. nu warte an dise schôhe: die gab mir der helit gôt unde tete mir lievis genôch, unde einin mantil wol getân: wol mich, daz ich ie dare quam! unde zvelf bouge, die ich 15 hân, die gaf mir der helit losşam. (192 a.) iz ne mochte uffe der erdin nie schônir rîtâr werden dan Dietherich der degin: sô lâzene mich got lebin! ich kaffedene undankes ane, is imer mach schamen." sprach die kuningîn,

vrowe manen,

geven woldis

ob du undir dîme kunne ie gôt geslechte gewunnis." "Ich dâtiz gerne" sprach

daz ich mich 20 Dietherich; "Wane die kamerêre die meldin mich." ,,niesie" sprach Herlint:

"Iz schînit wole"

„mit vrôweden sie in deme hove sint; die rîtâre schiezen den schaft; dâr is michil spilis craft. ich wil hin vore gân: nu nim zvêne dîner

unde heve dich vil drâte nå mer zô der kemenâten. mit deme grôzen schalle

,,daz ich nicht sêlich nebin, nu her mîn nicht wil gesehen. mach du mir die schô geven durch des herren hulde? die vullich dir 25 man mit golde." schire wart der côf getân. sie zôch dene guldînen an unde nam dene silverinen schôch: der ginc an den selven vôz. „owî" sprach die kuningîn, "Wie wer nu gehônit sîn! zô diesen schoen 30 lossam ist missegrîfe getân: ich nebringen nimer an. in trowen, du môst hine widir gân unde bitten Dietherîche harte gezogenlîche, daz her dir den anderin schôch geben wille unde mich gesehe selve, ob her in sime kunne ie gôter slachte gewunne." "owi" sprach Herlint, "wie gare unser beider, vrowe!

die laster danne sint

4. sprach 10. nicht

35

virmissin sie dîn alle, ich gescheffe ein gestille von der kuninginne." Herlint wolde dannen gân. dô sprach der listiger man „nu beide des kamerêris: ich wille nâ den schôch vrâgen." (193 a.) schire quam Aspriân. her sprach „owî, waz hân ich der getân? die wege ich nicht irlîdin ne mac. du môwis mich allen disen tac mit itenûwim mêre, dan du ie getâtis, hêrre. ir was hie ein michel teil geslagen: die hân die knechte zotragin. ist ir dâr icht irvallen, ich bringe der sie alle." dô nam Aspriân den anderen schôch

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30. Do dieser 34. schon
gesen selve wille.
geuinne

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19. gewinnis

38. ich 39. De a. schonch

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