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rechten frowen. nu habent si haz, unt neit, missehellunge unt streit; wol chunnen si 10 spoten unt greinen unt lazzent ubel scheinen,

ouf die andern alle. si sint ein schande
unt ein galle gæistlicher samnunge. von
wie getaner ordenunge
herren werden gehabt,

was?

sold er ze einem fur daz er der werlt

5 hat widersagt, der vor des ein arm mensch
in dem winder wirt durre daz gras,
daz des sumers was gruone. der sich in
der werlt dunchet chuone, so der greiffet
an gæistlich leben, da er mit dem tievel
muoz streben, so zimt vil weisleichen,
daz, er ander sein geleichen aller erst inne
bringe seiner tugentlicher dinge. gerne
hab wir geredet, daz die phaffen biweget
unt die muniche ze grozem zorne. die
solden hinden unt vorne der ougen also
wesen vol, daz si allenthalben wol
die
veinde gesehen, wa si sich wolden næhen
ze den, die in bevolhen sint. wellent si nu
bedenthalben wesen blint, so werdent si

ob si die waren minne in dem herzen sulen gewinnen. iriu wort sint vil manicvalt. sine haben ampt oder gewalt, anders dunchet ez siu ze nichte. si dienent niwan 15 ze gesichte, durch vorchte, nicht durch minne. si gesitzent nimmer inne: si wellent unbetwungen sein. daz, ist an sumlichen schein, die ir dinc so schaffent ouzze:

die wellent in so gitane buozze, die si 20 ewichlichen erblendet. daz ist uns offen

so swanzunde tragen: der in der werlt nicht einen esel mochte haben, ze bæser gewinnunge ist sein herce unt sein zunge

in wunderlicher weise. unt möcht iemen
mit herlicher speise daz himelreich be- 25
herten unt mit wol gistrælten bärten
unt mit hoh geschornem hare, So wæren
si alle hæilich zware. Dar ouf hab wir
læien ein archwan:
bære sehen bigan,

swaz wir die wandel-
des verwæne wir uns 30

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lichen verendet mit den worten der warhæite

„swa ein blinde dem andern git gelæite, da vallent si bede in die gruobe." dise rede verstent genuoge: diu gruobe ist diu helle. wer nu die blinden vuoren welle?

daz sint die bosen lerære, die die verworchten hærære mit in læiten in den ewigen val. noch hæret ein andern sturmschal von unsern herhorne tiezzen, ouch die læien mac verdriezzen.

6. winde 25. swer ny die bl. wirren

des

LIEDER.

I u. III bis VI. Carmina Burana (hsggb. von Schmeller), Stuttg. 1847, S. 203. 188. 73 fg. 185. 209. II. Aufzeichnung Wernhers von Tegernsee: Iwein von Benecke u. Lachmann, Berlin 1843, S. 329. VII. Die alte Heidelberger Liederhandschrift, hsggb. von Pfeiffer, Stuttg. 1844, S. 131 unter Niune; von der Hagens Minnesinger 2, Leipz. 1838, S. 161 b unter Waltram von Gresten. Litt. Gesch. § 68, 8. 16. S. 226 fg.; § 55, 41, S. 161; § 48,

9 bis 13. S. 132; § 63, 41. S. 208.

I.

Swaz hie gat umbe, daz sint allez megede; die wellent an man allen disen sumer gan.

II.

Du bist min, ih bin din: des solt du gewis sin.

du bist beslossen

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quærens viles et tenaces.
si hat sich vermezcen des,
quod velit assumere

die bosen herren, swie ez erge,

5 ad perdendum in Dothain.

nu hin, nu hin! nu hin, nu hin!
O liberales clerici,

nu merchent rehte, wi dem si.
date: vobis dabitur.

10 ir sült lan offen iuwer tur

15

vagis et egentibus:

so gewinnet ir daz himelhus,

et in perenni gaudio

alsus, also, alsus, also.

Sicut cribratur triticum,

also wil ih die herren tuon.

liberales dum cribro,

die bosen risent in daz stro:

vilis sunt zizania.

20 daz si der tievel alle erslahe,

et ut in ævum pereant!
avoy, avoy! alez avanz!

Rusticales clerici
semper sunt famelici:

25 die geheizent unde lobent vil.

6. Einmal nu hin fehlt bei Schmeller.

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mir enkome mîn holder geselle, ine hân der sumerwunne niet.

LIEDER DES VON KÜRNBERG.

Von der Hagens Minnesinger 1, Leipz. 1838, S. 97; vgl. 3, 595. Litt. Gesch. § 48, 11. S. 132 u. § 68, 19. 32. S. 228 fg.

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Von der Hagens Minnesinger 1, Leipz. 1838, S. 99 a; vgl. 3, 595. Litt. Gesch. § 48, 12 S. 132 u. § 68, 18. 23. S. 228.

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GEDICHTE SPERVOGELS.

Die alte Heidelberger Liederhandschrift, hsggb. von Pfeiffer, Stuttg. 1844, S. 152. 154 fg.
161 fg. 163 fg.; IV. V unter dem Namen des Jungen Spervogel. Von der Hagens
Minnesinger 2, Leipz. 1838, S. 372 a. 374 b. 375 a. 376. 377; vgl. 3, 33 a. 731 fg.
Litt. Gesch. § 48, 15. S. 133; § 68, 22. 28. 29. S. 228; § 78, 40. S. 275; § 79, 60. S. 282.

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