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„Trostet hiu, gisellion, Mine notstallon.

Hera santa mih god Ioh mir selbo gibod, Ob hiu rat thuhti, Thaz ih hier geuuhti, Mih selbon ni sparoti, Uncih hiu gineriti.

Nu uuillih, thaz mir uolgon
Alle godes holdon.

Giskerit ist thiu hier uuist,
So lango 30 uuili krist:
Uuili her unsa hina uarth,
Thero habet her giuualt.

So uuer so hier in ellian
Giduot godes uuillion,
Quimit he gisund uz,
Ih gilonon imoz;
Bilibit her thar inne,
Sinemo kunnie."

Tho nam her skild indi sper, Ellianlicho reit her:

Uuolder uuar errahchon
Sina uuidarsahchon.

Tho ni uuas iz buro lang,
Fand her thia northman;
Gode lob sageta:

Her sihit, thes her gereda.

Ther kuning reit kuono,
Sang lioth frano,

Ioh alle saman sungun
"Kyrrie leison!“

5 Sang uuas gisungan,
Uuig uuas bigunnan;
Bluot skein in uuangon:
Spilodun ther urankon.

Thar uaht thegeno gelih, 10 Nichein soso hluduig: Snel indi kuoni,

Thaz uuas imo gekunni.
Suman thuruh skluog her,
Suman thuruh stah her.

15 Her skancta cehanton

Sinan fian:::
Bitteres lides.

So uue hin hio thes libes! Gilobot si thiu godes kraft: 20 Hluduig uuarth sigihaft; Iah allen heiligon thanc: Sin uuarth ther sigikamf. :::uolar abur hluduig, Kuning uu::: salig,

25 garo so ser hio uuas,
So uuar so ses thurft uuas.
Gihalde inan truhtin

Bi sinan ergrehtin!

AUS NOTKERS III PSALMENÜBERSETZUNG.

Hattemers Denkmahle des Mittelalters 2, SGallen 1846, S. 94 bis 96.
Litt. Gesch. § 37, 5. 21. S. 79 fg.

PSALMUS XXVIII.

Psalmus David consvmationis tabernaculi.

contra diabolum (uuider níderrise).

Vox

Diz ist daz sang déro fólletânun hérebergo. 30 (stimma) prophetæ ad fideles (ze gloûbigen)

daz, chit æcclesiæ. in déro hiêr zeféhtenne ist

24. lies sinân

in æcclesia.

8. thâr 24. uuigo salig Hoffmann.

10

1. Afferte domino filii dei. afferte do-
mino filios arietum. Kótes chint príngent
trúhtene. bringent ímo diû chint déro uuíd-
ero. daz chît apostolorum. İro chint pínt
ir. iuûh selben bringent imo. Duces gregis
sint siê. daz chit. siê uuîsent den liût. pediû
hêizzent sie arietes. 2. Afferte domino glo-
riam et honorem. Pringent ímo uuóla uuérch-
ondo guôllichi unde êra. Afferte domino glo-
riam nomini eius. Pringent guôllichi sînemo
námen. Prêitent sînen námen úber al. Ado-
rate dominum in aula sancta eius. Pétont in
sinemo palatio (fálanzo). daz sint ûuuériu
herzin. 3. Vox domini super aquas. Sin
stimma schillet über diû wazzer. daz chit uber 15
diễ liute. diễn er chundet sin ea. Deus ma-
iestatis intonuit. Got déro mágen crhréfte
irdónerota. Der máhtigo christus. kebiûtet
prútelicho uzer démo uuólchene sînes lich-
amen daz uuir pænitentiam (riúuua) tûen. 20
Dominus super aquas multas. Óbe mánigen
nuázzeren sizzet er. Manige sint sîn sez.
uuanda er án in búuuet. so er sie prædicando
bechêret. 4. Vox domini in uirtute. Sîn
stimma ist incrhréfte. uuanda sî gemág filo. 25
unde getûet måhtige diê. diê íro gelós sint.
Vor domini in magnificentia. Sîn stimma
ist in michel uuérchungo. Si bechêret siê in
micheliû uuerch. 5. Vox domini confringen-
tis cedros. Sin stimma. diu ist stimma des 30
préchenten diê cedros i. superbos (diê úber-
uuân). Et confringet dominus cedros lybani.
Vffen lybano monte (berge) uuerdent die
hóhesten cedri. diê bríchet er. Diê hôhost
kestigen sint in uuérlte. diê gediêmuôtet er. 35
6. Et comminuet eos tanquam uitulum ly-
bani. Vnde gediemuôtet siê. nah ímo selbemo.
Victima (friscinch) uuas er patri. uictima
uuerdent siê imo. Vitulus (chalb) lybani
uuás er. uuánda er iruuelet chalb uuas. sólih

31 fg. lies úberuuânen

diû sint. diû ûfen lybano geuuêidot uuerdent. Et dilectus sicut filius unicornium. Vnde des fáter trût uuírdet ménnischo. unde irstirbet. also eîner déro iudeorum. 7. Vox domini 5 intercidentis .i. diuidentis flammam ignis. Sîn stimma ist des schêidenten daz fiûr. daz chit diề uuuôtigen. diễn filo heiz ze imo uuas. uuanda hálbe nám er sie ze sih. halbe feruuárf er siê. 8. Vox domini concucientis solitudinem. Sîn stimma ist des irscúttenten daz êinote. Daz chit. déro herzen diê âne Got uuâren. tuôt si síh erchómen. Et commouebit dominus desertum cades. Vnde ér eruueget dia uuuôsti cades. Also er in cades téta rinnen uuazzer ûzer stêine. so tuôt er fóne ímo chómene scripturas (scrifte) rinnen in desertum gentium (in uuuôsti tiêto). Er ist selbo der stêin also iz chît. Petra (stein) autem erat (uuas) christus. 9. Vox domini præparantis ceruos. hoc est ueloces ad intellectum (rosche ze fernúmiste). Sîn stimma ist des. der sih dero hírzo geuuarnot. diê dia uuêida niêzen suln. Et reuelabit condensa .i. siluas. Diên hirzen induôt er diê uualda. Er lâzet sie in diê tougeni dero scripturarum (scrifto). Et in templo eius omnes dicent gloriam. Vnde in sînero æcclesia (chilichun). ságent sie alle sîna guôllichi. iêgelih gágen sinemo mezze. 10. Dominus diluuium inhabitat. Truhten hábet sîn gesâze in dero fluôte. Truhten uuas in dero arca. sament diên sînen. do sî in dero flûote saz. So ist er noh kesezzen sáment diên sînen in dero ecclesia. diu in mitten fluctibus seculi (uuellon uuerlte) uuêibot. daz ér sîa nú behálte. also er do behiêlt dia arcam mit déro acclesia (prûtsámenunga) bezêichenet uuard. Et sedebit dominus rex in æternum. Vnde dára nâh sízzet er richesondo iêmer. 11. Dominus uirtutem populo suo dabit. Truhten gibet hérti sînemo liûte. ze irlîdenne diê uuella. unde diê dúniste dirro uuérlte. uuanda er ín hiêr neh

40

êinen frído ne habet gehêizzen. Dominus benedicet populo suo in pace. Nâh démo ende dirro uuerlte. tuôt er ségen sînemo liûte in fride. den frído hábent siê an ímo sélbemo.

cruôzent. unde dára zuo gezellent. daz sînero tâte alde sînemo site. alde sinemo námen geuallet. So an uirgilio ist. daz er chat. ignemque excudit achates (Daz, fiûr schúrfta 5 stêinunch). Vuóla cháder den schúrfenden stêin. der sînen námen habeta. Solche sint in uita (in lib puoche) sancti Galli diu metrice (ze mêtre) getân ist. dâr diu officia (ámbaht) gesézzet uuerdent. Nota septem

Disen psalmum ziêrrent misselîche zûspilunga. die allusiones heîzzent. Also diû ist ad arietes (ze uuíderen). unde diû ad ceruos (ze hirzen). unde ad unicornes (ze êinhurnon). unde ad uitulum lybani (ze chalbe uualdis). Allusiones sint. die dingolih spílelicho dés 10 uoces psalmi spiritus sancti.

AUS DER SANCTGALLISCHEN RHETORIK.

Wilh. Wackernagel in Haupts Zeitschrift für Deutsches Alterthum 4, Leipz. 1844, S. 470. 471; verglichen mit dem Abdrucke Docens aus der Münchner Handschrift in v. Aretins Beitragen zur Geschichte und Litteratur 7, München 1806, S. 290 fgg.

Litt. Gesch. § 37, 12. 20.

S. 79 fg.

Ergo omnis locutio simplex uel figurata siue
in sententiis siue in singulis dictionibus idonea
fieri potest ad inuentionem. Simplex intellegen-
tiam rei amministrat proprietate uerborum.
figurata commendat se etiam uenustate compo- 15
sitionis artificiosæ aut significationis alienæ. vt
apud uirgilium „Marsa «, peligna cohors,
festina uirum uis." Ma et na, gna et sa,
ors et ars, uis et ui, similes sillaba dis-
similibus distinctæ, gratam quodammodo con- 20
cinnitudinem et concordem uarietatem dant.
et fit per industriam talis compositio in omni
lingua causa delectationis. sicut et illud teu-

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Et item

Der heber gât in lîtun,
trégit spér in sîtun:

sîn báld éllin

ne lâzet ín uéllin.

Hæ figuræ lexeos grece dicuntur i. dictionis, in quibus sola compositio placet uerborum. Aliæ sunt dianæas i. sententiarum, ubi aliud dicitur et aliud intellegitur. ut est illud „Porcus per taurum sequitur uestigia ferri." Nam sinecdochice de opere sutoris totum dicitur et pars intellegitur. vel yperbolice. ut uirgilius dixit de caribdi

„atque imo baratri ter gurgite uastos sorbet in abruptum fluctus rursusque sub auras Egerit alternos et sidera uerberat unda." Nam plus dicitur et minus intellegitur. Sicut et teutonice de apro

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Imo sint füoze
füodermâze,

imo sínt búrste

ében hô fórste,

únde zéne sîne
zuuélifélnîge.

Hec aliena, sed propinqua sunt. Item per contrarium intelleguntur sententiæ, vt in suetu

dine latinorum interrogantibus quesiuit nos aliquis?" respondetur „bona fortuna" i. Hel unde salida, et intellegitur „nemo“, quod durum esset i. unminnesam ze sprechenne. 5 Similiter teutonice postulantibus obsonia promittimus sic: Alles liebes gnuoge, et intellegitur per contrarium propter grauitatem uocis.

SPRICHWÖRTER.

1 bis 11 aus der SGallischen Abhandlung de Partibus Logica: Wilh. Wackernagel in Haupts und Hoffmanns Altdeutschen Blättern 2, Leipz. 1840, S. 135 fg.; 9, 10 und 12: SGallische Handschrift in Hattemers Denkmahlen des Mittelalters 1, SGallen 1844, S. 410; 13 aus einer Brüsseler Handschrift Bethmann in Haupts Zeitschrift für Deutsches Alterthum 5, Leipzig 1845, S. 204. Litt. Gesch. § 37, 19. S. 80.

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Heinr. Hoffmanns Fundgruben für Geschichte deutscher Sprache und Litteratur 2,
Bresl. 1837, S. 4 bis 6 unter dem Titel Merigarto.

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Litt. Gesch. § 40, 9. S. 86.

nah ieglichemo lante vuân iz sinen sito vuente. nah ieglicher erda uuan iz fara

3. sålda 6. cnûege 15. Bei Hattemer so uuagont

te bovmma

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er vuás

nivuana daz da niskinit sunna. si darbint dero vuunna. fon diu vuirt daz îs da zi christallan so herta, so man daz, fiur dar ubera machot, unzi div christalla ir5 gluot. da mite machint si iro ezzan unte heizzint iro gadam. da gît man ein skit erlin umbe einin phenning. da mite

Daz ih ouh horte sagan,
10 firdagan, daz in tuscane
scone unt sih daz perge

15

Ih uuas zuztrehte in urliugeflúhte, (S. 5)
uuant vuir zuene piskoffe hetan,
die uns
menigiv sere tatan. duone maht ih heime 20
vuese, duo skuof ih in ellente min vuese.
Duo ih zuztrichte chuam, da uand ih einin
uili goten man, den uili guoten Regin-
preht. er uopte gerno allaz reht.
ein vuis man, so er gote gizam,
haft phaffo in aller guote slahte.
sagata mir ze uuara, sam andere gnuogi
dara, er vuare uuîle giuarn in islant,
dar michiln rihtuom vant mit melvue ioúh
mit vuîne, mit holze erline. daz choufent

si zi fivre.

des fili,

ein er
der

daz, ni vuillih nieht

rín ein uuazzer

an einin vuisin

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nam alla die râte, die doberan tatan. Duorz rehto uernam, duo gier zi demo herran, er sagtimo gisvaso dero viante 25 gichosi. Er bat in sin stillo, hiez in iz nieht meldin unte gie mit imo an die stát, daer ê eino lag, dero uiante gichose. lobtin vuider an die selbin stat. Mit den er uuolta, legt er sich an des uuazzeres uzpulza. nah diu si da firnamen, die sona

30

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3. 4. Bei Hoffmann só rôt

21. skouf

si frumitan.

unte uernam selbo

Vf scoub er den tag,

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