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Katholisches Gesangbuch

nebit

einem vollftändigen

Gebet- und Andachtsbuche.

Herausgegeben

von

Heinrich Bone.

UNIVERSITY

3 weite, sehr vermehrte Auflage.

Mit hoher geistlicher Genehmigung.

Paderborn.
Verlag von F. Schöningh.

1851,

(32B6

Bemerkung des Berlegere. Wenn für einzelne Pfarren oder Dekanate, wo das Buch eingeführt wird, nocy besondere Zusäße gewünscht werden, so ist der Verleger gern bereit, solche in gleichem Format gegen einen geringen Ersatz beidrucken zu lassen. Für baldiges Erscheinen der Melodieen wird Sorge getragen; übrigens sind die Melodieen von einem so großen Theile der Lieder allgemein bekannt oder doch in bereits erschienenen Melodieenbüchern enthalten, daß einem sofortigen Gebrauche des Budzes von dieser Seite nichts im Wege steht.

Der Preis des Buches ist einzeln genommen 12 Sgr.; in Partieen von 50 Egemplaren kostet jedes in der Verlagshandlung nur 9 Sgr.

Die größere Ausgabe kostet 20 Sgr.; in Partieen von 50 Gremplaren in der Verlagshandlung nur 16 Sgr. Sie enthält außer feinerem Papier und Stahlstich die sonn- und Festtäglichen Evangelien und Introitus (legtere zu Latein und Deutsch) nebst mehreren Episteln und lateinischen Liedern.

Auswärtige Buchhandlungen müssen bei Partiebestellungen Portoauslagen berechnen.

Auf Verlangen werde ich auch gern einen guten und wohlfeilen Einband zu dem Buche besorgen.

Drud von Velhagen und Alasing in Bielefelb.

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Die Vorrede zur ersten Auflage enthielt die ausführliche Darlegung alles deffen, was zur Bearbeitung und Herausgabe des Buches Veranlafsung gegeben, und dabei als maßgebend betrach tet worden. Sie verbreitete sich über das Wesen und den Mittelpunft des fatholischen Gottesdienstes; über seinen, der Kirche entsprechenden Charakter als eines einigen, heiligen, allgemeinen und apoftolischen; über feine einzelnen Theile und Formen; über den Unterschied der priesterlichen Verrichtungen und der Volks: andachten; über die Bedeutsamkeit und Nothwendigkeit des Lateinischen; über das Wesen, die Geschichte und den Gebrauch des deutschen Kirchenliedes; über den Werth der alten Lieder und über deren Bearbeitung in dem gegenwärtigen Buche. Die Grund: fäße find unverändert dieselben geblieben, und durften sich in ihrer Anwendung zum Theile noch schärfer abprägen; namentlich find die Lieder an manchen Stellen noch mehr auf das Alte wieder zurücgeführt, wogegen einzelne, obgleich ziemlich verbreitete neuere lieber gänzlich zu tilgen man sich gedrungen fühlte. Ueberdies find die Lieder um mehr als 160 bereichert worden, der Ueberzeugung gemäß, daß der Schaß der Lieder mit besonderer Sorgfalt zu wahren sei, und daß dieselben nicht etwa bloß den nothwendigen Bedarf für den Gesang zu liefern haben, sondern daß fie auch ungesungen die Gebete gleichsam ergänzen und be: leben müflen. Wozu würde das Brevier zusammenfallen, wenn ihm die Psalmen und Hymnen genommen würden? Abgesehen von dem Eindringlich - Bleibenden der gebundenen Rede: wie manches läßt sich im Liede zum Herzen führen, was im Gebete keinen Halt finden kann! Wer möchte die findliche Lieblichkeit des Weihnachtsfeftes in seiner Erbauung entbehren; aber wer mag fie in die Form eines Gebetes bringen, ohne Gefahr zu laufen, den Ernst und die erschütternde Érhabenheit des Weihnachtsgeheimnisses, wie es die Kirche auffaßt, zu erniedrigen, und in Wahrheit nicht mehr zu beten. Das Lied dagegen hat

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seine eigene Schwebe, worin es jeden trägt und hält, der sich ihm anvertraut. Daß aber gerade jedes Lied auf einen jeden und unter allen Umständen dieselbe Wirkung übe, wird nicht erwartet, weder in Tert, noch in Melodie. Gerade die lieblich ften Weihnachtslieder dürften wohl, wenn sie von einem fräftigen Männerchor in sogenannter Kunstgerechtigkeit vorgetragen würden, fast wie eine Parodie erscheinen, während sie im Vollsgesang unwiderstehlich sind. Ueberdies aber ist auch der wirfliche Werth der Lieder verschieden, und bei manchen, namentlich neueren, war es zunächst die allgemeine Verbreitung, welche ihrer Aufnahme, sowie der Belassung einzelner Ausdrüde Vorschub leistete oder Nöthigung gab.

Bei so großer Anzahl der Lieder war es um so nothwendiger, dem einzelnen seine Selbständigkeit zu schüßen und ihm gleichsam ein Antliß zu geben. Anordnung und Ueberschriften dienen diesem Zwede, wollen aber durchaus nicht den Anspruch machen, die ganze Eigenthümlichkeit des jedesmaligen Liedes zu erschöpfen. Uleberdies ist bei der Anordnung auch darauf Rüdficht genommen worden, daß außer den fünf deutschen Singmessen (S. 303) auch noch für die einzelnen Zeiten und Gelegenheiten besondere Meßgesänge mit Leichtigkeit ausgewählt werden können. Jedoch wird aller abgeriffene Strophengesang nie das leisten, was des Liedes wahrer Beruf ist, indem dasselbe nur als Ganzes feinen Lebensfern mittheilen kann. Wo daher die Umstände nur wenige Strophen zulassen, soll der Gläubige fich gewöhnen, die übrigen Strophen betend beizufügen. Im lateinischen Hochamt ist besonders beim Dffertorium, nach der Wandlung und am Schlusse das deutsche Lied an seiner Stelle; und auch in Stilmessen wird bei diesen Theilen am geeignetsten ein Wechsel des Gesan: ges eintreten, und nach ihnen der Charakter des Liedes fich beftimmen.

Die Erweiterung der Gebete ist noch bedeutender als die der Lieder, und ist namentlich in diesem Theile auf vielseitige Wün: sche dankbar und bereitwilig Rücficht genommen worden. Die in der vorigen Auflage nur angedeuteten oder durch Verweisung zersplitterten Andachten find hier zusammengestellt, ausgeführt und mit neuen vielfach vermehrt worden; insbesondere aber wurde erstrebt, das Kirchenjahr in seiner geheimnißreichen Größe fich vor dem Gläubigen entfalten zu laffen. Kurz, es ist nunmehr alles auf den praktischen Gebrauch hingeleitet, während die erste Auflage zunächst nur in der Anbahnung der innern Form ihren

Beruf hatte. In wie fern jedoch die einzelnen Andachten auch wirklich zu öffentlichem Gebrauche angewandt werden können, wird von Umständen abhangen; in vielen Fällen wird außer den Bruderschaften immer die einfachste Form einer öffentlichen Andacht bleiben: Rosenfranz mit Litanei und besondern Inten: tionegebeten, wozu dann der Gefang die nöthige Mannigfaltigkeit zu bieten reichlich im Stande ift.

Dieser praktische Beruf, den das Buch nunmehr in seiner Geftaltung vorgekehrt hat, ist es aber auch, was mich in seinem Anblide fofort an heilige Stätte verseßt und gleichsam verbietet, lange in der Vorhalle zu weilen und zu Besprechungen einzuladen. Viel sind der Fäden, womit das Ganze durchwoben ist, aber fte wollen ja nichts anders, als zusammenkommen in der Stille der Herzen, und darum wird gérne verzichtet auf ihre Offenlegung, und lieber eingestimmt in den heilen Klang von oben, der in dieser heiligen Zeit zuerst erschollen: „Ehre set Gott in der Höhe, und Friede den Menschen auf Erden!.

Bedburg, Weihnachten 1850.

H. B.

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225.

Berichtigungen.
Seite. Zeile.
196. 37 lieb: zu gutem Werte, statt zu guten Werken (reimstörens).

2 credentibus regna coelorum.
276. 8 Nicäno - Constantino politan ilde.
279. 34 dicentes ftatt discentes.
282. 31 sicut et statt sicut es.
298. 22 Memento ftatt Momento. Ebenso S. 291.
413. 34 þeiben fatt Hirten.
416.

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31 Freitage ftatt Feiertage. 485. 17 Mara ftatt Maria.

Andere, leidtere Versehen bebärfen wohl feines Radweises.

N

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