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Schon auf diesem Wagen, dem feurigen
Der Prophet über den Propheten, der Herr donnert,
Unser Väterchen fährt herum;
Festigt er das heilige göttliche Schloss.
Unter ihm das weisse muthige Ross;
Gut sein Ross geschmückt,
Mit goldenen Eisen beschlagen;
Schon auch dieses Ross nicht schlicht,
An dem guten Ross ein Perlenschweif,
Und ein Mähnchen, ein vergoldetes,
Ein mit dicken Perlen besetztes;
In seinen Augen der Muschelstein,
Aus seinem Mund das Feuer, die Flamme brennt.
Schon mit ihm wohl, dem muthigen, mit dem Pferde
Unser Erlöser fährt umher.
Er fährt umher mit goldenen Schlüsseln
An allen vier Seitchen,
In fremden Landen französischen,
Französischen und Irkutskischen;

Er anwarb die Heere die sehr weisen,
Die Reiterei die geistige.
Doch jetzt eben, Freunde liebe,
Hinrollte das schöne Sönnchen
Nach dem nördlichen Seitchen,
Nach dem nördlichen, nach dem Piter'schen.”
Bei dem Väterchen, dem Erlöser,
Bei dem zweiten Erretter
Unseren Seelen Auferstehung.
Schon begann unser Väterchen, das geborne,
Unser Herr, der Oberste, der theure
Mit seinen Heeren zu führen Heere,
Legte dar sein Jewängel,“ das erklärte, u. s. f.

Die Vorstellung der Gemeinschaft der Gottesmenschen und Skopzen unter dem Bilde von Heeren, welche von dem theuren Obersten, dem Väterchen angeworben und befehligt werden, ist in den Liedern der Irrgläubigen sehr gewöhnlich. Das Väterchen, ihr auserwählter Heerführer befehligt im siebenten Himmel die Heere der Verstorbenen und wartet auf den Eintritt der Lebenden in das himmlische Heer. Auch die eingeborne Mutter Gottes ist beständig in dem Heere anwesend und frohlockt mit dem geliebten israelitischen Heere. Ueberhaupt sind die Gottesmenschen und Skopzen die Stärke und die Heere“, welche auf die Zeit des Zuges zum schrecklichen Gerichte, wenn Christus in die zarischen Städte mit den Heeren der Engel und Erzengel ziehen wird, warten. In der Offenbarung Johannis (19, 11) sitzt Christus auf einem weissen Pferde, welches Bild hier weiter ausgeführt wird.

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Erlaube, unser Erlöser,
Herr, Väterchen gebornes,
Deine Glocke zu läuten,
Den Paradiesvogel wegzulocken,
Für deine grossen Todeskämpfe
Entzündbare Thränen zu vergiessen,
Wie dich, unser Erlöser,
Schlugen, quälten die Juden,
Und alle bösen Pharisäer,
Keinen Platz in Russland gaben.
Auf deinen sehr reinen Leib
Hinflogen schwarze Raben,
Schlugen viele Wunden,
Schickten in ferne Lande,
In Irkutsk's Statthalterschaft.
Nicht ohne Noth auch kam es dir zu,
Die ganze Erde zu durchwandern
Mit deinen sehr reinen Füssen,
Alles unser, der Unwürd'gen willen.

Und heute noch der Erlöser,
Der Herr, das Väterchen das geborne
Unser, der Sündigen erbarmte sich,
In Russland uns er zeigte sich;
In dem berühmten Piter in der Stadt
Das Licht noch jetzt verbleibet.
Nach allen vier Seitchen
Das Licht mit den Augen siehet,
Seine Gnade sendet
Und mit dem Schutz beschützet:
„Schon ihr, Kindlein, gehet,
Keineswegs zaudert.
Es kommen, Freunde, solche Jahre,
Ich rolle fort in die zarischen Stämme,
Abstehen alle Ungeheuer;
Mit mir nehm' ich die Auserwählten,
Mit ihnen werd' ich frohlocken,
Die Sündigen werden bekümmert sein.
Nicht gleich die Zeit trifft sich,
Ein anderer Dieb auftritt;
Von dem Thore man ihn weist,
Wegen Unglaube man straft.“

Dieses Lied bezieht sich ebenfalls auf Seliwänow, den Stifter der Skopzensecte und dessen Rückkehr nach Petersburg. Juden, Pharisäer u. s. w. heissen bei den Skopzen und Gottesmenschen alle Rechtgläubigen und vornehmlich die Regierung und die Geistlichkeit. In seinen „Todeskämpfen“ (cTpaII) erzählt Seliwänow: Auf meinem Kreuze gaben mich die Menschen in die Hände der Juden. Und diese Juden veranlassten aus Hass meine Kindlein, mich zu halten. An der Stelle des Holzes hielt mich mein Söhnchen Jonuška, doch Uljan hielt das Köpfchen. – Ueberhaupt lieben es diese Irrgläubigen, ihre Christusse mit den Namen neutestamentarischer Personen, Ereignisse, Orte, Handlungen und anderer dem wahren Christus zukommender Dinge zu umgeben.

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In der Röthe, der Abendröthe
Die goldene Trompete tönte,
Die Getreuen, die Gerechten sie bemühte.
Vom Himmel das Mütterchen hüpfte,
In den heiligen Kreis sie wanderte,
Den Erwählten sie Nachricht gab,
Zu erwarten das Väterchen sie versprach,
Befahl Allen zu beten:
Bald das Väterchen sich zeigt,
Die schöne Sonne rollt dahin,
In David's Haus er sich niederlässt,
Auf dem Thron der Zar er wird,
Leuchtet auf uns mit Strahlen
Blickt das Väterchen mit den Augen,
Befreit uns Alle von Kummer.
In Cherubimflügeln er liegt,
Von seinen Todeskämpfen erzählt er,
Wie der Schöpfer litt von Geschöpfen:

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