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Ukas gemäss verfahre (wahrscheinlich, dass man sie verbrenne und ihre Asche in die Luft streue). Die Anhänger der Lehre der Gottesmenschen legen für Danila Filipow und Iwän Timoféjew ungewöhnliche Verehrung an den Tag. Die Tage, an welchen ihnen etwas Besonderes widerfuhr, werden von den Gottesmenschen gefeiert. Die Orte, an welchen sie lebten und wirkten, werden für heilig gehalten. Die Gegenstände, welche nach ihnen zurückgeblieben, werden als Heiligthümer bewahrt. Das Grab Iwän Timofejéwič's wurde auseinander genommen, die Ueberreste des Gewandes, der Hirtenstäbe und anderer Gegenstände, welche bei Beiden im Gebrauche waren, werden von den Gottesmenschen in Ehrfurcht aufbewahrt. Bis zu dem heutigen Tage wallfahrten sie nach dem Spasskischen Thore, an welchem Suslow gekreuzigt worden sein soll, und nach der Kirche des heiligen Nikola in Grači, wo er nach ihrer Ueberlieferung begraben ist. Suslow gab im Alter oder bei seinem Tode den Christustitel an einen neuen Betrüger, Namens Prokopi Danilow Lupkin ab. Dieser Lupkin war ein Schütze des Baturin'schen Regiments, welcher an dem Azow'schen Feldzuge im Jahre 1696 theilnahm. Nach Beendigung des Feldzuges kehrte das Heer mit Peter dem Grossen nach Moskau zurück. Bald nachher bildete sich bei den Schützen (Strelizen) eine Verschwörung gegen den Herrscher. Dieser versetzte daher dieselben nach den entfernten Städten zum Dienste und Einige zur Ansiedelung. Lupkin liess sich in NiZni Nowgórod, woher sein Weib Akulina Iwanowa gebürtig war, nieder. Lupkin machte sich sogleich zum Propheten der Gottesmenschen und begann, um seine Irrlehre zu predigen, in NiZni Nowgórod, Wladimir, Kostroma und anderen benachbarten Statthalterschaften umherzuschweifen. Zuletzt übersiedelte er nach Moskau, in welcher Stadt die Irrlehre in einem solchen Masse sich verbreitete, dass es daselbst schon vier Gotteshäuser gab. Lupkin vertrat in diesen die Stelle Suslow's und wurde von den Gottesmenschen als Christus, sein Weib aber als die Mutter Gottes anerkannt. Lupkin wurde um das Jahr 1717 gerichtlich verhört, doch weiss man nicht, was mit ihm nach dem Verhöre geschehen. Er lebte in Moskau noch bis zu dem Jahre 1732, in welchem Jahre er starb. Er wurde in dem Iwanow'schen Frauenkloster, in welchem damals die Mutter Gottes der Gottesmenschen, die Nonne Anastasia, lebte, begraben. Bald nach dem Tode f.upkins wurden dessen Anhänger in Folge der Anzeige des Strassenräubers Karaulow entdeckt. Es wurde die betreffende Untersuchung geführt, und es zeigte sich, dass es in Moskau vier Häuser gebe, in welchen Ungebührlichkeiten verübt wurden und an Festtagen Leute verschiedener Classen, Mönche, Nonnen und Andere nächtlich sich versammelten. Unter diesen Leuten wurden Einige zu Oberen gewählt und sassen auf den vorderen Plätzen, während die Uebrigen auf Bänken sassen. Die Letzteren begaben sich zu den Ersteren, verbeugten sich bis zur Erde, küssten ihnen die Hände, sammelten Geld und gaben dieses ab. Andere unter ihnen weissagten. Man entdeckte ferner, dass die Anführerin dieser Leute Nastasija, eine Nonne aus dem in Moskau befindlichen Iwanow'schen Frauenkloster, war und dass auch zwei Nonnen und ein Mönch waren, welche die zu ihnen kommenden Leute durch falsche Weissagungen anlockten und ihnen statt des heiligen Abendmahles in Stücke zerschnittenes Brod reichten und aus einem Trinkglase Kwass, bisweilen auch Wasser, zu trinken gaben. Auf höchsten Befehl wurde im Jahre 1733 in Petersburg eine Commission zur Untersuchung der Lehre und der Handlungen dieser Irrgläubigen ernannt. Es zeigte sich, dass in vergangenen Jahren sowohl in Moskau, in dem Iwanow'schen Frauenkloster, als an verschiedenen anderen Orten Versammlungen stattfanden, woraus man schloss, dass noch über die früher bekannt gewordene Zahl (acht und siebzig Menschen) viele Menschen geistlichen und weltlichen Standes, beiderlei Geschlechtes, dieser Secte angehören. Ueber ihre Lehre und gottesdienstlichen Gebräuche kam Folgendes zu Tage: In irgend einem Hause versammelten sich Irrgläubige zum Gebete. Daselbst sassen die Männer auf der einen Seite, die Frauen auf der anderen. An der vorderen Ecke sassen gewöhnlich der Prophet und die Prophetin. Nachdem man hierauf den Segen bei dem Propheten und der Prophetin mit tiefer Verbeugung und Handkuss empfangen, führten die Gottesmenschen einen Tanz in der Ueberzeugung und mit der Versicherung der Anderen auf, dass sie zu diesem Tanze der heilige Geist ermuntere. Einige schlugen sich bei dem Tanze mit Stöcken und Ketten. Nach dem Tanze weissagten, als ob von dem göttlichen Geiste bewegt, einige Männer und zuweilen auch Frauen. Sie schmähten die Ehe, indem sie diese für schändlich und für eine grosse Sünde hielten. Desswegen befahlen sie auch den Unverheirateten, welche sich zu ihrer Lehre bekehrten, niemals zu heiraten, den Verheirateten aber, sich von den Frauen zu trennen. Sie schmähten und verwarfen das von der rechtgläubigen Kirche eingeführte heilige Abendmahl. Statt dessen verabreichten die Propheten und Prophetinnen ihren Anhängern Stücke einfachen Brodes und Kwass oder Wasser. Sie erachteten die Taufe zur Erlangung des Heiles für unzureichend, indem sie dieselbe eine einfache Wassertaufe nannten, und versicherten, dass einem Jeden zur Erlangung des Heiles der Empfang der geistigen Taufe, d. i. die Theilnahme an ihren gottesdienstlichen Versammlungen, unentbehrlich sei. Sie versicherten, dass alle alten Kirchenväter gerade so, wie sie, die Gottesmenschen, es thun, ihre Seele gerettet hätten. Nach den gottesdienstlichen Versammlungen gingen die Irrgläubigen selten auseinander und nach Hause. Gewöhnlich übernachteten sie auch in den für diese Versammlungen bestimmten Häusern, in welchen eine Menge Bettstätten für die zum Gebete Herbeigekommenen hingestellt waren. Hier überliessen sich Männer und Weiber gräulichen Sittenlosigkeiten. Jeden, der zu ihrer Irrlehre verleitet wurde, verpflichteten sie, eidlich vor dem Heiligenbilde zu bekräftigen, dass er ihre Ueberlieferung als sehr fromm und gottgefällig annehme, niemals davon abweichen und nichts von dem, was in ihren Versammlungen vorgeht, Jemandem entdecken werde. Um sicherer ihre Geheimnisse zu verbergen, erlaubten sie, dass man, gegen das Versprechen übrigens, nichts Irrgläubiges zu verrathen, bei den rechtgläubigen Priestern beichte und das heilige Abendmahl in der rechtgläubigen Kirche empfange. Endlich gestanden die Propheten und Prophetinnen vor der Commission, dass sie die Einfalt und die unbedingte Unterwerfung ungebildeter und unwissender Menschen sich zu Nutzen machten und sich bereicherten. Vor einer späteren, im Jahre 1745 zusammentretenden Untersuchungs-Commission machte der Mönch Wärlaam Fodotow in seinem Verhöre die folgenden Angaben über die in den früheren Versammlungen stattfindenden Vorgänge:

Vorerst wurde einem Jeden ein Eid auferlegt, bei welchem er das Kreuz küsste, und welcher bekräftigte, dass man somit in diesen Versammlungen unwandelbar sein und von diesen Versammlungen weder seinem Beichtvater noch dem leiblichen Vater etwas bekannt geben, wenn man ihn aber wohin nehmen sollte, er Knute und Feuer ertragen und sein Haupt dabei hinzulegen werde.

Hierauf setzte man sich auf Bänke, die Männer zur rechten, die Frauen zur linken Seite und sang die Verse: Gib uns, Herr! Gib uns, Gottessohn! Erbarme dich unser, hochheilige Mutter Gottes! Erbitte um uns deinen Sohn und unseren Gott, dass er durch dich rette unsere Seelen, die viel sündigenden auf Erden. – Während dieses Gesanges sprangen die Nonnen des Iwanow'schen Klosters: die später hingerichtete Marija Trofimowa und die später gezüchtigte Anna Iwanowa von den Bänken auf und schwangen die Arme, zitterten und drehten sich rings nach der Sonne. Bei diesem Zittern und Drehen sprachen sie jede für sich die Worte: Glaubet ihr uns in Wahrheit, dass in uns der heilige Geist sich aufhält? – Dieses sprechen sie nicht nach ihrem eigenen Verstande, sondern durch den heiligen Geist.

Nachdem die erwähnte Nonne Anna von einem Tische eine hölzerne Schale, in welcher sich in Stücke geschnittenes Brod befand, genommen, nahm auch die Nonne Wéra von demselben Tische einen hölzernen Bauernkrug (6poTHHa) mit Kwass. Sie hielten es in den Händen. Die Nonne Wéra nahm von der Wand ein kupfernes Kreuz und tauchte es dreimal in diesen Kwass. Die Nonne Anna gab hierauf allen Anwesenden, unter ihnen Warlaam, je ein Stück Brod. Nachdem man dieses Brod gegessen, ging man zu der Nonne Wëra, welche Allen von diesem Kwass zu trinken gab. Bei dieser Vertheilung des Brodes und dem Trinken des Kwass sprachen diese Nonnen zu Allen, unter diesen auch zu Waraam: Nehmet dieses anstatt des heiligen Abendmahles. Auf das Gebot Wéra's fielen Alle, auch Waraam, der genannten Anna zu Füssen, verehrten sie, indem sie sich bekreuzten, als eine Heilige und küssten diesen Bauernkrug, an welchem sich gar keine Abbildung befand.

Nach Verrichtung dieser Uebelthat sahen Warlaam und die übrigen Theilnehmer den falschen Christus Prokoki Lupkin kommen. Sie sprangen seinetwegen von den Bänken auf, schwenkten die Arme und riefen mit lauter Stimme: Zar! Zar! Alle Anwesenden und Wardaam gingen auf diesen Lupkin, den sie als Christus verehrten, in grossem Schrecken zu, fielen ihm, indem sie sich bekreuzten, einzeln zu Füssen und küssten ihm die Hand.

Als diese Verbeugungen zu Ende waren, drehte sich Lupkin im Kreise herum, die Uebrigen und Waraam gingen um ihn einer hinter dem anderen auch im Kreise herum, wobei sie emporsprangen. Sie nannten dieses das Schiff (Kopa6 Ib) und die zweite Taufe. Zugleich sprachen sie: Die erste Taufe geschah bei uns durch Wasser, doch jetzt geschieht bei uns die zweite Taufe durch den heiligen Geist, und wer durch diese zweite Taufe nicht getauft wird, der wird in das Himmelreich nicht eingehen.

Während dieses Herumdrehens im Kreise sprach Lupkin: Grosser Zar und grosser Gott! – Jedoch in Bezug auf wen dieses gesprochen wurde und kraft welcher Gewalt, wurde von ihm nicht gesagt. Hierauf drehte sich Wardaam auf die nämliche Art herum, wie Lupkin, nur drehte er sich schweigend. Die Vorsteher und Lehrer in diesen Versammlungen waren Alexei Trofimow, Prokópf Lupkin und die genannten Nonnen Anna und Wéra.

Die Untersuchung der Commission des Jahres 1733 endete damit, dass viele Irrgläubige, zur Ermahnung den Seelenhirten übergeben, aufrichtig in den Schooss der rechtgläubigen Kirche zurückkehrten, Andere wegen ihrer schweren Schuld, wegen Verführung einfältiger Christen mit der Knute gezüchtigt und verbannt wurden. So die gewesenen, nachher entweihten Nonnen Katerina Larionowa, Awdotja Michaikowa, Aksinija Jakowlewa und Akulina Iwanowa, welche nach Züchtigung mit der Knute nach dem Frauenkloster der Tobolkskischen Eparchie zu schwerer Arbeit verwiesen wurden. Um sie der Mittel zur Verbreitung der Irrlehre zu berauben, ward befohlen, dass man nirgendshin und niemals sie herauslasse, dass sie Briefe weder an Jemanden schreiben, noch dass Jemand ihnen solche geben dürfe, eben so, dass unter einander sich zu sehen, ihnen durchaus nicht erlaubt sei. Endlich wurden die Häupter der Irrgläubigen, ihre Mutter Gottes, die Nonne Nastasja, dann die entweihte Agafja Karpowa, ihre Propheten, der Filaret von dem WysokoPetrow'schen Kloster in Moskau, nach Entweihung Fodor Murätin, der Priestermönch Tichon, nach Entweihung Timofei Strukow und einige wenige Andere mit dem Tode bestraft. Doch durch solche strenge Massregeln konnte der Irrglaube nicht völlig vernichtet werden. Die heilige Synode ergriff auch später diese strengen Massregeln, da, wie man sich ausdrückte, jener Irrglaube noch seine Ueberreste habe, jenes Böse bereits in vergangenen Jahren zu wachsen begonnen und die Aussäung des Unkrautes nicht an einem, sondern an vielen Orten stattgefunden habe. Die Synode überzeugte hierauf die Kaiserin Anna Iowanowna von der Nothwendigkeit, eine Kundmachung zu erlassen, welche allen Anhängern der Irrlehre, im Falle dass sie sich meldeten und ihre Schuld bekennten, volle Straflosigkeit zusicherte. Es erschienen demnach im Drucke mehrere Ukase, welche den Irrgläubigen als Frist zur Selbstanzeige den Monat Jänner des Jahres 1735 bezeichneten. Ueber den Erfolg dieser Massnahmen wurde nichts Gewisses bekannt. Es wird jedoch angegeben, dass die Gottesmenschen ohne Zweifel dadurch geängstigt wurden und vielleicht für eine Zeit ihre gottesdienstlichen Versammlungen unterbrachen. Unzweifelhaft sei es auch, dass die Irrlehre nicht verschwand, vielmehr in kurzer Zeit bedeutend erstarkte. Als neuer falscher Christus der Gottesmenschen erschien jetzt ein gewisser irrsinniger Andrei Petrow, welcher ebenfalls in Moskau lebte und daselbst seine Lehre predigte. Ueber die Entdeckung und Bestrafung desselben führt Herr Dobrotwórski aus der Geschichte Iwàn Käins, eines namhaften Betrügers, später Diebsfängers in Moskau, mehrere Stellen an. Im Jahre 1745 fuhr Káin längs der Moskwa und sah ein betrunkenes Weib in der Strasse liegen. Er befahl, dass man sie nehme und zu ihm in das Haus bringe. Das Weib, welches sehr betrunken war, sagte, dass sie etwas wichtiges wisse. Ausgeschlafen, sagte das alte Weib: Ich bin eine Kaufmannsfrau und heisse Fodosja Jakowlewa. Ich habe anzuzeigen, dass ich eine grosse Menge Irrgläubiger und Ketzer kenne, welche sich oft zur Verübung gesetzloser Dinge in einem Hause versammeln und ihre gottlosen Dienste dem falschen Christus Andriuska weihen. Dieser stellt sich stumm und geht in den Strassen Sommer und Winter barfuss und in einem Hemde einher. Desswegen halten ihn Viele für einen Heiligen, und er hat auch wegen solcher verstellter Heiligkeit Zutritt in viele vornehme Häuser. – Das Weib schrieb darüber ein Zettelchen Man stellte Nachforschungen an, verhaftete den Kaufmann Grigóri SapóZnikow, Haupturheber der Irrlehre, und begann Andriuška aufzusuchen. Er zeigte sich in Petersburg. Dort verhaftete man ihn und stellte ihn nach Moskau. Kraft der Knute öffnete er den verstellter Weise stummen Mund, und er war gezwungen, alle seine abscheulichen und gotteswidrigen Handlungen einzugestehen. Wegen genauester Untersuchung wurde eine besondere Commission angeordnet, vor welche vierhundert sechzehn von dieser Irrlehre angesteckte Menschen männlichen und weiblichen Geschlechtes gestellt wurden. Die Commission erfuhr, dass bei dem neuen falschen Christus die Gottesmenschen ihren Gottesdienst gerade so, wie früher verrichteten und dass sie diese Sache als göttlich, als wahrhaftig erkannten. Einer der Hauptsectirer, der Priestermönch Waraam erzählte von sich, dass nach der Veröffentlichung des Ukases vom Jahre 1734 und der über die gotteswidrigen Versammlungen stattgehabten Untersuchung, er bei seinem (Warlaams) mit dem Oblatenbäcker Waraam erfolgten Wiedereintritte in eine solche Secte, er mit dem Oblatenbäcker erwogen und bekräftigt habe, dass er bei diesem Uebereinkommen unzweifelhaft verbleibe. Er habe diese Sache auch bei früheren in den Versammlungen vorgekommenen Handlungen als eine wahrhaftige göttliche erkannt. Die hingerichteten und die in die Verbannung geschickten Menschen habe man als Heilige und Märtyrer hingestellt und verehrt. Die Versammlungen nenne man wahrhaftige und nicht gotteswidrige, sondern seelenrettende und eine geheime Gesellschaft der Kirchenväter. Ueber die von der Regierung gegen dieses Uebel ergriffenen Massregeln theile der Verfasser der Geschichte Káin's einige Nachrichten mit. Nach beendeter Untersuchung seien Andriuška und dessen Hauptmitschuldige auf der Zarinwiese mit der Knute geschlagen und nach Rogerwik (Baltischport) zur Zwangsarbeit geschickt, die Anderen nach Züchtigung mit Peitschen unter die Soldaten und Matrosen eingeschrieben, noch Andere, welche zu dem weiblichen Geschlechte gehörten, in die Fabriken überführt worden. Zwei Nonnen seien mit Peitschen geschlagen und in entfernte Klöster geschickt, die Uebrigen, welche aus blosser Einfalt und Dummheit Anhänger der Secte waren, seien nach Züchtigung mit Peitschen, Einige auch ohne Züchtigung, in Freiheit gesetzt und in die früheren Wohnorte geschickt worden. Jedoch einhundert fünf und sechzig Menschen, sowohl Lehrer als mit dieser Lehre Einverstandene, habe man noch nicht aufgefunden. Nach dem Tode Andrei Petrow's (Andriuška's) offenbarte sich nach dem Glauben der Gottesmenschen der Höchste auf dem Throne des Gerichtes, d. i. es offenbarte sich als Christus der Kaiser Petr Fodorówič der Dritte. Hier enden die fabelhaften Erzählungen der Gottesmenschen von ihren Christussen, und ihre Geschichte steht seit dieser Zeit in engem Zusammenhange mit derjenigen der von einem gewissen Iwänow Seliwánow gegründeten Secte der Skopzen oder Verstümmler (cKoIUH). Die letztgenannte Secte erkennt ebenfalls den Kaiser Petr den Dritten als Christus und beginnt mit ihm ihre Erdichtungen. Die Vorsteher der Skopzen nennen sich zwar bisweilen Christusse, sie geben sich aber diesen Namen nicht selbst, sondern erhalten ihn von dem rechtgläubigen gemeinen Volke, bei welchem die Secte ohne Unterschied die Gerten- und die Christussecte heisst, oder von ihren Anhängern, welche deren Lehre von den Beziehungen zu Christus unrecht verstehen. Die Vorsteher selbst nennen sich Propheten, Wallfahrer (6oroMo-Ib

und übergab es Käin. Denkschriften der phil.-hist. Cl. XXXIV. Bd. 20

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