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brauche ich mich vor dem Grabhügel nicht zu schämen. Hien hielt ihn für starkmüthig. Er gab ihm die Gattin und die Kinder zurück.

Als man bei der Feste von Niě anlangen sollte, bestieg Niě ein Pferd und warf sich laut wehklagend zur Erde. Das fliessende Blut erfüllte sein Antlitz. Nach Tschangngan gelangt, starb er zugleich mit dem späteren Gebieter.

Seine zu dem Geschlechte Lu gehörende königliche Gemalin verschenkte man an 1 Hð-sse-tsch'ing. Mit zerzaustem Haupthaar und schmutzigem Antlitz betete sie beständig, sprach nicht und lachte nicht. Ho-sse-tsch’ing liess sie frei. Sie wurde hierauf eine Nonne. Im dritten Jahre des Zeitraumes Khai-hoang von Sui (583 n. Chr.) reichte sie eine Denkschrift empor, worin sie den Kaiser Wen bat, Kiai und ihre fünf Söhne auf der nördlichen Ebene von Tschang-ngan begraben zu dürfen.

Tschi, König von Kao-yang. Tschị, König von Kao-yang, war der eilfte Sohn des Kaisers Schin-wu. Er wurde im ersten Jahre des Zeitraumes Thien-pao (550 n. Chr.) in das Lehen eingesetzt. Im zehnten Jahre desselben Zeitraumes (559 n. Chr.) wurde er allmälig zu der Stelle eines Gebietenden der obersten Buchführer versetzt. Durch Lügenhaftigkeit und Schmeichelei erlangte er die Gunst Wen-siuen's. Die Leute der Umgebung des Kaisers handhabten den Stock und schlugen damit die Könige. Die Kaiserin war sehr darüber ungehalten.

Der Vater der königlichen Gemalin Tschi's, der das Kriegsheer beschützende älteste Vermerker Ź Tschang-yen-tschi, begegnete einst Tschỉ auf dem Wege und verbeugte sich vor ihm. Tschỉ war gegen ihn nicht artig. Der Kaiser fragte ihn um die Ursache. Tschỉ antwortete: Er ist ein Mensch ohne amtliche Verrichtung. Wozu brauchte man gegen ihn artig zu sein? Der Kaiser ernannte jetzt Tschang-yen-tschi zum stechenden Vermerker von Siü-tscheu.

Als Wen-siuen starb, war Tschỉ zugleich Vorsteher der Schaaren. Er führte die Flötenspieler des Hartriegelpalastes hinzu und sagte: Kennt der Höchstgeehrte ziemlich mich, den Diener oder nicht? Ferner rührte er Trommeln von Hu und führte Musik auf. Die Kaiserin liess ihm hundert Streiche geben. Nach nicht langer Zeit starb er.

Die Kaiserin wehklagte über ihn und sprach traurig: Ich fürchtete, er werde es nicht zu Stande bringen. Welche Zeit war es, den Stock zu geben? Er trug Wunden davon und ist gestorben.

Im Anfange des Zeitraumes Khien-ming (560 n. Chr.) verlieh man Tschỉ nachträglich eine entlehnte gelbe Axt, ferner die Stellen eines grossen Lehrmeisters, eines Vorstehers der Schaaren und eines die Sachen des obersten Buchführers Verzeichnenden. Sein Sohn £ * Sse-I empfing die Lebenstufe.

1 Er wurde sammt allen Nachkommen des Kaisers Schin-wu zum Selbstmord verurtheilt.

Thsi, König von Po-ling. Thsi, König von Po-ling, war der zwölfte Sohn des Kaisers Schin-wu. Er wurde im ersten Jahre des Zeitraumes Thien-pao (550 n. Chr.) in das Lehen eingesetzt.

Er folgte einst dem Kaiser Wen-siuen auf dessen Umzügen und Reisen. Unterwegs dachte er an die Kaiserin. Er entlief sofort, um heimzukehren. Der Kaiser war erzürnt und zückte über ihm die blosse Klinge. Thsi gerieth dadurch in Schrecken und Furcht. Er gelangte zuletzt zu der Stufe eines grossen Beruhigers.

Im Anfange des Zeitraumes Ho-thsing (562 n. Chr.) trat er aus und wurde stechender Vermerker von Ting-tscheu. Im fünften Jahre des Zeitraumes Thien-thung (569 n. Chr.)" befand er sich in dem Landstriche und sagte zu einem Menschen: Nach meiner Berechnung soll die Reihe auch an mich kommen. Der spätere Vorgesetzte erfuhr dieses und liess ihn heimlich durch einen Menschen tödten.

Man verlieh Thsi nachträglich eine entlehnte gelbe Axt, sowie die Stellen eines grossen Beruhigers und eines die Sachen des obersten Buchführers Verzeichnenden. Sein Sohn Tschi empfing die Lehenstufe.

Ying, König von Hoa-schan.

Ying, König von Hoa-schan, war der dreizehnte Sohn des Kaisers Schin-wu. Derselbe wurde im ersten Jahre des Zeitraumes Thien-pao (550 n. Chr.) in das Lehen eines Königs der Landschaft Sin-p'ing eingesetzt. Im neunten Jahre desselben Zeitraumes (558 n. Chr.) veränderte man sein Lehen zu demjenigen eines Königs von Nganting. Im fünfzehnten Jahre desselben Zeitraumes (564 n. Chr.) wurde er in das Lehen eines Königs von Hoa-schan eingesetzt. Er gelangte zuletzt zu der Stufe eines Gebietenden der Bücher der Mitte und eines stechenden Vermerkers von Thsi-tscheu. Man fügte hierzu noch die Stelle eines grossen Zugegebenen.

Er starb in dem Landstriche. Man verlieh ihm nachträglich die Stellen eines Reichsgehilfen, eines grossen Lehrmeisters und eines verzeichnenden obersten Buchführers.

Ying war unter allen Königen der schwachsinnigste. Seine zu dem Geschlechte I Wang gehörende königliche Gemalin war die Tochter I Wang-ki's, Pferdewäschers des grossen Sohnes. Dieselbe hatte mit einem Leibdiener ein geheimes Verständniss. Ying wusste es, war aber nicht fähig, Schranken zu setzen und zu wehren. Als die Sache später entdeckt ward, wurde die zu dem Geschlechte Wang gehörende Königin mit dem Tode beschenkt. Eine höchste Verkündung befahl, Ying hundert Stockstreiche zu geben. Seine Einfältigkeit war von solcher Art.

Jun, König von Fung-yi. Jün, König von # Fung-yỉ, war der vierzehnte Sohn des Kaisers Schin-wu. Er war noch sehr jung, als Schin-wu rühmend von ihm sagte: Dieser ist in meinem

1 Dieses war zu den Zeiten des späteren Vorgesetzten.

Hause das Füllen der tausend Li. Im Anfange des Zeitraumes Thien-pao (550 n. Chr.) in das Leben eingesetzt, erhielt er nach der Reihe den Rang eines Angestellten der Erdstufe des grossen Wandels auf dem nordöstlichen Wege, eines Vorgesetzten des Pfeilschiessens zur Rechten, eines allgemeinen Beaufsichtigers und stechenden Vermerkers von Ting-tscheu.

Jün war schön von Gestalt und Erscheinung. Als er vierzehn bis fünfzehn Jahre alt war, schlief seine Mutter, die zu dem Geschlechte 1 Tsch’ing gehörende Königin, mit ihm gemeinschaftlich. Sie stand in dem Rufe, sich in Unreinheit mit ihm abgegeben zu haben.

Als er erwachsen war, wachte er lauteren Sinnes über das Richtige. Er vertraut mit den Geschäften der Angestellten, so dass er Heimlichkeiten und Lügen entdeckte. Die ränkevollen Angestellten konnten durch nichts ihre Gesinnungen verbergen.

Der das Sammelhaus Eröffnende I je v Wang-hoei-lo machte mit State To-ku-tschi, grossem allgemeinen Beaufsichtiger von * Lồ-tscheu, Eingriffe in die obrigkeitlichen Felder und Beide nahmen Bestechungen an. Jün untersuchte und erhob diese Sache. Diese zwei Menschen sagten in einer Denkschrift, der König schicke die Angestellten der Erdstufe hinaus und lasse sie den alten Erdaltar des Kaisers Wen von Wei ersteigen. Er blicke in die Ferne nach Süden und seufze. Man ergründe nicht seine Absicht.

Kaiser Wu-tsch’ing liess Tī Yuen-wen-yao sich in den Landstrich begeben und den folgenden höchsten Befehl verbreiten: Der König von Fung-yỹ war in seiner Jugend ein wenig sorgfältig und aufmerksam. In dem Landstriche that er nichts gegen die Gesetze. Ich, der Kaiser, glaube dieses fest. Er besteigt Höhen, blickt in die Ferne und sieht, wie die gewöhnlichen Gesinnungen der Menschen beschaffen. Die Classen der Ratten wollen ihn geringschätzen, dazwischen zusammenfügen, durch Krümmen Augenbrauen und Augen hervorbringen.

Hierauf wurde Wang-hoei-lo zu zweihundert Peitschenhieben, To-ku-tschi zu hundert Stockstreichen verurtheilt. Jün wurde demzufolge Gebietender der obersten Buchführer, leitender kleiner Lehrmeister des grossen Sohnes. Er wurde dann nach der Reihe Vorsteher der Schaaren, grosser Beruhiger, grosser Vorsteher der Pferde, Landpfleger von Sse-tscheu, grosser Beschützer, Leitender der Erdstufe des Wandels auf dem Wege von Ho-nan und verzeichnender oberster Buchführer. Zudem wurde er in das Lehen eines Fürsten der Landschaft Wen-teng eingesetzt. Sodann grosser Lehrmeister und grosser Vorgesetzter, wurde er wieder stechender Vermerker von Ting-tscheu.

Als er starb, verlieh man ihm nachträglich eine entlehnte gelbe Axt und die Stelle eines Reichsgehilfen zur Linken. Sein Sohn et Meu-te erhielt die Nachfolge.

Hiao-yũ, König von Ho-nan.

* Hiao-yü, König von Ho-nan, war der älteste Sohn des Kaisers Wen-siang. Er wurde anfänglich in das Lehen eines Fürsten der Landschaft Ho-nan eingesetzt. Als Thsi die Altäre der Landesgötter in Empfang nahm, beförderte man ihn hinsicht

lich der Lehenstufe zu einem Könige. Er gelangte der Reihe nach zu der Rangstufe eines Gebietenden der Bücher der Mitte und eines Landpflegers von TJ Sse-tscheu.

Hiao-yü wurde ursprünglich in dem Palaste des Kaisers Schin-wu auferzogen und stand mit dem nachherigen Kaiser Wu-tsch'ing in gleichem Alter. Beide liebten einander. Als man tage Yang-yin und Andere hinrichten lassen wollte, nahm Hiao-yü an dem Anschlage Theil.

Nachdem Wu-tsch’ing zu seiner Stufe gelangt war, behandelte er Hiao-yü besonders ausgezeichnet. Als der Kaiser sich in Tsin-yang befand, schrieb er Hiao-yü eigenhändig einen Befehl, in welchem es hiess: Ich trinke in Fen und Tsching zwei Becher. Ich fordere dich auf, in Niě zwei Becher einzuschenken. – Die nahe Beziehung und die Liebe war von solcher Art.

Hiao-yü war gross und wundervoll von Gestalt, ausgesucht glänzend, männlich und kühn. Er war bescheiden, aufmerksam, hochherzig und ernst. Zugleich liebte er das Lernen der Schrift und das Lesen der Bücher.

Kaiser Wen-siang hatte früher im Osten von Niě. Berge aufgeworfen und Teiche gegraben. Er wanderte umher, um die Gewohnheiten der Zeit zu sehen, und ward davon berückt. Hiao-yü baute hierauf in seinem Wohngebäude Wasserhallen und Drachenschiffe. Indem er Fahnen und Lanzen auf die Schiffe pflanzte, versammelte er öfters die jüngeren Brüder, veranstaltete Feste nebst Pfeilschiessen und vergnügte sich. Kaiser Wu-tsch’ing besuchte das Wohngebäude Hiao-yü's und fand daran Gefallen. Deswegen füllte er den rückwärtigen Garten mit Kleinoden. In Folgė dessen bewunderten es Vornehme und Geringe und ahmten es nach. Man führte allerorten Bauwerke auf.

Kaiser Wu-tsch'ing liess immer tal + W Ho-sse-khai und die Kaiserin von dem Geschlechte Hu einander gegenüber sitzen und das Puffspiel spielen. Hiao-yü machte dagegen Vorstellungen und sprach: Die Kaiserin ist die Mutter der Welt. Sie darf nicht die Hand eines Dieners und Untergebenen berühren. Der Kaiser beherzigte dieses sehr.

Später sagte er wieder, der Vater des Königs der Landschaft Tschao sei gestorben. Wenn man seinetwegen keinen höchsten Befehl erlasse, könne er nicht als Verwandter betrachtet werden. In Folge dessen blickten 7 Jui' und Ho-sse-khai mit den Augen seitwärts.

Ho-sse-khai sprach hierauf heimlich von der Verschwendung Hiao-yü's. Auch Jui sagte, in Schan-tung höre man blos von dem Könige von Ho-nan, man höre nicht, dass es denjenigen, vor dem wir unter den Stufen stehen, gebe. Der Kaiser hatte demzufolge Abneigung gegen Hiao-yü..

Die Tochter des Geschlechtes * Ni-tschü hiess mit Namen Mo-niü. Sie diente ursprünglich der Kaiserin. Hiao-yü hatte früher mit ihr Umgang gehabt. Bei Gelegenheit der Vermälung des grossen Sohnes vermass er sich, in der Nacht mit ihr zu sprechen. Der Kaiser gerieth in grossen Zorn. Er liess ihn nach einander sieben und dreissig Becher Wein trinken. Hiao-yü war von Leib sehr dick, der Gürtel um seine Lenden mass zehn Umfassungen. Der Kaiser liess Hiao-yü durch # F Leutse-yan hinaustragen und in einem Wagen verschliessen. Als man zu dem Thore der

1 Jui ist e Leu-jui, ein Verwandter des Kaisers von mütterlicher Seite.

westlichen Blumen gelangte, wurde ihm heiss und unwohl. Er warf sich in das Wasser, und sein Leben verlöschte.

Man verlieh ihm nachträglich die Stellen eines grossen Beruhigers und eines die Sachen des obersten Buchführers Verzeichnenden. Sein Sohn El Hung-tsiè erhielt die Nachfolge.

Die Mutter Hiao-yü's war die Enkelin # # Sung-p'ien's, in Diensten von Wei obersten Buchführers von der Abtheilung der Angestellten. Ursprünglich die Gemalin tuf Pin's, zu den Zeiten der Wei Königs von Ying-tschuen, wurde sie von Kaiser Wensiang aufgenommen und gebar Hiao-yü. Als Hiao-yü in das Wohngebäude zurückkehrte, wurde sie die grosse Königin.

Die königliche Gemalin Hiao-yü's war die Tochter E \ Lu-tsching-schan's und die innere ältere Schwester der Kaiserin von dem Geschlechte Hu, Gemalin des Kaisers Wu-tsch'ing. Nach dem Tode Hiao-yü's wurde die zu dem Geschlechte * Sung gehörende grosse Königin von der zu dem Geschlechte Lu gehörenden Königin verleumdet. Kaiser Wu-tsch’ing tödtete sie.

Hiao-heng, König von Kuang-ning.

* Hiao-heng, König von Kuang-ning, war der zweite Sohn des Kaisers Wensiang. Man erhob ihn nacheinander zu dem Range eines Landpflegers von T Ssetscheu, eines Gebietenden der obersten Buchführer, eines Vorstehers der Räume, Vorstehers der Schaaren, eines verzeichnenden obersten Buchführers, eines grossen Heerführers und grossen Vorstehers der Pferde.

Hiao-heng liebte und belohnte die Menschen. Er durchging im Lernen die mustergiltigen Bücher und die Geschichtschreiber, setzte gern Schriften zusammen und besass Fertigkeit in den schönen Künsten. Er malte einst an die Wand des Gerichtssaales einen grünen Falken. Alle, die es sahen, hielten es für einen wirklichen Falken. Er verfertigte ferner Bildnisse der Männer des Hofes. Es war ebenfalls das Wundervollste und Ausgezeichnetste der damaligen Zeit.

Als der spätere Vorgesetzte, nachdem er geschlagen worden, von Tsin-tscheu nach Niě entfloh, pflogen in Folge einer höchsten Verkündung die Könige und Fürsten in der Glanz enthaltenden grossen Halle Rath. Hiao-yü äusserte als seine Meinung: Da der grosse Feind bereits weit vorgedrungen, die Sachen in Verwirrung, die Triebwerke verändert sind, lasse man den König von Jin-tsch'ing' die Streitmacht der Wege von posting Yeu-tscheu leiten, in E MT Yð-men eindringen und das Gerücht verbreiten, dass er nach # P'ing-tscheu eile. S N 1 Tð-ku-yung-niě leite die Streitmacht von Lo-tscheu, eile nach Thung-kuan und verbreite das Gerücht, dass er nach Tschangngan eile. Er selbst bitte, die Streitmacht des Umkreises der Mutterstadt leiten zu dürfen. Er werde an der Mündung des (+ ) Fu hervorbrechen und unter Trommelschlag in den Kampf ziehen. Wenn der Feind hören werde, dass im Süden und Norden Streitkräfte stehen, werde er von selbst sich auflösen. Ferner bat er, dass man die

| Kiai, König von Jin-tsch’ing, ist Gegenstand eines früheren Abschnittes.

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