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Erweichtes n scheint im Wortauslaute nicht regelmässig vorzukommen, wohl aber im Inlaute: cHHbo mil. 60, d. i. siño: sin cank. HobIIIT0, d. i. sasto, per-spis. IX.X. 73. mpeIIehjyBaM schäume ab. KHieT mil. 110. wird wohl zweisilbig zu lesen sein.

A. Im dslov. wird geschrieben: biruvanie. poroncsenie. prostenie neben trajene; denio t, ogan, ognio t, d. i. biruvarie. deño. oges, ogño.

B. In eigentlich bulgarischen Denkmälern: ToHesse, Bb Hero und -Hie bulg.-lab.

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tja geht durch tza in tša und in Folge der Metathesis in sta über: dass hier Metathesis eintritt und in tsa aus tza, kja nicht, hat wohl darin seinen Grund, dass sich dieses in einer älteren Periode der Sprache entwickelt hat als jenes: das höhere Alter des tsa aus kja ergibt sich daraus, dass kja in allen slavischen Sprachen dasselbe Resultat ergibt, während aus ja nicht nur tsa, Sta, sondern auch tsa usw. entsteht: bulg. plastam, aslov. plastaja. mastihamil. 390. In einer noch jüngeren Periode verschmilzt t mit j in tja zu einem Weichlaut, der lat. durch t, é ausgedrückt werden kann, kyrillisch jedoch durch Kj, Re, Ki bezeichnet wird: BeKE, Bekè bulg.-lab. brakja (brajtja kač. 248). cveke. treki mil. x0öxta domus dan. 6paha. UBèhe dod. Für t, é findet man t geschrieben: domatin, domatinka kaë. 18. 210. 552. 553. Man liest auch domačin 206. ée 553. Noch jünger als brafa usw. ist f in pet peé, im dod. Ilah, aslov. pat, via. Moleé Vinga ev. 47. ist aslov. moleste; bádeé 69. badaste; gréháé se sich wärmend 59. vergleiche man mit dem dslov. ograhuvant, das ich glaubte mit alb. nghroh calefacere vergleichen zu dürfen. Im Auslaute pámeé smróé Vinga: aslov. pamet, szmrzt. Man merke IIbTIoBe viae bulg.-lab.

Aus httjetB geht hastetz hervor, woraus bulg. Ste, Ste entsteht. Aus diesem wird dialektisch §e: §e koli, d. i. hastetz koljets, occidet per-spis. I. 172. Für se tritt in den Büchern der Propaganda aa, ria, d. i. za, ze, ée ein: waida ibo; für 2a ist in Vinga za üblich: koj ne vérva, za se udsádi qui non credit, condemnabitur. zg véze ligabo. An §e aus Ste möchte ich nicht zweifeln: dass jedoch Za, za aus Se hervorgehen, ist mir nur wahrscheinlich.

Auslautendes t fällt ab: tres arundo Vinga. cMacb, cIa/Iocb, cTapocb, paWocb zbor. 33. 35. 37. 57. Man beachte Xöata pó)).a. dan. Vergl. Grammatik 1. 367. 384.

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Ursprüngliches k kann in & (S), in c (ts) und in t, d. i. erweichtest, übergehen, das durch 6 bezeichnet werden kann, serb. durch h bezeichnet wird. Hinsichtlich der Verwandlung des k in ë und c steht das bulg. mit den übrigen slavischen Sprachen in den meisten Fällen im Einklang: eine Ausnahme bildet KoIUHHa, das auch in bulg.-lab. vorkommt: xaHISTe daselbst ist zu hajdut zu stellen. In der Verwandlung des k in é geht das Bulgarische seine eigenen Wege: k wird t vor i auch aus Bi: sééi omnis. visoéja der hohe. Stempáršéia des Buchdruckers. smuéini Feigen Vinga. IIIhpohH dod.

Auf Metathese des j beruhen Maha, Bocha neben Majka, Bojcka dod. Man hört auch Majha kač. 71. 75. 92. 311. 475. majkja mil. 193; ebenso devojtja 129. 282. devojkja. aščijtja 518. meandžijtja 308. furéa mil. usw.

Eigenthümlich ist der Übergang des k in t im Auslaut: éeléé Mensch neben Geléká: aslov. élovéka t3: doch auch vglé Wolf und velée: váléa ev. 70. der Wolf. pátnié samičeé solus Vinga. Dasselbe findet sich im Nord- und im Südbulgarischen. Vergl. Grammatik 1. 381.

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Wie k in é, c und in t (6), so geht g in Z aus dž, in z aus dz und in d (dj) über. Dem g steht in Vinga häufig d gegenüber: deld (dälgj, dalg) Schuld ev. 99. plur. dälgjve. deldu (dálgju) longum ev. 18. Dasselbe tritt ein in evendel (evángjeli) ev. 8. derdev den Georgii dies kač. 81. Bulg.-lab. schreibt ToBeHWÄH, das serb. hyBernja für

MIa/Io2kehba lautet. Vergl. Grammatik 1. 381.
Denkschriften der phil.-hist. Cl. XXXIV. Bd. 16

XVI. Z.

Statt des aslov. z findet sich bulg. hie und da dz (zwuk, koj-to i do sega se je zavardil v mékoji oblasti belgarski per.-spis. II. 22). Dies findet statt in jenen Formen, in denen die Verwandlung des g in späterer Zeit eingetreten ist, daher vor Allem in der Wortbildung: bladzé mil. 53. 120. 148. disadzi, bisadzi kač. 568. drüdzi T00óto: neben drizi rpoö dan. 1. kovcedzi per-spis. XI. XII. 174. nodze mil. 5. 31. 60. 82. 441. kaë. 79. 119. nodzi per.-spis. XI. XII. 162. vót s dan. 49. pólodzi von pólog Nestei cank. 7. póstedzi: stégni gos dvanáes póstedzi per.-spis. 1. (1882). 164. Hosb bulg.-lab. nódzé (Hosb). pomodzi (noMosh) bulg.-lab.: ersteres oft und nie anders; letzteres 60. b. In der Stammbildung: mmodzina mil. 376. MIwsHHa bulg.-lab. 58. b. bladzé entsteht nach meiner Ansicht aus blagjé, bladjé, bladzé; blazé aus bladzé durch Ausfall des d.

Schwieriger ist die Deutung des dz dort, wo es nicht auf den Gesetzen der Wortund Stammbildung beruht: méldzi, richtig meldz, Pé)TY Öpé)Y's dan. 41. In manchen Worten thun andere Sprachen die Jugend des dz dar: dzvezda zbor. 32. 48. mil. 83. 139. 256. op. 262. 265. 281. sbb3 a bulg.-lab. per-spis. XI. XII. 173. kljué. 40. dzvézdé cank. 7. dzvézde. sbb3Ja kač. 55. dzvézda 342.567. Vinga: vergl. poln. gwiazda. dzvomove kač. 534. dzvenéc cank. 7: vergl. poln. dzwon, nach Linde ,w dawnych pismach“ zwon: damit vergleiche man sberHaxa erklangen bulg.-lab. 79. a. und lit. Zvengiu. dzi in nejdzin ejus f. mil. 1. 39. 50. 90. 131. 312. 6ndzi cank. 7. beruht wohl auf Önzi: vergl. lit. gi. esaBb aegrotus bulg.-lab. 101. a. hängt mit aslov. jeza morbus, nslov. jeza ira und poln. jedza furor zusammen. Entlehnt ist mehbse bulg.-lab. 71. b.

Bei anderen Worten lassen uns die slavischen Sprachen im Stich: dzvéri op. 273. 274. dzveri, dzverie zbor. 51. 53. dzvere mil. 12. dzvérb kljué. 40. sB bpb bulg.-lab. 98. a. 108. a. b. sbbpHH kač. 31: vergl. poln. zwierz, lit. Zvéris. pgld.zgste Vinga: aslov. plazéti. seldzi mil. 20. 30. 35. 71. seldci 144. soldzi 339. soldci 26. saldzi 45: aslov. slzza. dzizdje mil. 159. dzizdañe 3. t 33to t, stizo t (d: zdot: die zweite Form ist wohl zdzot) dan. 29. dzid zadzidano per-spis. IX.X. 87. dzid Vinga. dzidve duh. 212. uzdzida, uzdzidil, dzidare Vinga ev. 28. 29. 108. dzizdastei, sodzišdet aus einer bulg-slov. Quelle. si/ahse bulglab. 66. a. Die Ansicht von dem Ursprunge des Wortes aus szda (szdé), zda scheint irrig: man vergleiche Daničič, Osnove 31. 32. Hasa Ib bulg.-lab. 93. b. dzádnice podex cank. 7. dzlo, dzle, dzlina, dzloba zbor. 33. 49. 50. 57. 59. s Io, sTo6a kač. 26. 28. 29. 31. 32. 39. Vergl. Beiträge zur Lautlehre der rumun. Dialekte. Consonantismus II. 62. nadzerne kač. 523. dzirka, prodzirka mil. 531. dzirkalo. dzérkalo ključ. 40. 42. dzérne mi se es schien mir cank. 7. In ključ. 140. werden noch angeführt sbH, sbIIa, sHBT5; Archiv III. 518. bietet XapHsa. cBesaHa neben XapH38eM. 3aBe3e. dzevnica kač. 457. 567. von aslov. zemlja. Vergl. Grammatik 1. 381.

Auf dz aus g beruht vielleicht zd in aslov. vezdetz neben vezetz vehit: aind. vah aus vagh. nslov. brezdéti neben brezéti: brezd neben brez illucescit; slovak. zbriezdilo sa: vergl. aind. bhardź, bharga Glanz: dagegen aslov. brézga. z in brezéti ist sehr auffallend. bulg. sjuzd Band aus sejezd: aslov. szazz, aind. angh. Zeljezdo ferrum bei pul. 25. 26. In diesen Fällen hat wohl Metathesis stattgefunden: zd aus dz. Aus einem älteren kladedz zogr. ist kladench und aus diesem kladenich entstanden. Aus Srpsoytap.ps3 per-spis. 1. (1882). 31. möchte man als den wahren Namen CTpbH3HM bpb erschliessen: vergl. strézimir, stréz, strézo usw. im Rječnik von Daničié.

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Schon Vuk hat im Dodatak 49. die Unentbehrlichkeit des j im bulg. ausgesprochen: j je y 6yTapckoM je3HKy ToToBo joIII Hy'RHIje Hero H y cpIIcRoMe, H. II. 3eMja H caója, y MIo:k. 6pojy 3eMjH H ca6jh Kako 6H ce 6e3 j IIa.MeTHo Mor-Io 3aIIHcaTH?“ Hoffentlich werden die Bulgaren die der Einführung des j entgegenstehenden kirchlichen Skrupel überwinden, wie sie die Serben überwunden haben, und nicht mit S. D. VèZenov 89. whoo, Kpaw, sondern joHo, Kpajo, auch nicht mit per-spis. I. 171. paesfit für paKsjob und mit bulg.-lab. Moa, 6owBe, 6ohwBe schreiben. Bei den Vingaern findet man sabja, sabji.

j geht, wie mir scheint, in d über im Pronomen für eos, eas: raztusi gji, pumugni gji duh.-glas. 134. gji eos ev. 6. 79. neben ji: da ji pogubi 9. gji, d. i. d, beruht auf aslov. je, woraus zunächst je und aus diesem, da es tonlos ist, ji, d. Man füge hinzu ria ego mil. 439. Tiacka ego 438. riapeóHUH 439. Ha Heria in ea aus na *njeja ibid. 6oriaAKHTH Färber 437. In den meisten Gegenden wird, wie mir versichert wird, ji durch gi aus d ersetzt.

Nach den Lauten é, é, § schiebt sich oft ein parasitisches j ein: HIOTHH. HI0 KWH bulg.-lab. kljuéjuve claves. ctoößat po).óst dan. ciuj propag. koäjuh. Für unrichtig halte ich die Ansicht, j sei in diesen Fällen ursprünglich Vergl. Grammatik 1.291.

XVIII. III.

U ist durchgängig durch IIIT zu ersetzen: oHeeIIITeM, IIIaqeeIIITeM, KBIHeeIIITeM mil. 345.

cBelIIT-b Licht. Die Gruppe kennt das bulg. nur aus sk: WBIIIA bH brettern.

So wie U durch IIIT, so ist TR für 1 zu schreiben. I findet sich im bulg.-lab., jedoch nur in entlehnten Worten: TeMe i0. Malape. cHHHHpaTB, cHHHIIb und HeIaTHHb.

Anhang über sincTB.

Ein räthselhaftes Wort ist bulg. ssncb alle (wir alle, ihr alle), in zbor. sinbca (chhba), mit den adjectiven síčki und sinki aller, ganz. sinca anlangend vermuthe ich folgendes: es ist die Verbindung des aslov. plur. dat. vbsèmt mit dem Suffix ca, das in dëtbca liberi sich findet. Um die Verwendung des plur. dat. vbsèmt als Thema der Stammbildung zu begreifen, wolle man die Verbindungen sas námu nobiscum ev. 19. ud nam a nobis 67. sas vam 69. Vinga berücksichtigen; ferner folgende Sätze: na ßienß kolanda ßif veßelie da bandeme in his calendis (Christi natalitiis) omnes laeti simus sienbenb. XVIII: Pienß ist vbsèm B zi. jedete ßinßi edite omnes V. Zaß Pienßika ßveat cum toto mundo XXXI: Pienßika ist vbsèm B zi ka. In diesen Sätzen spielt der plur. dat. vbsèmb die Rolle eines indeclinabile. Man füge hinzu faf tinßika nost in hac nocte V: tinßika ist tëmb zika. In derselben Function finden wir Zif, d. i. vbséht, wie wir oben gesehen haben. Dergleichen Fälle sind in dem angeführten Denkmal zahlreich: sie zeigen die Möglichkeit der Verwendung von vbsèmt als Thema der Stammbildung. Was sinki betrifft, so betrachten wir es als aus vbsèmt ki entstanden, wie sićki auf vbsèmt bca bsk b, d. i. sinca bsk B, beruht. Wie unhistorisch das bulg. zu verfahren liebt, zeigt sätmožin allmächtig Vinga: vbsbT5 tt možbnt.

Zweiter Theil. Proben der Lautbezeichnung in Zusammenhangender Rede.

Die hier mitgetheilten Proben zerfallen in dakoslovenische und eigentlich bulgarische.

A. Dakoslovenisch. Die hier zum ersten Male gedruckte dakoslovenische Probe ist aufgenommen worden, weil das Dakoslovenische geographisch und sprachlich zwischen Pannonisch-Slovenisch und Bulgarisch mitten inne steht. Mehr Proben dieser Sprache bietet meine Abhandlung: „Die Sprache der Bulgaren in Siebenbürgen.“

B. Bulgarisch. Die Proben des Bulgarischen zerfallen in drei Kategorien: 1. Die Proben der ungrisch-bulgarischen Sprache, speciell der Mundart von Vinga. II. Proben des Südbulgarischen. III. Proben des Nordbulgarischen.

1. Ungrisch-Bulgarisch: a) Aus dem Katechismus von I. Berecz. b) Lucas 24. 13–35. aus einer Handschrift. c) Dasselbe aus einem Druckwerk. d) Ein nach der Anleitung eines Vingaers phonetisch aufgezeichnetes Märchen.

II. Südbulgarisch. Die Denkmäler des Südbulgarischen sind griechisch, lateinisch oder kyrillisch geschrieben. Aufgenommen ist a) eine griechisch geschriebene Probe aus Daniel's Ada3xaxia. b) c) Zwei lateinische Proben aus den von der Propaganda gedruckten Büchern. d) Eine kyrillische Probe aus Mil. e) Aus Dozon.

III. Nordbulgarisch. a) b) c) d) Aus älteren Denkmälern. e) Aus Vuk's Dodatak. f) Luc. 24. 13–35. nach der auf meine Bitte von einem gebornen Bulgaren gefertigten Übersetzung in phonetischer Schreibung. g) Dasselbe aus dem 1828 in Bukarest gedruckten Evangelium: als Übersetzer nennt sich Petar Sapunov Triavnenin. h) Dasselbe aus dem 1866 in Constantinopel erschienenen Evangelium. ) Ein phonetisch abgedrucktes Volkslied aus Periodičesko spisanie VII. vIII.

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