Obrazy na stronie
PDF
[ocr errors][merged small][ocr errors][merged small][ocr errors][merged small][ocr errors]

Resultat: 1. Dem aslov. b entspricht bulg. je nach den folgenden Lauten und der Betonung é (ja) oder e: pésne neben pésen und pesn: aslov. pésn, pésni. 2. Historisch wird man in allen Fällen b, phonetisch ja oder e schreiben. 3. Als urbulg. scheint ja angenommen werden zu sollen. 4. ja ist in dieser Ausdehnung nur dem bulg. und dem dslov. bekannt: dél, d. i. djal bulg. und dslov., nslov. dél, dessen é wie magy. é in szép lautet.

WI. Silbebildendes P. M.

Aslov. trat, das nach meinem Dafürhalten trt lautete, wird bulg. trat, d. i. tret, tört, d. i. tert, und hie und da trt gesprochen. Analog wird tlzt behandelt. Vergl. Grammatik I. 362. Geschrieben wird Bp16a und BT5p6a, BITK und BBIK, TBpbIo und TBbpAo, ApaBo und AApB0, TpaIHHa und rapIHHa, RpTB, RTpB und KpB dod. 8. Die Vingaer schreiben trat und tart. Im tz:0d).(0330» .s zóy liest man Toßa. 3)./a für aslov. przva. vlana. Da A zu T herabsinken muss, a zu b geschwächt werden kann, so liest man rpaIH und TapTH mil. 125: aslov. gradi, d. i. grÖdi, TpMIIe3a und TAplle3a mil. 119: aslov. trapeza, cTpbHBI und cTApHH: aslov. strany. Da trt und tlt, wie es scheint, auf einen Landstrich beschränkt ist, so hat man bei der phonetischen Schreibung die Wahl zwischen trat, tlzt und tört, tält. Man beachte brkna, crn, krst, krši, krv, prst, srdce, prevrzam und dlzina, slzi per.-spis. 1882. 180. 182. 185. 187. 188. Die aslov. Formen trat und tlzt zerfallen in zwei Kategorien, indem die einen auf solchen älteren Formen beruhen, in denen der Vocal nach r, / steht, während in den anderen der Vocal ursprünglich vor r, l stand: aslov. brav supercilium und -glatitideglutire stehen jenes russ. browb, lit. bruvis, dieses russ. glotat gegenüber; brzzz citus und glaka tumultus entsprechen russ. borzyj und golk3. Da man nun in für bulgarische Katholiken lateinisch geschriebenen bulg. Texten: Knigice od molitvi Rom. 1866 und Nauka kristianska 1869, in einer Anzahl von Wörtern die ältere Lautfolge gewahrt findet, so kann man geneigt sein anzunehmen, diese ältere in einigen slavischen Sprachen verwischte Lautfolge habe sich im bulg. erhalten: a) glatni deglutit. vaskräsnah resurrexi; vaskrasnovane; vaskrasnim. kras, kräst crux; sukrastov Jesu Christi; krastene baptismus; krastät; prikrasti. kräv, kräv sanguis. stramno declive. trassi quaerit, trassil, wenn es mit nslov. trsiti se curare und mit lit. trusot sich bemühen zusammenhängt. b) bardo clivus. barz, barza citus. dalbočina profunditas, das mit dlab, russ. dolbit zusammenzustellen ist. darzal tenuit. martvi, märtavi mortui; smart, smärta mors. palin, pälin plenus; napalni implevit. pärvo primum; parviat, pärvia t. sarce, särce cor. tarn spinae; tarniv. se varni revertitur; obarnis; preubarnat. varzan ligatus; odearzis. Dagegen liest man auch a) salzi lacrimae. b) dalghi debita neben dlazin, dlaznik debitor. prast digitus und slånce, slänce sol. Ebenso schreibt man in Vinga: a) kras crux. sukras; sukrastov; krasjane Christiani; krastjanska. krastenji Taufe. kraf sanguis. trasil. b) barzo. ëarkva. Carvej vermis. darza teneo. dald debitum. dalak longus. pregarna amplector. smarti; martavi. palen plenus; napalmuva. parva prima. sarci. tarpel. tvardu. varu aus vröhz; zwarsa. se varni revertitur. Daneben a) karvav. salzi; salzuvit. b) dlašnici, dlaznusti. draz tene. pregrastet amplectuntur. smraé; smratin. mrakne, aslov. mraknetz. slance. Bei va;fraknal resurrexit, eig, er flog empor; wazfraknuée resurrectio fehlt Vergleichbares. Vergl. meine Abhandlung: Über den Ursprung der Worte von der Form aslov. trat. Denkschriften XXVII. 1877. Bei dem Schwanken zwischen smart und smraé usw. ist der Gedanke an die Fortdauer der älteren Lautfolge im bulg. aufzugeben: prozdarlost voracitas duh. 92. zeugt für die Entstehung der bulg. Form aus prozdrl-, prozrl-. In den älteren Denkmälern liest man nur rb, rb oder lob, lb, sehr selten Br usw. A. Im dslov. findet man bardo. darsent. karf karst. szmart; cserkvi. dalgo lang. dalsni schuldig. kalnam. ßpalni. B. In den älteren Denkmälern der bulgarischen Sprache. Op.: Apb RHIIIb. KpbBH. cbMpbTHH. OMpbceHa. oópbHaTb neben HepBie, HepRoBa, HepHHIo, HchepIIaHe 252. HcIIIbHIoBaTB, CIbHUe. Zborn.: upbKBa, HepKBa. KpbcTö, KpcTb. IIpbIHHa 32. 36. 38. 40. 44. HaIIa IHeHo 39. TpacHXMe 36.

[ocr errors][merged small][ocr errors][merged small][ocr errors][merged small][ocr errors]

Drinov: TBpUKHi, TBp IKHii. TB BpWob; 6TBTTapcko. IITBIHa und IITIeht. Vergl. Grammatik 1. 362. 363. 364.

Der Laut e steht folgenden aslov. Lauten gegenüber: B: ven, aslov. vtnT. b: pester, pbstrb. A: deb, dabt. a: gébe, gaba. Ausserdem wird silbebildendes rund 1 durch er, el oder durch re, le wiedergegeben: tverd, velk, aslov. tvrtod b, vl Bkt. Daraus ergibt sich die grosse Verbreitung des e im bulg.

Resultat: 1. Dem aslov. silbebildenden r, l entspricht bulg. re, le oder er, el oder endlich gleichfalls silbebildendes r, l: tv.red, tverd, tvrd, aslov. terzdz. 2. Die dritte Schreibung macht auf den Namen einer historischen Anspruch; die anderen sind als phonetisch zu bezeichnen. Die gegenwärtige Schreibung ist sehr schwankend. 3. Auszugehen ist von den silbebildenden Lauten, aus denen sich re, er usw. entwickelt haben. 4. re, er usw. sind dem bulg. eigenthümlich; das dslov. kennt nur er usw. Dem aslov. und dem nslov. sind diese Reflexe des silbebildenden r, l fremd.

VII. G.

Tonloses e lautet im Osten : ÖTH. TYMaulh. 36IpéTH per-spis. 1. 174. Neue Folge. Archiv IV. 694. e lautet betont hie und da wie je, jo: IIbepy Feder ëol. 114. cbecTpH ib. 3ioMaT sumunt ëol. 107. Vergl. io est 110. In den älteren bulg. Denkmälern wird, mit seltenen Ausnahmen, e geschrieben.

VIII. O.

Tonloses o lautet im östlichen Dialekt wie u: Gyr ähe, ryor», spähey per.-spis. 1. 174. Neue Folge. Archiv v. 694. prusiture Freier, serb. prosci, Vinga. u und o kann ausfallen: IIIeTBxMH, IIIeTbxTe; IIHjáxMII, IIHjáxTe aus II.IeTbxoMH usw. II010XTe. u für o findet sich manchmal auch in den älteren bulg. Denkmälern. Vergl. Grammatik 1.367.

[ocr errors]

Dem aslov. Suffix Hie wird bulg. in den Büchern meist He, ie gegenübergestellt: zke IaHHe; Gerov in seinem leider Fragment gebliebenen Slovar schreibt te: BapÄKaHe; Drinov be: pa3TIezKYahbe. Cankof hat e: Ipo6eHé. Daneben liest man unter dem Einflusse des Accentes jecTHjé Speise und jacTé dod. 22. MopHjé und Mopé Meer: MopHjé ist beachtenswerth, da auch aslov. morje auf altem morie beruht. Vergl. Grammatik 1.370. Ich schreibe e für He, ie, aslov. je: nije ist durch nje in nje, d. i. fie, und dieses in ne übergegangen: die Erweichung des n ist geschwunden.

A. Im dslov. bemerkt man ie, selten i: jeßtie, jeßtye cibus. pittie. poroncsenie. prostenie. ßandenie. tarnie und patini. piti.

B. In den älteren bulgarischen Denkmälern ist e häufig.

Op. HMaHe. ApeBe. IHete. 3 WpaBe. iacTe zbor. 33. 35. 49. 54. IIHTe neben iactie, IIHTie 270. 281.

[merged small][ocr errors][merged small][ocr errors][merged small][ocr errors]

Resultat: 1. Dem aslov. je entspricht bulg. in den meisten Gegenden e: pletene aslov. pletenije. 2. Historisch wird je, je geschrieben; phonetisch ist e. 3. Auszugehen ist von dem in manchen Gegenden erhaltenen je: pletenje, d. i. pleteñe, woraus durch das in so vielen Formen bemerkbare Schwinden der Erweichung pletene. 4. e für je ist bulg.: es ist dem dslov. (fe), aslov. (-nije, -nje) und nslov. (fe) fremd.

X. L.

Erweichtes l scheint der Wortauslaute fremd zu sein: wohl aber muss es im Inlaute angenommen und mag durch lj bezeichnet werden: Tjy6e neben Iñ6e Buhle. Ijy6 bb dod. zjYIe mil. 532. TjyTéjob wiege. IjycIIT Schuppe. TjyT scharf. K-jy neben KIHH Schlüssel. mpeIIá-jyBaM überheize. Ebenso KI bKaM, d. i. kljäkam, beuge das Knie; IpeIIHI bBaM, d. i. prepilavam, feile zu viel usw. bégljo Vergl. Grammatik 1.377. bébljo. revljo Weiner cank. viselji Vinga. Neben sline besteht sljine begeifere cank. äAts, aslov. zelje. kral cank. lautet in Vinga kralj; der König králet cank. yuHTeIATb der Lehrer wird wohl učitelet ausgesprochen. Dem aslov. zemlja steht zemja aus älterem zemja, zemija gegenüber, daher zemé, zemé cank., äpta dan., zème propag.; daher auch grabenje verk. 78. 3eMia bulg-lab. ist aslov.; sablja kač. 333. 446. ist nicht bulg.

mja wird mfa: bamnja Art Gemüse aus dem türk. bamja ger. 199: bamnja findet sich auch serb. Daničié. zemnja kaë. 79. 228.331. 369.418.492.508. Über diese Erscheinung ist ausführlich gehandelt in Beiträge zur Lautlehre der rumunischen Dialekte. Consonantismus II. Seite 40 des Separatabdruckes.

« PoprzedniaDalej »