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In Vinga wird a, à geschrieben; gesprochen wird e für tonloses und für gekürztes a: oku si. eli vel. emá, ma Anruf für Frauen. belván trabs. berdáé Krug. berjak Fahne. bestá Vater. bredé barba. cer/vem herrsche. ceríce Königin. éitev integer. Gerdak casa. der das Geschenk, ohne Artikel dar, plur. dárve. ddskel Lehrer. evengjeli. felé Lob; felós hochmüthig. felinge Fehler. ged Geflügel, gedé mit Art. gediné ein Stück Geflügel. gezderice Hausfrau. gledorem hungere. hebár Nachricht. hántetár ein böser Dämon. herésem, herésven. gefalle. herszem, herzvem schenke. hesnuvit nützlich. hóre Leute: hóre ta. jevil er zeigte. keko wie. kelvaria. káte den.. ketednesni täglich. ketáne Soldat. kókel Knochen. kólede Weihnachten. krelice Königin. letinée. mej mehr: rumun. mergerit. merlivu. nebere. nepravil. meráv m. Natur. nesedi. nezáé zurück. udledil ud kraja ev. 81. upečíne Bosheit. utrevisel er vergiftete. pehár Becher. péres zuerst: alb. pezetór Beschützer. pezetórée f. plednine Mittagmahl. plenini f. Alpen. prepedisvel verschwendete. reserdi erzürnte. rebóte Arbeit, Sache. rebéc Sperling. rezmrice Empörung. respré kreuzige. restášnice Trösterin. sebedság Freiheit. sekreménet. slärjek Nachtigall. nij sterje der Älteste. streinin Fremdling. trendifer Rose. zeréd, zergê wegen. Die fem. auf a: éime Pest. dusé Seele. d.ve eine bösartige Fee: gorske dive, semudive. gustje Gasterei. lésje Lauge. mubé Bitte. mumé Mädchen. muré Alp, Plage. mée Marter. rze Hemd. sose Dürre. sereéje Armuth. selé Scherz. udé Wasser. zuré Morgenröthe. Daneben dubrinjé Güte. nedele Sonntag nole Elend. Öle Wille. Die Verba V. 1: bégem laufe. dimem sage. dávem gebe. gátem errathe. vládem bin im Werthe. várem täusche neben pistem lasse. Verba VI: blegsvem esse. cgrávem herrsche. gledovem hungere. krelávem regiere. vérvem glaube.

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Der Satz, dass unbetontes a wie e lautet, ergibt sich für das Ungrisch-Bulgarische aus dem oben mitgetheilten Wortverzeichniss. Dass dieser Satz auch für die anderen Mundarten Geltung hat, ersieht man aus den phonetisch geschriebenen Aufsätzen in per.-spis. I. 104. III. 110. IV. 74. VII. VIII. 107. IX. X. 99.

Das Resultat der Untersuchung ist Folgendes: 1. Für a tritt e ein: a) wenn es tonlos ist: ceríce, von Cank. carice geschrieben; b) regelmässig im Auslaut der Nomina fem.: hápke Bissen. vodé udé Wasser. 2. Historisch kann a geschrieben werden; phonetisch ist es unrichtig, da zel, deb, ged Vinga aus zolz, dab3, gad denselben Vocal enthalten. Geschrieben wird a, b, Ä. 3. Für ja steht je nach Vocalen: siromašje Armuth. In einigen Fällen erhält sich ja nach Vocalen: svobodja neben svobodé Freiheit. zemijó, zemé Schlange. Für ja steht nach Consonanten e, d. i. ä: bánè Bad. Daneben säžde Russ. reédé Rost. ja erhält sich in svetiné Heiligkeit. Wenn der sing. gen. zitija in einer Quelle durch KHTHA und KHTHA wiedergegeben wird, Archiv III. 348, so ist von zitja auszugehen, das zitije, ästje wurde, welches durch die angeführten Formen dargestellt werden konnte. 4. Auszugehen ist vom Laute, dem a sehr nahe steht. e kann in 0, u übergehen. 5. Der Laute aus a ist bulg. und dslov.

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Der Lautwerth des aslov. A, e ist e. Vergl. Grammatik 1. 32: redz lautete rèd mit nasalem e. Lepsius 58. é beruht auf älterem en, em. Aus en, em entwickelte sich nslov. e: red (indem eine überging) und poln. je, je (da e durch je wiedergegeben wird): rzad aus rzed, rjed: ja steht langem, je kurzem e gegenüber, daher auch wiazaé, éech. vázati, nslov. vezati, serb. vézati. en wird ja, daher gruss. rjado, klruss. rjad, ëech. Fad aus rjad. Bulg. wird en zu e, das ehedem wie im nslov. lang gewesen sein dürfte: red. Vergl. Grammatik I. 365. Jagié, Archiv III. 347, meint, dass A dem ja, etwas dumpf in der Richtung nach je hin, gleich gewesen sein wird. Mundartlich hat sich en für aslov. e erhalten: grenda, jenzik, rendóve neben dem sing. red für aslov. greda, jezykz, redz Archiv III. 399.

Schon in alter Zeit ist hie und da ein parasitisches j dem e vorgetreten. Wir lesen nämlich schon in sehr alten Quellen A für ursprüngliches A: MecaTe zogr. TplAMA. KHLasb. ca. CAIH. IIATb. pacIIATH. BTScIIATb. 0TpoIA. Halacha. pbIIIA. Ie KAUA assem. IIOMLAHH prag. KbHLa3H. TA. ca. IIpoTATTIIIe. pbIIIa sup. 8. 23; 75. 21; 76. 25; 99. 22; 160. 1. Auf die Übereinstimmung altslovenischer Quellen mit dem Bulgarischen in Ansehung des Gebrauches von A für A wird man, das ist vorauszusehen, Schlüsse gegen die Hypothese von der pannonischen Heimat der Kirchensprache bauen, ohne Berechtigung, die nur auf die Heimat der bezeichneten Handschriften gehen kann, von denen manche von den Schülern Methods herrühren, die nach ihres Meisters Tode in Bulgarien eine Zufluchtsstätte fanden und die sich dem Einflusse der verwandten bulgarischen Sprache nicht entziehen konnten. Präjotierung findet sich auch bei den anderen Vocalen: KoIEcHHUa. IIeIEHa prol.-rad. 6IATHTe matth. 22. 29. zogr.-rec. proKHI. cHIHIonicol. IIIocaHHIO assem. KIoIIapHc B tichonr. 1. 101: ).03-, woT-: WocTaHeTb ostrom. beruht auf russ. Aussprache. Aus diesem a ist bulg. in einer nicht bestimmbaren, jedesfalls schon in sehr früher Zeit A entstanden, so dass zwischen den bulg. Reflexen des aslov. A, A und des ä aller Unterschied verwischt ist: cBéTe aus cBeTja, aslov. svésta, und cBéTeT aus cBéTjaTT, aslov. svétetz. Die Differenz zwischen den Reflexen des aslov. A und A besteht in manchen Gegenden darin, dass jenem o, diesem jo gegenübersteht: MoKa, Mo: K, iaWoT, ca6epoT für Maka, MAzkb. *iaWATT, c'B6epÄTE und TiioIa (gljoda, gIoda) ëol. 105: TIA WateTB. ToBioTo 112: roBAIo. IIpoKIioTHHR 106: *IIpoRIATBHHK b. Mioco 111: Maco. IlioTaK 111: IIATBKB. pioA 105. 108: paTT. cio/IHe 106: *ca/IHeTB für ca. eTB; HaBaTioT 106. TpatioT. TyIIIoaT sie riechen, für MyIIoT, AyIIioT. cToioT 108. 123: aslov. -MATT. - ATB. -*IIIATB usw. ziox 123: BT53AX B. io3HK per-spis. XI. XII. 161. Anderwärts wird A durch je ersetzt: yTBópbeT aperiunt, wodurch auch A nach K wiedergegeben wird: jyTpbokbeT abscindunt: 0TpfzKATB per.spis. I. (1882) 170. Für ca spricht man im Osten ca, cA, d. i. cb, und ce per-spis. II. 11; ebenso MT5, TB, während im Westen Me, Te, ce gilt VII. VIII. 110. Dem aslov. lagbMeHB steht gegenüber ÄIMeH mil. 110. ečemik cank. ÄIe in Äqe ch e3epo mil. 31. ist wohl aslov. AuHTB oder LaueTB. Neben io findet man in der III. plur. ee: rpa6eeT mil. 105. KaspcTeeT 95. MoTeeT 54, Formen, die, wie oben gesagt ist, nslov. grabijo, krstjo, molijo entsprechen. Auch iaHeeT, IIHjeet mil. 23. sind mit nslov. *jédejo, pijejo zusammenzustellen: aslov. *grabijatz, *jadejatz, nicht grabetz, jadeta usw. Vergl. Grammatik III. 189.

Aus dem Gesagten ergibt sich, dass aslov. ia, a und A, A im bulg. den gleichen Reflex haben können. Diese Erscheinung ist nicht jung; auf der Gleichheit der Reflexe von ä und A, a beruht die Erklärung einer Eigenthümlichkeit bulg.-slovenischer Handschriften, die mit bulgarischen nicht zu verwechseln sind. Diese besteht darin, dass a für ä und umgekehrt a. für a steht, da der Bulgare in der Aussprache dieser Lautgruppen keinen Unterschied machte. Was von a und A, gilt von Ua und UA, Ha und HA usw. Aus ja entwickelte sich je und aus diesem je, das der regelmässige Reflex des aslov. je ist. a) A (a) für a.: 6aHa, d. i. 6aHa für 6aHÄ. BHÄTpbHAA für BHÄTpbHåka. TIaroIAUe für TIaroIAUe. BBcTaAUH. HaHHHaaUe. IpbóHIBaAU0y. TpAIAUAA für rpaIAUAA usw. b) A (A) für A: KAIo für KAT0. 6eUFTHTb für 6eUATHTb. BoIHUA für BoIHUA. cBoex für cBoea. HaIIIA für HalIIa. II063aA für I063ala. TpAIAUAA für rpAWä5UAA. 6 bIIIA für 6 bIIIA. pbIIIA für pbIIIA. Daraus erklären sich Formen wie HocTH keUHMb in serb.slovenischen Quellen für bulg. - KAUHMb, aslov. - RAUHM B. Ebenso cToIoUH, oTb 3eMIIo misc. für aslov. cToAUITH, 0TB 3eMIA. pa KIa BUH slepé. 115. beruht auf -AUH, -AUH. Ausser diesen Fällen wahren auch die bulg.-slovenischen Quellen den Unterschied zwischen A und A: HWÄ. HTATb. BobpÄ. IIpHTBXA (tek). Mäzeb und MA. ca. WeBaTB. KIAXb. XoTaga usw. Die angeführten bulg-slovenischen Formen sind dem pat.-mih. entlehnt. So erklären sich IIIAIIa für das heutige Sepe, ursprünglich sepa; 6 bUIA, Halilä, ApoyTHIA cTpaHEI, TpaIE cBox, MEIIIIUea, HoUMA, Öp B3äA usw. in Priëa. Während ich das Gemeinsame von ä und a in je finde, glaubt Jagié, Archiv III. 343, die Verbindung beider Laute in a gefunden zu haben.

A. Im dslov. hat sich ë in der Form en in vielen Fällen erhalten: glendai, menßo, obremstem, pent, ßvenßa ligavit, ssvent, ßent, tengli, darsent, fallent, strasent, golement, videnste neben kolanda, inzic und vidant, buiunt, ferners ma, ta, ßa und ßal, zajele, kloitva usw. für aslov. gledaj, meso, obrestem3, pet, saveza, svets, *zed, teg-, dröšetö, hvaletz, straseta, *golémetz, videste, koleda, jezyka, videt3, bojetö, me, te, se, vözela, zajeli, kletva usw. Die Sprache der Bulgaren in Siebenbürgen 141.

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Resultate: 1. Dem aslov. e entspricht bulg. in den meisten Gegenden der Laute: zet, aslov. zet. 2. Dieser Laut wird durch e wiedergegeben: svet, aslov. svetz. 3. Zu

Grunde liegt dieser, kein dumpfer Laut. 4. Das bulg. e aus aslov. e beruht wie das Denkschriften der phil.-hist. Cl. XXXIV. Bd. 15

nslov. auf älterem en: die Übereinstimmung wäre vollständig, wenn die Länge des bulg. e nachgewiesen wäre. V. TG.

Das aslov. b hatte ursprünglich den Laut eines gedehnten e, e, woraus sich der Laut ea, ia, ja entwickelte. Daraus folgt jedoch nicht, dass in jeder einzelnen slav. Sprache von é auszugehen sei, namentlich scheint mir im Bulg. der Laut ea, ja als Ausgangspunkt angenommen werden zu sollen. Thut man dies, so stellt sich e für ja als eine von bestimmten Bedingungen abhängige Ausnahme dar. Diese Bedingungen sind a) die Tonlosigkeit, indem ea, ja der tonlosen Silbe in e übergeht: HBI pars, Helé dispertio; b) ein heller Vocal oder ein auf ea, ja folgendes é, Z, §, j: III bBob, plur. IIIéBH stramen; roarbo, plur. roëMi; Morbio (neben Metö), Méla; Harbbao ce, haté Gb; carbx, eMemna; Irkehb, néjb. Was von b, gilt von dem gleichlautenden ja: a) jaR, 3ajerbba»: b) IIHjáH, IIIjéHH. cTyEIH, aslov. stojali, per-spis. IV. 75: IIIéBH, HaTézkób, IIHjéHH sind durch eine Art von Assimilation hervorgerufen. Der durch B ausgedrückte Laut ist nach meinem Gehör von dem Laute ja nicht verschieden, und es scheint mir, dass überhaupt einsilbiges ea von ja kaum unterschieden werden kann: dem widersprechen einige bulg. Grammatiker: Cankof lehrt, é (b) laute Fa; nach per.-spis. I. 174, Neue Folge, soll b gesprochen werden cTbH0 H Ma.IKo IpoTerHAT0, Ho He RaTo ia HIH H: diese Ansicht mag durch das mit b wechselnde e hervorgerufen worden sein. Andere Phonetiker lehren, Ib/Io, AbTOBUH sei AsiaWo, WiaWoBUH (TiaTo, AsiaWoBUI) zu sprechen per-spis. VII. VIII. 109. Mit diesen Grammatikern stimmen jene Schriftsteller überein, die, nach russischer Art, TpHx, H3TH3Ia, oTpH3a, HeBacTa schreiben XI. XII. 153. 156. 157. Vuk schreibt ?: TyTèMy, ohne sich über den Laut dieses Zeichens auszusprechen: er fordert für den Laut des ? einen eigenen Buchstaben 49. Oft klingt mir b nicht wie ja, sondern wie ein stark offenes e, etwa wie magy. e in nem, das dslov. durch neam ausgedrückt wird: diesen Laut, den Brücke 27. durch e“ bezeichnet, mag Vuk bei è im Sinne gehabt haben. Wer die phonetische Schreibung als das Ziel aller orthographischen Reformen ansieht, wird mit dem Verfasser des Artikels per-spis. VII. VIII. 110. geneigt sein b zu beseitigen und statt desselben ja und e zu schreiben: IIIjäBB und IIIéBH, und dieses Ziel wird angestrebt und mit der Zeit erreicht werden. Dieser Arbeit ist jedoch nur ein bulgarischer Vuk gewachsen.

Ich werde hier den Buchstaben b beibehalten und ihn anwenden: TIBTo Hobkora H HbKAIb ce cTyIIIa 3Byk H (ja), a H BROra H H-BRAIB 3ByK e per-spis. II. 27; IX. 77. Im westlichen Bulgarien, wo sich die Sprache der serb. nähert, wird TheaTo, MecTo, cher für TH B3Yo, MobcTo, chbr gesprochen VII. VIII. 110. Anderwärts hört man Ievo: IbeBo čol. 114.

Die angegebene Regel über den Gebrauch des B setzt eine grammatische Kenntniss des bulg. voraus, deren sich nur wenige rühmen können: es hat daher ein Grammatiker die Wörter mit b taxativ aufzuzählen unternommen, wie dies hinsichtlich desselben Buchstabens auch im russ. nothwendig ist. Dragan V. Mančov, BaIIITHHE H3HIKB. III. roA. I. AbTB. 120. Daselbst findet man auch die Wörter mit b, Bl, b, H und A angegeben. Correctes Schreiben des bulg. wäre nach dieser Ansicht nur einigen gelehrten Slavisten möglich: die Erfahrung wird die Überspanntheit dieser Forderungen darthun und zur phonetischen Schreibung drängen. Vergl. Grammatik 1. 364–366.

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